DE3037641A1 - Ultraschallsender - Google Patents
UltraschallsenderInfo
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Description
GESELLSCHAFT FÜR STRAHLEN- Neuherberg, den I.lo.l98o
UND UMWELTFORSCHUNG MBH PLA 8050 Ga/jd
MÜNCHEN
Ultraschallsender
Die Erfindung betrifft einen Ultraschallsender der im Oberbegriff des Anspruches 1 beschriebenen Art.
Das Ultraschalltransmissionsverfahren beruht im Gegensatz
zu den herkömmlichen Echoverfahren für die medizinische Diagnostik auf der Sichtbarmachung von Transmissionsunterschieden
im menschlichen Körper. Dabei wird der Patient von einer Ultraschallwelle durchstrahlt
und eine geeignete Linse hoher Öffnung bildet die Ultraschallinformation auf ein Detektorarray ab. Ein
derartiges Verfahren wird z.B. von Green et al,- Acoustical,
Hoiograhy, Vol. 7, Ed.L.W.Kessler,Plenum Press-, 1977,S.291-305
angegeben. Da sich herausstellte, daß die kohärente Abbildung mit nur einem Ultraschallsender keine zuverlässigen
Bilder für die Diagnostik liefern konnte, verwendete Green in einer Weiterentwicklung des Transmissionsverfahrens20
- 30 unabhängige Ultraschallsender und erreichte so eine partiell räumlich inkohärente
Beschallung des Patienten. Die so erhaltenen Ultraschallbilder liefern insbesondere bei der Abbildung von
Sehnen und Gefäßen in Gliedmaßen Bilder von brauchbarer Qualität. Bei der Abbildung im Oberbauchbereich durch
den Körper hindurch wird, bedingt durch den langen Weg, die Bildqualität jedoch bereits ungünstig beeinflußt.
Prinzipiell besteht eine Ultraschall-Transmissionsanordnung aus einem Sendeteil mit Kondensorlinse vor dem
Patienten und einem Empfangsteil· mit Objektivlinse hinter
dem Patienten.
ORIGINAL INSPECTED
. ε
Der Sendeteil bei einer inkohärenten Beschallung besteht aus einer Mehrzahl von Schallquellen, deren ausgesandte
Schallfelder statistisch voneinander unabhängig sind. Aufgrund der in der Optik bekannten Kohärenzbedingung
müssen Bereiche der Größe FE1 gemäß Gleichung (1)
„ _ λ2 A* ; (1)
E1 " FAp
mit λ = Wellenlänge des Ultraschalls A = Abstand Sender-Kondensor
P. = Fläche der Kondensorapertur
als in sich räumlich kohärente Elementarquellen angesehen werden. Elementarquellen weiter zu verkleinern
ist daher sinnlos. Die maximale Anzahl der gegeneinander
inkohärenten Elementarquellen in einer ausgedehnten Quelle ergibt sich dann aus der Gleichung (2)
V FF (2)
rQuelle *Ap ^Quelle
\
Nmax ' P_. " λ2 Α2
Um eine möglichst inkohärente Beschallung mit einer ausgedehnten Quelle zu erzielen, sollten N Elementarquellen
der Größe, wie in Gleichung (2) angegeben, verwendet werden, wobei N eine hohe Zahl bedeutet. Jede
dieser Einzelquellen produziert ein Bild in der Detektorebene, wobei die interessierende Bildinformation
jeweils die gleiche ist und das Rauschen, das von
™" O ~~
Streuung oder Störreflexen konunt, sich von Quelle zu
Quelle ändert. Aus statistischen Überlegungen folgt, daß das Signal-Rausch-Verhältnis zur Wurzel der Zahl N der
Elementarquellen_zunimmt bis zu einem Maximalwert, der
durch Gleichung (2) gegeben ist. Für ein übliches Transmissionssystem
ist
f >= 2 MHz, A = 50 cm, DAp = DQuelle = 20 - 25 cm (X =o,. 75 mm)
f >= 2 MHz, A = 50 cm, DAp = DQuelle = 20 - 25 cm (X =o,. 75 mm)
Daraus folgt N — 10 , bezogen auf die Senderfläche.
Ein System mit den oben angegebenen Parametern sollte
also für eine inkohärente Beschallung aus etwa 10 unabhängigen
Einzelsendern bestehen, um eine möglichst störungsfreie Abbildung zu bekommen. Das von Green hergestellte
System benutzt im Höchstfall 30 voneinander unabhängige
Einzelsender, wobei jeder Ultraschallsender seine eigene Ansteuerungseinheit und Verstärkereinheit hat.
Eine Erweiterung der Anzahl um 1 oder 2 Größenordnungen mit Hilfe dieses Konzepts erscheint unmöglich.
Die der Erfindung gestellte Aufgabe besteht nunmehr darin, einen Ultraschallsender der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß sie diese Zahl N von Einzelquellen
aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 beschrieben. Die übrigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
wieder.
ORtGINAL INSPECTED
Bei der Erfindung wird demnach der eintreffende kohärente Schall an vielen kleinen Streuteilchen, deren
Abmessung in der Größenordnung der verwendeten Wellenlänge liegt, gestreut. Befinden sich diese Teilchen
in ungeordneter statistischer Bewegung, dann wirken sie wie voneinander unabhängige Elementarquellen. Die Geschwindigkeit
der Teilchen ist so bemessen, daß während der Zeit, die für die Erfassung der Intensität eines
Bildpunktes zur Verfügung steht, möglichst viele Granulationsmuster in der Bildebene entstehen.
Es entsteht also eine für eine Transmissionsanordnung
wesentlich vollständigere, räumlich inkohärente Beschallung als bei den bekannten Methoden. Damit wird
das Signal-Rausch-Verhältnis erheblich verbessert und gleichzeitig der Einfluß von Streuung innerhalb des
zu untersuchenden Körpers vermindert. Für eine gute Ultraschallabbildung durch den Körper hindurch ist das
von wesentlicher Bedeutung.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles mittels der Figuren 1 und 2 näher erläutert".
Figur 1 stellt schematisch eine Ultraschall-Transmissionsanordnung
dar, die auch ohne weiteres in eine Rückstreuanordnung (ähnlich dem Durchlicht- und Auflichtverfahren
in der Optik) umgewandelt und als solche betrieben werden könnte. Ein großflächiger kohärenter Sender 1 beschallt
eine Verwirbelungskammer 2, wie sie in Figur 2 näher dargestellt ist. Die in der Verwirbelungskammer 2 enthaltenen
Teilchen9bilden die Ausgangspunkte von Kugelwellen,
die im Gesamten durch ihre Vielzahl von Quellen,
von einer großen Fläche ausgehend, inkohärente Strahlung erzeugen. Der Sender 1 besitzt die Fläche
F^ », . Die von dem strahlenden Austrittsfenster 3 der
Quelle
Verwirbelungskammer 2 ausgehende inkohärente Strahlung
wird mittels der Kondensorlinse 5 (Aperturfläche F p) auf das Objekt 6 gerichtet. Sie durchdringt das Objekt
6 und wird danach mittels der Objektivlinse 7 auf das Detektorarray ' 8 abgebildet. Die Verwirbelungskammer
2 weist beim Transmissionsverfahren sowohl ein Eintrittsais auch ein Austrittsfenster 4 bzw. 3 auf. Im Falle der
Messung nach dem Prinzip des Auflichtverfahrens genügt ein Eintrittsfenster, durch welches der in der Verwirbelungskammer
2 erzeugte gestreute Schall wieder austritt.
In der Figur 2 ist eine Verwirbelungkammer 2 für das Transmissionsverfahren dargestellt.
Die Verwirbelungskammer 2 mit den Ein- und Austrittsfenstern 3 und 4 aus Plexiglas oder Polystyrol ist
teilweise mit Polystyrolteilchen 9 gefüllt, deren Abmessungen bei etwa 1 mm bei einer Ultraschallfrequenz
von etwa 2 MHz liegen. Wasser 10 durchströmt die Kammer 2 in möglichst turbulenter Strömung. Die Einlaßdüsen
lassen das Wasser 10 mit hoher Geschwindigkeit, z.B. unter verschiedenen Richtungen, in die Kammer 2 eintreten. Vor
den beiden Abläufen 12 sind Siebe 13 angebracht, die ein Austreten der Teilchen 9 aus der Kammer 2 verhindern.
Schon diese einfache Anordnung ermöglicht eine ungeordnete Bewegung der Polystyrolteilchen 9 mit einer Geschwindigkeit
in der Größenordnung lm/sec. Durch den Impedanzunterschied zwischen Polystyrolteilchen 9 und
Wasser 10 wird eine einfallende Ultraschallwelle an
ORIGINAL INSPECTED
jedem Polystyrolteilchen 9 gestreut und ist damit Ausgangspunkt einer neuen Elementarwelle. Die Summation
dieser Elementarwellen gibt ein durch die Bewegung
ständig wechselndes Granulationsmuster und -gemittelt über eine genügend lange Beobachtungsdauer- ein räumlich
inkohärentes Schallfeld. Diese Wirkung kann zusätzlich verbessert werden, indem die Ein- und Austrittsfenster
4 und 3 der Verwirbelungskammer 2 mit zusätzlichen Mattscheiben kombiniert werden oder als solche ausgebildet
sind.
Claims (7)
- GESELLSCHAFT FÜR STRAHLEN- Neuherberg, den I.I0.80 UND UMWELTFORSCHUNG MBH PLA 8050 Ga/jd MÜNCHENPatentansprüche:1Λ Ultraschallsender zur Erzeugung von räumlich ins kohärenter Ultraschall-Strahlung, der mit einem oder mehreren Ultraschall-Wellen beschallt wird, gekennzeichnet durch ungeordnet in einem für Ultraschall durchlässigen Medium (10) bewegte Partikel (9) der Größenordnung der Wellenlägen der beschallenden Ultraschall-Strahlung und einer von dem Medium (10) abweichenden Impedanz.
- 2. Ultraschallsender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium (10) und die Partikel (9) sich in einer Kammer (2) befinden, die mindestens ein für Ultraschall durchlässiges Fenster (3 und/oder 4) besitzt, durch das die Beschallung erfolgt und durch das die inkohärente Strahlung austreten kann.
- 3. Ultraschallsender nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die inkohärente Ultraschall-Strahlung durchlassende Fenster. (3 und/oder 4) der Größe der Senderfläche (F ,, ) entspricht.
- 4. Ultraschallsender nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel (9) im Medium (10) durch im Medium (10) erzeugte Turbulenzen ungeordnet über die Senderfläche (3) verteilbar sind.• ι
- 5. Ultraschallsender nach Anspruch 1 bis A1 dadurch gekennzeichnet, daß an der Kammer (2) mindestens ein Zufluß (11) und ein Abfluß (12) für das Medium (10) angeordnet sind.
- 6. Ultraschallsender nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium (10)aus Wasser und die Partikel (9), aus Polystyrol bestehen.
- 7. Ultraschallsender nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Fenster (3 und 4) zusätzlich als Mattscheiben ausgebildet sind.ORIGINAL INSPECTED
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