DE303431C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F2/00—Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
- A61F2/50—Prostheses not implantable in the body
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Glieder,
hauptsächlich künstlicher Hände, aus, einer plastischen Masse, welche ein Fabrikat von
besonderer Festigkeit ergibt.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß Faserstoffe, z. B. Leinen- oder Baumwollfasern,
mit einem geeigneten Bindemittel, z. B. Zelluloidazeton, zu einem Brei verrührt werden,
ίο der in Formhälften bis zu einer gewissen Dicke
aufgetragen wird, worauf durch Aufeinanderlegen der Formhälften und Verbinden (z. B.
Verkleben) der Stoßfugen der ,Hohlkörper hergestellt wird.
Der Hohlraum wird durch eine Einlage aus Holzwolle versteift.
An Hand der Zeichnung, welche die Preßform eines gebogenen Fingers darstellt, wird
als Beispiel die Herstellung eines Fingers erläutert.
Die von einem Finger abgenommene, aus Gips, Metall oder einer anderen Formmasse
hergestellte Hohlform α besteht aus zwei Teilen, deren eine Hälfte die Kleinfingerseite,
deren andere Hälfte (wie in Fig. 1 in Draufsicht gezeichnet) die Daumenseite des Fingers
bildet. In jeder Form wird zunächst die halbe Wandung des zukünftigen Fingers hergestellt.
Man nimmt dazu Leinen- oder Baumwollfasern und rührt diese mit Zelluloidazeton zu einem
Brei an, der die Beschaffenheit von weichem Ton hat. Dieser Brei b wird in die Wandungen
der Hohlformen in einer Dicke von 5 mm gestrichen (Fig. 2, Schnitt A-B durch Fig. 1).
Ist die Schicht trocken, so werden die beiden Hohlformhälften aufeinandergelegt (Fig. 3), wobei der im Innern entstandene Hohlraum mit
Holzwolle c, die mit gleichem Zelluloidazetonbrei getränkt ist, ausgefüllt wird. Die Füllung
des Innenraumes mit dieser Zelluloidholzwolle anstatt nur mit dem gleichen Brei, der bei
der Herstellung der Wandung verwendet wird, geschieht deshalb, um das Gewicht des Fingers
möglichst niedrig zu halten und doch dem Finger die gleiche Festigkeit und den Wandüngen
die gegenseitige Abstützung zu geben, als ob der Finger massiv wäre. Der Holzwollkern c, der eine Art Gerüst bildet, ist nach
kurzer Zeit ebenfalls trocken und fest, worauf die Hohlform abgenommen wird. Nun sägt
man von der Streckseite her eine 1 mm breite und 1 cm tiefe Rinne ein, in welche
ein entsprechend zugeschnittener und mit Zelluloidazeton bestrichener Stahlblechstreifen d (in
Fig. 3 angedeutet) eingelegt wird. Es kann auch schon vorher in den Hohlraum eine Einlage
β aus Draht, Stahlblech o. dgl. eingefügt
sein. Diese Einlage vermehrt die ohnehin beträchtliche Festigkeit des Fingers ganz bedeutend,
versteift dabei denselben in seiner Längsrichtung und macht bei normaler Beanspruchung
ein Abbrechen desselben unmöglich. Die Stellen, an welchen die beiden Formen aufeinandertreffen, werden dann ausgeputzt,
geglättet, die beiden Stücke in beliebiger Weise, z. B. durch Kleben miteinander, verbunden,
die Oberfläche der Finger entsprechend nachgeschnitzt, mit Schmirgelpapier abgerieben, geglättet
und gegebenenfalls gefärbt bzw. mit einem Lack ο. dgl. überstrichen.
Die übrigen Teile, aus denen sich die Hand zusammensetzt, werden in der gleichen Weise
wie der Finger hergestellt und es entsteht
ίο dadurch in kurzer Zeit eine künstliche Hand,
die ungemein leicht ist und in ihrer Wandung aus einer dichten Masse besteht, welche leicht
geschnitten, gebohrt, geraspelt und gefeilt werden kann wie Holz und dabei auch ohne Einlage
eine größere Festigkeit und Haltbarkeit wie Holz besitzt, so daß sie als Arbeitshand
allen Anforderungen entspricht.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung künstlicher Glieder (z. B. künstlicher Hände) aus pla- auslöscher Masse, dadurch gekennzeichnet,
daß Faserstoffe, z. B. Leinen- oder Baumwollfasern, mit Hilfe eines Bindemittels,
z. B. Zelluloidazeton, zu einem Brei verrührt werden, der in Formhälften in einer
gewissen Dicke aufgetragen wird, worauf er durch Aufeinanderlegen der Formen und
Verwendung eines Bindemittels zu einem Hohlkörper vereinigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum des
Gliedes durch eine aus Holzwolle bestehende und mit einem Bindemittel versteifte Einlage
ausgefüllt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303431C true DE303431C (de) |
Family
ID=557144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303431D Active DE303431C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303431C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE847792C (de) * | 1942-11-25 | 1952-08-28 | Guenther Dipl-In Schmitz-Helff | Kuenstliche Gliedmassen |
| US2631295A (en) * | 1949-01-27 | 1953-03-17 | Daniel B Becker | Artificial hand |
-
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US2631295A (en) * | 1949-01-27 | 1953-03-17 | Daniel B Becker | Artificial hand |
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