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DE303092C - - Google Patents

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Publication number
DE303092C
DE303092C DENDAT303092D DE303092DA DE303092C DE 303092 C DE303092 C DE 303092C DE NDAT303092 D DENDAT303092 D DE NDAT303092D DE 303092D A DE303092D A DE 303092DA DE 303092 C DE303092 C DE 303092C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fat
gasoline
mass
boiler
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT303092D
Other languages
English (en)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE303092C publication Critical patent/DE303092C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 303092 KLASSE 16. GRUPPE
FRIEDRICH FAHL in BREMEN.
Die Erfindung betrifft in erster Linie ein Verfahren zur Vernichtung und Verwertung von Tierkadavern, tierischen Abfällen, Fischen u. dgl., und es kommt dabei darauf an, zwei bekannte Verfahren, das Dämpf- , und das Benzin verfahren in solcher Weise zu kombinieren, daß die diesen beiden Verfahren anhaftenden Mängel vermieden werden, die Kadaver o. dgl. vollständig vernichtet, das Fett
ίο aus ihnen vollständig gewonnen und ein ohne weiteres stapel- und versandfähiges, dauernd haltbares Mehl aus den Rückständen erhalten wird.
Bei dem bekannten Dämpf verfahren, wo die Tierkadaver u. dgl. der Einwirkung gespannter Wasserdämpfe ausgesetzt werden, gelingt es nicht, das ganze darin enthaltene Fett auszulaugen; vielmehr bleibt ein Teil desselben in den Rückständen und gelangt mit ihnen in das daraus hergestellte, als Futter- oder Düngemittel verwendete Mehl. Dieser Fettgehalt aber macht das Mehl leicht ranzig und erschwert seine Trocknung und Lagerungsfähigkeit.
Man hat zwar auch schon vorgeschlagen, Knochen in der Weise zu entfetten, daß man sie mit einem Gemisch von dampfförmigem und flüssigem Benzin und Wasserdampf von Atmosphärendruck behandelte und dieser Behandlung eine Aufschließung durch Einwirkung von gespanntem Wasserdampf vorhergehen ließ. Dabei ließ man aber den gespannten Wasserdampf nur unter solchem Druck und so lange einwirken, daß die Luft aus den Poren der Knochen ausgetrieben und das in ihnen enthaltene Fett löslicher gemacht wurde; man hat aber nicht daran gedacht, dabei durch den gespannten Wasserdampf selbst den größten Teil des Fetts bereits zu extrahieren. Dies bietet jedoch einerseits den großen Vorteil, daß die größte Menge des Fetts rein gewonnen wird und hell bleibt, während nur der durch gespannten Wasserdampf nicht ausziehbare Teil durch die Einwirkung des Benzins leidet. Zudem wäre das bekannte Verfahren auch nicht ohne weiteres auf die Verarbeitung ganzer Tierkadaver u. dgl. anwendbar, weil es dadurch nicht gelingen würde, die Haut der Tiere zu zerstören. Sucht man hingegen die Hauptmenge des Fetts durch Einwirkung des gespannten Wasserdampfes zu gewinnen, mit anderen Worten, läßt man diesen so lange einwirken, bis die Hauptmenge des Fetts aus dem Gut ausgezogen ist, so zerfallen bei dieser Behandlung die Kadaver o. dgl. vollständig. Erst dadurch aber gelingt es, bei der darauffolgenden Behandlung mit Benzin oder anderen leicht flüchtigen Extraktionsmitteln die noch in den Knochen eingeschlossenen Fetteilchen vollständig zu gewinnen. Bei dem bekannten Verfahren ist dies trotz der vorherigen kurzen Behandlung mit gespanntem Wasserdampf nicht möglich, weil dabei die Knochen nicht zum Zerfall gebracht werden und infolgedessen das Benzin o. dgl. auch nicht imstande ist, das im Innern der Knochen, also insbesondere im Mark enthaltene Fett auszulaugen. .
Der einfachen Kombinierung des Dämpfverfahrens mit dem Benzinverfahren stellen sich aber in der Praxis unerwartete Schwierigkeiten entgegen. Es hat sich nämlich ge-
zeigt, daß es nicht möglich ist, den nach dem Dämpfen in dem Gut noch verbleibenden Fettrest mit Hilfe von flüssigem Benzin auszuziehen, wenn man nicht zuvor das dem Gut von der Dämpfung her anhaftende Kondenswasser sowie das Eigenwasser so vollständig wie möglich entfernt. Andererseits aber darf man zur Erreichung dieses Zwecks das Gut vor der Benzinbehandlung nach erfolgter
ίο Dämpfung auch nicht etwa in der üblichen Weise trocknen. Denn nach der vollständigen Trocknung wirkt das flüssige Benzin o. dgl. ebenfalls nicht mehr auf das Gut ein; es vermag das darin enthaltene Fett nicht herauszuziehen. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß bei der Trocknung des Gutes nach der Dämpfung sich an dessen Oberfläche eine feste Leimmasse ansetzt, die den Zutritt des Benzins zum auszulaugenden Gut verhindert. Demgemäß kommt es für das vorliegende Verfahren darauf an, nach der vollständigen Durchdämpfung des Gutes und dem dadurch herbeigeführten Zerfall der Kadaver 0. dgl. das anhaftende Kondens- und Eigenwasser auf mechanischem Wege so vollständig wie möglich, jedoch ohne Trocknung zu entfernen und dann erst den Rest des Fetts mit flüssigem Benzin auszulaugen.
Bei Anwendung des Verfahrens bedient man sich zweckmäßig einer Vorrichtung, wie sie in der Zeichnung in einer Ausführungsform veranschaulicht ist. In dieser zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung teilweise im Schnitt, und Fig. 2 einen Querschnitt dazu. .
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem liegenden Kessel 1 mit einem in seinem Innern drehbar angeordneten Siebzylinder 2. Dieser Siebzylinder 2 besteht in der Hauptsache aus Rundeisengeflecht, wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich. Er ist mit einer durch einen Deckel 3 verschließbaren Öffnung versehen, und diese kann mit Hilfe einer an dem Deckel sitzenden Mutter 4 und einer am äußeren Ende mit Handrad 6 versehenen Spindel 5 von außen geöffnet und verschlossen werden, ohne den äußeren Kessel 1 zu öffnen. Nach dem Schließen des Deckels 3 kann die Spindel 5 zurückgezogen oder zurückgeschraubt werden, so daß sie bei der Umdrehung des Zylinders nicht hinderlich wirkt.
An der Außenfläche des Zylinders oder der
Siebtrommel 2 sind Schaufeln 7 angebracht,
die als Rührwerk dienen. Unterhalb des Kessels 1 ist in enger Verbindung damit ein Behälter 8 mit einem ausziehbaren Röhrensystem 9 angeordnet, welcher in der ersten Hälfte des Verfahrens die gelösten Fette aufnimmt und am Schluß des Verfahrens als Benzinverdampfer dient.
60. Die Ausführung des Verfahrens in dieser Vorrichtung geschieht in folgender Weise:
Die Tierkadaver oder sonstigen tierischen Abfälle werden durch die Einwurföffnung von außen her in den Siebzylinder 2 hineingeworfen. Alsdann wird nach Verschließen der öffnungen die Masse mit hochgespanntem Wasserdampf Io lange vollständig durchdämpft, bis das ganze Material und auch die Knochen zerfallen sind. -Dabei werden alle etwa vorhandenen Krankheitskeime vernichtet und die leicht löslichen Fette aus dem Material ausgezogen. Dieses Fett und das Leimwasser werden zusammen mit dem Eigenwasser der Kadaver und dem Kondenswasser kontinuier- ( lieh während des Dämpfungsvorgangs abgelassen. Das erhaltene Fett wird in einer anderen Vorrichtung von dem durch die Dämpfung ' zersetzten Leim und Kondenswasser nach dem spezifischen Gewicht getrennt.
Nach Vollendung dieser Durchdämpfung läßt man dann das an dem nun im wesentlichen breiartigen Material anhaftende Kondens- und Eigenwasser so vollständig wie möglich durch die Siebtrommel austreten. Zu diesem Zwecke wird diese in Umdrehung versetzt. Dabei werden durch die Unebenheiten des Drahtgeflechts die Fleischmassen u. dgl. mit demselben in die Höhe genommen und stürzen dann unter der Wirkung ihres Eigengewichts nach unten ab. Hierbei wird das Wasser aus der Masse sozusagen heraus- und durch die öffnungen des Drahtgeflechts hindurchgeschlagen. Gleichzeitig verhindern dabei die Unebenheiten des Drahtgeflechts ein Verstopfen der öffnungen des Siebzylinders durch die Fleischmasse u. dgl.
Nach Entfernung des Wassers läßt man flüssiges Benzin direkt in die Vorrichtung eintreten und wäscht das Gut zweckmäßig unter langsamer Umdrehung der Siebtrommel darin so lange aus, bis alles Fett ausgezogen ist. Die Benzinlösung wird dann abgelassen und in einem besonderen Apparat der darin enthaltene Anteil des Fetts gewonnen.
Nach dem Ablassen des flüssigen Benzins wird dann die in dem Siebzylinder enthaltene Masse durch Benzindämpfe, welche in dem Behälter 8 mit Hilfe des Röhrensystems 9 erzeugt werden, vollständig getrocknet, wobei zweckmäßig die Siebtrommel 2 wiederum gedreht wird. Bei dieser Drehung wird das Material in der oben beschriebenen Weise wieder mit in die Höhe genommen, stürzt ab und tritt nun, da es mehr oder weniger zu Pulver zerfallen ist, durch die Maschen der Siebtrommel 2 in den Kessel 1 aus, der zweckmäßig von außen durch hochgespannten Wasserdampf beheizt wird. Hier wird das Material vollständig getrocknet und dabei durch die Rührer oder Schaber 7 gewendet.
Die so getrocknete Masse ist praktisch vollständig vom Fett befreit und infolgedessen
ohne weiteres evtl. nach vollständiger Vermahlung stapel- und verpackungsfähig.
An Stelle des Benzins können natürlich auch andere geeignete fettlösende Flüssigkeiten Anwendung finden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Vernichtung und Verwertung von Tierkadavern, tierischen Abfällen und Fischen, dadurch gekennzeichnet, daß das Material zunächst mit gespanntem Wasserdampf so lange durchdämpft wird, bis der größte Teil des Fetts ausgezogen und die Knochen zerfallen sind, worauf man das der Masse anhaftende Kondens- und Eigenwasser auf mechanischem Wege (Abschleudern o. dgl.) entfernt, hierauf den Rest des in der Masse enthaltenen Fetts mit flüssigem Benzin o. dgl. auslaugt und das entstandene Fleisch- und Knochenmehl dann durch die Dämpfe von Benzin o. dgl. trocknet.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer in einem Kessel drehbar angeordneten Siebtrommel aus Eisendrahtgeflecht mit einem von der Außenseite des Kessels durch eine Spindel zu. öffnenden Deckel.
    ■ V
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT303092D Expired DE303092C (de)

Publications (1)

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DE303092C true DE303092C (de) 1900-01-01

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DENDAT303092D Expired DE303092C (de)

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DE (1) DE303092C (de)

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