DE3031716A1 - Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln einer in vertikalen schlaufen horizontal gefuehrten textilbahn - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln einer in vertikalen schlaufen horizontal gefuehrten textilbahnInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln
- einer in vertikalen Schlaufen horizontal geführten Textilbahn.
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Hauptanspruches genannten Art. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- Es ist bekannt, vertikale hängende Schlaufen in der Behandlungsflüssigkeit durch eine starke vertikale Strömung dadurch zu erzeugen, daß Behandlungsflüssigkeit über die gesamte Bodenfläche abgezogen wird (Melliand Textilbericht, 2/1978 S. 143-146).- Die horizontale Bewegung des Schlaufenpaketes erfolgt hierbei durch Rollen oder Stege einer endlosen Kette, deren Abstand durch ein scherengitterähnliches Element vergrößert bzw. verkleinert werden kann. Bei diesem bekannten Verfahren und der zur Anwendung gelangenden Vorrichtung bedarf es eines hohen Energiebedarfes, um die vertikale Strömung zur Bildung der Schlaufen aufrechtzuerhalten. Eine höhere Textilbahngeschwindigkeit läßt sich nicht erreichen, da bei Überschreiten einer bestimmten Grenzgeschwindigkeit die Schlaufen beginnen, sich schräg und aneinander zu legen, so daß die Einwirkung der Behandlungsflüssigkeit auf die Textilbahn in den Schlaufen herabgesetzt wird. Ferner muß die Flotte außerhalb des Behälters auf Kochtemperatur gebracht werden, um einen thermischen Auftrieb zu vermeiden.
- In der älteren, nicht vorveröffentlichten DE-Patentanmeldung P 29 41 900.9-26 ist ein Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln einer in vertikalen Schlaufen durch eine Behandlungsflüssigkeit horizontal geführten Warenbahn, insbesondere zum spannungslosen Schrumpfen in heißer Flotte vorgeschlagen, bei der die Bildung der Schlaufen und die Erhaltung der Formstabilität der Schlaufen in der Behandlungsflüssigkeit durch eine vertikale aero- und/oder hydrodynamische Auftriebs strömung erfolgt. - Die ältere, gleichfalls nicht vorveröffentlichte DE-Patentanmeldung P 3030 258.0 sieht ein weiteres Verfahren der genannten Art zur Behandlung einer Textilbahn vor, bei dem die Schlaufen durch auf schrägen Auflagen abrollende Transportrollen einer oberen und einer unteren Rollenreihe gebildet und hierbei durch die Behandlungsflüssigkeit bewegt werden.
- Aufgabe des Verfahrens und der Vorrichtung nach der Erfindung ist es, gegenüber bekannten Vorrichtungen und Verfahren einerseits mit geringem Energiebedarf die Behandlung der Textilbahn durchführen zu können, andererseits eine höhere Behandlungsgeschwindigkeit zu erreichen. Insgesamt soll die hierbei zur Anwendung gelangende Vorrichtung einen einfachen Aufbau besitzen.
- Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein Verfahren der eingangs genannten Gattung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Hauptanspruchs vor. Die Verfahrensunteransprüche dienen der Verbesserung und Weiterbildung der Merkmale des Hauptanspruches. Die auf die Vorrichtung gerichteten Merkmale der Unteransprüche dienen der Kennzeichnung einer vorteilhaften Ausführungsform der zur Anwendung gelangenden Vorrichtung nach der Erfindung.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt und zwar zeigt Figur 1 in schematischer Ansicht eine Vorrichtung nach der Erfindung, Figur 2 die Schlaufenführung in perspektivischer Ansicht Figur 3 und 4 Einzelheiten der Kettenführung beider Endlosketten.
- Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Anwendung gelangende Vorrichtung weist einen Behälter G auf, der dampfdicht verschließbar ist und mit einer Behandlungsflüssigkeit B gefüllt ist, deren Spiegel S bis in Nähe des oberen Behälterrandes reicht. Der Behälter G weist an seiner Vorderwand V ein Wasserschloss 1 auf, dem an der Rückwand R des Behälters ein Kaltwasserschloss 2 gegenüber liegt. Die zu behandelnde Textilgutbahn T wird durch das Zugwalzenpaar 3 in die Behandlungaflüssigkeit B hineingezogen, im mittleren Abschnitt des Behälters G in senkrechte Schlaufen Sch gebracht und verläßt über das Wazterschloss 2 den Behälter.
- In Nähe der Vorderwand V , der Rückwand R sowie im unteren Abschnitt des Behälters G sowie in Nähe des Spiegels S der Behandlungsflüssigkeit ist eine endlose Rollenkette 5 geführt, die aus im Abstand voneinander gelegenen Einzelketten und zwischen diesen sich erstreckenden Stegen oder Transportrollen 6 besteht, die die untere Rollenreihe bilden. Die Kette 5 ist.
- um Umlenkrollen 7 bis 7e etwa auf einer Rechteckbahn geführt, wobei die beiden an den Rollenzapfen angreifenden Einzelketten der Rollenkette einen größeren Abstand als die Breite der Textilgutbahn T haben.- Die Anordnung und Führung der Rollenkette 5 und deren Rollen 6 ist derart, daß sich der Abstand der Transportrollen 6 der sich entgegen dem Uhrzeigersinn bewegenden Kette in Bewegungsrichtung hinter der Rolle 7 auf ca. 1/10 des Abstandes auf den Abschnitten 5a, 5b und 5c der Kette verringert, d. h., daß z. B. der Abstand a der Transportrollen 6 von 500 mm auf den Abstand b von ca. 50 mm reduziert wird (Figuren 1 und 3). Hierdurch werden nach unten durchhängende Schleifen oder Kettenschlaufen 71 (val. insbesondere Figuren 3 und 4) gebildet, deren Länge c etwa der Hälfte des Abstandes a der Ketten- oder Transportrollen 6 auf den beiden seitlichen Kettenabschnitten 5a und Sb sowie dem oberen Abschnitt 5c entspricht. Im oben angegebenen Beispiel ist der Länge der Schleifen oder Kettenschlaufen 11 bei einem Abstand der Stege oder Transportrollen bei 5a, 5b, 5c von 500 mm = ca.
- 250 mm- Die Kette wird durch die Umlenkräder 7a und 7c angetrieben.
- Oberhalb des Bodens GB des Behälters G ist eine aus einem Rost oder aus zwei im Abstand voneinander gehaltenen Schienen gebildete Auflage 9 für die untere, durch die Rollen 6 gebildete Rollenreihe angeordnet, auf denen die querschnittsrunden Stege oder Transportrollen 6 dieser Reihe, deren spez. Gewicht größer als das der Flüssigkeit B ist, abgleiten oder abrollen. Hierzu ist die durch den Rost oder die Doppelschiene gebildete Auflage von der Einlaufseite der Textilgutbahn zur Auslaufseite hin geneigt. Durch diese Neigung wird, wie untenstehend noch näher beschrieben, die horizontale Bewegung des Textilschlaufenpaketes in Figur 1 von links nach rechts d. h., von der Wareneinlaß- zur Warenauslaßseite unterstützt.- An der Einlaufseite wie auch an der Auslaufseite der Textilgutbahn T sind in Nähe des Bodens des Behälters G eine AntriebSrolle 12 und eine Umlenkrolle 13 angeordnet, von denen die letztgenannte als Antriebsrolle ausgebildet ist, Um diese beiden Rollen ist eine endlose Doppelkette 14 geführt, an deren Einzelketten in einem Abstand der etwa gleich der doppelten Länge der Schlaufen Sch ist, Rollen 15 angebracht sind. Hierbei erfassen die beiden Einzelketten der endlosen Doppelkette 14 die endseitigen Zapfen 16 der hohlen Rolle 15, die, wie aus Figur 1 zu erkennen ist, in der Flüssigkeit aufschwimmen, d. h., einen größeren Auftrieb besitzen als ihr Eigengewicht und das Gewicht der an ihnen hängenden Abschnitte der endlosen Kette 14 ausmacht.
- Die Anordnung der Umlenkrolle 13 ist so getroffen, daß jeweils eine Hohlrolle, bei dem in Figur 1 dargestellten Beispiel die Rolle 15a, zwischen dem Einzugsrollenpaar 3 und der ersten Rolle 6a auf der Auflage 9 der unteren Rollenreihe in der Flüssigkeit aufsteigt bis der Abschnitt der Kette 14 zwischen zwei Rollen 15 als Schleife sich um die entsprechende Rolle 6 oder deren Rollenzapfen legt (vgl. Figur 3). Das MaB des Aufschwimmens der hohlen Rollen und damit die Länge der Schlaufen Sch wird daher durch den Abstand der Rollen 15 an der Kette 14 bestimmt, der vorzugsweise variabel ist, so daß somit die Schlaufenlänge veränderbar ist. Hierzu ist die Doppelkette 14 vorzugsweise derart gestaltet, daß die Rollen 15 beispielsweise durch Steckblzen od. dgl. leicht an der Kette 14 verstellbar sind.
- Wie die Figuren 1 und 2 erkennen lassen, sind die Breite der Doppelkette 5 wie die der Doppelkette 14 und die Breite der Textilbahn derart aufeinander abgestimmt sind, daß die Kette und Textilgutbahnführung in der in Figur 1 dargestellten Weise möglich ist.
- An der Auslaufseite der Textilbahn wird die letzte Rolle der die obere Rollenreihe bildenden Rollen 15 über die Stellung 15b nach unten gezogen und folgt dem Lauf der Kette 14 um die Rollen 12, 13, um erneut an der Einlaufseite der Textilgutbahn in oben beschriebener Weise aufzuschwimmen und zwischen sich und der ersten Rolle 6 auf der Auflage 9 eine neue Schlaufe Sch zu bilden. Die Textilgutbahn T bildet oberhalb der Rolle 15b noch eine kurze Schlaufe Sch' die durch Abziehen der Textilgutbahn T über die Rolle 20 nach unten eingezogen wird und verschwindet.- Durch das Nachuntenziehen der Rolle 15b hängt die Doppelkette 14 bei 14' nach unten unter die Rollen 6 der unteren Rollenreihe durch.
- Parallel zu der Vorderwand V des Behälters ist eine mit gegen die Rückwand R gerichteten Austrittsdüsen 50 versehene Druckluftkammer 51 vorgesehen. Aus den Düsen tritt in Richtung des Pfeiles 52 ein Luft- oder Gasstrom aus, durch den die Schlaufen Sch des Schlaufenpaketes P in Richtung gegen die Rückwand R zusätzlich zu der durch die Rollen 6 erzeugten Bewegung gefördert werden. Vorzugsweise tritt statt der Luft Behälterflüssigkeit aus den Düsen aus. In Nähe der Rückwand R ist ein entsprechender Kasten 53 angeordnet, durch dessen Eintrittsöffnungen Badflüssigkeit abgezpn werden kann. Die Wärmezufuhr zu der Flüssigkeit in dem Behälter G kann durch diese Strömungsflüssigkeit von der Vorderwand V zur Rückwand R erfolgen. Die durch den Kasten 53 abgezogene Flüssigkeit kann im Kreislauf über eine Pumpe und einem Wärmetauscher dem Kasten 51 wieder zugeführt werden.
- Leerseite
Claims (12)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln einer in vertikalen Schlaufen durch eine Behandlungsflüssigkeit horizontal bewegten Textilbahn, insbesondere zum spannungsfreien Schrumpfen in heißer Flotte, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufen durch eine untere Rollenreihe aus Transportrollen größeren spez. Gewichts als die Flüssigkeit und durch eine obere Rollenreihe aus Transportrollen geringeren spez. Gewichts als die Flüssigkeit gebildet werden und die horizontale Bewegung des Schlaufenpaketes durch eine Querströmung der Flüssigkeit bewirkt oder unterstützt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale Querströmung über annähernd die Höhe und Breite der Schlaufen erzeugt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale Strömung durch Absaugen der Behandlungsflüssigkeit hinter der letzten Schlaufe erzeugt oder unterstützt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dß die Querbewegung der Rollen der untersten Rollenreihe durch Abrollen auf einer geneigten Ebene erfolgt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen der untersten und obersten Rollenreihe im kontinuierlichen Kreislauf dem oberen und unteren Schlaufenende zugeführt werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufenlänge der Textilgutbahn durch Zugmittel an den Rollen der oberen Rollenreihe bestimmbar ist.
- 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine die Rollen (6) der unteren Rollenreihe im Kreislauf führende endlose Doppelkette (5) und an zweite, die in der Flüssigkeit aufschwimmenden Rollen (15) der oberen Rollenreihe im Kreislauf führende endlose Doppelkette (14) wobei die Rollen (6, 15) im Abstand voneinander an ihren Ketten befestigt sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine von der Textilbahneintrittsseite zur -austrittsseite der Vorrichtung geneigte Auflage (9) für die auf ihr abrollenden Rollen (6) der unteren Rollenreihe.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (15) der oberen Rollenreihe einen Auftrieb in der Flüssigkeit besitzen, der größer als das Eigengewicht und das Gewicht des an ihr hängenden Kettenabschnitts ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Einzelketten der Doppelkette (5) der unteren Rollenreihe größer als die Breite der Textilgutbahn (T) und der Doppelkette (14) der oberen Rollenreihe ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Rollen (15) an der Doppelkette (14) der oberen Rollenreihe annähernd gleich der Schlaufenlänge (Sch) der Textilgutbahn ist.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Einzelketten der die Rollen (6) der untersten Rollenreihe tragenden Doppelkette unterhalb ihrer Auflage (9) eine Kettenschlaufe (11) bilden.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0504617A1 (de) * | 1991-03-19 | 1992-09-23 | Babcock Textilmaschinen GmbH | Hängeschleifendämpfer |
| CN104370138A (zh) * | 2014-09-17 | 2015-02-25 | 青岛诚利佳机械有限公司 | 一种挂布、凉布机的使用方法 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2941900A1 (de) * | 1979-10-17 | 1981-04-30 | Kleinewefers Gmbh, 4150 Krefeld | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln einer in schlaufen gefuehrten textilbahn |
-
1980
- 1980-08-22 DE DE3031716A patent/DE3031716C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2941900A1 (de) * | 1979-10-17 | 1981-04-30 | Kleinewefers Gmbh, 4150 Krefeld | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln einer in schlaufen gefuehrten textilbahn |
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| Publication number | Publication date |
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| DE3031716C2 (de) | 1983-08-18 |
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