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DE3033428A1 - Verfahren zum veraendern des messbereichs und/oder der empfindlichkeit einer elektrochemischen sauerstoff-messvorrichtung sowie messvorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum veraendern des messbereichs und/oder der empfindlichkeit einer elektrochemischen sauerstoff-messvorrichtung sowie messvorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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Publication number
DE3033428A1
DE3033428A1 DE19803033428 DE3033428A DE3033428A1 DE 3033428 A1 DE3033428 A1 DE 3033428A1 DE 19803033428 DE19803033428 DE 19803033428 DE 3033428 A DE3033428 A DE 3033428A DE 3033428 A1 DE3033428 A1 DE 3033428A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring
electrode
flow
oxygen
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803033428
Other languages
English (en)
Inventor
Franz-Josef Dr Rohr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC Brown Boveri AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC Brown Boveri AG Germany filed Critical BBC Brown Boveri AG Germany
Priority to DE19803033428 priority Critical patent/DE3033428A1/de
Priority to EP81106629A priority patent/EP0047434A1/de
Publication of DE3033428A1 publication Critical patent/DE3033428A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/403Cells and electrode assemblies
    • G01N27/406Cells and probes with solid electrolytes
    • G01N27/407Cells and probes with solid electrolytes for investigating or analysing gases
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/0004Gaseous mixtures, e.g. polluted air
    • G01N33/0009General constructional details of gas analysers, e.g. portable test equipment
    • G01N33/0011Sample conditioning
    • G01N33/0016Sample conditioning by regulating a physical variable, e.g. pressure or temperature

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Description

  • "Verfahren zum Verändern des Meßbereichs und/oder der
  • Empfindlichkeit einer elektrochemischen Sauerstoff-Meßvorrichtung sowie Meßvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens" Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verändern des Meßbereichs und/oder der Empfindlichkeit einer auf einen Nenn-Meßbereich und/oder auf eine Nenn-Empfindlichkeit ausgelegten elektrochemischen Sauerstof,-Meßvorrichtung, mit wenigstens zwei auf einem sauerstoffionenleitenden, insbesondere festen Elektrolyten angeordneten Elektroden, wobei wenigstens eine erste Elektrode von einem konstanten Meßgasstrom von Nenngröße beaufschlagt wird und ein über die Elektroden durch den Elektrolyten fließender elektrischer Strom als Maß für den Sauerstoffgehalt des Meßgases erfaßt wird, sowie eine Sauerstoff-Mel3vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Bei einer bekannten Sauerstoff-Meßvorrichtung dieser Art wird während des Meßvorgangs der gesamte Sauerstoffanteil des Meßgasstroms elektrolytisch aus dem Meßgasstrom extrahiert, in Form von Salrerstoffionen durch den Elektrolyten zur zweiten Elektrode transportiert und dort zu Sauerstoffmolekülen oxidiert. Der hierbei fließende und mit dem Strommeßgerät erfaßte Strom ist ein Maß für den Sauerstoffionentransport und somit für den Sauerstoffgehalt des Meßgasstroms.
  • Um hierbei einen linearen oder zumindest weitgehend linearen Zusammenhang zwischen dem elektrischen Strom und dem Sauerstoffionentransport bzw. dem Sauerstoffgehalt des Meßgasstroms zu erzielen, ist es erforderlich, die Größe des Meßgasstroms auf die Größe der ersten Elektrode abzustimmen, oder falls die Elektroden unterschiedliche Größen aufweisen sollten, ddn Meßgasstrom auf die Größe der kleineren Elektrode abzustimmen.
  • Der lineare Zusammenhang zwischen Sauerstoffgehalt und elektrischem Strom gestattet die Eichung der Sauerstoffmeßzelle mit Hilfe eines einzigen Eichpunktes durchzuführen.
  • Um eine quantitative Aussage über den Sauerstoffgehalt des Meßgasstroms machen zu können, ist es erforderlich, gegebenenfalls die Größe des Meßgasstroms zu erfassen oder eine Eichung durchzuführen und den Gasstrom während des Meßvorgangs konstant zu halten.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, zur Erweiterung des Einsatzbereichs und zur exakten Anpassung an die vorliegende Meßaufgabe ein Verfahren zum Verändern des Meßbereichs und/oder der Empfindlichkeit einer auf einen Nenn-Meßbereich und/oder auf einen Nenn-Empfindlichkeit ausgelegten elektrochemischen Sauerstoff-Meßvorrichtung anzugeben, das einfach und somit ohne großen konstruktiven Aufwand durchgeführt werden kann.
  • Darüberhinaus soll die Veränderung des Meßbereichs und/oder der Empfindlichkeit ohne Betriebsunterbrechung bzw. ohne wesentliche Betriebsunterbrechung durchzuführen sein.
  • Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß der Meßgasstrom auf konstante, von der Nenngröße abweichende Werte eingestellt wird. Da die Sauerstoff-Meßvorrichtung bei vorgegebener Elektrodengröße jeweils nur ein bestimmtes Sauerstoffvolumen in der Zeiteinheit aus dem Meßgasstrom extrahieren kann, ändert si<h bei einer Veränderung des Meßgasstroms auf beliebige Werte die Steigung der Kennlinie und die Größe des Meßbereichs. Durch die erfindungsgemäße Lehre ist somit eintWeq.gezeigt, wie auf überraschend einfache Weise eine Veränderung des Meßbereichs und/oder der Empfindlichkeit einer Sauerstoff-Meßvorrichtung durchgeführt werden kann.
  • Hierbei wird vorteilhaft der Meßgasstrom zur Erweiterung des Nenn-Meßbereichs und/oder zur Verringerung der Nenn-Empfindlichkeit vermindert, zur Verkleinerung des Nenn-Meßbereichs und oder zur Steigerung der Nennempfindlichkeit dagegen vergrößert.
  • Eine besonders einfache Weiterbildung des Verfahrens mit Verminderung des Meßgasstroms besteht darin, daß von diesen ein konstanter Teilstrom stromaufwärts der ersten Elektrode abgezweigt wird. Um diesen Teilstrom ist der Meßgasstrom, welcher die.erste Elektrode beaufschlagt, vermindert.
  • Eine bevorzugte Sauerstoff-Meßvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem sauerstoffionenleitenden, insbesondere festen Elektrolyten, der mit wenigstens zwei Elektroden versehen ist, von denen eine erste Elektrode als Meßelektrode eingesetzt ist und an einen Meßgaskanal grenzt, der unter Zwischenschaltung eines Strömungskonstanthalters mit einer Meßgasquelle verbindbar ist, wobei beide Elektroden unter Einschaltung eines Strommeßgerätes mit einer elektrischen Stromquelle verbindbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, daß im Meßgaskanal wenigstens ein weiterer auf einen festen Durchlaßwert eingestellter zweiter Strömungskonstanthalter angeordnet und dem ersten Strömungskonstanthalter parallel schaltbar ist, und/oder daß an dem Meßkanal stromaufwärts der ersten Elektrode eine Abzweigleitung für die Abfuhr eines Meßgas-Teilstromes angeschlossen ist.
  • In den Weg des Meßgasstroms ist zunächst ein Strömungskonstanthalter eingeschaltet, der einen Meßgasstrom von Nenngröße aufrechterhält. Ein solcher Strömungskonstanthalter kann aus einer Pumpe mit einstellbarem konstantem Förderstrom bestehen. Einfacher und kostengünstiger ist jedoch eine Ausführungsform, bei der eine Verengung in den Meßgasstrom eingeschaltet ist, die bei Schallgeschwindigkeit des Meßgases einen Meßgasstrom von Nenngröße durchläßt, wobei zwischen der Abströmseite und der Zuströmseite der Verengung ein die Schallgeschwindigkeit bewirkendes Druckverhältnis, nämlich das sogenannte kritische Druckverhältnis einstellbar ist. Um nun den Meßgasstrom vergrößern zu können, ist ein weiterer oder gegebenenfalls mehrere Strömungskonstanthalter vorgesehen, der auf einen festen Durchlaßwert eingestellt ist und dem ersten Strömungskonstanthalter parallelgeschaltet werden kann.
  • Zur einfachen Verringerung des Meßgasstroms dient die Alternative, wonach ein Teilstrom des Meßgases stromaufwärts der ersten Elektrode durch eine Abzweigleitung abgeführt werden kann.
  • Zur Vereinfachung des gesamten Aufbaus ist vorzugsweise der zweite Strömungskonstanthalter identisch ausgeführt mit dem ersten Strömungskonstanthalter und daher dadurch gekennzeichnet, daß dieser eine Verengung mit einem bei Schallgeschwindigkeit des Meßgases einen den gewünschten zusätzlichen Meßgasstrom durchlassenden Durchtrittsquerschnitt aufweist und daß zwischen Abströmseite und Zuströmseite der Verengung ein Druckverhältnis einstellbar ist, das in der Verengung die Schallgeschwindigkeit des Gasstromes bewirkt. Die Verengung besteht vorzugsweise aus einer Düse oder einer Blende.
  • Im Falle der Verringerung des Meßgasstroms ist vorteilhaft in der Abzweigleitung eine vorzugsweise einstellbare Drosselvorrichtung vorgesehen.
  • Steht das zur Sauerstoff-Meßvorrichtung strömende Meßgas unter Überdruck und ist der erste Strömungskonstanthalter stromaufwärts der Abzweigleitung vorgesehen, so ist es am einfachsten, die Abzweigleitung in den Außenraum münden zu lassen.
  • Befindet sich der Strömungskonstanthalter dagegen stromabwärts der Meßelektrode und/oder weist das Meßgas Unterdruck gegenüber dem Außenraum auf, so ist es empfehlenswert, das zweite Ende der Abzweigleitung an den Meßgaskanal stromab der Meßelektrode vor dem Strömungskonstanthalter anzuschließen. In diesem Fall bildet die Abzweigleitung einen Bypass, durch den ein Teil des Meßgasstroms die Sauerstoffmeßzelle umgeht.
  • Die Einstellung des Meßgasstroms auf verschiedene konstante Werte kann wie bereits dargelegt durch eine in der Abzweigleitung angeordnete einstellbare Drosselvorrichtung bestehen.
  • Einfacher ist es jedoch, daß die Abzweigleitung in mehrere parallelgeschaltete, wahlweise einschaltbare Teilleitungen aufgeteilt ist. Hierdurch kann jede Teilleitung auf einen bestimmten Strömungswiderstand eingestellt werden und durch die beliebige Kombination dieser Teilleitungen der gewünschte Meßgas-Teilstrom auf einfache Weise gewählt werden, zum Beispiel durch in den Teilleitungen angeordnete Absperrorgane.
  • Bei einer Sauerstoff-Meßvorrichtung, deren Elektrolyt den Meßgaskanal von einem vorzugsweise an die zweite Elektrode grenzenden Elektrodenraum trennt, ist vorzugsweise die Abzweigleitung von einer Durchtrittsöffnung des Elektrolyten und dem Elektrodenraum gebildet. Hierbei ist vorzugsweise die Durchtrittsöffnung als Drosselstelle ausgebildet, welche die Größe des Meßgas-Teilstromes hauptsächlich bestimmt.
  • Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß bei einem rohrförmigen, an einem Ende geschlossenen Elektrolyten und diesen ringförmig umgebenden Meßkanal sowie innerhalb des Elektrolyten angeordnetem Elektrodenraum, der mit einem axial verlaufenden Heizstab unter Bildung eines Ringraumes versehen ist, die Durchtrittsöffnung am geschlossenen Ende des Elektrolyten angeordnet ist und in ihrem Querschnitt durch den axial verschiebbaren Heizstab veränderbar ist. Der Heizstab dient somit als Absperrkörper mit dem der Querschnitt der Durchtrittsöffnung einstellbar bzw. absperrbar ist.
  • Zur Erzielung einer günstigen Drosselcharakteristik und für eine sichere Absperrung des Durchtrittsquerschnitts ist es empfehlenswert, daß die Durchtrittsöffnung sich in Strömungsrichtung kegelförmig erweitert und die Spitze des Heizstabes einen entsprechenden Gegenkegel aufweist.
  • Wird der an die zweite Elektrode grenzende Elektrodenraum als Abzweigleitung mitbenutzt, so ist vorteilheit die elektrische Stromquelle über einen Polumschalter in den elektrischen Stromkreis einschaltbar. Durch die Betätigung dieses Umschalters wird die Polung der Elektroden umgeschaltet und somit wechselweise die erste oder zweite Elektrode als Meßelektrode eingesetzt. Fließen hierbei in dem Raum, der an die erste Elektrode grenzt, und im Elektrodenraum verschieden große Gasströme, so kann durch die Umschaltung der Polarität der Elektroden jeweils der für den jeweils vorliegenden Anwendungsfall günstigste Gasstrom als Meßgasstrom zur Messung benutzt werden.
  • Hierdurch ergibt sich eine einfache Veränderungsmöglichkeit des Meßbereichs und/oder der Meßempfindlichkeit der elektrochemischen Meßvorrichtung ohne Eingriff in den Fluß des Meßgasstroms.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den schematischen Zeichnungen hervor. Hierbei zeigen: Figur 1 einen Längsschnitt durch eine Sauerstoff-Meßvorrichtung gemäß der Erfindung mit einer Abzweigleitung, Figur 2 einen Längs schnitt durch eine Saugpumpe für Handbetrieb, die als Ausführungsvariante an den Pufferraum der Figur 1 anschließbar ist, Figur 3 einen Längsschnitt durch den Strömungskonstanthalter in Form einer Düse als Einzelheit und in größerem Maßstab, Figur 4 eine Ausführungsvariante des Gegenstands der Figur 1, Figur 5 eine weitere Ausführungsvariante des Gegenstands der Erfindung, wobei mehrere Strömungskonstanthalter in Form von Düsen parallelschalt'-bar sind und Figur 6 - die Kennlinien der Sauerstoff-Meßvorrichtungen gemäß den Figuren 1 bis 5.
  • Gleiche Teile sind in den einzelnen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Ferner sind in den einzelnen Figuren wiederkehrende Einzelteile nur insoweit mit Bezugszeichen versehen, als dies für das Verständnis erforderlich ist.
  • Gemäß Figur 1 weist die elektrochemische Meßvorrichtung eine Meßzelle 10 mit einem etwa quaderförmigen Grundkörper 12, -zum Beispiel aus Metall, auf. Aus der einen Grundfläche des Grundkörpers 12 ragt ein kreisringzylindrischer Vorsprung 14, an dessen freiem Ende ein Festelektrolytrohr 16 befestigt ist.
  • Das Festelektrolytrohr ist auf seiner Außenseite mit der ersten Elektrode 18 versehen, die von der verschlossenen Spitze 20 aus gesehen etwa zwei Drittel der Festelektrolytrohrlänge bedeckt. Auf der Innenseite des Festelektrolytrohres 16 ist die zweite Elektrode 22 vorgesehen, die sich von der Spitze 20 bis zur Befestigungsstelle des Festelektrolytrohres 16 am Vorsprung 14 erstreckt und in elektrisch leitendem Kontakt mit dem Vorsprung 14 steht. Dies ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, daß die zweite Elektrode 22 mit dem Zentriervorsprung 24 in Berührung steht. Die zweite Elektrode 22 grenzt an den Elektrodenraum 23.
  • Die Elektroden bestehen aus einem keramischen oder metallischen Material, durch welches der Sauerstoff ungehindert dringen kann, zum Beispiel durch poröse Ausbildung des Materials. Hierfür geeignete Werkstoffe sind zum Beispiel Silber oder Platin, als Werkstoff für das sauerstoffionenleitende Festelektrolytrohr kann Zirkoniumoxid verwendet werden, das mit Kaliumoxid dotiert ist.
  • Das mit Elektroden versehene Festelektrolytrohr 16 ist von einem Hüllrohr 26 umgeben, so daß zwischen der ersten Elektrode 18 und dem Hüllrohr 2G ein Raum 28 mit kreisringförmigem Querschnitt gebildet ist, wobei die lichte Weite dieses Raumes 28 in radialer Richtung etwa 0,3 bis 2 mm, vorzugsweise etwa 0,5 mm beträgt. Wegen der Übersichtlichkeit ist in den Figuren diese Weite größer dargestellt. Das Hüllrohr 26 ist in eine kreisringförmige Aussparung 30 des Grundkörpers 12 eingesteckt und befestigt, sein anderes Ende ist kuppenförmig verschlossen, wobei der Abstand der Verschlußkuppe 32 zur ersten Elektrode 18 der ebenfalls kuppenförmigen Spitze 20 etwa gleich ist dem-Abstand zwischen dem zylindrischen Bereich des Hüllrohres 26 und der ersten Elektrode 18. Der Raum 28 ist Bestandteil des Meßgaskanals 29.
  • An der Spitze der Verschlußkuppe 32 ist ein Rohrstutzen 34 vorgesehen, der in einer Erweiterung 36 ein Gasfilter 38 aufweist, das zum Beispiel aus Watte. oder einem porösem Keramikkörper bestehen kann. Schließlich ist die Erweiterung 36 mit einem axial durchbohrten Nippel 40 verschlossen, durch welchen das zu messende Gas zugeführt wird-. Das gesamte Hüllrohr 26 ist schließlich noch mit einem Isoliermantel 42gungeben, der sich bis zum Grundkörper 12 erstreckt. Als Material für den Isoliermantel kann zum Beispiel Mineralwolle eingesetzt werden.
  • Der am Grundkörper 12 angeordnete ringförmige Vorsprung 14 ist von einem im Grundkörper verlaufenden konzentrischen Ringspalt 44 umgeben, der einerseits in den Raum 28 mündet, und der andererseits an einen quer zur Längsachse der Meßzelle verlaufenden, im Querschnitt kreisförmigen Raum 46 angeschlossen ist. Die quer zur Längsachse verlaufende Anschlußbohrung 48 ist hierbei in Richtung zur Längsachse weitergeführt, so daß auch der Innenraum 50 des Vorsprungs 14, welcher mit dem Innenraum des Festelektrolyten, nämlich dem Elektrodenraum 23, eine Einheit bildet, an-den Raum 46 angeschlossen ist.
  • Der Raum 46, der vorzugsweise als Bohrung ausgebildet ist, weist Gewinde auf, in welches ein Einsatz 52 mit Hilfe eines am Einsatz vorgesehenen Kopfes 54 eingeschraubt ist. Der in den Grundkörper 12 ragende Bereich des Einsatzes 52 ist kreisringförmig ausgebildet und klemmt ein scheibenförmiges Filter 58 zwischen sich und einem Haltering 35 ein.
  • Eine Verjüngung bildet hierbei den Übergang des Raumes 46 zur Anschlußbohrung 48, das Filter 58 ist bezüglich seines Materials identisch mit dem Gasfilter 38.
  • Am Kopf 54 ist ein nach außen ragender Anschlußnippel 60 zentrisch angec>rdnet, der von einem zentrisch verlaufenden und zur Ausnehmung 56 führenden Kanal 62 durchdrungen ist. Im Bereich seine inneren Ausmündung weist der Kanal 62 eine Stufe auf, in welcher die Düse 64 mit ihrem zylindrischen Bereich 66 befestigt ist, wobei die Düse 64 frei in die Ausnehmung 56 ragt. Die Düse bildet den ersten Strömungskonstanthalter.
  • Der Aufbau der Düse ist am besten aus Figur 3 zu ersehen, welche die Düse als Einzelheit und im yrößeren Maßstab darstellt. Danach ist der Einlauf 68 der Düse abgerundet und fahrt zum engsten Durchtrittsquerschnitt 70, an den sich eine kegelförmige Erweiterung 72 anschließt, wobei der Öffnungswinkel 1 der Erweiterung etwa 8 bis 18°, vorzugsweise 10 bis 15° beträgt. An die Erweiterung 72 schließt sich der zylindrische Bereich 66 an.
  • Die engste Stelle des Durchtrittsquerschnitts 70 ist nun so gewählt, daß bei einer Durchströmung dieser Stelle mit Schallgeschwindigkeit eine für Nennbetrieb ausreichende Gasmenge durchtritt. Als Richtwert für den Durchtrittsquerschnitt 70 kann im vorliegenden Ausführungsbeispiel, bei dem der Raum 28 einen Querschnitt von etwa 10 bis 20 mm2 aufweist, ein Wert von etwa 0,8 bis 20 x 10 mm2 gelten. Die Gesamtlänge der Düse ist etwa 15 bis 30 mm, die Länge der Erveiterung 72 liegt zwischen 5 und 10 mm bei einer Lichtweite des zylindrischen Bereichs 6G von etwa 5 bis 8 mm. Als bevorzugtes Material für die Düse dient Glas, auch mit Laserstrahlen durchbohrte Saphire sind empfehlenswert. Der gasführende Querschnitt der Düse ist kreisförmig, das Gleiche gilt auch für die Blende 120. Die Fläche der ersten Elektrode liegt ungefähr zwischen 5 cm2 und 50 cm2, vorzugsweise zwischen 10 und 30 cm2.
  • Wie aus Figur 1 weiter zu ersehen, verbindet die Düse die Ausnehmung 56, welche die Zuströmseite des Gases bildet, mit dem Kanal 62, welcher die Abströmseite der Düse darstellt.
  • An den Anschlußnippel 60 ist über eine Anschlußleitung 74 ein Pufferraum 76 angeschlossen, der über eine weitere Leitung 78 mit einer Saugvorrichtung 80, zum Beispiel in Form einer Gaspumpe, verbunden ist, deren Auslaß in den Außenraum 82, oder insbesondere bei giftigen Vasen in einen Auffangraum mündet.
  • An den Rohrstutzen 34, welcher den Meßgaskanal 29 mitbildet und der stromaufwärts der ersten Elektrode 18 angeordnet ist, ist die Abzweigleitung 37 angeschlossen. Diese umgeht den Raum 28 und mündet in den Raum 46, der den Meßgaskanal ebenfalls mitbildet und stromabwärts der ersten Elektrode angeordnet ist. In der Abzweigleitung 37 ist ein Drossel- bzw.
  • Absperrorgan 39 angeordnet. Dieses ist durch zwei Teilleitungen 41 überbrückt, welche ebenfalls Drossel- bzw. Absperrorgane 43 bzw. 45 enthalten. Schließlich ist noch die Abzweigleitung 37 mit einer Ausströmleitung 47 versehen, die ebenfalls ein Drossel- bzw. Absperrorgan 49 enthält. Die Ausströmleitung 47 ist dazu vorgesehen, einen Teilstrom des Meßgases unmittelbar in den Außenraum 82 abzuleiten.
  • In Figur 2 ist eine Ausführungsvariante bezüglich der Saugvorrichtung dargestellt, die anstelle der Saugvorrichtung 80 an den Pufferraunt 76 angeschlossen werden kann. Die Saugvorrichtung gemäß Figur 2 besteht aus einer Handpumpe 84, deren Kolben 86 durch einen Pumpenhebel 88 betätigt werden kann, so daß über die angedeuteten Ventile 90 Gas aus dem Pufferraum 76 über die Leitung 92 angesaugt und durch den Auslaß 94 in den Außenraum ausgestoßen werden kann.
  • Zum Erfassen der Oruckverhältnisse des Gasstroms ist am Pufferraum 76 ein Manometer 96 angeordnet, oder gegebenenfalls kann ein Differenzmanometer 98 zwischen die Ausnehmung 56 und die Anschlußleitung 74 oder den Kanal 62 eingeschaltet sein.
  • Um an die Elektroden £8,22 die erforderliche Meßspannung legen zu können, führt von der ersten Elektrode 18 eine elektrische Leitung 100 radial in den Außenraum 82, wobei an der Durchdringungsstelle des Hüllrohres 26 eine Isolierperle 1C2 eingefügt ist. Die zweite Elektrode 22 ist über den Zentriervorsprung 24 und den Vorsprung 14 mit dem Grundkörper 12 elektrisch leitend verbunden, so daß der Grundkörper 12 zusammen mit der elektrischen Leitung 100 als elektrische Anschlüsse der Elektroden dienen. Diesen Anschlüssen wird die für die Messung erforderliche Spannung über elektrische Leitungen 108 von einer Gleichspannungsquelle 104, zum Bei spiel in Form einer elektrischen Batterie, zugeführt, wobei ein Strommeßgerät 106, zum Beispiel ein Milliamperemeter, ein Regelwiderstand 110 und ein elektrischer Schalter 112 eingefügt sind.
  • Im Elektrodenraum 23 ist noch eine stabförmige, vorzugsweise elektrische Heizung 114 angeordnet, um das Festelektrolytrohr auf Betriebstemperatur zu bringen. Die zur Heizung 114 führenden elektrischen Anschlußleitungen sind in Figur 1 nicht dargestellt. Die Mindest-Botriebstemperatur beträgt ca. 400" C.
  • Bevor mit der vorbeschriebenen Meßvorrichtung Sauerstoffmessungen durchgeführt werden können, ist eine Ersteinstellung bzw. Eichung erforderlich, die am besten gleich bei der Herstellung der Meßvorrichtung durchgeführt wird. Hierzu ist es am einfachsten, ein Gas zu benutzen, das in chemischer und physikalischer Hinsicht dem zu messenden Gas ähnlich ist.
  • Soll die Meßvorrichtung für die Bestimmung des Sauerstoffgehaltes in Abgasen eingesetzt werden, so kann für die Eichung Luft benutzt werden. Das kritische Druckverhältnis für Luft als zweiatomiges Gas beträgt hierbei 0,528. Der Nenn-Meßbereich soll hierbei 21 Volumenprozent Sauerstoff umfassen.
  • Für die Ersteinstellung wird zunächst die Heizung 114 und dann die Saugvorrichtung 80 in Betrieb genommen und deren Sauäleistung so eingestellt, daß das Druckverhältnis zwischen der Abströmseite 62 und Zuströmseite 56 der Düse 64 gleich dem kritischen Druckverhältnis oder vorzugsweise kleiner ist.
  • Die Einstellung geschieht hierbei mit Hilfe des Differenzdruckmanometers 98. Ist der Druck des zugeführtSn Eichgases bekannt, zum Beispiel beim Ansaugen von Umgebungsluft, so genügt auch die Messung des Druckes auf der Abströmseite der Düse, zum Beispiel des Druckes im Pufferraum 76 für die Bestimmung des Druckverhältnisses. Ist die Ersteinstellung der Saugvorrichtung 80 einrnal auf diese Weise durchgeführt worden, so ist eine weitere laufende Überwachung des Drucverhältnisses nicht erforderlich, wenn diese Einstellung beibehalten wird. Ein Nenn-Gasstrom von gleichbleiuender Größe ist somit auch im Langzeitbetrieb gewährleistet.
  • Für den Fall, daß das zu messende Gas der Meßvorrichtung mit Überdruck zugeführt wird, sind eine Saugvorrichtung 80 und gegebenenfalls ein Pufferraum 76 nicht erforderlich, falls die Abströmseite 62 der Düse auf niedrigerem Druck liegt, zum Beispiel durch Verbindung mit dem Außenraum, und sich das gewünschte Druckverhältnis somit einstellt.
  • Ist nun auf vorbeschriebene Weise die Ersteinstellung durchgeführt worden und der Festelektrolyt auf Betriebstemperatur gebracht, so wird der Schalter 112 geschlossen und an die Elektroden 18,22 eine Gleichspannung von etwa 1 Volt gelegt.
  • Die Regulierung dieser Spannung kann durch den Regelwiderstand i10 erfolgen. Der Anzeige des Strommeßgerätes 106 wird jetzt ein Sauerstoffgehalt von 21 Volumenprozent zugeordnet. Da beim vorliegenden Meßprinzip ein linearer Zusammenhang zwischen dem Sauerstoffgehalt des zu messenden Gases und dem im Meßkreis fließenden Strom besteht, genügt ein einziger Meßpunkt für die Eichung.
  • Bei der vorbeschriebenen Ersteinstellung bzw. Eichung sind die Drossel- bzw. Absperrorgane 39,43,45,49 geschlossen, so daß der gesamte Meßgasstrom an der ersten Elektrode 18 vorbeigeführt wird und die Meßvorrichtung daher mit dem Nenn-Meßbereich 21 Volumenprozent und mit Nennempfindlichkeit arbeitet.
  • -Die Kennlinie dieser auf Nenndaten ausgelegten Meßzelle ist in Figur 6 dargestellt und mit a bezeichnet.
  • Auf die gleiche Weise werden weitere Eichungen der Meßvorrichtung vorgenommen, bei denen jeweils eines der Drossel- bzw.
  • Absperrorgane 39,43,45 geöffnet ist. In diesem Fall wird jetzt ein Teilstrom vom Meßgasstrom abgezweigt und umgeht den Raum 28, so daß dort der Meßgasstrom verringert ist, während der Strömungskonstanthalter 64 mit gleichbleibendem konstantem Durchsatz arbeitet. Durch mehr oder wenig weites Öffnen der Drossel- bzw. Absperrorgane kann der Durchfluß auf beliebige konstante Werte einreguliert werden. Auch kann der Strömungswiderstand bzw. Gasdurchfluß ohne Drosselorgane durch entsprechende Ausbildun der Leitungsquerschnitte bzw. Eizelwiderstäde wie Umlenkungen festgelegt werden.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel soll der Strömungswiderstand der Abzweigleitung 37 bzw. der Teilleitung 41 so ausgelegt sein, daß bei einer Öffnung des Drossel- bzw. Absperrorgans 43 der Meßgasstrom in zwei gleiche Hälften aufgeteilt wird, von denen die eine durch den Raum 28 strömt und die Meßelektrode beaufschlagt, wogegen die zweite Hälfte die Meßvorrichtung umgeht. Bei der Eichung der Meßvorrichtung mit Luft von 21 Volumenprozent Sauerstoff ergibt sich jetzt eine Kennlinie, die in Figur 6 mit b bezeichnet ist. Die Steigung dieser Kennlinie ist entsprechend der Verringerung des Meßgasstroms ebenfalls auf die Hälfte verringert und somit der lineare Meßbereich erheblich vergrößert. Denn der lineare Meßbereich erstreckt sich vom Nullpunkt bis etwa zu einem Sättigungszustand, in welchem die Leistungsgrenze der Meßelektrode erreicht ist und in dem die Kennlinie einen etwa horizontalen Verlauf aufweist, der durch eine horizontale Grenzgerade c bezeichnet ist.
  • Beim alleinigen Öffnen des Drossel- bzw. Absperrorgans 39 soll ein Drittel des Meßgasstroms über die Abzweigleitung 37 geführt werde, so daß die Kennlinie dementsprechend eine Steigung aufweist, die um ein Drittel gegenüber der Nenngröße verringert ist. Dieser Kennlinienverlauf ist in Figur 6 mit d bezeichnet.
  • Schließlich soll bei der alleinigen Öffnung des Drossel- bzw.
  • Absperrorgans 45 ein Viertel des Nenn-Meßgasstroms über die Abzweigleitung 37 fließen, so daß sich bei der Eichung der Meßvorrichtung mit Luft eine Kennlinie gemäß e einstellt, deren Steigung gegenüber der Nennsteigung der Kennlinie a um ein Viertel verkleinert und der Meßbereich entsprechend vergrößert ist. Selbstverständlich lassen sich durch kombiniertes Öffnen der Drossel bzw. Absperrorgane 39,43,45 verschieden große Meßgasteilströme einstellen und somit entsprechende Neigungen bzw. Empfindlichkeiten und Meßbereiche der elektrochemischen Meßvorrichtung erreichen.
  • Eine Ausführungsform, bei der die Abzweigleitung 37 die erste Elektrode 18 umgeht, wird man dann anwenden, wenn der Strömungskonstanthalter stromabwärts der ersten Elektrode angeordnet ist und/oder wenn das ganze System unter Unterdruck steht.
  • Steht dagegen der Meßgasstrom beim Eintritt in die Meßzelle unter Überdruck und ist der Strömungskonstanthalter stromaufwärts der Abzweigleitung 37 angeordnet, so ist gegebenenfalls nicht erforderlich, die Abzweigleitung 37 wieder in den Meßgaskanal stromabwärts der ersten Elektrode münden zu lassen.
  • In diesem Fall genügt es, wenn der vorgesehene Meßgasteilstrom durch Öffnen des Drossel- bzw. Absperrorgans 49 ins Freie abgeblasen wird. Es leuchtet ein, daß hierbei mehrere dieser Drosel- bzw. Absperrorgane vorgesehen sein können, deren Durchfluß jeweils auf einen anderen Wert eingestellt ist, um so verschiedene Neigungen der Kennlinie zu erreichen.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren können auch Alterungen und/oder Temperaturänderungen des Festelektrolyten und/oder Verschmutzungen der Elektroden ausgeglichen werden, die zu einer Verkleinerung des linearen oder zumindest weitgehend linearen Nenn-Meßbereichs führen. Treten solche Verkleine- rungen des Nenn-Meßbereichs auf, so kann durch die oben beschriebene Verringerung des Meßgasstroms der Meßbereich erweitert und der ursprüngliche Nenn-Meßbereich wieder erreicht werden, wobei allerdings eine Verringerung der Empfindlichkeit inkauf genommen werden muß. Auf der anderen Seite kann durch das erfindungsgemäße Verfahren die Empfindlichkeit einer elektrochemischen Meßzelle eingestellt und auf den jeweiligen Einsatzfall der Meßvorrichtung abgestimmt werden.
  • Soll mit der Meßvorrichtung jetzt der Sauerstoffgehalt von Verbrennungsabgasen im Nennbereich gemessen werden, so ist die Meßvorrichtung mit Hilfe des Nippels 40 und gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Gaskühlers mit der Abgasleitung zu verbinden. Die Saugvorrichtung 80 saugt jetzt einen konstanten Gasstrom durch den Meßgaskanal der folgende Teile umfaßt: Gasfilter 38, Raum 28, Anschlußbohrung 48, Raum 46, Filter 58, Ausnehmung 56, welche gleichbedeutend ist mit der Zuströmseite der Düse, Düse 64, Kanal 62, welcher gleichbedeutend ist mit der Abströmseite der Düse, Pufferraum 76 und Saugvorrichtung 80. Beim Vorbeiströmen des Gasstromes an der ersten Elektrode 18 wird der im Gasstrom enthaltene Sauerstoff extrahiert, in Form von Ionen durch den Festelektrolyten geleitet und an der zweiten Elektrode 22 wiederum zu Sauerstoff oxidiert und in den Innenraum des Festelektrolytrohres abgegeben. Der Sauerstoff strömt dann durch die im Vorsprung 14 vorgesehene radiale Anschlußbohrung 48 ab und wird dem Gasstrom wieder beigemischt. Der hierbei von der Gleichspannungsquelle 104 bei geschossenem Schalter 112 über die Elektroden 18,22 fließende Strom wird hierbei vom Strommeßgerät 106 erfaßt. Dieser Strom ist ein Maß für den Sauerstoffgehalt des Gases, gegebenenfalls erfolgt die Anzeige des Strommeßgerätes unmittelbar in Volumenprozent Sauerstoff. Im vorliegenden Fall sind die Drossel- bzw. Absperrorgane 39,43,45,47 geschlossen, die Kennlinie der Meßzelle besitzt den Verlauf gemäß a der Figur 6. Durch Öffnen der einzelnen Drossel-bzw. Absperrorgane 43,39,45 kann dann, wie vorbeschrieben, der Nenn-Meßbereich und/oder die Nenn-Empfindlichkeit verändert und an den vorgegebenen Meßfall angepaßt werden.
  • In den meisten Fällen wird die Saugvorrichtung 80 als elektrische Saugpumpe ausgebildet sein. Für Kurzzeitmessungen, zum Beispiel für Betriebsüberwachungen, ist es jedoch empfehlenswert, anstelle der Saugvorrichtung 80 eine Handpumpe 84 einzusetzen. Dieser Fall ist in Figur 2 dargestellt. Mit Hilfe der Handpumpe 84, die an den Pufferraum 76 angeschlossen ist, wird im Pufferraum ein für die Erzeugung des kritischen Druckverhältnisses ausreichender Unterdruck erzeugt und durch die Wirkung des Pufferraums konstant gehalten. Wird hierbei der für die Erzeugung des kritischen Druckverhältnisses erforderliche Unterdruck im Pufferraum 76 stark unterschritten, so ist ein intermittierender Betrieb der Handpumpe 84 möglich, denn in den Betriebspausen der Pumpe sichert der Unterdruck des Pufferraums 76 den für die Messung erforderlichen konstanten Gasfluß.
  • In Figur 4 ist eine Ausführungsvariante des Gegenstands der Figur 1 darqestellt. Während in Figur 1 der Meßgasteilstrom durch die Aizweigleitung 37 außerhalb der Meßvorrichtung geführt ist, wird beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 der Meßgasteilstrom im Innenraum des Festelektrolyten geführt, nämlich im llektrodenraum 23, der an die zweite Elektrode 22 grenzt. Wie aus Figur 4 deutlich zu ersehen ist, besitzt-der Festelektrolyt all seinem kuppenförmigen geschlossenen Ende eine zentrale, axial verlaufende Durchtrittsöffnung 51, die den Raum 28 und somit den Strömungskanal 29 mit dem Elektrodenraum 23 verbindet. Da der Elektrodenraum 23 durch die Anschlußbohrung 48 stromabwärts der ersten Elektrode wieder an den Meßgaskanal angeschlossen ist, ist somit ein innerer Bypass für den Meßgasteilstrom geschaffen.
  • Die Durchtrittsöffnung 51 ist hierbei als Drosselstelle ausgebildet und kann auf einfache Weise mit Hilfe eines Absperrkörpers oder vorzugsweise mit dem elektrischen Heizstab 114 in ihrem Querschnitt verändert werden. Hierzu ist der Heizstab oder Heizkörper 114, der zwischen sich und der zweiten Elektrode einen Ringraum 53 freiläßt, mit einem Führungsstab 55 versehen, der mit dem Heizstab 114 fluchtet.
  • Dieser Führungsstab 55 ist mit Hilfe einer nicht dargestellten Stopfbüchse gasdicht durch den Grundkörper 12 in den Außenraum geführt und ermöglicht eine axiale Verstellung des Heizstabes 114. Hierbei wird das kegelförmic3e Ende des Heizstabes in Richtung auf die ebenfalls kegelförmige Durchtrittsöffnung 51 bewegt und somit die Größe des Durchtrittsquerschnitts verändert. Gegebenenfalls kann auch ein dichtes Abschließen des Durchtrittsquerschnittes beim vollständigen Hineinschieben des Heizstabes 114 erreicht werden. Auch kann anstelle des Führungsstabes der Heizkörper 114 bis in den Außenraum 82 verlängert werden.
  • Der Einfluß dieses inneren Bypasses auf die Kennlinie ist entsprechend den Ausführungen zu Figur 1, so daß sich hier näheres erübrigt.
  • Ein weiterer Vorteil der Ausführungsform gemäß Figur 4 besteht darin, daß auf einfache Weise die erste oder zweite Elektrode als Meßelektrode eingesetzt werden kann, in dem durch den Polumschalter 21 die Polarität der Elektroden umgeschaltet wird.
  • Bei einem fest eingestellten Durchflußverhältnis zwischen der Strömung im Raum 28, das heißt im Meßgaskanal, und dem Bypass, das heißt dem Elektrodenraum 23, kann jetzt lediglich durch Betätigen des Polumschalters 21 die Empfindlichkeit bzw. der Meßbereich der Meßvorrichtung verändert werden. Setzt man voraus, daß die Größe der Gasströme im Raum 28 und Elektrodenraum 23 verschieden ist, so ist die jeweils als Meßelektrode eingesetzte Elektrode nach der Betätigung des Polumschalters mit einem Gasstrom anderer Größe in Berührung und somit ist das erfindungsgemäße Meßprinzip erfüllt.
  • In Figur 5 ist eine Ausführungsvariante dargestellt, bei der der Meßgasstrom auf einfache Weise über seine Nenngröße hinaus auf konstante beliebige Werte vergrößert werden kann.
  • Hierzu sind im Einsatz 52 neben der Düse 64, die für die Konstanthaltung des Nenn-Meßgasstroms benutzt und ausgelegt ist, noch zwei weitere Düsen 75 und 77 vorgesehen, die der Düse 64 parallelgeschaltet sind. Die Düsen 75 und 77 sind hierbei bezüglich ihres Durchlaßquerschnittes so ausgelegt, daß die gewünschte Vergrößerung des Meßgasstroms bei ihrem Einschalten in den Gasweg auftritt. Diese zusätzlichen Düsen sind daher über die Kanäle 69 und 71 mit der Anschlußleitung 74 verbunden, wobei jeweils Absperrorgane 83 bzw. 85 zwischengeschaltet sind. Auch kann die Düse 64 mit einem Absperrorgan 81 an die Anschlußleitung 74 angeschlossen sein. Die Eichung der einzelnen Düsen wird so durchgeführt, wie es weiter oben für die Eichung der Düse 64 beschrieben ist.
  • Ergibt sich bei Nennbetrieb mit der Düse 64, welche den ersten Strömungskonstanthalter bildet1 eine Kennlinie gemäß 2 der Figur 6, so wird bei einer Zuschaltung von weiteren Strömungskonstanthaltern, das heißt von weiteren Düsen 75,77 der konstante Gasstrom erhöht, so daß die Steigung der Kennlinie und somit die Empfindlichkeit größer wird, wogegen sich der Meßbereich verkleinert. Eine solche Kennlinie ist in Figur 6 mit f bezeichnet. Durch entsprechende Auswahl der Düsen 75,77, welche jeweils den zweiten Strömungskonstanthalter darstellen, kann die gewünschte Empfindlichkeit und/oder der gewünschte Meßbereich erreicht werden.
  • Es leuchtet ein, daß durch wahlweises Zuschalten von einzelnen Düsen 75,77 oder kombiniertes Zuschalten die Kennlinie feinfühlig verändert werden kann. Dies gilt ins- besondere dann, wenn mehrere Düsen, die als zweite Strömungskonstanthaiter dienen, vorgesehen sind.
  • Sollen mit einer Meßvorrichtung zum Beispiel die Kennlinien a bis f der Figur 6 einstellbar sein, so wird man nicht die Ausführungsformen gemäß der Figuren 1 bzw. 4 mit der Ausführungsform gemäß Figur 5 kombinieren. Vorteilhafter ist es in diesem Falle, eine Meßvorrichtung gemäß den Figuren 1 oder 4 zu benutzen. Hierbei wird der Nenn-Meßgasstrom und die Größe der Meßelektrode so aufeinander abgestimmt, daß sich im Nennbetrieb die steilste Kennlinie gemäß f einstellt.
  • Durch Verringerung des Meßgasstroms mit Hilfe des inneren und/oder äußeren Bypasses können dann sämtliche Kennlinien a bis e der Figur 6 eingestellt werden. Entsprechendes gilt auch für die Ausführungsform gemäß Figur 5 mit mehreren Strömunyskonstanthaltern.

Claims (15)

  1. Ansprüche Verfahren zum Verändern des Meßbereichs und/oder der Empfindlichkeit einer auf einen Nenn-Meßbereich und/oder auf eine Nenn-Empfindlichkeit ausgelegten elektrochemischen Sauerstoffmeßvorrichtung mit wenigstens zwei auf einem sauerstoffionenleitenden, insbesondere festen Elektrolyten angeordneten Elektroden, wobei wenigstens eine erste Elektrode von einem konstanten Meßgasstrom von Nenngröße beaufschlagt wird und ein über die Elektroden durch den Elektrolyten fließender elektrischer Strom als Maß für den Sauerstoffgehalt des Meßgases erfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßgasstrom auf konstante, von der Nenngröße abweichende Werte eingestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßgasstrom zur Erweiterung des Nenn-Meßbereichs und/oder zur Verringerung der Nenn-Empfindlichkeit vermindert, zur Verkleinerung des Nenn-Meßbereichs und/oder zur Steigerung der Nenn-Empfindlichkeit dagegen vergrößert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verminderung des Meßgasstroms von diesem ein konstanter Teilstrom stromaufwärts der ersten Elektrode abgezweigt wird.
  4. 4. Sauerstoffmeßvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere für Verbrennungsabgase, mit einem sauerstoffionenleitenden insbesondere festen Elektrolyten (16), der mit wenigstens zwei Elektroden (18,22) versehen ist, von denen eine erste Elektrode (18) als Meßelektrode eingesetzt und an einen Meßgaskanal (29) grenzt, der einen ersten Strömungskonstanthalter (62) aufweist und mit einer Meßgasquelle verbindbar ist, wobei beide Elektroden (18,22) unter Einschaltung eines Strommeßgerätes (106) mit einer elektrischen Stromquelle (104) verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Meßgaskanal (29) wenigstens ein weiterer auf einen festen Durchlaßwert einyestellter zweiter Strömungskonstanthalter (75,77) angeordnet und dem ersten Strömungskonstanthalter (62) parallelschaltbar ist, und/oder daß an den Meßgaskanal (29) stromaufwärts der ersten Meßelektrode (18) eine Abzweigleitung (37) für die Abfuhr eines Meßgas-Teilstromes angeschlossen ist.
  5. 5. Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Strömungskonstanthalter (75,77) eine Verengung mit einem bei Schallgeschwindigkeit des Meßgases einen den gewünschten zusätzlichen Meßgasstrom durchlassenden Durchtrittsquerschnitt aufweist und daß zwischen Abströmseite und Zuströmseite der Verengung ein Druckverhältnis einstellbar ist, das in der Verengung die Schallgeschwindigkeit des Gasstroms bewirkt (Figur 5).
  6. 6. Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abzweigleitung ein vorzugsweise einstellbares Drossel- bzw. Absperrorgan (39) vorgesehen ist.
  7. 7. Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Überdruck des Meßgases und einem vor der Abzweigleitung (37) in den Meßgaskanal (29) eingeschalteten Strömungskonstanthalter die Abzweigleitung (37) in den Außenraum (82) mündet.
  8. 8. Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem stromabwärts der ersten Elektrode (18) im Meßgaskanal (29) angeordneten Strömungskonstanthalter (64) das Ende der Abzweigleitung (37) stromabwärts der ersten Elektrode (18) vor dem ersten Strömungskonstanthalter (64) an den Meßgaskanal (29) angeschlossen ist (Figur 1).
  9. 9. Sauerstoffmeßvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzweigleitung (37) mehrere paralielgeschaltete, wahlweise einschaltbare Teilleitungen (41) aufweist (Figur 1).
  10. 10.Sauerstoffmeßvorrichtung nach einem der Ansprüche 4, 6,7,8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Elektrolyten (1.6), der den Meßgaskanal (29) von einem vorzugsweise an die zweite Elektrode (22) grenzenden Elektrodenraum (23) trennt, wobei dieser stromabwärts der ersten Elektrode (18) an den Meßgaskanal (29) angeschlossen ist, die Abzweigleitung von mindestens einer Durchtrittsöffnung (51) des Elektrolyten und dem Elektrodenraum (23) mitgebildet ist (Figur 4).
  11. ll.Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (51) als Drosselstelle ausgebildet ist.
  12. 12.Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem rohrförmigen, an einem Ende geschlossenen Elektrolyten (16) und innerhalb des Elektrolyten angeordnetem Elektrodenraum (23) die Durchtrittsöffnung (51) am geschlossenen Ende des Elektrolyten (16) angeordnet und in ihrem Querschnitt durch einen axial verschiebbaren Absperrkörper (113) veränderbar ist (Figur 4).
  13. 13. Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (51) sich in Strömungsrichtung kegelförmig erweitert und die Spitze des Absperrorgans (113) einen entsprechenden Gegenkegel aufweist.
  14. 14. Sauerstoffmeßvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zum wahlweisen Einsatz der ersten oder zweiten Elektrode als Meßelektrode die elektrische Stromquelle (104) über einen Polumschalter (21) in den elektrischen Stromkreis einschaltbar ist.
  15. 15. Sauerstoffmeßvorrichtung nach Anspruch 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet; daß der Absperrkörper (113) als Heizkörper (114) ausgebildet ist und sich vorzugsweise über den gesamten Bereich der Elektroden (18,22) erstreckt.
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