DE3037541A1 - Verfahren zur herstellung einer als eisenbetonanschluss dienenden verankerung - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer als eisenbetonanschluss dienenden verankerungInfo
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Description
R.-ING. WALTER ABITZ
a. DIETER F. MORF PL.-PHYS. M. GRITSCHNEDER
München,
3. Oktober 1980
Postanschrift / Postal Address Postfach 86O1O9. 8OOO München
Telefon 983222
Telex: CO) 5 23992
73.700
HEINZ WITSCHI
3073 Gümligen, Kanton Bern, Schweiz
PETER FANKHAUSER 3510 Konolfingen, Kanton Bern, Schweiz
Verfahren zur Herstellung einer als Eisenbetonanschluss dienenden Verankerung
130017/0878
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer als Eisenbetonanschluss dienenden, aus
mehreren Armierungsstahlstäben bestehenden Verankerung, in welchem jeder Armierungsstahlstab zunächst annähernd
rechtwinklig gebogen wird, um einen in eine Hauptwand zu betonierenden Teil und einen nach der Betonierung
auszubiegenden Teil zu bilden, wonach die auszubiegenden Teile der Armierungsstahlstäbe dicht aneinander
und die zu betonierenden Teile der Armierungsstahlstäbe in den gewünschten Abständen voneinander gelegt
werden.
Um einen Anschluss von Zwischenwänden aus Beton, Treppen aus Beton oder' Zwischenböden aus Beton an
eine Hauptbetonwand rationell ausführen zu können, ist nach dem CH-Patent Nr. 562 376 bekannt, die Armierungsstahlstäbe,
die rechtwinklig gebogen wurden und deren der eine Teil einen in die Hauptwand zu betonierenden Bügel
und der andere Teil zwei freiliegende, nach der Betonierung auszubiegende Schenkel bildet, mit ihren freiliegenden
Schenkeln in eine rinnenartige Schale zu verlegen und sie mit Schaumstoff aus Polyurethan zu übergiessen.
Der erstarrte Schaumstoff bildet dann eine die Schenkel haltende Massel
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Um die Schenkel aus dieser Masse nach der Betonierung der Bügel ausbiegen zu können, muss sie
ausgekratzt werden, was mühsam und zeitraubend ist. Ausserdem sind die Herstellungskosten ziemlich hoch.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer als Eisenbetonanschluss
dienenden, aus mehreren Armierungsstahlstäben bestehenden Verankerung vorzuschlagen, in welchem die
auszubiegenden Teile der Armierungsstahlstäbe nach der vollendeten Betonierung der anderen Teile der
Armierungsstahlstäbe einfach und ohne Zeitverlust ausgebogen werden können. Dabei sollen die Herstellungskosten
einer solchen Verankerung gegenüber anderen bekannten Herstellungsverfahren niedrig gehalten
werden.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe auf
solche Weise gelöst, dass die rechtwinklig abgebogenen Armierungsstahlstäbe zu einem Bündel festgehalten
werden und dass über die auszubiegenden Teile der im Bündel festgehaltenen Armierungsstahlstäbe von der
den zu betonierenden Teilen gegenüberliegenden Seite eine thermisch verformbare Kunststoffolie angebracht
und mit Wärme behandelt wird, bis sie an den auszubiegenden Teilen dicht anliegt und sie teilweise
klippartig umschliesst, wonach"die Folie einer schockartigen
Abkühlung ausgesetzt wird.
Die auf diese Weise hergestellte Verankerung ist gut transportierbar.
Mit Vorteil erfolgt die Wärmebehandlung der Kunststoffolie durch auf die die auszubiegenden Teile
der Armierungsstahlstäbe überdeckenden Abschnitte der Folie gezielt gerichteten Heissluftstrahlen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen
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Fig. 1 einen Querschnitt eines an einer Magnetplatte angeordneten Bündels aus Armierungsstahlstäben
mit einer an ihn anliegenden Folie, Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe,
Fig. 3 einen Querschnitt von auszubiegenden
Teilen der Verankerungsstäbe, die miteinander punktgeschweisst
wurden.
Die als Eisenbetonanschluss dienende Verankerung besteht aus mehreren ArmierungsStahlstäben
5, die in etwa 90 gebogen wurden, um einen in die Hauptwand zu betonierenden Teil und einen nach der
Betonierung der Verankerung auszubiegenden Teil zu bilden. Mit Vorteil wird jeder Armierungsstahlstab
zu einem Bügel gebogen, wonach die beiden Bügelschenkel 5b im Abstand vom Bügelsteg 5a annähernd
rechtwinklig gebogen werden. Es ist aber auch möglich, dass jeder Armierungsstahlstab 5 nur rechtwinklig
gebogen wird, wobei kein Bügel gebildet wird; in diesem Falle werden zwei Reihen von Armierungsstahlstäben
5 verwendet.
Die Armierungsstahlstäbe 5 werden zu einem Bündel zusammengelegt, wobei die auszubiegenden Teile
der Armierungsstahlstäbe dicht aneinanderliegen und die zu betonierenden Teile der Armierungsstahlstäbe
in den gewünschten Abständen voneinander angeordnet sind. Um das aus ArmierungsStahlstäben bestehende
Bündel festzuhalten, werden die auszubiegenden Teile
der Armierungsstahlstäbe 5 auf eine Magnetplatte 1 gelegt, die Schlitze 6 aufweist, in welche die zu betonierenden
Teile der Armierungsstahlstäbe eingeführt werden. Dabei werden die auszubiegenden Teile
der ArmierungsStahlstäbe 5 dicht aneinandergereiht. Die Magnetplatte 1 wird unter Strom gesetzt, um
die auszubiegenden Teile der Armierungsstahlstäbe 5 aneinander festzuhalten.
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Um das aus den Armierungsstahlstäben gebildete Bündel festzuhalten, kann anstelle der Magnetplatte
ein Schweissverfahren angewandt werden, in welchem die dicht aneinander liegenden, auszubiegenden Teile der
Armierungsstahlstäbe miteinander punktgeschweisst werden, um sie aneinander festzuhalten. Ueber die auszubiegenden
Teile der auf diese Weise im Bündel festgehaltenen Armierungsstahlstäbe 5 wird dann von der
zu den betonierenden Teilen der Armierungsstahlstäbe gegenüberliegenden Seite eine thermisch verfonnbare
Kunststoffolie 3 angebracht. Die Kunststoffolie ist vorzugsweise eine PVC-Folie, die eine Dicke von
höchstens 2 mm aufweist. Sie wird von der Oberfläche der auszubiegenden Teile der Armierungsstahlstäbe 5
im Abstand angeordnet oder direkt an die auszubiegenden Teile angelegt. Die Kunststoffolie 3 wird mit
Wärme behandelt, bis sie an den auszubiegenden Teilen
dicht anliegt und sie teilweise umschliesst. Bei der Teilumschliessung der auszubiegenden Teile durch
die Folie 3 muss eine Klippswirkung entstehen, damit die Folie an den auszubiegenden Teilen der Armierungsstahlstäbe
während des Transportes unbewegbar sitzt. Demnach wird die Folie 3 einer schockartigen Abkühlung
ausgesetzt.
Die Wärmebehandlung der Folie 3 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Am vorteilhaftesten geschieht
dies durch auf die die auszubiegenden Teile überdeckenden Abschnitte der Folie 3 gezielt gerichteten
Heissluftstrahlen. Das Anliegen der Folie an die auszubiegenden Teile der Armierungsstahlstäbe
5 kann aber auch durch Wärmebestrahlung, z.B. durch Widerstandsheizelemente erfolgen. Dabei kann es sich
um Infrarot-Strahlen handeln. Die Folie 3 kann während der Wärmebehandlung an die auszubiegenden
Teile noch durch eine Gegendruckplatte 8 angepresst
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werden.
Die Verfahrensstufen nach der Fig. 1 werden
nun näher erläutert. Die Kunststoffolie 3 wird an ihren Rändern an eine unbewegliche 2 und eine bewegliche
2a Unterlage gelegt und mittels Niederhalter 4 festgehalten. Je nach der gewünschten Breite
der Folie 3 kann die bewegliche Unterlage 2a in Richtung des Pfeiles Ä seitlich verschoben werden·.
Durch die gezielt gerichteten Heissluftstrahlen wird
die Folie 3 zum Anliegen an "die auszubiegenden Teile
der Armierungsstahlstäbe 5 gebracht. Je nach dem Abstand der Folie 3 von der Oberfläche der auszubiegenden
Teile am Anfang der Wärmebehandlung entstehen verschiedentlich hohe Schenkel (siehe die voll ausgezogene
Linie der Folie), die beim Betonieren zum Anliegen an ein nicht dargestelltes Schalungsbrett
kommen, so dass zwischen dem Schalungsbrett und der Verankerung ein Hohlraum entsteht. Wenn der Abstand
der zwei Reihen der auszubiegenden Teile zu gross ist, kann zwischen den beiden Reihen eine weitere
Unterlage 7 vorgesehen werden, so dass sich die Folie 3 während der Wärmebehandlung an sie anlegt und
dort eine in der Höhe der Schenkel geformte Abstützung entsteht.
Demnach wird die so angeformte Folie durch Kühlluft schockartig abgekühlt, so dass sie in.dieser
Form erstarrt. Es ist durchaus möglich, dass an die andere Seite der Folie 3 von der Magnetplatte 1 her
noch ein Vakuum einwirken kann.
Beiderseits der an 'die auszubiegenden Teile
der Armierungsstahlstäbe 5 anzulegenden Abschnitte der Folie können Perforierungen angebracht werden. Anstelle
der Perforierungen können an diesen Stellen Aufreissdrähte vorgesehen sein. Die Folie 3, die nach
der Betonierung der zu betonierenden Teile der
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Armierungsstahlstäbe 5 von.den auszubiegenden Teilen
abgerissen wird, kann in den Perforierungen bzw. bei Verwendung der Aufreissdrähte besser und schneller
von den auszubiegenden Teilen entfernt werden.
Die Herstellungskosten der in oben beschriebenen Verfahrensstufen hergestellten Verankerung
sind viel kleiner als bei der Herstellung der bekannten Verankerungen dieser Art. Das aus den
Armierungsstahlstäben bestehende Bündel mit der darauf anliegenden Folie kann problemlos transportiert werden.
Nach der vollendeten Betonierung kann die Folie durch einen einzigen Riss entlang der gesamten Länge
des einbetonierten Bündels abgerissen und von den auszubiegenden Teilen entfernt werden.
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Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung einer als Eisenbetonanschluss dienenden, aus mehreren Armierungsstählstäben
bestehenden Verankerung, in welchem jeder Armierungsstahlstab zunächst annähernd rechtwinklig gebogen wird,
um einen in eine Hauptwand zu betonierenden Teil und einen nach der Betonierung auszubiegenden Teil zu bilden,
wonach die auszubiegenden Teile der Armierungsstahlstäbe
dicht aneinander und die zu betonierenden Teile der Armierungsstahlstäbe in den gewünschten Abständen
voneinander gelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungsstahlstäbe zu einem Bündel festgehalten
werden und dass über die auszubiegenden Teile der im Bündel festgehaltenen Armierungsstahlstäbe von
der den zu betonierenden Teilen gegenüberliegenden Seite eine thermisch verformbare Kunststoffolie angebracht
und mit Wärme behandelt wird, bis sie an den auszubiegenden Teilen dicht anliegt und sie teilweise
klippartig umschliesst, wonach die Folie einer schockartigen Abkühlung ausgesetzt wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge-.kennzeichnet,
dass die dicht aneinander liegenden auszubiegenden Teile auf eine Magnetplatte gelegt werden,
welche unter Strom gesetzt wird, um die auszubiegenden Teile aneinander festzuhalten.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die dicht aneinander liegenden auszubiegenden Teile miteinander punktgeschweisst werden,
um sie aneinander festzuhalten.
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-2- 303754Ί
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wärmebehandlung der Folie durch auf die die auszubiegenden Teile überdeckenden Abschnitte
der Folie gezielt gerichteten Heissluftstrahlen erfolgt.
5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wärmebehandlung der Folie durch Wärmestrahlung erfolgt.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung der Folie durch
Infrarotstrahlen erfolgt.
7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Folie bei der Wärme- und Abkühlbehandlung an ihren Rändern oberhalb der Oberfläche
der auszubiegenden Teile der ArmierungsStahlstäbe ortsfest
gehalten wird.
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