DE3033139C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Reibpaarung, insbesondere zur Verwendung in einer Reibungs
bremse oder Reibkupplung, bei der ein erstes Reibelement aus
Reibmaterialien mit organischen Bindemitteln einem größeren
Verschleiß unterliegt als ein zweites, längerlebiges Reibele
ment aus einem Eisenwerkstoff.
Reibanordnungen, wie Reibungsbremsen oder -kupplungen, werden
verwendbar, um z. B. bei der Abbremsung eines in Bewegung be
findlichen Teils kinetischer Energie in Wärme umzusetzen.
Zur Abbremsung eines Fahrzeugs wird als Reibanordnung z. B.
eine Scheibenbremsanordnung aus Bremsscheibe und Bremsbelägen
verwandt. Je nach Materialaufwand der gegeneinander reibenden
Körper, die verschiedene Nebenbedingungen, wie z. B. Reibwert
und Temperaturverhalten unterliegen, erhält man einen unter
schiedlich großen Verschleiß. Als Material wird z. B. für die
Bremmscheibe Grauguß gewählt; die Bremsbeläge bestehen zu
meist aus organisch gebundenen Reibmaterialien. Reibelemente
mit organischen Bindemitteln setzen sich z. B. aus Asbest-Fa
sern, Bindemittel, wie z. B. vernetzbare Kunstharze wie Phe
nolharz und natürlichen bzw. synthetischen Kautschuken sowie
Füllstoffen zusammen, wobei als Füllstoffe Metallspäne, Me
talloxide und/oder sonstige mineralische Werkstoffe verwendt
werden.
Hält man den Verschleiß möglichst gering, so erreicht man
eine längere Lebensdauer bzw. kleinere Bauteilabmessungen
und damit geringeres Gewicht.
Zwecks Verschleißminderung sind Anordnungen bekannt, bei denen
ein metallischer Grundkörper, z. B. eine Bremsscheibe mit einer
verschleißarmen Beschichtung versehen ist. Ein Verfahren zur
Herstellung dieser Beschichtung ist z. B. in der DE-OS 21 66 949
beschrieben; hierbei wird eine verschleißarme Reibschicht mit
Hilfe eines Plasmastrahls aufgebracht. Dabei werden Teilchen
aus Metall, einer Legierung oder Mischung dieser Metalle und
deren Verbindungen wie Metalloxyde oder -carbide dem Plasma
strahl zugeführt. Die verschleißarme Schicht muß dabei die
ursprünglichen kristallographischen Eigenschaften der Teilchen,
nämlich ein hexagonales Kristallsystem, aufweisen. Die Her
stellungsmaterialien von zwei in Reibeingriff stehenden Be
schichtungen dieser Art sollen unterschiedlich sein, z. B. soll
die eine Beschichtung auf Carbidbasis und die andere auf
Oxydbasis hergestellt sein.
Bei dieser bekannten Anordnung ist es insbesondere als nach
teilig anzusehen, daß beide Reibpartner mit einer Beschichtung
versehen sind.
Weiter ist bekannt, die Verschleißfestigkeit der Bremsbeläge
zu vergrößern. Dies geschieht beispielsweise dadurch, daß an
Stelle organisch gebundener Bremsbeläge metallisch gebundene
Bremsbeläge zur Anwendung kommen; diese enthalten Bestandteile
in einer gesinterten, metallischen Bindung.
Eine weitere Methode, um die Verschleißfestigkeit der Brems
beläge zu vergrößern, ist aus der DE-OS 24 06 242 zu entnehmen.
Dort wird ein elektrostatisches Beschichtungsverfahren beschrie
ben, durch das dünne Beläge aus metallisch-mineralischem Pulver,
die fest mit einer metallischen Trägerplatte verbunden sind,
hergestellt werden.
Bei diesen beiden letztgenannten Verfahren bzw. Anforderungen
ist es insbesondere nachteilig anzusehen, daß zwar eine
Verschleißminderung bei einem der Reibpartner, nämlich dem
Bremsbelag erfolgt, jedoch wird dafür der Gegenreibkörper,
die Bremsscheibe, stärker auf Verschleiß beansprucht; dabei
wird das zulässige kleine Verschleißvolumen der Scheibe
schnell überschritten.
Aus der DE-OS 22 64 275 ist eine Reibpaarung bekannt, die aus
einem Reibkörper aus organisch gebundenem Reibwerkstoff und
aus einem metallischen Gegenreibkörper besteht, wobei der
Reibkörper auf seiner dem Gegenreibkörper zugekehrten Seite
eine dünne, schnell verschließende Einfahrschicht aufweist.
Die zugrunde liegenden Gedanken sind hierbei, zwischen den
Reibpartnern eine Grenz- oder Zwischenschicht vorübergehend
zu haben, die sich schnell selbsttätig verbraucht und durch
die Einfahrschwierigkeiten, hervorgerufen durch anfängliches
Geschwindigkeitsfading oder Reibwertschwankungen einerseits
und Korrosion, Rost, Rauhigkeiten oder Verschmutzung der me
tallischen Gegenflächen andererseits, vermieden werden.
Aus der DE-PS 8 90 585 ist eine Lamellenkupplung bekannt. Die
Lamellenkupplung weist einen auf mindestens einer der beiden
miteinander reibenden Flächen nach dem Metallspritzverfahren
aufgebrachten Belag aus Nichteisenmetallen, wie beispielswei
se Phosphorbronze, auf. Die Lamellen auf der Abtriebseite
werden mit Spritzschichten versehen, und die Lamellen auf der
Antriebseite weisen eine glatte Oberfläche auf, die zweck
mäßig eine geringe Oberflächenrauhigkeit erhalten. Die Ver
wendung gespritzter Schichten auf den Metallamellen geht da
von aus,
daß die Kapillaren in der gleichen Weise einen Ölfilm liefern
wie bei den selbstschmierenden Lagern. Um dieser Forderung
gerecht zu werden, erscheint es zweckmäßig, eine Tränkung der
Spritzschichten mit Öl oder Paraffin vorzunehmen. Eine Anwen
dung ist dann besonders am Platz, wenn es sich darum handelt,
hohe Umdrehungsgeschwindigkeiten von der Antriebseite in kur
zer Zeit auf die Maschinenteile der Abtriebseite zu übertra
gen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Herstellung einer verschleißarmen Reibpaarung anzugeben, bei
der insbesondere der Verschleiß desjenigen Partners erheblich
reduziert wird, der bisher dem größeren Verschleiß unterliegt
und bei der gleichzeitig der Verschleiß des anderen, langle
bigeren Reibpartners herabgesetzt wird.
Die Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird die hohe kinetische Energie der Partikel
durch die Anwendung des Flammschockspritzens erreicht; durch
Detonationen werden die Partikel derart beschleunigt, daß
beim Auftreffen auf die zu beschichtende Reibfläche eine Mi
kroverschweißung zwischen den Schichtpartikeln und dem Reib
flächenmaterial und eine Mikroverklammerung zwischen Reibflä
chen- und Schichtmaterial durch unterschiedlich tiefe, pla
stische Deformation der obersten Lagen des Reibflächenmate
rials eintritt. Durch diese Vorgänge wird die im Vergleich
zum Plasmaspritzen bei weitem höhere Haftfestigkeit der
Schicht am Grundkörper und die geringere Schichtporösität der
flammschockgespritzten Schichten erreicht. So ist den bei ei
nem Brems- oder Kupplungsvorgang auftretenden, extremen An
sprüchen insbesondere hinsichtlich der Haftfestigkeit genüge
getan.
Bei der Verwirklichung der Erfindung kann das zweite Reibele
ment vorteilhaft als verhältnismäßig billiges und günstig
formbares Gußteil (Grau- oder Sphäroguß) ausgeführt werden.
Als vorteilhaft hat sich die Verwendung von Metallcarbiden
der Metalle Wolfram und Chrom, von Metallen wie Kobalt,
Chrom, Nickel und von Kohlenstoff erwiesen; je nach Anteil an
der Schichtzusammensetzung erhält man unterschiedliche
Schichteigenschaften.
Bei den durchgeführten Untersuchungen stellten sich Schichten
folgender Zusammensetzung als besonders geeignet heraus:
Material A: 25% WC; 5% Ni; Rest: Mischungen von W-Cr-Carbiden
Material B: 84,6% WC; 7,5% Co; 4,2% Cr; 3,5% C
(Angaben in Gewichtsprozenten)
Material A: 25% WC; 5% Ni; Rest: Mischungen von W-Cr-Carbiden
Material B: 84,6% WC; 7,5% Co; 4,2% Cr; 3,5% C
(Angaben in Gewichtsprozenten)
Dadurch, daß die Dicke der Reibschicht im Bereich von 0,02
bis 0,03 Millimetern liegt, ergibt sich eine kurze Beschich
tungszeit sowie ein geringer Materialverbrauch bezüglich der
Materialien der Reibschicht.
Vorteilhafte Ausführungsformen erhält man durch die Ausbil
dung der Vorrichtung als Bremse, insbesondere als Scheiben
bremse mit dem zweiten, längerlebigen Reibelement als rotie
rendes Teil, also der Bremsscheibe, und dem ersten Reibele
ment als Bremsbelag.
Überraschenderweise liegt ein mit der Erfindung erzielter
Vorteil darin, daß durch die verschleißfeste Reibschicht auf
den Reibflächen des zweiten Reibelements aus Eisenwerkstoff,
d. h. der Bremsscheibe, das Verschleißvolumen des ersten Reib
elements aus Reibmaterialien mit organischen Bindemitteln um
den Faktor 3 oder 4, also gravierend geringer ist als bei ei
nem Vergleichsreibvorgang desselben Reibmaterials gegen eine
unbeschichtete Reibfläche; dabei bleibt der Reibwert nahezu
gleich.
Die Verschleißminderung an den Bremsbelägen wird demnach da
durch erreicht, daß man den Gegenreibkörper, also die Brems
scheibe, erfindungsgemäß beschichtet und den Bremsbelag unbe
schichtet läßt.
An der Bremsscheibe selbst ist nach dem Reibvorgang kein Ver
schleiß meßbar, so daß diese praktisch verschleißfreie Brems
scheibe die Lebensdauer des Fahrzeugs erreicht bzw. sogar
übertrifft.
Bei vielen Scheibenbremsen ist bisher ein ungleichmäßiger Be
lagerverschleiß durch größeren Antrieb oder Schrägverschleiß ei
nes Bremsbelages nicht zu vermeiden. Wenn dieser Bremsbelag
der Reibfläche mit der Beschichtung zugeordnet ist, so erge
ben sich annähernd gleiche Standzeiten der Bremsbeläge.
Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, einen schwer ausbau
baren Bremsbelag der beschichteten Reibfläche der Bremsschei
be zuzuordnen, da auf diese Weise kostspielige Austauschar
beiten weniger häufig anfallen.
Das erfinderische Grundkonzept wird vorteilhaft weiterhin da
durch verwirklicht, daß bei einer Schwimmsattel-Scheiben
bremse nur die Reibfläche, die mit dem indirekt über den Sat
tel
betätigten Bremsbelag zusammenwirkt, beschichtet ist.
Bei der Schwimmsattelscheibenbremse entsteht sehr oft ein
größerer Belagverschleiß an dem indirekt betätigten Brems
belag durch nicht exakte Lüftspieleinstellungen für diesen
Bremsbelag sowie durch Einflüsse von Scheibenschlag und/oder
Satteldehnung, die ein Schleifen des Belages hervorrufen.
Die erfindungsgemäße Beschichtung ergibt eine gravierende
Standzeiterhöhung für diesen Belagt, so daß ein häufiger
vorzeitiger Austausch, der mit umständlichen,
kostspieligen Werkstattarbeiten verbunden ist, entfällt.
Durch das oben geschilderte Verschleißverhalten ist es
möglich, Scheibenbremsen zu bauen, deren Bremsscheiben um ca.
10% dünner sind und bei denen jeder der Bremsbeläge um bis
zu 75% dünner ausgeführt werden kann. So erreicht man als
gravierenden Vorteil eine Reduzierung der axialen Baulänge
der gesamten Bremsanordnung Scheibe/Beläge/Sattelgehäuse
bzw. einen verringerten Platzbedarf auf der Felgenseite,
sowie neben einer bedeutenden Gewichtseinsparung auch eine
Verringerung der Volumenaufnahme an Bremsflüssigkeit.
Anhand der erläuternden Figuren soll die Erfindung näher be
schrieben werden
Fig. 1 zeigt die Versuchsergebnisse von Belag
verschleißmessungen an den beiden Brems
belägen bei einer nur einseitig erfindungs
gemäß beschichteten Bremsscheibe.
Fig. 2 zeigt den Teilschnitt einer Faustsattel-
Teilbelagscheibenbremse mit einer einseitig
erfindungsgemäß beschichteten Bremsscheibe.
Gleiche Teile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
In der Fig. 1 ist mit 1 die schematisch dargestellte Brems
scheibe bezeichnet, mit 2 der auf die beschichtete Reib
fläche 5 der Bremsscheibe 1 einwirkende Bremsbelag, mit 3
der auf die unbeschichtete Reibfläche 6 einwirkende Brems
belag.
Die strichpunktierten Linien kennzeichnen die Dicke der
Bremsbeläge im Neuzustand; die schraffierte Bremsbelagdicke
ergibt sich nach Ablauf der Verschleißmessungen. Die axialen
Dicken der Beläge und der Scheibe geben in etwa die Versuchs
ergebnisse wieder.
Die dargestellten Ergebnisse wurden unter folgenden Bedingungen
erhalten:
Eine nur auf der Reibfläche 5 erfindungsgemäß beschichtete
Bremsscheibe 1 wurde auf Scheiben- und Belagverschleiß in
einer Scheibenbremsanordnung unter Vorgabe der Betriebs
bedinungen eines Mitteklasse-PKW's untersucht.
Anhand der Fig. 1 erkennt man, daß der Belagverschleiß des
Bremsbelages 2, der mit der erfindungsgemäß beschichteten
Reibfläche 5 der Bremsscheibe 1 zusammenwirkt, deutlich, und
zwar um ca. 70% geringer ist als der Verschleiß des Brems
belages 3 an der gegenüberliegenden, unbeschichteten Reib
fläche 6 der Bremsscheibe 1.
Die Bremsbeläge bestehen aus Reibmaterialien mit organischen
Bindemitteln und sind aus der gleichen Charge. Es wurden als
aggressiv in bezug auf den Scheibenverschleiß geltende Brems
beläge ausgewählt.
Der Verschleiß der nicht beschichteten Reibfläche 6 der Brems
scheibe 1 liegt bei diesem Versuch in der Größenordnung von 0,3
Millimetern, ein Verschleiß der erfindungsgemäß beschichteten
Reibfläche 5 ist bei demselben Versuch um 1/100 Millimeter
bereich nicht mehr meßbar.
In Fig. 2 ist eine Faustsattel-Teilbelagscheibenbremse im
Teilschnitt abgebildet; der Sattel 8 umgreift die Bremsscheibe
1 in U-Form und hat auf einer Seite der Bremsscheibe 1 einen
hydraulisch bewegbaren Betätigungskolben 7, der den zuge
hörigen Bremsbelag 3 axial verschiebt. Der Bremsbelag 2 auf
der gegenüberliegenden Seite der Bremsscheibe 1 wird indirekt
über den Sattel 8 bewegt, der sich über das Zylindergehäuse
gegen den Betätigungskolben 7 abstützt. Die Reaktionskraft
nach Anlegen des Bremsbelages 3 an die Bremsscheibe 1 bewegt
über eine Verschiebung des Sattels 8 relativ zum Bremsträger
den zweiten Bremsbelag 2 bis zur Anlage an die Bremsscheibe 1
und bewirkt eine Bremsung. Die Reibfläche 5 der Bremsscheibe 1
ist erfindungsgemäß mit der Reibschicht beschichtet, die
Reibfläche 6 ist unbeschichtet. Insbesondere eine nicht exakte
Lüftspieleinstellung sowie Scheibenschlag und Satteldehnung
sind häufig die Ursache dafür, daß der indirekt betätigte
Bremsbelag 2 durch Schleifen an der Bremsscheibe 1 schneller
verschleißt als der vom Betätigungskolben 7 beaufschlagte Brems
belag 3. Die erfindungsgemäße Beschichtung der Reibfläche 5 der
Bremsscheibe 1 bewirkt nun einen um ca. 70% geringeren Ver
schleiß dieses Bremsbelages 2 im Vergleich zu einem Reib
vorgang gegen die Reibfläche 5 ohne Beschichtung. Man erhält
also eine höhere Standzeit dieses Bremsbelages 2 bzw. eine
geringere axiale Baulänge der gesamten Anordnung und einen
geringeren Platzbedarf in der Felgenschüssel.
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Grundgedankens auf
eine Scheibenbremse, insbesondere eine Faustsattel-Scheiben
bremse, kommt man also insgesamt zu folgenden Vorteilen:
- - Der am stärksten beanspruchte Bremsbelag 2 erhält eine außergewöhnlich gesteigerte Standzeit, wodurch kompli zierte Austauscharbeiten an der Scheibenbremse ver mieden werden,
- - der als sehr unerwünscht angesehene Schrägverschleiß des außenliegenden Bremsbelags 2 wird durch die Erfindung entweder stark reduziert oder ganz elimi niert; dadurch wird die Funktions- und Betriebs sicherheit der gesamten Scheibenbremse erhöht,
- - der Konstrukteur kann den Bremsbelag 2 aufgrund seiner längeren Standzeit in axialer Richtung kürzer ausge stalten. Das bedeutet, daß die gesamte axiale Ausdehnung der Scheibenbremse kürzer wird. Eine weitere Ver kürzung wird dadurch erzielt, daß auch die mit dem direkt betätigten Bremsbelag 3 zusammenwirkende Reib fläche 6 auf der gegenüberliegenden Scheibenseite erfindungsgemäß beschichtet wird. Eine kurze Bauweise bedeutet andererseits aber auch eine bessere Unter bringung des Aggregats aus Scheibenbremse, Bremsträger usw. in dem engen Raum, der zwischen Radaufhängung und Radschüssel eines Automobils zur Verfügung steht.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung einer Reibpaarung, insbesondere
zur Verwendung in einer Reibungsbremse oder Reibungskupp
lung, bei der ein erstes Reibelement aus Reibmaterialien
mit organischen Bindemitteln einem größeren Verschleiß un
terliegt als ein zweites, längerlebiges Reibelement aus
einem Eisenwerkstoff, dadurch gekennzeich
net, daß auf mindestens eine Reibfläche (5, 6) des
zweiten Reibelements (4) eine aus einem die Verschleißfe
stigkeit erhöhenden Gemisch aus Metallen, Nichtmetallen
und chemischen Verbindungen von Metallen und Nichtmetallen
bestehende Reibschicht dadurch aufgebracht wird, daß das
Schichtmaterial durch Detonation eines dispersen Sy
stems, bestehend aus einem zündungsfähigen Gasgemisch und
Partikeln des Gemisches des Schichtmaterials partikelför
mig mit hoher kinetischer Energie auf die Reibfläche (5, 6)
aufgespritzt wird (Flammschockspritzen).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Reibschicht einen hohen Anteil
von Metallcarbiden, vorzugsweise der Metalle Wolfram und
Chrom enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Reibschicht Kobalt, Chrom und
Nickel enthält.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Reibschicht
folgende Zusammensetzung in Gewichtsprozent hat:
20% bis 30% WC; 5% Ni, Rest: Mischungen von W-Cr-Carbiden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Reibschicht folgende
Zusammensetzung in Gewichtsprozenten hat:
80% bis 90% WC; unter 10% Co; unter 5% Cr; unter 5% C.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Reibschicht
eine Dicke von weniger als 0,03 Millimeter hat.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Reibschicht
eine Dicke von 0,02 Millimeter bis 0,03 Millimeter hat.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19803033139 DE3033139A1 (de) | 1980-09-03 | 1980-09-03 | Vorrichtung mit einer reibpaarung, insbesondere reibungsbremse oder reibungskupplung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3033139A1 DE3033139A1 (de) | 1982-04-08 |
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Family
ID=6111032
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19803033139 Granted DE3033139A1 (de) | 1980-09-03 | 1980-09-03 | Vorrichtung mit einer reibpaarung, insbesondere reibungsbremse oder reibungskupplung |
Country Status (6)
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| JP (1) | JPS5776335A (de) |
| DE (1) | DE3033139A1 (de) |
| FR (1) | FR2489456B1 (de) |
| GB (1) | GB2083146B (de) |
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