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Verfahren zur Herstellung eines kalorienarmen Bieres
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Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein gesagt ein Verfahren
zur Herstellung eines Bieres. Genauer gesagt bezieht sie sich auf ein Verfahren
zur Herstellung eines Bieres mit wenig Kalorien, bei dem ein aus Reis, einem traditionellen
Braugrundstoff, extrahiertes Enzym in den Brauvorgang eingeführt wird. Die Erfindung
betrifft desweiteren ein Verfahren zum Extrahieren des Enzyms aus ganzem oder poliertem
Reis sowie eine speicherbeständige Form des Enzymes.
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Bei der Herstellung von Bier wird Hefe dazu verwendet, um ein Substrat
aus einem Gemisch von gärbaren Kohlehydraten in Äthylalkohol zu vergären. Derartige
Kohlehydrate, die durch Bierhefe vergärt werden können, sind in erster Linie Maltose,
Glucose, Maltotriose und Spuren von Saccharose und Fructose. Diese Substanzen werden
erhalten, indem man Malzenzyme (Alpha- und Beta-Amylase) Jtärkemoleküle aus Malz
und anderen usätzen in die vorstehend genannten gärbaren Zucker umwandeln läßt.
Dies geschieht während des Maischen5. Nach dem Maischen werden die löslichen Materialien
während des Läuterns extrahiert, wobei das verbrauchte Korn zurückbleibt. Eine klare
Flüssigkeit (Würze) wird erhalten, die in einen Braukessel überführt und über eine
Zeitspanne gekocht wird (Kesselsieden), um alle Malzenzyme
zu inaktivieren.
8eim Kesselsieden wird normalerweise Hopfen zugesetzt, wonach die Würze gekühlt,
belüftet und mit Hefe versehen wird, wonach man sie gären läßt. Die Zusammensetzungen
der Würze hängen von der Art der verwendeten Materialien, dem Maischzyklus etc.
ab. Eine typische Würze besteht jedoch aus etwa 65 - 80 * gärbaren Kohlehydraten
der vorstehend genannten Art und aus etwa 20 - 35 $ nichtgärbaren Kohlehydraten.
Nach dem Gärvorgang wird ein Getränk erhalten, das normalerweise 3 - 5 qd Alkohol
mit etwa gleichen Mengen an Restdextrin enthält, das den Hauptteil der gelösten
Feststoffe bildet und üblicherweise als Wirkextrakt bezeichnet wird. Dieser Rest
verbleibt infolge der Unfähigkeit der Malzamylasen, die Alpha 1-6-Bindungen der
Stärke zu hydrolysieren. Wenn die vorstehend baschriebene Würze vergärt wird, wird
ein Produkt erhalten, das etwa 110 Kalorien pro 12 Unzen-Flasche mit 3,3 g/100 Äthanol
abgefüllt enthält.
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Bei der Herstellung von hochvergärten Bieren mit wenig Kalorien wurde
bereits versucht, einen höheren Anteil an Alkohol und einen sehr viel geringeren
Anteil an Restdextrin zu erreichen. Dadurch erhält man ein Bier, das bei der Endgärung
ein geringeres spezifisches Gewicht besitzt als im Normalfall. Die ersten hochvergärten
Produkte wurden durch ein Verfahren gewonnen, das darin bestand, daß man ein externes
Enzym im Fermenter zusetzte. Dieses spezielle Enzym, eine Glucoamylase, besitzt
die Fähigkeit, sowohl Alpha 1-4- als auch Alpha 1-6-Bindungen der Stärke
zu
hydrolysieren und wird normalerweise aus dem Schimmelpilz Aspergillusniger gewonnen.
Die Verwendung von Glucoamylase ist jedoch mit bestimmten Nachteilen verbunden.
Diese Nachteile können folgendermaßen zusammengefaßt werden: (a) Bei der Hydrolyse
der Alpha 1-6-Pindungen durch das Enzym treten einige Schwierigkeiten auf. Das Enzym
ist viel wirksamer bei der Hydrolyse der Alpha 1-4-Uindungen; und (b) das Enzym
kann in bezug auf den Brauvorgang als exogen angesehen werden. Mit anderen Worten,
es ist nicht in den traditionellen Brausubstanzen Malz, Reis, Getreide oder Hefe
vorhanden und es wird daraus auch nicht isoliert.
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Eine andere Vorgehensweise, die bereits vorgeschlagen wurde, besteht
darin, daß man eine Alpha 1-6-Carbohydrase oder Pullulanase kombiniert mit einer
Beta-Amylase mikrobiologischen Ursprungs einsetzt.
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Es gibt drei Grundklassen von stärkeabbauenden Enzymen. Dabei handelt
es sich um die Glucoamylasen, die Isoamylasen und die Pullulanasen. Die Unterschiede
zwischen diesen Klassen sind dem Fachmann wohl bekannt. Grundsätzlich spalten die
Pullulanasen die Alpha 1,6-Bindungen von Pullulan (einem Alpha 1,6-Polymer von Maltotriose,
das aus einer Schimmelzellenwand isoliert ist) auf, so daß Maltotriose erhalten
wird. Pullulanasen sind speziel geeignet für Alpha 1,6-Bindungen
und
können die Grenzdextrine der Würze abbauen, wodurch Alpha 1,4-Polysaccharide erzeugt
werden, die durch verschiedenartige Alpha 1,4-Carbohydrasen in Zucker umgewandelt
werden können, welche durch Bierhefe vergärbar sind.
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In der Vergangenheit sind Versuche angestellt worden, um ein derartiges
Enzym aus zur Bierherstellung gehörenden Subetanzen, wie beispielsweise Malz, zu
isolieren. Das sogenannte WR-EnzymH ist in der Literatur genannt worden.
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Es scheint Jedoch der Fall zu sein, daß bis zum heutigen Datum kein
wirksamer Weg zur Isolierung des "R-Enzyms" aufgefunden worden ist.
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Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, die Entdeckung nutzbar
zu machen, daß eine bekannte, traditionell eingesetzte Brausubstanz als Quelle für
ein stärkabbauendes Enzym eingesetzt werden kann, um dadurch ein hochvergärtes Bier
herzustellen.
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Allgemein gesagt betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung
von Reis als quelle des stärkeabbauenden Enzyms bei der Herstellung eines Bieres-
mit wenig Kalorien. Die Erfindung betrifft desweiteren ein Verfahren zum Isolieren
des Enzyms aus Reis.
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Reis ist ein in der Brauindustrie traditionell eingesetzter Grundstoff.
Normalerweise wird er als Zusatz verwendet oder als zusätzliche Quelle von Kohlhydraten
eingesetzt, wis Getreidekleie oder Getreidesirup. Der zu diesem Zweck verwendete
Reis hat normalerweise Nahrungsmittelqualität, d.h.
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es handelt sich hierbsi um Reis, der einem üblichen Trockenvorgang
unterzogen und danach trocken gemahlen wurde. In der Brauindustrie finden normalerweise
die zerbrochenen Ksrne aus diesem Poliervorgang Verwendung. Das traditionelle Verfahren
besteht darin, daß man Reis im Getreidekocher einsetzt. Normalerweise wird etwas
Malz zugegeben zusammen mit genug Wasser, so daß eine gewisse Umwandlung der Reisstärke
im Kocher erreicht wird. Dieses Gemisch wird über eine Zeitspanne gekocht und der
Maische zugegeben, wobei Malzenzyme die Stärke aus dem Malz und dem Reis in gärbare
e Kohlhydrate umwandeln. Der auf diese Weise verwendete Reiszusatz besitzt keine
Enzymaktivität, da diese im Getreidekocher vollständig inaktiviert worden ist. Bei
dem traditionellen Verfahren wird daher Reis nicht als Enzymquelle eingesetzt.
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Es wurde nunmehr festgestellt, daß durch die Verwendung eines stärkeabbauenden
Enzymes, das auf natürliche Weise im Reis vorhanden ist, in einem Brauvorgang gute
Ergebnisse in bezug auf die Herstellung eines Tieres mit wenig Kalorien erzielt
werden können.
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Das suf dem Reis basierende Enzym stammt somit aus einer traditionellen
Brausubstxnz und scheint eins größere Wirksamkeit in bezug auf die Reduktion der
stark verzweigten Dextrinfraktion mit hohem Molekulargewicht zu besitzen als 6lucoamylaso.
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Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung stellt eine Verbesserung
des Verfahrens zur Herstellung eines hochvergarten Bieres durch Vergären von Würze
mit Hefe dar und umfaßt die Zugabe einer Reispullalanase in einer zur Reduzierung
der Menge der Restdextrine im Wirkextrakt durch Aufspalten der Alpha 1,6-Bindungen
der Grenzdextrine zur Bildung von Alpha 1,4-Dsxtrinen, die durch 1,4-Carbohydrasen
in vergärbare Zucker umgewandelt werden, die durch die Hefe zu Alkohol vergärt werden,
wirksamen Menge.
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Das Enzym kann in verschiedenen Stadien eingeführt werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird entweder Reis oder das
aus dem Reis extrahierte Enzym der Würze zugesetzt, die Kornamylase aus einer geeigneten
Quelle enthält, d.h.
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Malz am Fermenter. Das Enzym aus dem Reis hydrolysiert die restlichen
1-6-8indungen der Grenzdextrine, und die Kornamylase spaltet die resultierenden
linearen Alpha 1-4-Polysaccharide in vergärbare Zucker auf, die dann durch die Hefe
in Äthanol umgewandelt werden.
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Bei einer anderen Ausführungaform des Verfahrens wird das aus dem
Reis extrahierte Enzym der Maische zugesetzt, um zur Aufspaltung der 1-6-Bindungen
der Grenzdextrine beizutragen,
die sonst gebildet werden würden.
Die natürlichen Malzenzyme hydrolysieren die 1 4-Oindungen und erzeugen somit ein
höheres Niveau an vergärbaren Zuckern.
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8ier wohlschmeckender qualität kann durch Jedes der vorstehend beschriebenen
Verfahren hergestellt werden. Es wurde festgestellt, daß das Endprodukt in Jedem
Falle einen größeren Alkoholanteil in bezug auf den Wirkextrakt und weniger Kalorien
pro Volumeneinheit bei Ab füllung mit konstantem Alkoholgehalt besaß als ein Vergleichabier,
das ohne Enzymzusatz hergestellt worden war.
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Bei dem Enzym, das für die Herstellung eines hochvergärten Bieres
mit wenig Kalorien geeignet gefunden wurde, handelt es sich um ein stärkeabbauendes
Enzym, das in natürlicher Weise im Reis vorkommt. Das Enzym nach der vorliegenden
Erfindung wird als Pullulanase klassifiziert, da es die Alpha 1-6-Oindungen des
diagnostischen Substrates Pullulan hydrolysiert.
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Bei dem erfindungsgemäßen Extraktionsverfahren wird das Enzym aus
ganzem oder in handelsüblicher Weise poliertem Reis mit einem wässrigen Puffersystem
extrahiert, das einen pH-Wert von etwa 6 bei Temperaturen von 0-600C aufweist.
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Es wird bevorzugt, eine Aufechlämmung aus dem polierten Reis in 0,1
M Kaliumphosphatpuffer-0,2 M NaCl bei pH 6,0 und etwa 50 ob über etwa drei Stunden
herzustellen.
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Die Pullulanase-enthaltende Aufschwemmung aus der Extraktion kann
durch folgende Schritte weiter gereinigt werden: (1) Ansäuern des Rohextraktes;
und (2) Ausfällen des Reisenzymens mit (NH4)2SO4. Diese Vorgänge werden in den nachfolgenden
Beispielen beschrieben.
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Das Enzym kann in flüssiger Form oder als gefriergetrocknetes oder
sprühgetrocknetes Pulver gelagert werden. Das gefriergetrocknete Pulver wird durch
Diafiltern des das Enzym enthaltenden gepufferten pH 6-Extraktes gegen 0,1 M Ammoniumbicarbonatlösung
erhalten. Amjnoniumbicarbonat ist ein flüchtiges Salz, das beim Gefriertrocknen
sublimiert und ein salzfreies Enzympulver ergibt. Andere sublimierbare Salze, die
das Verfahren nicht störend beeinflussen oder die enzymatische Aktivität nicht verschlechtern,
können ebenfalls zur. Anwendung gelangen, falls diss gewünscht wird.
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Die Menge des Reises oder des extrahierten Enzymes, die im Brauvorgang
zugesetzt wird, hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise dem enzymatischen Gehalt
des Reises, der Aktivität des Enzyms, dem Stadium des Brauvorganges, bei dem die
Zugabe stattfindet, und den Bedingungen des 8rauvorganges, d.h. pH, Temperatur und
Zeit. Normalerweise wird es sich bei der Menge an zugesetztem Reis oder Extrakt
um eine Menge handeln, die zur Reduzierung der Menge der restlichen Grenzdextrine
im Wirkextrakt um etwa 30 bis etwa 80 % wirksam ist. Zur Vorumwandlung der
Dextrine
vor der Vergärung einer Enzymquelle wird normalerweise entweder Extrakt oder Reis,
der etwa 100 Einheiten bis etwa 300 Einheiten an Pullulanaseakti-vität pro Liter
enthalt, der Würze zugegeben, oder etwa 300 Einheiten bis etwa 700 Einheiten pro
Liter der Maische. Geringere Mengen, die etwa zwei Einheiten bis etwa 75 Einheiten
an Pullulanaseaktivität pro Liter enthalten, sind wirksam, wenn sie der Würze im
Fermenter zugesetzt werden. Größere Mengen als diese normal verwendeten können Anwendung
finden, falls dies erwünscht oder erforderlich sein sollte. Um die genauen Mengen
zu bestimmen, können einige Versuche erforderlich sein. Die Durchführung derartiger
Versuche liegt Jedoch durchaus im Rahmen des Fachkönnens des Brauereifachmannes.
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Bei einer Ausführungsform des Verfahrens wird das Enzym dem Fermenter
zusammen mit einer Carbohydrase zugesetzt, beispielsweise einer Korndiastase. Diese
Kombination ist erforderlich, da das Reisenzym die hochverzweigten Alpha 1,6-Grenzdextrine
aufspaltet und die zugesetzte Carbohydrase die resultierenden Alphal,4-Dextrine
in Zucker aufspaltet, die durch Hefe weiterbehandelt werden können. Die wirksame
Menge eines jeden zu gesetzten Enzymes hängt von dem Gehalt an Grenzdextrinen ab,
der normalerweise im Produkt der Gärung vorhanden ist, und von dem Ausmaß der gewünschten
Kalorienherabsetzung. Normalerweise liegt das abbauende Enzym in einer Menge von
etwa 2 Einheiten bis etwa 60 Einheiten an Pullulanaseaktivität pro Liter Würze und
die
Carbohydrase oder Korndiastase in einer Menge von etwa 20 Einheiten
bis etwa 140 Einheiten an Amylaseaktivität pro Liter Würze vor.
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Bei noch einer anderen Ausführungsform wird die Zugabe des Reisabbauenzyms
zum Fermenter mit der Zugabe einer Glucoamylase verbunden, beispielsweise einer
solchen, die von Aspergillusniger herrührt und sowohl in bezug auf Alpha 1,6- als
auch Alpha 1,4-Bindungen aktiv ist.
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Durch die Einführung der Kombination dieser beiden Enzyme im Girungsstadium
wird die Gärungezeit, die normalerweise zur Herstellung eines hochvergärten Bieres
erforderlich ist, in signifikanter Weise reduziert, d.h. von 12 auf 7 Tage.
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Obwohl beide Enzyme Abbaufähigkeiten besitzen, ist das Reisenzym wirksamer
als Glucoamylase, woraus eine Reduzierung der Gärungszeit resultiert. Die Konzentration
des Reisenzymes in einem derartigen Gemisch kann geringer sein als im Normalfall,
d.h. 2-4 Einheiten von Pullulanase, und die Glucoamylase kann in etwa 2 Einheiten
bis etwa 10 Einheiten an Glucoamylaseaktivität pro Liter vorliegen.
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Die folgenden analytischen Verfahren kamen in den nachfolgend beschriebenen
Beispielen zur Anwendung. Protein wurde durch das von Miller (1) modifizierte Lowry-Verfahren
bestimmt. Die Pullulanaseaktivität wurde durch Hydrolyse von 0,5 46 w/v Pullulan
bei pH 5,0 und 500C bestimmt. Die Amylaseaktivität wurde durch Hydrolyse von 0,5
$ w/v Linter
lösliche Stärke bei pH 5,0 und 500C ermittelt. Das
Auftreten von reduzierenden Zuckern wurde durch das Dinitrosalizylsäure-Verfahren
von Bernfield (2) überwacht. Eine Aktivitätseinheit wurde bei beiden Prüfungen als
das Auftreten von 1 mg reduzierendem Zucker (als Maltose)/Minute definiert. Spezifische
Aktivitäten wurden als Einheiten/mg Protein ausgedrückt.
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Die Glucoamylaseaktivität wurde durch eine Modifizierung des Verfahrens
von Pazur (3) bestimmt, wobei Maltose als Substrat bei pH 5,0 und 250C eingesetzt
wurde. Das Auftreten von Glucose wurde unter Einsatz der gekoppelten Glucose Oxidase-Peroxidase-Reaktion
mit o-Dansidin als Indikatorfärbstoff überwacht (3). Eine Aktivitätseinheit wurde
als Hydrolyse von einem Mikromo»«altose/Minute unter diesen Bedingungen definiert.
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Die Gärprozesse wurden über die Abnahme des spezifischen Gewichtes
unter Verwendung des Mettler DMA-45 Rechendensitometere überwacht.Wenn man zu der
Annahme gelangte, da13 der Gärprozess der Biere beendet war, wurden die Brechungsindizes
an einem Zeiss Immersionsrefraktometer gemessen. Diese Messungen wurden zur Bestimmung
des Alkoholgehaltes (4,5,6) und des Wirkextraktgehaltes (5,6) der Biere durchgeführt.
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Der Wärmeinhalt eines Standard-l2Unzen-Behälters wurde bei 3,3 g/100
Äthanol nach dem Verfahren von Helbert (7) bestimmt.
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Kohlenwasserstoffprofile wurden durch Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie
auf Bio Rad Q 158 Harz erhalten, wie vom
ASBC Subcommittse on brewery
sugars and syrups (8) und von Scobell et al (9) beschrieben. Wenn nicht anders beschrieben,wurden
alle Diafiltrationen auf einem Amicon M;-2 Apparat durchgeführt, der mit einer H-1P-10
Patrone (m.w.
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cutoff 1 10000) (Amicon Corporation, Lexington, Mass.).
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ausgerüstet war.
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In den Beispielen 1 - 5 werden die Isolation und einige Eigenschaften
von Reispullulanase verdeutlicht.
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Beispiel 1 Isolation von Pullulanase aus ganzem Reis 500 g LaBelle-Reis
(Saatgutqualität) wurden in 0,1 M Kaliumphosphatpuffer-0,2 M Nah1, pH 6,0, unter
Verwendung eines Waring-Mischers vermischt. Das vermischte Korn wurde in ein Gefäß
in einem Bad überführt, das bei So0C gehalten und unter zwei Litern Puffer drei
Stunden lang gerührt wurde.
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Das verbrauchte Korn wurde durch Mullfiltration entfernt, und das
Filtrat wurde durch Zentrifugieren geklärt.
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Eine weitere Klärung kann dadurch erreicht werden, daß man den pH-Wert
des Extraktes auf 5,0 absenkt. Die resultierende Ausfällung wurde durch Zentrifugieren
entfernt, und der pH-Wert der Aufachwemrung wurde wieder auf 6,0 eingestellt.
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Der Extrakt kann durch (NH4)zS04 Fraktionierung gereinigt und konzentriert
werden. Dieses Salz wurde der pH-sinyestellten Aufschwemmung mit einer Menge von
40 g festem (NH4)2S04 pro
100 ml Lösung zugegeben. Die Suspension
wurde eine Stnde lang bei Raumtemperatur gerührt, und die Ausfällung wurde durch
Zentrifugieren entfernt. Der Niederschlag wurde im Extraktionspuffer gelöst und
gegen diesen diaflitriert.
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Beispiel 2 Bestimmung von Pullulanase innerhalb des Reiskernes LaDelle-Reis
aus Beispiel 1 wurde geperlt, und es wurden die folgenden Fraktionen isoliert:(1)
Schalen; (2) brauner oder entschalter Reis; (3) Reiskleie; und (4) polierter weißer
Reis. Jede Fraktion wurde wie im Beispiel 1 für ganzen Reis beschrieben extrahiert
und geklärt. Die Analyse dieser Extrakte ergab, daß der größte Anteil der Pullulanaseaktivitat
im Endosperm (polierter Reis) aufgefunden wurde.
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Hinzu kam, daß diese Zubereitung eine viel größere spezifische Aktivität
besaß als die von ganzem oder braunem Reis hergestellten Präparate. Folglich ist
polierter Reis die bevorzugte Enzymquelle.
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Beispiel 3 Extraktion von Pullulanas. aus polierte. Reis 2 kg handeslüblichen
polierten Reises wurden in einer Barley-Mühle zu 0,02 Zoll gemahlen. Der gemahlene
Reis wurde in vier Liter Extraktionspuffer pH 6 eingemischt, und die Suspension
wurde 3 Stunden lang bei 500C gerührt.
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Der pH-Wert des Extraktes wurde auf 5,0 eingestellt, und die resultierende
Aufschwemmung wurde durch Zentrifugieren geklärt. Der pH-Wert der Aufschwemmung
wurde wieder auf 6,0 eingestellt.
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Für eine Langzeitspeicherung war es wünschenswert, das Präparat als
salzfreies Pulver zu erhalten. Dies wurde durchgeführt, indem die Aufschwemmung
aus dem pH-Einstellungsschritt gegen 0,1 M NH4HC03 diafiltriert wurde. Dieses Salz
wurde deswegen ausgewählt, weil (1) das Präparat Salz benötigt, um in Lösung zu
verbleiben; und (2) NH4HC03 sublimiert und durch nachfolgendes Gefriertrocknen entfernt
wird.
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Nach der Diafiltration gegen 4 Volumeneinheiten von 0,1 M NH4HC03
wurde das Retentat gefriergetrocknet.
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Beispiel 4 pH-Optimum von Reispullulanase Der optimale pH-Bereich
wurde für Reispullulanase bestimmt, die nach dem in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren
isoliert worden war. Die nachfolgenden Puffersystems fanden dabei Verwendung: (1)
pH 4,0 - 5,5-o,1 M Essigsäure eingestellt auf den richtigen pH-Wert mit NaOH; (2)
pH 6-7 0,1 M KH2P04 eingestellt auf den richtigen pH-Wert mit NaOH. Gelagertes Pullulan
(10 % w/v in H20) wurde im geeigneten Puffer auf 1 % w/v verdünnt. Reispullulanase
wurde dann über den pH-Bereich 4-7 unter Standardbedingungen geprüft. Die Ergebnisse
zeigten an, daß eine optimale Aktivität im pH-Bereich von
5-6,5
erhalten wird.
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Beispiel 5 Temperaturoptimum von Reispullulanase (A) In Abwesenheit
von Substrat Reispullulanase, die nach Beispiel 3 hergestellt worden war, wurdenauf
eine Endkonzentration von 2 mg/ml im 0,1 M Azetatpuffer, pH 5,0 eingestellt. Stichproben
dieses Gemisches wurde über Zeitspannen von 10-60 min auf einen Temperaturbereich
von 40-70 0c erhitzt. Stichproben der erhitzten Proben wurden abgezogen, gekühlt
und dem Standardpullulanasetest unterzogen. Die Ergebnisse zeigten an, daß das Enzym
bei Temperaturen oberhalb von 40 C schnell inaktiviert wurde. Vollständige Inaktivierung
trat nach 10 Minuten bei 60 C auf.
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(B) In Anwesenheit von Substrat Wie in Beispiel 3 hergestellte Reispullulanase
wurde auf eine Konzentration von 1 mg/ml in 0,1 M Azetat, pH 5,0, eingestellt. Stichproben
dieses Präparates (ausreichend für eine Endkonzentration von 0,2 mg/ml Inkubat)
wurden in Röhren eingeführt, die Pullulan und 0,1 M Azetatpuffer (ph 5,0) enthielten
und die auf die gewünschte Temperatur ausgeglichen worden waren. Bei Jeder Temperatur
(von 400C bis 7000) wurden Stichproben von 1 ml nach 10, 20 und 30 Minuten Erhitzen
abgezogen und inaktiviert, indem sie in die für Farbentwicklung verwendete Dinitrosalizylsäurelösung
eingeführt wurden. Die reduzierenden Zucker wurden
nach der Standardmethode
bestimmt.
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Aus den Ergebnissen dieser Versuche geht hervor, daß das Enzym bei
Vorhandensein von Substrat bis auf 60 0C über 30 Minuten bestä-ndig ist. Dies steht
im Gegensatz zu der Temperaturbeständigkeit des Enzyms allein, wie im Bespiel 5(A)
beschrieben.
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In den Beispielen 6 - 15 wird nachfolgend die Anwendung des Reisenzymes
(Pullulanase) in Verbindung mit dem Brauverfahren beschrieben. Die Beispiele 7 -
12 verdeutlichen die Verwendung des Enzymes in Verbindung mit verschiedenartigen
Alpha 1,4-Garbohydrasen bei im Gärprozess befindlichem Bier, während die Beispiele
13 und 14 dessen Verwendung vor dem Gärprozess verdeutlichen. In allen Fällen war
die Würze als nur aus Malz bestehende Würze gemaischt und vor dem Gärprozess mit
einem handelsüblichen umgewändelten Getreidesirup auf etwa 120 bis etwa 150 P eingestellt.
In den nachfolgenden Beispielen war das ursprüngliche spezifische Gewicht konstant.
Die Würzen wurden mit einer Braukultur von S. Uvarum auf eine Endkonzentration von
1 x 10 Zellen/ml gsbracht und bei 150C vergärt.
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Beispiel 6 Herstellung von Korndiastasen zur Verwendung mit Reispullulanase
(A) Mdzdiastase High-gib distiller's Malz wurde in einer Standerd Barley-Mühle gemahlsn.
Das Pulver (150 g) wurde in 1,5 Liter 0,1 U Azetatpuffer
(pH 5,0)
singegeben. Die Aufschlammung wurde zwei Stunden lang bei 50 0C gerührt, und die
Aufschwemmung wurde in der für den Reisrohextrakt (Beispiel 1) beschriebenen Weise
gewonnen.
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Das Enzym wurde weiter gereinigt, indem (NH4)2504 bis auf eine Endkonzentration
von 40 g/100 ml zugesetzt wurde. Der Niederschlag wurde durch Zentrifugieren gewonnen
und in 0,1 M Azetatpuffer (pH 5,0) wieder suspendiert. Die Suspension wurde durch
Diafiltration gegen den gleichen Puffer geklärt, konzentriert und bei 40C gelagert.
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L8) Herstellung von Malz Beta-Aiylase Die gemäß Beispiel 6 (A) hergestellte
Malzdiastase enthält sowohl Alpha- als auch Beta-Amylase, wobei Alpha-Amylase in
der größten Konzentration vorliegt. Malz Alpha-Amylase kann bei saurem pH-Wert (9)
selektiv inaktiviert werden.
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Der pH-Wert eines Anteils der Malzdiastase, die wie in Beispiel 6
(A) beschrieben hergestellt worden war, wurde auf 3,6 eingestellt und zwei Stunden
lang auf 350C erhitzt.
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Die Lösung wurde durch Zentrifugieren geklärt, und der pH-Wert der
Aufschwemmung wurde wieder auf 4,0 eingestellt.
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(c) Herstellung von SoSabohnendiastase Ganze Sojabohnen wurde in einer
Wiley-Mühle unter Verwendung eines Siebes von 20 mesh gemahlen. 10 gm Pulver wurden
in 100 ml 0,01 M Azetatpuffer (pH 5,2) bei 550C eine Stunde lang gerührt. Die Lösung
wurde durch Zentrifugieren geklärt,
wonach unter Verwendung einer
Filterhilfe filtriert wurde.
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Die Aufschwemmung wurde vierfach verdünnt, gegen H20 diafiltriert
und auf das ursprüngliche Volumen konzentriert.
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Das Konzentrat wurde bei 40C gelagert.
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(D) Isolation von Weizendiastase Wiezendiastase wurde aus geperltem
harten Winterweizen isoliert, der wie in Beispiel 6 (B) für Sojabohnendiastase gemahlen
worden war. Das Pulver (50 g) wurde in 100 ml 0,1 M Phosphatpuffer-0,1 M NaCl (pH
6,0) eingegeben, und die Suspension wurde drei Stunden lang bei 500C gerührt. Danach
wurde sie wie in Beispiel 1 für das Reisenzym beschrieben geklärt.
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Die Aufschwemmung wurde gegen 0,02 M Phosphatpuffer-O,2 M NaCl und
danach Wasser dialysiert.
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Bei der in den nachfolgenden Versuchen verwendeten Glucoamylase handelte
es sich um Novo 150 (Herstellers Novo Industries, Wilton, Connecticut).
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Beispiel 7 Hochvergärung von Bier unter Verwendung von Reispullulanase-Malzdiastate
Die in der vorstehenden Weise hergestellte Würze wurde vergärt: (1) ohne Enzymzusatz
(Bier +1), um die Gärungsgrenze festzustellen; (2) mit Zusatz von Glucoamylase (8,1
U/l Bier +2), um die Gärungsgrenze festzustellen; und (3) unter Zusatz von Reispullulanase
(15,3 Null) und Malzdiastase (140 U/l Bier +3).
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In allen Fällen wurden die Würzen wie vorstehend beschrieben mit Hefe
versetzt und belüftet, wonach die geeigneten Enzyme
zugesetzt wurden.
Die Biere wurden bei 150C vergärt.
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Das enzymfreie Vergleichsbier enthielt 0,5 - 0,6 g/ioo weniger Alkohol
als Bier +2 oder Bier +3, die aweils mit Glucoamylase und Reispullulanase/Malzdiastase
hochvergärt wurden. Bei 3,3 * Äthanol abgefüllt war der Wirkextrakt im Bier +3 um
etwa 1,0 g/ioo gegenüber dem von Bier +1 abgesenkt und entsprach nahezu dem bei
der Verwendung von Glucoamylase erhaltenen Wert (Bier +2). Bei dieser Alkoholkonzentration
würdendie Biere +2 und +3 92-93 cal/12 Unzen im Vergleich zu den 108 cal/12 Unzen
für Bier +1 enthalten.
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Die Kohlehydratprofile zeigten, daß die Biere +2 und +3 nahezu identische
Kohlehydratzusammensetzungen bei der Endgärung aufweisen und daß in beiden Bieren
+2 und +3 die nicht vergärbaren Zucker (größer als DP-3) gegenüber den von Bier
+1 beträchtlich herabgesetzt waren.
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Beispiel 8 Hochvergärung von Bier unter Verwendung von Reispullulanase-Sojabohnendiastase
Die Würze wurde wie in Beispiel 7 beschrieben belüftet und mit Hefe versehen. Reispullulanase
(15,3 Null) und SoJabohnendiastase (140 Null) wurden zugegeben. Das Bier wurde wie
in Beispiel 7 beschrieben vergärt.
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Das vollständig vergärte Bier, das 5,3 Ull Reispullulanase und 140
U/l Bojabohnendiastase (Bier +4) enthielt, war etwa
auf den gleichen
Wert wie das Glucoamylase-Vergleichsbier (Bier +2) hochgegärt, was ein Bier von
93,4 cal/12 Unzen bei Abfüllung mit 3,3 g/100 Äthanol ergab. Das Kohlehydratprofil
nach 12 Tagen Gärung zeigte, daß die nicht vergärbare Fraktion nahezu der des Glucoamylasevergleich
sbiere s (Bier +2) entsprach.
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Beispiel 9 Hochvergärung von Bier unter Verwendung von Reispullulanase-Weizendiastase
Die Würze wurde wie in Beispiel 7 beschrieben belüftet und mit Hefe versehen. Reispullulanase
(15,3 U/l) und Weizendiastase (140 Null) wurden wie gezeigt zugesetzt. Das Bier
wurde wie in Beispiel 7 beschrieben bei 150C vergärt.
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Dieses Bier (Bier +5) wurde auf die gleiche Stufe hochvergärt wie
das Glucoamylasevergleichsbier (Bier +2). Bei einer Abfüllung mit einer Alkoholkonzentration
von 3,3 g/ioo Äthanol würde das Bier 29,5 cal/12 Unzen enthalten. Die Kohlehydratzusammensetzung
zeigte an, daß die nicht vergärbare Fraktion nahezu der von Bier +2 entsprach.
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Beispiel 10 Hochvergärung von Bier mit Reispullulanase-Malz Beta-Amylase
Die Würze wurde wie bei Beispiel 7 belüftet und mit Hefe versehen. Reispullulanase
(15,3 Null) und Malz Beta-Amylase (140 U/l) wurden zugegeben, und das Bier wurde
bei 150C in üblicher Weise vergärt.
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Die Ergebnisse zeigten an, daß bei diesem Bier (+6) der Gärprozess
in 8 Tagen beendet war, d.h. eher als bei dem Glucoamylasevergleichsbier (Bier +2)
oder irgendeinem der mit Reispullulanase in Verbindung mit den anderen Korndiastasen
hergestellten Biere. Wiederum war die Kohlehydratzusammensetzung der des Glucoamylaievergleichsbieres
ähnlich. Folglich scheint eine Beta-Amylase den in den vorstehenden Beispielen eingesetzten
Diastasen (die sowohl Alpha- als auch Beta-Amylase enthalten) überlegen zu sein.
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Beispiel 11 Hachvergärung von Bier mit Reizung Malzuehlen Polierter
+4 Braureis und high-gib distiller's Malz wurden auf eine Korngröße von 20 mesh
in einer Wiley-Mühle gemahlen.
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Das erhaltene Mehl wurde der wie vorstehend beschriebenen belüfteten
und beladenen Würze zugesetzt. Eine Würze (8ier +7) enthielt 5,2 g Reismehl und
0,12 g Malzmehl/Liter,während die andere Würze (Bier +8) doppelt so viel von Jedem
Mehl enthielt. Die Würzen wurden wie vorstehend beschrieben vergärt. Die Kornzusätze
zu Bier +7 wurden so berechnet, daß sich 15,4 Einheiten Pullulanase pro Liter und
140 Einheiten Malzdiastase pro Liter auf der Grundlage der in den Beispielen 3 und
6 (A) verdeutlichten Extraktion ergaben.
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Die für die Biere +7 und +8 erhaltenen Ergebnisse zeigten an, daß
beide Biere auf das gleiche Niveau vergärten wie das Glucoamylasevergleichsbier
(Bier +2) und die in den Bsispielen 7 - 11 aufgeführten Biere, bei denen Enzymextrakte
Anwendung fanden.
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Beispiel 12 Verwendung von Reispullulanase in Verbindung mit Glucoamylase
zum Verkürzen der Girungszeit Die Würze wurde eingesetzt, um fünf verschiedene Gärprozesse
durchzuführen. Alle Würzen wurden belüftet und beladen, wonach Reispullulanase (2,0
Null; 4,o U/l oder 8,1 U/l) und Glucoamylase (3,8 Ull oder 15,3 Null) zugesetzt
wurden. Die Ergebnisse zeigten an, daß durch den Zusatz von Reispullulanase die
Gärungszeit sogar bei reduzierter Glucoamylase-(Biere +11 und +12) oder Pullulanasekonzentration
(Bier +13) gegenüber dem Glucoamylasevergleichsbier beträchtlich verkürzt wurde.
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Beispiel 13 Umwandlung von nur aus Malz bestehender Würze vor der
Gärung mit Reispullulanase-Malz Beta-Amylase Nach dem Kesselsieden wurde eine nur
aus Malz bestehende Würze erhalten. Drei Proben der Würze wurden mit Malz Beta-Amylase
(1450 Null) in Verbindung mit abnehmenden Konzentrationen von Reis-Pullulanase (150
Null; 75 U/l und 38 Null) umgewandelt. Eine andere Probe der Würze wurde umgewandelt,
indem Reispullulanase in Verbindung mit Glucoamylase eingesetzt wurde.
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In allen Fällen war das Verfahren das gleiche. Die Würzen wurden bei
60 0C unter Rühren in einem Wasserbad ins Gleichgewicht gebracht. Die Würzen wurden
30 Minuten lang erhitzt, wonach sie in einen Glaskolben gegeben wurden, der in einem
heftig siedenden Wasserbad enthalten war. Man ließ die Würzen darin zwei Stunden
lang stehen, um die Enzyme zu inaktivieren.
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Danach wurden die Würzen gekühlt, und die resultierende Trübe wurde
durch Zentrifugieren entfernt.
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Das Malz/Sirup-Zusatzverhältnis wurde auf den gleichen Wert eingestellt
wie bei der in den Beispielen 7 - 12 beschriebenen Würze. Die Würzen wurden dann
beladen, belüftet und wie in Beispiel 7 beschrieben vergärt.
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Die Biere waren im Vergleich zu dem enzymfreien Vergleichebier (Bier
+1) hochvergärt, Bei einer Abfüllung mit 3,3 g/loo Äthanol würde der Wärmeinhalt
dieser Biere etwa bei 98 Kalorien liegen, d.h. etwa 10 Kalorien weniger als bei
Bier +1, das ohne Enzymzusatz hergestellt wurde.
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Beipiel 14 Zugabe von Kornamylasen zu voruigewandelten Bieren die
Da/in Beispiel 13 genannten Biere nicht auf das gleiche die Niveau hochgärten wie/in
den Beispielen 7 - 12 beschriebenen Biere wurden verschiedenartige Enzyme zugesetzt,
um festzustellen, ob die Hochgärungsgrenze abgesenkt werden kann.
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Die Hefe wurde von Bier +14 durch Zentrifugieren entfernt, und das
geklärte Bier wurde in zwei gleiche Teile aufgeteilt, die mit 14A und 148 bezeichnet
wurden. Beide Biere wurden wieder mit Hefe versehen. Bier +14A wurden 140 U/l Malz
Beta-Amylase und Bier +148 15,3 U/l Reispullulanase und 140 U/1 Malz Beta-Amylase
zugesetzt. Der Gärprozess wurde dann bei 150C fortgesetzt.
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Die Siere+15A und +16A wurden nicht wieder mit Hefe versehen.
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Statt dessen wurden die Enzyme direkt in die gärenden Biere eingegeben.
Bier +15A wurden 15,3 U/l Reispullulanase und Bier +16A 15,3 U/l Reispullulanase
und 140 U/l Malz Beta-Amylase zugesetzt.
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Durch Zusatz der Alpha 1,4-Carbohydrase, Malz Beta-Amylase, wurde
das spezifische Gewicht (Bier +14A) nicht merklich reduziert, da der größte Teil
der nicht vergärbaren Zucker Alpha 1,6-Bindungen enthielt. Im Gegensatz dazu vergärten
Malz Beta-Amylase in Verbindung mit Reispullulanase (Biere +148 und +16A) oder Reispullulanase
allein (Bier +15A) die Biere auf das gleiche Niveau wie Glucoamylase (Bier +2) oder
bei den in den Beispielen 7 - 12 beschriebenen Bieren.
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Beispiel 15 Zugabe von Reispullulanase zur Würze beim Maischen Gemäß
Beispiel 3 hergestellter Reispullulanase wurden 400 Sl Grundwasser zugesetzt, so
daß eine Endkonzentration von 520 U/l bei 460C erhalten wurde. Danach wurden 129,6
g helles Malz eingeführt, und die Maische wurde dem nachfolgenden Maischzyklus unterzogen:
(1) 450C über 30 min; und (2) 600C über 120 min. Das Gebräu wurde bei 7? C abgemaischt,
wonach das verbrauchte Korn durch Mullfiltration entfernt wurde. Die erste Würze
wurde durch Zentrifugieren geklärt, verdünnt und zwei Stunden lang in einem kochenden
Wasserbad gehalten. Alle nachfolgenden Schritte wurden wie in Beipiel 11 beschrieben
durchgeführt.
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Dieses Bier vergärte zu einem endgültigen spezifischen Gewicht von
1,0019 (0,490 P) gegenüber 1,0029 (0,750 P) für Bier +1, dem ohne Enzymzusatz hergestellten
Verglsichsbier des Beispiels 7. Folglich wurde durch die Einarbeitung von Reispullulanase
in die Maische die Gärungsgrenze um 0,260 P herabgesetzt.
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In der vorstehenden Beschreibung wurde auf die nachfolgenden Veröffentlichungen
bezug genommen: 1. Miller, G., Anal. Chem. 31, 964,1959 2. Bernfield, P., Advances
in Enzymology XII (Nord, F., ed.) 379, Interschiences Publishers, New York, 1951
3. Pazur, J., Methode in Enzymology XXVIII, Ginsberg, V. (ed.) 931, Academic Press,
1975 4. Kneen, E., (ed.)., Alkohol Determined Refractometrically" in Methods of
Analysis of the American Society of Brewing Chemists, 7th revised edition, published
by the Society, 1976 5. Olshausen, J., Brewern Digest 27, 45, 1952 6. Olshausen,
J., Brewers Digest 27, 53, 1952 7. Helbert, J.R., J. Amer. Soc. Brew. Chem. 36,
66, 1978 8. Martinelli, L. (Chairman), ASBC Journal 35, S. 104, 1978 9. Scobell,
H., Brobst, K. und Steele, F., Cereal Chem. 54, S. 905, 1975 10. Greenwood, C. und
A. MacGregor, J. Inst. Brew. 71, 408, 1965
Bei dem Reis, der in
erfindungsgemäßer Weise als Enzymquelle eingesetzt werden kann, handelt es sich
um Reis mit Nahrungsmittelqualität, der zur Erhaltung der enzymatischen Aktivität
unter ausreichend milden Bedingungen behandelt wurde. Es kann entweder Saatreis
oder polierter trocken gemahlener Reis Anwendung finden. Das Enzym kann aus einer
großen Vielzahl von Reisarten extrahiert werden, beispielsweise LaBelle, LeBonnet,
Nato, Starbonnet oder Brazos. Es wird jedoch handelsüblicher polierter trocken gemahlener
Reis für Brauereizwecke bevorzugt.
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Wenn das Enzym vor der Verwendung in diesem Verfahren von dem Reis
extrahiert worden ist, kann der verbrauchte Reis, von dem das Enzym extrahiert wurde,
als Stärkequelle beim Maischen oder für eine Zusatzsirupformulierung eingesetzt
werden, um die Verwendung des Reisenzymes wirtschaftlicher zu machen.
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Obgleich das Reisenzym, wie vorstehend beschrieben, zur Herstellung
eines Bieres mit wenig Kalorien oder eines hochvergärten Bieres verwendet wird,
kann es möglicherweise auch andere Anwendungsgebiete aufweisen. Beispielsweise kann
ein Gemisch aus dem Reisenzym und einer Korndiastase in vorteilhafter Weise zur
Herstellung eines Stärkeumwandlungsproduktes, das einen hohen Maltosegehalt aufweist,
verwendet werden. Aufgrund seines natürlichen Ursprunges dürften der Verwendung
des aus Reis gewonnenen Enzymes in Nahrungsmitteln zweifelsohne keine Bedenken entgegenstehen.