DE3037509A1 - Elektrisches geraet in einschubtechnik - Google Patents
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Description
Elektrisches Gerät in Einschubtechnik
Elektrische Geräte, deren Funktionsteile zu Wartungszwecken oder aus betrieblichen Gründen zugänglich sein
müssen, werden häufig in Einschubtechnik ausgeführt. Dabei ist es üblich, die elektrische Kopplung zwischen dem
Einschub und dem Gehäuse mit einer oder mehreren elektrischen Leitungen vorzunehmen, die mit Steckern an den
Einschub angeschlossen werden (DD-PS 87 34-5). Beim Herausnehmen
des Einschubs ist dadurch die Funktionsfähigkeit des Gerätes bis zum Lösen der Steckverbindung gewährleistet.
Jedoch muß dies von Hand vorgenommen werden, was mitunter bei gleichzeitigem Halten des Einschubs
schwierig ist. Beim Wiederanschluß des Einschubs können sich Schwierigkeiten ergeben, wenn mehrere Steck-Verbindungen
hergestellt und deren Zuordnung bzw. Reihenfolge zu beachten ist. Die aufgezeigten Probleme treten
beispielsweise bei schreibenden Meßgeräten auf, die in Abständen einer Justage bedürfen oder bei denen
Schreibflüssigkeit, ein Farbband oder Schreibpapier nachzufüllen oder auszuwechseln ist.
Ausgehend von einem elektrischen Gerät in Einschubtechnik, bei dem der Einschub, der die elektrischen und gegebenenfalls
die mechanischen Funktionsteile trägt, an seiner Rückseite über verkabelte Steckverbindungen den
durch die Rückwand des Gerätegehäuses geführten Anschlußleitungen elektrisch zugeordnet ist, liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, die elektrische und mechanische Kopplung zwischen dem Einschub und dem Gerätegehäuse
so auszubilden, daß bei einfacher und sicherer Handhabung die gleichzeitige mechanische und elektrische
An- und Abkopplung gewährleistet ist.
Zm 4 Bz / 30.09.1980
—«Γ - VPA 80 P 3552 DE
Zur Lösung dieser Aufgabe sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
a) Die Rückseite des Einschubs besteht aus einer mit dem Einschub mechanisch lösbar verbundenen Zwischenwand,
b) die in dieser Zwischenwand angeordneten elektrisch wirksamen Verbindungselemente sind .steckbar mit den
elektrischen Funktionsteilen des Einschubs verbunden und fest an die zur Rückwand des Gerätes führende
Verkabelung angeschlossen,
c) die Zwischenwand ist in einer vorderen und in einer
hinteren Endstellung im Gehäuse verriegelbar,
d) der Einschub ist nur in der vorderen Endstellung der Zwischenwand mit dieser verriegelbar.
Bei der gewählten Anordnung wird durch die Verwendung einer zusätzlichen Zwischenwand erreicht, daß der Betriebszustand
des Einschubs auch in der vorgezogenen Stellung erhalten bleibt, daß die vorgezogene Stellung
eine mechanisch stabile Stellung ist und daß die elektrische Ab- bzw. Ankopplung des Einschubs vom Gerätegehäuse
erst dann erfolgt, wenn der Einschub als Ganzes aus der vorgezogenen Stellung gelöst oder in dieser
Stellung in die Zwischenwand eingesetzt wird.
Bei der konstruktiven Ausgestaltung der Verriegelung von
Zwischenwand und Gehäuse geht man in Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig derart vor, daß an der mit Seitenteilen
versehenen Zwischenwand beidseitig ein senkrecht verschiebbarer Rasthebel angeordnet ist, der mit Nasen
in entsprechende Ausnehmungen von an der Gehäusewand angeordneten Schienen eingreift und mit dem ein in dem
Einschub federnd gelagerter zweiarmiger Hebel lösbar in Eingriff steht. Durch die federnde Lagerung des zwei-
-V- VPA 80 P 3552 DE
armigen Hebels werden dabei einerseits die beiden Raststellungen des Rasthebels fixiert und andererseits die
Bedienung des Rasthebels erleichtert.
Zur Verriegelung des Einschubs mit der Zwischenwand hat sich eine Anordnung als zweckmäßig erwiesen, bei der der
Einschub im unteren Teil beidseitig mit einem quer zum Einschub verlaufenden Lagerzapfen versehen ist, der in
ein nach oben offenes Lager im Jeweiligen Seitenteil der Zwischenwand eingreift und bei der der Einschub im oberen
Teil einen federnd gelagerten zweiarmigen Entriegelungshebel aufweist, der mit seinem einen Ende einen
Lappen der Zwischenwand übergreift. Bei dieser Ausgestaltung wird der Einschub zunächst mit Hilfe der Lagerzapfen
in die Zwischenwand eingehängt, während durch eine Drehbewegung des Einschubs um die durch die Lagerzapfen
gegebene Achse der am oberen Teil vorgesehene Entriegelungshebel den Einschub in einer horizontalen
Stellung fixiert bzw. beim Abkoppeln aus dieser Stellung freigibt.
Um den Einschub zwischen der vorderen und hinteren Raststellung
leicht im Gehäuse führen zu können, empfiehlt es sich weiterhin, jedem Lagerzapfen eine auf dem Gehäuseboden
laufende erste Rolle zuzuordnen und die Zwischenwand beidseitig mit einer zweiten Rolle zu versehen,
die an der Unterkante einer an der Gehäusewand verankerten Schiene anliegt. Dadurch ist gleichzeitig ein Herausheben
des Einschubs aus der Führung zwischen den beiden Raststellen verhindert.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Kupplung zwischen Einschub und Gehäuse ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt«
Dabei ist in Figur 1 das Schwergewicht auf die Darstellung der elektrischen Kupplung gelegt, während in Figur
die mechanische Kupplung wiedergegeben ist.
-Jr- VPA 80 P 3552 DE
Gemäß der vereinfachten Schnittdarstellung in Figur 1 ist in dem Gehäuse 1 der Einschub 2 angeordnet, von dem
im wesentlichen die eine Seitenwand 3 und eine Querwand 4 mit der darauf befestigten Schaltplatine 5 dargestellt
ist. Die Strombahnen der Schaltplatine enden auf dem steckerartigen Vorsprung 6, der in eine Steckbuchse
8 eingreift. Die Steckbuchse 8 ist schwimmend auf der Zwischenwand 7 befestigt, wobei an diese Steckbuchse
die zur Rückwand des Gehäuses 1 führende Flachleitung 9 fest angeschlossen ist.
Beim mechanischen Lösen des Einschubs 2 aus dem Gehäuse 1 wird der Einschub zunächst um die Achse der an
der Seitenwand 3 des Einschubs angeordneten Rolle 31 gekippt. Bei dieser mechanischen Lösung des Einschubs aus
dem Gehäuse erfolgt gleichzeitig die elektrische Auftrennung der Steckverbindung 6/8. Umgekehrt wird beim
mechanischen Einkippen des Einschubs 2 in das Gehäuse 1 die elektrische Verbindung zwischen den Steckelementen
und 8 hergestellt.
Gemäß Figur 2 erfolgt die mechanische Verriegelung des Einschubs 2 mit dem Gehäuse 1 mit Hilfe der Zwischenwand
7, die beidseitig eine Seitenwand 20 trägt. An dieser Seitenwand, die sich zwischen der Seitenwand 3 des
Einschubs und der Seitenwand des Gehäuses 1 befindet., ist der Rasthebel 14 angeordnet, der mittels der in der
Seitenwand 20 befestigten Zapfen 16 und der Langlöcher 15 senkrecht verschiebbar ist. Er ist an beiden Enden
mit den abgewinkelten Lappen 24 versehen, die in Rasten 12 der beiden Schienen 10 und 11 eingreifen können.
Die Schienen 10 und 11 sind horizontal an der Wand des Gehäuses 1 befestigt und tragen weiterhin die Nasen 13,
die eine Verschiebung des Rasthebels 14 und damit der Zwischenwand 7 über die beiden RastStellungen hinaus
verhindern. Am Rasthebel 14 ist weiterhin der Zapfen 19 angeordnet, in den das eine Ende des zweiarmigen, in der
- .5- - VPA 80 P 3552 DE
Seitenwand 3 des Einschubs mittels der Feder 18 federnd gelagerten zweiarmigen Hebels 17 lösbar eingreift. Bei
einer Betätigung dieses Hebels durch Druck auf das federnd gelagerte Ende wird der Rasthebel 14 nach oben geschoben
und gibt damit die jeweilige Raststellung frei, so daß sich die Zwischenwand 7 längs der Schienen 10 und
11 verschieben läßt.
Zur mechanischen Verriegelung des Einschubs 2 mit der
Zwischenwand 7 ist an der Unterkante der Seitenwand 20 die nach oben offene Aussparung 22 vorgesehen, die ein
Lager für den Zapfen 30 bildet. Dieser Zapfen ist quer zum Einschub an dessen Seitenwand 3 angeordnet. Diesem
Zapfen ist im übrigen die Rolle 31 zugeordnet, mit der der Einschub 2 auf dem Boden des Gehäuses 1 aufliegt.
Zur Verriegelung des Einschubs mit der Zwischenwand 7 dient weiterhin der in der Seitenwand 3 mittels der Feder
26 federnd gelagerte zweiarmige Hebel 25, der an seinem einen Ende im verriegelten Zustand mit der Nase
einen nach innen weisenden Lappen 23 der Seitenwand 20 der Zwischenwand 7 übergreift. Der Lappen 23 greift dabei
gleichzeitig in einen Schlitz 28 der Seitenwand 3 ein, wobei der Schlitzgrund einen Anschlag für den Lappen
23 bildet.
Das Herausnehmen des Einschubs 2 aus dem Gehäuse 1 geht demnach wie folgt vonstatten:
Durch Betätigung des Hebels 17 wird der Rasthebel 14 aus der hinteren Raststellung gelöst. Der Einschub kann dann
nach vorne gezogen werden, wobei mittels der vorderen Nasen 13 und der über die vordere Raststellung hinweggreifenden
Nase 32 der Seitenwand 3 sichergestellt ist, daß der Einschub nicht über die vordere Raststellung
hinaus herausgezogen werden kann.
--& - VPA 80 P 3552 DE
Nach Einrasten der Zwischenwand 7 in der vorderen Stellung wird der Hebel 25 betätigt, danach kann der Einschub
2 um die Achse des Zapfens 30 nach unten gekippt und der Einschub, wenn dessen Rückseite aus dem Gehäuse
1 herausragt, mit dem Zapfen 30 aus der Aussparung 22 herausgehoben werden. Der Einschub 2 kann jedoch
nur dann nach unten gekippt werden, wenn die Nase 24 des Rasthebels 14 vollständig in der Raste 12 der
Schienen 10 eingesetzt ist. Wenn nicht, wird die Kippbewegung durch Anschlagen der Nase 32 an der Nase 24
verhindert.
Beim Einsetzen des Einschubs wird dieser in gekippter Stellung zunächst mittels der Zapfen 30 in die Zwischenwand
7 eingehängt und dann nach oben gekippt, bis der Hebel 25 mit seiner Nase 27 hinter dem Lappen 23, durch
eine Anlaufschräge 33 bedingt, von selbst einrastet. Zur
Führung der Nase 23 in den Schlitz 28 ist dabei die kreisbogenformige Ausformung 29 vorgesehen.
Zur Führung der Zwischenwand 7 im Gehäuse 1 sind weiterhin beidseitig die Rollen 21 angeordnet, die an der Unterkante
der jeweiligen Führungsschiene 10 anliegen. Diese Rollen verhindern gleichzeitig ein Herausheben der
Zwischenwand nach oben.
Der dargestellte Einschub ist symmetrisch ausgebildet, d. h. der beschriebene Verriegelungsmechanismus ist auf
der anderen Seite des Einschubs in gleicher Weise vorhanden. Die dadurch notwendige beidhändige Betätigung
des Verriegelungsmechanismus gewährleistet eine sichere Handhabung.
4 Patentansprüche
2 Figuren
2 Figuren
BAD ORIGINAL
Claims (4)
- PatentansprücheVPA 80 P 3552 DErl Λ Elektrisches Gerät in Einschubtechnik, bei dem der Einschub, der die elektrischen und gegebenenfalls die mechanischen Funktionsteile trägt, an seiner Rückseite über verkabelte Steckverbindungen den durch die Rückwand des Gerätegehäuses geführten Anschlußleitungen elektrisch zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Rückseite des Einschubs (2) aus einer mit dem Einschub mechanisch lösbar verbundenen Zwischenwand (7) besteht, daß die in dieser Zwischenwand angeordneten elektrisch wirksamen Verbindungselemente (8) steckbar (6) mit den elektrischen Funktionsteilen des Einschubs verbunden und fest an die zur Rückwand des Gerätes führende Verkabelung (9) angeschlossen sind, daß die Zwischenwand (7) in einer vorderen und in einer hinteren Endstellung im Gehäuse (1) verriegelbar ist (12, 24) und daß der Einschub nur in der vorderen Endstellung der Zwischenwand mit dieser verriegelbar ist (22, 30; 23, 27).
- 2. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zur Verriegelung der Zwischenwand (7) mit dem Gehäuse (1) an der mit Seitenteilen (20) versehenen Zwischenwand beidseitig ein senkrecht verschiebbarer Rasthebel (14) angeordnet ist, der mit Nasen (24) in entsprechende Ausnehmungen (12) von an der Gehäusewand angeordneten Schienen (10, 11) eingreift und mit dem ein in dem Einschub federnd (18) gelagerter zweiarmiger Hebel (17) lösbar im Eingriff steht.
- 3. Elektrisches Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Einschub (2) zur Verriegelung mit der Zwischenwand (7) im unteren Teil beidseitig mit einem quer zum Einschub verlaufenden Lagerzapfen (30) versehen ist, der in ein nach oben offenes Lager (22) im jeweiligen Seitenteil (20) der Zwi-- Sf - VPA 80 P 3552 DEschenwand eingreift, und daß der Einschub im oberen Teil einen federnd (26) gelagerten, zweiarmigen Entriegelungshebel (25) aufweist, der mit seinem einen Ende (27) einen Lappen (23) der Zwischenwand übergreift. 5
- 4. Elektrisches Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß zur Führung des Einschubs (2) im Gehäuse (1) jedem Lagerzapfen (30) eine auf dem Gehäuseboden laufende erste Rolle (31) zugeordnet ist und daß die Zwischenwand (7) beidseitig mit einer zweiten Rolle (21) versehen ist, die an der Unterkante einer an der Gehäusewand verankerten Schiene (10) anliegt.
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| DE3037509A DE3037509C2 (de) | 1980-10-03 | 1980-10-03 | Elektrisches Gerät in Einschubtechnik |
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ID=6113578
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