DE3032518C2 - Ölfreier Verdichter - Google Patents
Ölfreier VerdichterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen ölfreien Verdichter mit
folgenden Merkmalen:
- - ein Kurbelgehäuse;
- - mindestens ein auf dieses aufgesetzter Zylinderblock mit einem diesen nach oben abschließenden Zylinderkopf
- - eine von einer Motorwelle angetriebene, im Kurbelgehäuse um eine Umlaufachse umlaufende Kurbel;
- - eine normal zur Umlaufachse verlaufende Verdichtungsbohrung in jedem Zylinderblock;
- - ein von der Kurbel angetriebener, in der Verdichtungsbohrung hin- und herbewegter Kolben;
- - im Kurbelgehäuse läuft ein von der Motorwelle angetriebener Lüfter um;
- - das Kurbelgehäuse weist Kühllufteintrittsöffnungen auf und ist kühlluftdurchströmt;
- - am Zylinderblock eine untere, ebene Kurbelgehäusefläche und eine obere, ebene Zylinderkopffläche;
- - Ansaug- und Auslaßöffnungen, die über Ventile mit der Verdichtungsbohrung in Verbindung stehen;
- - Kühlluftausnehmungen mindestens am Zylinderblock.
Derartige ölfreie Verdichter werden zum Verdichten von
Gasen, insbesondere von Luft, z. B. für die medizinische
Technik, für pneumatische Steuerungen oder für die Lebens
mittelindustrie verwendet. Medizinische Anwendung besteht
z. B. beim Antrieb von Bohrern zur Zahnbehandlung, bei
Wasser-Luft-Zerstäubern, bei medizinischen Druckluft
kammern oder bei Geräten für künstliche Beatmung. In der
Nahrungsmittelindustrie wird derartige ölfreie Druckluft
z. B. als Trocknungsluft, für Verpackungsmaschinen oder
zur Brotteigfermentation verwendet. Allgemeine technische
Anwendung besteht z. B. bei Briefsortieranlagen, bei der
Belüftung von galvanischen und chemischen Bädern und
Aquarien, bei der pneumatischen Steuerung von Werkzeug-
und anderen Maschinen, bei der Filmbeschichtung oder bei
der Belüftung von Computern.
Aus DE-OS 26 19 561 ist ein Kolbenverdichter bekannt, der
in Boxeranordnung zwei Zylinder aufweist, die konzentrisch
auf dem äußeren Mantel der Zylinderblöcke niedrige
Kühlrippen aufweisen. Auf der gemeinsamen Welle von Motor
und Kurbeln ist außerhalb des eigentlichen Kurbelgehäuses
außen ein Gebläse angeordnet, welches über ein äußeres
Blechgehäuse Kühlluft quer zur Zylinderachse über die Kühl
flächen der Zylinderblöcke bläst. Lufteinlaßfilter sind
großvolumig außerhalb der Zylinderköpfe angeordnet. Die
Nutzluftleitungen, insbesondere für die Druckluft liegen
außerhalb als Rohrleitungen. Dadurch nimmt die Anordnung
relativ zur Leistung des Verdichters sehr viel Raum in
Anspruch.
Aus GB-PS 933 973 ist eine verbesserte Kompressoranordnung
bekannt, bei der gezeigt wird, wie um quaderförmige Kurbel
gehäuse mehrere Zylinder in Reihen und/oder unter Winkeln
zueinander und/oder in Boxeranordnung untergebracht werden
können. Die Druckluftleitungen liegen außerhalb der
Zylinder. Über die Kühlung ist nichts für die Erfindung
Relevantes aus dieser Druckschrift zu entnehmen.
GB-PS 216 157 zeigt eine Anordnung zur Kühlung eines
Luftkompressors, bei der auf einem Zwei-Zylinder-Gehäuse,
welches in der Kurbelachsenebene geteilt ist, zwei
intergral geformte Zylinder ausgebildet sind, welche außen
in Richtung der Zylinderlängsachsen verlaufende Kühlrippen
haben. Diese sitzen in einem äußeren Kühlluftmantel. Die
Kühlluft wird von einem außerhalb des Kompressors auf der
Hauptachse sitzenden Gebläse über Rohrleitungen und
Gehäuseteile von der oberen Seite der Zylinder außen zu
geführt und oberhalb des Kurbelgehäuseteiles nach unten ins
Freie austreten gelassen.
Aus US-PS 3,894,855 ist ein Kompressor-Einlaß-Filter
bekannt, welches in einer größeren Ansaugbohrung im oberen
Abschlußdeckel des zweizylindrigen Gesamtmaschinenblocks
eine Filterausnehmung aufweist, durch die ein Filter bis in
eine zum Einlaß führend Gehäuseausnehmung ragt. Die Filter
bohrung erstreckt sich oben in einen mit dem Zylinderkopf
einstückig ausgebildeten Nippel, der ein Schraubgewinde
hat, auf den eine Kupplung für eine Einlaßleitung
schraubbar ist.
Aus US-PS 2,899,130 ist ein Kompressor bekannt, der in ein
Zentralgehäuse um die Hauptwelle unmittelbar am Motor lie
gend zwei exzenterartige Kurbelscheiben hat, die die Kolben
in Boxeranordnungen von zwei Zylindern betätigen. Auf einer
Verlängerung der Hauptwelle sitzt in einem axial
angeflanschten Lüftergehäuseteil ein Lüfterrad, welches
Kühlluft über im Lüftergehäuse in etwa in Achsrichtung
liegende Kühlrippen in das Kurbelgehäuse treibt. Im
Lüftergehäuse und im Kurbelgehäuse sind großvolumige
Ringausnehmungen für Nutzluft vorgesehen. Die Zylinder sind
in das Hauptgehäuse als Zylinderelemente eingesetzt und
haben im inneren Bereich in Längsrichtung der Kolbenachse
verlaufende Kühlrippen, die mit einer etwas beabstandeten
Ringwand Kühlluftkanäle begrenzen. Diese enden im Abstand
in Richtung auf die Hauptachse unterhalb der zylinderkopf
artigen Deckel. In den Zylinderkopfdeckeln sind im
wesentlichen quer verlaufende Nutzluftbohrungen kleinen
Querschnitts angeordnet, die die komprimierte Luft zu den
Ringkanälen führen. Im Zylinderkopf sind die
Rückschlagventile für Ansaugen und Druckluftauslaß des
Kompressionsraum angeordnet. Die Kühlluft strömt im
Ringbereich um das kompressorseitige Ende des Motors aus
dem Kurbelgehäuse. Die die Laufbuchsen aufnehmenden
Elemente des Gehäuses sind zum großen Teil in das Zentral
gehäuse integriert. Die Lage und Orientierung von Kühlluft
ausnehmungen und Nutzluftausnehmungen richtet sich nach den
jeweils örtlichen Gegebenheiten der Gesamtgehäusegestaltung
und folgt keinem einheitlichen Richtungsprinzip, sondern
mehr der Ausbildung eines im wesentlichen zylindrisches
Aggregat mit Handgriff für den leichten Transport, in dem
Kühlluftteile und Elektromotor die äußere Form bestimmen.
Die im Prüfungsverfahren genannten und
erörterten Druckschriften US-PS 1,446,291;
US-PS 2,765,976; DE-PS 1 23 467 und DE-GM 18 64 401 zeigen
zwar auch Kompressoren, kommen jedoch dem Erfindungs
gegenstand nicht näher als die vorn abgehandelten
Schriften.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
herstellungs- und benutzungstechnisch verbesserten, in
kompakter Bauweise gestalteten Kompressor vorzuschlagen,
bei dem vor allem die Kühlluft- und Nutzluftführung und die
Anordnung von Ausnehmungen besonders übersichtlich
gestaltet ist und das Kurbelgehäuse so ausgebildet ist, daß
es wahlweise für einen Ein-Zylinder- oder einen
Zwei-Zylinder-Kompressor verwendbar ist.
Die Erfindung ist wegen mancher Gemeinsamkeiten von
Einzelmerkmalen mit dem zuvor abgehandelten Stand der
Technik in einteiliger Form in Anspruch 1 definiert, wobei
außer den vorn genannten Merkmalen die folgenden Merkmale
die Erfindung mitbestimmen:
- - der Zylinderblock enthält zwei in ihn eingeformte, großvolumige Nutzluftausnehmungen und in ihn eingeformte, z. Teil geschlossene, zur Kurbelgehäusefläche offene, durch Kühlrippen gebildete Kühlluftausnehmungen, die alle in Richtung der Zylinderblocklängsachse verlaufen;
- - die Kühlluft strömt vom Kurbelgehäuse direkt durch den Zylinderblock zum Zylinderkopf,
- - das Kurbelgehäuse weist zwei, einen Winkel miteinander einschließende Aufsetzflächen zum bedarfsweisen Aufsetzen von zwei gleichen Zylinderblöcken auf.
Dabei entstammen die Definitionen z. T. den Gemeinsamkeiten
mit Konstruktionseinzelheiten der im folgenden
angesprochenen Merkmale von vorstehend behandelten
Schriften.
Die zu Beginn der Beschreibung aufgeführten Merkmale bis
auf die die Gestaltung mit getrennt aufgesetztem
Zylinderblock betreffenden sind bei sehr vielen
Verdichtern, jedoch zumeist in unterschiedlicher Gestaltung
realisiert. Vor allem bei der der Erfindung in vielen
Teilbereichen am nächsten kommenden Konstruktion nach
US-PS 2,899,130 ist eine im Zylinder- und im Kopfaufbau
sowie in der Luftführung grundsätzlich unterschiedliche
Anordnung gewählt, wobei auch der Lüfter außerhalb des
eigentlichen Kurbelgehäuses liegt und die Kühlluft mit
Hilfe von zur Motorwelle in Teilbereichen parallel
verlaufende Rippen in das Kurbelgehäuse treibt. Die
Laufbuchse des Kolbens hat ebenfalls in Achsrichtung
verlaufende, außen angeformte Kühlrippen und bildet
zusammen mit Teilen des Zylinders axial verlaufende
Kühlluftausnehmungen, jedoch ist das Prinzip der günstigen
Herstellungsmöglichkeiten bei konsequentem Einsatz längs
verlaufender Kühlluft- und Nutzluftausnehmungen nicht
erkannt, sondern die gesamte Gestaltung der Gehäuseteile
auf einen sehr klein bauenden, nur mit zwei Kolben und
Zylindern arbeitenden Doppelkolben-Kompressor gerichtet,
wobei Kühlluft- und Nutzluftausnehmungen sich in vielen
Bereichen in die verschiedensten Richtungen erstrecken. Bei
einer solchen Ausführungsform sind die Kühlflächen auch der
zylindrischen Laufbuchse relativ klein und nicht optimal
gestaltet und es ist nicht in allen sich erhitzenden
Bereichen auf möglichst gute Kühlung und Luftführung
geachtet. Demgegenüber ist bei einem erfindungsgemäßen
ölfreien Verdichter der Zylinderblock auf das Kurbelgehäuse
mit sehr günstiger Gestaltung aufgesetzt und es sind mit
großen Oberflächen gestaltete Kühlluftausnehmungen in
Richtung der Zylinderblocklängsachse über eine große
Längserstreckung vorhanden. Diese stehen auch mit dem
Kurbelgehäuse in Verbindung. Durch die gleiche
Erstreckungsrichtung der Zylinderausnehmungen ergeben sich
besonders günstige Herstellungsmöglichkeiten. Auch hier ist
das Kurbelgehäuse wie bei anderen Kompressoren
kühlluftdurchströmt, wobei zusätzlich der Lüfter im Kurbel
gehäuse raumsparend untergebracht ist. Das Kurbelgehäuse
weist auch unmittelbar Kühllufteintrittsöffnungen auf.
An Stellen, an denen der Zylinderblock stabil ausgeführt
sein muß, wie z. B. an Stellen, an denen Schrauben zur Be
festigung angreifen, weist der Zylinderblock durchgehende
Kühlluftdurchbrüche auf. An mechanisch weniger belasteten
Stellen weist der Zylinderblock Kühlrippen auf, mit Rippen
zwischenräumen, durch die durch das Kurbelgehäuse strömende
Luft streicht. Durch diese Maßnahmen wird eine ausgezeich
nete Kühlung der Druckluft erreicht, was eine hohe
Fördermenge ermöglicht. Eine recht kompakte Bauweise des
Kühlsystems ergibt sich auch durch den im Kurbelgehäuse -
wie an sich allein bekannt - angeordneten, vom Motor
angetriebenen Lüfter. Längslaufende Kühlrippen sind auch
aus GB-PS 216 157 bekannt, jedoch nur unter einer
getrennten Luftführungshaube, durch welche vom Zylinderkopf
her von einem außenliegende Lüfterrad Luft geblasen wird,
welche auch außerhalb des Kompressors abströmt und nicht
durch das Kurbelgehäuse gelangt.
Der günstige Grundaufbau des Kompressors nach Anspruch 1
ermöglicht es in vorteilhafter Weiterbildung vorzusehen,
daß im Kurbelgehäuse eine Druckkammer enthalten ist, welche
im Bereich der Kante zwischen den beiden Aufsetzflächen
verläuft und zwei Gehäuseluftkanäle aufweist und bei zwei
aufgesetzten Zylinderblöcken diesen gemeinsam zugeordnet
ist. Dabei werden die konstruktion- und herstellungs
günstige Ausbildung weiterer Kanäle und das Konzept mit
Wahlmöglichkeit für einen oder zwei Zylinder in
synergetischer Weise genutzt. Es sind zwar bereits
Verdichter bekannt, die wahlweise mit einem oder mit
mehreren Zylindern betrieben werden können. Beim Betreiben
mehrerer Zylindern sind jedoch Verbindungsleitungen
zumindest auf der Druckluftseite erforderlich. Ein
erfindungsgemäßer ölfreier Verdichter kann dagegen auf
einfachste Weise wahlweise mit einem oder mit zwei
Zylindern betrieben werden. An einem Kurbelgehäuse werden
dann zwei identische Zylinderblöcke mit identischen
Zylinderköpfen verwendet. Beide stehen mit der als
Druckkammer dienenden Nutzluftkammer in der einen
Gehäusewand durch jeweils einen Gehäuseluftkanal in
Verbindung. Dadurch erübrigt es sich, besondere
Verbindungsleitungen anbringen zu müssen. Wird nur ein
Zylinder verwendet, so wird der eine Gehäuseluftkanal
verschlossen.
Es sind auch schon Verdichter bekannt, bei denen Luft durch
im Verdichtergehäuse integrierte Filter angesaugt wird. Die
mit porösem Werkstoff zum Filtern der Luft gefüllten Räume
stehen jedoch nicht in direkter Nachbarschaft zur
Verdichtungsbohrung. Bei der Lösung nach US-PS 3,894,855
steckt das kompakte Filter auch in einer Kopf-Bohrung,
jedoch unter einer Zuleitung od. dgl. In Weiterbildung der
Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Ansaugbohrung durch
den Zylinderkopf durchgehend und im Zylinderblock
ausgebildet ist und in sie ein Filter von der
Zylinderkopfseite her eingesetzt ist. Dies erlaubt ein
schnelles und einfaches Wechseln des Filters, was bei einem
eingefüllten porösen Filterwerkstoff nicht möglich ist und
bei Anordnung unter sonstigen Bauteilen nicht sehr gut zu
erreichen ist. Bei einem erfindungsgemäßen Verdichter kann
leicht stets sauber gereinigte Luft gefördert werden.
Ein besonders geräuscharmer Lauf von der Ansaugseite her
ergibt sich dann, wenn das Filter ein Papierfilter mit
einem äußeren, oben durch eine am Zylinderkopf anliegende
Dichtung abgeschlossenen Tragkorb ist.
Von Schubkolbenverdichtern von Kleinkältemaschinen her ist
es schon bekannt, an das Bauteil, das die Verdichtungsboh
rung enthält, eine Druckgasbohrung größeren Volumens
anzugießen. In dieser Druckgasbohrung wird das im Umlauf
geförderte und in der Verdichtungsbohrung pulsweise
verdichtete Kühlmittel beruhigt. Eine solche
Druckgasberuhigung ist auch bei ölfreien Verdichtern
erwünscht, da dies zu einem ruhigeren Verlauf des
Verdichters führt. Je größer das Volumen der Druckluft
bohrung ist, desto ruhiger wird der Lauf des Verdichters.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
die in der Kurbelgehäusewand eingeformte Druckkammer mit in
Richtung der Umlaufachse verlaufender Längsachse
ausgebildet ist, die eine Anschlußbohrung aufweist, und mit
einer im Zylinderblock eingeformten, mit der
Verdichtungsbohrung in Verbindung stehenden
Druckluftbohrung über einen Luftkanal in Verbindung steht,
der teilweise als Gehäuseluftkanal in der Kurbelgehäusewand
und teilweise als Blockluftkanal im Zylinderblock verläuft.
Die Vergrößerung des Druckvolumens durch das Zuschalten der
als Druckkammer bezeichneten Nutzluftkammer zur
Druckluftbohrung führt aber auch zu einem großen Anlauf
volumen, in das beim Anlaufen zunächst gegen Atmosphären
druck gefördert wird, wodurch auch ein Einphasen-Elektro
motor gut anlaufen kann, der zu schwach ist, um gegen den
Enddruck im Anlaufzustand zu fördern. Mit einem
erfindungsgemäßen Verdichter ist es aber auch möglich,
statt einer Vergrößerung der Druckluftbohrung durch
Zuschalten der Nutzluftkammer in der Kurbelgehäusewand eine
Vergrößerung der Ansaugbohrung herbeizuführen.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß
der Zylinderblock rechtwinklig zueinander stehende
Begrenzungsflächen mit vier parallel und symmetrisch zur
Zylinderblocklängsachse verlaufenden Kanten aufweist, daß
in einem der Kantenbereiche die Ansaugbohrung und in einem
zweiten Kantenbereich die Druckluftbohrung ausgebildet
sind, die mit der Druckkammer über den Luftkanal in
Verbindung steht, und daß in den zwei Kantenbereichen
jeweils eine Schraubenbohrung und Kühlluftdurchbrüche
verlaufen.
Die Erfindung sowie Weiterbildungen und Vorteile derselben
werden im Folgenden anhand von durch Figuren veranschau
lichten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung
eines ölfreien Verdichters mit einem Kurbel
gehäuse, in dem eine von einem Elektromotor
angetriebene Kurbel mit zwei Pleueln und
ein angetriebener Lüfter umläuft, mit zwei
identischen Zylinderblöcken, zwei identischen
Zungenventilplatten und zwei identischen Zy
linderköpfen;
Fig. 2 schematische Teilschnittdraufsicht auf ein Kur
belgehäuse mit zwei Zylindern mit Führung von
Ansaugluft, Druckluft und Kühlluft;
Fig. 3 eine schematische Teilschnittvorderansicht
eines Kurbelgehäuses mit zwei Zylindern, mit
Führung von Druckluft und Kühlluft;
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Zylinderblock;
Fig. 5 eine teilgeschnittene Seitenansicht eines Zy
linderblocks;
Fig. 6 eine Ansicht eines Zylinderkopfes von unten;
Fig. 7 ein Teilschnitt durch einen Zylinderkopf ent
lang der Linie 7-7 in Fig. 6;
Fig. 8 eine Aufsicht auf einen Zylinderkopf gemäß
Fig. 6.
In Fig. 1 ist ein ölfreier Verdichter 10 mit einem Kurbel
gehäuse 11, zwei Zylinderblöcken 12, zwei Zungenventil
platten 13 und zwei Zylinderköpfen 14 dargestellt. Das Kur
belgehäuse ist als ein in etwa quaderförmiges Aluminium
gußteil ausgeführt. Im Inneren des Kurbelgehäuses laufen
eine auf einer Motorwelle 15 befestigte Schwungscheibe 16
und ein Lüfterrad 17 um eine Umlaufachse 76 um. In einem ex
zentrisch zur Motorwelle 15 an der Schwungscheibe 16 befe
stigten Pleuellager 18 sind zwei Pleuel 19 drehbar gelagert.
An jedem Pleuel 19 ist ein als Kolben 20 ausgebildetes Ver
dichtungsglied mit einem Kolbenbolzen 21 schwenkbar befestigt.
Der Elektromotor 22 ist normalerweise an der Hinterseite des
Kurbelgehäuses 11 angeflanscht, was jedoch in der Explosions
figur 1 nicht dargestellt ist, da hier Elektromotor 22 mit
Motorwelle 15, Schwungscheibe 16 und Lüfterrad 17 außerhalb
des Kurbelgehäuses eingezeichnet sind.
Die rechte und die untere Seite des in etwa quaderförmigen
Kurbelgehäuses 11 sind geschlossen. Die Rückseite des Kur
belgehäuses 11 weist eine Motorwellendurchtrittsöffnung 23
auf, die jedoch durch den angeflanschten Motor 22 verschlos
sen ist. Die Vorderseite des Kurbelgehäuses ist durch einen
mit Kühllufteintrittsöffnungen 24 versehenen Gehäusedeckel 25
verschlossen. Der Gehäusedeckel ist mit in Deckelbefestigungs
gewinde 26 an der Kurbelgehäusevorderseite gedrehte Schrauben
mit dem Kurbelgehäuse 11 verbunden. Die beiden restlichen
Seiten des Kurbelgehäuses, also die obere und die linke
Seite, weisen Kolbendurchtrittsöffnungen 27 auf, durch die
untere Teile der Laufbuchsen 77 der Zylinderblöcke 12 in das Kur
belgehäuse ragen. Durch die Kolbendurchtrittsöffnungen 27 wird
auch vom Lüfter 17 durch die Kühllufteintrittsöffnungen 24
im Gehäusedeckel 25 gesaugte Kühlluft durchgeblasen.
Der Zylinderblock 12 weist Kühlluftausnehmungen und zwar
Kühlrippen 28.12 mit Rippenzwischenräumen 29.12 und Kühlluft
durchbrüche 30.12 auf. Kühlrippen 28.12 und Rippenzwischenräu
me 29.12 befinden sich in mechanisch wenig beanspruchten Stellen
des Zylinderblocks 12. Die Kühlluftdurchbrüche 30.12 befinden
sich an den Stellen, an denen auch Schraubenbohrungen 31.12 ver
laufen, durch die Schrauben 32, die in Schraubengewinde 33
im Kurbelgehäuse zur Befestigung des Zylinderblocks 12 ge
dreht sind, verlaufen. Der Zylinderblock 12 weist in einer
Ebene senkrecht zu seiner Zylinderblocklängsachse 34 in
etwa quadratischen Querschnitt auf. Es sind drei Schrauben
bohrungen 31 vorhanden, von denen zwei in benachbarten Ecken
des Quadrates liegen und sich die dritte in der Mitte der
Kante befindet, die der den beiden anderen Schraubenbohrun
gen gemeinsamen Kante gegenüber liegt. Diese Dreipunkt
befestigung gewährleistet eine einfache Herstellbarkeit
der Befestigungsmittel und ein sicheres und schnelles Be
festigen des Zylinderblocks auf dem Kurbelgehäuse 11. Diese
einfache Befestigungsart ist durch den einfachen Gesamtauf
bau des Verdichters ermöglicht, wie im weiteren erläutert
werden wird.
Der Verlauf von Kühlrippen 28.12, Rippenzwischenräumen 29.12,
Kühlluftdurchbrüchen 30.12 und Schraubenbohrungen 31.12 ist
auch aus der Aufsicht auf einen Zylinderblock 12 gemäß Fig. 4
ersichtlich. In der Aufsicht gemäß Fig. 2 auf einen Ver
dichter ist auf einem Teilumfang gestrichelt die Kolbendurch
trittsöffnungsberandung 35 einer Kolbendurchtrittsöffnung 27
im Kurbelgehäuse 11, sowie strichpunktiert die Kühlluftaus
nehmungsberandungen von Kühlluftausnehmungen 28, 29 und 30
dargestellt. Daraus ist ersichtlich, daß die Kolbendurch
trittsöffnung 27 so weit geöffnet ist, daß durch sie Kühlluft
in die Rippenzwischenräume 29 und die Kühlluftdurch
brüche 30 eintreten kann.
Wie aus den Fig. 1 und 6 bis 8 ersichtlich ist, sind auch
im Zylinderkopf 14 Kühlrippen 28.14, Rippenzwischenräume
29.14 und Kühlluftdurchbrüche 30.14 ausgebildet. Wie in
Fig. 3 angedeutet, wird also die Kühlluft 37 vom Lüfter 17
durch die Kolbendurchtrittsöffnungen 27 im Kurbelgehäuse 11
hindurch zunächst in die Rippenzwischenräume 29.12 und Kühl
luftdurchbrüche 30.12 im Zylinderblock 12 und danach durch
die Rippenzwischenräume 29.14 und Kühlluftdurchbrüche 30.14
im Zylinderkopf 14 geblasen. Dadurch wird eine ausgezeich
nete Kühlung des gesamten Aufbaues bei einfacher Herstell
barkeit erzielt. Die gute Kühlung ermöglicht eine hohe
Druckluftfördermenge und eine lange Lebensdauer des
Verdichters.
Im Folgenden wird der Verlauf des angesaugten Luftstromes 38
anhand im wesentlichen der Fig. 1 und 2 beschrieben. Im Zy
linderblock 12, der Zungenventilplatte 13 und im Zylinder
kopf 14 ist jeweils eine Ansaugbohrung 29.12 bzw. 29.13
bzw. 29.14 angebracht. Diese Ansaugbohrungen fluchten mit
einander, so daß durch sie ein Luftfilter 40 gesteckt wer
den kann. Das Luftfilter weist einen äußeren Tragkorb 41,
in dem sich eine Papierfiltertüte befindet, auf. Das Filter
ist nach oben durch eine Dichtung 42 abgeschlossen, die
dichtend an einem Dichtringsteg 43 der Ansaugbohrung 39.14 im
Zylinderkopf anliegt. Das Luftfilter 40 reicht beinahe bis
zum Boden der sackförmig im Zylinderblock 12 ausgeformten
Ansaugbohrung 39.12. Der Vorteil eines solchen in Zylinder
kopf 14 und Zylinderblock 12 integrierten Luftfilters 40
besteht darin, daß dieses keiner Beschädigungsgefahr mehr
ausgesetzt ist. Auch bei einem stark vibrierenden Verdich
ter sitzt das Luftfilter 40 immer sicher in der Ansaug
bohrung 39. Das Filter kann jederzeit leicht ausgewechselt
werden.
Die Ansaugbohrung 39 und damit auch das Luftfilter 40
verlaufen in Richtung der Zylinderblocklängsachse 34. In
der Dichtung 42 des Luftfilters 40 ist eine Ansaugöff
nung 44 vorhanden. Diese weist nach innen zu eine Ver
engung auf, die in Fig. 2 stufenförmig dargestellt ist, die
jedoch auch konisch ausgebildet sein kann. Durch diese Ver
engung wird eine Herabsetzung der Ansauggeräusche erzielt.
Durch die Ansaugöffnung 44 tritt der angesaugte Luft
strom 38 in das Luftfilter 40 ein, durchsetzt dieses und
gelangt dann von der Ansaugbohrung in einen im Zylinder
kopf 12 ausgebildeten Ansaugschlitz 45. Der angesaugte
Luftstrom gelangt durch ein Ansaugzungenventil 46 in eine
im Zylinderblock 12 entlang der Zylinderblocklängsachse 34
ausgesparte Verdichtungsbohrung 47. Die Luft wird durch den
in dieser Verdichtungsbohrung 47 nach unten gehenden, in
einer Zylinderlaufbuchse 77, z. B. aus Messing, geführten
Kolben 21 angesaugt.
Das Ansaugzungenventil 46 ist an der zweischichtigen Zun
genventilplatte 13 befestigt. Die Form der Zungenventil
platte 13 in der zur Zylinderblocklängsachse 34 senkrech
ten Ebene ist als Zungenventilplattenberandung 48 in Fig. 2
eingezeichnet. Die untere Plattenschicht 49 besteht aus
einer Stahlplatte, die obere Plattenschicht 50 aus einem
Dichtmaterial. Das Ansaugzungenventil 46 ist oben an der
oberen Plattenschicht 50 befestigt. Unterhalb des Ansaug
zungenventils 46 ist das Dichtmaterial der oberen Platten
schicht 50 ausgespart, so daß sich das Ansaugzungenventil 46
nach unten bis zur unteren Plattenschicht 49 bewegen kann.
Der Hub des Ansaugzungenventils entspricht also in etwa der
Höhe der oberen Plattenschicht. In der unteren Platten
schicht 49 befindet sich dicht beim Ansaugzungenventil 46
ein Frischluftloch 52, das mit der Verdichtungsbohrung 47
in Verbindung steht.
Im Zylinderkopf ist oberhalb des Ansaugzungenventils 46
von unten her sackförmig eine Ventilbohrung 53 eingeformt.
Unter "oben" wird in dieser Beschreibung jeweils die Seite
eines Teiles verstanden, die vom Kurbelgehäuse abgewandt
ist, unter "unten" eine solche, die dem Kurbelgehäuse 11 zu
gewandt ist. Die Ventilbohrung 53 steht mit dem ebenfalls
von unten eingeformten Ansaugschlitz 45 durch eine von oben
eingeformte Verbindungsbohrung 54 in Verbindung. Die Ver
bindungsbohrung 54 ist nach oben hin durch eine Verschluß
kappe 55, wie sie handelsüblich erhältlich ist, verschlos
sen. Beim nach unten Gehen des Kolbens 21 in der Verdich
tungsbohrung 47 wird also durch die Ansaugöffnung 44 im
Luftfilter 40 Luft angesaugt und gelangt durch den Ansaug
schlitz 45, die Verbindungsbohrung 54 und die Ventilboh
rung 53 über das nach unten gezogene Ansaugzungenventil 46
durch das Frischluftloch 52 in die Verdichtungsbohrung 47.
Dank dieser Konstruktion kann der Ventilkopf 14 äußerst
einfach als Gußteil hergestellt werden, das keinerlei wei
terer Bearbeitung unterworfen werden muß, in das lediglich
noch die Verschlußkappe 55 einzusetzen ist. Alle Schlitze
und Bohrungen verlaufen in Zylinderblocklängsachsenrich
tung, wodurch das Gußteil einfach entformt werden kann.
Auch die Wände des Druckluftschlitzes 56, dessen Funktion
noch beschrieben werden wird, verlaufen ebenso wie alle
Kühlluftausnehmungen in dieser Längsachsenrichtung.
Es wird nun der Verlauf des Druckluftstromes 57 beschrieben.
Auf der unteren Plattenschicht 49 der Zungenventilplatte 13
ist oben ein Druckluftzungenventil 58 befestigt, das eine
in dieser unteren Plattenschicht 49 ausgesparte Druckluft
ventilbohrung 59 verschließt. Über dem Druckluftzungenven
til 58 ist die obere Plattenschicht 50 ausgespart, so daß
das Druckluftzungenventil 58 nach oben bis an die Unter
seite des Zylinderkopfes 14 bewegt werden kann. Der Hub des
Druckluftzungenventils 58 entspricht also im wesentlichen
der Höhe 51 der oberen Plattenschicht. Die Druckluftzun
genventilaussparung 60 über dem Druckluftzungenventil 58
steht mit dem Druckluftschlitz 56 im Zylinderkopf 14 in
Verbindung. Dieser Schlitz 56 führt zu einem Druckluftloch 61
in der Zungenventilplatte 13, das in eine im Zylinderblock 12
von dessen oberer Zylinderkopffläche 78 her eingeformte Druck
luftbohrung 62 mündet. Der Druckluftstrom 57 gelangt also
über die Druckluftventilbohrung 59 durch das sich öffnende
Druckluftzungenventil 58 in die Druckluftzungenventilaus
sparung 60 und von dort über den Druckluftschlitz 56 im
Zylinderkopf durch das Druckluftloch 61 in der Zungenven
tilplatte 13 in die Druckluftbohrung 62 im Zylinderblock 12.
Von dort kann die Druckluft entnommen werden.
Die Verwendung einer sacklochförmig und großvolumig ausge
bildeten Druckluftbohrung 62 hat verschiedene Vorteile ge
genüber solchen Verdichtern, bei denen die Druckluft sofort
nach dem Austritt aus der Druckluftzungenventilaussparung
entnommen wird. Die Druckluftbohrung 62 wirkt nämlich zum
einen als Luftberuhigungsvolumen für die pulsierende Luft
und trägt damit zur Geräuschverminderung bei, und zum an
deren dient die Druckluftbohrung als Anlaufvolumen. Ein
solches Anlaufvolumen ist bei Motoren erforderlich, die
nicht aus dem Stillstand heraus gegen einen hohen Druck an
laufen können. Es kann dann in einem solchen Fall zunächst
die Luft in der großvolumigen Druckluftbohrung von Atmos
phärendruck auf den Arbeitsdruck komprimiert werden. Da
durch kann der Motor leicht anlaufen. Wenn der Arbeitsdruck
erzielt ist, öffnet ein Rückschlagventil den Weg von der
Druckluftbohrung 62 in einen Drucklufttank.
Der bisher beschriebene Gesamtaufbau eines Verdichters er
möglicht auf einfach Art und Weise eine weitere Volumen
vergrößerung eines Anlaufvolumens bzw. einer Luftberuhi
gungskammer. In der dargestellten Ausführungsform ist dazu
im Kurbelgehäuse in der Kante zwischen den beiden Flächen
mit den Kolbendurchtrittsöffnungen 27 eine Druckkammer 63
ausgespart. Diese Druckkammer 63 steht mit der Druckluft
bohrung 62 über einen im Kurbelgehäuse 11 ausgesparten
Gehäuseluftkanal 64 und einen im Zylinderblock 12 ausge
sparten Blockluftkanal 65 in Verbindung. Der Druckkammer 63
kann die Druckluft durch eine Anschlußbohrung 66 entnommen
werden. In diese Anschlußbohrung 66 wird ein Rückschlagventil
eingeschraubt, das jedoch in den Fig. nicht näher darge
stellt ist.
Die Druckkammer 63 verläuft als Sackbohrung in Kantenrich
tung im Kurbelgehäuse 11. Sie ist durch einen eingeschraub
ten Verschlußdeckel 67 verschlossen und durch einen O-Ring
abgedichtet. Der Gehäuseluftkanal 64 öffnet auf die Aufsetz
fläche 68 hin, auf die der Zylinderblock 12 aufgesetzt wird.
Die Gehäuseluftkanalöffnung ist von einer Nut 70 umgeben,
in die ein O-Ring 71 eingelegt wird. Der Zylinderblock 12
wird mit seiner unteren ebenen Kurbelgehäusefläche 72 auf
die Aufsetzfläche 68 so aufgesetzt, daß seine Blockluft
kanalöffnung 73 mit der Gehäuseluftkanalöffnung 69 fluchtet.
Dadurch ist eine gut dichtende, kleinflächige Verbindung
zwischen Druckluftbohrung 62 im Zylinderblock 12 und Druck
kammer 63 im Kurbelgehäuse 11 hergestellt.
Wird, wie in Fig. 1 dargestellt, nicht nur oben auf das Kur
belgehäuse ein Zylinderblock 12, sondern auch links davon
ein identischer Zylinderblock 12 angesetzt, so weist die
Druckkammer 63 zwei Gehäuseluftkanäle 64, jedoch nach wie
vor nur eine Anschlußbohrung 66 auf. Ein Kurbelgehäuse 11
mit einer solchen Druckkammer 63 ist sehr einfach als Guß
teil herstellbar, zumal wenn, wie dargestellt, die Kolben
durchtrittsöffnungen 27 nach vorne hin geöffnet sind, so
daß das Kurbelgehäuse leicht entformt werden kann. In die
Öffnung der sackförmigen Druckkammer 63 ist nach dem
Gießen noch ein Gewinde zum Einschrauben des Verschluß
deckels 67 einzuschneiden, an den Gehäuseluftkanalöff
nungen 69 sind die Nuten 70 zum Einlegen der O-Ringe 71
einzufräsen und an den Schraubengewinden 33 sind ebene
Flächen zum sicheren Aufsetzen der ebenen Kurbelgehäuse
fläche 72 anzufräsen. Eine besondere Herstellung von Druck
luftverbindungsleitungen entfällt, da die Druckkammer 63
zugleich Druckluftverbindungsleitung im Fall der Verwendung
von zwei Zylinderblöcken ist. Wird nur ein Zylinderblock 12
verwendet, so wird der nicht benötigte zweite Gehäuseluft
kanal 64 verschlossen.
Aber auch der Zylinderblock 12 ist bei der vorgeschlagenen
Anordnung von luftdurchströmten Nutzluft- und Kühlluftaus
nehmungen in Richtung der Zylinderblocklängsachse 34 ein
fach als Gußteil herstellbar. Es muß lediglich die Umge
bung der Blockluftkanalöffnung 73 eben gefräst werden, so
daß der O-Ring 71 zwischen Gehäuseluftkanalöffnung 69 und
Blockluftkanalöffnung 73 sauber abdichtet. Um Druckluft
bohrungsöffnung 74 und Verdichtungsbohrungsöffnung 75 sind
umlaufende Nuten 70 einzufräsen, in die O-Ringe 71 einge
legt werden. Diese dichten gegen die untere Platten
schicht 49 aus Stahl der Zungenventilplatte 13 ab. Die ein
fache Herstellbarkeit des Zylinderkopfs 14, der nach dem
Gießen keinerlei Bearbeitung außer des Einsetzens der Ver
schlußkappe 55 bedarf, wurde bereits beschrieben.
Insgesamt ist also festzustellen, daß mit der vorgeschla
genen Verdichteranordnung ein Verdichter geschaffen ist,
der auf einfachste Art und Weise aus gießbaren Aluminium
teilen herstellbar ist, die kaum noch einer weiteren Bear
beitung bedürfen. Durch die besondere Führung des Druck
luftstromes 57 treten kaum Dichtprobleme auf, so daß es
genügt, eine Befestigung mit drei Schrauben 32 von Zy
linderblock 12, Zungenventilplatte 13 und Zylinderkopf 14
auf dem Kurbelgehäuse 11 vorzusehen. Die Integration des
Luftfilters 40 in Zylinderblock 12 und Zylinderkopf 14,
sowie die Integration eines Anlauf- und Luftberuhigungs
volumens in Zylinderblock 12 und Kurbelgehäuse 11 erlau
ben einen besonders störungssicheren und geräuscharmen
Lauf des Verdichters. Durch die Führung der Kühlluftaus
nehmungen in Richtung der Zylinderblocklängsachse wird eine
besonders wirksame Kühlung und damit eine hohe Druckluft
leistung und Lebensdauer erzielt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel wurde von einem in
etwa quaderförmigen Kurbelgehäuse 11 ausgegangen, bei dem
die beiden Aufsetzflächen 68, auf die die Zylinderblöcke 12
aufgesetzt werden, rechtwinklig zueinander stehen. Eine
solche Anordnung gewährleistet in der Regel ein besonders
wirksames Ausschalten von Unwuchten im Kurbeltrieb zum An
trieb der beiden Kolben 21. Häufig wird bei solchen An
trieben jedoch auch ein Winkel von 120° zwischen den bei
den Flächen gewählt, auf die zwei Zylinderköpfe 12 aufge
setzt werden. Bei anderen auf- und abbewegten Verdichtungs
gliedern können auch andere Winkel zwischen den Aufsetz
flächen von größerem Vorteil sein.
Die angegebene Ausführungsform zeichnet sich im Betrieb
mit zwei Zylinderblöcken dadurch aus, daß die Druckkammer 63
beiden Druckluftbohrungen 62 gemeinsam ist, so daß Druck
luftleitungen entfallen und die Druckluft von beiden Zy
lindern an einer einzigen Anschlußbohrung 66 entnommen wer
den kann. Durch diese Maßnahme ergibt sich ein besonders
großes Anlauf- und Luftberuhigungsvolumen für die verdich
tete Luft. Wein jedoch z. B. ein großes Ansaugvolumen zum
Herabsetzen von Ansauggeräuschen erwünscht ist, so kann auf
einfache Art und Weise auch eine solche Anordnung erzielt
werden, bei der die Ansaugbohrungen 39.12 in zwei Zylinder
blöcken 12 nach oben verschlossen sind und mit einer gemein
samen Kammer im Kantenbereich eines Kurbelgehäuses 11 in Ver
bindung stehen. Dann ist jedoch für jeden Zylinderkopf 14 ein
gesonderter Druckluftabgriff erforderlich.
Statt der beschriebenen Zungenventilplatte kann auch eine
andere Ventilanordnung zwischen Zylinderblock 12 und Zy
linderkopf 14 verwendet werden. Wesentlich für die Erfin
dung ist, daß luftdurchströmte Nutzluft- und Kühlluftaus
nehmungen in Richtung der Zylinderblocklängsachse verlau
fen, wodurch sich eine besonders effektive Kühlung ermög
lichen läßt und ein einfacher, leicht herstellbarer Aufbau
erzielbar ist, der, auch mit entsprechenden Weiterbildungen,
zu einer Vielzahl von Vorteilen führt.
Je nach zu förderndem Druckluftvolumen kann ein beschrie
bener ölfreier Verdichter in unterschiedlichsten Größen
gebaut sein. Ein Verdichter mit einem Hub des Kolbens 20
von 40 mm in einer Zylinderlaufbuchse 77 von 47 mm Durch
messer fördert bei einem Druck von 7 bar bei etwa 1400 Um
drehungen pro Minute in der Ausführung mit zwei Zylindern
etwa 100 l pro Minute. Die Fig. 4 bis 8 sind maßstabsge
treue Abbildungen des Zylinderblocks 12 eines solchen Ver
dichters. Das sich aus einer Druckluftbohrung 62 und der
Druckkammer 63 zusammensetzende Anlauf- und Beruhigungs
volumen beträgt etwa 130 ccm.
Bezugszeichenliste
10 Ölfreier Verdichter
11 Kurbelgehäuse
12 Zylinderblock
13 Zungenventilplatte
14 Zylinderkopf
15 Motorwelle
16 Schwungscheibe
17 Lüfterrad
18 Pleuellager
19 Pleuel
20 Kolben
21 Kolbenbolzen
22 Motor
23 Motorwellendurchtrittsöffnung
24 Kühllufteintrittsöffnung
25 Gehäusedeckel
26 Deckelbefestigungsgewinde
27 Kolbendurchtrittsöffnungen
28.12 Kühlrippe in 12
28.14 Kühlrippe in 14
29.12 Rippenzwischenräume in 12
29.14 Rippenzwischenräume in 14
30.12 Kühlluftdurchbruch in 12
30.14 Kühlluftdurchbruch in 14
31.12 Schraubenbohrungen in 12
31.14 Schraubenbohrungen in 14
32 Schrauben
33 Schraubengewinde
34 Zylinderblocklängsachse
35 Kolbendurchtrittsöffnungsberandung
36 Kühlluftausnehmungsberandung
37 Kühlluft
38 angesaugter Luftstrom
39.12 Ansaugbohrung in 12
39.13 Ansaugbohrung in 13
39.14 Ansaugbohrung in 14
40 Luftfilter
41 Tragkorb
42 Dichtung
43 Dichtringsteg
44 Ansaugöffnung
45 Ansaugschlitz
46 Ansaugzungenventil
47 Verdichtungsbohrung
48 Zungenventilplattenberandung
49 untere Plattenschicht von 13
50 obere Plattenschicht von 13
51 Höhe von 50
52 Frischluftloch
53 Ventilbohrung
54 Verbindungsbohrung
55 Verschlußkappe
56 Druckluftschlitz
57 Druckluftstrom
58 Druckluftzungenventil
59 Druckluftventilbohrung
60 Druckluftzungenventilaussparung
61 Druckluftloch
62 Druckluftbohrung
63 Druckkammer
64 Gehäuseluftkanal
65 Blockluftkanal
66 Anschlußbohrung
67 Verschlußdeckel
68 Aufsetzfläche
69 Gehäuseluftkanalöffnung
70 Nut
71 O-Ring
72 Kurbelgehäusefläche
73 Blockluftkanalöffnung
74 Druckluftbohrungsöffnung
75 Verdichtungsbohrungsöffnung
76 Umlaufachse
77 Zylinderlaufbuchse
78 Zylinderkopffläche
11 Kurbelgehäuse
12 Zylinderblock
13 Zungenventilplatte
14 Zylinderkopf
15 Motorwelle
16 Schwungscheibe
17 Lüfterrad
18 Pleuellager
19 Pleuel
20 Kolben
21 Kolbenbolzen
22 Motor
23 Motorwellendurchtrittsöffnung
24 Kühllufteintrittsöffnung
25 Gehäusedeckel
26 Deckelbefestigungsgewinde
27 Kolbendurchtrittsöffnungen
28.12 Kühlrippe in 12
28.14 Kühlrippe in 14
29.12 Rippenzwischenräume in 12
29.14 Rippenzwischenräume in 14
30.12 Kühlluftdurchbruch in 12
30.14 Kühlluftdurchbruch in 14
31.12 Schraubenbohrungen in 12
31.14 Schraubenbohrungen in 14
32 Schrauben
33 Schraubengewinde
34 Zylinderblocklängsachse
35 Kolbendurchtrittsöffnungsberandung
36 Kühlluftausnehmungsberandung
37 Kühlluft
38 angesaugter Luftstrom
39.12 Ansaugbohrung in 12
39.13 Ansaugbohrung in 13
39.14 Ansaugbohrung in 14
40 Luftfilter
41 Tragkorb
42 Dichtung
43 Dichtringsteg
44 Ansaugöffnung
45 Ansaugschlitz
46 Ansaugzungenventil
47 Verdichtungsbohrung
48 Zungenventilplattenberandung
49 untere Plattenschicht von 13
50 obere Plattenschicht von 13
51 Höhe von 50
52 Frischluftloch
53 Ventilbohrung
54 Verbindungsbohrung
55 Verschlußkappe
56 Druckluftschlitz
57 Druckluftstrom
58 Druckluftzungenventil
59 Druckluftventilbohrung
60 Druckluftzungenventilaussparung
61 Druckluftloch
62 Druckluftbohrung
63 Druckkammer
64 Gehäuseluftkanal
65 Blockluftkanal
66 Anschlußbohrung
67 Verschlußdeckel
68 Aufsetzfläche
69 Gehäuseluftkanalöffnung
70 Nut
71 O-Ring
72 Kurbelgehäusefläche
73 Blockluftkanalöffnung
74 Druckluftbohrungsöffnung
75 Verdichtungsbohrungsöffnung
76 Umlaufachse
77 Zylinderlaufbuchse
78 Zylinderkopffläche
Claims (6)
1. Ölfreier Verdichter
mit folgenden Merkmalen:
- - ein Kurbelgehäuse;
- - mindestens ein auf dieses aufgesetzter Zylinderblock mit einem diesen nach oben abschließenden Zylinderkopf;
- - eine von einer Motorwelle angetriebene, im Kurbelgehäuse um eine Umlaufachse umlaufende Kurbel;
- - eine normal zur Umlaufachse verlaufende Verdichtungsbohrung (47) in jedem Zylinderblock;
- - ein von der Kurbel angetriebener, in der Verdichtungsbohrung hin- und her bewegter Kolben (20);
- - im Kurbelgehäuse (11) läuft ein von der Motorwelle (15) angetriebener Lüfter (17) um;
- - das Kurbelgehäuse (11) weist Kühllufteintritts öffnungen (24) auf und ist kühlluftdurchströmt;
- - am Zylinderblock eine untere, ebene Kurbelgehäusefläche und eine obere, ebene Zylinderkopffläche;
- - Ansaug- und Auslaßöffnungen, die über Ventile mit der Verdichtungsbohrung in Verbindung stehen;
- - Kühlluftausnehmungen mindestens am Zylinderblock;
- - der Zylinderblock enthält zwei in ihn eingeformte, großvolumige Nutzluftausnehmungen (39, 62) und in ihn eingeformte, z. Teil geschlossene, zur Kurbelgehäusefläche (72) offene, durch Kühlrippen gebildete Kühlluftausnehmungen (29, 30), die alle in Richtung der Zylinderblocklängsachse (34) verlaufen;
- - die Kühlluft strömt vom Kurbelgehäuse (11) direkt durch den Zylinderblock (12) zum Zylinderkopf (14),
- - das Kurbelgehäuse (11) weist zwei, einen Winkel miteinander einschließende Aufsetzflächen (68) zum bedarfsweisen Aufsetzen von zwei gleichen Zylinderblöcken (12) auf.
2. Verdichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Kurbelgehäuse (11) eine Druckkammer (63)
enthalten ist, welche im Bereich der Kante zwischen
den beiden Aufsetzflächen (68) verläuft und zwei
Gehäuseluftkanäle (64) aufweist und bei zwei
aufgesetzten Zylinderblöcken (12) diesen gemeinsam
zugeordnet ist.
3. Verdichter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansaugbohrung (39) durch den Zylinderkopf (14)
durchgehend und im Zylinderblock (12) ausgebildet ist
und in sie ein Filter (40) von der Zylinderkopfseite
her eingesetzt ist.
4. Verdichter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Filter (40) ein Papierfilter mit einem
äußeren, oben durch eine am Zylinderkopf (14)
anliegende Dichtung (42) abgeschlossenen Tragkorb (41)
ist.
5. Verdichter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Kurbelgehäusewand eingeformte
Druckkammer (63) mit in Richtung der Umlaufachse (76)
verlaufender Längsachse ausgebildet ist, die eine
Anschlußbohrung (66) aufweist, und mit einer im
Zylinderblock (12) eingeformten, mit der
Verdichtungsbohrung (47) in Verbindung stehenden
Druckluftbohrung (62) über einen Luftkanal in
Verbindung steht, der teilweise als Gehäuseluft
kanal (64) in der Kurbelgehäusewand und teilweise als
Blockluftkanal (65) im Zylinderblock (12) verläuft.
6. Verdichter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinderblock (12) rechtwinklig zueinander
stehende Begrenzungsflächen mit vier parallel und
symmetrisch zur Zylinderblocklängsachse (34)
verlaufenden Kanten aufweist, daß in einem der
Kantenbereiche die Ansaugbohrung (39.12) und in einem
zweiten Kantenbereich die Druckluftbohrung (62)
ausgebildet sind, die mit der Druckkammer (63) über
den Luftkanal (64, 65) in Verbindung steht, und daß in
den zwei Kantenbereichen jeweils eine Schraubenbohrung
(31.12) und Kühlluftdurchbrüche (30) verlaufen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3032518A DE3032518C2 (de) | 1980-08-29 | 1980-08-29 | Ölfreier Verdichter |
| JP1981127771U JPS6237979Y2 (de) | 1980-08-29 | 1981-08-28 | |
| US06/555,436 US4529365A (en) | 1980-08-29 | 1983-11-25 | Compressor with longitudinally extending cooling fins |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3032518A DE3032518C2 (de) | 1980-08-29 | 1980-08-29 | Ölfreier Verdichter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3032518A1 DE3032518A1 (de) | 1982-05-13 |
| DE3032518C2 true DE3032518C2 (de) | 1993-12-23 |
Family
ID=6110641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3032518A Expired - Fee Related DE3032518C2 (de) | 1980-08-29 | 1980-08-29 | Ölfreier Verdichter |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4529365A (de) |
| JP (1) | JPS6237979Y2 (de) |
| DE (1) | DE3032518C2 (de) |
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