DE3029768C2 - Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines Dieselmotors für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines Dieselmotors für KraftfahrzeugeInfo
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Description
a) einen ersten Regelkreis, der die Pumpe (1), das,
wie an sich bekannt, als Rückschlagventil ausgebildete Ventil (6), den Druckspeicher (2),
einen dazugehörigen Öldruckschalter (7), der nur bei zu geringem Druck im Speicher dessen
Beschickung zuläßt, sowie eine Oizuteileinrichtung
(5 bzw. 22) zwischen Pumpe und Rückschlagventil umfaßt,
b) einen zweiten Regelkreis mit einem vom
~_~ Gaspedal (8) des Dieselmotors (23) bzw. der Steuerstand der Kraftstoffeinspritzpumpe derart
betätigbaren Schalter (9 bzw. 9a), daß dieser nur beim Durchtreten des Pedals, also bei
VoHastwahl, geschlossen ist und dann einen vom Ladedruck gesteuerten, nur bei zu
geringem Ladedruck geschlossenen Schaiter (10) mit Strom versorgt, und mit einem diesem
Schalter nachgeschalteten, zweiten zum Speicher gehörigen öldruckschalter (11), der nur bei
ausreichendem Öldruck im Speicher geschlossen ist und dann ein an den Speicher angeschlossenes Magnetsperrventil (12) mit
Strom versorgt, das hierauf öffnet und angeschlossene EimrittädCsen (3) .ίπεπ mit der WeHe
des Turboladers (13) virbu-denden Freistrahlturbine (4) mit öl versorgt;
C) einen dritten Regelkreis mit einem vom Anlasser (15) des Dieselmotors (23) schaltbaren,
an den Speicher (2) angeschlossenen Magnetventil (14) und mit einer diesem nachgeschalteten
Blende (16) in einer zu den Lagern des Turboladers führenden Leitung (25), die mit der
Schmierölleitung des Dieselmotors in Verbindung steht (F i g. ϊ und 2 bzw. 3).
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein in der Förderleitung (21)
!wischen Pumpe (1) und Rückschlagventil (6) angeordnetes Magnet-Zweiwegventil (5). das vom
öldruckschalter (7) des Hochdruckspeichers (2) derart gesteuert wird, daß nur bei zu geringem
Öldruck im Speicher die sonst auf Umlauf geschaltete Pumpendruckleitung auf die Förderleitung (23)
geschaltet ist (F i g. 1 und 2).
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch ««kennzeichnet, daß die Pumpe (1) vom Dieselmotor
(23) angetrieben wird (F i g. 1).
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (1) von der
Triebachse des Kraftfahrzeugs angetrieben wird, und zwar beispielsweise über einen mit der
Antriebswelle des Schaltgetriebes gekoppelten Nebenantrieb (24) (F i g. 3 bzv/, 2).
5. Regeleinrichtung nach Anspruchs, gekennzeichnet
durch einen weiteren vom Gaspedal (8) des Dieselmotors (23) bzw. der Steuerstange der
Kraftstoffeinspritzpumpe derart betätigbaren Schalter (17), daß dieser nur bei Leerlaufwahl geschlossen
ist und dann den öldruckschalter (7) mit Strom versorgt (F i g. 2).
6. Regeleinrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein mit dem Bremspedal (18) des
Kraftfahrzeugs verbundenes Potentiometer (19). das
über einen Verstärker (20) den Öldruckschalter (7) mit Strom von der erwünschten Bremskraft
entsprechender Stärke versorgt (F i g. 3).
Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines
Dieselmotors für Kraftfahrzeuge, mit wenigstens einer Pumpe, einem Druckspeicher mit steuerbarem Ventil
und einer Freistrahlturbine, die durch eine oder mehrere Einspritzdüsen beaufschlagt wird.
Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, riaß
bei Turboladermotoren beim Gasgeben, also beim Beschleunigen des Fahrzeugs, in verstärktem Ausmaß
Ruß gebildet und das Drehmoment langsamer aufgebaut wird Auch das Kaltstartverhalten solcher Motoren
ist ungünstig, was zum einen Teil aui die Trägheit des
Turboladers und zum anderen Teil auf das erforderliche niedrigere Verdichtungsverhältnis des Motors zurückzuführen
ist.
Gemeinsame Ursache dieser nachteiligen Erscheinungen ist der relative Luftmangel während der
Beschleunigung des Motors.
Eine Regeleinrichtung der gattungsgemäßen Art ist
aus der DE-OS 23 16 065 bekannt Diese vorbekannte Einrichtung läßt jedoch nur eine vergleichsweise grobe
Regelung des hydrodynamischen Hiifsantriebs des
Turboladers zu.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Regeleinrichtung der eingangs angegebenen Art aufzuzeigen, die eine feinere Regelung des Turboiaders
ermöglicht durch die der relative Luftmangel während der Beschleunigungs- und Startpha^e vermieden wird.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst Durch eine
besondere Schaltung mit den bekannten Bauteile«: ölpumpe und Hochdruckölspeicher für eine mit der
Turboladerwelle verbundene Freistrahlturbine wird der schädliche relative Luftmangel bei Start und Beschleunigung
des Dieselmotors weitestgehend vermieden.
Die Ansprüche 2 bis 6 betreffen die weitere
Ausgestaltung dieser Schaltung, insbesondere Maßnahmen
mit besonders vorteilhafter Ausnützung der nremsenergie des Fahrzeugs zur Vermeidung des
relativen Luftmangels während des Beschieunigens.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung mit mehreren Ausführungsbeispielen erläutert: dabei zeigt
F i g. 1 eine Schaltung mit vom Dieselmotor angetriebener Ölpumpe,
F i g. 2 eine weitere Schaltung mit von der Triebachse des Fahrzeugs angetriebener Ölpumpe und
Fig. 3 eine ebensolche Schaltung, jedoch mit zusätzlicher Ausnützung der Bremsenergie.
immer bestehen die erfindungsgemäBen Schaltungen
aus drei Regelkreisen;
Ein erster Regelkreis enthält eine mit Öl beschickte Pumpe 1, ein Rückschlagventil 6 in deren Förderleitung
21, einen daran angeschlossenen Hochdruckspeicher 2 sowie einen dazugehörigen öldruckschalter 7; letzterer
läßt nur bei zu geringem Öldruck im Speicher 2 dessen Beschickung mit öl aus der Pumpe 1 zu.
Gemäß F i g. 1 und 2 ist zwischen Pumpe und Rückschlagventil ein Magnet-Zweiwegventi! 5 angeordnet,
das von jenem Öldruckschalter 7 derart gesteuert wird, daß es nur bei zu geringem Öldruck im Speicher
die sonst auf Umlauf geschaltete Pumpendruckleitung ί auf Förderung in die Leitung 21 schaltet.
Nach F i g. I ist die Ölpumpe vom Dieselmotor 23 und nach F i g. 2 und 3 von der Triebachse des Kraftfahrzeugs
angetrieben, und zwar in den gezeigten Ausführungsbüspielen über einen mit der Abtriebswelle
des Schaltgetriebes gekoppelten Nebenantrieb 24. Nach F i g. 3 ist zusätzlich eine Steuereinrichtung 22 zur
Beeinflussung der Fördermenge der Ölpumpe 1 angebracht, die weiter unten erläutert wird.
Ein zweiter Regelkreis enthält eineii vom ι. ^-^.idal 8 is
des Dieselmotors 23 bzw. von der Sieueroi^nge der
Kraftstoffeinspritzpumpe derart betätigbaren Schalter, der in F i g. 1 und 2 mit 9. in F i g * -ber wegen etwas
anderer Ausbildung mit 9a beze:~ inet ist, daß er nur
beim Durchtreten des Gasp -.als, also bei Vollastwahl,
geschlossen ist; in diesem Zuband versorgt er dann
einen vom Ladedruck des Turboladers 13 gesteuerten, nur bei zu geringem Ladedruck geschlossenen Schalter
10 mit Strom. Ein diesem Schalter elektrisch nachgeschalteter, zweiter zum Speicher 2 gehöriger Öldruckschalter
11, ist nur bei ausreichendem Öldruck im Speicher 2 geschlossen; in diesem Zustand versorgt er
dann ein an den Speicher 2 angeschlossenes Magnetsperrventil 12 mit Strom. In diesem Zustand öffnet
dieses, so daß die angeschlossenen Eintrittsdüsen der
mit der Welle des Turboladers 13 verbundenen Freistrahlturbine 4 mit Öl versorgt werden.
Die kinetische Energie des aus den Eintrittsdüsen mit
hoher Geschwindigkeit austretenden öisirahis beschleunigt
über die Freistrahlturbine den Turbolader zusätzlich zu den erst spärlich zuströmenden Abgasen
des Dieselmotors. Sobald der Ladedruck den erwünschten Wert oder der Öldruck im Speicher 2 seinen
untersten Wert erreicht hat, unterbricht der Ladedruckschalter 10 bzw. der öldruckschalter 11 den Ölfluß vom
Speicher 2 zur Freistrahlturbine 4.
Ein dritter Regelkreis soll bewirken, daß die Lager des Turboiaders 13 während des Motorstarts ausreichend
mit Schmieröl versorgt werden. Zu diesem Zweck ^vird ein an den Hochdruckspeicher 2 angeschlossenes
Magnetventil 14 vom Anlasser 15 beim Starten des Dieselmotors 23 geöffnet; dann strömt Öl vom Speicher
über dieses Ventil und über eine nachgeschaltete Blende 1.6 zu den Lagern des Turboladers. IsE der Anlasser
außer Betrieb, also nach Beendigung des Startvorgangs, 5ü
wird durch das Magnetventil 14 der Ölzustrom aus dem Speicher unterbrochen, da inzwischen die Schmierölversorgung
des Turboladers auf den Ölkreislauf des Dieselmotors übergegangen ist
Um den Hochdruckspeicher 2 mittels Bremsenergie des Fahrzeugs aufzufüllen, ist gemäß F i g. 2 ein
zusätzlicher Schalter 17 angebracht; er ist mit dem Gaspedal 9 des Dieselmotors bzw. mit der Steuerstange
der Kraftstoffeinspritzpumpe derart verbunden, daß er bei Leerlaufwahl geschlossen ist; nur in diesem Zustand
versorgt dieser Schalter der. Ladedruckschalter 7 mit
Strom, so daß dieser die oben angegebene Wirkung vollbringen kann, also bei zu geringem Öldruck im
Speicher 2 dessen Beschickung mit Öl durch Öffnen des Magnet-Zweiwegventils 5 zuläßt.
Dementsprechend fördert die Ölpumpe 1 nur während des Brems- oder Schiebebetriebs, so daß der
Hochdruckspeicher 2 nur unter Verbrauch von Bremsenergie gefüllt wird. Der Speicher bleib* unter Druck,
auch wenn das Kraftfahrzeug stillsteht. Dadurch steht für den nächsten Startvorgang ausreichend Antriebsenergie für den Turbolader zur Verfüge ;,g.
F i g. 3 zeigt eine etwas erweiterte Schaltung, die zur
Verbesserung der Drehmomentkurve des Dieselmotors, also zur Verbesserung der Beschleunigung durch
Ausnutzung eines größeren Teils der Bremsenergie des Kraftfahrzeugs dient
Die Fördermenge der wieder, wie nach F i g. 2, von der Triebachse des Kraftfahrzeugs über einen mit der
Abtriebswelle des Schaltgetriebes gekoppelten Nebenantrieb 24 angetriebenen ölpumpe 1 ist durch eine
elektrische Steuereinrichtung 22 beeinflußbar. Diese Steuereinrichtung wird über den öldruckschalter 7 bei
za geringem Öldruck im Speicher 2 mit Strom versorgt;
dieser wird über einen Verstärker 20 von einem Potentiometer 19 zugeteilt, das mit dem Bremspedal 18
des Kraftfahrzeugs in besonderer Weise verbunden ist; die Stromstärke entspricht dabei der erwünschten
Bremskraft.
Dadurch wird während des Bremsens ein TeH der Bremsenergie zur Füllung des Hochdruckspeichers 2
verwendet, und zwar ist die Fördermenge der ölpumpe proportional zum Bremspedal-Ausschlagwinkel. Die
Einstellung ist so, daß bei etwa halbem Winkelausschlag cles Gaspedals die Ölpumpe bereits ihre volle Förderung
hat; erst wenn die zum Pumpenantrieb entnommene Bremskraft zur erwünschten Fahrzeugbremsung nicht
ausreicht, wird die Reibungsbremse des Fahrzeugs in Anspruch genommen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines Dieselmotors für
Kraftfahrzeuge, mit wenigstens einer Pumpe, einem Druckspeicher mit steuerbarem Ventil und einer
Freistrahlturbine, die durch eine oder mehrere Einspritzdüsen beaufschlagt wird, gekennzeichnet durch
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3029768A DE3029768C2 (de) | 1980-08-06 | 1980-08-06 | Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines Dieselmotors für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3029768A DE3029768C2 (de) | 1980-08-06 | 1980-08-06 | Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines Dieselmotors für Kraftfahrzeuge |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3029768A1 DE3029768A1 (de) | 1982-03-18 |
| DE3029768C2 true DE3029768C2 (de) | 1982-06-03 |
Family
ID=6109010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3029768A Expired DE3029768C2 (de) | 1980-08-06 | 1980-08-06 | Regeleinrichtung für den hydrodynamischen Hilfsantrieb des Turboladers eines Dieselmotors für Kraftfahrzeuge |
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Families Citing this family (3)
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1334818A (en) * | 1972-03-30 | 1973-10-24 | Timoney S G | Control of auxiliary energy input to the turbocharger of an internal combustion engine |
-
1980
- 1980-08-06 DE DE3029768A patent/DE3029768C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE3029768A1 (de) | 1982-03-18 |
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