DE3032058C2 - Mehrstufige Pumpen-Turbine - Google Patents
Mehrstufige Pumpen-TurbineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine mit einer Drehzahl arbeitende reversierbare mehrstufige Pumpen-Turbine mit
einer Höchstdruckstufe und mindestens einer weiteren Stufe niedrigeren Druckes, bei der die einzelnen Stufen
über einen Rücklauf in Reihe hintereinander geschaltet sind, wobei rings um das Laufrad der Höchstdruckstufe
einstellbare Leitschaufeln zum regulierenden Einstellen der Öffnung und rings um den Laufradumfang der
weiteren Druckstufen feststehende Leitschaufeln mit einer bestimmten Öffnung angeordnet Ui'id die den Stuen
zugeordneten Laufräder durch eine Welle ineinander eine solche Pumpen-Turbine, die in der Lage ist,
mit einer vorgegebenen Drehzahl mit einer hohen Leistung bzw. einem hohen Wirkungsgrad zu arbeiten.
Seit kurzem sind Pumpspeicher-Kraftwerke dort errichtet worden, wo ein hoher Wasserdruck zur Verfugung
steht. Man hat hierfür Mehrstufen-Pumpen-Turbinen entwickelt, weil bei Einstufen-Pumpen-Turbinen
die Konstruktionsgrenzen erreicht sind.
Bekanntlich ist, je nach dem ob die Pumpen-Turbine als Turbine oder als Pumpe arbeitet, der maximale
Hydraulikwirkungsgrad bzw. die maximale Hydraulikleistung sehr unterschiedlich. Darüber hinaus ist dann,
wenn die Pumpen-Turbine in den beiden Betriebsarten mit der gleichen Drehzahl arbeiten soll, erforderlich,
daß der maximale hydraulische Wirkungsgrad für beide Betriebsarten gleich groß sein soll.
Bei einer mehrstufigen Pumpen-Turbine, insbesondere bei einer Pumpen-Turbine mit mehr als drei Stufen,
ist es wegen Konstruktionsbeschränkungen und Betriebsbeschränkungen schwierig, rings um den
Umfang eines jeden Laufrades die für das Regulieren der Schaufelöffnung bestimmten Leitschaufeln anzuordnen.
Nun ist es bereits bekannt, die einstellbaren Leitschaufeln nur rings um den Umfang des Laufrades der
Hochdruckstufe anzubringen und feste Leitschaufeln
rings um die Laufräder der übrigen Stufen, um dadurch den Bau und die Konstruktion von mehrstufigen Pum-
qekoppelt sind. Die Erfindung betrifft insbesondere
4Ϊ pen-Turbinen zu vereinfachen. Weil aber die Strömungsbedingungen
in den übrigen Stufen nicht im Ansprechen auf die Strömungsmenge des der Pumpen-Turbine
zugeführten Wassers gesteuert und geregelt werden können, ist der hydraulische Wirkungsgrad 'bzw.
die hydraulische Leistung solcher Pumpen-Turbinen, die nur in der Höchstdrucksiufe mit einstellbaren Leitschaufeln
ausgerüstet sind, relativ gering, wenn man sie mit Pumpen-Turbinen vergleicht, welche in allen Stufen
bewegliche Leitschaufeln aufweisen.
Es wurde schon die Möglichkeit erörtert, durch Anpassung des Laufraddurchmessers starke Förderhöhenschwankungen
auszugleichen (Sonderdruck aus der Technischen Rundschau Sulzer Nr. 2/1959, insbes. S. 6,
rechte Spalte, Abs. 3). Zu konkreten Ergebnissen haben diese Erörterungen jedoch nicht geführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den hydraulischen Wirkungsgrad bzw. die hydraulische
Gesamtleistung einer Pumpen-Turbine der eingangs genannten Gattung zu verbessern.
Die Erfindung löst die ihr gestellte Aufgabe dadurch, daß das Laufrad der weiteren Stufe einen Durchmesser
aufweist, der im Bereich von 0,86 bis 0,96 des Laufraddurchmessers der Höchstdruckstufe liegt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, daß außer der Höchstdruckstufe mehr als zwei weitere Stufen vorgesehen
werden, und die Größe der Laufräder der weiteren Stufen so ausgelegt ist, daß sie von der Höchstdruckstufe
bis zur Stufe des geringsten Druckes immer kleiner wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Die Zeichnung zeigt in
F i g. 1 einen Querschnitt durch eine zweistufige Pumpen-Turbine,
Fig. 2 ein Kennliniendiagramm mit Darstellung des Verhältnisses des Wirkungsgrades, das zwischen der
Betriebsart einer Pumpen-Turbine einmal als Pumpe und zum anderen als Turbine gegeben ist,
Fig. 3 ein Kennliniendiagramm, das die hydraulischen Bedingungen in jeder Stufe einer konventionellen
mehrstufigen Pumpen-Turbine verdeutlicht,
Fig. 4 ein Kennliniendiagramm mit Darstellung der hydraulischen Bedingungen in jeder Stufe der mehrstufigen
erfindungsgemäßen Pumpen-Turbine, wenn diese als Turbine betrieben wird und
Fig. 5 ein Kennliniendiagramm mit Darstellung der Hydraulikbedingungen in jeder Stufe der mehrstufigen
erfindungsgemäßen Pumpen-Turbinen, wenn diese als Pumpe betrieben wird.
Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, handelt es sich bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel um eine zweistufige
Pumpen-Turbine der Francis-Type. Zu dieser Pumpen-Turbine gehören ein Laufrad 2 einer Hochdruckstufe
und ein Laufrad einer Niederdruckstufe, die beide im Axialabstand hintereinander auf einer Hauptwelle
1 angeordnet sind.
Das zur Hochdruckstufe gehörende Laufrad 2 ist zwischen einer oberen Abdeckung 4 und einer unteren
Abdeckung 5 angeordnet, wohingegen das zur Niederdruckstufe gehörende Laufrad 3 sich zwischen einer
oberen Abdeckung 6 und einer unteren Abdeckung 7 druckstufe und eine Laufradkammer 9 für die Niederdruckstufe
vorhanden. Die beiden Kammern 8 und 9 druckstufe vorhanden. Die beiden Kammern 8 und 9
stehen über einen Rücklaufkanal 10 miteinander in Verbindung. An der Peripherie der Laufradkammer 8 der
Hochdruckstufe ist eine Spiralgehäuse limit einer Spi-
ralkammer 12 derart angeordnet, daß die Laufradkammer
8 und die Spiralkammer 12 in Verbindung stehen. An den Eingang der Spiralkammer 12 ist eine Rohrleitung
i4 über ein Ventil 13 angeschlossen.
Am Umfang des zur Hochdruckstufe gehörenden Laufrades 2 sind die einstellbaren Leitschaufeln 15
angeordnet, wobei die Öffnung einerjeden Schaufel von einem (nicht dargestellten) Regelkreis gesteuert und
geregelt werden kann, wodurch die Pumpenturbine unter normalen Betriebsbedingungen betrieben werden
kann. Am Umfang des zur Niederdruckstufe gehörenden Laufrades 3 sind die fest angeordneten Leitschaufeln
16 montiert, wobei eine jede Schaufel eine vorgegebene Öffnung hat.
Wenngleich die Erfindung am Beispiel einer zweistufigen Pumpenturbine erläutert und beschrieben wird,
so ist selbstverständlich, daß bei einer Pumpen-Turbine mit mehr als drei Stufen die einstellbaren Leitschaufeln
auf dem Umfang der höchsten Druckstufe angeordnet und montiert sind und die festen Leitschaufeln auf dem
Umfang einerjeden der übrigen Stufen.
Wenn die beschriebene zweistufige Pumpen-Turbine als Turbine arbeitet und wenn das Ventil 13 geöffnet ist,
dann fließt das Wasser von der Rohrleitung 14 aus in die Spiralkammer 12 des Spiralgehäuses 11 und von dort in
das Strömungsrohr 17, das über die einstellbaren Leitschaufeln 15 und das Laufrad 2 der Hochdruckstufe
sowie über den Rücklaufkanal 10 und die festen Leitschaufeln 16 sowie über das Laufrad 3 der Niederdruckstufe
mit einem Ablaufkanal verbunden ist.
Das hat zur Folge, daß die Pumpen-Turbine angetrieben
wird und dabei mit einem (nicht dargestellten) und mit der Hauptwelle 1 gekoppelten Generator Strom
erzeugt.
Wird demgegenüber die Pumpen-Turbine mit der gleichen Drehzahl, mit der sie als Turbine arbeitet, als
Pumpe betrieben, dann ist die Drehrichtung der Welle 1 umgekehrt. Nach dem Schließen des Ventiles 13 und
nach dem Schließen der einstellbaren Leitschaufeln 15 wird das Wasser aus der Turbine abgesaugt und zwar mit
einer (nicht dargestellten) Vorrichtung, bis der Wasserspiegel bis zum Strömungsrohr 27 abgesenkt ist.
Sodann wird die Maschine vom (nicht dargestellten) Motor bis zur Erreichung der Maschinen-Nenndrehzahl
hochgefahren, woraufhin das Ventil 13 und die einstellbaren Leitschaufeln 15 geöffnet werden, was wiederum
zur Folge hat, daß in diesem Falle das Wasser vom Laufrad aus dem Strömungsrohr 17 in die Rohrleitung 14
gepumpt wird und dabei in umgekehrter Richtung wie beim Turbinenbetrieb fließt.
Nun ist der hydraulische Gesamtwirkungsgrad oder die hydraulische Gesamtleistung einer reversierbaren
mehrstufigen Pumpen-Turbine, bei der jeweils zwei Stufen über den Rücklaufkanal hintereinandetgeschaltet
verbunden sind, durch die Integration der hydraulischen Charakteristik jeder Stufe gegeben.
Soll nun das Problem des Hydraulikverhaltens von mit einer Drehzahl arbeitenden reversierbaren mehrstufigen
Pumpen-Turbine untersucht werden, dann ist es zunächst notwendig, daß das Problem des Hydraulikverhaltens
von einstufigen reversierbaren Pumpen-Turbinen erklärt wird.
Bei mit nur einer Drehzahl arbeitenden reversierbaren einstufigen Pumpen-Turbine gelten im allgemeinen
die nachstehend angeführten Annahmen:
Hn
Wirkungsgrad der Turbine
Pumpengesamtdruck
Wirkungsgrad der Pumpe.
Pumpengesamtdruck
Wirkungsgrad der Pumpe.
Die Wirkungsgrad-Kennlinien für jeden Öffnungszustand der einstellbaren Führungsschaufeln zur Einheitsdrehzahl
NAiHt und NAfHp, die sich sowohl auf
den Turbinenbetrieb als auch auf den Pumpentrieb beziehen, sind in Fig. 2 dargestellt. Aus Fig. 2 ist zu
erkennen, daß die Einheitsdrehzahlen NA/H,a und
NZ/Epo an den Punkten der größten hydraulischen Leistung
oder des größten hydraulischen Wirkungsgrades der Turbine und der Pumpe nicht übereinstimmen.
Die Drehzahl N//H^oist immer größer als die Drehzahl
Dies ist genau das Problem des Hydraulikverhaltens, welches bei Pumpen-Turbinen der reversierbaren Ausführung
unvermeidlich ist Wenn auch Anstrengungen unternommen worden sinu, die Differenz zu verringern,
so hat diese Differenz doch im allgemeinen die nachstehend angeführte Größe:
= 1,04 bis 1,16
Weil It. Darstellung in Fig. 2 und nach Gleichung (1)
beim Turbinenbetrieb ein ganz anderer maximaler Wir-)ii
kungsgrad gegeben ist als beim Pumpenbetrieb, ist der hydraulischen Wirkungsgrad oder die hydraulische Leistung
besonders niedrig, wenn die Pumpen-Turbine mit dem für die Turbine bestimmten maximalen Wirkungsgrad
und der diesem Wirkungsgrad entsprechenden ji Drehzahl als Pumpe betrieben und gefahren wird.
Aus diesem Grund werden die Betriebsbedindungen für die Pumpe so festgelegt, daß bei einer für den Pumpspeicherwerkbetrieb
entsprechenden normalen Wasserhöhe die Pumpe mit dem maximalen hydraulischen 4(i Wirkungsgrad arbeitet.
Weil nun nach F i g. 2 und nach Gleichung (1) die Turbine auf ein bestimmtes Hydraulikverhalten beschränkt
ist, muß in diesem Falle das reguläre oder normale Betriebsverhalten der Pumpen-Turbine so gewählt wer-4=
den, daß es der hohen Einheitsdrehzahl entspricht, nicht aber dem Punkt des maximalen Wirkungsgrades.
Anders ausgedrückt: Das Betriebsverhalten muß derart ausgelegt und gewählt werden, daß es in einem Bereich
liegt, in dem der hydraulische Wirkungsgrad kleiner ist •ίο als der maximale Wirkungsgrad und in dem 3s der Niederdruckseite
des Wassers zugeordnet ist.
Das aber bedeutet, daß dann, wenn das Hydraulikverhalten der Pumpen-Turbine untersucht und erforscht
werden soll, der Drehzahl NAfH^ und NAiRT eine
wichtige Bedeutung zukommt.
Angenommen, N (U/min) sei bei dem maximalen Wirkungsgrad die Umdrehungsgeschwindigkeit des
Laufrades, D (m) sei der Außendurchmesser der Laufradschaufel, u (m/s) sei die äußere Umfangsgeschwin-M)
digkeit der Laufradschaufel, Φ sei der Koeffizient der Umdrehungsgeschwindigkeit der Laufradschaufel, H1,
(m) sei die Gesamtforderhöhe der Pumpe und g (m/s2)
sei die Erdbeschleunigung.
Es ergeben sich dann die nachstehend angeführten bi Gleichungen (2) und (3) Tür das Hydraulikverhalten:
N (U/min) = Drehzahl der Turbine
Hi (m) = Wasserdruckhöhe der Turbine
= η DNJbO =
Φ = (ττ/60 V2g~) ■ (ΝΛ/fQ ■ D
= (\lV2f) ■ iu/V%0) (3)
Wenn nun die Pumpen-Turbine derart ausgelegt ist, daß der Koeffizient Φ der Umfangsgeschwindigkeit der
Laufradschaufel - dieser steht für die Umfangsgeschwindigkeit der Laufradschaufel je Einheit Wasserdruck
(Pumpengesamtdruck) - einen gleichen Wert hat, dann ergibt sich It. Darstellung der aus Gleichung
(3) abgeleiteten Gleichung (4) ein Zusammenhang, der darin besteht, daß die Einheitsdrehzahl N/
dann
dem Außendurchmesser umgekehrt proportional ist, wenn der Laufradschaufel-Außendurchmesser D konstant
ist.
D = konstant
(4)
Bei einer Pumpen-Turbine bei der da^ Laufrad durch
einen kleinen Außendurchmesser der Laufradschaufel D gebildet ist, liegt das Verhältnis von Einheitsdrehzahl
eines jeden maximalen hydraulischen Wirkungsgrades von Pumpe und Turbine im Bereich der Gleichung (1).
Das aber bedeutet wiederum, daß die Einheitsdrehzahl beim Pumpenbetrieb und bei Turbinenbetrieb
relativ viel größer sein kann.
Auf der Grundlage des zuvor gegebenen Resultats, das aus dem Grundproblem des Hydraulikveinaltens
einer reversierbaren einstufigen Pumpen-Turbine erarbeitet worden ist, soll nachstehend nun das Problem des
Hydraulikverhaltens der bekannten Pumpen-Turbinen-Konstruktion behandelt und diskutiert werden.
So ist die Turbine der bisher bekannten Ausführung in der Hochdruckstufe mit einstellbaren Leitschaufeln
versehen und in der Niederdruckstufe mit feststehenden Leitschaufeln, und dies derart, daß sich hydraulisch
betrachtet ähnliche Punkte ergeben. Darüber hinaus hat die Leitschaufel eines jeden Läufers den gleichen
Außendurchmesser id. h. nach Fig. 1 ist Z), = D1).
F i g. 3 zeigt nun die Zuordnung, die im Hydraulikverhalten
einer jeden Druckstufe dann gegeben ist, wenn, wie ;rn zuvor angeführten Fall, die Pumpen-Turbine als
Turbine betrieben wird.
Nach F i g. 3 steht H-, für den reinen Turbinendruck in
der Hochdruckstufe, wohingegen mit H2 ein Turbinendruck
Tür die Niederdruckstufe gekennzeichnet ist, während Q wiederum die Durchflußmenge bezeichnet. Bei
//,o, H20 und Q0 handelt es sich um HUH2 und Q entsprechende
Werte, die bei einem Turbinenbetrieb unter normalen Bedindungen (Punkt 0 wie dargestellt)
erreicht werden.
Mit dem Buchstaben a0 ist der Öffnungszustand der
Leitschaufeln unter normalen Turbinen-Betriebsbedingungen gekennzeichnet. Die dem Buchstaben α nachgestellten
Indexzahlen bezeichnen den jeweils zutreffenden Öffnungszustand, wobei positive Indexzahlen,
bspw. a,, a2 ■.., jeweils einen Öffnungszustand
bezeichnen, und zwar einen Öffnungszustand der Hochdruckstufe, der gegenüber dem normalen Öffnungszustand
O0 größer ist, wohingegen bei einem gegenüber
dem normalen Öffnungszustand a0 kleineren Öffnungszustand
dem Buchstaben α jeweils negative Zahlen nachgestellt sind, bspw. a_,, a_2..., und zwar für die
Hochdruckstufe.
Bei A η handelt es sich um die relative Abweichung vom maximalen Turbinenwirkungsgrad.
F i g. 3 zeigt insbesondere den gegebenen Zusammenhang zwischen der Durchflußmenge und dem reinen
Turbinendruck für jede Stufe, wobei die Durchflußmenge Q/Qo auf der Abszissenachse aufgetragen ist und
der Turbinendruck//,//Z1O sowie H2ZH2O in der höheren
Druckstufe und in den niedrigeren Druckstufen aufdir
Ordinatenachse. Deswegen ist auch der gesamte Turbinendruck einer zweistufigen Pumpen-Turbine als die
Summe der Turbinendrücke einer jeden Stufe angegeben.
Bei vollständig geöffnetem Einlaßventil 13 und dann, wenn für jede Stufe die normalen Turbinenbetriebsbedindungen
gegeben sind (Punkt 0 in F i g. 3), ist der Turbinendruck in jeder Stufe gleich dem halben Gesamtturbinendruck
H0, der auf die zweistufige Pumpen-Turbine einwirkt, wie dies auch aus der nachstehend angeführten
Gleichung (5) hervorgeht:
H[ + H2 - H0
H1=H2
H\ = H]O ~ Ho/2
H7 = W30 = HIl
An dieser Stelle muß daraufhingewiesen werden, daß
bei einigen im Zusammenhang mit der reversierbaren, mit einer Drehzahl arbeitenden Pumpen-Turbine
erwähnten Problemen der normalen Arbeitspunkt (der Punkt 0 Betriebsdruck Hx0 und H20) ziemlich mehr zur
Niederdruckseite hin angestellt werden muß (in der die Umlaufdrehzahl hoch ist), als dies im Hinblick auf den
maximalen Wirkungsgrad für Turbinenbetrieb (An = 0) der Fall ist, daß weiterhin der hydraulische
Wirkungsgrad derart ausgelegt sein muß, daß er im unteren Wirkungsgradbereich oder Leistungsbereich
liegt.
Aus diesem Grunde kann dann, wenn der Öffnungsgrad der Niederdruckstufe konstant ist, wenn der Öffnungsgrad
der Hochdruckstufe in der mit Fig. 3 dargestellten Weise allmählich geschlossen wird, in Übereinstimmung
mit dem gegebenen Zusammenhang im Hinblick auf den nach Gleichung (6) gegebenen Betriebsdruck
für die Betriebsbedingungen der Hochdruckstufe eine Ortslinie 0 bis B gezogen werden, in der der hydraulische
Wirkungsgrad relativ hoch wird.
Andererseits wiederum kann der Betriebszustand für die Niederdruckstufe mit der festen Öffnung eine Ortslinie
O bis A0 entlang der Linie a0 ziehen, in der der
hydraulische Wirkungsgrad umgekehrt allmählich abbaut und schwächer wird.
H] + Hi — H0
Ηλ>Η2
Damit wird gegenüber der normalen Betriebsbedingungen (Punkt 0) der hydraulischen Wirkungsgrad für
dia Hochdruckstufe im Bereich der kleinen Durchflußmenge
oder Strömungsmenge verbessert. Es ist jedoch unmöglich, den Gesamthydraulikwirkungsgrad für jede
Stufe zu verbessern, weil im umgekehrten Fall dann der
hydraulische Wirkungsgrad für die Niederdruckstufe sich abschwächt und kleiner wird.
Zufolge dieser Erfindung ist das Laufrad derart ausgeführt,
daß es normalerweise im Bereich des Niederdruckes arbeitet (in dem die Einheitsdrehzahl hoch ist),
und nicht auf dem Punkt des für den Wasserbetrieb maximalen Wirkungsgrades in der Hochdruckstufe in
der der Turbinenbetrieb mit einem hohen Wirkungsgrad stattfinden kann und zwar durch steuerndes und
regulierendes Einstellen der einstellbaren Leitschaufeln im Bereich der geringen Strömungsmenge oder
Durchflußmenge.
Damit ist es möglich, den gesamten hydraulischen Wirkungsgrad für jede Stufe zu verbessern.
Anhand von F i g. 1 ist das Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung bspw. am Ausführungsbeispiel einer mit
einer Drehzahl arbeitenden reversierbaren zweistufigen Pumpen-Turbine beschrieben und erläutert worden.
So wird das Einstufen-Hydrauhkverhalten des Laufrades
3 der Niederdruckstufe völlig zur höheren Einheitsdrehzahl hin verschoben und zwar im Vergleich mit
dem Einstufen-Hydraulikverhalten des zur Hochdruckstufe nach F i g. 1 gehörenden Laufrades 3 und nur um
die Größe, welche der Einheitsdrehzahl (siehe Gleichung 1) eines jeden maximalen hydraulischen Wirkungsgrades
der Pumpe und der Turbine in dem Einstufen-Hydraulikverhalten des Läufers 2 der Hochdruckstufe
entspricht, der mit einstellbaren Leitschaufeln 15 versehen ist. (Es wird auf Gleichung 4 hingewiesen).
In diesem Fall erhält man die relative Zuordnung zwischen dem Schaufel-Außendurchmesser Z)1 des zu
Hochdruckstufe gehörenden Laufrades 2 und dem Schaufelaußendurchmesser D2 des zur Niederdruckstufe
gehörenden Laufrades 3 aus den Gleichungen (1) und (4), wie dies mit der nachstehend angeführten Gleichung
(7) dargestellt ist.
Mit den Indexzahlen 1 und 2 sind in der nachstehend angeführten Gleichung jeweils die Hochdruckstufe und
die Niederdruckstufe gekennzeichnet.
= 0,86 bis ungefähr 0,96
(7)
Fig. 4 und 5 zeigen die Zuordnungen, welche im Hydraulikverhalten für jede Stufe beim Turbinenbetrieb
und beim Pumpenbetrieb gegeben sind.
So ist bspw. der Außendurchmesser D2 derart ausgelegt,
daß eine Reduzierung nach Gleichung (7) im Hinblick auf den Schaufelaußendurchmesser D2 gegeben
ist.
Beim Turbinenbetrieb, bei dem mit dem höheren Wirkungsgrad zu arbeiten ist, ist es möglich, die Pumpen-Turbinen
mit einem gegenüber den bisher bekannten Maschinen (nach Fig. 3) höheren Wirkungsgrad zu
betreiben, und zwar von der normalen Betriebsbedingung aus (Punkt 0) bis zur kleinen Durchflußmenge in
der Niederdruckstufe. Und diese Möglichkeit ist dadurch gegeben, daß der Läufer für jede Stufe in der
zuvor beschriebenen Art konstruiert wird, daß weiterhin der Öffnungsgrad der einstellbaren Leitschaufeln
gesteuert und geregelt wird und zwar durch Verschiebung über die Ortslinie des Turbinenbetriebsverhaltens
für jede Stufe, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Infolgedessen ist auch eine Verbesserung des gesamten
Hydraulikverhaltens für jede Stufe möglich.
Andererseits wiederum kann, wie dies mit F i g. 5 dargestellt ist, auch während des Pumpenbetriebes die
Pumpen-Turbine gegenüber den früheren und bisher bekannten Maschinen mit einem besseren Wirkungsgrad
betrieben und gefahren werden.
Wenn die Pumpen-Turbine zwei oder drei Druckstufen hat, dann ist ein jeder Schaufelaußendurchmesser
einer jeden Stufe auf einen Größenbereich begrenzt, der zwischen 0,86 bis 0,96 des Schaufelaußendurchmessers
der Hochdruckstufe liegt.
So nehmen bspw. bei einer Pumpen-Turbine mit drei Druckstufen die Außendurrhmesser der Schaufeln, die
der mittleren Druckstufe und der niedrigeren Druckstufe zugeordnet sind, Werte an, die jeweils im Größenbereich
von 0,96 bis 0,86 des der Hochdruckstufe zugeordneten Schaufelaußendurchmessers liegen.
Wenn man nun ein jedes Laufrad in der vorerwähnten Größenordnung konstruiert und baut, d. h. in der Größenordnung
von 1 : 0,96 : 0,86, dann kann die Pumpen-Turbine leicht gebaut und auch überholt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Mit einer Drehzahl arbeitende reversierbare mehrstufige Pumpen-Turbine mit einer Höchstdruckstufe
und mindestens einer weiteren Stufe niedrigeren Druckes, bei der die einzelnen Stufen über
einen Rücklauf in Reihe hintereinander geschaltet sind und wobei rings um das Laufrad der Höchstdruckstufe
einstellbare Leitschaufeln zum regulierenden Einstellen der Öffnung und rings um den
Laufrariumfang der weiteren Druckstufen feststehende
Leitschaufeln mitiiner bestimmten Öffnung
angeordnet und die den Stufen :zugMrdwttn Laufräder
durch eine Welle miteinander gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das La.ifrad der
weiteren Stufe einen Durchmesser aufweist, der im Bereich von 0,86 bis 0,96 des Laufraddurchmessers
der Höchstdruckstufe liegt.
2. Pumpenturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Höchstdruckstufe
mehr als zwei weitere Stufen vorhanden sind und die Größe der Laufräder der weiteren Stufen so ausgelegt
ist, daß sie von der Höchstdruckstufe bis zur Stufe des geringsten Druckes immer kleiner wird.
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1980
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8380 | Miscellaneous part iii |
Free format text: SP. 1, Z. 13: "HENDEN" AENDERN IN "HENDE", "INER" AENDERN IN "EINER" SP. 1, Z. 14: "ZUGEORDNETE" AENDERN IN "ZUGEORDNETEN" SP. 1. Z. 41: "DERE EINE" AENDERN IN "DER GEKOPPELT SIND. DIE ERFINDUNG BETRIFFT INSBESONDERE EINE" |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: KABUSHIKI KAISHA TOSHIBA, KAWASAKI, KANAGAWA, JP |