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BES CH REIBUNG
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Die Erfindung betrifft eine Sicherheitssensoreinrichtung zur Verwendung
bei Elektromotoren, und zwar betrifft die Erfindung im einzelnen ein Niedrigwicklungswiderstand-Schutzsystem,
insbesondere eine Einrichtung zum sensormäßigen Ermitteln des Motorzustands bzw.
der Motorzustände, wenn sich der Motor in Ruhe befindet.
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Es sind viele Arten von Sicherheitssensoreinrichtungen für Motoren
aus der Patentliteratur bekannt und im Handel erhältlich.
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Die weitaus größte Mehrzahl dieser Sicherheitssensoreinrichtungen
ermittelt Motoreigenschaften und -zustände während des Betriebs des Motors. Jedoch
kann eine Schutzeinrichtung, die nur während des Laufes des Motors arbeitet, ein
Durchbrennen des Motors nicht verhindern, das beim anfänglichen Anlegen bzw.
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am Anfang des Anlegens von elektrischem Strom bzw. elektrischer Leistung
an die Motorwicklungen auftritt. Ein solches Durchbrennen rührt von einer Herabsetzung
des Isolationswiderstands her, die durch Kondensation und Verunreinigung verursacht
wird.
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Die Häufigkeit solcher Erscheinungen ist eine Funktion der relativen
Luftfeuchtigkeit, der Konzentration von in der Luft befindlichen Teilchen und von
Temperaturänderungen in der Umgebung, in welcher der Motor betrieben wird. Es ist
leicht ersichtlich, daß verunreinigte oder rauhe Umgebungen einen Schutz des Motors
gegen eine Verminderung der Isolation, die zu einem Durchbrennen des Motors beim
Anlassen desselben führt, erfordern können.
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Es sind bereits Schutzeinrichtungen für die Verwendung bei Elektromotoren
vorgeschlagen worden, welche den Wicklungswiderstand im Ruhezustand überwachen.
In der US-Patentschrift 3 656 136 ist ein Elektromotor mit einer Sicherheitssensoreinrichtung
gezeigt. Hier wird ein kleiner Strom an eine Wicklung eines Motors
angelegt,
und das Stromniveau wird überwacht. Wenn es ein zu hohes Niveau erreicht, das einen
niedrigen Leckwiderstandswert nach Masse anzeigt, wird eine Alarmanzeige erzeugt,
und ein Relais, das eine Anschaltung des Motors verhindert, wird aktiviert.
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Eine andere Art einer Schutzeinrichtung ist in der US-Patentschrift
3 611 036 beschrieben. Hier werden zwei Motoranschlüsse durch Dioden, die in Reihe
mit Neonlampen und Strombegrenzungswiderständen geschaltet sind, mit zwei Eingangsstromleitungen
verbunden. Ein Masseanschluß im Motor erzeugt einen Stromfluß durch eine oder beide
Lampen. Ein lichtempfindlicher Widerstand aktiviert in Ansprechung auf Licht von
den Lampen eine Relaissteuerschaltung, welche die Eingangsleitung zu dem Motor öffnet,
so daß der Motor nicht angeschaltet werden kann.
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Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Niedrigwicklungswiderstand-Schutzsystem
für Elektromotoren zur Verfügung gestellt, das sich durch geringe Abmessungen, einfache
und leichte Installation sowie betriebssichere und zuverlässige Beschaffenheiten
bzw. Eigenschaften auszeichnet, die eine Beschädigung desselben durch hohe Spannungen,
welche zum Betrieb des Motors benutzt werden, verhindert.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Niedrigwicklungswiderstand-Schutzsystem
für Elektromotoren zur Verfügung gestellt, das eine Sensoreinrichtung umfaßt, die
an wenigstens eine Motorwicklung angekoppelt ist und den Wicklungswiderstand des
Motors, wenn dieser in Ruhe ist, mit einem vorbestimmten Schwellenwert vergleicht
sowie ein Ausgangsanzeigesignal in Ansprechung auf ein Überschreiten dieses Schwellenwerts
abgibt, und eine Abkopplungseinrichtung zum Abkoppeln der wenigstens einen Motorwicklung
von der Sensoreinrichtung derart, daß hohe Spannungen, die während des Betriebs
des Motors an diesem anliegen, von der Sensoreinrichtung ferngehalten werden.
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Weiterhin umfaßt die Sensoreinrichtung gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung einen Operationsverstärker.
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Außerdem ist das System gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
zur Überwachung eines Wechselstrommotors ausgebildet, und die Abkopplungseinrichtung
umfaßt ein Relais, das auf die ermittelte Anschaltung eines Elektromotors ansicht,
indem es den Kreis bzw. die Schaltung zwischen der wenigstens einen Wicklung und
der Sensoreinrichtung öffnet.
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Darüberhinaus wird gemäß einer Ausführungsform nach der Erfindung
ein Schutzsystem zur Verfügung gestellt, das insbesondere zur Verwendung bei Hochspannungselektromotoren,
die mit 2000 Volt und mehr betrieben werden, ausgebildet ist.
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Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist das System
zur Überwachung eines Gleichstrommotors ausgebildet, und die Abkopplungseinrichtung
umfaßt eine Diode.
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Darüberhinaus erhält gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die
zur Überwachung eines Gleichstrommotors ausgebildet ist, die Sensoreinrichtung Strom
von einer Batterie bzw. wird die Sensoreinrichtung durch eine Batterie mit Strom
versorgt.
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Schließlich ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, in der
die Sensoreinrichtung von einem mit hoher Spannung betriebenen Motoranlasser mit
Strom versorgt wird, eine Einrichtung zum Abkoppeln der Sensoreinrichtung von der
Motoranlasser-Stromquelle während des Betriebs des Motors vorgesehen.
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Die Erfindung sei nachstehend anhand einiger in den Figuren 1 bis
6 der Zeichnung im Prinzip dargestellter, besonders bevorzugter Ausführungsformen
näher erläutert; es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung
der elektrischen Verbindungen zwischen einem Schutzsystem nach der vorliegenden
Erfindung und einem Motor sowie einem Motoranlasser; Figur 2 ein schematisches elektrisches
Schaltbild einer Sensorschaltung für einen Wechselstrommotor, die einen Teil eines
Schutzsystems nach der vorliegenden Erfindung bildet; Figur 3 ein schematisches
elektrisches Schaltbild einer Sensorschaltung für einen Gleichstrommotor, die einen
Teil eines Schutzsystems nach der vorliegenden Erfindung bildet; Figur 4 ein schematisches
elektrisches Schaltbild einer Sensorschaltung für einen Gleichstrommotor, die einen
Til eines Schutzsystems nach der vorliegenden Erfindung bildet; Figuren 5A und 5B
zwei perspektivische Veranschaulichungen eines Teils eines Schutzsystems nach der
vorliegenden Erfindung; und Figur 6 ein schematisches elektrisches Schaltbild einer
Sensorschaltung, die insbesondere für einen Hochspannungs-Wechselstrommotor geeignet
ist und einen Teil eines Schutzsystems nach der vorliegenden Erfindung bildet.
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Es sei nun auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen, die jeweils die
Verbindungen zwischen dem Schutzsystem nach der vorliegenden Erfindung und einem
Motor sowie einem Motoranlasser einerseits und der Sensorschaltung, die einen Teil
des Schutzsystems bildet, andererseits, veranschaulichen.
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Zu Zwecken der Vereinfachung der Erläuterung werden die verschiedenen
Verbindungen mit numerierten Anschlüssen identifiziert, die allen dargestellten
Ausführungsformen der Erfindung gemeinsam sind. Die spezielle Numerierungsaufeinanderfolge
hat
überhaupt keine Bedeutung, und es kann alternativ jedes andere
Numerierungssystem oder jede andere Numerierungsanordnung der Anschlüsse angewandt
werden.
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Die Anschlüsse 1 und 2 sind an eine elektrische Stromquelle 10 angekoppelt,
typischer- bzw. vorzugsweise an den Steuerstrom, der über den Kontaktspulen irgendeines
konventionellen Motoranlassers anliegt, welcher in Verbindung mit einem Elektromotor
verwendet wird. Die an den Anschlüssen 1 und 2 angelegte Steuerspannung kann iryendeine
geeignete Spannung, wie beispielsweise 110 bis 440 Volt, sein. Die Anschlüsse 1
und 2 sind an die Primärwicklung eines Transformators TR 1 angekoppelt. Die Sekundärwicklungen
des Transformators TR 1 sind an einen Gleichrichter 12 angekoppelt, dessen Ausgang
eine 12-Volt-Gleichstromquelle für den Rest des Schutzsystems bildet.
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Allgemein gesagt ist das Schutzsystem als ein solches aufzufassen,
das eine Einrichtung zum Messen des Widerstands zwischen einer Wicklung eines zu
überwachenden Elektromotors 14 und Masse umfaßt. In der hier betrachteten bevorzugten
Ausführungsform ist der Elektromotor 14 ein Dreiphasenmotor, der Wicklungen hat,
die durch die Buchstaben U, V und W identifiziert werden und die mit den jeweiligen
Phasenanschlüssen verbunden sind, die durch die Buchstaben R, S und T identifiziert
werden. Die Erfindung ist nicht notwendigerweise auf Dreiphasenmotoren beschränkt,
sondern sie kann geeignetenfalls bei jeder Art eines Elektromotors angewandt werden.
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Da die verschiedenen Wicklungen U, V und W elektrisch miteinander
verbunden sind, kann die Widerstandsmessung durch eine Verbindung irgendeiner oder
mehreren der Wicklungen bewirkt werden.
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In der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform ist der Anschluß 3
an die Wicklung U und der Anschluß 6 an Masse angekoppelt.
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Ein Operationsverstärker 20, typischer- bzw. vorzugsweise ein Modell
CA 3094E der Firma RCA Corporation, dient als Komparator
zum Vergleichen
des Widerstandswerts der Wicklung gegen Masse mit einem vorbestimmten Widerstandsschwellwert.
Der Eingangsanschluß 2 des Verstärkers ist über einen Widerstand R 4 und einen relaisgesteuerten
Schalter RLS 1 an den Anschluß 3 angekoppelt, der mit einer Motorwicklung verbunden
ist, wie oben erwähnt. Der negative Eingangsanschluß 3 ist über einen Widerstand
R 6 an eine Verbindungsstelle 22 angekoppelt. Die Verbindungsstelle 22 ist über
einen Widerstand R 9 an Masse angekoppelt.
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Eine Verbindungsstelle 24, die an den einen Ausgangsanschluß des Gleichrichters
12 angekoppelt ist, ist über einen Kondensator C 1 mit dem zweiten Ausgangsanschluß
des Gleichrichters und außerdem über einen Widerstand R 1 mit einer Sammelleit.ng
26 verbunden. Eine Zener-Diode D 4 ist zwischen Masse und die Sammelleitung 26 geschaltet.
Die Verbindungsstelle zwischen dem Kondensator C 1 und dem zweiten Ausgangsanschluß
des Gleichrichters ist ebenfalls an Masse gelegt. Ein Widerstand R 3 verbindet die
Sammelleitung 26 mit der Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand R 4 und dem Schalter
RLS 1, und ein Kondensator C 2 verbindet die Sammelleitung 26 mit dem Eingangsanschluß
2 des Operationsverstärkers. Die Sammelleitung 26 ist direkt mit dem Anschluß 7
des Operationsverstärkers 20 und über einen Widerstand R 5 mit dem Anschluß 5 des
Operationsverstärkers 20 verbunden.
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Die Sammelleitung 26 ist mit der Verbindungsstelle 22 über einen Widerstand
R 2 verbunden, dessen Widerstandswert den Ableitungswiderstandsschwellwert des Schutzsystems
bestimmt. Die folgende Tabelle gibt eine Liste von Widerstandswerten für R 2 in
kOhm und von den entsprechenden Ableitungswiderstandsschwellwerten (kOhm) zwischen
dem Anschluß 3 und Masse (der Begriff "Ableitungswiderstand" wird hier abgekürzt
für "Ableitungs- bzw.
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Leckwiderstand verwendet):
Ableitungswiderstandswert
R 2 1010 91 800 120 650 150 500 200 285 360 210 510 Es sei darauf hingewiesen, daß
die obigen Wert nur beispielsweise Angaben für die in Figur 2 gezeigte spezielle
Schaltung sind. Entsprechende Beziehungen von Werten für andere spezielle Ausführungsformen
können leicht mittels konventioneller empirischer Techniken bestimmt werden.
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Die Verbindungsstelle 24 ist über eine lichtemittierende Diode D 2
in Reihe mit einer Parallelkombination aus einer Diode D 3 und einem Relais RL 2
mit dem Anschluß 8 des Operationsverstärkers 20 verbunden. Der Anschluß 4 des Operationsverstärkers
ist an Masse gelegt, und sein Anschluß 6 ist über einen Widerstand R 8 mit Masse
und über einen Widerstand R 7 mit dem Anschluß 3 des Verstärkers verbunden.
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Es ist ein spezielles Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß sie
leicht mit konventionellen Motoranlassern verbindbar ist und Betriebselemente verwendet,
die konventionellerweise darin vorgesehen sind, so daß auf diese Weise die Duplizierung
von Schaltern und anderen Bauteilen ausgeschaltet wird. Eine Erregerspule 30, die
einen Teil des Motoranlassers bildet, betätigt einen Schalter 32, der dazu dient,
die Verbindung zwischen einem Dreiphasenstromversorgungsnetz an den Anschlüssen
R, S und T und den jeweiligen Motorwicklungen U, V und W zu steuern und der außerdem
einen Teil des Motoranlassers bildet. Die Spule 30 wird konventionellerweise über
in Reihe geschaltete Start-, Stop- und Überlastschalter 31 bzw. 33 bzw. 35 von der
Stromquelle 10 erregt.
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Es ist ein spezielles Merkmal der Erfindung, daß in der Reihenschaltung
von der Stromquelle 10 zur Spule 30 der Schalter RLS 2 vorgesehen ist, ein Reihenschalter
zwischen den Anschlüssen 7 und 8, der eine Steuerung der Spule 30 und eine Betätigung
des Schalters 32 in Ansprechung auf den sensormäßig ermittelten Wicklungswiderstand
ermöglicht.
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Es ist außerdem ein spezielles Merkmal der Erfindung, daß die Anschlüssse
4 und 5 mit den Enden der Spule 30 verbunden sind.
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Eine Diode D 4, Widerstände R 10 und R 11 sowie ein Relais RL 1, das
den Schalter RLS 1 betätigt, sind in Reihe zwischen die Anschlüsse 4 und 5 geschaltet,
so daß dadurch eine Betätigung des Schalters RLS 1 in Ansprechung auf die sensormäßig
ermittelte Erregung des Motors erzielt wird.
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Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung wird der Schalter
RLS 2 weggelassen, und durch den sensormäßig ermittelten niedrigen Widerstand der
Wicklungen wird nur eine empfindliche Anzeige, wie beispielsweise durch Aufleuchten
der lichtemittierenden Diode D 2, vorgenommen, ohne daß eine Anschaltung bzw. Erregung
des Motors verhindert wird.
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Typische Bauteilwerte, mit denen sich ein besonders guter Betrieb
der vorstehend beschriebenen Einrichtung erzielen läßt, seien als bevorzugte Beispielswerte
nachstehend angegeben: D 1 Z 12 IN 4742 R 1 220 Ohm D 2 LED LSM-L-A R 3 R4 D 3 IN
4004 R 7 D 4 IN 4007 R 9
alle 470 KOhm Gleichrichter 12 WO 2 GI R 8 51 Ohm C 1 100 F/ 25 V R 5 + R 2 C 2
0,22 F/ 100 V R 6 33 KOhm RL 1 RS 75001 (Kaco - Deutschld.) RL 2 FTA 0012405 (Feme
- Italien)
Die Werte von R 10 und R 11 hängen von der Eingangsspannung
ab, die von der Stromquelle 10 herkommt. Wenn die Eingangsspannung 110 V Wechselstrom
beträgt, dann werden beide Widerstände weggelassen. Wenn die Eingangsspannung 220
V Wechselstrom beträgt, dann ist R 10 27 KOhin1 und R 11 wird weggelassen. Wenn
die Eingangsspannung 440 V Wechselstrom beträgt, ist R 10 27 KOhm, und R 11 ist
ebenfalls 27 KOhm.
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Gemäß einer Aus führungs form der Erfindung können die Anschlüsse
10 und 11 an eine externe Aufzeichnungseinrichtung, an Kontrolleinrichtungen oder
Alarmeinrichtungen angekoppelt werden. In einem solchen Fall kann der eine dieser
Anschlüsse an die Verbindungsstelle 24 angekoppelt sein, oder es können diese beiden
Anschlüsse an die Verbindungsstelle 24 angekoppelt sein.
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Der Betrieb der vorstehend beschriebenen Schutzeinrichtung sei nun
kurz zusammenfassend erläutert. Während der Elektromotor, der überwacht wird, im
Ruhezustand ist, wird der Widerstandswert zwischen seinen Wicklungen und Masse kontinuierlich
mit einem Bezugswert verglichen, der vorher durch den Wert bestimmt worden ist,
den der Widerstand R 2 erhalten hat. Wenn der gemessene Widerstandswert unter den
Bezugswert fällt, dann wird die lichtemittierende Diode D 2 betätigt, und das Relais
RL 2 entkoppelt die Anschlüsse 7 und 8, so daß auf diese Weise die Spule 30 entregt
und der Motorunterbrecherschalter 32 geöffnet wird, wodurch der Betrieb des Motors
unmöglich gemacht wird.
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Der Motor kann nur betrieben werden, wenn das Relais RL 2 und der
Schalter RLS 2 entregt werden, d.h. wenn der Wicklungswiderstand zu dem obigen vorbestimmten
Schwellwert zurückkehrt.
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Andererseits wird durch den Betrieb des Motors eine Spannung in der
Spule 30 induziert, die eine Betätigung des Relais RL 1 bewirkt, das den Schalter
RLS 1 öffnet und die hohe Spannung, die an den Motorwicklungen anliegt, von der
Schutzschaltung abkoppelt, so lange der Motor angeschaltet ist. Diese Abkopplung
dient
dazu, einen Betrieb der Sensorschaltung zu verhindern und
sie vor einer möglichen Beschädigung, die durch die angelegte hohe Spannung bewirkt
werden könnte, zu schützen.
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Es sei nun auf Figur 3 Bezug genommen, die eine Sensorschaltung zum
Überwachen eines Gleichstrommotors zeigt. Die Sensorschaltung ist ziemlich gleichartig
mit der hier in Figur 2 veranschaulichten Sensorschaltung. Aus Gründen der Einfachheit
der Erläuterung seien auch hier die Anschlußnummern verwendet, die bei der Beschreibung
der Figuren 1 und 2 verwendet wurden.
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Darüberhinaus sind nur Teile der Schaltung, die sich von derjenigen
der Figur 2 unterscheiden, nachstehend in näheren Einzelheiten beschrieben. Die
übrige Schaltung ist die gleiche wie in dem Ausführungsbeispiel der Figur 2.
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Die Anschlüsse 1 und 2 sind direkt mit den Eingangsanschlüssen des
Gleichrichters 12 verbunden, anstatt daß sie über einen Transformator laufen, wie
in dem vorher beschriebenen Beispiel der Figur 2. Der Transformator ist also weggelassen
worden. Es sind zwei zusätzliche Widerstände R 12 und R:13 in Reihe zwischen dem
einen Ausgang des Gleichrichters und der Verbindungsstelle 24 angeordnet. Ein zusätzlicher
Widerstand R 14 ist zwischen die Sammelleitung 26 und den Anschluß 8 des Operationsverstärkers
20 geschaltet. Die Parallelkombination aus dem Relais RL 2 und der Diode D 3, die
in der Ausführungsform nach Figur 2 mit dem Anschluß 8 des Operationsverstärkers
verbunden ist, ist hier mit dem Kollektor eines Transistors T 1 verbunden, dessen
Emitter an Masse gelegt und dessen Basis mit dem Anschluß 6 des Operationsverstärkers
20 verbunden ist.
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Eine Diode D 5 ist anstelle des Schalters RLS 1 in Reihe zwischen
dem Anschluß 3 und dem Widerstand R 4 vorgesehen. Die Diode D 5 dient dazu, einen
Gleichstromfluß von den Wicklungen zur Schutzschaltung zu verhindern. Der Schalter
RLS 1 ist ein Doppelkontaktschalter, wobei ein Satz von Kontakten die Verbindung
zwischen
dem Widerstand R 13 und der Verbindungsstelle 24 steuert, während der zweite Satz
von Kontakten die Verbindung zwischen dem zweiten Ausgangsanschluß des Gleichrichters
12 und Masse steuert. Infolgedessen wird durch den Betrieb des Relais RL 1 in Ansprechung
auf die sensormäßig ermittelte Anschaltung bzw. Erregung des Motors die Stromquelle
hoher Spannung vom Rest der Schutzschaltung abgekoppelt. Es sei darauf hingewiesen,
daß der Gleichrichter 12 in den Gleichstromausführungen der Erfindung dazu dient,
einen Ausgang von gleichförmiger gewünschter Polarität unabhängig von der Eingangspolarität
zu erzielen.
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Der Rest der Schaltung ist für alle Zwecke identisch mit demjenigen
der Ausführungsform nach Figur 2.
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Die Schaltung der Ausführungsform nach Figur 3 zeichnet sich durch
einen Betrieb mit relativ hohen Versorgungsspannungen zwischen den Anschlüssen 1
und 2 aus. Die folgenden Bauteilwerte unterscheiden sich von den beispielsweise
für die bestmögliche Betriebsweise der Ausführungsform nach Figur 2 gegebenen Bauteilwerten,
wobei diese folgenden Bauteilwerte als bevorzugte Beispiele angegeben sind. Wo keine
neuen Werte angegeben sind, werden in einer bevorzugten Ausführungsform die gleichen
Werte wie in der Ausführungsform nach Figur 2 in Verbindung mit den nachstehenden
Werten verwendet: C 1 10 F/350 V RL 2 PL 2 R 1 68 KOhm
RS 28001 (Kaco-Deutschland) R 10 R 14 1,5 KOhm R 11 R 6 33 KOhm R 12 R 13
6,8 K0hm/1W Es sei nun auf Figur 4 Bezug genommen, die eine alternative Ausführungsform
der Sensorschaltung für Gleichstrommotoren zeigt. Es wird die gleiche Bezeichnung
wie in der Beschreibung
der Ausführungsform nach Figur 2 für identische
Verbindungen benutzt, und diese werden nachstehend nicht speziell beschrieben.
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Anschlüsse +3 und -3 sind jeweils an eine erste und zweite Motorwicklung
angekoppelt, wobei die zweite Wicklung auf einem Potential gehalten wird, das bezüglich
des Potentials der ersten Wicklung negativ ist und sich von diesem typischer- bzw.
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beispielsweise um 220 V unterscheidet. Ein Relais RL 1 ist zwischen
die Anschlüsse +3 und -3 geschaltet. Der Anschluß +3 ist über eine Diode D 6 mit
einer Verbindungsstelle 50 verbunden. Die Verbindungsstelle 50 ist über einen Widerstand
R 15 mit einer Verbindungsstelle 52 verbunden, die ihrerseits über einen Widerstand
R 16 mit einem Kontakt 61 eines relaisgesteuerten Schalters RLS 1 verbunden ist,
dessen Betrieb durch das Relais RL 1 gesteuert wird. Der Anschluß -3 ist mit einem
Kontakt 63 des relaisgesteuerten Schalters RLS 1 und über eine Zener-Diode D 7 mit
der Verbindungsstelle 52 verbunden.
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Eine Speicherbatterie, typischer- bzw. vorzugsweise von 12 V und 2
Ampere/h Ausgangskapazität, die mit 60 bezeichnet ist, ist zwischen die Umschaltkontakte
65 und 67 des Schalters RLS 1 geschaltet. Der Schalter RLS 1 ist so angeordnet bzw.
angeschaltet, daß er die jeweiligen Batterieanschlüsse entweder zur Wiederaufladung
der Batterie mit den jeweiligen Kontakten 61 und 63 oder zum ordentlichen Betrieb
mit den jeweiligen Kontakten 69 und 71, die jeweils mit der Sammelleitung 26 und
Masse verbunden sind, verbindet. Die Lage der Umschaltkontakte wird durch das Relais
RL 1 in Ansprechung auf die Anschaltung bzw. Erregung des Motors, der überwacht
wird, gesteuert, um einen normalen batteriegespeisten Betrieb der Sensoreinrichtung
zu haben, wenn der Motor in Ruhe ist, und die Batterien wiederaufzuladen, wenn der
Motor angeschaltet ist.
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Ein zusätzlicher Widerstand R 17 ist in Reihe zwischen den Kondensator
C 2 und den Eingangsanschluß 2 des Verstärkers eingefügt,
und eine
Zener-Diode D 8 ist zwischen die Verbindungsstelle der Widerstände R 4 und R 17
und Masse geschaltet.
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Die folgenden Bauteilwerte ergeben einen Betrieb der Ausführungsform
nach Figur 4 in der dem Anmelder am besten bekannten Art und Weise bzw. ein besonders
bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Ausführungsform nach Figur 4. Wo keine Werte
angegeben sind, werden in diesem Falle die gleichen Werte verwendet, die in der
obigen Liste für das besonders bevorzugte Ausführungsbeispiel der Ausführungsform
nach Figur 2 gelten.
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R9 R3 R4 R5 R7
470 KOhm R8 R6 R 17
47 KOhm R 15 10 KOhm R 16 150 KOhm D 6 Siliziumdiode 400 V0,5 A D 7 Zenerdiode 15
V 1/2 W D 8 Zenerdiode 15 V 1/4 W Es sei nun auf die Figuren 5A und 5B Bezug genommen,
die eine Sensoreinrichtung nach der vorliegenden Erfindung und eine Anbringungseinrichtung
hierfür veranschaulichen. Es ist ein spezielles Merkmal der vorliegenden Erfindung,
daß die Sensorschaltung, die gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
aufgebaut und betreibbar ist, außerordentlich kompakt ist.
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Gemäß einer Auführungsform der Erfindung kann die Sensorschaltung
im Inneren konventioneller Uberlastungsschutzeinrichtungen aufgenommen werden, die
normalerweise mit großen Elektromotoren verbunden sind.
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Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung, die in den
Figuren 5A und 5B veranschaulicht ist, kann die Sensorschaltung innerhalb eines
kompakten Anschlußkastens 80 angeordnet werden, der beispielsweise eine Länge von
etwa 11 cm, eine Breite von etwa 9 cm und eine Dicke von etwa 2 cm hat. Der Anschlußkasten
ist vorzugsweise aus hochstoßfestem Kunststoff ausgebildet
und
mit einer Verbindungsbefestigung 82 vom Bajonetttyp auf seiner Rückseite versehen.
An der Vorderseite des Anschlußkastens ist eine Mehrzahl von Verbindungsanschlüssen
84 und ein Warnlicht 86, das die in den verschiedenen Schaltungen beschriebene lichtemittierende
Diode oder ein externes Warnlicht zum Anzeigen eines niedrigen Wicklungswiderstands
sein kann, vorgesehen.
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Es ist oft schwierig, Zugang zur Rückwand eines Motorsteuergehäusekastens
zu erlangen, um Befestigungslöcher für eine Einheit zu bohren, wie sie gemäß der
vorliegenden Erfindung zur Verfügung gestellt wird. Gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung kann ein seitliches Befestigungsquerstück 88 vorgesehen sein, das
einen mit einer Öffnung 92 versehenen rückwäitigen Teil 90 und einen Seitenteil
94, der rechtwinklig zum rückwärtigen Teil verläuft und in dem ein Befestigungsschlitz
96 ausgebildet ist, umfaßt. Auf diese Weise kann dort, wo eine seitliche Befestigung
vorteilhaft ist, ein Befestigungsloch für eine mit dem Schlitz 96 in Eingriff zu
bringende Schraube von der außenseitigen Wand eines Gehäusekastens gebohrt werden.
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Wo eine rückwärtige Befestigung vorteilhaft ist, kann der Seitenteil
94 ziemlich leicht vom rückwärtigen Teil 90 weggebrochen werden.
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Es sei nun auf Figur 6 Bezug genommen, die eine schematische Darstellung
einer Sensorschaltung ist, welche besonders für die Verwendung bei Hochspannungs-Wechselstrommotoren
geeignet ist, die mit 2000 Volt oder einer höheren Spannung betrieben werden.
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Die Schaffung einer solchen Schutzschaltung für Motoren, die bei derartig
hohen Spannungen arbeiten, ist ein spezielles Merkmal der vorliegenden Erfindung,
da keine Schutzschaltungen dieser Art für solche Motoren bekannt sind.
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Die Schaltung der Figur 6 ist allgemein gleichartig wie die bereits
weiter oben in Verbindung mit Figur 2 beschriebene
Schaltung, und
diejenigen Elemente, die den beiden Schaltungen gemeinsam sind, sind mit identischen
Bezugszeichen versehen und werden aus Gründen der Kürze an dieser Stelle nicht erneut
erläutert.
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Der Hauptunterschied zwischen der Schaltung nach Figur 6 und derjenigen
nach Figur 2 besteht darin, daß drei identische Widerstände 100 zwischen den jeweiligen
Motorwicklungen U, V und W und dem Anschluß 3 vorgesehen sind. Diese Widerstände
sind so ausgewählt, daß sie einen genügenden Spannungsabfall bewirken, damit die
Sensorschaltung von den hohen Motorwicklungsspannungen geschützt wird, die typischerweise
von Leitung zu Leitung 2400 Volt oder sogar mehr betragen können.
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Ein anderer Unterschied zwischen der Schaltung der Figur 6 und derjenigen
der Figur 2 besteht darin, daß in der Ausführungsform nach Figur 6 ein Abwärtstransformator
TR 2 zwischen den Anschlüssen 4 und 5 vorgesehen ist, die mit der Motorsteuerspule
30 verbunden sind. Die Sekundärwicklung des Transformators TR 2 ist an eine Gleichrichterbrücke
102 angeschaltet, deren Ausgang an ein Relais RL 1 angeschaltet ist, das typischer-
bzw. vorzugsweise ein Reed-Relais ist. Außerdem ist anstelle des Kondensators C
1 ein Kondensator K 1 zwischen die Sammelleitung 26 und Masse geschaltet.
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Typische bzw. besonders bevorzugte Bauteilwerte für den Hochspannungsbetrieb
der Schaltung nach Figur 6 sind folgende: Für einen Betrieb bei 2400 Volt RLS 1
Relais und Schaltung entsprechend der Steuerspannung. Hochspannungs-Reed-Relais
vom Typ RA 3090 und HV 102 sowie V102, die von der Firma Magnecraft hergestellt
sind.
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RL 2 Relais Kaco 23,6 V Gleichstrom, gemessener Nennwiderstand 678
Ohm K 1 Elektrolytkondensator 100 F
C 2 Hochqualitätskondensator
470 uF TR 1 Transformator BVE1 30-Y7A T40/E 220/24V 50/60Hz 1,8VA TR 2 n 1 12 Brückengleichrichter:
Minimalerfordernisse PIV 100V, 100mA D 4 Zenerdiode 18V 5% 1W D 2 LED (wie in den
anderen Einheiten (LSM 6L - A) D 3 1 N 4004 p 1 20 Operationsverstärker CA 3094
(RCA) oder Siemens TCA 315A oder TCS 335A r 1 330 Ohm 1W r 2 200 K Ohm 18 r 3 3,4
M Ohm 1t r 4 1 M Ohm r 5 220 K Ohm r 6 33 K Ohm r 7 470 K Ohm 1% r 8 56 Ohm r 9
390 K Ohm 1% r ext 100 3 x 1 MOhm 2% 6W bei 200C kontinuierlicher Betrieb, Spannung
2000V effektiv Es sei darauf hingewiesen, daß bei einer Verwendung der Einrichtung
bei höheren Motorspannungen die Werte der Widerstände r ext 100 entsprechend erhöht
werden können.
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Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten und
vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und -beispiele beschränkt,
sondern sie läßt sich im Rahmen des Gegenstands der Erfindung, wie er sich aus den
Patentansprüchen ergibt, sowie im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens in
vielfältiger Weise mit Erfolg verwirklichen.
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Kurz zusammengefaßt betrifft die Erfindung ein Niedrigwicklungswiderstand-Schutzsystem
für Elektromotoren, umfassend eine Sensoreinrichtung
zum Ankoppeln
an wenigstens eine Motorwicklung und zum Vergleichen des Wicklungswiderstands eines
Motors, wenn dieser in Ruhe ist, mit einem vorbestimmten Schwellwert, sowie zum
Erzeugen eines Anzeigeausgangssignals in Ansprechung auf ein Überschreiten dieses
Schwellwerts; und eine Abkopplungseinrichtung zum Abkoppeln der wenigstens einen
Motorwicklung von der Sensoreinrichtung derart, daß hohe Spannungen, die an die
wenigstens eine Motorwicklung während des Betriebs des Motors angelegt werden, nicht
zur Sensoreinrichtung gelangen können. Eine für die Verwendung bei Hochspannungsmotoren
geeignete Ausführungsform wird ebenfalls mit der Erfindung zur Verfügung gestellt.
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Ende der Beschreibung.
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L e e r s e i t e