[go: up one dir, main page]

DE30288C - Telephon-Uebertragungs-System - Google Patents

Telephon-Uebertragungs-System

Info

Publication number
DE30288C
DE30288C DENDAT30288D DE30288DA DE30288C DE 30288 C DE30288 C DE 30288C DE NDAT30288 D DENDAT30288 D DE NDAT30288D DE 30288D A DE30288D A DE 30288DA DE 30288 C DE30288 C DE 30288C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pole
magnet
magnets
arrangement
branch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30288D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. bubbe, Ober-Telegraphen-Assistent in Hamburg
Publication of DE30288C publication Critical patent/DE30288C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R13/00Transducers having an acoustic diaphragm of magnetisable material directly co-acting with electromagnet
    • H04R13/02Telephone receivers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
J. BUBBE in HAMBURG. Telephon-Uebertragungs-System.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. April 1884 ab.
Die in diesem System sich vollziehende Uebertragurtg einer Telephonfunction von einer auf eine weitere zweite Leitungsstrecke und deren Endtelephon gründet sich einerseits auf die allgemeine Telephontheorie,· wonach die Einwirkung der Schallwellen auf die Membran im Magnetismus Schwankungen erregt, welche in der bezw. Drahtrolle Stromwellen induciren, die sich im Leiter fortpflanzen u. s. w., andererseits aber auf eine Multiplication der Wechselwirkung zwischen Magnetinduction und Wirkung der Stromwelle infolge der Stromverzweigung, welche die eigenartige Verbindung der Drahtrollen dieses Systems zuläfst.
Es stehen sich hier, wie in der beiliegenden Zeichnung ersichtlich gemacht, zwei Telephonsysteme I und II gegenüber, deren Magnete a1 und an mit jedem Pol N1 S1 N11 S11 eine Doppelmembran o, 0O1, 0, oon und In1Vi11 afficiren. Also der etwa in Abtheilung 1, RoIIe^, ankommende positive Stromimpuls (wie in der Stromlaufskizze den Pfeilspitzen nach zu folgen ist), erschüttert infolge seiner Schwankungenerregung nicht nur die Membran m/? sondern auch die In11; letztere übt daher auf den Pol a S11 des Magneten au ebenfalls ihre Wirkung aus, und es wird infolge dessen ebenfalls ein in der Rolle bn, Abtheilung 1, inducirter Stromimpuls die Leitung II durchlaufen und das Endtelephon II in Function setzen. Ferner läfst es die Verbindung der Drahtrollen mittelst des auf dem Kastendeckel q angebrachten Einschalters zu, dafs der bei r' ankommende Stromimpuls sich dort verzweigt und nicht nur die Drahtabtheilung der Rolle bt durchläuft, sondern auch die Abtheilung 1 der Rolle cjT wo er wirkt, hierauf die Abtheilung 2 der Rolle bn wirkend durchstreicht und dann erst zur Erde geht. Die Wirkung dieses Stromimpulses oder dieser Stromwelle (in Abtheilung 2, Rolle bn) stimmt mit der Wirkung, welche Abtheilung ι derselben Rolle von der Membran Ui11 erleidet, nicht nur überein, sondern erfolgt auch in ein und demselben Moment; es verstärkt daher ein Impuls den anderen. Auch der Stromimpuls, welcher die Abtheilung ι der Rolle bj afficirt, durchläuft noch, bevor er zur Erde geht, die Abtheilung 2 der Rolle C1 und wirkt verstärkend auf die magnetischen Schwankungen im Kern Ci1 S. Der in Abtheilung 1, Rolle bn, auftretende Stromimpuls theilt sich auch infolge der Verzweigung der ganzen Rolle C11 mit, von wo aus er seinen Weg zur Erde findet.
Umgekehrt rindet der eben beschriebene Vorgang statt, wenn das Endtelephon II einen Stromimpuls durch die Leitung II entsendet, es werden aber immer auf der LTebertragung die entsendeten Impulse zur Erde geleitet und neue, verstärkte, gehen in die zweite Leitung und bringen das zweite Endtelephon zum Ansprechen.
Die eigenartige Construction der Magneten, welche in der rechtwinkligen Stellung der'bezw. Pole zu einander besteht, in der Weise, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ermöglicht es, das Uebertragungs-System auch als Controlapparat benutzen zu können, indem man nicht nur die zwischen den Endstellen gepflegte Correspondenz mitzuhören, sondern eventuell auch ohne weitere Vorrichtung nach jeder Seite hin zu sprechen vermag.
Das auf Grund des Lehrsatzes: Schallstrahlen prallen unter demselben Winkel ab, unter welchem sie anschlagen, construirte Mundstück pr oder pn verstärkt beim Hineinsprechen die Wirkung der Schallstrahlen, indem die letzteren sich um den Mittelpunkt der Membran (den geeignetsten Punkt für diese Wirkung) mehr concentriren. Auch erleichtert diese Mundstückconstruction das Abhören, indem das daran gelegte Ohr von einem störenden Nebengeräusch weniger affkirt wird.
Die dargestellte Doppelmembran 0,00, an welcher die obere Platte ausgeschnitten ist, befördert eine Klangverstärkung, indem ein Zurückwerfen der Wellen von einer auf die andere Platte vor sich geht, wodurch die Schwingungen der Platten gröfser ausfallen.
Es wird nun schliefslich durch Einschaltung des Uebertragungs-Systems die Verständigungsentfernung per Telephon verdoppelt. Die Anwendung dieser Uebertragung kann sich daher für den Telephonverkehr nur zum Vortheil gestalten, um so mehr, da die Function derselben mit der Function der Endtelephone stets gleichen Schritt hält und bei guter Einstellung kein Reguliren erfordert, wie solches schwankende Batterieströme veranlassen würden.
Das Einstellen der Magneten in Bezug auf ihre Entfernung von den Membranen vermitteln die Schrauben I1 I11 U1 und kn. Die Messingwinkel gj und gjj, sowie die Holzstücke tj und tn dienen den Magneten λ; und an als festes Lager, d ist eine behufs Aufnahme der Membranen In1 und mn rund ausgeschnittene Holzplatte, im Geviert so grofs, als die lichte Weite des Holzkastens K, in welchem das ganze System Aufnahme findet, e und f bezeichnen die Ringe zum Festschrauben der Membranen.
Die Widerstände sämmtlicher Drahtabtheilungen betragen je 200 Einheiten, aber infolge der Verzweigung reducirt sich der Widerstand jeder ganzen Rolle auf 200 Einheiten.
. Der Einschalter besteht aus Messingschienen, die auf dem Kastendeckel mit Schrauben befestigt werden.
Die Messingwinkel gl gn sind auf den Holzstücken t festzuschrauben. Letztere werden seitlich durch Winkelstücke u unverschiebbar befestigt, der Regulirung nach vor- oder rückwärts aber müssen die Stücke t nachgeben. Die Höhe der Holzstücke plus Messingwinkel entspricht der Lage der Pole JV und S genau vor· der Mitte der Membranen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei Telephonen die Anordnung zweier hufeisenförmigen Magneten mit Polschuhen, so dafs dem einen Pol des einen Magneten der entgegengesetzte Pol des anderen Magneten dicht gegenüber steht, wobei zwei schwingende Membranen sich zwischen diesen Polen befinden, während die beiden anderen Polschuhe, rechtwinklig umgebogen, einander parallel stehen und vor sich je eine Membran haben, welche die Uebertragung des Schalles vermittelt.
2. Die Anordnung einer Zweigschaltung der je in zwei hinter einander liegenden Gruppen zerlegten Polschuhrollenwiderstände vorbezeichneter Magneten, so dafs in jedem für diese Magneten bestimmten Stromkreise der eine Stromzweig beide Polschuhe des bezüglichen Magneten, der andere Zweig aber nur den rechtwinklig umgebogenen Polschuh desselben Magneten und den geraden Polschuh des zweiten Magneten umkreist, welche Anordnung,· indem sie beim Auftreten jeder Stromwelle ein gleichzeitiges Afficiren der Kräfte beider Magneten zur Folge hat, die Uebertragung vermittelt, im Verein mit den aus der Anordnung unter 1. sich ergebenden Functionsmqmenten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30288D Telephon-Uebertragungs-System Expired - Lifetime DE30288C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE30288C true DE30288C (de)

Family

ID=306419

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT30288D Expired - Lifetime DE30288C (de) Telephon-Uebertragungs-System

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE30288C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4824323A (en) * 1987-03-05 1989-04-25 Borsig Gmbh Radial turbo-machine with disc diffusor

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4824323A (en) * 1987-03-05 1989-04-25 Borsig Gmbh Radial turbo-machine with disc diffusor

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE30288C (de) Telephon-Uebertragungs-System
DE1105480B (de) Verstaerkereinrichtung fuer Telephon-gebuehrenzaehler beliebiger Frequenz
DE1001335B (de) Anrufdetektor
DE673332C (de) Zielflugempfaenger mit optischer und akustischer Anzeige
DE584827C (de) Einrichtung fuer Entfernungsmessung bei Unterwasserschall
DE146113C (de)
DE553928C (de) Verfahren zur selbsttaetigen Berichtigung der Nullinie in telegraphischen Anlagen mit Empfangsverstaerkern und mit Impulsuebertragerspulen
DE90445C (de)
DE431771C (de) Verfahren zur Verhinderung des unbefugten Abhoerens im Fernsprech-und Telegraphenverkehr
AT88122B (de) Schalteinrichtung für Fernsprechanlagen mit Nebenstellen.
DE826157C (de) Schaltungsanordnung fuer Leitungswaehler mit Durchwahl
DE268937C (de)
DE406681C (de) Anordnung zur Bestimmung des Ortes eines Fahrzeuges
DE17784C (de) Neuerungen an telephonischen Apparaten
DE438375C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen fuer wahlweisen Anruf
AT83181B (de) Lautsprechschaltung für Telephonstationen.
DE506165C (de) Elektromagnet fuer Fernmelde-, insbesondere fuer Fernsprechanlagen
DE255014C (de)
DE464095C (de) Schaltungsanordnung fuer Vorwaehler
DE678943C (de) Einrichtung zum Telegraphieren ueber eine Leitung mit Tastvorrichtung und mit Tonempfang unter Verwendung von Gleichstrom
DE29863C (de) Verfahren und Apparate zum Telegraphiren
DE270172C (de)
DE155032C (de) Empfangsapparat für drahtlose Telegraphie
DE171951C (de)
DE225460C (de)