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Die Erfindung bezieht sich auf eine Hängevorrichtung
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für Ringbücher in einer Ausbildung nach den Oberbegriff des Anspruchs
1.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-PS 27 42 205) sind
die an den Ringen der Ringmechanik einhängbaren Hängeglieder Teil eines an den Ringen
festlegbaren, als Winkelprofilleiste ausgebildeten Trägers, die einen mit Durchführungen
für das Einhängen auf zumindest zwei Ringen versehenen Einhängeschenkel und einen
sich etwa rechtwinklig zu diesem erstreckenden Tragschenkel umfaßt. Die Hängeglieder
sind dabei als gegenläufig auszieh- und einschiebbar gelagerte Schieber ausgebildet.
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Diese bekannte Vorrichtung hat sich in der Praxis sehr gut bewährt,
setzt jedoch Ringmechaniken mit verhältnismäßig-großen Ringen voraus, die genügend
Freiraum für den Tragschenkel bei einem Umschwenken des Trägers aus einer Stellung,
in der der Einhängeschenkel auf eingeheftetem Schriftgut aufliegt, in eine Stellung
belassen, in der der Einhängeschenkel bei aufgeklapptem Ringbuch seitlich neben
dem Schriftgut gelegen ist. Bei Ringbüchern mit Ringmechaniken, deren Ringe eine
nur verhältnismäßig kleine Öffnung umgrenzen, bereitet das Umschwenken der Vorrichtung
Schwierigkeiten wegen eines möglicherweise eintretenden Anschlagens des Tragschenkels
an den Randkanten des eingehefteten Schriftgutes. In
solchen Fällen
wäre es notwendig, die Ringe der Ringmechanik zu öffnen und die Hängevorrichtung
anstelle ein 5 Umschwenkens herauszunehmen, was grundsätzlich unerwünscht ist. Bei
sehr kleinen Ringdurchmessern kann der Tragschenkel selbst auch nur verhältnismäßig
schmal sein so daß die Breite der einschieb- und ausziehbaren Schieber ihrerseits
unerwünschtermaßen verhältnismäßig gering wird. Außerdem kann der Schieber bei Ringmechaniken
mit Offnungshebeln an ihren Enden deren Bedienung stören.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hängevorrichtung der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, die für Ringbücher mit
Ringmechaniken aller üblichen Ringgrößen einsetzbar ist.
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Diese Aufgabe löst die Hängevorrichtung nach der Erfindung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen wird auf die Unteransprüche
2 bis 8 verwiesen.
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Die Hängevorrichtung nach der Erfindung bildet nach wie vor ein einheitliches
Gebrauchteil, das als unabhängige Zusatzvorrichtung auch nachträglich bei Ringbüchern
Anwendung finden kann und in Hängestellung des Ringbuches einem öffnen der Ringe
der Ringmechanik entgegenwirkt.
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Dabei ist die Hängevorrichtung von der Ringgröße der Ringmechanik
unabhängig, auch bei kleinen Ringgrößen
ohne öffnen der Ringe umschwenkbar
und mit Hängegliedern versehbar, die einen ausreichend breiten Auflagebereich in
der Hängestellung darbieten, ohne dabei die Bedienung gegebenenfalls vorhandener
offnungshebel der Ringmechanik zu behindern. Die Hängevorrichtung ist dabei nach
wie vor baulich sehr einfach, preisgünstig herstellbar und nach langem Gebrauch
funktionssicher.
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Mehrere Aus führungsbei spiele des Gegenstands der Erfindung sind
in der Zeichnung näher veranschaulicht. Im einzelnen zeigen: Fig. 1 eine perspektivische
Darstellung einer ersten Ausführung einer Hängevorrichtung nach der Erfindung, Fig.
2 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 zur Veranschaulichung einer zweiten Ausführung, Fig.
3 eine perspektivische Ansicht einer dritten Aus führung, Fig. 4 eine abgebrochene
Stirnansicht eines Ringbuches mit eingesetzter Hängevorrichtung der Ausführung nach
Fig. 1, teilweise im Schnitt, Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Ringbuches
mit eingesetzter Hängevorrichtung und in Hängestellung befindlichen Hängegliedern,
und Fig. 6 eine abgebrochene perspektivische Ansicht
eines geöffneten
liegenden Ringbuches mit eingesetzter Hängevorrichtung der Ausführung nach Fig.
1 und in Hängestellung ausgeklappten Hängegliedern.
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Die in Fig. 1 veranschaulichte Hängevorrichtung besitzt zwei Hängeglieder
1,2, die an einem Träger 3 angebracht sind, der einen mit Durchführungen 4 für das
Einhängen auf mindestens zwei Ringen 5 einer Ringmechanik 6 eines Ringbuches 7 versehenen
Einhängeteil 8 umfaßt. Die Ringmechanik 6 kann dabei, wie das die Fig. 6 wiedergibt,
mit endseitigen öffnungshebeln 9 versehen sein.
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Der Einhängeteil 8 ist bei der Ausführung nach Fig. 1 als dünne, ebene,
rechtwinklige Platte ausgebildet, besteht aus Metallblech oder Kunststoff oder weist
zu seiner Verstärkung gegebenenfalls die dargestellte Längssicke 10 auf, die bei
genügend starkem bzw. verwindungssteifem Material für den Einhängeteil 8 auch entfallen
kann.
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Die Hängeglieder 1,2 sind als Klappglieder ausgebildet, die einen
mit dem Einhängeteil 8 des Trägers 3 jeweils nahe dessen Ende schwenkbar verbundenen
Schwenkhebelbereich 11 und einen rechtwinklig zu diesem ausgerichteten, sich quer
zum Einhängeteil 8 erstreckenden Auflagebereich 12 aufweisen, der nach außen hin
durch einen abwärts
gerichteten schmalen Quersteg 13 begrenzt ist.
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Der Schwenkhebelbereich 11 der Klappglieder 1,2 ist von einer flachen
Zunge gebildet und mit dem Einhängeteil 8 des Trägers 3 durch einen ein Gelenk bildenden
Niet 14 verbunden.
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Der Schwenkhebelbereich 11 der Klappglieder 1,2 ist auf der eingeheftetem
Schriftgut 15 abgewandten Seite des Einhängeteils 8 angeordnet und auf seiner dem
Einhängeteil 8 zugewandten Seite mit dem Auflagebereich 12 versehen, der sich lediglich
einseitig zu dem Schwenkhebelbereich 11 erstreckt.
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An seiner jeweils der Stirnkante 16 des Einhängeteils 8 zugewandten
Rückseite bietet der Auflagebereich 12 eine Anschlagkante 17 dar, die in Anschlagstellung
an der Stirnkante 16 des Einhängeteils 8 dem Auflagebereich eine Hängestellung mit
senkrecht zur Stirnkante sowie quer und senkrecht zur Ebene des Auflageteils 8 ausgerichteter
Auflagefläche vorgibt.
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Die Klappglieder 1,2 sind in ihrer Hängestellung veranschaulicht,
in der sie, wie das die Fig. 5 und 6 erkennen lassen, über die Kontur des Buchumschlages
des Ringbuches 7 nach außen vorstehen. Dabei sind die Auflagebereiche 12 parallel
zur Ebene des Buchrückens 18
des Buchumschlages ausgerichtet, dessen
vorderer Deckelteil mit 19 und dessen rückwärtiger Deckelteil mit 20 bezeichnet
ist. Die Teile 18,19 und 20 des Buchumschlages sind wie üblich entlang von Falzlinien
21 klapp bar miteinander verbunden.
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Die Klappglieder 1,2 sind aus ihrer Hängestellung in Richtung zu den
Stirnkanten 16 des Einhängeteils 8 hin abwärts, d.h. in die Kontur des Buchumschlages
des Ringbuches 7 einwärts in eine Nichtgebrauchsstel3,ung klappbar, in der sie sich
innerhalb der Kontur des Buchumschlages des Ringbuches 7 befinden. Diese eingeklappte
Endstellung wird durch das Anschlagen der freien unteren Randkante der Querstege
13 an den Stirnkanten 16 des Einhängeteils 8 begrenzt. Der Klappwinkel beträgt dementsprechend
nahezu 90". In der Praxis befindet sich die Längssicke 10 in solchem Abstand unterhalb
der von den Nieten 14 gebildeten Anlenkstellen für die Klappglieder 1,2, daß eine
derartige Klappbewegung durch die Längssicke 10 nicht behindert wird.
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Die Ausführung der Hängevorrichtung nach Fig. 2 unterscheidet sich
von der nach Fig. 1 lediglich dadurch, daß der Einhängeteil 8' des Trägers 3 frei
von einer Längssicke 10 ausgebildet und entlang seiner den Anlenkstellen 14 für
die Klappglieder 1,2 benachbarten Längsrandkante mit einem schmalen einseitig abgewinkelten
Längssteg
22 versehen ist. Dieser Längssteg 22 entfaltet bei der Ausführung nach Fig. 2 eine
Versteifungsfunktion analog der der Längssicke 10 bei der Ausführung nach Fig, 1.
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Die Ausführung nach Fig. 3 entspricht im wesentlichen der nach Fig.
2 mit dem Unterschied, daß der Längssteg 22 die Schwenkhebelbereiche 11 der Klappglieder
1,2 übergreift und für diese einen die Hängestellung der Klappglieder 1,2 festlegenden
Anschlag bildet. Dabei sin< bei der Ausführung nach Fig. 3 im Gegensatz zur Ausführung
nach Fig. 2 die Schwenkhebelbereiche 11,12 der Klappglieder 1,2 auf der dem Schriftgut
15 zugewandten Seite des Einhängeteils 8' gelegen. Bei dieser Ausführung übernimmt
der Längssteg 22 mit der Anschlagfunktion zugleich auch eine gewisse Tragfunktion.
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Es versteht sich, daß der Träger 3 zumindest zwei Durchgangsöffnungen
4 für ein Einhängen auf zwei Ringen 5 einer Ringmechanik 6 besitzt, jedoch je nach
Ringzahl von Ringmechaniken auch mit drei, vier oder mehr solchen Durchführungen
versehen sein kann.
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