DE3034120A1 - Eintragskanal fuer eine duesenwebmaschine - Google Patents
Eintragskanal fuer eine duesenwebmaschineInfo
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Abstract
Zusammenfassung Eintragskanal für pneumatische Düsenwebmaschinen mit über die Webbreite angeordneten Nachblassektionen (5, 22), bestehend jeweils aus mindestens drei Nachblasdüsen (6, 7, 8), deren Achsen (16, 17, 18) zueinander windschief verlaufen, wobei die Achse (16) der ersten Nachblasdüse (6) die Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) schneidet, während die Achsen (17, 18) der übrigen Nachblasdüsen (7, 8) außen an der Achse (3) des einzutragenden Schussfades (4) in Richtung der Achse (16) der ersten Nachblasdüse (6) vorbeigehen. Beschrieben sind verschiedene Anordnungen der Nachblassektionen und -düsen, deren Zweck ist es, einen verlässlichen Schusseintrag, eine ökonomische Nutzung der Energie des Tragmediums und somit eine größere Webbreite zu gewährleisten.
Description
Die Erfindung betrifft einen Eintragskanal für eine Düsenwebmaschine zum Eintragen des Schussfadens in das Webfach mittels eines Tragmediumstromes.
Bei den bekannten Düsenwebmaschinen, bei denen Luft als Tragmedium zum Eintragen des Schussfadens in das Webfach verwendet wird, erfolgt dieser Eintrag mittels einer in der Achse des einzutragenden Schussfadens angeordneten Hauptdüse. In diesem einfachsten Fall wird der Eintragskanal von den Oberfach- und Unterfach-Kettfäden und Rietstäben des Webblattes gebildet. Wegen der unerwünschten beträchtlichen Geschwindigkeitsabnahme des Luftstromes und somit auch des wenig wirksamen Schußeintrages in das Webfach werden entlang der Bahn des einzutragenden Schussfadens schräg zur Eintragsrichtung gerichtete Nachblasdüsen angebracht. Diese Düsen stellen in der Regel sekundäre Quellen des Tragmediums dar, durch die der Hauptstrom des Tragmediums ergänzt und
beeinflusst wird. Die Achsen einer Gruppe von Nachblasdüsen schneiden sich an einer oder mehreren Stellen innerhalb der Achse des einzutragenden Schussfadens. Es ist bekannt, dass die Nachblasdüsen die Form von Vorsprüngen oder Stiften besitzen und z.B. an einem Webblatträger angebracht sind, mit dem sie sich durch die Kettfäden bewegen, wobei sie bei der Rückbewegung des Webblattes in das Webfach hineindringen und bei der Anschlagbewegung aus ihm heraustreten. Weiterhin ist eine solche Anordnung von Nachblasdüsen bekannt, bei der die Nachblasdüsen bestrebt sind, durch ihre Luftströme im Inneren des Webfaches einen abgegrenzten Bereich, d.h. einen Eintragskanal zum Schußeintrag abzugrenzen.
Zur engeren Abgrenzung des Eintragskanals im Webfach sind auch mechanische Mittel bekannt. Gewöhnlich wird ein aus Lamellen zusammengesetzter Eintragskanal verwendet, wobei jede der Lamellen eine konische Durchgangsöffnung zum zentripetalen Richten des Tragmediumstromes und einen Ausfädelschlitz zum Ausfädeln des eingetragenen Schussfadens aufweist. Unter die auf diese Weise über die ganze Eintragslänge am Webblattträger angeordneten Lamellen sind Nachblasdüsen eingeschaltet, die des öfteren in einigen der Lamellen des Eintragskanals ausgebildet sind.
Jedoch gewährleistet keine der beschriebenen Lösungen bei ihrer praktischen Anwendung in ausreichendem Maße einen verlässlichen Schusseintrag in das Webfach und eine ökonomische Nutzung der Energie des Tragmediums. Die Arbeitsbreite der Webmaschine ist daher beschränkt.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile wesentlich. Es ist die Aufgabe der Erfindung, den Schusseintrag verlässlicher und weiter zu machen und dadurch die Produktivität zu steigern.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass mindestens zu einer Seite des einzutragenden Schussfadens mindestens eine Nachblassektion angeordnet ist, gebildet von mindestens drei Nachblasdüsen, deren Achsen zueinander windschief verlaufen, wobei die Achse der ersten Nachblasdüse die Achse des einzutragenden Schussfadens schneidet und die Achsen der übrigen Nachblasdüsen der Nachblassektion außen an der Achse des einzutragenden Schussfadens in Richtung der Achse der ersten Nachblasdüse vorbeigehen.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemäßen Eintragskanals besteht vor allem in einer bedeutenden Erhöhung der Verlässlichkeit des Schusseintrages in das Webfach, d.h. insbesondere in der Reduzierung der unvollständigen Schusseinträge und der übrigen Fehler im Gewebe. Der Webvorgang verläuft dann zügiger und produktiver, zumal auch die Energie des Tragmediums besser ausgenutzt wird. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Arbeitsbreite der Webmaschine zu vergrößern.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Das Wesen der Erfindung, weitere Merkmale und Vorteile sind nachstehend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Teiles des Eintragskanals einer Ausführung,
Fig. 2 eine Ansicht dieser Ausführungsform des Eintragskanals in Richtung des Schusseintrages,
Fig. 3 einen schematischen Längsschnitt durch einen Teil des Eintragskanals der Fig. 1 in Vorderansicht,
Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt durch einen Teil des Eintragskanals nach den vorhergehenden Figuren in Draufsicht,
Fig. 5 einen schematischen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Teiles des Eintragskanals in Draufsicht.
Fig. 6 eine Ansicht einer weiteren beispielsweisen Ausführungsform eines Teiles des Eintragskanals in Richtung des Schusseintrages,
Fig. 7 einen schematischen Längsschnitt durch einen Teil des Eintragskanals der Fig. 6 in Draufsicht,
Fig. 8 einen schematischen Längsschnitt durch einen Teil des Eintragskanals der Fig. 6, in alternativer Ausführung, in Draufsicht.
Wie in den Fig. 1, 2, 3 und 4 der ersten beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, ist am Träger 1 des Webblattes 2 einer nicht näher dargestellten pneumatischen Webmaschine entlang einer Seite der Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 mindestens eine Nachblassektion 5 angeordnet. Bei dieser beispielsweisen Ausführungsform ist die Nachblassektion 5 von mindestens drei Nachblasdüsen 6, 7, 8 gebildet, die übereinander an einem Körper 9 angeordnet und in Richtung des Eintrages gerichtet sind. Dieser Körper 9 weist eine im wesentlichen zylindrische, oben zugespitzte Form auf. Gemeinsam mit der Nachblassektion 5 sind am Träger 1
des Webblattes 2 vorteilhafterweise Eintragslamellen 10 angebracht. Jede von ihnen ist mit einer konischen Durchgangsöffnung 11 zum zentripetalen Richten des Tragmediumstromes und einem Ausfädelschlitz 12 zum Ausfädeln des eingetragenen Schussfadens 4 versehen. Die Eintragslamellen 10 richten sowohl den Hauptstrom des Tragmediums, z.B. Druckluft, der im Augenblick des Eintrages aus einer nicht dargestellten Hauptdüse austritt, in Eintragsrichtung des Schussfadens 4, als auch die zusätzlichen Tragmediumströme aus den Nachblasdüsen 6, 7, 8. Im Augenblick des Eintrages des Schussfadens 4 befinden sich die Nachblasdüsen 6, 7, 8 und die Eintragslamellen 10 eingetaucht in das offene Webfach 13, das durch die oberen und unteren Kettfäden 14, 15 und das Webblatt 2 abgegrenzt ist. Bei der Nachblassektion 5 liegen die Achsen 16, 17, 18 der Nachblasdüsen 6, 7, 8 windschief zueinander. Dabei schneidet die Achse 16 der ersten Nachblasdüse 6 die Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 im Punkt 19. Die Achsen 17, 18 der übrigen Nachblasdüsen 7, 8 gehen an der Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 vorbei, und zwar außen in Richtung der Achse 16 der ersten Nachblasdüse 6, wie diese insbesondere in Fig. 1 dargestellt ist.
Weiterhin ist es günstig, wenn eine der Achsen, z.B. die Achse 18 der Nachblasdüse 18, an der Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 vor deren Schnittpunkt 19 mit der Achse 16 der ersten Nachblasdüse 6, und die andere, z.B. die Achse 17 der Nachblasdüse 7, an der Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 hinter diesem Schnittpunkt 19, gedacht in Eintragsrichtung des Schussfadens 4, vorbeigehen. Falls die Nachblasdüsen 6, 7, 8 an einem Körper 9 übereinander angeordnet sind, dann schließt die Achs 16 der Nachblasdüse
6, die die Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 schneidet, mit dieser Achse 3 einen Winkel kleines Alpha, z.B. kleines Alpha = 3°. Der Winkel kleines Alpha liegt innerhalb des Bereichs zwischen dem größten und kleinsten der Winkel kleines Beta, kleines Gamma, die von den Achsen 17, 18 der übrigen Nachblasdüsen 7, 8 mit der Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 eingeschlossen sind. Zum Beispiel beträgt der Winkel kleines Beta = 5° und der Winkel kleines Gamma = 2°.
Jedoch brauchen die Nachblasdüsen 6, 7, 8 nicht an einem einzigen Körper 9 angeordnet werden. In Fig. 5 sind die Düsen 6, 7, 8 an zwei Körpern 20, 21 angeordnet. Hierbei sind am Körper 21 die erste Düse 6 und am Körper 20 die übrigen Düsen 7 und 8 angeordnet. Analog kann jede der Nachblasdüsen 6, 7, 8 an einem selbständigen Körper angeordnet werden.
Bei einer weiteren beispielsweisen Ausführungsform ist in Fig. 6 eine Anordnung von mindestens zwei Nachblassektionen 5 und 22 angedeutet, je eine zu einer Seite der Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4. Die Sektionen 5 und 22 sind ähnlich ausgeführt wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen, lediglich die Nachblasdüsen 23, 24, 25 und deren Achsen 26, 27, 28 der anderen Sektion 22 am Körper 30 sind gegenüber der Sektion 5 seitenverkehrt. Allerdings ist es angebracht, dass die Achsen 16 und 26 der ersten Nachblasdüsen 6 und 23 die Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 in zwei verschiedenen Punkten 19 und 29 schneiden. Dieses Paar der Nachblassektionen 5 und 22 kann z.B. gemäß Fig. 7 in einer zur Achse 3 des einzutragenden Schussfadens 4 senkrechten Ebene oder gemäß Fig. 8 in verschiedenen Ebenen angeordnet werden. Im Rahmen der Erfindung kann jede der Sektionen 5, 22 auch an mehreren Körpern angeordnet werden, wie dies bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde.
Alle Nachblasdüsen 6, 7, 8, 23, 24, 25 bzw. deren Körper 9, 20, 21, 30 sind gemeinsam mit der nicht dargestellten Hauptdüse an eine ebenfalls nicht dargestellte Druckmediumquelle, z.B. einen Kompressor, angeschlossen.
Es ist selbstverständlich, dass über die Länge des einzutragenden Schussfadens, d.h. des Eintragskanals, in der Regel mehrere Nachblassektionen 5, 22 verteilt sind, wobei die Abstände zwischen ihnen nicht nur gleich sein können, sondern sie können sich in Eintragsrichtung verringern.
Die Erfindung kann insbesondere bei der Konstruktion von Eintragskanälen für pneumatische Webmaschinen großer Webbreiten ausgenutzt werden.
Claims (1)
1. Eintragskanal für eine Düsenwebmaschine zum Eintragen des Schussfadens in das Webfach mittels eines Tragmediumstromes, der insbesondere entlang der Bahn des einzutragenden Schussfadens angeordnete, schräg in Richtung des Schusseintrages gerichtete Nachblasdüsen umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zu einer Seite des einzutragenden Schußfadens (4) mindestens eine Nachblassektion (5, 22) angeordnet ist, gebildet von mindestens drei Nachblasdüsen (6, 7, 8; 23, 24, 25), deren Achsen (16, 17, 18; 26, 27, 28) zueinander windschief verlaufen, wobei die Achse (16, 26) der ersten Nachblasdüse (6, 23) die Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) schneidet und die Achsen (17, 18; 27, 28) der übrigen Nachblasdüsen (7, 8; 24, 25) der Nachblassektion (5, 22) außen an der Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) in Richtung der Achse (16; 26) der ersten Nachblasdüse (6, 23) vorbeigehen.
2. Eintragskanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schnittpunkt (19, 29) der Achse (16, 26) der ersten Nachblasdüse (6, 23) die Achse (17, 27) der zweiten Nachblasdüse (7, 24) und hinter diesen Schnittpunkt (19, 29) die Achse (18, 28) der weiteren Nachblasdüse (8, 25) an der Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) vorbeigehen.
3. Eintragskanal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass alle Nachblasdüsen (6, 7, 8; 23, 24, 25) einer Nachblassektion (5, 22) an einem gemeinsamen Nachblaskörper (9, 30) übereinander angeordnet sind.
4. Eintragskanal nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (16, 26) der Nachblasdüse (6, 23), welche die Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) schneidet, mit der letzteren einen Winkel (kleines Alpha) einschließt, dessen Größer innerhalb des Bereichs zwischen dem größten und kleinsten der von den Achsen (17, 18; 27, 28) der übrigen Nachblasdüsen (7, 8; 24, 25) und der Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) eingeschlossenem Winkel (kleines Beta, kleines Gamma) liegt.
5. Eintragskanal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens bei einer Nachblassektion (5, 22) eine Nachblasdüse (6) an einem Nachblaskörper (21) und die übrigen Nachblasdüsen (7, 8) an einem anderen Körper (20) angeordnet sind.
6. Eintragskanal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Nachblasdüsen (6, 7, 8; 23, 24, 25) mindestens einer Nachblassektion an einem selbständigen Nachblaskörper (9, 20, 21) angeordnet ist.
7. Eintragskanal nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Paar Nachblassektionen (5, 22) einander gegenüberliegend zu beiden Seiten der Achse (3) des einzutragenden
Schussfadens (4) angeordnet ist, wobei die Achsen (16, 26) der ersten Nachblasdüsen (6, 23) die Achse (3) des einzutragenden Schussfadens (4) in zwei verschiedenen Schnittpunkten (19, 29) schneiden.
genden Schussfadens (4) senkrechten Ebene angeordnet ist.
9. Eintragskanal nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Paar Nachblassektionen (5, 22) in mindestens zwei zur Ache (3) des einzutragenden Schussfadens (4) senkrechten Ebenen angeordnet ist.
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