DE3026462A1 - Vorrichtung zur wiederherstellung der urspruenglichen grundwasserstroemung an einer von einer wasserdichten wand umschlossenen baugrube nach beendigung der baumassnahme - Google Patents
Vorrichtung zur wiederherstellung der urspruenglichen grundwasserstroemung an einer von einer wasserdichten wand umschlossenen baugrube nach beendigung der baumassnahmeInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D19/00—Keeping dry foundation sites or other areas in the ground
- E02D19/02—Restraining of open water
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E02D17/00—Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
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Description
- Vorrichtung zur Wiederherstellung der ursprüng-
- lichen Grundwasserströmung an einer von einer wasserdichten Wand umschlossenen Baugrube nach Beendigung der Baumaßnahme Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wiederherstellung der ursprünglichen Grundwasserströmung an einer von einer wasserdichten Wand umschlossenen Baugrube nach Beendigung der Baumaßnahme.
- Es ist bekannt, Baugruben, in denen ein Tiefbauwerk errichtet werden soll, mit einer in undurchlässige Schichten eingebundenen wasserdichten Baugrubenwand zu umschließen. Die dabei entstehende Grundwasserbarriere muß nach Abschluß der Baumaßnahme wieder beseitigt werden.
- Dazu stellt man die Baugrubenwand so her, daß sie später zumindest teilweise wieder entfernt werden kann. Bekannt sind u. a.
- Unterbrechungen in einer als Schlitzwand oder Bohrpfahlwand hergestellten Baugrubenwand, die während des Bauzustandes mit großem Aufwand durch Vereisung des Bodens gesichert und später durch Auftauen wieder geöffnet werden. Aus der DE-AS 27 37 646 ist eine Baugrubenwand bekannt, die als Bohrpfahlwand mit zeitweise verschlossenen Zwischenräumen derart ausgebildet ist, daß die Zwischenräume durch Bohrpfähle minderer Betongüte verschlossen und diese durch Ausbohren für die Grundwasserbewegung wieder entfernt werden. Dieses Verfahren ist sehr aufwendig und erfordert die Herstellung von Betonsorten unterschiedlicher Güte und die Vorhaltung eines großen, schwer bewegbaren Bohrgerätes.
- Wo es die Verhältnisse zulassen und der beim Rammen entstehende Lärm nicht stört, kann eine geschlossene Spundwand gerammt werden, deren Spundbohlen später durch Ziehen wieder ganz oder teilsweise entfernt werden. Alle erwähnten Maßnahmen unterbinden zeitweise den Grundwasserdurchfluß und stellen ihn nach Abschluß der Baumaßnahmen wieder her.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine einfache, wirkungsvolle Vorrichtung zu schaffen, die in Baugrubenwände beliebiger Bauart eingebaut werden kann und mit deren Hilfe das an einer Baugrubenwand anstehende Grundwasser während des Bau zustandes bei trockener Baugrubensohle zurückgehalten und am Ende des Bauzustandes die ursprüngliche Grundwasserströmuno wieder hergestellt wird.
- Die Aufgabe wird mit der im kennzeichnenden Teil der Patentansprüche aufgeführten Vorrichtung gelöst.
- Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielt man den Vorteil, daß eine Vorrichtung von einfacher Konstruktion die in wasserdichte Baugrubenwände beliebiger Bauart wasserdicht schließend eingebaut werden kann, dort während der Bauzeit voll statisch wirksam ist und nach Abschluß der Baumaßnahmen unter Belassung eines Kiesfilters 1 so weit geöffnet werden kann, daß der Abfluß des Grundwassers wie zuvor gewährleistet ist.
- Mit der Fassung und Ableitung des Wassers gemäß Anspruch 2 über die Kiesfilter 1 und durch unterhalb der Baugrubensohle verlegte Rohre hindurch wird ein Aufstauen des Grundwassers an der Baugrubenwand auch während des Bauzustandes vermieden.
- Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft erläutert. Es zeigt in schematischer und im Maßstab verzerrter Darstellung Fig. 1 eine Ansicht der Baugrubenwand Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Baugrubenwand Fig. 3 einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung am Ende der Bauzeit Fig. 4 und Varianten zu Fig. 1 und Fig. 2 Fig. 5 Fig. 6 einen Querschnitt durch eine Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung während der Baumaßnahme Fig. 7 wie Fig. 6, jedoch nach Beendigung der Baumaßnahme Die Baugrubenwand 5, hier als Schlitzwand dargestellt, reicht bis unter die Sohle 7 der Baugrube. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in den Bodenschlitz eingesetzt und schließt in dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel mit I-Profilen 12 an die Stirnseiten der Baugrubenwand 5 an. Die beiden Stege der I-Profile 12 bilden zwei Wände eines stabilen, mit Filterkies 1 gefüllten, unten geschlossenen Kastens 2, wobei die beiden anderen Wände 3 und 4 von nach oben herausziehbaren, an die I-Profile 12 dicht anschließenden Schiebern gebildet werden. Das untere Ende des Kastens 2 ist in eine Grundwasser sperrende Schicht 8 eingebunden.
- Am Ende der Baumaßnahme nach dem Verfüllen der Baugrube werden wie in Fig. 3 dargestellt die Wände 3 und 4 hochgezogen und damit die ursprüngliche Grundwasserströmung durch den im Boden belassenen Kiesfilter 1 hindurch wieder freigegeben.
- Die im Boden verbleikenden Kiesfilter 1 der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind an ihrem unteren Ende mit dem Flächenfilter 6 verbunden. Der Flächenfilter 6 dient dem Durchfluß auf die gegenüberliegende Bauwerksseite. In Fig. 4 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt, bei der unterhalb der ausziehbaren Seitenwand 3 ein nicht ausziehbares Seitenwandteil 9 mit einem Rohrstutzen 10 zum dichten Anschluß von Rohren 11 angeordnet ist. Zieht man gemäß Fig. 6 nur die Seitenwand 4 hoch, so fließt das Grundwasser über den Filterkies 1 in das unter der Baugrubensohle 7 verlegte Rohr 11 zur gegenüberliegenden Baugrubenwand und dort durch eine gleichartige erfindungsgemäße Vorrichtung in den Boden außerhalb der Baugrube.
- Nach Beendigung der Baumaßnahme kann auch die Seitenwand 3 der erfindungsgemäßen Vorrichtung hochgezogen werden, wodurch die abdichtende Wirkung der Baugrubenwand 5 aufgehoben wird, wie in Fig. 7 dargestellt; das Wasser kann in diesem Falle auch über einen Flächenfilter unterhalb der Bauwerks sohle abfließen.
- L e e r s e i t e
Claims (2)
- Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Wiederherstellung der ursprünglichen Grundwasserströmung an einer von einer wasserdichten Wand umschlossenen Baugrube nach Beendigung der Baumaßnahme, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß mehrere, mit Filterkies (1) gefüllte, an ihrem Fußende wasserdicht verschlossene und in grundwassersperrende Schichten (8) einbindende Kästen (2) mit nach oben ausziehbaren Seitenwänden (3 und 4) in die Baugrubenwand (5) integriert und nach Hochziehen der Seitenwände (3 und 4) an einen Flächenfilter (6) unterhalb der Baugrubensohle (7) angeschlossen sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t , daß unterhalb der baugrubenseitigen, nach oben ausziehbaren Seitenwände (3) nicht ausziehbare Seitenwandteile t9) mit Rohrstutzen (10) zum dichten Anschluß von unterhalb der Baugrubensohle (7) durchlaufenden Rohren (11) zur Verbindung gegenüberliegender Kästen (2) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803026462 DE3026462C2 (de) | 1980-07-12 | 1980-07-12 | Vorrichtung zum zeitweiligen Verschließen von Zwischenräumen in der wasserdichten Wand einer im Grundwasser liegenden Baugrube |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803026462 DE3026462C2 (de) | 1980-07-12 | 1980-07-12 | Vorrichtung zum zeitweiligen Verschließen von Zwischenräumen in der wasserdichten Wand einer im Grundwasser liegenden Baugrube |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3026462A1 true DE3026462A1 (de) | 1982-02-04 |
| DE3026462C2 DE3026462C2 (de) | 1982-09-02 |
Family
ID=6107030
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19803026462 Expired DE3026462C2 (de) | 1980-07-12 | 1980-07-12 | Vorrichtung zum zeitweiligen Verschließen von Zwischenräumen in der wasserdichten Wand einer im Grundwasser liegenden Baugrube |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3026462C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3210659A1 (de) * | 1982-03-23 | 1983-10-06 | Anton Dipl Ing Frank | Verbau, insbesondere fuer schalungen |
| DE3716292A1 (de) * | 1987-05-15 | 1988-11-24 | Thosti Boswau Wtb Bau Ag | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer dichtwand |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3331427C2 (de) * | 1983-08-31 | 1986-02-06 | Frank - Kauer - Raffelt GmbH, 8012 Ottobrunn | Verbauwand |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2737646B2 (de) * | 1977-08-20 | 1979-11-29 | Hochtief Ag Vorm. Gebr. Helfmann, 4300 Essen | Verfahren zur Errichtung einer Baugrubenwand |
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1980
- 1980-07-12 DE DE19803026462 patent/DE3026462C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| DE-Z: "Der Bauingenieur", 1962, H. 9, S. 334 * |
| DE-Z: "Die Bautechnik", 1956, H. 9, S. 322/323 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3210659A1 (de) * | 1982-03-23 | 1983-10-06 | Anton Dipl Ing Frank | Verbau, insbesondere fuer schalungen |
| DE3716292A1 (de) * | 1987-05-15 | 1988-11-24 | Thosti Boswau Wtb Bau Ag | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer dichtwand |
Also Published As
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| DE3026462C2 (de) | 1982-09-02 |
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