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DE3033785A1 - Einrichtung zur erkennung und verfolgung eines zieles - Google Patents

Einrichtung zur erkennung und verfolgung eines zieles

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DE3033785A1
DE3033785A1 DE19803033785 DE3033785A DE3033785A1 DE 3033785 A1 DE3033785 A1 DE 3033785A1 DE 19803033785 DE19803033785 DE 19803033785 DE 3033785 A DE3033785 A DE 3033785A DE 3033785 A1 DE3033785 A1 DE 3033785A1
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terrain
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DE19803033785
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DE3033785C2 (de
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Erwin Dipl.-Ing. 8012 Ottobrunn Keller
Walter Dipl.-Ing. Laier
Werner Dr.-Ing. Dipl.-Ing. 8000 München Wiemer
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Airbus Defence and Space GmbH
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Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S3/00Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received
    • G01S3/78Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received using electromagnetic waves other than radio waves
    • G01S3/782Systems for determining direction or deviation from predetermined direction
    • G01S3/785Systems for determining direction or deviation from predetermined direction using adjustment of orientation of directivity characteristics of a detector or detector system to give a desired condition of signal derived from that detector or detector system
    • G01S3/786Systems for determining direction or deviation from predetermined direction using adjustment of orientation of directivity characteristics of a detector or detector system to give a desired condition of signal derived from that detector or detector system the desired condition being maintained automatically
    • G01S3/7864T.V. type tracking systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Image Analysis (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Erkennung und Verfolgung eines Zieles Die Erfindung befaßt sich mit einer Einrichtung zur Erkennung und Verfolgung eines Zieles, welche einen auf elektrische Strahlung ansprechenden Sensor aufweist.
  • Einrichtunger der vorgenannten Art sind aus einem umfangreichen Stand der Technik bekannt (siehe z. B. DE-AS 26 02 838, DE-AS 25 47 798, DE-AS 24 41 640). Die dort beschriebene Bilddatenverarbeitung kann ganz allgemein auf ein Meßwertverarbeitungsproblem zurückgeführt werden, wobei die Zielverfolgung ein Spezieller Fall einer solchen Meßwertverarbeitung ist. Im wesentlichen basiert die Zielverfolgung auf der Unterscheidung von zwei Prozessen, nämlich Ziel und Gelände, so daß die der Zielverfolgung dienenden Einrichtungen aus drei Teilen bestehen, der Meßwertaufbereitung zur Datenreduktion, der Klassifikation der Meßwerte in die Klassen Ziel und Gelände und der Ermittlung der Zielortkoordinaten aus den klassifizierten Meßwerten.
  • Die bisher bekannten Einrichtungen erfüllen entweder nicht die in sie gesetzten Erwartungen, weil sie die notwendige Unterscheidung zwischen Ziel und Gelände nicht mit ausreichender Genauigkeit oder nicht in ausreichender Geschwindigkeit liefern, oder aber sie sind zu aufwendig, so daß sie nicht mehr realisierbar sind bzw. in Einrichtungen, wie Flugkörpern o.ä., wegen ihres Gewichts und Platzbedarfs nicht einsetzbar sind.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit deren Hilfe eine automatische optimale Klassifikation zwischen Ziel und Gelände durchgeführt werden kann und die sich insbesondere durch einfache Realisierung auszeichnet.
  • Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, a) daß die vom Sensor gelieferten Meßwerte in einer Meßwerterfassung erfaßt und auf zwei Helligkeitsdichten für Ziel und Gelände reduziert werden, b) daß einem Klassifikator daraus diese als Eingangsgrößen zuführbar sind, wobei der Klassifikator anhand des Bayes-Theorems die Klassifikation in Ziel und Gelände vornimmt und die Neßwerterfassung über eine Schaltfunktion steuert, c) daß das a-posteriori-Signal des KlassifRators sowohl einem Zielkoordinatenbestimmer zugeführt wird, der die Zielkoordinaten anhand einer Schwerpunktsbildung, welche auf die Anwesenheitswahrscheinlichkeit der Zielpunkte angewendet wird, ermittelt, d) sowie auch einem Verzögerungsglied, das aus dema-posteriori-Signal ein auf die a-priori-lnformation zurückwirkendes Signal herstellt e) und daß ein Filter die Zielkoordinaten über der Zeit filtert und dem Verzögerungsglied ein Differenzsignal zwischen vorausgesagtem Zielschwerpunkt und gemessenem Schwerpunkt zuführt.
  • Die Einrichtung zeichnet sich besonders dadurch aus, daß als Meßwert bzw. als Merkmal für die Zielverfolgung nur noch die Helligkeit in einem Punkt dient, d.h. Lagebeziehungen von'Meßpunkten untereinander bleiben unberücksichtigt, so daß jeder Meßpunkt unabhängig von seinen Nachbarn verarbeitet werden kann. Dies führt zu einer sehr starken Vereinfachung des Klassifikators, so daß man ohne großen Aufwand die Verarbeitung auf alle meßpunkte ausdehnen kann, mithin auch die Hintergrundinformation, welche den größten Teil der Meßwerte ausmacht, mit einbezogen werden kann. Hierzu muß lediglich die Voraussetzung gemacht werden, daß der Hintergrund ortsfest ist und auch so in die Meßmatrix abgebildet wird, d.h..daß die Lage des Sensors in bezug auf eine Festreferenz bekannt oder stabilisiert ist, da sonst die a-priori-Information, daß der Hintergrund.ortsfest ist, nicht ausgenutzt werden kann.
  • Die der Einrichtung innewohnende Rekursion führt zu einem gewünschten Lerneffekt derart, daß die Schätzung der Position des Zieles mit wachsender Anzahl von Meßwerten gegen den wahren Wert konvergiert. Die Erprobung der Erfindung hat gezeigt, daß mit Hilfe der Baves-Regel eine im statistischen Sinne optimale Klassifikation durchgeführt werden kann.
  • Die Erfindung ist anhand der einzigen Figur näher erläutert.
  • Vor deren genaueren Erläuterung sollen zunächst einige allgemeine Ausführungen zur Bildverarbeitung gemacht werden.
  • Wie bekannt, sind die einzigen Informationen, die man von einem auf elektromagnetische Strahlung ansprechenden Sensor erhält, die Helligkeiten,u.U. auch die Farbe, die z.B. in einem Rechteck von 256 x 256 Bildpunkten gemessen werden und deren Ort in der eßmatrix.
  • Zusätzlich weiß man jedoch, und dies ist für die weitere Verarbeitung notwendig, daß das Gelände ortsfest, das Ziel kompakt und meist fluid ist, d.h. die Meßwerte des Zieles haben keine definierte Lagebeziehung zueinander, und außerdem gehorcht das Ziel einem Bewegungsmodell. Damit kann die Zielverfolgung in zwei Abschnitte gegliedert werden, und zwar das Messen der Informationen und das Verarbeiten der Informatiollen, wobei zusätzliche Informationen, die nicht meßbar aber aus der Physik ableitbar sind und im entscheidenden Maße von der zu lösenden Aufgabe bestimmt werden, eine wesentliche Rolle bei der Verarbeitung spielen.
  • Wie nun die Figur zeigt, besteht die Einrichtung im wesentlichen aus einer Meßwertaufbereitung 10, in welche die von einem nicht dargestellten Sensor gelieferten Meßwerte erfaßt und reduziert werden, aus einem Klassifikator 11, der anhand des Bayes-Theorems mit maximaler Wahrscheinlichkeit die Meßwerte aufgrund seiner a-priori-Kenntnisse richtig klassifiziert und der über eine Schaltfunktion U die Neßwertaufbereitung 10 steuert, und in den die Eingangsgrößen f1, f2 des Klassifikators 11 von der Meßwertaufbereitung 10 gelangen, einem Zielkoordinatenbestimmer 12, mit dem die Zielkoordinaten bestimmt werden und der sein Eingangssignal q vom Klassifikator 11 erhält, wobei das Signal q auch einem Verzögerungsglied 13 zugeführt wird, in dem aus den vorher berechneten a-posteriori-Wahrscheinlichkeiten des Elassifikators 11 neue a-priori-Wahrscheinlichkeiten errechnet werden und dem Klassifikator 11 als Signal v zugeführt werden. Weiter ist vorhanden ein Filter 1los, mit dem die Position des Zieles genau geschätzt werden kann und an dessen Ausgang die Position des Zieles in x- und y-Koordinaten abnehmbar ist. Außerdem gibt das Filter ein Signal Ai, Aj ab, welches dem Verzögerungsglied 13 zugeführt wird.
  • Insgesamt kann gesagt werden, daß die a-priori- und a-posteriori-Information v bzw. q und die Eingangsgrößen des Klassifikators fl, f2 als Zustandsgrößen aufgefaßt werden können, so daß es notwendig ist, bei der Initialisierung der Einrichtung gewisse Anfangswerte für diese Zustandsgröße zu haben oder zu schätzen. Der Klassifikator 11 selbst ist so optimiert, daß er mit maximaler Wahrscheinlichkeit Meßwerte aufgrund seiner a-priori-Kenntnisse richtig klassifiziert. Hierzu wird das bekannte Bayes-Theorem herangezogen.
  • Aus der Literatur (siehe Günther Meyer Brötz, Jürgen Schürmann "Methoden der automatischen Zeitchenerkennung" R. Oldenburg-Verlag, München-Wien 1970) ist bekannt, daß das Bayes-Theorem eine optimale Entscheidung liefert bezüglich einer Kostenfunktion, wobei das mittlere Kostenrisiko ein Minimum wird und alle möglichen Fehlentscheidungen mit den gleichen Kosten belegt werden. Für die Erfindung wird das Bayes-Theorem dahingehend benutzt, daß aus den zwei konkurrierenden Prozessen Ziel und Gelände die Entscheidung getroffen werden soll, ob ein gemessener Bildpunkt zum Ziel oder Gelände gehört.
  • Diese Regel kann man wie folgt formulieren.
  • Wenn pjfj>pjfj # j # j gilt, wurde der Prozess J gemessen.
  • Es werden die folgenden Definitionen getroffen.
  • pj = "a-priori" Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des Prozesses j fj = die Wahrscheinlichkeitsdichte von x, daß x die gemessene Helligkeit des Prozesses j ist x: Meßwert der normierten Helligkeit (Intensität) in einem Punkt mit 0 # x 1 j: Laufindex für die möglichen Prozesse i # j # n 3: Nummer des Prozesses,auf den nach der Klassifikationsregel entschieden wird 1 # J # n n: Anzahl der möglichen Prozesse(hier: n=2:Ziel/Gelände Aufgrund der Gleichung kann man auch ea-posteriori"-lwahrscheinlichkeiten für die Meßbarkeit eines Prozesses i angeben. Diese Wahrscheinlichkeit wird w. genannt und es gilt: wj ~ pj . fj 1 1 i wi = = C Pilz Zusätzlich gilt für Wahrscheinlichkeiten und damit für die Realisierung im Klassifikator 11 Die Entscheidungsgleichung lautet für zwei Prozesse n = 2: J = 1 für w1> w2 2 = 2 für w2 > w1 Unbekannt ist, wie Pi und w. ermittelt werden und welche Bedeutung sie haben. Dies wird im folgenden erläutert.
  • Bei der Zielverfolgung kann der Prozess Gelände noch einmal aufgeteilt werden in Vordergrund und Hintergrund. Ein Objekt kann hinter einem Vordergrund anwesend sein, ohne daß es sichtbar ist. Für diese versteckte Anwesenheit kann man auch eine Wahrscheinlichkeit angeben, die sogenannte Anwesenheitswahrscheinlichkeit. Diese birgt wertvolle Information, da man auch bei verdecktem Objekt, Koordinaten für seine Position angeben kann. Der Vordergrund kann allerdings nur erkannt werden, wenn das Objekt hinter ihm verschwindet, d.h. der Vordergrund wird erst mit der Anwesenheit des Objektes sichtbar bzw. aufgeklärt. In diesem Fall wird trotz hoher "a-priori"-Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit (Meßbarkeitswahrscheinlichkeit P1) nur eine geringe "a-posteriori"-Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit w1 errechnet. Das rührt daher, daß die Helligkeit x nicht zur Objektdichte f1, sondern zur Geländedichte f2 gehört.
  • Da ein Objekt nicht aus der Szene verschwinden kann, so daß es nicht mehr anwesend ist, kann man eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die Anwesenheit des Vordergrundes angeben. Für die mathematische Herleitung dieser Zusammenhänge werden für die Bezeichnung der einzelnen Wahrscheinlichkeiten die folgenden Vereinbarungen getroffen, auf die auch im folgenden immer wieder Bezug genommen wird.
  • pO a-priori Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit für Vordergrtind Pl a-priori " für Objekt P2 a-priori " für Gelände (Vorder- u.Hintergrun wO a-posteriori Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit für Vordergrund w1 a-posteriori " für Objekt w2 a-posteriori " für Gelände v0 a-priori Anwesenheitswahrscheinlichkeit für Vordergrund v1 a-priori " für Objekt v2 a-priori 8 für Gelände q0 a-posteriori Anwesenheitswahrscheinlichkeit für Vordergrund q1 a-posteriori " für Objekt q2 a-posteriori II für Gelände Es werden nicht alle oben definierten Größen benötigt, sie sind jedoch der Vollständigkeit halber aufgeführt.
  • Man kann die folgenden Gleichungen für die Wahrscheinlichkeiten zur Realisierung im Klassifikator 11 herleiten.
  • Pl = V1 (1-v0) p2 = 1-p1 w1 = p1f1/(p1f1 + p2f2) q0 = v0.f2/p1f1 + P2f2) q1 = w1 + v1.q0 Im folgenden wird gezeigt, daß f1 und f2 gemessen werden können und v0, v1 bis auf die Anfangswerte durch Rekursion aus q0 und q1 gewonnen werden können.
  • Unter der voraussetzung, daß vO, v11 f1 und f2 bekannt sind, können alle möglichen Wahrscheinlichkeiten angegeben werden.
  • Wie in den vorangegangenen Abschnitten erläutert, müssen für die Klassifikation von Meßwerten als Objekt- oder Geländepunkt die Dichten f1 (Objekt-Ziel) und f2 (Gelände) gemessen werden. Das kann auf verschiedene Arten geschehen: Die Verteilungsdichten werden ortsabhängig, die Verteilungsdichten werden ortsunabhängig bestimmt.
  • Die Verteilungen selbst, als Funktion des Ortes oder nicht, können parametrisch oder durch Auszählen (Histogramm) ermittelt werden.
  • Drei Gesichtspunkte spielen eine Rolle zur Bestimmung der Dichten.
  • - Die Reduktion der Daten, - die möglichst exakte Wiedergabe (Beschreibung), - die einfache rechentechnische (Hardware) Darstellung.
  • f2, die Helligkeitsdichte des Geländes, wird zweckmäßigerweise als ortsabhängige Verteilungsfunktion bestimmt, da das Gelände im allgemeinen ortsfest ist und die Ortsabhängigkeit also sehr wesentliche Informationen enthält.
  • Anders ist dies bei f1, der Helligkeitsdichte des Zieles.
  • Sie wird, da sich das Ziel meist bewegt und in der Gestalt ändert, durch eine ortsunabhängige Verteilungsfunktion beschrieben, z.B. als Histogramm.
  • Für die Meßwerterfassung 10 können die Helligkeitsdichten nur berechnet werden, wenn eine Struktur angenommen wird.
  • Für die Dichte f2 (Gelande) kann eine Gaußverteilung angenommen werden. Die unbekannten Parameter >i und & müssen dabei geschätzt bzw. gelernt werden.
  • Die Bestimmungsgleichungen für r, o lauten: r(k+1) = s(X+1) = x = aktuelles Bild r = Referenzbild s = Streubild k = Zeit , <1 Lernfaktoren Auch für f1 läßt sich eine Schätzgleichung definieren.
  • Dies ist notwendig, da sich f1 ändern kann.
  • f.(k+1) = f.(k) + γ.(f.(k)-f.(k)).u-1 u = 1, wenn der Meßwert mit dieser Koordinate im Zeitschritt k als Geländepunkt klassifiziert wurde u = 0, wenn der Meßwert mit dieser Koordinate im Zeitschritt k als Zielpunkt klassifiziert wurde.
  • γ < 1 Lernfaktor Damit sind alle für obige Gleichung notwendigen Elemente berechnet.
  • Die Bestimmung der .Zielkoordinaten im Zielkoordinatenbestimmer wird wie folgt vorgenommen.
  • q setzt sich wie schon gesagt aus verschiedenen Wahrscheinlichkeiten zusammen und eine Wahrscheinlichkeit, es ist die Anwesenheitswahrscheinlichkeit, wird für die Berechnung der Zielkoordinaten benutzt. Für die Berechnung der Zielkoordinaten gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten, hier wurde als Zielpunkt der Schwerpunkt der Anwesenheitswahrscheinlichkeit gewählt.
  • Um den Zielort zu beschreiben, kann man die Koordinaten des Zielschwerpunktes verwenden. Diese erhält man, ausgehend von den Koordinaten der als Objekt klassifizierten Punkte, durch Bildung der Momente 0. und 1. Ordnung. Dazu bildet man zunächst ein Zielbild Z(i,j) aus der Anwesenheitswahrscheinlichkeit q1 mit q5 als wählbarem Schwellwert
    #0 für q1(i,j) # qs Geländepunkt
    Z(i,j) = 1 für q1(i,j) > q5 Objektpunkt
    Nun lassen sich Zeilen- und Spaltensu:nmen von Objektpunkten in der folgenden Weise angeben: i , j : Höhe, Breite des Zielfensters Die Momente 0. und 1. Ordnung in i-und j-Richtung sind dann: Der Objektschwerpunkt ergibt sich zu: M1i Si M 0i M1j Sj = M0j Mit dem Filter 14 werden nicht nur die Zielkoordinaten geglättet, sondern es wird auch, mit Hilfe eines Bewegungsmodells, der zukünftige Ort der Anwesenheit des Zieles vorausgesagt, da dies nicht mit dem Bayes-Theorem möglich ist, für die Berechnung der "a-priori"-Wahrscheinlichkeit aus der "a-posteriori"-Wahrscheinlichkeit aber notwendig wird.
  • Die Errechnung von neuen "a-priori"-Wahrscheinlichkeiten aus den vorher. berechneten la-posteriorit Wahrscheinlichkeiten erfolgt im Verzögerungsglied 13. Da adaptive (lernende) Verfahren rekursiv arbeiten, muß de "a-posteriori"- -Information wieder auf die "a-priori"-Information des nächsten Zeitschrittes zuriickwirken. Daraus ergibt sich zunächst die einfache Beziehung: v0(i,j,k+1) = q0(i,j,k) k: Zeit i, j: Ortskoordinaten Die Gleichung ist aber nicht ohne gewisse Vorsichtsmaßnahmen anwendbar, denn sie setzt voraus, daß der Prozess ortsfest ist.
  • Für den Vordergrund und damit für f2 und q0 besteht keine Schwierigkeit, denn der Vordergrund ist ortsfest und ändert sich nicht in seiner Form.
  • Anders verhält es sich mit dem Ziel, das sich sowohl bewegt, als auch in seiner Fcrm und Größe verändern kann.
  • Damit muß sowohl die Position als auch die Gestaltsänderung vorausgesagt werden. Zur Lösung dieses Problems gibt es mehrere tlöglichkeiten. Setzt man voraus, daß mit einem Kalmanfilter die Position des Ziels genau geschätzt werden kann und daß die Gestaltsänderung langsam vor sich geht, dann kann v1(i,j,k+1) = q1(i-#i,j-#j,k) gesetzt werden, wobei #i und #j die Differenz zwischen vorausgesagtem Zielschwerpunkt S und gemessenem Schwerpunkt S ist, ~ ^ ~ 5. = i i #j = Sj-Sj Aus vorstehendem ergibt sich, daß der wesentlichste Vorteil der Verwendung des Bayes-Theorems darin besteht, daß die Klassifikation für jeden Bildpunkt unabhängig von allen übrigen Bildpunkten geschieht. Alle Meßwerte können in sequentieller Folge, wie sie der Sensor liefert, sofort klassifiziert werden, ohne daß die Messung eines vollständigen Bildes abgewartet werden muß.
  • Da man die vollständige Information des Bildes auswertet, und damit nicht nur die Wahrscheinlichkeiten für das Ziel, sondern auch von dem Gelände kennt, sind Störungen im Gelände bekannt und fiihren damit viel weniger zu Fehlklassifizierungen. Die Realisierung bereitet für einen Bildpunkttakt von =5 MHz keine Schwierigkeiten.
  • L e e r s e i t e

Claims (5)

  1. Einrichtung zur Erkennung und Verfolgung eines Zieles PATENTANSPRÜCHE 1. Einrichtung zur Erkennung und Verfolgung eines Zieles, welche einen auf elektromagnetische Strahlung ansprechenden Sensor aufweist, dadurch g e k e n n -zeichnet, a) daß die vom Sensor gelieferten Meßwerte in einer Neßwerterfassung (10) erfaßt und auf zwei Helligkeits dichten für Ziel (f1) und Gelände (f2) reduziert.
    werden, b) daß einem Klassifikator (ii) daraus diese als Eingangsgrößen (f1, f2) zuführbar sind, wobei der Klassifikator (ii) anhand des Banes-Theorems die Klassifikation in Ziel und Gelände vornimmt und die Meßwerterfassung (10) über eine Schaltfunktion (u) steuert, c) daß das .l-posteriori-Signal (q) des Klassifikators (11) sowohl einem Zielkoordinatenbestimmer (12) zugeführt wird, der die Zielkoordinaten anhand einer Schwerpunktsbildung, welche auf die Anwesenheitswahrsche nlichkeit der Zielpunkte angewendet wird, eriiittel 1 d) sowie auch einem Verzögerungsglied (13), das aus dem a-posteriori-Signal (q) ein auf die a-priori-Information zurückwirkendes Signal (v) herstellt e) und daß ein Filter (14) die Zielkoordinaten über der Zeit filtert und dem Verzögerungsglied (13) ein Differenzsignal (i, bj) zwischen vorausgesagtem Zielschwerpunkt (s) und gemessenem Schwerpunkt (s) zuführt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Meßwerte des Sensors reduziert werden, so daß dadurch die zwei Helligkeitsdichten (f11 f2) als Eingangsgrößen erlangt werden, wobei diese bestimmt werden durch: mit den Bestimmungsgleichungen für r, #: r(k+1) = s(k+1) = s(k)+ ß.(d(k)-s(k)).u mit: x = aktuelles Bild r = Referenzbild s = Streubild k = Zeit . α, ß<1 Lernfaktoren A f1(k+1) = f1(k) + γ.(f1(k)-f1(k)) .|u-1| f1 = geschätztes Zielhistogramm fi = gemessenes Zielhistogramm u = 1, wenn der Meßwert mit dieser Koordinate im Zeitschritt k als Geländepunkt klassifiziert wurde u = O, wenn der Meßwert mit dieser Koordinate im Zeitschritt k als Zielpunkt klassifiziert wurde.
  3. γ < 1 Lernfaktor 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch g e k e n n -z e i c h ii e t , daß der nach dem Bayes-Theorem arbei-(11) tende Klassifikator so ausgelegt ist, daß er eine a-posteriori-Wahrscheinlichkeit (wi) für die Meßbarkeit eines Prozesses i nach der Formel bestimmt, wobei Pi und Wi bestimmt werden durch: p1 = v1.(1-v0) P2 = 1-p1 w1 = p1f1/(p1f1 + p2f2), w2 = 1-w1 q0 = v0.f2/(p1f1 + p2f2) q1 = W1 + V1 q° mit p1.a-priori Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit für Objekt p2.a-priori Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit für Gelände (Vorder- u. Hintergrund) w1.a-posteriori Sichtbarkeitswahrscheinlichkeit für Objekt v0 a-priori Anwesenheitswahrscheinlichkeit für Vordergrund v1 a-priori Anwesenheitswahrscheinlichkeit für Objekt q0.a-posteriori Anwesenheitswahrscheinlichkeit für Vordergrund q1 a-posteriori Anwesenheitswahrscheinlichkeit für Objekt.
  4. 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Zielkoordinatenbestimmer (12) so ausgelegt ist, daß zur Bestimmung der Zielkoordinaten unter Verwendung der Koordinaten des Zielschwerpunktes die Momente 0. und 1. Ordnung gebildet werden und dazu zunächst ein Zielbild (Z(i,j)) aus der Anwesenheitswahrscheinlichkeit (q1) mit wählbarem Schwellwert (qs) erstellt wird, mit: 0 für q1(i,j)#qs Geländepunkt Z(i,j) = # 1 für q1(i,j)>qs Objektpunkt
    und daraus Zeilen- und Spaltensummen von Objektpunkten nach: imax, jmax: Höhe, Breite des Zielfensters die Moments 0. und 1. Ordnung in i-und j-Richtung sind: Der Objektschwerpunkt ergibt sich zu: M1i Si = M0i M M1j Sj = M0j
  5. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß das Verzögerungsglied (13) derart ausgelegt ist, daß die neuen a-priori-Wahrscheinlichkeiten bestimmt werden nach: v0(i,j,k+1) = q0(i,j,k) k: Zeit i,j: Ortskoordinaten und daß unter Benutzung der vom Filter (14) gelieferten Werte #i und #j gesetzt wird: v1(i,j,k+1) = q1(i-#i,j-#j,k) wobei #i und #j die Differenz wischen vorausgesagtem Zielschwerpunkt S und gemessenem Schwerpunkt S ist, #i = Si-Si #j = Sj-Sj
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