DE3027008C2 - Dauerform für die Galvanoplastik - Google Patents
Dauerform für die GalvanoplastikInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dauerform zum Elektroformen von Formteilen, bestehend aus einer leitenden Basis mit mindestens einer Polymer-Deckschicht.
Derartige Dauerformen dienen dazu, beim Elektroformen Metallanoden abzuscheiden, die in Titankörben
beim galvanischen Plattieren Verwendung finden. Die Formteile besitzen üblicherweise bei einer Dicke von
mehreren Millimetern einen Durchmesser von 12 bis mm; sie wurden bislang mit Hilfe einer Dauerform
aus einer Basisplatte aus rostfreiem Stahl mit einer elektrisch isolierenden Deckschicht beispielsweise aus einem Epoxyd-Emaille hergestellt. Die Deckschicht be
deckt die Plattenoberfläche mit Ausnahme von den Konturen der Formteile entsprechenden Ausnehmungen. Normalerweise besitzt eine solche Dauerform bei
einer Dicke von 1 bis 5 mm eine Größe von 1 m2 und
weist zahlreiche kreisrunde Ausnehmungen in der Epoxyd-Deckschicht mit einem Durchmesser von jeweils
etwa 19 bis 32 nun auf. Ein schwerwiegender Nachteil besteht jedoch darin, daß derartige Elektroden nur eine
geringe Lebensdauer von beispielsweise 10 Abscheidezyklen besitzen. Danach muß in zeit- und kostenaufwendiger Weise die Deckschicht entfernt und eine neue
Deckschicht aufgebracht werden.
Aus der US-Patentschrift 41 58 612 ist auch bereits eine Dauerform aus einer leitenden Polymer-Basisplatte
und einer elektrisch nichtleitenden polymerischen Deckschicht bekannt Die Deckschicht besitzt Öffnungen, durch die der Elektrolyt die Oberfläche der leitenden Basisplatte erreicht Die Öffnungen entsprechen
ten Konturen der Formteile und sind zumeist kreisrund. Auch diesen Dauerformen haftet insofern ein schwerwiegender Nachteil an, als sich die dem Elektrolyten
ausgesetzten Flächenteile während des Betriebs zunehmend vergrößern. Obgleich das Bestreben dahingeht
die Verbindung zwischen der leitenden und der nichtleitenden Polymer-Schicht möglichst dicht zu machen und
beide Schichten polymerisch sind, kommt es trotz der starken Bindung zwischen den beiden Schichten während des Flächenwachstums der metallischen Formteile
beim galvanischen Abscheiden zu einem enormen
und damit zu einer Form- und Größenänderung der
öffnungen in der nichtleitenden Deckschicht
40 40 937 eine elektrisch leitende Dauerform als Startkathode beim elektrolytischen Raffinieren. Sie mißt
1 m2, besitzt eine Dicke von etwa 0,5 mm und besteht aus einer mittig zwischen zwei elektrisch leitenden Polymerplatten angeordneten Metallplatte in einem Rah-
men aus elektrisch isolierendem Polymer, der ein Überwachsen des Niederschlags auf den beiden Dauerformseiten in die Schmalseiten hinein verhindert
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die vorerwähnten Nachteile zu vermeide: und insbesonde
re eine Dauerform zum Herstellen metallischer Form
teile mit einem Durchmesser von höchstens 50 mm in der Hauptrichtung zu schaffen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in einer Dauerform aus einer elektrisch leitenden Basisplatte mit einer
Polymerschicht auf mindestens einer Seite und darin bündig abschließenden, elektrisch leitenden Polymerinseln in elektrischer Verbindung zu der Basis und voneinander getrennt durch eine Maske aus einem elektrisch
isolierenden Polymer.
so Die Basis besteht vorzugsweise aus einem geschlossenen, gitter- oder siebartigen metallischen Zuschnitt, beispielsweise aus Kupfer oder Stahl, insbesondere aus
Streckmetall. Die Polymerschicht hüllt die Basis vorzugsweise völlig ein, so daß auch die Schmalseiten nicht
mit dem Elektrolyten in Berührung kommen. Vorzugsweise ist die Basis beidseitig mit an den Kanten miteinander verschweißten Polymerschichten versehen. Die
Maske kann aus jedem gegenüber wäßrigen Elektrolyten in Anwesenheit kathodisch entstehenden Wasser-
Stoffs beständigem Polymer bestehen. Geeignet sind beispielsweise Polypropylen, Polyäthylen, Polysulfon,
Polyvinylchlorid und glasfaserverstärkter Polyester. Die leitenden Inseln bestehen vorteilhafterweise aus demselben Polymer mit einem eine hinreichende Leitfähig-
keit gewährleistenden Graphitgehalt Unterschiedliche Polymere müssen dagegen hinreichend verträglich sein
und sich insbesondere beispielsweise durch Schmelzschweißen oder Ultraschallschweißen miteinander ver-
binden lassen. Die leitenden und nichtleitenden Inseln
der Deckschicht liegen in derselben Ebene bzw. bilden eine gemeinsame Oberfläche. Demzufolge hat das kathodisch
abgeschiedene und an der Oberfläche über den leitenden Inseln aufwachsende Metall nicht die Möglichkeit,
einen Druck auf ein etwa umgebendes Maskenlnaterial auszuüben und bleiben die Verbindungsstellen
zwischen den leitenden Inseln und der nichtleitenden Maske unbeeinflußt von dem Metallwachstum auf den
leitenden Inseln.
Im Hinblick auf ein besseres Haftvermögen kann die metallische Basis im Bereich der nichtleitenden Maske
Ausnehmungen mit Stöpseln aus nichtleitendem Polymer aufweisen.
Darüber hinaus kann die Basis weitere Ausnehmungen aufweisen, die den leitenden Inseln entsprechend
verteilt sind und vorteilhafterweise Stöpsel aus leitendem Polymer enthalten. Auf diese Weise läßt sich eine
erheblich bessere Festigkeit ohne Beeinträchtigung der Stromverteilung erreichen.
Bei Verwendung von Streckmetall für die Basis werden vorteilhafterweise die Maschenöffnungen uiver den
leitenden Zonen zunächst mit einem leitenden Polymer gefüllt
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren
erläutert In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine vereinfachte Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Dauerform und
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in F i g. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Dauerform 11 besitzt zwei
Haken 16 zum Aufhängen an Haltestäben; sie besteht aus einer Streckmetaltbasis 15 mit zwei Deckschichten
12 aus einer nichtleitenden Polypropylen-Maske 13 mit leitenden Inseln 14 aus graphithaltigem Polypropylen.
Dabei sollte der spezifische Widerstand des graphithaltigen Polypropylens 100 Qcm nicht übersteigen.
Aus dem Querschnitt der F i g. 2 ergibt sich, daß die Deckschichten homogen sind und die leitenden Inseln
14 bündig in die nichtleitende Maske 13 eingebettet sind. Um einen Zutritt des Elektrolyten zu der Basisplatte 15
zu verhindern, sind die beiden Deckschichten 12 rundherum miteinander verschweißt
Die in der Zeichnung dargestellte Kathodenplatte läßt sich in der Weise herstellen, daß zunächst die Haken
16 an der Streckmetall-Basis aus Stahl befestigt werden. Danach werden in 3,2 mm dicke Polymerzuschnitte
kreisförmige öffnungen gebohrt und aus einem graphithaltigen Polypropylenzuschnitt gleicher Dicke
den Öffnungen entsprechenden Ronden ausgestanzt, in die öffnungen des Maskenzuschnitts eingesetzt sowie
dort mittels Ultraschall eingeschweißt Danach wird die in der Zeichnung nicht dargestellte öffnungen aufweisende
Basis in einer Presse zwischen die etwas größeren Polymer-Zuschnitte gelegt und heiß verpreßt.
bei 1700C vorgewärmt sowie mit einem Druck von
3,92 bar bei derselben Temperatur verpreßt
Bei einer ansonsten gleichen Dauerform besaß die
Basis an ihrer Peripherie eingeprägte Ausnehmungen mit einem Durchmesser von 4,7 mm zur Verbesserung
des Haftvermögens zwischen der metallischen Basis und
ίο den beiden Deckschichten.
Eine im übrigen gemäß Beispiel 2 beschaffene Dauerform wies in den peripheren Ausnehmungen Stöpsel aus
nichtleitendem Polypropylen auf, um die Bindung zwischen den drei Schichten zu verbessern.
Eine weitere Dauerform unterschied i*ch von der des
Beispiels 3 lediglich dadurch, daß zur Fesiigkeitserhöhung
in die Basisplatte mit derselben Verteilung wie die öffnungen in der Polypropylenmaske Ausnehmungen
eingeprägt waren.
In Abweichung von dem Beispiel 4 bestand die Basisplatte aus rostfreiem Stahl und enthielten die darin befindlichen
Ausnehmungen Stöpsel aus leitendem Kunststoff zur Verbesserung der Stromverteilung im Hinblick
auf die leitenden Inseln in der Polypropylenmaske.
Eine Dauerform aus zwei Polypropylen-Deckschichten mit Leiterstopfen und einer dazwischen befindlichen
Streckmetall-Basis wurde bei gleichem Druck und gieieher
Temperatur wie im Falls der Ausführungsbeispiele 1 bif 5 hergestellt
Eine Dauerform entsprechend dem Beispiel 6 wies Leiterstöpsel in der Streckmetallplatte mit einer den
Leiterinseln bzw. Stopfen in der Polypropylen-Deckschicht entsprechenden Verteilung auf.
Die Dauerformen der Beispiele 1 bis 7 wurden in einem üblichen Nickel-Raffinationsbad bei einer Stromdichte von 5,1 A/dm2 zum Abscheiden von Nickel eingesetzt; sie arbeiteten auch nach zahlreichen Zyklen noch zufriedenstellend.
Die Dauerformen der Beispiele 1 bis 7 wurden in einem üblichen Nickel-Raffinationsbad bei einer Stromdichte von 5,1 A/dm2 zum Abscheiden von Nickel eingesetzt; sie arbeiteten auch nach zahlreichen Zyklen noch zufriedenstellend.
Hierzu! Blatt Zeichnungen
Mit einem Mittenabstand von jeweils 27 mm wurden in zwei 3,2 mm dicke Polypropylen-Zuschnitte öffnungen
mit einem Durchmesser von 143 mm und einem
Reihenabstand von 25 mm bezogen auf die öffnungsmitten gebohrt. Danach wurden um 0,07 mm im Durchmesser
größere Stopfen aus graphithaltigem Polypropylen gleicher Dicke jn die Bohrungen eingesetzt. Zwisehen
die beiden Deckschichten wurde dann eine elektrisch leitende Basis aus .iinem vernickelten weichen
Stahl gelegt und der Verbindungkörper drei Stunden
Claims (11)
1. Dauerform zum Elektroformen von Formteilen, bestehend aus einer leitenden Basis mit mindestens
einer nichtleitenden Polymer-Deckschicht, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der
Deckschicht (13) bündig abschließende von einer Polymer-Maske umgebene Polymerinseln (14) in leitender Verbindung zur Basis (15) befinden.
2. Dauerform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in öffnungen der Deckschicht (13)
elektrisch leitende und mit der Basis (15) in elektrischer Verbindung stehende Stopfen (14) angeordnet
sind.
3. Dauerform nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch zwei die Basis (15) völlig einhüllende
Deckschichten (12,13).
4. Dauerform nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bts3, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (15) aus einer Metallplatte besteht
5. Dauerform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Basisplatte (15) im Bereich
der nichtleitenden Maske (13) Ausnehmungen mit Stöpseln aus nichtleitendem Polymer befinden.
6. Dauerform nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Basisplatte (15) jeweils im Bereich der leitenden Inseln (14) Ausnehmungen mit Stöpseln aus leitendem Polymer befinden.
7. Dauerform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (15) aus Streckmetall besteht
8. Dauerform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen der Streckmetallplatte
(15) jeweils unterhalb der leitenden Inseln (14) mit leitendem Polymer gefüllt sind.
9. Dauerform nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch kreisförmige
leitende Inseln (14).
10. Dauerform nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Deckschicht (12,13) aus Polypropylen, Polyäthylen, Polysulfon, Polyvinylchlorid oder glasfaserverstärktem Polyester besteht.
11. Verwendung einer Dauerform nach den Ansprüchen 1 bis 10, zum Herstellen von Anoden-Ronden.
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