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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
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zur Rückgewinnung vor einem Wasser und im wesentlichen trocknen, von
fluidierendem Öl freien Feststoffen aus Wasser-Feststoff-Systemexl, wobei die Entwässerung
mit einem leichten fluidierenden Öl vorgenommen wird, Die wirtschaftliche Beseitigung
von festen Abfallstoffen und die Rückge##innung von reinem Wasser aus wässrigen
Lösungen und Dispersionen ist ein bekanntes Problem. Es kommt auch häufig vor, daß
es notwendig ist, reines Wasser und wertvolle Feststoffe aus wässrigen Lösungen
und Dispersion.or. zurückzugewinnen. Vorrichtungen und Verfahren zur RUckgewianung
von Wasser aus Wasser-Feststoff-Systemen sollten idealerweise so sein, daß alle
dafür erforderlichen Teile leicht verfügbar sind und Umweltverschmutzung vermieden
wird. Das Verfahren sollte wirtschaftlica und hygienisch durchführbar sein und zu
reinem Wasser führen. Ferner ist es wünschenswert, im Fall der Rückgewinnung von
reinem Wasser Nebenprodukte zu erhalten, sowohl feste als auch flüssige, die entweder
selbst wertvoll sind oder die dazu verwendet werden können, die Wirtschaftlichkeit
des Verfahrens noch zu steigern.
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Der hierin gebrauchte Ausdruck "Wasser-Feststoff-Systemn schließt
Suspensione.l, I)ispers ionen, Lösungen, Gemische und andere Formen fließender Verbindung
(fluid association) von Feststoffen in Wasser ein.
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In der US-PS 3 855 079 der Anmelderin mit dem Titel "Process and Apparatus
for Recovering Residual Oil from Solids Dehyhydrated
in an Oil
Medium and Grossly Deoiled" sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zu seiner I>urchführung
beschreiben, wobei Wasser-Feststoff-Systeme mi k einem verhältnismäßig nicht flüchtigen
dünnflüssigen Öl vermischt werden; und das erhaltene Öl wird durch Verdampfen entwässert.
Die gebildete Aufschlämmung von im wesentlichen wasserfreien Feststoffen in fluidierendem
Öl trennt sich dann in eine Ölphase und eine Feststoffphase. Die Feststoffe haben
Jedoch eine erhebliche Menge flidierenden Öls absorbiert, welches die Feststoffe
verunreinigt und dem Verfahren verlorea geht, was die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
verschlechtert. Deshalb werden die mit fluidierendem Öl beladenen Feststoffe nachfolgend
einer Extraktion mit einem verhältnismäßig flüchtigen, mit Wasser nicht mischbaren
leichten Öl unterworfen. Die mit leichtem Öl beladenen Reststoffe, werden in direkten
Kontakt mit Blasdampf gebracht. Die Anwesenheit von Blasdampf setzt den Siedepunkt
des restlichen mit Wasser nicht mischbaren leichten Öls herab und macht seine Entfernung
von den Feststoffen wirtschaftlicher.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Entwässern
von Wasser-Feststoff-Systemen in einem leichten fluidierenden Öl-Medium zu schaffen,
bei welchem reines Wasser und/oder trockene, von dem leichten fluidierenden Öl freie
Feststoffe zurückgewonnen werden. Ferner sollen sich im wesentlichen trockene Fest
stoffe aus schwerölhaltigen Wasser-Feststoff#Syste#en zurückgewinnen passen, die
einen,
auf wasserfreier Basis bezogen, geringeren Schwerölgehalt haben als das Ausgangsmaterial.
Nach einer weiteren Ausfiihruu.gsform der F'yfinciung sollen sich im wesentlichen
trockene Feststoffe aus schweröblhaltigen Wasser-Feststoff-Systemen zurückgewinnen
lassen, die einen, auf wasserfreier Basis bezogen, etwa gleichen Schwerölgehalt
haben als das Ausgangsmaterial0 Schließlich soll eine Vorrichtung sur Durchführung
des Verfahrens mit all seinen Ausführungsformen bereitgestellt werden.
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Wie die Aufg&bo erfindungsgemäß gelöst wird, ist in den vor stehenden
Ansprüchen 1, 12, 19, 29 und 31 angegeben, und weitere vorteilhafte Ausführungsformen
in den Unter ansprüchen.
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Zusammeenfassend gesagt umfassen das Verfahren und die Vorrichtung
nach der Erfindung eine Reihe von Stufen bzw.
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eine systematische Anordnung von Bauteilen und Apparaten zur Rückgewinnung
von reinem Wasser und Feststoffen aus Wasser-Feststoff-Systemen. Die Wasser-Peststoff-Systeme
werden in einem niedrigviskosen, relativ flüchtigen, mit Wasser nicht mischbaren,
leichten fluidierenden Öl aufgeschlämme und das Gemisch einer Entwässerujg durch
Verdampfen mittels Hitze unterworfen, wodurch im wesentlichen alles Wasser und ein
Teil des leichten fluidierendvan Öls verdampft werden. Das Dampfgemisch wird kondensiert
und in eine Fraktion aus reinem Wasser und eine Fraktion zurrückgewonnenen leichten
Öls getrennt. Die resultierende AufschlDmmung oder der Brei von im wesentlichen
aus wasserfreien
Feststoffen in leichtem fluidierenden Öl wird
in eine Ölphase und eine Festetofiphase getrennt; die letztere ist mit restlichem
leichtem fluidierendem Öl (light fluidizing oil) beladen. Die Trennung von Ölphase
und Feststoffphase kann als eine Trennung mittels Schwerkraft oder in einem Pressgerät,
entweder einem statischen oder einem dynsmischen oder beiden durchgeführt werden.
Verfahren und Vorrichtung nach der Erfindung führen zu einer wirtschaftlichon Rückgewinnung
des restlichen leichten Öls von den abgetrennten trockenen Reststoffen, ohne daß.
eine Extraktionsstufe erforderlich ist.
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Allgemein gesagt besteht die Erfindung, von einem seiner He.uptaspekto
aus gesehen, in einem Verfahren zur Rückgewinnung von reinem Wasser und im wesentlichen
trockenen, von fluidiorendem Öl freien Feststoffen auS Wasser-Fest stoff-Systemen,
wobei die Entwässerung in einem leichten fluidierenden Öl vorgenommen wird, aus
folgenden Stufen0 1. Vermischen des Wasser-Feststoff--ystema mit einem niedrigviskosen,
relativ leicht flüchtigen, mit Wasser nicht mischbaren, leichten fluidierenden öl
eines Siedepunkt8 im Bereich von etwa 65 bis 29O0C, unter Erhaltung eines Gemisches,
das nach Entfernung des Wassergehalt es daraus flüssig uad pumpfähig bleibt; 2.
Entwässern des resultierenden ölhaltigen Gemisches durch
Verdampfen
mittels Wärme, bis weitgehend alles Wasser und ein Teil des leichten fluidierenden
öls verdampft sind, wobei ein Gemisch aus Wasserdampf, dampfförmigen leichtem Öl
sowie ein weitgehend wasserfreier Brei son Feststoffen in Öl erhalten werden; 3.
Kondensieren des Gemisches aus Wasser und leichtes Öl; 4. Trennen des resultqerenden
Kondensats in eine Fraktion aus reinem Wasser und eine Fraktion aus leichtem Öl;
5. Abtrennen mindestens eines Teils des relativ leicht flüchtigen, mit Wasser nicht
mischbaren, leichten fluidierenden Öls von den im wesentlichen wasserfreien Fest
stoffen aus der Ölaufschlämmung; 6. Ih direkten Kontakt bringen der resultierenden,
mit restlichem leichtem fluidierendem Öl beladenen Feststoffe mit Blasdampf zur
Entfernung des leichten Öls von den im wesenelichen wasserfreien Feststoffen durch
Hitze'verdampfwi#.
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Das vorstehende Verfahren wird in einer Vorrichtung zur Rückgewinnung
von#reinem Wasser und im wesentlichen trockenen, ton fluidierendem Öl freien Feststoffen
aus ##~.sser-Feststoff-Systemen, entwässert in einem leichten fluidierenden Öl,
durchgeführt, welche eine systematische Anordnung von Bauteilen einschließt, wie
folgt:
1. einen mit einem Rührer oder einem sonstigen Mischmechanismus
versehenen Tank, der einen Strom des Wasser-Feststoff-Systems aufnehmen kann; 2.
einen Sammelbehälter für das leichte fluidierende tEl; 3. Teile, wie Leitungen,
Pumpen und dergleichen zur Uberführung des leichten fluidierenden Öls aus dem Sammelbehälter
in den Tank, worin das leichte fluidierende O1 mit dem Wasser-Feststoff-System vermischt
wird; 4. einen Verdampfer; 5. eine Leitung, welche sich von dem Tank zu dem Verdampfer
erstreckt und durch welche ein Strom des Wasser-Feststoff-Systems, vermischt mit
leichtem fluierendem Öl von dem Tank in den. Verdampfungsbereich des Verdampfers
strömen kann; 6. einen Kondensator; sich 7. eine Leitung, die/vom Verdampfer zu
dem Kondensator erstreckt, durch welche ein Gemisch aus Wasserdampf und dampf förmigem
Leichtem Öl, das-infolge des Erhitzens des Gemisches aus Wasser-Feststoff-System
und leichtem
fluidiererdem Öl entstanden ist, strömen kann; 8.
eine Öl-Wasser-Trennvorrichtung; 9. eine Leitung, die sich vom Kondensator zu der
Öl-Wasser-Trennvorrichtung erstreckt und durch die ein Gemisch von kondensiertem
Wasser und kondensiertem leichtem Öl strömen kann; 10. Mittel zum getrennten Abziehen
von leichtes Öl und reinem Wasser aus der Öl-Wasser-Trennvorrichtung; 11. eine Flüssig-Fest-Trennvorrichtung;
12. eine Leitung, die sich von dem Verdampfer zur Flüssig-Fest-Trennvorrichtung
erstreckt und durch welche ein Strom eines Breies aus im wesentlichen wasserfreien
Feststoffen in leichtem fluidierendem Öl strömen kann; 13. ein Entöler; 14. eine
Leitung, die sich von der Flüssig-Fest-Trennvorrichtung zu dem Entöler erstreckt
und die von einem Strom. von mit leichtem fluidierendem Öl beladenen Feststoffen
durchflossen werden kann, und
15. eine Verbrennungsvorrichtung,
die mit dem ~;#rdampfer und dem Entöler vbuden ist, um Verdampfungswärme zum Verdampfer
und Blasdampf an den Entöler abgegeben, um darin in direkten Kontakt mit den mit
leichtem fluidierendem Öl beladenen Feststoffen zu gelangen.
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Durch die Erfindung ist somit ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Rückgewinnung von Fests.offen und reinem Wasser aus Wasser-Feststoff-Systemen, entwässert
in einem leichten fluidierenden rl, geschaffen. Die Erfindung ist gekennzeichnet
durch die Rückgewinnung nicht nur von reinem Wasser aus Wasser-Feststoff-Systemen,
die in einem leichten Öl entwässert worden sind, sondern auch durch die Rückgewinnung
von restlichem leichtem Öl von den Feststoffen.
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Die Wasser-Feststoff-Systeme werden mit einem relativ leicht flüchtigen,
mit Wasser nicht mischbaren, leichten, fluidierenden Öl niedriger Viskosität vermischt
und das Gemisch einer Entwässerung lurch Hitzeverdampfung unterworfen, um im wesentlichen
das ganze Wasser und einen Teil des leichten Öls zu entfernen. Das zurückgebliebene
leichte fluidierende Öl wird dann weitgehend von den Feststoffen abgetrennt. Die
mit leichtem fluidierendem Öl beladenen Feststoffe werden danach in einer Entölungsstufe
direkt mit Dampf, hierin mit "Blasdampf" bezeichnet, in Kontakt gebracht. Da das
leichte
Öl mit Wasser nicht mischbar ist, führt sein direkter Kontakt mit Blasdampf im wesentlichen
zu einer Wasserdampfdestillation, bei der das leichte Öl infolge Anwesenheit des
Blasdampfs bei einer Temperatur unter seinem normalen Siedepunkt siedet.
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Die Erfindung und die Vorteile, zu der sie führt, wird nachstehend
in Verbindung mit den beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine
Vorrichtung der Ausführungsform der Erfindung, bei welcher Blasdampf in direkten
Kontakt mit den mit leichtem fluidierendem Öl beladenen Feststoffen in einem Entöler
gebracht werden, welcher bei etwa Atmospnärendruck arbeitet, wodurch die Entfernung
des leichten Öls von den Feststoffen erleichtert wird; Fig. 2 einen Teil einer modifizierten
Vorrichtung nach Fig. 1, eine Ausführungsform darstellend, bei weller der Entöler
bei Unterdruck betrieben wird; #Fig. 3 einen Teil einer modifizierten Vorrichtung
nach Fig. 1. eine Ausführungsform zeigend, bei der das Wasser-Feststoff-System ursprünglich
ein schweres Öl enthält, welches durch das leichte fluidierende
Öl
extrahiert wird, wonach dds leichte fluidierende Öl und das extrahierte schwere
Öl getrennt werden; Fig. 4 eine Vorrichtung der Ausführungsform der Erfindung, bei
welcher wasserunlösliche Feststoffe ursprünglich ein schweres Öl enthalten, welches
durch das leichte fluidierende Öl extrahiert wird, wonach das leichte fluidierende
Öl und das extrahierte schwere Öl voneinander getrennt werden. Die mit leichtem
fluidierendem Öl beladenen, wasserunlöslichen Feststoffe werden mit Wasser aufgeschlämmt
und die Aufschlämmung in einen Verdampfer geleitet, wo mindestens ein Teil des Wassers
in Dampf übergeführt wird, welcher direkten Kontakt mit den mit leichtem Öl beladenen
Feststoffen hat, was die Verdampfung des leichten Öls erleichtert; Fig. 5 einen
Teil einer modifizierten Vorrichtung nach Fig. 1, eine Ausführungsform darstellend,
bei welcher der im wesentlichen wasserfreie Brei der Feststoffe in leichtem fluidierendem
Öl durch Schwerkraft in eine Ölphase und einen konzentrierten Brei von Feststoffen
in leichtem Öl getrennt wird, und dieser Brei in einen Entöler geleitet wird;
Fig.
6 eine Vorrichtung einer weiteren Ausführungsform der Erfinden, bei welcher die
Vorrichtung relativ einfach und kompakt ist, indem ein Einstufenverdampfer verwendet
wlrd und der im wesentlichen wasserfreie Brei von Feststoffen in leichtem fluidierendem
öl durch Schwerkraft in eine Ölphase und einen konzentrierten Öl-Feststoff-Brei
getrennt wird, wodurch die Verwendung einer Auspreßvorrichtung überflüssig wird.
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Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung: Das
Verfahren zur Rückgewinnung von Wasser und Feststoffen nach der Erfindung, wenn
es bei Wasser-Feststoff-Systemen angewendet wird, ist charakterisiert durch die
Rückgewinnung von restlichem leichtem Öl von Feststoffen, die vorher in einem leichten
fluidierenden Öl-Medium weitgehendst entwässert werden. Das Verfahren umfaßt das
Mischen eines Wasser-Feststoff-Systems mit einem verhältnismäßig leicht flüchtigen,
mit Wasser nicht mischbaren leichten fluidierenden Öl niedriger Viskosität, um ein
Gemisch zu erhalten, das,nachdem im wesentlichen sein ganzer Wassergehalt entfernt
worden ist, flüssig und pumpfähig bleibt. Danach wird das resultierende Gemisch
von Feststoffen, Wasser und Öl einer Entwässerungsstufe durch Verdampfen unter Hitzeeinwirkung
unterworfen,
wodurch im wesentlichen das ganze Wasser und mindestens
ein Teil des leichte fluidierenden Öls verdampft und anschließend zurückgewonnen
wird. Wasser-Feststoff-Systeme mit extrem hohem Wassergehalt (extrem verdünnte Systeme)
können vor dem Vermischen mit dem leichten Öl durch Eindampfen konzentriert werden.
Die bei der nachfolgenden Öl-Entwässerungsstufe anfallenden Dämpfe können dazu verwendet
werden, Energie an diese Konzentrierungsstufe des Verdampfungssystems zu liefern.
Im Anschluß an die Entwässerung wird das leichte Öl weitgehend von den Feststoffen
entfernt.
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Die Feststoffe, welche restliches leichtes fluidierendes Öl tragen,
werden in direkten Kontakt mit Blasdampf gebracht, wodurch das leichte Öl durch
Hitzebehandlung entfernt wird.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei der die Feststoffe wasserunlöslich
sind und ursprünglich schweres Öl enthalten, welches durch das leichte fluidierende
Öl extrahiert wird, werden die mit leichtem fluidierendem Öl beladenen Feststoffe
mit Wasser aufgeschlämmt und die Aufschlämmung bzw. der Brei direkt mit Dampf in
einem Verdampfer in Kontakt gebracht, wodurch im wesentlichen alles leichte Öl und
mindestens etwas Wasser verdampft werden.
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Die Feststoffe werden dann von dem restlichen Wasser z.B. unter Verwendunq
eines Absetztankes getrennt.
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Die kritische Stufe bei der praktischen Durchführung der Erfindung
ist das direkte Inkontaktbringen der mit leichtem
fluidierendem
Öl beladenen Feststoffe mit Basdam-f, um die Verdampfung des leichten Öls zu bewirken.
Der Blasdampf, wenn er überhitzt ist, liefert nicht nur die latente Verdampfungswärme
des leichten Öls, sondern, da das leichte Öl und Wasser nicht miteinander mischbar
sind und es eine bekannte Tatsache ist, daß ein Gemisch von zwei nicht mischbaren
Flüssigkeiten bei einer Temperatur unter dem Siedepunkt der höher siedenden Flüssigkeit
siedet, folgt daraus, daß das leichte fluidierende Öl von den Feststoffen bei einer
niedrigeren femperatur verdampft wird, als wenn der Dampf nur eine äußere Wärmequelle
wäre, die nicht in direkten Kontakt mit den mit leichtem fluidierendem Öl beladenen
Feststoffen kommt. Andererseits könnten die mit leichtem Öl beladenen Feststoffe
mit dem Blasdampf bei Atmosphärendruck und einer Temperatur von etwa 100 °C in Kontakt
kommen, vorausgesetzt, die Verdampfungswärme des leichten Öls wird von einer äußeren
Wärmequelle, wie einem Heizmantel der Verdampfungsvorrichtung, zugeführt. Niedrigere
Verdampfungstemperatugen von etwa 65 °C oder darunter können angewendet werden,
vorausgesetzt, das Inkontaktbringen der mit leichtem Öl beladenen Feststoffe mit
Blasdampf findet bei Unterdruck statt und vorausgesetzt, die Verdampfungswärme des
leichten Öls wird von einer äußeren Wärmequelle, wie einem Dampfmantel, zugeführt.
Selbstverständlich müssen die Feststoffe in jedem Fall durch die äußere Wärmequelle
auf eine Temperatur
gebracht werden, die über dem Siedepunkt des
Wassers bei dem bestimmten Druck liegt.
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Mit der Bezeichnung leichtes fluidierendes 1 ist eine organische Flüssigkeit
bezeichnet, die mit Wasser nicht mischbar und verhältnismäßig flüssig sowie verhältnismäßig
leicht flüchtig ist. So wird also ein relativ leicht flüchtiges fluidierendes Öl
mit dem Wasser-Feststoff-System vor der Entwässerung desselben vermischt. Die Entwässerung
durch Hitzeverdampfung resultiert in der Entfernung von im wesentlicnzn dem ganzen
Wasser und einem Teil des leichten fluidierenden Öls. Das zurückgebliebene leichte
Öl wird weitgehend von den Feststoffen entfernt, wobei mit restlichem leichtem fluidierendem
Öl beladene Feststoffe zurückbleiben. Bei Durchführung der Erfindung können leichte
Öle, die sonst zu hoch sieden würden, wenn sie mittels einer äußeren Wärmequelle
auf z.B. etwa 65 bis 288 OC erhitzt werden, als fluidierende Öle in der Entwässerungsstufe
eingesetzt werden. Der direkte Kontakt der mit leichtem fluidierendem Öl beladenen
Feststoffe mit Blasdampf gemäß der Erfindung führt im Effekt zu einer Wasserdampfdestillation,
bei der leichte Öle, die sonst im Bereich von etwa 65 bis 288 °C sieden würden,
bei einer Temperatur im Bereich von etwa 20 bis 205 °C sieden.
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Bei der Durchführung der Erfindung wird der im wesentlichen wasserfreie
Brei von Feststoffen in leichtem fluidierendem Öl einer Trennstufe unterworfen,
um leichtes fluidierendes Öl und die Feststoffe in einem weitgehend trockenen Zustand,
aber leichtes fluidierendes Öl absorbiert enthaltend, zu erhalten. Dies kann mittels
Schwerkraft oder durch mechanisches Pressen des wasserfreien Breies, entweder statisch
oder dynamisch oder auf beide Arten, durchgeführt werden, wodurch der größe Teil
des Öls von den Feststoffen abgetrennt wird. In nanchen Fällen, r zie bei der Verarbeitung
von Nahrungsmitteln, Abwasserschlämmen, Rohmaterialien durch Ausschweißen oder Schlachthausabfällen,
enthält das Material selbst eine beträchtliche Menge Öl, unabhängig von dem leichten
fluidierenden#Öl, das vor der Entwässerungsstufe zugegeben wird. Wenn dieses Öl-ein
leichtes Öl ist, wird es weitgehend Teil des leichten fluidierenden Öls und entweder
beim Entwässern verdampft und anschließend zurückgewonnen oder durch die Entwässerungsstufe
zusammen mit den Feststoffen und dem Hauptteil des vlgefügten fluidierenden Öls
geführt und von dem entwässerten Brei mit dem zugesetzten Öl abgetrennt. Wenn der
im wesentlichen wasserfreie Brei einer genügend wirksamen Abtrennung unterworfen
wird, kann dies so durchgeführt werden, daß Öl in einem Ausmaß oder einer Menge
erhalten wird, die gleich ist oder die Menge
überschreitet, in
der vorher Öl dem Wasser-Feststoff-System zugesetzt wurde. Wenn das Öl, mit dem
das Wasser-Feststoff-System behaftet ist (das mit dem Wasser-Feststoff-System assoziiert
ist) ein schweres relativ nicht leicht flüchtiges Öl ist, kann es von den weitgehend
trockenen Feststoffen durch das leichte fluidierende Öl während der Abtrennstufe,
z.B. durch Pressen, herausgezogen, vom leichten Öl abgetrennt und zurückgewonnen
werden. Alternativ, wenn das extrahierte schwere Öl nicht vom leichten Öl abgetrennt
wird und das ganze Ölgemisch im ;lauf als fluidierendes Öl geführt wird, resultiert
ein Gleichgewicht, in welchem der Schwerölgehalt der weitgehend trockenen Feststoffe
etwa gleich dem ursprünglichen, auf wasserfreie Basis bezogen,ist.
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Es ist allgemein wünschenswert, daß die Ölabtrennungs-und die Entölungsstufe
zusammen genug Öl für die Wiederverwendung in der Entwässerungsstufe ergeben, so
daß das Verfahren bezüglich dem erforderlichen leichten fluidierenden Öl selbstversorger.d
ist. Noch besser wäre es, wenn in Fällen, in denen das Wasser-Feststoff-System ursprünglich
ein leichtes Öl enthält, die Ölabtrenn- und die Entölungsstufe etwas mehr leichtes
Öl liefern würden als in der Entwässerungsstufe benötigt wird, so daß das Verfahren
einen Ertrag an Öl bringen würde. Wenn das Wasser-Feststoff-System anfänglich ein
schweres Öl enthält, kann dieses durch
das leichte fluidiernde
Öl extrahiert und wie vorstehend beschrieben zurückgewonnen werden.
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Unabhängig davon, wie kräftig die Trennung, z.B. das Pressen des im
wesentlichen wasserfreien Breies von festen Stoffen in leichtem Öl vorgenommen wird,
werden die zurückgewonnen Feststoffe noch erhebliche Mengen leichten Öls absorbiert
haben, das, wenn es nicht zurückgewonnen wird, dem Verfahren verloren geht. Die
Mittel der Flüssig-Fest-Trennung zur Abtrennung des leichten fi#idierenden Öls von
den Feststoffen kann z.B. ein Absetztank sein, in welchem die Abtrennung mittels
Schwerkraft verläuft. Das Trennmittel kann auch eine mechanische Presse sein, z.
B. eine statische, wie eine Filterpresse (reciprocating filter press), oder was
noch günstiger ist, eine dynamische, wie eine Zentrifuge. Es können auch beide Pressenarten
verwendet werden. Demgemäß wird die größte Menge Leichtöl aus den Feststoffen z.B.
mit einer Zentrifuge herausgepreßt, und das Öl kann in einem geeigneten Sammelbehälter
gesammelt werden, wo es für die Wiederverwendung in dem Verfahren, wenn gewünscht,
zur Verfügung steht. Wenn das Wasser-Feststoff-System ursprünglich ein schweres
Öl enthält, kann es weitgehend von den Fest#t'offen durch Extraktion mit dem leichten
fluidierenden Öl während der Flüssig-Fest-Trennung entfernt werden. Wenn das abgetrennte
Öl in seine Komponenten leichtes
und schweres Öl getrennt wird
und nur das leichte Öl als fluidierendes Öl zurückgeführt wird, ist das Ergebnis
eine Herabsetzung des Gehaltes der trockenen reststoffe an schwerem Öl. Andererseits,
wenn die Hauptmenge abgetr?r.nten Öls, bestehend aus leichtem fluidierendem Öl und
extrahiertem schweren Öl als fluidierendes Öl rückgeführt wird, stellt sich ein
Gleichgewicht ein, nach welchem sich schweres Öl wieder auf den Feststoffen in gleichem
Maße festsetzt, als es von dem im Umlauf gefuhrten fluidierendem Öl entfernt wird.
Das Ergebnis sind im wesentlichen trockene Feststoffe, die, auf wasserfreie Basis
bezogen, etwa den gleichen Gehalt an schwerem Öl haben, wie ursprünglich.
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Da das leichte fluidierende Öl eine niedrige Viskosität und ein niedriges
spezifisches Gewicht hat, z. B. aus Erdöl gewonnenes Leichtöl, kann die entwässerte
Aufschlämmung vom Verdampfer in einen Absetztank übergeführt werden, wonach eine
höher konzentrierte Feststoff-Ölmischung ols ein verdickter Brei gewonnen wird.
Die Hauptmenge Öl bleibt im oberen Tail des Tanks zvtrück, von welchem es in das
Verfahren zurückgeführt wird. Dieses Absetzen mittels Schwerkraft erfordert keine
mechanische Presse.
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Dieser konzentrierte Brei von Feststoffen in Öl oder Feststoffen,
welche Öl absorbiert haben wird dann in direkten Kontakt mit Blasdampf gebracht.
Der Blasdampf, wenn er überhitzt ist, liefert die latente Warme f tr die Verdampfung
des leichten Öls; alternativ kann gesättigter Blasdampf von etwa 1000 C verwendet
werden, und zwar in Verbindung mit einer äußeren Wärmequelle, wie einem Dampfmantel,
um dem leichten Öl die Verdampfungswärme zuzuführen. Da das leichte Öl mit Wasser
nicht mischbar ist, führt sein direkter Kontakt mit dem Blasdampf zu einer Wasserdampfdestillation,
bei welcher das leichte Öl bei einer Temperatur siedet, die unter seinem Siedepunkt
liegt.
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Es wird nicht nur das leichte Öl schneller von den Feststoffen durch
Verdampfung entfernt und mit weniger Energie als mit Blasdampf allein oder in Verbindung
mit einer äußeren Wärmequelle, wie indirekter Kontakt mit Dampf oder einer anderen
wärmeübertragenden Flüssigkeit in z. B. einem Dampfmantel, sondern es wird auch
die Verwendung von höher siedenden leichten Ölen möglich. Irgendwelches schweres
Öl, das auf den trockenen Feststoffen vorhanden ist, wird jedoch praktisch nicht
verdampft.
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Der direkte Kontakt von mit Öl beladenen Feststoffen oder einer konzentrierten
Aufschlämmung
von Feststoffen in Öl mit Blasdampf gestattet, wie weiter vorn schon besprochen,
die Verdampfung des Öls bei einer Temperatur unter seinem normalen Siedepunkt. Jedoch
sind in gewissen Fällen, wie dem Entölen von temperaturempfindlichen Materialien,
z. B. Nahrungsmitteln und Viehfutter. noch niedrigere Temperaturen bei der Verdampfung
des leichten Öls erwünscht. Dies kann dadurch realisiert werden, daß man die mit
Öl beladenen Feststoffe mit dem Blasdampf bei Unterdruck in Kontakt ring4~.
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Die Entferung von leichtem öl von den Feststoffen durch direkten Kontakt
mit Blasdampf kann bequem in einem Entölgerät vorgenommen werden, das vorsugsweise
mit dem Auslaß des Absetztanks oder der Presse, z. B. einer Zentrifuge, verbunden
ist, und welches bei Atmosphärendruck oder Unterdruck betrieben werden kann. Wenn
gewünscht, kann der Entöler von außen, z. B. mittels eines Dampfmantels, beheizt
werden. Blasdampf wird in den Entöler, der den konzentrierten Feststoff-Öl-Brei
oder die mit Öl beladenen Feststoffe enthält, eingeführt. Es ist zweckmäßig, den
aus dem Entöler austretenden Blasdampf und das austretende verdampfte Leichtöl im
Verfahren als Wärmequelle zu verwenden. Das verdampfte Leichtöl wird gegebenenfalls
kondensiert u-,ia in der Entwässerungsstufe wiederverwendet. Irgendwelches schweres
Öl auf den Feststoffen wird praktisch nicht mit verdampft.
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In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Reststoffe des Wasser-Feststoff-Systems
wasserunlöslich und ursprünglich mit einem schweren Öl behaftet (assoziiert), das
weitgehend durch das leichte fluidierende Öl extrahiert wird, wonach das leichte
Öl und das schwere Öl voneinander getrennt werden. Die mit leichtem fluidierendem
Öl
beladenen Feststoffe werden mit Wasser aufgeschlämmt und die Aufschlämmung in den
Verdampfungsbereich eines Verdampfers geführt, wo mindestens ein Teil des Wassers
in Dampf übergeführt wird.
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Dieser Dampf ist dann Blasdampf, der direkt mit den mit leichtem Öl
beladenen Feststoffen in Kontakt kommt und die Verdampfung des mit Wasser nicht
mischbaren leichten Öls verursacht in gleicher Weise, wie die Verdampfung im Entöler,
wie weiter vorne beschrieben. Wie schon erwähnt, wird auch etwas wasser aus der
wässrigen Aufschlämmung verdampft. Die Feststoffe werden dann von zurückgebliebenem
Wasser mittels eines Filters oder Absetztanks abgetrennt. Die zurückgewonnenen Feststoffe
sind nicht nur frei von fluidierendem öl, sondern sie sind auch weitgehend frei
von schwerem Öl, mit darin sie vorher behaftet waren.
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Die Feststoffe, die nach Entfernung des leichten Öls durch den direkten
Kontakt mit Blasdampf zurückbleiben, werden oftmals für Zwecke außerhalb des Verfahrens
selbst verwendet und stellen somit ein Verfahrensprodukt dar. Das Verfahren und
die Vorrichtung nach der Erfindung eignen sich zur Rückgewinnung von reinem Wasser
und im wesentlichen trockenen Feststoffen aus Wasser-Feststoff-Systemen verschiedenen
Ursprungs; entweder sind es Abfallstoffe oder Feststoffe, welche Eigenwert haben.
So findet die Erfindung z. B. Anwendung zur Rückgewinnung von Wasser und Feststoffen
aus einer Vielzahl von Materialien, die gefunden werden in wässrigen Lösungen, in
wässrigen Dispersionen zder die in anderer Weise mit Wasser verbunden sind, z. B.
pulverförmige Kohle, Nahrungsmittel, Futtermittel und Abfälle, Zement, verbrauchter
Kalk, anorganische Salze, Abwasser, Klärschlamm, Schlachthausabwässer und Hilfsstoffe,
Schlämme, Ablauge
von der Papierindustrie, gewisse Baumrinden,
die organischen Ströme von Abfallbeseitigungsanlagen, pharniazeutische Produkte
und Abfälle, Abwässer von Konservenfabriken, Chemikalien und dergleichen. Dementsprechend
können die na-.l dem Kontakt mit Blasstrom erhaltenen Feststoffe, abhängig wovon
sie starnr#ri, als Düngemit##el, Futtermittel oder möglicherweise auch als Nahrungsmittel,
z. B. als ein entwässertes fettfreies Produkt verwendet werden. Da die Feststoffe
häufig brennbar sind, können sie als Brennstoffe für die Bildung von Dampf verwendet
werden, der benötigt wird als Dampf in der Verbrennungsanlage, Blasdampf für dc
Kontakt des konæentrierten Öl-Feststoff-Breies oder der mit Öl beladenen Feststoffe,
als Dampf zum Betreiben der Hilfsgeiite wie Pumpen, entweder direkt, wenn es dampfbetriebene
Pumpen sind, oder indirekt, wenn es motorbetriebene Pumpen sind, und zum Betrieb
des Turbinensatzes. Auch schweres Öl, das auf den im wesentlichen trockenen Feststoffen
zurückbleibt, kann Heizwert haben. So ist das Verfahren wenigstens teilweise bezüglich
des Bretmstoffbedarfs sich selbst unterhaltend. So werden mit dem Verfahren und
der Vorrichtung nach der Erfindung im wesentlichen reines Wasser und wertvolle feste
Produkte aus Wasser-Feststoff-Systemen zurückgewonnen. Darüber hinaus ist die Erfindung
durch die Tatsache charakterisieii, daß restliches leichtes fluidierendes Öl aus
der Entwässerungsstufe, das von den Feststoffen absorbiert ist oder auf andere Weise
an die Feststoffe gebunden ist, effektiv zur Wiederverwendung zurückgewonnen wird.
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Das Material, das nach dem Verfahren nach der Erfindung behandelt
werden soll, sollte Feststoffe einer Teilchengröße von unter etwa 6,35 mm haben.
Es sind jedoch größere Teilchen annehmbar, wie im
Fall von Knochen
für die Gelatineherstellung, vorausgesetzt, daß der freie Raum zwischen den Wärmeübertragungsflächen
entsprechend vergrößert wird. Größere Teilchen können nach den bekannten Techniken
gemahlen oder zerkleinert werden.
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Die Leichtöle, die für das Mischen mit den Wasser-Feststoff-Systemen
vor dem Entwässern verwendet werden können, sind inert und mit Wasser nicht mischbar.
Außerdem sollte sie genügend leicht flüchtig sein, um durch direkten Kontakt mit
Blasdampf einer Temperatur im Bereich von etwa 20 bis etwa 2050 C zu verdampfen.
Leichtöle, die im Bereich von etwa 65 bis etwa 2880 C, vorzugsweise von etwa 149
bis 2320 C sieden, sind als für diesen Zweck geeignet befui##n worden.' Leic"tb'le,
wie Kohlenwasserstofföle, die im Bereich von etwa 163 bis etwa 2050 C sieden, sind
bei der Verarbeitung von Futter für Tiere und Nahrungsmittel für den menschlichen
Verbrauch besonders bevorzugt, da dieser Siedebereich eine vollständige Entfernung
des Öls von den getrockneten Feststoffen gestartet. Die im allgemeinen bevorzugte
Klasse von leichten Ölen ist leichtes Kohlenwasserstofföl. Das leichte Kohlenwasserstofföl
kann normales paraffinisches, isoparaffinisches, aromatisches oder naphthenisches
Öl sein. Beispiele für geeignete, leichte Kohlenwasserstofföle sind n-Pentan, Isopentan,
n-Hexan Cyclohexan, Benzol, Isooctan, Eicosan, Kohlenwasserstoff-Fraktionen, die
im Bereich von etwa 150 bis etwa 2320 C sieden, Isohexan, Xylol, Octadecan, Toluol,
n-Heptan, Cyclopentan und Gemische davon. Eine weitere Klasse von geei.Jneten leichten
Ölen sind mit Wasser nicht mischbare Fettalkohole. Beispiele für geeignete Alkohole
sind n-Hexylalkohol, n-Heptylalkohol, Isoheptylalkohol, n-Octylalkohol, Isooctylålkohol,
n-Nonylalkohol und n-Decyläikohol. Fettsäuren wie Capronsäure und Caprinsäure können
ebenfalls als leichtes Öl verwendet
werden. Bei der Verarbeitung
von Nahrungsmitteln und Viehfutter wird ein für Lebensmittel zugelassenes leichtes
Öl verwendet (z. B. ein von FDA zugelassenes Leichtöl, wie die Reihe der isoparaffinischen
Öle der Humble Oil and Refinirg Company unter dem Handelsnamen "Isopar"). Besonders
bevorzugt für die ~7#rarbeitung von Futter für Tiere und Nahrungsmittel für den
menschlichen Verbrauch ist Isopar H, weil sein Flammpunkt sicheres Arbeiten gestat#'#t
und seine Siedetemperatur, die im Bereich von etwa 163 bis 1050 C liegt, eine praktisch
vollständige Entfernung des Öls von dem getrockneten Produkt gestattet, was Jen
FDA-Bestimniungen entspricht. Im allgemeinen können Materialien verwendet werden,
die bei der Verfahrenstomperatur flüssig #ind, die vorzugsweise ölartig sind und
die relativ leicht flüchtig und im wesentlichen mit Wasser nicht mischbar sind.
Es ist häufig zweckmäßig, ein leichtes Öl zu verwenden, das Verfahrensverbesserungen
bringt, d. h. ein Öl, das den Wert dsr Feststoffprodukts erhöhen kann, wie Abfallöle,die
normalerweise in Abwässern oder Industrieabwässern gefunden werden, oder Heizöle
oder, wie weiter vorn vorgeschlagen, Öle, die aus dem Verfahren selbst stammen,
so daß die Kosten des Verfahrens verkleinert werden. Die Menge des leichten fluidierenden
Öls ist so zu bemessen, daß es in den System im Bereich von etwa 2 bis etwa 20 Gewichtsteilen
oder darüber, bezogen auf Nichtfette oder nicht ölige Feststoffe, vorliegen. Dies
bezieht sich auf alles Öl, d. h.
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das Öl, welches zugesetzt wird plus das, welches aus dem Verfahren
stammt und wiederverwendet wird. Diese Ölmenge gibt ein flüssiges pumpfähiges Gemisch,
selbst in Abwesenheit von Wasser. Der Ausdruck "flüssig", wie er hier verwendet
wird, ist als Synonym für "Flüssigkeit" zu verstehen, d. h. Annehmen der Gestalt
des Behälters in dem Ausmaß, in welchem das Gemisch den Behälter füllt.
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Während die Entwässerungsstufe des erfindungsgemäßen Verfahrens in
einer einzigen Stufe oder "Ein-Effekt-Verdampfe ronbekannter .
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Art vorgenommen werden kann, wird bevorzugt, sie in einer Mehrzahl
von aufeinander folgenden Verdampfungsstufen durchzuführen, wobei jede der aufeinanderfolgenden
Ve;dampfungsstufe- eine jeweils höhere Temperatur und die resultierenden Feststoffströme
eine jeweils höhere Konzentration infolge zunehmender Entwässerung haben und die
entwickelten Dämpfe jeder Verdampfungsstufe liefern den .resentlichen Teil der Wärme
für die vorangehende Verdampfungsstufe. So ist eine Mehrzahl von direkt aufeinanderfolgenden
Ve;dampfungsstufen mindestens zwei. Temperaturen, Druckeund Konzentrationen der
fortlaufenden Reihe von V#'dampfungsstufen ist weitgehend empirischer Natur, abhängig
von den Systemen und Ölen, die verwendet werden. Die normalen Arbeitstemperaturen
für die Entwässerung des Gemisches aus Wasser-Feststoff-System und leichtem fluidierendem
Öl können liegen: in der ersten Stufe im Bereich von etwa 20 bis etwa 1210 C und
in der zweiten, dritten oder abschließenden Stufe eines Multieffekt-Trocknungssystems
im Bereich von etwa 38 bis 2050 C. Die bevorzugten Arbeitstemperaturen liegen im
Bereich von etwa 32 bis etwa etwa der zweiten, dritten oder letzten Stufe. Diese
Bereiche und Temperatursteigerungen sind für den Fall angemessen, in dem die Ströme
des zu entwässernden Gemisches und der Heiz- oder Trocknungsdämpfe.
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im Gegenstrom durch die Verdampfer strömen; der Verdampfer, der auf
diese Weise arbeitet, wird als "backward flow"-#erdampfer (Rückflußverdampfer) bezeichnet.
Die Temperaturen hängen auch von der gewünschten Qualität des Endproduktes und der
Wirtschaftlichkeit der verwendeten Brennstoffe, der Verfügbarkeit von Kühlwasser,
Kosten usw. ab.
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Der Ausdruck "erste Stufe" bezieht sich auf In Teil der Verdampfungsanlage,
in welchem das Gemisch von Wassers Feststoff-System und leichtem fluidierendem Öl
der ersten Stufe einer Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Verdampfungsstutzen unterworfen
wird, zwei oder drei oder mehr sind entsprechend die zweite, die dritte Stufe usw.
Der Ausdruck ~Multieffekt" bezieht sich auf das Stren und die Wirkung des Heizmediums,
gewöhnlich Wasserdampf, in der Verdampferaniage. Wo-der Strom eines ',Gemisches
von leichtem fluidierendem Öl und Feststoffen, das erhitzt und verdampft wird, im
Gegenstrom zu dem Heizdampf (backward flow) verläuft, ist die erste Stufe des Verdampfers
gleich der Stufe seines geringsten Effekts.
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Die Drücke sind nicht kritisch und werden mit der Temperatur gesteuert,
um die gewünschten Verdampfungsgeschwindigkeiten in einer gegebenen Anlage zu erzielen.
So liegt der Druck in der ersten Stufe üblicherweise bei etwa 1,693.103 Pa absolut
bis etwa Atmosphärendruck. Die Drücke steigen dann in den folgen Stufen entsprechend
den Temperaturen in dem vorstehend beschriebenen Gegenstromverfahren oder backward-flow.
Vorzugsweise wird die erste Stufe bei Unterdruck betrieben und die letzte Stufe
bei etwa Atmosphärendruck.
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Der Vorteil der aufeinanderfolgenden Verdam#fungsstufen ist aus dem
folgenden zu ersehen. Es kann z.B. bei einem Doppeleffekt-Verdampfer mit einer Eintrittsvemperatur
von 27 °C das Material den Verdampfer mit einer Temperatur von etwa 108 bis 121
°C verlassen, wobei etwa 0,45 kg Dampf für etwa 0,68 bis 0,8 kg zu verdampfendem
Wasser erforderlich sind. Dagegen wäre in einem Einstufen- oder Ein-Effekt-Verdampfer
etwa 0,6 kg Dampf erforderlich, um nur 0,45 kg Wasser zu verdampfen. Wenn Drei-
oder Mehreffekt-Verdampfer benutzt werden, ist eine weitere Verbesserung im Brennstoffverbrauch
möglich. Es ist noch zu bemerken, daß der verdampfte Dampf jeder Hitzeverdampfungsstufe
nach der ersten Stufe einen wesentlichen Teil des Wärmebedarfs der vorangegangenen
Hitzeverdampfungsstufe bei einem Rückstromverdampfer liefert.
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Die einzige erforderliche, von außen zuzuführende Wärme ist die, die
benötigt wird, um die Temperatur der Komponenten auf Verdampfungstemperatur zu bringen
und die Verdampfungswärme zu liefern sowie Wärmeverluste auszugleichen. Das EndprodukL
der Entwässerungsstufe ist allgemein ein im wesentlichen wasserfreier Öl-Feststoff-Brei,
der nicht mehr als etwa 5 bis 10 Gew.-% Wasser, bezogen auf Nicht-Fett-Stoffe, enthält.
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Obwohl backward-flow oder Rückströmverdampfer besonders bevorzugt
werden, kann irgendeine Type benutzt werden.
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So können backward-flow-Verdampfer, forward-flow-Verdainpfer (Durchströmverdampfer),
forward-flow-backward-flow-Verdampfer, Kombinationen davon 13er irgendeine andere
Kombination verwendet werden. Die im allcjenieinen besonders bevorzugten Vorrichtungen
sind die in der Technik bekannten Multieffekt-Verdampfer, z.B. Mojonnier, Bufflovac,
Rodney-Hunt, Rekompressions-Verdampfer, wie solche mit thermischer oder mechanischer
Rekompression usw. Funktionell können die Verdampfer von irgendeiner Type sein,
wie Zwangsumlauf-, Uberlauf-, Rieselfilmumlauf-, Einweg-Verdampfer, Verdampfer mit
Filmabstleifer, Plattenverdampfer oder tatsächlich irgendeine geeignete Type.
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Die Trennung der Feststoffe von dem leichten fluidierenden Öl kann
in geeigneter Weise durch Trennung mittels Schwerkraft oder in einer Flüssigkeit-Feststoff-Trennvorrichtung,
vorzugsweise einer dynamischen Presse, wie einer Zentrifuge, vorgenommen werden.
Der konzentrierte Öl-Feststoff-Brei oder die Feststoffe, welche noch restliches
leichtes Öl absorbiert haben, die ctus der Flüssigkeit-Feststoff-Trennvorrichtung,
z.B. einer Zentrifuge, zurückgewonnen werden, werden dann in direkten Kontakt mit
Blasdampf gebracht, um das restliche leichte Öl von ihnen zu entfernen. Irgendwelches
restliches schweres Öl, das auf den Feststoffen noch vorhanden sein kann, wird im
wesentlichen nicht durch Kontakt mit dem Dampf entfernt. In der Ausführungsform
der Erfindung, wie sie
in Fig. 1 dargestellt ist, treten die ölbeladenen
Feststoffe, aus der Zentrifuge kommend, in einen Entöler ein, der bei otwa Atmosphäre-idruck
betrieben wird, worin sie in direkten Kontakt mit dem Blasdampf gebracht werden.
Der Entöler kann vorzugsweise von außen beheizt werden, z.B.
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durch Hindurchleiten von Dampf durch einen ihn umgebenden Heizmantel.
Der Blasdampf ist vorzugsweise gesättigter Dampf von etwa 100 °C bei Atmosphärendruck,
aber es kann auch überhitzter Dampf sein mit einer Temperatur von etwa 120 bis 260
OC. Der Blasdampf, der mit den mit leichtem Öl beladenen Feststoffen in dem Entöler
in Kontakt kommt, verursacht das Verdampfen des leichten Öls bei einer Temperatur
unter dem normalen Siedepunkt des Öles. Wie weiter oben dargelegt, wird restliches
schweres Öl auf den mit Öl beladenen Feststoffen nicht merklich verdampft. Das verdampfte
leichte Öl und der ausströmende Blasdampf kann vorteilhafterweise vom Entöler weggeführt
werden und die Energie zurückgewonnen werden, z.B. durch Verwendung als Wärmequelle
im Verdampfungsbereich des Systems.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist der Entöler direkt
mit einem Trocknungsverdampfer verbunden, der unter Unterdruck oder etwas niedrigerem
als Atmosphärendruck arbeitet. Als Folge davon steht auch der Entöler unter
Unterdruck.
Da für das Entölen weniger Blasdampf erforderlich ist und es bei Unterdruck ausgeführt
werden kann, ist diese Ausführungsform von Vorteil, wenn ein temperavurempfindliches
Material, wie ein Nahrungsmittel oder ein Tierfuttermittel, zu entölen ist. Der
Entöler kann von außen beheizt werden, z.B. durch einen Dampfmantel, um die latente
Wärme zu liefern.
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Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform enthält das Wasser-Feststoff-System,
das eingesetzt wird, ein Schweröl, das mit dem leichten fluidierenden Öl extrahiert
wird, wonach das leichte fluidierende Öl und das extrahierte schwere Öl getrennt
werden. Das leichte fluidierende Öl wird in dem System in Umlauf geführt. Die ölbeladenen
Feststoffe werden, wie bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform, von der die
in Fig. 3 dargestellte eine Modifikation ist, direkt mit Blasdampf in einem Entöler
in Kontakt gebracht, um restliches leichtes fluidierendes Öl zu entfernen. Die Extraktion
des schweren Öls, mit dem das Wasser-Feststoff-System ursprünglich behaftet war,
fahrt zu im wesentlichen trockenen Feststoffen mit vermindertem Gehalt an schwerem
Öl.
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Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform wird ein Wasser-Feststoff-System
mit wasserunlöslichen Feststoffen und einem Gehalt an schwerem Öl eingesetzt. Das
leichte
fluidierende Öl und das extrahierte schwere öl werden voneinander
getrennt und das leite Öl zurückgeführt, d.h. in der Anlage oder dem Verfahren in
Umlauf geführt. Die mit leichtem Öl beladenen Feststoffe werden in einem Repulping-Tank
mit Wasser aufgeschlämmt. Die wässrige Aufschlämmung oder der Brei wird in den Verdampfungsbereich
eines Verdampfers geleitet, wo mindestens ein Teil des Wassers in Dampf übergeführt
wird, welcher mit dem Brei direkt in Kontakt kommt und die Verdampfung des leichten
Öls und eines Teils des Wassers verursacht.
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Die Feststoffs werden vom Wasser abgetrennt. Da das schwere Öl, das
ursprünglich mit dem Wasser-Feststoff-System assoziiert war, durch das leichte fluidierende
Öl extrahiert wird, ist das Reinergebnis, daß die zurückgewonnenen Feststoffe einen
wesentlich niedrigeren Gehalt an Schweröl haben.
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Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform wird der weitgehend wasserfreie
Brei von Feststoffen in leichtem fluidierendem Öl mittels Schwerkraft in einem Absetztank
in eine ölphase und einen konzentrierten Brei von Feststoffen in leichtem Öl getrennt.
Das abgetrennte Öl wird am Kopf des Absetztanks entfernt und zum Umlauf im Verfahren
zurückgeführt. Der konzentrierte Brei von Feststoffen in leichtem Öl wird in einen
Entöler gepumpt, wc er in direkten Kontakt mit Blasdampf gebracht wird, welcher
die Verdampfung
des leichten bls bei einer Temperatur unter dem
normalen Siedepunkt des Öls bewirkt. Obwohl der in Fig. 5 gezeigte Entöler bei etwa
Atmosphärendruck arbeitet, kann er selbstversrandlich auch bei Unterdruck betrieben
werden.
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Die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung ist verhältnismäßig einfach und
kompakt, indem ein Einstufenverdampfer verwendet wird und der im wesentlichen wasserfreie
Brei von Feststoffen in leichtem fluidierendem Öl mittels Schwerkraft in eine Phase
leichten Öls und einen konzentrierten Brei von Feststoffswn in leichtem Öl getrennt
wird, was eine Preßvorrichtung überflüssig macht. Das abgetrennte leichte Öl wird
wieder in den Umlauf rückgeführt, während der konzentrierte Brei von Feststoffen
in leichtem Öl zu einem Entöler gepumpt wird.
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Aus dem Entöler ausströmender Blasdampf und verdampftes leichtes Öl
werden direkt zum Einstufen-Verdampfer geleitet, um ihm die Verdampfungswärme zuzuführen.
Im Hinblick auf den verwendeten Einstufen-Verdampfer ist die Verwendung des Blasdampfes
und des verdampften leichten Öls vom Entöler wesentlich, um nutzbringende Verwendung
des Dampfes in der Anlage zu erreichen.
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Die Erfindung wird am klarsten erkannt und am besten verstanden werden,
wenn sie nun unter Bezugnahme auf die in den Figuren dargestellten Fliesschemen
der bevorzugten
Ausführungsformen erläutert wird. In der in Fig..
1 gezeigten Ausführungsform wird ein Strom eines Wasser-F#ststoff-Systems, Feststoffe
in Lösung oder Dispersion, durch Leitung Ir in einen Fluidier- oder Mischtank 10
eingeleitet. Leichtes fluidierendes Öl gelangt durch Leitung 14 in den Tank 10.
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Die flüssige Mischung im Fluidier-Tank 10 wird mittels einer Rührvorrichtung
16 bewegt und aus dem Tank 10 mittels einer Pumpe 18 abgezogen. Die Pumpe 18 fördert
das Gemisch durch Leitung 20 zum Verdampfungsbereich der ersten Stufe oder des dritten
Effekt-Verdampfers 22 der rocknungs-verdam#fungs-Anlage. Im Verdampfer 22 wird Wasser
und ein Teil des leichten Öls bei Unterdruck von z.B. 6,77 bis 33,86.103 Pa absolut
weggedampft. Die Temperatur des partiell entwässerten und partiell entölten Produkts
des eingeleiteten Gemisches von Wasser-Feststoff-System in leichtem Öl liegt im
Bereich von etwa 21 bis 121 OC, vorzugsweise 32 bis 80 OC, abhängig von dem im Verdampfer
herrschenden Druck. Das System wird durch Mischdampf von Wasser und leichtem Öl
erhitzt, dessen Temperatur um etwa 16,5 bis 22 °C über der Temperatur des partiell
entwässerten Gemisches aus Wasser-Feststoff-System und Öl liegt. Der Mischdampf
wird von der Dampfkammer der folgenden oder zweiten Stufe der Verdampfungsanlage
durch Leitung 24 herangeführt. Das Kondensat des Heizdampfes wird durch Leitung
26 abgezogen, welche mit Leitung 28 in
einer T-Verbindung zusammentrifft.
Das Kondensat wird durch Leitung 28 zum Öl-Waser-Abscheider 30 geführt. Das Gemisch
von Wasserdampf und a-crdampftem leichtem Öl als Ergebnis der teilweisen Entwässerung
des eingeführten Gemisches von Wasser-Feststoff-System in leichtem Öl wird von der
Dampfkammer des Verdampfers 22 durch Leitung 34 zum Oberflächenkondensator 36 geführt,
in welchem mittels einer Vakuumpumpe 38, welche über eine Vakuumleitung 40 mit dem
Oberflächenkondensator 36 verbunden ist, Unterdruck herrscht.
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Das Gemisch von Wasserdampf und Dampf leichten Öls, das über Leitung
34 in den Oberflächenkondensator 36 geführt wird, wird durch Kühlwasser, welches
in den Kondensator durch Leitung 42 eintritt und den Kondensator durch Leitung 44
verläßt, kondensiert. Das Kondensatgemisch aus warmem Wasser und leichtem Öl wird
durch Leitung 46 von dem Kondensator zum Öl-Wasser-Abscheider 30 geleitet.
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Im Öl-Wasser-Abscheider 30 wird das Gemisch von Wasser und leichtem
Öl in leichtes Öl und partiell geklärtes, etwas leichtes Öl enthaltendes Wasser
getrennt. Das abgetrennte leichte Öl wird aus dem Öl-Wasser-Abscheider 13 durch
Leitung 48 zum Sammeltank 50 für leichtes Öl geführt.
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Das partiell geklärte Wasser wird vom bl-Wasser-Abscheider-30 über
Leitung 54 zum Coalescer 56 geleitet. Im Coalescer 56 wird das partiell geklärte,
noch etwas Leichtöl enth?.ltende Wasser in Leichtöl und reines Produkt-Wasser getrennt.
Das abgetrennte Leichtöl wird durch Leitung 58 aus dem Coalescer 56 abgezogen.
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Die Leitung 58 trifft in einer T-Verbindung mit Leitung 48 zusammen,
über welche das leichte Öl zum Sammelbehälter 50 für leichtes Öl geführt wird. Das
Produkt reines Wasser wird aus dem Coalescer durch Leitung 60 entfernt. Wenn gewünscht,
kann ein Teil des Produkt-Wassers im System wiederverwendet werden. Wenn gewünscht,
kann das ganze zurückgewonnene Wasser in einem Sammelbehälter gespeichert werden,
um später für -Zwecke verwendet zu werden, bei denen im wesentlichen reines Wasser
erforderlich ist.
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Das teilweise entwässerte Gemisch von Wasser-Feststoff-System in leichtem
Öl aus dem Verdampfer 22 wird laufend durch Leitung 62 mittels der Pumpe 64 entfernt.
Das teilweise entwässerte Gemisch wird durch Leitung 62 in den Verdampfungsbereich
der zweiten Stufe 66 der Verdampferanlage gedrückt.
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In der zweiten Verdampfungsstufe läuft der gleiche. Vorgang ab wie
in der ersten Stufe, ausgenommen, daß der Druck höher ist. Der Druck in jeder nachfolgenden
Verdampfungsstufe ist etwas höher als in der vorangegangenen Stufe, wobei in
der
letzten Stufe etwa atmosphärischer Druck herrscht.
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Die Temperatur des weiter entwässerten Produkts der zweiten Verdampfungsstufe
liegt im Bereich von etwa 38 bis 20 OC, vorzugsweise von etwa 52 bis 177 °C, abhängig
vom Druck in dem Verdampfer. Das Heizmedium ist ein Gemisch aus Wasserdampf und
dampf förmigem leichtem Öl, dessen Temperatur etwa 16,5 bis 22 °C höher ist als
die Temperatur des weiter entwässerten Breies, der die zweite Verdampfungsstufe
verläßt. Das Heizdampfgemisch kommt durch Leitung 68 von der Dampfkamner der dritten
oder folgenden Verdampfungsstufe. Das Kondensat des gemischten Heizdampfes wird
von dem Verdampfer der zweiten Stufe 66 durch Leitung 28 abgezogen und an den Öl-Wasser-Abscheider
30 abgegeben.
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Wie weiter oben schon gesagt, wird das Gemisch von Wasserdampf und
Dampf leichten Öls, welches bei der weiteren Entwässerung des partiell entwässerten
Gemisches von Wasser-Feststoff-System in leichtem Öl gebildet worden ist, von der
Dampfkammer des Verdampfers 66 durch Leitung 24 entfernt und als Heizmedium im ersten
Verdampfer 22 verwendet.
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Der weiter entwässerte Brei von Wasser-Feststoff-System in leichtem
Öl wird aus der zweiten Stufe 66 der Verdampfungsanlage abgezogen und mittels Pumpe
70 durch die Leitung 74 entfernt. Das weiter entwässerte Gemisch wird durch die
Leitung
74 in den Verdampfungsbereich der dritten Stufe 76 der Verdampfungsarlage geführt.
Der Druck in der dritten Stufe ist höher als der in der zweiten Stufe, vorzugsweise
ist der Druck etwa atmosphärischer Druck. Die Temperatur des Produkts der dritten
Stufe bzw. des Verdampfers 76 ist höher als die Temperatur des Produkts des Verdampfers
66; sie liegt im Bereich von etwa 38 bis 205#0C, vorzugsweise von etwa 65 bis 177
~C. Das Produkt des Verdampfers 76 ist ein Brei von Feststoffen in leichtem Öl,
der etwa 1 Gew.-% Wasser, bezogen auf den ganzen Brei, enthält.
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Das Heizmedium der dritten Stufe 76 der Verdampfungsanlage ist Dampf
einer Temperatur, die etwa 16,5 bis 27,5 °C über der Temperatur des Produkts, das
ist ein weitgehend wasserfreier Brei von Feststoffen in leichtem Öl, liegt.
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Dieser Dampf wird in einer Verbrennungsanlage 77 erzeugt und dem dritten
Verdampfer 76 über Leitung 78 zugeführt.
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Das Kondensat des Heizdampfes wird durch Leitung 80 abgezogen und
zur Verbrennungsanlage 77 zurückgeführt.
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Wie schon erwähnt, wird das Gemisch aus Wasserdampf und Dampf leichten
Öls, der als Ergebnis der weiteren Entwässerung des Breies von Feststoffen in leichtem
Öl gebildet worden ist, von der Dampfkammer des dritten Verdampfers 76 durch Leitung
86 entfernt und als Heizmedium im zweiten Verdampfer 66 verwendet.
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Der im wesentlichen wasserfreie Brei von festen Stoffen in leichtem
Öl wird aus der dritten Stufe 76 der Verdampfungsanlage abgezogen und mittels der
Pumpe 82 durch die Leitung 74 einer kontinuierlich arbeitenden Zentrifuge 86 zugeführt.
In der Zent.=ifuge 86 wird das leichte Öl von den Feststoffen getrennt und über
Leitung 68 zum Sammeltank 50 für leichtes Öl geleitet. Das zurückgewonnene leichte
fluidierende Öl wird mittels Pumpe 90 aus dem Tank 50 entfernt und durch Leitung
14 wieder zum Fluidierungs- oder Mischtank 10 zurückgeführt zum Wieder-Umlaufen
durch das ganze System. Wenn das Ver fahren Öl abwirft, d. h. eine Ausbeute an Öl
liefert, wird dieses aus dem Tank 50 gewonnen und für die Verwendung außerhalb der
Vorrichtung gespeicher.
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Die Feststoffe, die noch restliches leichtes Öl absorbiert haben,
verlassen die Zentrifuge 86 und gelangen in einen Behälter 94 mit bewegbarem Boden
über Leitung 96. Im Behälter 94 werden die Feststoffe veranlaßt, zum Ausgang des
Behälters vorzurucken, von wo aus sie mittels Schwerkraft durch die Leitung 98 in
den Kuchen-Entöler 100 gelangen. Der Entöler 100 kann, wenn gewünsh, außen durch
in der Verbrennungsanlage 77 gebildeten Dampf, welcher in den Dampfmantel 102 durch
Leitung 104 gelangt, beheizt werden. Das Kondensat des Dampfmantels wird durch Leitung
106 abgezogen und zur Verbrennungsanlage zurückgeführt. Blasdampf, der in der Verbrennungsanlage
77 gebildet wird, wird über Leitung 104 zur Leitung 108, an die sie durch eine T-Verbindung
angeschlossen ist, geführt und gelangt über Leitung 108 in den Entöler 100. In dem
Entöler 100 kommt der Dampf direkt in Kontakt mit den mit leichtem Öl beladenen
Feststoffen und verursacht Verdampfung des leichten Öls bei einer Temperatur unter
dem normalen Siedepunkt des Öls. Abdampf und verdampftes
leichtes
Öl treten aus dem Entöler durch Leitung 110 aus.
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Die von absorbiertem leichtem Öl befreiten Feststoffe werden aus dem
Entöler 100 mittels Schwerkraft ausgetragen und durch die Leitung 114 zum Behälter
mit bewegbarem Boden 116 geführt. Der Schnekkenfördererboden des Behälters 116 führt
die Feststoffe zum Ausgang des Behälters, wo die Feststoffe, die frei von fluidierendem
leichtem Öl sind und sich in im wesentlichen wasserfreien Zustand befinden, ausgetragen
und durch Leitung 118 einer Mahl- oder Zerkleinerungsvorrichtung 119 zugefü)#'t
werden. Mittels der Vorrichtung 119 werden die Feststoffe granuliert, wenn nicht
in Pulverform gebracht, und von der Mahlvor-Schtung 119 strömen sie durch Leitung
120 zu einem Dreh-Wahlventil oder Dreiwegehahn 121, durch welchen sie entweder in
Leitung 122 oder Leitung 123 gelangen. Leitung 122 führt zu einer Sammelstelle oder
Packvorrichtung, von wo aus sie für weitere Verwendung außerhalb der dargestellten
Gesamtanlage entfernt werden.
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Leitung 123, auf die der Hahn 121 in der Fig. 1 eingestellt ist, führt
zu einem Sauggebläse 124 und durch das Gebläse 124 werden die zerkleinerten Feststoffe
in den Verbrennungsbereich der Verbrennungsanlage 77 durch Leitung 125 geführt.
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Der ausströmende Blasdampf und das verdampfte leichte Öl treten aus
dem Entöler 100 aus und werden durch Leitung 110 zur zweiten Verdampfungsstufe 66
der Verdampfungsanlage geführt, wo das Dampfgemisch die Verdampfungswärme für diese
Verdampfrlngsstufe liefert.
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Da die zweite Verdampfungsstufe bei einem Druck unter Atmosphärendruck
arbeitet, ist in Leitung 110 ein Ventil 126, welches mit einem Druckfühler versehen
ist, eingebaut und dient dazu in dem Entöler 100 einen etwas unter Atmosphärendruck
liegenden Druck aufrechtzuerhalten.
Die Entölung wird daher bei
im wesentlichen atmosphä.-rischem Druck durchgeführt. So wird bei der dargestellten
Ausführungsform die Energie von austretendem Wasserdampf und verdampftem leichten
Öl konstruktiv zurückgewonnen, indem dem zweiten Verdampfer 66 Wärme zugeführt wird.
Das Kondensat von Heiziampf und verdampftem leichtem Öl wird vom zweiten Verdampfter
durch Leitung 28 abgezogen und an den Öl-Wasser-Abscheider 30 abgegeben. Obwohl
der Blasdampf und das verdampfte leichte Öl, welche vom Entöler 100 kolnrlen, in
der Fig. 1 als Verdampfungswärmelieferant für den zweiten Verdampfter 66 dargestellt
sind, kann elbstverständlich die Energie dieses Dampfgemisches auch dadurch zurückgewonnen
werden, daß der ersten Stufe 22 der Verdampfungsanlage Wärme zugeführt wird, oder
irgendeiner anderen Verdampfungsstufe der Anlage, ausgenommen der äußersten dritten
Stufe 76 der Verdampfungsanlage, da das in dem Dampfgemisch enthaltene Öl das Kondensat
verunreinigen würde, das zur Verbrennungsanlage durch Leitung 80 zurückgeführt wird
und auch deshalb, weil die Temperatur des Dampfgemisches für die erforderliche Hitzeübertragung
nicht hoch genug wäre. Alternativ kann der aus dem Entöler 100 austretende Blasdampf
und das dampfförmige leichte Öl zum Vorwärmen des Gemisches aus Wasser-Feststoff-System
und leichtem fluidierendeir ul durch Einspritzen in den Tank 110 verwendet werden,
oder an irgendeiner anderen Stelle des Systems,wo die Rückgewinnung seiner Energie
zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens beitragen kann.
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Die vorstehende Beschreibung der Fig. 1 trifft auf den Fall zu, in
dem das Wasser-Feststoff-System ursprünglich kein schweres, verhältnismäßig nicht
leicht flüchtiges Öl enthält. Wenn dem Wasser-
Feststoff-System
ursprünglich ein schweres, relativ nicht leicht flüchtiges Öl anhaften würde, würde
das schwere Öl durch das leichte fluidierende Öl während des Pressens herausextrahiert
werden. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform wird die gesamte Öifraktion von
dem Preßvorgang als fluidierendes Öl in den Umlauf zurück r####ückgeführt.
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Dementsprechend würde sich, wenn ein schweres Öl anwesend wäre, schnell
ein Gleichgewicht einstellen, nach welchem schweres Öl aus dem Wasser-Feststoff-System
durch fluidierendes Öl extrahiert wird in gleichem Ausmaß, in welchem es durch das
umlaufende Öl ersetzt wird. Das Endergebnis würde ein im wesentlichen trockenes
Feststoffprodukt sein, das im wesentlichen den gleichen Gehalt an schwerem Öl hat,
wie das Ausgan9:#aterial, bezogen auf wasserfreies Material.
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Fig. 2 zeigt einen Teil der Vo#rrichtung, der in einer abgewandelten
Vorrichtung gemäß Fig. 1 verwendet wird. Darin ist der Entöler direkt mit einem
Verdampfer verbunden, der bei Unterdruck arbeitet. Demgemäß steht auch der Entöler
unter Unterdruck. Die Vorrichtung nach Fig. 2 unterscheidet sich in erster Linie
von der der Fig. 2 darin, daß die Leitung 110 kein mit einem Druckfühler ausgerüstetes
Ventil 126 aufweist, aber ein erstes Drehventil oder ein Äquivalent davon in Leitung
98 zwischen dem Behälter 9z mit bewegbarem Boden und Entöler 100, sowie ein zweites
Drehventil oder ein Äquivalent davon in Leitung 114 zwischen dem Entöler 100 und
einem Behälter 116 mit bewegbarem Boden. Die Vorteile des Betreibens des Entölers
bei Unterdruck besteht darin, daß zum Entölen weniger Blas'dampf erforderlich ist
und daß das Entölen bei niedrigeren Temperaturen durchgeführt werden kann, was vorteilhaft
ist, wenn ein temperaturempfindliches Material, wie ein Nahrungsmittel oder ein
Futtermittel entölt werden sollen.
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In der Vorrichtung gemäß Fig. 2 werden die mit leichtem Öl beladenen
Feststoffe über Leitung 96 von der Zentrifuge 86 zum Behälter 94 geführt. In dem
Behälter 94 mit bewegbarem Boden werden die Feststoffe zum Auslaß des Behälters
vorgeschoben, von wo sie in die Leitung 98 eintreten und mittels es Drehventil 127
in den Entöler 100 gefördert werden. Wie in Fig. 1 kann der Entöler 100, wenn gewünscht,
von außen mit Dampf beheizt werden, welcher durch Leitung 104 in den Dampfmantel
102 eintritt. Das Kondensat des i'.'jizdampfes wird durch Leitung 106 abgezogen.
Der in einer Verbrennungsanlage erzeugte Blasdampf tritt in den Entöler 100 über
Leitung 108 ein und kommt mit den mit leichtem Öl beladenen Feststoffen in Kontakt,
so daß das leichte Öl verdampft. Die Feststoffe, frei von restlichem leichtem Öl,
werden aus dem Entöler 100 über Leitung 114 entfernt und durch das Drehventil 128
in den Behälter 116 mit bewegbarem Boden gedrängt. Die Feststoffe, die frei von
fluidierendem leichtem Öl und weitgehend trocken sind, verlassen schließlich den
Behälter 116 über Leitung 118. Wenn das eingesetzte Wasser-Feststoff-System ein
schweres Öl enthielt, enthält das im wesentlichen trockene Feststoff-Produkt schweres
Öl in etwa der gleichen Menge, wie das Ausgangsmaterial, auf wasserfreie Basis bezogen,
wie bereits in Verbindung mic Fig. 1 beschrieben.
-
Der Blasdampf und das verdampfte leichte Öl, das aus dem Entöler 100
austritt gelangt in Leitung 110. Leitung 110 ist mit einer Verdampfungsstufe, die
bei Unterdruck arbeitet, verbunden, wodurch die energie des austretenden Blasdampfesurrl'des
dampfförmigen leichten Öls konstruktiv zum Erhitzen dieser Verdampfungsstufe zurückgewonnen
wird. Da, wie weiter oben erwähnt, in Leitung 110 kein mit einem Druckfühler versehenes
Ventil vorhanden ist, steht der Entöler 100
in direkter Verbindung
mit der unter Unterdruck arbeitenden Verdampfungsstufe. Da die Drehventile 127 und
128 im wesentlichen luftdicht sind, steht auch der Entöler 100 unter Unterdruck,
obwohl die Behälter mit bewegbarem Boden 94 und 116, mit welchem der Entöler verbunden
ist, unter im wesentlichen atmosphärischem Druck stehen.
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Fig. 3 zeigt einen Teil einer modifizierten Vorrichtung nach Fig.
1, in welcher ein Wasser-Feststoff-System, welches ursprünglich ein schweres Öl
enthält, eingesetzt wird. Das schwere Öl wird durch das leichte fluidierende Öl
während der Trennungsstufe Flüssigkeit-Feststoff extrahiert. Das leichte fluidierende
Öl uhr,; das extrahierte schwere Öl werden dann voneinander getrennt und die leichte
IComponente als fluidierendes bl rückgeführt. Das Ergebnis ist, daß im wesentlichen
trockene Feststoffe mit einem geringeren Gehalt an schwerem Öl erhalten werden.
Z. B., wenn die Wasser-Feststoff-Systeme Produkte der rendering industry sind, welche
gewöhnlich 10-15 Gew.-% schwere Öle und Fette, wie Tallöl und andere tierische Fette
enthalten, führt die Extraktion durch das leichte fluidierende Öl zu einem Produkt,
das nur noch etwa 6-7 Gew.-% solcher schweren Öle und Fette enthält. Ein weiteres
Beispiel für Wasser-Feststoff-Syst#rrie, die schwere Öle und Fette enthalten, sind
die Rinde von Bäumen wie Weißtanne, Rottanne, Esche und südländische Kiefer. Die
Entwässerung nach dem in Fig. 3 dargestellten Verfahren resultiert in der Gewinnung
eines wertvollen Wachses, ähnlich dem Carnaubawachs aus der Rinde. Ein noch weiteres
Beispiel für Wasser-Feststoff-Systeme, welche schwere Öle enthalten, ist der organische
Strom von Abfallaufbereitungsanlagen. Dieses Material enthält z. B. etwa 5 Gew.-8
schwere Öle in Form von, u. a., Polyethylen und Polyvinylchlorid.
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Die Rückgewinnung dieser polymeren Materialien macht sie für die Wiederverwendung
verfügbar. Außerdem bedeutet die Entfernung von Polyvinylchlorid aus dem getrockneten
Schlamm, daß der Schlamm verbrannt werden kann, ohne daß dabei korrosives Ch.orwasserstoff
frei wird.
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In Fig. 3 wird ein Gemisch von leichtem fluidierendem Öl und schwerem
Öl, das von den Feststoffen durch das leichte Öl extrahiert wurde, von der Zentrifuge
86 über Leitung 88 zum Sammelbehälter 130 für leichtes und schweres Öl geführt.
Die mit leichtem Öl beladenen Feststoffe, die einen verminderten Gehalt an schwerem
Öl im Vergleich zu dem Ausgangsmaterial, auf wasserfreie 3asis bezogen, haben, werden
aus der Zentrifuge 86 durch Leitung 96 entfernt und danach weiterbehandelt, entweder
wie in, Verbindung mit Fig. 1 oder mit Fig. 2 beschrieben.
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Das Gemisch von leichtem und schwerem Öl wird aus dem Tank 130 abgezogen
und durch die Leitung 132 mittels der darin angeordneten Pumpe 134 gedrückt. In
der Leitung 132 wird Dampf durch Leitung 136, die durch eine T-Verbindung mit Leitung
132 verbunden ist, eingeführt.
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Das Gemisch von leichtem und schwerem 41 und bewegtem Dampf wird durch
Leitung 132 zum Abstreifverdampfer oder Stripper 138 geführt.
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Indirekter Dampf zur Zuführung der latenten Wärme für die Verdampfung
der leichten Öl fraktion wird von einer Verbrennungsvorrichtung (Kesselofen) zum
Stripper 138 über Leitung 140 herangeführt. Das Kondensat des indirekten Dampfes
wird vom Stripper 138 über Leitung 146 zur Verbrennungsvorrichtung rückgeführt.
Das leichte Öl wird im Stripper 138 verdampft. Dampfförmiges leichtes Öl vermischt
mit direktem
Dampf, eingeleitet über Leitung 136, wird der Dampfkammer
des Verdampfers 138 über die Dampfleitung 148 abgeleitet. Die Leitung 136 ist über
eine T-Verbindung mit der Leitung 68 verbunden.
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Wie weiter oben besprochen, führt die Leitung 68 ein Gemisch von Wasserdampf
und dampf förmigem Öl vom dritten Verdampfer 75 zum zweiten Verdampfer 66, um letzterem
die Verdampfungswärme zuzuführen. Die gemischten Dämpfe von leichtem Öl und Wasser
in der Dampfleitunq 148 gelangen daher in die Leitung 68 und die vereinigten gemischten
Dämpfe werden als Verdampfungswärmequelle für den zweiten Verdampfer 66 benutzt.
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Das extrahierte, im Stripper 138 nicht verdampfte schwere Öl wird
aus dem Stripper abgezogen und durch Leitung 150 mittels der darin angeordneten
Pumpe 152 getrieben. Das schwere Öl wird über Leitung 150 zum Sammel- oder Speichertank
für schweres Öl 154 geleitet. Das schwere Öl kann als Heizöl oder für andere Verwendungsarten
benutzt werden, abhängig von der Zusammensetzung des eingesetzten Wasser-Feststoff-Systems
und ob diese Materialien für die tierische oder menschliche Ernährung oder für andere
Zwecke geeignet sind.
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Wie in Verbindung mit vig. 1 besprochen, wird das Kondensat der gemischten
Heizdämpfe vom zweiten Verdampfer 66 durch Leitung 28 abgezogen und zum Öl-Wasser-Abscheider
30 geführt. Im Öl-Wasser-Abscheider 30 trennt sich das Gemisch in einer Fraktion
leichten Sls und eine Fraktion partiell geklärten Wassers, das noch etwas leichtes
Öl enthält. Das abgetrennte Leichtöl wird vom Öl-Wasser-Abscheider 30 über Leitung
48 zum Umlauftank 156 für leichtes Öl geleitet. Das zum Teil geklärte Wasser wird
aus dem Öl-Wasser-Abscheider 30 über Leitung 54 entfernt und zum Coales-cer 56 geführt,
wo
es in leichtes Öl und reines Produktwasser getrennt wird. Das abgetrennte leichte
Öl wird aus dem Koalescer 56 durch Leitung 58 abgezogen, welche an einer T-Verbindung
mit Leitung 48 zusammentrifft, und wird schließlich zum Umlauf- oder Recycle-Tank
für leichtes Öl 156 geführt.
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Das leichte Öl wird aus dem Tank 156 durch die Pumpe 158 entfernt
und durch Leitung 160 zum Fluidier- oder Mischtank 10 getrieben.
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Da das leichte Öl von dem extrahierten schweren Öl, bevor es zum Tank
10 zurückgeführt wird, getrennt worden ist, stellt sich kein Gleichgewicht ein,
und das Endergebnis ist die Extraktion von schwerem Öl von den Feststoffen durch
leichtes fluidierendes Öl in der Zentrifuge 86. Die Extraktion des schweren Öls
setzt so den Endölgehalt des im wesentlichen trockenen Feststoffprodukts herab,
wodurch häufig der wirtschaftliche Wert der Feststoffe als Düngemittel, Tierfutter,
Nahrungsmittel für den menschlichen Bedarf und andere Zwecke erhöht wird.
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Der Fachmann wird erkennen, daß die in Fig. 3 gezeigte Modi#ikation
der Fig. 1 auch auf Fig. 2 anwendbar ist, in Fällen, wo das Wasser-Feststoff-System,
das eingesetzt wird, ursprünglich mi schwerem Öl behaftet ist. In jedem Fall wird
ein im wesentlichen trockenes Feststoffprodukt mit herabgesetztem Schwerölgehalt
erhalten.
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Fig. 4 zeigt das Fließschema der Vorrichtung der Ausführungsform der
Erfindung, bei welcher wasserunlösliche Feststoffe ursprünglich ein schweres Öl
enthalten, welches durch das leichte fluidieronde Öl extrahiert wird, wonach das
leichte fluidierende Öl und das extrahierte schwere Öl getrennt werden.
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Die mit leichtem fluidierenden Öl beladenen wasserunlöslichen Feststoffe
werden mit Wasser aufgeschlwflrnt und dieser Schlamm in einen Verdampfer geleitet,
wo mindestens ein Teil des Wassers in Dampf umgawpndelt wird, welcher direkt mit
dem wässrigen Schlamm, der mit leichtem Öl beladenen Feststoffe in Kontakt kommt,
was die Verdampfung des leichten Öls erleiehtert.
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Bei der Ausführungsforin des Verfahrens unter Verwendung der in Fig.
4 gezeigten Vorrichtung wird ein Strom wasserunlöslicher, mit einem schweren Öl
assoziierter Fest stoffe, die in Wasser dispergiert sind, in den Fluidier- oder
Mischtank 164 über Leitungen 166 eingeführt. Das leichte fluidierende Öl gelangt
über Leitung 168 in den Tank 764. Das flüssige Gemisch im Fluidiertiiigstank 1C4
wird mittels einer Riihrsor
richtung 170 bewegt und dana aus dem
Tank mittels einer Pumpe 174 abgezogen. Die Pumpe 174 überführt das Gemisch durch
Leitung 176 zum Verdampfungsbereich der zweiten Verdampfungsstufe 178 einer insgesamt
dreistufigen Verdampfungsanlage. Im Verdampfer 178 werden Wasser und ein Teil des
lichten Öls bei einem Druck, der z. B. zwischen 6,76 bis 33,86 x 103 Pa absolut
und etwa Atmosphärendruck liegen kann, verdampft. Die Temperatur des teilweise entwässerten
und teilweise entölten Produkts der eintretenden Mischung des Wasser-Feststoff-Systems
in leichtem fluidierendem Öl liegt im Bereich von etwa 38 bis 205°C, vorzugsweise
von etwa 52 bis 1770C, abhängig vom Druck im Yerdampfer. Das System wird durch ein
Gemisch von Wasserdampf und dampförmigem leichtem Öl aus der Dampfleitung 180 erhitzt,
welches eine Temperatur aufweist, die um etwa 16,5 bis 22°C höher liegt als die
des teilweise entwässerten Wasser-Feststoff-Ölgemisches; das Dampfgemisch kommt
von der Dampfkammer des folgenden Verdampfers bzw. dem Verdampfer der dritten Stufe.
Das Kondensat des Heizdampfes wird durch Leitung 182 abgezogen, welche mit Leitung
184 in einer T-Yerbindung zusammentrifft. Das gemischte Kondensat wird durch Leitung
18lot zum Öl-Wasser-Abscheider 186 geführt. Das Gemisch aus Wasserdampf und dampfförmigem
leichtem Öl, das bei der partiellen Entwässerung des eingeführten Gemisches von
Wasser-Feststoff-System in leichtem Öl gebildet worden ist, wird von der Dampfkammer
des Verdampf:ers 178 durch Leitung 188 zur ersten Verdampfungsstufe oder Verdampfer
190 geführt, wo die gemischten
Dämpfe als Wärmequelle für diesen
Verdampfer dienen.
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Das Kondensat der gemischten Heizdämpfe wird vom Verdampfer 1.90 durch
Leitung 192, welche mit Leitung 184 an einer T-Verbindrslg zusammentrifft, abgezogen
und schließlich durch Leitung 184 in den Öl-Wasser-Abscheider 186 geführt.
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Das teilweise entwässerte Gemisch des Wasser-Feststoff-Systems in
Öl vom Verdampfer 178 ~~wird kontinuierlich durch Leitung -194 mit Hilfe der Pumpe
196 entfernt. Das teilweise entwässerte Gemisch wird durch die Leitung 194 in den
Verdampfungsbes reich der dritten Stufe (oder erster Effekt) 98 der Verdampldr.gsanlage
getrieben, In der dritten Verdampfungsstufe läuft ein gleicher Vorgang ab, wie in
der zweiten Stufe, ausgenommen daß der Druck höher ist. Der Druck in Jeder folgenden
Verdampfungsstufe ist gewöhnlich etwas höher als der der vorangegangenen Stufe,
wobei in der dritten und letzten Stufe etwa Atmosphärendruck erreicht wird. Die
Temperatur des Produkts des Verdampfors 198, des Verdampfers der dritten Stufe,
ist etwas höher als der des Produkts des Verdampfers 178 der zweiten Stufe und liegt
im Bereich von etwa 38 bis 20500, vorzugsweise von etwa 65 bis 177ÖC.DasProdukt
des Verdampfers 198 ist ein Brei von Feststoffen in leichtem fluidierenden Öl plus
schwerem Öl, mit welchem die Feststoffe ursprünglich behaftet waren. Das Heizmediums
ist Dampf einer Tempevatur, die etwa 16,5 bis 27,50 höher als die des Produkts,
einem weitgehend vollständig entwässerten Brei von Feststoffen in Öl liegt. Dieser
Dampf wird in einer Verbrennungsanlage 200 gebildet und zum dritten Verdampfer 198
durch
Leitung 204 zugeführt. Das Kondensat des Heizdampfes wird durch Leitung 206 abgezogen
und zur Verbrennungsanlage, einem Kesselofen 200t ##rückgeführt.
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Der im wesentlichen wasserfreie Brei von Feststoffen in Öl wird von
der dritten Verdampfungsstufe 198 abgezogen und m4ttels einer Pumpe 208 durch eine
Leitung 210 zu einer :<ontinuierlich arbeitenden Zentrifuge getrieben. 'Das leichte
fluidierende Öl und das o:trahierte Schweröl werden von den Feststoffen in der Zentrifuge
212 getrennt und über leitung 214 zum Tank 216 f:ir leichtes und schweres Öl geleitet.
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Das Gemisch von leichtem und schwerem Öl wird aus dem Tank 216 abgezogen
und durch die Pumpe 220 durch Leitung 218, in der die Pumpe 220 angeordnet ist,
getrieben. Dampf wird in die Leitung 218 durch die Leitung 222, welche durch eine
T-Verbindung mit Leitung 218 verbunden ist, eingeführt. Das Gemisch von leichtem
Öl, schwerem Öl und Dampf wird durch Leitung 218 zum Abstreifverdampfer oder Stripper
224 geleitet. Inetirekter Dampf zur Zuführung latenter Wärme für die Verdampfung
der leichten Ölfraktion wird von der Verbrennungsanlage, einem Kesselofen, zum Stripper
224 über Leitung 226 geführt0 Das Kondensat des indirekten Dampfes wird vom Stripper
224 zur Verbrennungsanlage ueber Leitung 228 zurückgeführt. Das leichte Öl wird
im Stripper 224 verdampft. Verdampftes leichtes Öl und der direkte Dampf, der durch
Leitung 222 eingeführt wurde, werden von der Dampf
kammer des Verdampfers
224 über die Dampfleitung 230, welche durch eine T-erbindung mitvder Dampfleitung
180 verbunden ist, geleitet. Wie weiter oben besprochen, leitet die Dampfleitung
180 ein Gemisch von Dampf und dampfförmigem leichtem Öl von dem dritten Verdampfer
198 zum zweiten Verdampfer 178, um ihm Verdampfungswärme zuzuführen. Das Gemisch
von dampfförmigem leichtem Öl und Dampf in der Dampfleitung 230 wird dann in Leitung
180 geführt und die vereinigten Dämpfe werden als Quelle für die Verdampfungswärme
in der zweiten Verdampfungsstufe 178 verwendet.
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Das extrahierte Schweröl, das im Stripper 224 nicht verdampft ist,
wird aus ihm abgezogen und mittels einer Pumpe 236 in der Leitung 234 durch diese
Leitung zum Sammel- oder Speichertank 238 für schweres Öl geführt. Das schwere Öl
kann als Heizöl oder fUr andere Zwecke verwendet werden, abhängig von der Zusammensetzung
des ursprünglich eingesetzten Wasser-Feststoff-Systems.
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Die wasserunlöslichen Feststoffe, die noch restliches Leichtöl absorbiert
haben, werden aus der Zentrifuge 212 entlassen und durch Leitung 240 zum Repulping-Tank
242 geführt. Wasser wird durch Leitung 244 zum Repulping-Tank 242 geleitet. Das
Gemisch von Wasser und restliches leichtes Öl enthaltenden Feststoffen im Repulping-Tank
242 witd mittels einer Rührvorrichtung 246 gerührt und das flüssige Gemisch dann
aus dem Repulping-Tank mittels Pumpe 248 abgezogen. Die Pumpe 248 gibt das wässrige
Gemisch durch Leitung 250 an den Verdampfungsbereich
des Verdampfers
190 der insgesamt dreistuSigen Verdampfungsanlage ab, worin mindestens ein Teil
des Wassers in Dampf übergeführt wird, wodurch dieser mit den mit leichtem Öl beladenen
Feststoffen direkt in Kontakt kommt, undaie Verdampfung des leichten Öls davon erleichtert.
Im Verdampfer 190 werden das restliche leichte Öl und ein Teil des Wassers weggekocht
oder verdampft, und zwar bei einem Druck, der typischerweise zwischen etwa 6,76
bis 33,86 x 103Pa absolut liegt. Das eintrevende Gemisch von Wasser und Wasser-Feststoff-System,
welches restliches leichtes Öl enthält, vlid im Verdampfer 190 auf eine Temperatur
im Bereich von etwa 21 bis 121 C, vorzugsweise etwa 32 bis 8000 erhitzt, abhängig
vom Druck in dem Verdampfer. Wie schon weiter oben erwähnt, wird der Verdampfer
190 durch ein Gemisch von Wasserdampf und verdampftem leichtem Öl aus Leitung 188
erhitzt, wobei die Temperatur des Dampfes etwa 16,5 bis 2200 über der des entölten
Gemisches von Feststoffen in Wasser liegt. Wie weiter vorn gesagt, wird das Kondensat
des Heizdampfes vom Verdampfer 190 durch Leitung 192 abgezogen. Wasserdampf und
Dampf leichten Öls, das durch Verdaxpfung des eingetretenen Gemisches von Wasser
und restliches leichtes Öl enthaltenden Feststoffen gebildet.
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worden ist, werden von der Dampfkammer des Verdampfers 190 durch Leitung
225 entfernt und zu einem Oberflächenkondensator 254 geführt, in welchem ein Unterdruck
mittels einer Vakuumpumpe 256 aufrecht erhalten wird, die mit dem Kondensator 254
über eine Vakuumleitung 258 verbunden ist.
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Der Oberflächerkondensator 254 wird mittels Kühlwasser gekühlt, welches
in den Kondensator durch Leitung 260 eintritt und ihn durch Leitung 266 verläßt0
Das Gemisch von Wasserdampf uad verdampften leichten Öl, welches durch Leitung 252
in den Kondensator gelangt ist, kondensiert sich darin und das gemischte Kondensat
von Wasser und#;leichtem Öl wird aus dem Kondensator durch Leitung 184 entfernt
und dem Öl-Wasser-Abscheider 186 zugeführt.
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Der im wesentlichen vollständig entölte Brei von Feststoffen in Wasser
aus der ersten Verdampfungsstufe odtr dem Verdampfer 190 wird mittels einer Pumpe
270 kontinuierlich durch Leitung 268 entfernt. Die Pumpe 270 treibt den Brei von
Feststoffen in Wasser durch Leitung 268 zum Absetztank 272. Die Feststoffe setzen
sich am Boden des Absetztanks 272 ab, von welchem sie als ¢asserSeuchte Feststoffe
durch Leitung 274 mit Hilfe der Pumpe 276 entfernt werden. Das überstehende Wasser
wird am Kopf des Absetztanks 272 durch Leitung 244 entfernt und mittels Pumpe 278
zum Repulping-Tank 242 getrieben, wo das Wasser mit Feststoffen, welche restliches
leichtes Öl enthalten, gemis&t und zum Verfahren wieder zurückgeführt wird.
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Im Öl-Wasser-Abscheider 186 wird das Gemisch von Wasser und leichtem
Öl in leichtem, Öl und teilweise geklärtes Wasser, welches noch etwas leichtes Öl
enthält, getrennt. Die Phase leichten Öls wird aus dem Öl-Wasser-Abscheider 186
durch Leitung
282 entfernt und mittels Pumpe 284 zum Leichföl-Umlauf-
oder Recycle-Tank 286 zurückgeführt, von welchem sie durch die Pumpe 288 über Leitung
168 zum Flüidiertank 164 getrieben und so wieder in das Verfahren tückgefUhrt wird.
Wenn das Verfahren eine Ausbeute an Leichtöl liefert kann es vom Tank 286 gewonnen
und für eine Verwendung außerhalb der Anlage gelagert werden.
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Das teilweise geklärte Wasser wird vom Öl-Wasser-Abscheid¢r 186 über
Leitung 290 zum Koaleszer 292 gefDrt. Im Koaleszer 292 wird das teilweise geklärte
Wasser, welches noch etwas leichtes Öl enthält, in leichtes Öl >sd reines Produktwasser
getrennt. Das abgetrennte leichte Öl wird vom Koaleszer 292 durch Leitung 294, welche
an der T-Verbindung mit Leitung 282 zusammentrifft, abgezogen und schließlich zum
Eeichiöl-Recycie-Tank 286 geführt. Das reine Produktwasser wird aus dem Koaleszer
durch Leitung 296 abgezogen. Das reine Produktwasser kann innerhalb des Systems
verwendet werden oder aus dem System entfernt und für andere Verwendungszwacke gespeichert
werden.
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Dadaa leichte Öl vom extrahierten Schweröl abgetrennt worden ist,
bevor es in den Fluidiertank 164 zurückgeführt wurde, stellt sich kein Gleichgewicht
ein, und das Endergebnis ist die Extraktion von schwerem Öl von den wasserunlöslichen
Feststoffen durch leichtes fluidierendes Öl in der Zentrifuge 212. Daher wird durch
die Extraktion des schweren Öls der Gehalt der Produktfeststoffe an schwerem Öl
herabgesetzt, ein Ergebnis, welches häufig den ~w'irtschaftlichen Wert der Feststoffe
für viele Verwendungszweclçe erhöht.
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Fig. 5 veranschaulicht einen Teil einer modifizierten Vorrichtung
der Fig. 1, in welcher ein im wesentlichzn wasserfreier Brei von Feststoffen in
leichtem fluidierendem Öl mittels Schwerkraft in leichtes Öl und einen kf zentrierten
Brei von Feststoffen in leichtem Öl getrennt wird, welcher direkt zum Entöler geleitet
wird.
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Die Trennung mittels Schwerkraft macht eine Preßvorrichtung, wie eine
Zentrifuge zur Abtrennung des im wesentlichen wasserfreien Breies von Feststoffen
in leichtem fluidierendem Öl in seine Komponenten unnötig.
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In Fig. 5 wird ein weitgehend wasserfreies Gemisch von Feststoffen
in leichtem flulGierendem Öl aus der dritten Verdampfungsstufe, dem Verdampfer 76
abgezogen und mittels Pumpe 82 durch Leitung 84 zum Absetztank 300 geführt. Die
Feststoffe setzen sich unter der Einwirkung der Schwerkraft am Boden des Absetztanks
300 ab, von welchem sie als konzentrierter pumpfähiger Brei von Feststoffen und
leichtem Öl über Leitung 302 entfernt werden. Die Pumpe 304, die an der Leitung
302 vorgesehen ist, drückt den konzentrierten Feststoff-Öl-Brei durch die Leitung
302 zum Entöler 100. Der Entöler 100 kann, wenn gewünscht, mittels eines Dampfmantels
102 von außen beheizt werden.
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Blasdampf, der im Kesselofen 77 gebildet worden ist, wird über Leitung
108 in den Entöler 100 eingeleitet, wo der Dampf in direktem Kontakt mit dem konzentrierten
Brei von Feststoffen in leichtem Öl gebracht wird und die Verdampfung des leichten
Öls bei einer Temperatur unter dem normalen Siedepunkt des Öls verursacht. Der abziehende
Blasdampf und das verdampfte leichte Öl treten aus dem Entöler durch Leitung 110
aus und werden zu einer Verdampfungsstufe, welche bei Unterdruck betrieben wird,
geleitet, wie in Verbindung
mit Fig. 1 beschrieben. Das Ventil
126, das mit einem Druckfühler ausgerüstet ist und an der Leitung 110 angeordnet
ist, dient dazu im Entöler 100 einen etwas geringeren als Atmosphärendruck,d.h.
im wosentlichen Atmosphärendruck, aufrechtzuerhalten. Die von leichtem Öl befreiten
Feststoffe werden aus dem Entöler 100 über Leitung 114 entfernt und, wie in Verbindung
mit Fig. 1 beschrieben, benandelt. Das leichte fluidierende Öl aus dem Öl-Wasser-Abscheider
und dem Koalescer werden über Leitung 48 zum Absetztank 300 geführt.
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Das vereinigte leichte-fluidierende Öl wird aus dem Absetztank 300
durch Leitung 306 abgelassen und durch die Pumpe 308 an dieser Leitung zum Fluidiertank
für den erneuten Umlauf durch das System Drücke geführt. Wenn das Verfahren eine
Ausbeute an Öl vorgibt, so kann ~4;eses Öl aus dem Absetztank 300 entfernt und gespeichert
werden zür die Verwendung außerhalb der Anlage.
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Wenn das Wasser-Feststoff-System ursprünglich ein schweres, verhältnismäßig
nicht leicht flüchtiges Öl enthielt, würde es nicht vollständig durch das leichte
fluidierende Öl extrahiert werden. Der konzentrierte Brei von Feststoffen in leichtem
Öl, der vom Absetztank 300 zum Entöler gepumpt wird, würde eine beträchtliche Fraktion
an nicht leichtflüchtigem Öl enthalten, welches im Entöler nicht entfernt werden
könnte. Das im wesentlichen trockene Feststoffprodukt würde mindestens etwas schweres,
nicht leichtflüchtiges Öl enthalten.
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Für den Fachmann ergibt es sich, daß die in Fig. 5 gezeigte Modifikation
der Vorrichtung nach Fig. 1, bei der der Entöler bei im weseitlichen atmosphärischem
Druck betrieben wird, auch benutzt werden kann, wenn der Entöler bei Unterdruck
betrieben werden soll, wie
in Fig. 2 gezeigt. In jedem Fall wird
ein im wesentlichen trockenes Feststoffprodukt erhalten.
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Fig. 6 zeigt die Vorrichtung einer Ausführungsfc>£m nach der Erz
in dung, bei der ein kompaktes, relativ einfaches System verwendet wird. Die Vorrichtung
ist gekennzeichnet durch die Verwendung eines Einstufenverdampfers und eines Absetztanks
für die Trennung des weitgehend wasserfreien Breies von Feststoffen in leichtem
fluidierendem Öl mittels Schwerkraft in eine Ölphase und in einen konzentrierten
Öl-Feststoff-Brei. Der konzentrierte Brei wird zum Entöler gepumpt, wo er direkt
mit Blasdampf in Kontakt kommt. Der ausströmende Blasdampf und ias verdampfte lichte
Öl vom Entöler werden zu dem Einstufenverdampfer geleitet, um die Verdampfungswärme
zu liefern, ein notwendiges Vorgehen, um den Dampf in dem kompakten System wirkungsvoll
zu verwenden.
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Bei der Ausführungsform in Fig. 6 tritt ein Strom von Wasser-Feststoff-System
in den Fluidiertank 310 durch die Leitung 312 ein.
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Leichtes fluidierendes til gelangt durch Leitung 314 in den Tank 310.
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Das flüssige Gemisch irn Fluidiertank 310 wird mit einer Rührvorrichtung
316 bewegt und dann aus dem Tank durch Pumpe 318 abgezogen. Die Pumpe 318 treibt
das Gemisch durch Leitung 320 in den Verdampfungsbereichdes Einstufenverdampfers
326. Im Verdampfer 326 wird weitgehend alles Wasser und ein Teil des leichten Öls
bei Unterdruck verdampft. Die Temperatur des Produkts des Einstufenverdampfers 326,
welches ein Brei von Feststoffen in leichtem Öl eines Wassergehaltes von etwa 1
Gew.-%, bezogen auf den ganzen Brei, ist, liegt im Bereich von etwa 38 bis 2050
C, vorzugsweise von etwa 65 bis vom Druck im Verdampfer. Das Heizmittel im Verdampfer
326
ist ein Gemisch von Wasserdampf und dampfförmigem leichtem Öl einer Temperatur,
die um etwa 16,5 bis 27,50 C höher ist als die des Produkts, also des im wesentlichen
wasserfreien Breies von Feststoffen in leichtem Öl. Der Dampf für den Verdampfer
wird in einer Verbrennungsanlage, einem Kesselofen, 328 gebildet Ünd gelangt durch
Leitung 330 zum Verdampfer. Es wird auch ein Gemisch von Dampf und verdampftem leichtem
Öl vom Entöler 332 über Leitung 334 zum Verdampfer 326 geführt.
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Das Kondensat des Heizdampfes wird durch Leitung 336 abgezogen und
einer Öl-Wasser-Trennvorrichtung 338 zugeführt. Das Gemisch von Wasserdampf und
dampffor:.ligem leichtem L'1, das bei der weitgehend vollständigen Entwässerung
des Gemisches aus Wasser-Feststoff-System in leichtem Öl entstanden ist, wird aus
der Dampfkammer des Verdampfers 326 durch Leitung 340 abgezogen und zu einem Oberflächenkondensator
342 geführt, in welchem ein Unterdruck mittels einer Vakuumpumpe 344, die über eine
Vakuumleitung 346 mit dem Kondensator 342 verbunden ist, aufrechterhalten wird.
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Das Gemisch von Wasserdampf und dampf förmigem leichten Öl, das in
den Oberflächenkondensator 342 eintritt, wird mittels Kühlwasser gekühlt, welches
durch Leitung 348 zum Kondensator gelangt und ihn durch Leitung 350 verläßt. Das
Kondensatgemisch von warmem Wasser und leichtem Öl wird durch Leitung 352 vom Kondensator
342 zur Öl-Wasser-Trennvorrichtung 338 geführt.
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In der Öl-Wasser-Trennvorrichtung 338 wird das Gemisch aus Wasser
und leichtem Öl in leichtes Öl und teilweise geklärtes Wasser, das noch etwas leichtes
Öl enthält, getrennt. Das abgetrennte leichte Öl
wird aus der Trennvorrichtung
338 durch Leitung 354 entfernt und zum Absetztank 356 geführt.
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Das teilweise geklärte Wasser wird von der Öl-Wasser-Trennvorrichtung
338 über Leitung 358 zu einem Koalescer 360 geleitet. Im Koalescer 360 trennt sich
das teilweise geklärte Wasser, welches noch etwas leichtes Öl enthält, in leichtes
Öl und reines Produktwasser. Das abgetrennte leichte Öl wird aus Sem Koalescer 360
durch Leitung 362, welche an einer T-Verbindung mit Leitung 354 zusammentrifft,
abgezogen und in den Absetztank 356 geführt. Reines Produktwasser wird durch Leitung
364 aus dem Koalescer abgezogen. Wenn gewünscht, kann ein Teil des reinen Produktwassers
vom Koalescer 360 über Leitun 366 zur Wiederverwendung in dem System zum Kesselofen
328 geführt werden. Alternativ kann alles rückgewonnene reine Wasser durch Leitung
364 abgezogen und in einen Sammelbehälter für die spätere# Wiederverwendung für
Zwecke, für die reines Wasser benötigt wird, geleitet werden.
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Das im wesentlichen wasserfreie Gemisch von Feststoffen in leichtem
fluidierendem Öl wird aus dem Einstufenverdampfer 326 abgezogen und mittels Pumpe
368 durch Leitung 370 zun. Absetztank 356 gedrückt. Die Feststoffe setzen sich unter
Einwirkung der Schwerkraft am Boden des Absetztanks 356 ab, von welchem sie als
konzentrierter pumpfähiger Brei aus leichtem Öl und Feststoffen über Leitung 372
entfernt werde.a. Die Pumpe 374-in Leitung 372 drückt den konzentrierten Brei von
Feststoffen in Öl durch Leitung 372 zum Entöler 332.
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Der Entöler 332 kann, wenn gewünscht, von außen mittels Dampf, der
im
Kecselofen 328 gebildet worden ist, beheizt werden; der Dampf gelangt über Leitung
378 in den Dampfmantel 376 des Entolers. Das Kondensat des Dampfmantels wird durch
Leitung 380 abgezogen, welche in einer T-Verbindung mit Leitung 366 zusammentrifft,
die schließlich zum Kesselofen 328 zurückführt. 'm Kesselofen 328 gebildeter Blasdampf
wird über Leitung 378 zur Leitung 382 geführt, welche mit Leitung 378 über eine
T-Verbindung verbunden ist, und gelangt über Leitung 382 in den Entöler 332, wo
der Blasdampf in direktem Kontakt mit dem konzentrierten Brei aus leichtem Öl und
Feststoffen kommt und die Verdampfua. des leichten Öls bei einer Temperatur unter
dem normalen Siedepunkt des Öls verursacht. Ausströmender -Blasdampf und verdampftes
leichtes Öl tritt durch Leitung 334 aus dem Entöler und wird durch diese Leitung
zum Einstufenverdampfer 326 geführt, wo das Dampfgemisch Verdampfungswärme an den
Verdampfer abgibt. Da der Verdampfer 326 unter Atmosphärendruck betrieben wird,
ist ein mit einem Druckfühler versehenes Ventil 338 in der Leitung 334 wrgesehen
und dient dazu einen schwachen Unterdruck im Entöler 332 aufrechtzuerhalten. Bei
der in der Figur dargestellten Ausführungsform wird die Entölungsstufe daher bei
im wesentlichen Atmosphärendruck durchgeführt. Alternativ können der ausströmende
Blasdampf und das verdampfte leichte Öl zum Vorwärmen des Gemisches aus Wasser-Feststoff-System
und leichtem fluidierendem Öl eingesetzt und in den Fluidiertank 310 eingespritzt
werden oder an irgendeiner anderen Stelle der Gesamtvorrichtung, wo die Rückgewinnung
der Energie zur Erhöhung der Wirtichaftlichkeit des Verfahrens beiträgt. Die Benutzung
des Dampfgemisches als Lieferant für die Verdampfungswärme des Einstufenverdampfers
oder anderswo in der Gesamtanlage ist notwendig, um eine zweckdienliche Verwendung
des Dampfes in der in Fig. 6 gezeigten kompakten Vorrichtung zu erreichen.
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Die von leichtem fluidierendem Öl befreiten Feststoffe werden mittels
Schwerkrdft auf dem Entöler 332 entfernt und gelangen über Leitung 384 in den Behälter
386 mit bewegbarem Boden.
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Der Schneckenfördererboden des Behälters 386 führt die Feststoffe
zum Ausgang des Behälters 386, wo sie frei von leichtem fluidierendem Öl sowie im
wesentlichen frei von Wasser durch Leitung 388 an die MahlvoL-ichtung oder den Zerkleinerer
390 abgegeben werden. Durch die Mahlvorrichtung 390 werden die Feststoffe granuliert,
wenn nicht in Pulverform übergeführt und fließen dann durch Leitung 392 zum Dreiwegeventil
394, durch welches sie entweder in Leitung 396 oder 398 gelangep.
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Die Leitung 396 führt sie zu einer Sammel- oder Packvorrichtung; durch
sie können die Feststoffe für die Verwendung außerhalb der gezeigten Vorrichtung
abgezogen werden. Die Leitung 398, auf die in der Figur das Ventil 394 eingestellt
ist, führt zum Sog eines Gebläses 400. Das Gebläse 400 gibt die zerkleinerten Feststoffe
an Leitung 402 ab, durch welche sie in den Verbrennungsbereich des Kesselofens 328
gelangen.
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Wie weiter oben angegeben, trennt sich das im wesentlichen wasserfreie
Gemisch von Feststoffen in leichtem fluidierendem Öl im Absetztank 356 unter der
Einwirkung der Schwerkraft in eine untere Feststoffphase und eine überstehende Phase
aus leichtem Öl. Die Feststoffe werden aus dem Absetztank als ein konzentrierter
Brei in leichtem Öl entfernt und zum Entöler 332 geführt. Das überstehende leichte
Öl wird aus dem Absetztank 356 durch Leitung 314 entfernt und mittels Pumpe 404,
die in der Leitung angeordnet ist, zum Fluidiertank 310 zum erneuten
Umlauf
durch das System rückgeführt. Wenn das Verfahren eine Ausbeute an ~il liefert, kann
das Öl aus dem Absetztank 356 gewonnen und für die Verwendung außerhalb des Systems
gespeichert werden.
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Wie schon in Verbindung mit der Fig. 5 beschrieben, wird, wenn das
Wasser-Feststoff-Sytem, das eingesetzt wird, ein schweres verhältnismäßig nicht
leicht flüchtiges Öl enthält, dieses Öl nicht vollständig durch das leichte fluidierende
Öl entfernt. Daher wird das im wesentlichen trockene Feststoff-Produkt bei dieser
Ausführungsform der erfindung mindestens etwas schweres nicht flüchtiges Öl enthalten.
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Obwohl die in den Figuren gezeigten Fließschemata in Verbindung mit
der Entwässerung und anschließender Entölung von Wasser-Feststoff-Systemen allgemein
beschrieben wunden, kann die Erfindung, wie der Fachmann leicht erkennen wird, auch
mit Vorteil zum Entwässern in leichtem Öl und anschließendem Grobentölen von wertlosen
Wasser-Feststoff-Systemen und wertvollen Wasser-Feststoff-Systemen angewendet werden
Beispiele für solche Wasser-Feststoff-Systeme sind Klärschlämme, Abwässer von Schlachthäusern
und rendering materials, anorganische Salze, pharmazeutische Produkte, bestimmte
Baumrinden, die organischen Ströme vrr Abfallaufbereitungsanlagen, verschiedene
wasserhaltige Chemikalien und Gemische davon, Futtermittel für Tiere und Nahrungsmittel
für den menschlichen Gebrauch.
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So ist durch die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Rückgewinnung von reinem Wasser und Feststoffen aus Wasser-Feststoff-Systemen mittels
Entwässern in einem leichten fluidiererdell Öl, das mit Wasser nicht mischbar ist,
geschaffen worden. Das Verfahren ist gekennzeichnet durch die Rückgewinnung von
restlichem leichten fluidierenden Öl aus den Feststoffen nach der Entwässvrung.
Nach der #ntwässerungsstufe wird der konzentrierte Schlamm von Foststoffen in leichtem
Öl oder die mit leichtem Öl beladenen Feststoffe in direkten Kontakt mit Blasdampf
gebracht. Der Blasdampf, wenn er überhitzt ist, liefert die latente ~Verdampfungsw;3""'me
des restlicl-ea leichten fluidierenden Öls und, da, das leichte Öl nicht mit Wasser
mischbar ist, führt sein direkter Kontakt mit dem Blasdampf zu einer Wasserdampfdestillation,
bei welcher das leichte Öl in Gegenwart des Blasdampfes bei einer Temperatur siedet,
die unter seinem normalen Siedepunkt liegt. Das leichte fluidierende Öl kann von
den Feststoffen bei noch niedrigeren Temperaturen verdampft werden, wenn der Kontakt
mit dem Blasdampf bei Unterdruck stattfindet. Als Folge der Anwendung von Unterdruck
wird das leichte Öl von den Feststoffen nicht nur schneller und mit weniger Wärme
energieverbrauch verdampft, sondern es ist auch möglich, höher siedende leichte
fluidierende Öle zu verwenden.
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Die ErXlndung.macht darüber hinaus die Gewinnung von Feststoffen möglich,
die nicht nur entwässert, sondern auch entölt sind, und zwar in einem Grade, der
sich durch mechanische Mittel nicht erzielen läßt. Wenn Wasser-Feststoff-Systeme
in das Vorfahren eingeftilirt werden, die anfänglich mit einem schweren
verhältnismäßig
nicht leicht flüchtigen Öl behaftet sind, machen es Ausführungsformen der Erfindung
möglich, das Öl im wesentlichen vollständig vom Feststoffprodukt zu entfernen; das
Feststoffprodukt kann dann. wenn es wert-zoll ist, außerhalb des Systems weiterverwendet
werden. Andererseits, wenn das schwere Öl, mit dem das eingesetzte Wasser-Feststoff-System
behaftet ist, nicht vom leichten fluidierenden Öl vor dessen Rückführung in das
Verfahren abgetrennt worden ist, so stellt sich ein Gleichgewicht ein, bei dem der
Gehalt des entwässerten Produkts an schwerem Öl im wesentlichen der gleiche ist,
wie der des Pinsatzmaterials, bezogen auf wassorfreie Basis.