DE3028325A1 - Verfahren und vorrichtung zum reinigen eines eine gedruckte schaltungsplatte umfassenden werkstuecks - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum reinigen eines eine gedruckte schaltungsplatte umfassenden werkstuecksInfo
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Electrovert-Germany-GmbH
Rothenbaumchaussee 140
2000 Hamburg
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2000 Hamburg
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen eines eine gedruckte Schaltungsplatte umfassenden
Werkstücks
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/ - ζ* P 3061
Die Erfindung bezieht sich auf die Reinigung sogenannter gedruckter Schaltungsplatteno Eine typische gedruckte
Schaltungsplatte ist durch eine Kunststoffplatte, -tafel oder -karte mit einer auf einer oder beiden
Oberflächen aufgedruckten oder sonstwie aufgebrachten Kupferschaltung gebildet und mit durchgehenden Öffnungen
bzw. Löchern versehen, die zur Aufnahme elektronischer Bauelemente sowie zur Aufnahme von Anschlußleitungen
dienen, mit deren Hilfe eine Verbindung zu der gedruckten Schaltungsplatte hergestellt wird.
Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden mit "oberer Fläche" und "unterer Fläche" einer gedruckten Schaltungsplatte
die Oberseite bzw. Unterseite der betreffenden Platte für den Fall bezeichnet, daß die Platte derart
getragen wird, daß die Plattenebene weitgehend horizontal verläuft. Dabei sind auf der Oberseite die elektronischen
Bauelemente aufgebracht.
Nach dem Positionieren der Bauelemente auf der gedruckten Schaltungsplatte in der Weise, daß die Anschlußleitungen
der betreffenden Bauelemente durch die in der Platte befindlichen Öffnungen eingeführt werden, werden
die Leitungen mit der gedruckten Kupferschaltung in einer Reihe von Schritten verlötet, bei denen die betreffende
Schaltungsplatte bei weitgehend horizontal liegender Schaltungsplattenebene durch eine Lötvorrichtung
fortbewegt wird. Beim ersten Schritt wird die obere Fläche bzw. Oberseite der gedruckten Schaltungsplatte
mit einem Flußmittel versehen, was beispielsweise dadurch -erfolgt, daß die gedruckte Schaltungsplatte durch
eine stehende Welle eines flüssigen Flußmittels geleitet
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-i-
wird. Auf die Flußmittelaufbringung auf die untere Fläche der gedruckten Schaltungsplatte wird die Unterseite
bzw. untere Fläche vorerwärmt, um das Lösungsmittel des Flußmittels zu verdampfen und um während
des Lötens einen Wärmeschock zu vermeiden. Die vorerwärmte Schaltungsplatte wird dann mit dem geschmolzenen
Lötmittel in Kontakt gebracht, was dadurch geschehen kann, daß die betreffende Schaltungsplatte durch eine stehende Welle eines geschmolzenen
Lötmittels geleitet wird. Die heiße Lötmittelschmelze erwärmt die gedruckte Schaltung und die Anschlußleitungen
weiter, wobei das Flußmittel in die Löcher getrieben wird, die in der betreffenden Schaltungsplatte
vorgesehen sind, und zwar gefolgt von dem Lötmittel. Schließlich werden die Anschlußleitungen mit der gedruckten
Schaltung verlötet. Wenn der Lötvorgang beendet ist, werden sowohl die untere Seite als auch
die obere Seite der gedruckten Schaltungsplatte mit einem Flußmittelrest überzogen sein, der später
Korrosions- oder Kriechstromprobleme hervorrufen kann. Es ist daher erforderlich, daß dieser Flußmittelrest
sorgfältig und vollständig von beiden Oberflächen der gedruckten Schaltungsplatte durch Reinigung entfernt
wird.
In der GB-PS 1 456 729 sind bereits ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Reinigen von gedruckten Schaltungsplatten angegeben worden, wozu eine Vielzahl von
mit hoher Geschwindigkeit abgegebenen kohärenten Reinigungsflüssigkeitsstrahlen (wie sie nachstehend noch
definiert werden) rechtwinklig sowohl auf die Oberseite als auch auf die Unterseite einer Schaltungsplatte abgegeben
wird, . währenddessen diese Schaltungsplatte weitgehend horizontal auf einer Siebforderanlage liegt.
Die mit hoher Geschwindigkeit auftretenden kohärenten Strahlen bewirken eine sehr gründliche Reinigung der
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Oberseite und der Unterseite der Schaltungsplatte, und zwar einschließlich jener Teile der Oberseite,
die unterhalb der Bauelemente liegen. Die Schaltungsplatte wird während des Reinigens durch die obere
Vielzahl von Strahlen an der Siebfördereinrichtung festgehalten, ohne daß mechanische Halteeinrichtungen
erforderlich sind.
Es hat sich gezeigt, daß in dem Fall, daß das Werkstück (dieser Begriff schließt jegliche Bauelemente darauf
ein) Blindlöcher, Risse bzw. Spalten oder Ausnehmungen aufweist, derartige Blindlöcher, Risse bzw. Spalten
oder Ausnehmungen von den kohärenten Strahlen oder Sprühstrahlen, die auf das Werkstück lediglich von der
Oberseite oder der Unterseite her auftreffen, nicht erreicht oder ausreichend gespült werden können. Der
Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, die Reinigung derartiger Bereiche der Oberflächen des
Werkstücks sicherzustellen.
Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung vorgesehen,
'. auf das Werkstück Reinigungsflüssigkeitsstrahlen
(die entweder kohärente Strahlen oder Fächersprühstrahlen sein können) sowohl von der Oberseite als auch
von der Unterseite auf die Oberseite und die Unterseite des Werkstücks auftreffen zu lassen, wenn dieses auf
einer Fördereinrichtung fortbewegt wird, wobei außerdem das Werkstück der Sprühwirkung einer Reinigungsflüssigkeit
von Zusatzstrahleη ausgesetzt sein wird, die derart
gerichtet sind, daß das Werkstück den Strahlen ausgesetzt ist, die jegliche Blindlöcher, Risse bzw. Spalten
und Ausnehmungen reinigen und ausspülen, die durch die oberen und unteren Strahlen nicht gereinigt sind.
Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielsweise näher erläutert.
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Fig.1 zeigt schematisch in einer Schnittansicht eine bekannte Sprüh-Reinigungsvorrichtungo
Fig. 2 zeigt in einer entsprechenden Schnittansicht eine Sprüh-Reinigungsvorrichtung, in der zusätzliche
Sprühstrahlen gemäß der Erfindung einbezogen sind.
In den Zeichnungen ist ein zu reinigendes Werkstück 1 dargestellt, welches durch eine Kammer 2 auf einer Siebfördereinrichtung
3 zwischen oberen und unteren Rohrleitungen 4 bzw. 5 fortbewegt wird, die für eine Vielzahl
von oberen bzw. unteren Düsen 6, 7 vorgesehen sind. Die Rohrleitungen können Rohre umfassen, die in Längsrichtung
oder in Querrichtung der Fördereinrichtung verlaufen können, oder sie können Behälter umfassen, in denen die
Düsen in der gewünschten Reihe angeordnet sind. Die Düsen 6,'7 können einen fächerartigen oder kegelförmigen
Sprühnebel erzeugen, wie dies angedeutet ist, oder aber sie können kohärente Strahlen einer Reinigungsflüssigkeit
liefern, wie dies in der GB-PS 1 456 729 beschrieben ist.
Ein typischer Riß bzw. Spalt auf dem Werkstück, der mit einer Anordnung, wie sie in Fig. 1 veranschaulicht ist,
nicht zufriedenstellend gereinigt werden kann, ist mit bezeichnet.
Um solche schwierigen Bereiche zu reinigen, ist die Reinigungsvorrichtung gemäß der Erfindung mit zusätzlichen
Düsen -versehen, die so gerichtet sind, daß das zu reinigende Werkstück den Sprühnebeln oder Strahlen
der Reinigungsflüssigkeit ausgesetzt ist, welche das betreffende Werkstück von allen Richtungen her reinigen
und spülen, und nicht nur von oben und unten her.
Wie in Fig. 2 gezeigt, sind zusätzliche Düsen 9 an oder längs jeder Seite der Fördereinrichtung 3 vorge-
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"J"
sehen; sie verlaufen generell horizontal zu den Werkstücken
hin, die durch die Einrichtung 3 fortbewegt werden.Diese
Düsen 9 können ihre eigenen gesonderten Rohrleitungen aufweisen, oder sie können zusammen mit den Düsen 6
und/oder 7 an einer gemeinsamen Rohrleitung angeschlossen sein, die eine Rechteck-, Oval- oder sonstige Form
aufweist. Die zusätzlichen Düsen 9 können die Reinigungsflüssigkeit in Form von kohärenten Strahlen oder Sprühnebeln
abgeben; sie können während des Betriebs festliegen, einstellbar sein oder bewegt werden (z.B.
schwingend).
Im Falle von Blindlöchern in der Oberseite bzw. oberen Fläche eines Werkstücks kann ein unter einem schrägen
Winkel zur betreffenden Oberfläche abgegebener Sprühnebel oder Strahl eine stärkere Auswirkung hinsichtlich
der Verdrängung einer Flüssigkeit aus einem Blindloch haben, während die nach unten gerichteten Sprühnebel oder
Strahlen lediglich eine geringe Auswirkung auf die Reinigungsflüssigkeit haben kann, die sich darin angesammelt
hat. Dies führt zu einer Flüssigkeitsveränderung in dem Loch und zu einer verbesserten Reinigung.
Der Druck der von den zusätzlichen Düsen abgegebenen Flüssigkeit kann merklich niedriger sein als der der
Flüssigkeit, die ύοπ den oberen und unteren Düsen abgegeben
wird, so daß die Seitwärtskraft der zusätzlichen Düsen keine nennenswerte Auswirkung auf das Werkstück hat,
welches auf dem Fördersieb durch die oberen Strahlen oder Sprühnebel gehalten wird, ohne daß mechanische Halteeinrichtungen
erforderlich sind. Die Tatsache, daß das Werkstück häufig Verdrahtungsenden oder Stifte aufweist, die
von seiner Unterseite abstehen und in den Maschen der Sieb-Fördereinrichtung aufgenommen sind, übt außerdem
einen Widerstand gegenüber der Bewegung des Werkstücks auf der Fördereinrichtung gegen die Wirkung der seitlichen
Sprühnebel aus.
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Claims (7)
1. Verfahren zum Reinigen eines Werkstücks mit einer
gedruckten Schaltungsplatte, die mit einem Flußmittel versehen ist und die einem Lötvorgang
unterzogen ist und mit der die Anschlußleitungen von Bauelementen und/oder Bauelementsockeln durch
die Aufbringung eines Flußmittels und Durchführung eines Lötvorgangs verbunden werden* . wobei das
Werkstück während seiner nahezu horizontalen Auflage auf einer Sieb-Fördereinrichtung zwischen
generell vertikal gerichteten Reinigungsflüssigkeitstrahlen bewegt wird, die auf das Werkstück
von der Oberseite und Unterseite her auftreffen, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Abgabe
von Reinigungsflüssigkeitsstrahlen von der Oberseite und Unterseite auf die Oberseite bzw. die Unterseite
des Werkstücks (1) im Zuge der Fortbewegung
dieses Werkstücks (1) auf der Fördereinrichtung (3) weitere Reinigungsflüssigkeitsstrahlen im wesentlichen
horizontal auf das Werkstück (1) derart abgegeben werden, daß dieses fortbewegt und jegliche
durch die vertikal abgegebenen Reinigungsflüssigkeitsstrahlen keiner Reinigung unterzogenen Blindlöcher,
Risse bzw. Vorsprünge und Ausnehmungen (8) gereinigt und gespült werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck und die Geschwindigkeit der genannten
weiteren Reinigungsfluidstrahlen geringer sind als für die vertikal abgegebenen Strahlen.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens von Anspruch 1 oder 2, zum Reinigen eines Werkstücks,
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welches einer Flußmittelabgabe und einem Lötvorgang unterzogen wird, wobei das Werkstück durch eine endlose
Sieb-Fördereinrichtung mit einem weitgehend horizontalen Laufteil . fortbewegbar ist, auf dem
ein Werkstück aufzuliegen vermag, wobei der horizontale Laufteil der Fördereinrichtung zwischen
einer Vielzahl von oberen Düsen, durch die Reinigungsflüssigkeitsstrahlen nach unten auf die Oberseite
eines an ihnen sich vorbeibewegenden Werkstücks abgegeben werden, und einer Vielzahl von unteren
Düsen verläuft, durch die Reinigungsflüssigkeitsstrahlen nach oben auf die Unterseite eines sich an
ihnen vorbeibewegenden Werkstücks abgebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den oberen
und unteren Düsen (6,7) weitere Düsen (9) vorgesehen sind, durch die eine Reinigungsflüssigkeit im wesentlichen
horizontal auf das sich an diesen Düsen (9) vorbeibewegende Werkstück (1) abgebbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten weiteren Düsen (9) einstellbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind, die automatisch
die Richtung verändern, in der die Reinigungsflüssigkeit von den genannten weiteren Düsen (9) während des
Betriebs abgebbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß Einrichtungen zur Regulierung des Drucks und der Geschwindigkeit der Flüssigkeitsstrahlen
vorgesehen sind, die von den oberen und unteren Düsen (6,7) und den genannten weiteren Düsen (9) erzeugbar
sind.
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7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten weiteren
Düsen (9) auf gegenüberliegenden Seiten der Fördereinrichtungsbahn angeordnet sind.
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