DE3029840A1 - Elektrostatische spritzpistole - Google Patents
Elektrostatische spritzpistoleInfo
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Description
302984Q
Firma J. WAGNER AG, Kesselbachstr. 40, CH-9450 Altstätten
Elektrostatische Spritzpistole
Die Erfindung betrifft eine elektrostatische Spritzpistole, insbesondere Hanispritzpistole, zum Beschichten von Werkstücken
mit flüssigem oder festem Überzugsmaterial, mit einem eingebauten, mehrstufigen Spannungsvervielfacher, dessen Einzelstufen
aus Dioden und Kondensatoren bestehen.
Es sind elektrostatische Spritzpistolen, insbesondere Handspritzpistolen
bekannt, bei denen im Pistolenkörper ein Spannungsvervielfacher aus kaskadenartig hintereinander geschalteten
Dioden-Kondensatoren-Stufen untergebracht ist. Im allgemeinen besitzt dabei der Spannungsvervielfacher 10 bis
12 Einzelstufen. So zeigt die US-PS 3 599 038 eine derartige Handspritzpistole, wobei im Lauf der Pistole ein solcher
Spannungsvervielfacher untergebracht ist, der mit niederfrequentem Wechselstrom gespeist wird. Spritzpistolen mit eingebautem
Spannungsvervielfacher, der mit hochfrequentem Pulsstrom gespeist wird, offenbaren die US-PS 3 731 145 und die
US-PS 3 608 823. Dabei wird als Vorteil der Spannungsvervielfacher mit hochfrequenter Stromzuführung herausgestellt, daß
Kondensatoren sehr geringer Kapazität verwendet werden können,
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was nicht nur Größe und Gewicht des Spannungsvervielfacher
vermindert^ sondern auch den Vorteil einbringt, daß die im Spannungsvervielfacher kapazitiv gespeicherte Energie vergleichsweise
gering ist, die Gefahr energiereicher und damit möglicherweise eine Entzündung des Sprtihgutß hervorrufender
überBchlagsfunken somit herabgesetzt ist. Insbesondere in der
US-PS 3 731 145 ist erwähnt, daß die Kapazität der verwendeten Kondensatoren so gering wie möglich gehalten werden soll,
damit auch beim Versprühen von leichtentzündbarem Sprühgut
keine Entzündung oder gar Explosion der Sprühwolke auftreten kann, wenn die Pistole zu nahe an das geerdete Werkstück herangeführt
wird.
Es hat sich jedoch in der Praxis gezeigt, daß diese Herabsetzung
im
der/Spannungsvervielfacher speicherbaren Energie durch Wahl von Kondensatoren sehr kleiner Kapazität auch Nachteile mit sich bringt. Wird nämlich bei gegebener Eingangsfrequenz der Kapazitätswert der Kondensatoren des Spannungsvervielfacher auf den zur Erzielung der gewünschten Hochspannung, etwa 70 bis 90 KV^ erforderlichen geringsten Wert herabgesetzt, dann ist die Ausgangsenergie des Spannungsvervielfacher während des normalen Spritzbetriebs derart niedrig, daß nur eine unbefriedigende Aufladung des Sprühguts, insbesondere bestimmter Arten von Sprühgut, erreichbar ist. Damit aber sinkt der Niederschlagswirkungsgradjund vor allem wird der sogenannte Farbumgriff, also der Niederschlag auf der Rückseite des Werkstücks, mangelhaft.
der/Spannungsvervielfacher speicherbaren Energie durch Wahl von Kondensatoren sehr kleiner Kapazität auch Nachteile mit sich bringt. Wird nämlich bei gegebener Eingangsfrequenz der Kapazitätswert der Kondensatoren des Spannungsvervielfacher auf den zur Erzielung der gewünschten Hochspannung, etwa 70 bis 90 KV^ erforderlichen geringsten Wert herabgesetzt, dann ist die Ausgangsenergie des Spannungsvervielfacher während des normalen Spritzbetriebs derart niedrig, daß nur eine unbefriedigende Aufladung des Sprühguts, insbesondere bestimmter Arten von Sprühgut, erreichbar ist. Damit aber sinkt der Niederschlagswirkungsgradjund vor allem wird der sogenannte Farbumgriff, also der Niederschlag auf der Rückseite des Werkstücks, mangelhaft.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine elektrostatische
Spritzpistole der eingangs erwähnten Art in der
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Weise auszugestalten, daß eine Verbesserung der Aufladung des
Sprühguts erreicht wird, trotzdem aber die Gefahr energiereicher Oberschlagsfunken im wesentlichen nicht erhöht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 gekennzeichnet. Bei der Erfindung wird also der Spannungsvervielfacher so
ausgelegt, daß auf der Niederspannungsseite Stufen mit Kondensatoren vergleichsweise hoher Kapazität verwendet werden, auf
der Hochspannungsseite dagegen Stufen mit Kondensatoren vergleichsweise niedriger Kapazität. Für den normalen Spritzbetrieb
bedeutet dies, daß infolge der niederspannungsseitigen Kondensatoren höherer Kapazität nunmehr am Vervielfacherausgang
genügend Energie zur Verfügung steht, um das Sprühgut einwandfrei aufzuladen, wohingegen bei Auftreten eines Überschlags
die hochspannungsseitigen Kondensatoren niedriger
Kapazität dafür sorgen, daß sich die auf der Niederspannungsseite gespeicherte kapazitive Energie nicht schlagartig entladen
kann.
Der Spannungsvervielfacher nach der Erfindung kann dabei dem jeweils zu versprühenden Sprühgut angepaßt werden. Ist das
Sprühgut sehr leicht entzündbar, dann wird man beispielsweise nur die erste Vervielfacherstufe am Niederspannungseingang
mit Kondensatoren höherer Kapazität versehen, alle anderen Stufen dagegen mit Kondensatoren niedriger Kapazität. Zum
Versprühen von nicht-entzündbarem Sprühgut, von Latex oder Wasserlacken dagegen wird man nur die Stufen oder die Stufe
am Hochspannungsende des Vervielfachers mit Kondensatoren
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niedriger Kapazität versehen, alle anderen Stufen dagegen mit
Kondensatoren höherer Kapazität. Zum Versprühen von beispielsweise Emaille-Lacken kann etwa die Hälfte der Stufen des Vervielfachers
mit Kondensatoren höherer Kapazitäten, die andere Hälfte mit Kondensatoren niedrigerer Kapazität bestückt werden.
Eine besonders einfache Anpassung ist dann möglich, wenn der Spannungsvervielfacher in zwei voneinander lösbare Baugruppen
unterteilt wird, wobei dann die Kondensatoren niedrigerer Kapazität enthaltende, hochspannungsseitige Baugruppe stets
in der Pistole verbleibt, die niederspannungsseitige Baugruppe
dagegen bei Umstellung auf ein anderes Sprühgut jeweils ausgetauscht wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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. ORIGINAL INSPECTED
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt; es zeigen:
dargestellt; es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht, teilweise aufgebrochen, eine elektrostatische
Handspritzpistole und das zu beschichtende Werkstück,
Fig. 2 ein Blockschaltbild der elektrischen Anordnung in der
Handspritzpistole von Fig. 1,
Handspritzpistole von Fig. 1,
Fig. 3 schematisch dbn in der elektrischen Anordnung von Fig.2
enthaltenen Spannungsvervielfacher, wobei der Spannungsvervielfacher
für leicht entzündbares Sprühgut ausgelegt ist,
Fig. 4 schematisch den in der elektrischen Anordnung von Fig.2
enthaltenen Spannungsvervielfacher, wobei der Spannungsvervielfacher für schwer entzündbares Sprühgut ausgelegt ist, und
enthaltenen Spannungsvervielfacher, wobei der Spannungsvervielfacher für schwer entzündbares Sprühgut ausgelegt ist, und
Fig. 5 schematisch den in der elektrischen Anordnung von Fig. 2 enthaltenen Spannungsvervielfacher, wobei der Spannungsvervielfacher
für Wasserlacke ausgelegt ist.
Anhand der Figuren 1 und 2 soll zunächst der grundsätzliche Aufbau
einer elektrostatischen Handspritzpistole der hier interessierenden Art beschrieben werden. Die Handspritzpistole 10 besitzt
einen Pistolenlauf 20, an dessen freiem Ende sich eine
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Sprühgut-Auslaßöffnung 23 befindet. Innerhalb des Laufes 20 erstreckt sich eine Sprühgut-Zuführleitung 25, die benachbart
der Auslaßöffnung an einem Zerstäuber 27 endet. Das hintere Ende 32 des Pistolenlaufs 20 ist an einem im ganzen mit 30
bezeichneten Griffstück befestigt. Das Griffstück 30 besteht aus dem eigentlichen Handgriff 34, einem oberen Griffstückteil
35 und einem Verbindungsstück 38, in welchen das Laufende 32 leicht lösbar eingesetzt ist. Am oberen Griffstückteil 35 ist
ein Pistolenabzug 40 angelegt. Mit 50 ist ein rohrförmiger Sicherheitsbügel bezeichnet, der mit seinem einen Ende 60 am
Laufende 32 befestigt ist. Auf das andere Ende 100 des Sicherheitsbügels ist eine Kappe 90 mit Innengewinde 95 aufgeschraubt,
welche die Innenbohrung 80 des Sicherheitsbügels nach unten abdeckt. Das untere Ende 100 des Sicherheitsbügels 50 und das
untere Ende 105 des Handgriffs 34 sind über einen Abstandhalter 130 miteinander verbunden.
Eine Sprühgut-Leitung 110 ist mittels eines Verbindungsstücks
120 am unteren Ende 105 des Handgriffs 34 angeschlossen. Weiterhin ist ein Verbindungsstück 140 am Ende 150 des Griffstückteils
35 vorgesehen, das dazu dient, eine nichtgezeichnete Druckluftleitung anzuschließen.
Der Verlauf von Sprühgut- und Druckluftleitung innerhalb des GriffStücks 30 ist nicht gezeichnet; die entsprechende Konstruktion
des GriffStücks 34 ist jedoch dem Fachmann bekannt. Das
bei 160 angedeutete Ventil dient dazu, mittels des Pistolenabzugs 40 die Pistole in Betrieb zu setzen bzw. abzuschalten.
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Im Bereich 180 der Oberfläche des Sicherheitsbügels 50 ist ein
dreieckig geformter Gehäusevorsprung 170 vorgesehen. Benachbart der Seite 200 dieses Gehäusevorsprungs 170 befindet sich ein
metallisches Endstück 190 des Abzugs 40. Innerhalb des Gehäusevorsprungs 170 ist ein Nähemngsschalter 210 angeordnet, der auf die Annäherung bzw. das Sich-Entfernen des Metallstücks 190 anspricht. Das bedeutet, daß durch das Betätigen des Abzugs 40
nicht nur das Ventil 16Oj sondern auch der Schalter 210 geöffnet bzw. geschlossen wird.
dreieckig geformter Gehäusevorsprung 170 vorgesehen. Benachbart der Seite 200 dieses Gehäusevorsprungs 170 befindet sich ein
metallisches Endstück 190 des Abzugs 40. Innerhalb des Gehäusevorsprungs 170 ist ein Nähemngsschalter 210 angeordnet, der auf die Annäherung bzw. das Sich-Entfernen des Metallstücks 190 anspricht. Das bedeutet, daß durch das Betätigen des Abzugs 40
nicht nur das Ventil 16Oj sondern auch der Schalter 210 geöffnet bzw. geschlossen wird.
In dem unteren Bereich des Laufs 20 sind zwei in Längsrichtung
verlaufende elektrische Leiter 220 und 230 eingegossen. Der
erste Leiter 220 endet mit seinem hinteren Ende 240 im Bereich
des oberen Endes 60 des Sicherheitsbügels 50 und befindet sich
in Kontakt mit dem vorstehenden Leiterende 250 des Sicherheitsbügels 60. Das Vorderende 260 des Leiters 220 kontaktiert einen im Lauf 20eingebetteten Strombegrenzungswiderstand 270. Der
zweite Leiter 230 kontaktiert einerseits bei 280 den Strombegrenzungswiderstand 270, während sein anderes Ende 290 benachbart dem Zerstäuber 27 und nahe dem Auslaß 23 der Sprühgut-Zuführleitung 25 eine Aufladeelektrode bildet. Der Widerstandswert des Widerstands 72 kann in der Größenordnung von
50 MJlliegen.
verlaufende elektrische Leiter 220 und 230 eingegossen. Der
erste Leiter 220 endet mit seinem hinteren Ende 240 im Bereich
des oberen Endes 60 des Sicherheitsbügels 50 und befindet sich
in Kontakt mit dem vorstehenden Leiterende 250 des Sicherheitsbügels 60. Das Vorderende 260 des Leiters 220 kontaktiert einen im Lauf 20eingebetteten Strombegrenzungswiderstand 270. Der
zweite Leiter 230 kontaktiert einerseits bei 280 den Strombegrenzungswiderstand 270, während sein anderes Ende 290 benachbart dem Zerstäuber 27 und nahe dem Auslaß 23 der Sprühgut-Zuführleitung 25 eine Aufladeelektrode bildet. Der Widerstandswert des Widerstands 72 kann in der Größenordnung von
50 MJlliegen.
Im Sicherheitsbügel 50 befinden sich ein Hochspannungstransformer 310 und ein Hochspannungsvervielfacher 320. Der Transformer
310 besitzt einen Niederspannungseingang 330 und einen Hochspannungsausgang 340. Der Hochspannungsausgang 340 ist mit dem
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Eingang 350 des Vervielfachers 320 verbunden. Das Gleichstrom-Hochspannungsende
360 des Vervielfachers 320 ist mit dem eingegossenen
Leiterstück 250 verbunden, das sich im oberen Ende des Bügels 50 befindet und seinerseits in Kontakt mit dem
Leiter 220 des Pistolenlaufs steht.
Der Niederspannungseingang 330 des Transformers 310 ist über den Näherungsschalter 210 mit einem Niederspannungskabel 370
verbunden, welches an der Schraubkappe 90 des unteren Bügelendes 100 angebracht ist.
Durch Lösen der Kappe 90 können sowohl der Transformer 310 als auch der Vervielfacher 320 leicht aus dem Inneren 80 des Bügels
50 herausgenommen werden.
In der Praxis wird über das Kabel 370 ein Wechselstrom einer Niederspannung von beispielsweise 12 Volt zugeführt, wobei die
Eingangsfrequenz 17 000 Hz beträgt. In dem Transformer wird
dann diese Eingangsspannung auf eine mittlere Wechselspannung in der Größerordnung von 7000 Volt erhöht, wobei die Frequenz
von 17 000 Hz beibehalten bleibt. Diese mittlere Wechselspannung wird dann durch den aus Kondensatoren und Dioden aufgebauten
Gleichspannungsvervielfacher 320 auf eine Ausgangsspannung von
etwa 80 bis 90 KV erhöht. Diese Hochspannung wird dann über den Ausgang 360, den Leiter 220, den Widerstand 270 und den Leiter
230 der Ladeelektrode 290 zugeführt.
In Fig. 1 ist angedeutet, daß die Pistole 10 einen Sprühstrahl
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S gegen ein geerdetes Werkstück A richtet. Dabei wird die Vorderfläche A 1 des Werkstücks A vom Sprühstrahl S direkt
getroffen. Die hintere Oberfläche A 2 des Werkstücks A wird jedoch ebenfalls beschichtet, und zwar durch den sogenannten
Umgriff, der durch die Linien f 2 und f3 angedeutet ist.
Fig. 2 stellt ein Blockschaltbild der elektrischen Einrichtung der Pistole 10 dar. Die Eingangsspannung von 12 Volt und 17Khz
wird über das Kabel 370 dem Näherungsschalter 210 zugeführt. Der Ausgang des Näherungsschalters 210 schaltet den Eingang
330 des Transformers 310. Der Ausgang 340 des Transformers 310 liegt am Eingang 350 des Hochspannungsvervielfachers 320.
Die Ausgangsleitung 360 des Hochspannungsvervielfachers führt dann über die Leiter 250 und 220, den Widerstand 270 und den
Leiter 230 zur Ladeelektrode 290.
Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform des Dioden-Kondensator-Vervielfachers
320, wobei diese Ausführungsform insbesondere für den Fall bestimmt ist, daß leicht entzündbares Sprühgut
verarbeitet werden soll oder daß mit erhitztem Sprühgut gearbeitet wird. Der Vervielfacher 320 von Fig. 3 besteht aus 12
Stufen, die mit 400 bis 414 bezeichnet sind. Die Stufen 402 bis 414 sind identisch. Die Stufen 404 bis 412 sind lediglich durch
ein Rechteck dargestellt, ihr Aufbau entspricht jedoch vollständig dem Aufbau der im einzelnen dargestellten Stufe 402. Der
Spannungsausgang des Transformers 310 wird auf die Klemmen gegeben, welche das Niederspannungsende des Vervielfachers
darstellt. Die vom Vervielfacher erzeugte hohe Gleichspannung
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erscheint an den Ausgangsklemmen 360. Die Eingangsstufe 400 des Vervielfachers 320 von Fig. 3 besteht aus zwei Kondensatoren
418 und 420 mit einer Kapazität von jeweils 250 pF sowie aus zwei Dioden 422 und 424. Die Verschaltung dieser Bauelemente
ist üblich und dem Fachmann bekannt.
Die zweite Vervielfacherstufe 402 weist zwei Kondensatoren 428 und 430 einer Kapazität von jeweils 125 pF sowie -
2 Dioden 432 und 434 auf. Die Kondensatoren 428, 430 der Stufe 402 besitzen also exakt die halbe Kapazität der Kondensatoren
418 und 420 der Verstärkerstufe 400. Alle Verstärkerstufen 404 bis 414 sind mit Kondensatoren bestückt, deren
Kapazität gleich der Kapazität der Kondensatoren 428, 430 der Stufe 402 ist. Mit anderen Worten, der Vervielfacher 420 von
Fig. 3 besityCzt eine erste Vervielfacherstufe 400 mit zwei Kondensatoren 418, 420 einer Kapazität, die doppelt so groß
ist wie die Kapazität der Kondensatoren aller anderen Verstärkerstufen
402 bis 414.
Wird an die Eingangsklemmen 350 dieses Vervielfachers 320 von Fig. 3 ein Wechselstrom einer Spannung von 7KV und einer Frequenz
von 17 KHz gelegt, so erhält man an den Ausgangsklemmen 360 eine Gleichspannung von etwa 90 KV. Versuche haben ergeben,
daß ein in derselben Weise aufgebauter Vervielfacher, bei dem jedoch alle 12 Stufen nur mit Kondensatoren einer Kapazität
von 125 pF bestückt sind, zwar dieselbe Ausgangsspannung von
90 KV liefert, jedoch weniger Energie speichert und während des Sprühvorgangs das Sprühgut schlechter auflädt. Wird dage-
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gen gemäß der Erfindung die Vervielfacherstufe 400 am Niederspannungseingang
mit zwei Kondensatoren 418/ 420 von jeweils 250 pF versehen, während bei allen anderen elf
die
Stufen/Kondensatoren mit nur 125 pF beibehalten bleiben, dann ergibt sich eine wesentlich bessere Aufladung des Sprühguts und damit ein wesentlich besserer Umgriff, ohne daß dabei bei einem Überschlag der Überschlagsfunken energiereicher würde. Mit anderen Worten, man erhält mit dem Vervielfacher nach Fig. einerseits eine sehr gute Aufladung des Sprühguts, erreicht aber andererseits trotzdem eine derartige Begrenzung der Intensität von Überschlagsfunken, daß keine Gefahr einer Entzündung entsteht, auch nicht bei Verwendung von Sprühgut leichter Entzündbarkeit.
Stufen/Kondensatoren mit nur 125 pF beibehalten bleiben, dann ergibt sich eine wesentlich bessere Aufladung des Sprühguts und damit ein wesentlich besserer Umgriff, ohne daß dabei bei einem Überschlag der Überschlagsfunken energiereicher würde. Mit anderen Worten, man erhält mit dem Vervielfacher nach Fig. einerseits eine sehr gute Aufladung des Sprühguts, erreicht aber andererseits trotzdem eine derartige Begrenzung der Intensität von Überschlagsfunken, daß keine Gefahr einer Entzündung entsteht, auch nicht bei Verwendung von Sprühgut leichter Entzündbarkeit.
Fig. 4 zeigt einen Dioden-Kondensater-Vervielfacher 320a. der insbesondere für den Fall geeignet ist, daß mit Sprühgut vergleichsweise
geringer Entzündbarkeit gearbeitet wird. Der · Vervielfacher 320a besteht aus 6 Stufen 440 bis 450, deren jede
mit zwei Kondensatoren einer Kapazität von 250 pF bestückt ist, sowie aus 6 Stufen 442 bis 450, deren jede mit Kondensatoren
einer Kapazität von jeweils 125 pF bestückt ist. Selbstverständlich enthalten auch alle 12 Verstärkerstufen jeweils zwei
Dioden. Jede der Stufen 440 bis 450 entspricht der Stufe 400 des Vervielfachers von Fig. 3, jede der Stufen 460 bis 470
einer der Stufen 402 bis 414 des Vervielfachers von Fig. 3. Mit anderen Worten, die Stufe 440 besteht aus zwei Kondensatoren
452 und 454 mit jeweils 250 pF und zwei Dioden 456 und 458, während die Stufe 460 aus zwei Kondensatoren 472 und 474 mit
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jeweils 125 pF und zwei Dioden 476 und 478 besteht, wobei die Stufen 442 bis 450 identisch mit der Stufe 440, die Stufen
bis 470 identisch mit der Stufe 460 sind.
Wird auf die Eingangsklemmen 350a des Vervielfachers 320a von Fig. 4 ein Eingangssignal mit einer Spannung von 7KV und <ä-17
KHz gegeben, dann erhält man an der Ausgangsquelle 360a eine Gleichspannung von etwa 90 KV. Weil die niederspannungsseitige
Hälfte des Vervielfachers 320a, also die VervieIfacherstufen
440 bis 450, mit Kondensatoren von 25OpF bestückt ist, also mit Kondensatoren, welche die doppelte Kapazität der Kondensatoren
in der hochspannungsseitigen Vervielfacherhälfte aufweisen, ergibt sich eine verbesserte Aufladung des Sprühstrahls,
mit der Folge, daß der Niederschlagswirkungsgrad und der Umgriff wesentlich verbessert sind. Dies wiederum im Vergleich
zu einer Sprühpistole 10 mit einem Spannungsvervielfacher
, dessen 12 Stufen jeweils mit zwei Kondensatoren einer Kapazität von nur 125 pF bestückt sind. Zwar ergibt sich bei
Verwendung des Vervielfachers 320a von Fig. 4 im Falle eines Überschlags ein energiereicherer Kapazitätsfunken, jedoch ist
diese Energiespeicherung des Kapazitätsfunkens nur geringfügig und kann bei einem Arbeiten mit nur schwer entzündbarem Sprühgut
außer Betracht bleiben.
Fig. 5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Spannungsvervielfacher.
Der Spannungsvervielfacher 320b von Fig. 5 eignet sich insbesondere für den Fall, daß mit Latex oder mit Wasserlacken
gearbeitet wird. Der Vervielfacher 320b besteht aus elf
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identischen Vervielfacherstufen 500 bis 520 und einer zwölften
Vervielfacherstufe 522 am Hochspannungsausgang 360b. Die
Vervielfacherstufen 500 bis 520 sind untereinander identisch, entsprechen also alle der Stufe 500 am Niederspannungseingang
350b des Vervielfachers 320b. Jede der Vervielfacherstufen bis 520 besteht aus zwei Kondensatoren 524 und 526 einer Kapazität
von jeweils 250 pF und aus zwei Dioden 528 und 530. Die Stufe 522 am Hochspannungsausgang dagegen besteht aus zwei
Kondensatoren 544 und 546 einer Kapazität von jeweils 125 pF und aus zwei Dioden 548 und 550.
Der Vervielfacher 320b von Fig. 5 speichert wesentlich mehr Energie als der Vervielfacher 320 von Fig. 3. Weil jedoch der
Vervielfacher 320b speziell für das Versprühen von Latex oder Wasserlacken oder nicht-entflammbarem Pulver verwendet wird,
ist es ohne Belang, daß ein eventueller Überschlagsfunken eine erhöhte Energie aufweist. Wesentlich ist, daß der Vervielfacher
300b von Fig. 5 eine sehr gute Aufladung der erwähnten Materialien gewährleistet und somit einen hohen Niederschlagswirkungsgrad
und einen guten Umgriff.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen beträgt das Verhältnis
der unterschiedlichen Kapazitätswerte der Kondensatoren 1 zu 2 bzw. 2 zu 1. Selbstverständlich sind auch andere Verhältnisse
der unterschiedlichen Kapazitäten zueinander möglich. Auch kann es in manchen Fällen vorteilhaft sein, mehr als zwei unterschiedliche
Kapazitätswerte zu wählen. Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß die Erfindung nicht nur in Verbindung mit Handspritzpistolen;
sondern auch bei automatischen Anlagen anwendbar
ist. 130009/0862
Claims (5)
1. ) Elektrostatische Spritzpistole, insbesondere Handspritz-—/
pistole, zum Beschichten von Werkstücken mit flüssigem oder festem Überzugsmaterial, mit einem eingebauten, mehrstufigen Spannungsvervielfacher, dessen Einzelstufen aus Dioden und Kondensatoren bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsvervielfacher (320; 320a; 320b) mit Kondensatoren zumindest zweier unterschiedlicher Kapazitätswerte versehen ist und daß die Stufen (402 bis 414; 460 bis 470; 522) am hochspannungsseitigen Ende des Vervielfachers mit den Kondensatoren (428, 430; 472, 474; 544, 546) des niedrigsten Kapazitätswertes bestückt sind.
pistole, zum Beschichten von Werkstücken mit flüssigem oder festem Überzugsmaterial, mit einem eingebauten, mehrstufigen Spannungsvervielfacher, dessen Einzelstufen aus Dioden und Kondensatoren bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsvervielfacher (320; 320a; 320b) mit Kondensatoren zumindest zweier unterschiedlicher Kapazitätswerte versehen ist und daß die Stufen (402 bis 414; 460 bis 470; 522) am hochspannungsseitigen Ende des Vervielfachers mit den Kondensatoren (428, 430; 472, 474; 544, 546) des niedrigsten Kapazitätswertes bestückt sind.
2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Stufen (400; 440 bis 450; 500 bis 520)
mit den Kondensatoren (418, 420; 452, 454; 524, 526) höheren Kapazitätswertes zu den Stufen (402 bis 414; 460 bis 470;
522) mit den Kondensatoren (428, 430; 472, 474; 544, 546) niedrigerer Kapazitätswerte in Abhängigkeit von der Entzünd-
Bankhaus Merck. Finck & Co.. München
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130009/0862
Bankhaus H- Aufhäuser. München (BLZ 700 30600) Konto-Nr 261300
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Postscheck: München
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barkeit und/oder der Leitfähigkeit des jeweiligen Sprühguts bemessen ist.
3. Spritzpistole nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoren des höheren Kapazitatswertes in
etwa die doppelte Kapazität der Kondensatoren geringeren Kapazitatswertes
aufweisen.
4. Spritzpistole nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß für leichtentzündbares Sprühgut das Zahlenverhältnis von Stufen mit Kondensatoren des höheren Kapazitatswertes
zu den Stufen mit Kondensatoren des niedrigeren Kapazitatswertes etwa 1 zu 10, für nicht-entzündbares Sprühgut bei
etwa 10 zu 1 liegt.
5. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hochspannungsvervielfacher in zwei voneinander lösbare Bauelemente unterteilt ist, deren eines
die Stufen mit Kondensatoren des höheren Kapazitatswertes und deren anderes die Stufen mit Kondensatoren des niedrigeren
Kapazitatswertes enthält.
130009/0862
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