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Bezeichnung : Autodach-Last-träger
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Die Erfindung betrifft einen Autodach-Lastträger, bestehend aus einem
etwa H-förmigen Rahmen mit einem Hauptholm und mit mindestens zwei von diesen auf
Abstand gehaltenen quer dazu verlaufenden Querholmen, je einem Bein an oder benachbart
den Enden jedes Querholmes, einem Schieber an oder in jedem der ebenfalls hohl ausgebildeten
Beine, einer aus dem Bein unten herausragenden Klaue an jedem Schieber, einer Feder
im Bein, die den Schieber nach unten drückt und einer Zugvorrichtung, deren eines
Ende am Schieber angreift, sowie einer Zentralbetätigungseinrichtung im Rahmen,
mit welcher die anderen Enden aller Zugvorrichtungen verbunden sind, um alle mindestens
vier Klauen gleichzeitig zu schließen und zu öffnen.
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Ein derartiger Autodach-Lastträger ist in der nicht vorveröffentlichten
DE-OS 29 08 176.3 beschrieben. ER hat den Vorteil, daß dank der Zentralbetätigungseinrichtung
mit einem einzigen Handgriff alle Klauen des Trägers am Autodach festgezo-gen und
geöffnet werden können.
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Die Erfindung bezweckt eine Weiterbildung des Autodach-Lastträgers
derart, daß nicht nur der Träger selbst diebstahlsicher am Autodach befestigt werden
kann, sondern auch die auf ihm ruhenden Lasten diebstahlsicher aufbewahrt werden
können.
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Diese Aufgabe wird,erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am Rahmen Sicherungsorgane
lösbar befestigt sind, die diebstahlsicher an einem Sicherungsseil, -kette oder
dergl. befestigt sind, daß jedes Sicherungsorgan mittels einer im Rahmen eingebauten
Sperre verrxgelbar ist, die zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung
bewegbar ist und in einer dieser Stellungen mittels einer Feder vorgespannt ist
und daß an jeder Sperre ein Zugorgan angreift und daß alle Zugorgane zu der
gemeinsamen
Zentralbetätigungseinrichtung geführt sind, die so ausgelegt ist, daß in ihrer Sperrstellung
auch die Sicherungsorgane durch die Sperren arretiert sind.
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Der erfindungsgemäße Autodach-Lastträger kann gleich gut an Kraftfahrzeugen
mit sogenannten Regenrinnen befestigt werden, wie auch an Fahrzeugen, die keine
Regenrinnen aufweisen, sofern nur an den Dachrändern zurückgesetzte Abschnitte gebildet
werden, die von den Klauen untergriffen werden können.
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Die weiteren Merkmale der Erfindung sind Gegenstände der Unteransprüche.
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Mit der Erfindung werden erhebliche Vorteile erzielt.
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Alle Arten von Dachlasten, die in üblicher Weise auf dem Gepäckträger
verspannt werden können, werden durch das erfindungsgemäße Sicherungssystem gegen
Diebstahl gesichert in dem Sicherungsseile um diese Gegenstände herum geschlungen
oder durch öffnungen hindurchgeführt werden, wobei mindestens ein Ende mit einem
Sicherungsstift versehen ist, der an geeigneter Stelleiten Holm eingesteckt werden
kann. Das andere Ende
des Sicherungsseils kann entweder diebstahlsicher
am Rahmen bofostigt sein oder trägt ebenfalls einen Sicherungsstift, der am anderen
Ende desselben Holms oder am benachbarten Ende des anderen Holms in gleicher Weise
eingesteckt wird. Durch dieselbe Zentralbetätigungseinrichtung werden diese Sicherungsstifte
in ihrer jeweiligen Sperrstellung arretiert, sodaß auch die Dachlasten gegen Diebstahl
gesichert sind.
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Ein einziges Schloß reicht aus, um sowohl die Dachlasten am Dachträger
als auch den Dachträger am Dach zu sichern. Dank der Ausgestaltung , daß auf die
Holme Wechselprofile mit unterschiedlichen Aufnahmen und Befestigungsmöglichkeiten
für die verschiednen Dachlasten aufschiebbar oder auf schwenkbar sind, kann mit
ein und demselben Sicherungsstift sowohl das Sicherungsseil am Rahmen als auch das
Wechselprofil am Holm diebstahlsicher festgelegt werden.
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Der H-förmige Rahmen ist vorzugsweise sowohl in Längsrichtung als
auch in Querrichtung geteilt, wobei die Holmteile durch jeweils ein Klappscharnier
miteinander verbunden sind. Der Lastträger kann daher sehr platzsparend z.B. im
Kofferraum verstaut werden. Obwohl der
Hauptträger auch quer zur
Fahrtrichtung angeordnet werden kann, so wird vorgezogen, ihn in Längsrichtung anzuordnen
und bezüglich der Mitte der beiden Querholme zur Seite zu versetzen. Der Träger
wird auf dem Autodach so befestigt, daß der Hauptträger benachbart der Fahrerseite
zu liegen kommt.
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Erfindungsgemäß befindet sich die Zentralbetätigungseinrichtung in
diesem Hauptträger. Die Betätigung ist daher besonders einfach. Zur Erhöhung der
Stabilität ist vorzugsweise noch ein zum Hauptholm paralleler Hilf sholm vorgesehen.
Die Scharniere der Querholme befinden sich zwischen den beiden Längsholmen.
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Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, sei die
Erfindung näher beschrieben.
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Es zeigt: Figur 1 eine teilweise geschnittene schematische Frontansicht
des neuen Autodach-Lastträgers, Figur 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf
den Träger gemäß Figur 1, Figur 3 eine Schnittansicht in vergrößertem Maßstab durch
das Ende eines Querholmes mit aufgeschobenem und gesicherten Wechselprofil,
Figur
3 eine Querschnittansicht durch den Querholm längs der Linie 4-4 der Figur 3, Figur
5 eine Schnittansicht durch den Hauptholm mit Darstellung der Zentralbetätigungseinrichtung
in größerem Maßstab, Figur 6 eine Schnittansicht durch ein Detail der Zentralbetätigungseinrichtung
und zwar längs der Linie 6-6 der Figur 5.und Figur 7 eine Schnittansicht längs der
Linie 7-7 der Figur 3.
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Der Autodach-Lastträger besteht aus einem Rahmen 10 mit zwei Querholmen
12,14, einem Hauptlängsholm 16, der außermittig bezüglich der Querholme angeordnet
ist, sowie einem zum Hauptlängsholm 16 parallelen Hilfsholm 18. Alle Holme bestehen
aus einem Rechteckprofil, wobei der Querschnitt des Längsholmes 16 größer als derjenige
der Querholme ist. Letztere haben, wie aus Figur 4 hervorgeht, ein sogenanntes Hutprofil,
dh. weisen sich beidseitig erstreckende obere Flansche 20 auf. Diese dienen als
Schiebeführung für Wechselprofile 72, wie später erläutert werden wird.
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Jeder der beiden Querholme ist zweigeteilt und die beiden Teile sind
durch ein Scharnier 22 miteinander verbunden. Die beiden Längsholme 16,18 sind in
gleicher Weise durch Scharniere 24 klappbar ausgebildet.
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In Figur 1 ist in gestrichelter Darstellung die Klappstellung der
Querholme veranschaulicht.
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In den Figuren 1 und 3 ist schematisch ein Fahrzeugdach 26 mit Regenrinne
34 veranschaulicht. Jeder Querholm hat nahe seinen Enden ein schräges Bein 28, das
ebenfalls hohl ist und aus einem Rechteckprofil besteht. Im Bein 28 ist ein Schieber
30 in Beinlängsrichtung verschiebbar geführt, der unten aus dem Bein 28 herausragt
und an dem herausragenden Ende zu einer Klaue 32 nach innen gebogen ist, welche
die Dachrinne 34 unternift. Am unteren Ende des Beines 28 befindet sich ein Winkelstück
36, das das Bein unten mit Ausnahme eines Schlitzes für den Schieber 30 abschließt.
Das Winkelstück'34 steht auf der Dachrinne 34 auf.
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Bei Autodächern ohne spezielle Dachrinne trägt das Bein 28 statt des
Winkelstückes 36 einen Fuß, der auf der Dachwölbung ruht, während die Klaue 32 in
eine seitlich Ausnehmung des Daches eingreift oder
einen entsprechenden
Dachrand untergreift.
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Im Inneren des Beines 28 befindet sich ein Queranschlag, an dem sich
eine Feder 42 abstützt, die den Schieber 30 nach unten in öffnungsstellung der Klaue
drückt. An der anderen Seite des Anschlages stützt sich der Mantel eines Bowdenzuges
40 ab, dessen Kabel 38 durch den Anschlag hindurchgeführt und am Schieber 30 verankert
ist.
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An den Ansatz stellen der Beine am Querholm und der Querholme am Hauptlängsholm
16 sind Durchbrüche für die vier Bowdenzüge 40 vorgesehen, die somit völlig verdeckt
und von außen unzugänglich zu einer zentralen Betätigungseinrichtung 44 verlaufen.
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Diese ist ebenfalls völlig verdeckt im Mittelbereich des Längsholmes
16 eingebaut und weist lediglich einen außenseitigen Handgriff 50 auf, der an einer
Welle befestigt ist, welche im Holm drehbar gelagert ist und im Holm eine Scheibe'
46 trägt, auf der sich zwei diametral gegenüberliegende Zapfen 52 befinden, an denen
die anderen Enden der Zugseile 38 der Bowdenzüge 40 paarweise befestigt sind.
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In der Offenstellung 'der Klauen 32 zeigt der Handgriff 50 in Längsrichtung
des Holmes 16 (nach oben in Figur 2).Er wird dann über die in Figur 2 gezeigte Stellung
hinausge'schwenkt, bis nach einem Schwenkwinkel von etwa 1200 bis 1500 die Klauen
32 den Rahmen 10 fest am Dach angespannt haben. Diese Klemmstellung ist an der Zentralbetätigungseinrichtung
44 absichtlich nicht definiert, weil sich die Kabel im Laufe des Betriebes dehnen
können. Tritt dieser Effekt ein, so wird der Schwenkwinkel des Griffes 50 lediglich
geringfügig größer, es kann jedoch immer die notwendige Klemmkraft ausgeübt werden.
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Eine Sperrklinke 54 hält die Scheibe 46 gegen die Wirkung der Federn
42 in der Sperrstellung. Diese Klinde 54 ist um einen Bolzen 56 um einen kleinen
Winkel schwenkbar gelagert. Sie ist doppelarmig ausgebildet. Ein erster Sperrarm
58 ist gezahnt und wirkt mit einem Zahnabschnitt 60 am Umfang der Scheibe-46 zusammen
(Figur 5), um die Rückdrehung der Scheibe 46 zu verhindern. Der Zahnabschnitt 60
braucht sich nur über einen Teil des Umfanges der Scheibe zu erstrecken. Eine Feder
könnte die Klinke 54 immer in
Richtung der Sperrstellung vorspannen.
Vorgezogen wird jedoch, eine Drehplatte 62, die einen Federbügel 66 aufweist, der
in der mit ausgezogenen Linien dargestellten Stellung der Drehplatte am Verriegelungsarm
58 der Klinke 54 anliegt. Die Drehplatte 62 sitzt an einem drehbaren Schloßkörper
64, in den von unten her ein Schlüssel eingesteckt werden kann, um die Drehplatte
in Richtung des Doppelpfeles 68 in die gestrichelt dargestellte Stellung zu verdrehen,
in welcher der Federbügel 66 gegen den anderen Arm 70 drückt und - da dieser einen
geringeren Abstand von der Drehachse hat als der Verriegelungsarm 58 - die Klinke
54 außer Eingriff mit dem Umfang der Scheibe 46 hält.
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Dank dieser Ausführung kann nach Einstecken des Shlüssels die Drehplatte
62 in die Sperrstellung gedreht werden, während die Klauen 32 noch offen sind und
der Verriegelungsarm 58 sich noch auf dem ungezahnten Umfang der Scheibe 46 befindet.
In dieser Stellung der Drehplatte kann der Schlüssel abgezogen werden. Dann braucht
der Hebel 50 nur noch in den Sperrbereich beschwenkt werden, wobei die Klinke zuerst
am Umfang der Scheibe 46 entlang gleitet und dann über die Zähne des gezahnten Abschnittes
60 hinwegspringt und den Hebel in der
jeweiligen Endstellung arretiert.
Der Dachträger ist damit diebstahlsicher am Dach befestigt und es gibt keine von
außen zugängliche Stellen, an denen ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen Manipulationen
vorgenommen werden können, um die Klauen zu öffnen.
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Auf den Querholmen 12,14 werden Schubprofile 72 von den Enden her
aufgeschoben, welche mit Auflagekörpern 76 oder Befestigungseinrichtungen versehen
sind, um die unterschiedlichsten Dachlasten haltern zu können.
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Diese Schubprofile 72 haben einen U-förmigen Querschnitt mit sich
an die U-Schenkel nach innen fortsetzenden Stegen 74, welche die Außenflansche 20
der Hutprofile der Querholme untergeifen. In der Oberwand der Schubprofile 72 ist
jeweils ein Loch 80 vorgesehen, welches mit einer Vertikalbohrung 78 an jedem Ende
des Querholmes in Ausfluchtung gebracht werden kann. Diese Vertikalbohrung 78 wird
von einer Führungshülse begrenzt, in welche ein Sicherungsstift 82 eingesetzt werden
kann.
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Dieser Sicherungsstift hat eine Umfangsnut 84 nahe seinem unteren
Ende und verjüngt sich zum Ende hin, wodurch das Einsetzen erleichtert wird. Mit
der Umfangsnut 84 wirkt eine Sperrplatte 86 zusammen, die zwischen einer Offenstellung
und einer Sperrstellung im Horn beweglich gelagert ist und mittels einer Feder 88
in
Offenstellung vorgespannt wird. Jede Sperrplatte 86 ist mit
einem Bowdenzug 90 verbunden und die vier Bow-denzüge sind - wiederum von außen
unzugänglich - im Inneren der Holme zur Zentralbetätigungseinrichtung 44 geführt
und dort an einander diametral gegenüberliegenden Stellen an der Drehplatte 62 paarweise
unter Zwischenschaltung von Federn 92 befestigt.
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Wenn sich die Drehplatte 62 in der gestrichelten Stellung befindet,
befinden sich die Sperrplatten 86 in der Offenstellung und die Sicherungsstifte
82 können eingesteckt und entnommen werden. Wird das Schloß mit dem nicht dargestellten
Schlüssel um 900 gedreht, so verriegeln die Sperren die Sicherungsstifte und die
Dachlasten sind am Träger diebstahlsicher gesichert. Der Schlüssel kann dam abgezogen
werden und anschließend kann der Hebel 50 in Spannstellung geschwenkt werden. Es
ist aber auch möglich, den Schlüssel nur um einen Teilwinkel von beispiels weise
300 zu drehen, womit aufgrund der Wirkung der Ausgleichsfedern 92 die Sperrplatten
86 noch in Offnungsstellung verbleiben, der Handgriff 50 jedoch schon in die Sperrstellung
umgelegt werden kann, sodaß
der Träger am Fahrzeugdach befestigt
ist, während beispielsweise Dachlasten abgenommen oder montiert werden. In diesem
Fall wäre die schon erwähnte leichte Zugfeder am Verriegelungsarm 58 vorteilhaft,
welche die Klinke 54 in der Sperrstellung hält.
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Der Sicherungsstift 82 hat eine Doppelfunktion.
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Er dient in erster Linie dazu, Sicherungsseile für die Dachlasten
diebstahlsicher zu verankern, was auch ohne die beschriebenen Wechselprofile 72
möglich wäre. Verwendet man aber vorteilhafterweise die Aufschubprofile 72, so bewirkt
der Sicherungsstift gleichzeitig die diebstahl sichere Arretierung der Aufschubprofile
an den Holmen.
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Die beiden auf einer Seite des Rahmens aufzuschiebenden Profile 72
können durch einen durchgehenden Längsträger entsprechend dem Auflagekörper 76 miteinander
verbunden sein. Dieser Längsträger kann einen Auflagekörper mit einer Kontur z.B.
gleich der Bodenkontur eines Surfbrettes tragen. Solche Surfbretter können durch
Längsauflagen besser abgestützt werden, als durch Querauflagen. Es versteht sich
weiterhin, daß auf jeder
Hälfte der Querträger auch zwei Aufschubprofile
72 hintereinanderliegend angeordnet und in der beschriebenen Weise mittels Sicherungsstiften
82 arretiert werden können, um mehr als einen Gegenstand gleichzeitig transportieren
zu'können.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, den Federbügel 66 schwach genug
auszubilden, sodaß er den Entriegelungsarm 70 in der Entriegelungsstellung der Drehplatte
nicht zwangsweise verschwenkt, sondern erst nachdem der Hebel 50 um etwa eine halbe
Zahnteilung der Verzahnung 60 in Spannrichtung bewegt worden ist. Ohne eine solche
Hebelbetätigung bleibt der Rahmen fest am Dach, während die Sicherungsstifte 82
abgezogen werden können.
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