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Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen der Außenfläche ge-
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füllter Zementsäcke oder dergleichen Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Reinigen der Außenfläche der Verpackung von mittels Folien, Papiersäcken oder
dergleichen abgepackten schüttgütern, sowie eine Vorrichtung zum Reinigen der Außenfläche
auf einer aus mehreren hintereinander geschalteten Transportbändern oder dergleichen
bestehenden Transportbahn liegend transportierter gefüllter Zementsäcke oder dergleichen,
insbesondere zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens.
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Bislang werden auf einer Transportbahn der vorstehend beschriebenen
Art liegend transportierte Zementsäcke, deren Außenfläche beim Abfüllvorgang mit
Zementstaub verunreinigt worden ist, dadurch gereinigt, daß sich über den Säcken
umlaufende Lappen oder dergleichen bewegen, welche die Säcke 'labklatschen" und
dadurch den Staub entfernen. Diese bekannte
Vorrichtung der gattungsgemäßen
Art hat einmal den Nachteil, daß die Reinigung der Sackaußenfläche nicht sonderlich
zuverlässig erfolgt, wobei weiterhin Abnutzungserscheinungen der verwendeten Lappen
oder dergleichen ständige Revisionsarbeiten erfordern und insbesondere auch keine
Möglichkeit besteht, beim Reinigungsvorgang beschädigte Säcke so zu identifizieren,
daß sie nachfolgend mittels entsprechender Einrichtungen ausgeschleust werden können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine
Vorrichtung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, welche mit geringstmöglichem Aufwand
die zuverlässige Reinigung der Außenfläche von Zementsäcken oder dergleichen gestatten
und die Möglichkeit geben, beschädigte bzw. gebrochene Säcke zuverlässig zwecks
späterer Ausschleusung zu identifizieren, wobei sich das erfindungsgemäße Verfahren
allgemein zum Reinigen der VerpacE ung von in Papiersäcken oder dergleichen -abgepackten
Schüttgütern und gleichzeitigen Identifizieren beschädigter Verpackungen eignen
soll.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Verfahren
dadurch gelöst, daß die Außenfläche der Verpackung mit einem Gas, wie Luft oder
dergleichen, angeblasen wird; und daß die Menge des dabei aufgewirbelten Staubes
mittels Sensoren ertastet wird.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung der gattungsgemäßen Art ist gekennzeichnet
durch eine im Ubergangsbereich zweier aufeinanderfolgender Transportbänder mit im
wesentlichem vertikaler Torusebene angeordnete, den Transportweg der Säcke umschließende,
mit Druckluft
beaufschlagbare Ringleitung, an deren den Säcken zugewandter
inneren Torusfläche eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen angeordnet ist; und
eine im Aufwirbelungsbereich des Zementstaubes oder dergleichen angeordnete Sensoreinrichtung
zur Mengenbestimmung des abgelösten Zementstaubs oder dergleichen.
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Eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
gekennzeichnet durch eine Absaugeinrichtung für den durch die die Sackaußenfläche
reinigenden Druckluftstrahlen abgelösten Zementstaub oder dergleichen.
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Dabei kann vorgesehen sein, daß die Ringleitung an eine externe Druckluftversorgung
anschließbar ist, jedoch kann die Ring leitung auch aus einem entsprechenden Gebläse
mit Druckluft beaufschlagbar sein. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung sieht vor, daß der die Ringleitung sowie die Sensoreinrichtung umfassende
Absaugbereich von einem im wesentlichen geschlossenen Gehäuse umgeben ist, an welches
Unterdruck anlegbar ist. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, daß die Sensoreinrichtung
nahe einem Absaugstutzen des Gehäuses angeordnet ist.
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In Abwandlung dieses Konzeptes sieht die Erfindung weiterhin gegegebenenfalls
vor, daß die Sensoreinrichtung nahe der Außenfläche der zu reinigenden Säcke angeordnet
ist, wobei insbesondere vorgesehen sein kann, daß die Sensoreinrichtung die Menge
des abgelösten Zementstaubs oder dergleichen jeweils separat an der Unterseite,
der Oberseite sowie an den Seitenflächen der Säcke feststellende Sensoren aufweist.
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In weiterer Ausbildung dieser Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen,
daß die Luftaustrittsöffnungen der Ringleitung als Luftaustrittsdüsen ausgebildet
sind, deren Luftstrahlen schräg zur Vertikalebene der Ringleitung auf die Sack-Außenfläche
gerichtet sind; und daß die Sensoren der Sensoreinrichtung in einer Vertikalebene
angeordnet sind, die, von der Vertikalebene der Ringleitung aus gesehen, hinter
dem Auftreffbereich der Luftstrahlen auf die Säcke liegt. Diese Ausführungsform
der Erfindung gibt insbesondere die Möglichkeit, Beschädigungen des Sackes spezifisch
an den einzelnen Sackflächen zu erkennen und damit den Ausschleusungsvorgang weiter
zu spezifizieren.
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Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, daß die Sensoreinrichtung
mindestens einen optischen Sensor aufweist, wobei insbesondere auch vorgeschlagen
wird, daß die Sensoreinrichtung mindestens eine aus einem Sender und einem Empfänger
bestehende Lichtschranke aufweist.
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Andererseits kann auch vorgesehen sein, daß die Sensoreinrichtung
mindestens einen kapazitiven Sensor aufweist, wie denn überhaupt die Sensoreinrichtungen
in beliebiger, dem Fachmann geläufiger Art ausgebildet sein
können.
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Die vorstehend definierte Vorrichtung nach der Erfindung giht nicht
nur die Möglichkeit, die Sackoberfläche zuverlässig von Zementstaub oder dergleichen
zu befreien, sondern ermöglicht auch die sichere Identifizierung beschädigter Säcke,
weil nämlich bei gebrochenen Säcken sehr viel mehr Staub durch die Luftstrahlen
aufgewirbelt wird als bei unbeschädigten Säcken, so daß dann über die entsprechenden
Sensoren die Staubmenge er tastet und die Sackbeschädigung angezeigt werden kann,
mit nachfo-lgender Ausschleusungdes beschädigten Sackes an geeigneter Stelle.
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Selbstverständlich eignet sich die vorteilhafte Maßnahme der Erfindung,
im übergangsbereich zweier Transportbänder eine die Säcke umgebende Ringleitung
der beanspruchten Art vorzusehen, auch allgemein zum Reinigen von Zementsäcken oder
dergleichen an der Außenfläche, also auch ohne die Möglichkeit der Sackbrucherkennung,
so daß in der selbständigen Verwendung der aus der Ringleitung etc. bestehenden
Reinigungseinrichtung ein wesentlicher Teil des Erfindungsgedankens gesehen wird.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel anhand der
schematischen Zeichnung im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung nach der Erfindung im Schnitt senkrecht zur Transportrichtung der
Zementsäcke oder dergleichen; und Fig. 2 die Vorrichtung von Figur 1 in der Seitenansicht
von rechts.
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Wie die Zeichnung zeigt, werden auf einer Transportbahn, die, wie
Figur 2 erkennen läßt, mindestens zwei aufeinanderfolgend angeordnete Transportbänder
10,12 aufweist, Zementsäcke 14, die vorher mit Zement gefüllt worden sind, aufeinanderfolgend
liegend zu einer Verpackungsstation oder dergleichen geführt, wobei angenommen sei,
daß die Transportrichtung - in Figur 2 gesehen - von rechts nach links verläuft.
Im übergangsbereich 16 zwischen den aufeinanderfolgenden Transportbändern 10,12,
in dem die aufeinanderfolgend transportierten Zementsäcke 14 also an ihrer Unterseite
nicht abgestützt sind, sondern teils auf dem Transportband 10 und teils auf dem
Transportband 12 aufliegen, ist der Transportweg der Säcke 14 durch eine Ringleitung
18 umgeben, die mittels eines motorgetriebenen Gebläses 20 mit Druckluft beaufschlagt
ist. An der den Säcken 14 zugewandten inneren Torusfläche der Ringleitung 18 ist
eine Vielzahl von Luftaustrittsdüsen 22 angeordnet, aus denen Druckluftstrahlen
die Außenfläche der Zementsäcke 14 oder dergleichen, und zwar sowohl die freiliegende
untere und die obere Fläche als auch die Seitenflächen, in der aus Figur 1 ersichtlichen
Weise beaufschlagen. Der die Ringleitung 22 umfassende Absaugbereich ist von einem
im wesentlichen geschlossenen Gehäuse 24 umgeben, welches oben in einem Absaugstutzen
26 endet, an dem in dem Fachmann geläufiger Weise Unterdruck anlegbar ist. Unterhalb
des Absaugstutzens 26 befindet sich eine Sensoreinrichtung, bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
aus einer Lichtschranke bestehend, die einen optischen Sensor 28 und einen optischen
Empfänger 30 für den von dem Sender 28 ausgehenden Lichtstrahl 32 aufweist.
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Die insoweit gezeigte Vorrichtung arbeitet bei dem wiedergegebenen
Ausführungsbeispiel wie folgt:
Durch die im übergangsbereich 16
aus der Ringleitung 18 über die Luftaustrittsdüsen 22 in einer vertikalen Ebene
allseitig auf die Zementsäcke 14 auftretenden Druckluftstrahlen wird der an der
Außenfläche der Säcke anhaftende Zementstaub oder dergleichen abgelöst. Der aufgewirbelte
Zementstaub wird über den Absaugstutzen 26 des Gehäuses 24 kontinuierlich abgesaugt,
wobei die Sensoreinrichtung 28, 30 durch Ermittlung der relativen Intensität des
Lichtstrahles 32 verzögerungsfrei die jeweils pro Zeiteinheit von dem betreffenden
Zementsack abgelöste Staubmenge feststellt. Überschreitet diese Staubmenge einen
vorgebbaren und einstellbaren Grenzwert, so bedeutet dies, daß nicht nur von der
Außenfläche des aus Papier oder dergleichen bestehenden Zementsackes 14 oder dergleichen
Staub abgelöst worden ist, sondern daß der Sack ein Loch aufweist, aus dem heraus
eine beträchtlich größere Staubmenge verwirbelt worden ist, als dies bei einer reinen
Oberflächenreinigung der Fall wäre. Dies ist ein Anzeichen dafür, daß es sich um
einen defekten Sack handelt, so daß also mittels der auf diese Weise ausgestatteten
Vorrichtung Sackbruch erkennbar ist. Dementsprechend identifizierte beschädigte
Säcke können dann durch eine entsprechende Einrichtung im weiteren Verlauf der Transportbahn
ausgeschleust werden.
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In Abwandlung des gezeigten Ausführungsbeispieles kann natürlich auch
vorgesehen sein, daß die Sensoreinrichtung 28, 30, die im übrigen nicht nur aus
einer Lichtschranke bestehen, sondern beispielsweise auch elektrischer, insbesondere
kapazitiver Natur, sein kann, in unmittelbarer Nähe der Außenfläche der zu reinigenden
Säcke 14 angeordnet ist.
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Beispielsweise können dann die Luftstrahlen durch geeignete Ausbildung
und Ausrichtung der Luftaustrittsdüsen 22 schräg zur Vertikalebene der Ringleitung
18 gerichtet sein, so daß sie also an einer - in Transportrichtung gesehen -außerhalb
der Vertikalebene der Ringleitung 18 liegenden
Stelle auf die Außenfläche
des Sackes 14 auftreffen.
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An einer, von der Vertikalebene der Ringleitung 18 gesehen, hinter
dieser Auftrittsstelle liegenden Position ist dann vorteilhafterweise die Sensoreinrichtung
angeordnet, so daß also der durch die schräg auf die Außenfläche des Sackes 14 auftreffenden
Luftstrahlern aufgewirbelte Staub direkt der Sensoreinrichtung zugeführt wird, wodurch
deren Empfindlichkeit und Ansprachegenauigkeit drastisch gesteigert werden kann.Es
empfiehlt sich dabei weiterhin, an der Unterseite, der Oberseite sowie an den Seitenflächen
der Säcke 14 jeweils separate Sensoren vorzusehen, da dann erkannt werden kann,
ob übermäßig aufgewirbelter Staub auf eine Beschädigung des Sackes an der Ober-
oder an der Unterseite oder aber an einer der Seitenflächen zurückzuführen ist.
Dementsprechend können spezielle Ausschleusungsmaßnahmen getroffen werden.
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Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den
Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in
beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen
Ausführungsformen wesentlich sein.
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BEZUGSZEICHENLISTE (LIST OF REFERENCE NUMERALS) 1 1 2 2 4 4 5 5 6
6 7 7 8 8 9 9 10 Transportband 10 11 11 12 Transportband 12 13 13 14 Zementsack
14 15 15 16 Übergangsbereich 16 17 17 18 Ringleitung 18 19 19 20 Gebläse 20 21 21
22 Luftaustrittsdüse 22 23 23 24 Gehause 24 25 26 27 27 28 Sender 28 29 29 30 Empfänger
30
31 31 32 Lichtstrahl 32 33 33 34 34 35 35 36 36 37 37 38 39
39 40 40 41 41 42 42 43 43 44 44 45 45 46 46 47 47 48 48 49 49 50 50 51 51 52 52
53 54 54 55 55 56 56 57 57 58 58 59 59 60 60 61 62 62 63 63 64 64 65 65
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