DE30259C - Neuerungen an elektrischen bogenlampen und deren stromkreisverbindungen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen bogenlampen und deren stromkreisverbindungenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0084—Controlling of arc lamps with stirrups or levers
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTA
Sollte der Kohlenhalter irgendwie gehemmt sein und nicht frei heruntergleiten, so wird
der Strom durch die Kohlen nachlassen und Gewicht und Solenoidkern wird, wie im Haupt-Patent angegeben, sinken, oder es wird
sonst der Strom durch die Spule der Nebenleitung zunehmen und deren Solenoidkern be-.
wegen. Diese Bewegung in dem einen oder anderen Falle bewirkt durch einen Riegel die
Schliefsung einer Nebenleitung, welche eine Spule enthält, und bewegt der Magnetismus
von deren Kern einen Stromumschalter, welcher die Kohlen kurz schliefst und den Strom
frei durchgehen läfst, so dafs andere Lampen im Stromkreise nicht beeinflufst werden. Wird
der Kohlenhalter frei und gleitet abwärts, so dafs der Stromkreis durch die Kohlen wieder
hergestellt ist, so geht ein Theil des Stromes durch die Kohlen und durch einen Elektromagneten,
welcher auf einen Hammer einwirkt, durch welchen der Stromumschalter in seinen Theilen getrennt wird, wodurch die Lampe
wiederum in ihre normalen Functionen eintritt.
Es können drei oder mehr. Kohlen durch ähnliche Einrichtungen, welche zur Inthätigkeitsetzung
der zweiten Kohle beschrieben wurden, der Reihe nach in Thätigkeit versetzt
werden.
An vielen Stellen erfordert der durch die Lampe oder Lampen gehende Stromkreis eine
Unterbrechung, ohne dafs der Hauptstromkreis unterbrochen wird.
Gehen z. B. die Leiter, welche in der Strafse liegen, nach einem Hause ab, so kann
es nothwendig werden, den Stromkreis in der Strafse aufrecht zu erhalten, dagegen die Hausleitung
abzustellen. Dies will Erfinder durch einen kreisförmigen Stromschalter mit segmentförmigen
Leitungsplatten bewirken.
Diese Platten sollen in der einen Stellung die Hauptleiter in der Strafse mit den Hausleitern
verbinden, bei Drehung in die andere Stellung jedoch die Hausleitung ausschalten,
dagegen die Strafsenleitung zu einer continuirlichen machen, indem die Enden der letzteren
durch die segmentförmigen Leitungsplatten verbunden werden.
Fig. ι ist eine Ansicht, theilweise im Durch- '
schnitt, des unteren Theiles der Lampe, um die Einrichtung zu zeigen, durch welche der
Glasglobus gehalten wird.
Fig. 2 ist ein Diagramm, welches die automatische Ausschaltung der Lampe verdeutlicht.
Fig. 3 ist eine Ansicht der Vorrichtung, um die Hausleitung mit der Strafsenleitung zu verbinden
oder zu unterbrechen. Sobald der oben angegebene Umstand eintritt, dafs nämlich der Kohlenträger sich klemmt und nicht
frei sinken will, so wird der Strom durch die Kohle schwächer werden und das Gewicht L
sowie der Solenoidkern der Spule C werden fallen, oder aber der Strom, der durch die
Spule D in die Nebenleitung geht, wird zunehmen und deren Solenoidkern L2 bewegen.
Die Bewegung in einem dieser Fälle ertheilt dem Stromschliefser 50, Fig. 2, durch den
Riegel 52 Bewegung, welcher auf dem Gewicht L oder auf einem Arm des Hebels G
angebracht ist; letzteres ist in punktirten Linien angedeutet. Kommt dieser Stromschliefser 50
mit dem Anhalter 51 in Contact, so wird der
Stromkreis von dem oberen Kohlenträger B
durch Draht 53 nach 50, 51 und durch den Elektromagneten 55 und.Draht 56 nach der
negativen Klemmschraube geschlossen. Die Armatur 57 wird sofort angezogen und die
Klötze 58 und 59 an einander gebracht, so dafs der Strom von 53 nach 59, 58, Umwickelung
55 und durch Draht 56 nach der negativen Klemmschraube gehen kann. Auf diesem
Wege kann der Strom frei passiren, so dafs die Unterbrechung des Stromes in den Kohlen
in keiner Weise die anderen Lampen im Stromkreise beeinträchtigt. Der Riegel 52 wirkt auf den Stromschliefser 50 nur momentan
beim Fallen und geht an demselben vorbei, wozu der Stromschliefser 50 drehbar angeordnet
ist, damit er aus dem Wege schwingen kann.
Wird der Kohlenhalter befreit, so dafs er frei gleiten kann, und dafs demnach der Strom
durch die Elektroden wieder hergestellt ist, so geht ein Theil des Stromes durch die Elektroden
und den Elektromagneten 60, indem er durch Draht 61 von der unteren Elektrode
durch die Contactklötze 62, 63 und nach 60 und von da nach der negativen Klemmschraube
H3 geht. Die Armatur 65 des Magneten 60 wird nun angezogen und durch den
auf der Armatur befindlichen Hammer 66 die Armatur 57 vom Magneten 55 weggeschlagen,
wodurch die Contactklötze 58 und 59, sowie 6.2 und 63 von einander getrennt werden;
durch Unterbrechung aller dieser Zweigstromkreise wird dem Stromkreise wie bei normalem
Zustande der Leitung der Durchgang durch die Elektroden gestattet.
In Fig. ι ist der Halter für den Globus oder Schirm der Lampe dargestellt. Die
Stange H^ enthält den isolirten Leiter, durch
welchen der durch die Elektroden hindurchgegangene Strom von dem unteren Kohlenträger He zurückgeführt wird; aufserdem ist
eine zweite, hängende Stange H1 für den Träger vorhanden.
Unter dem Träger H6 ist eine isolirte Basis h5 angebracht, deren röhrenförmiger Ansatz
in dem Globushalter he steckt; an letzterem ist der Globus Hs durch Mutter h7
zwischen den Metallringen hs ft9 festgehalten;
diese Theile schliefsen den Globus fest an den Halter he an; da aber die Metallringe durch
ihre geschweifte Form elastisch sind, so pressen sie das Glas ohne Gefahr des Bruches an.
Globus und Halter können nach unten zu von der Lampe entfernt werden und durch hakenförmige Bajonnetverschlüsse, von denen
einer vom Globushalter nach oben stehend bei hw angedeutet ist, eingesetzt und gehalten
werden. Der Verschlufs h10 geht durch eine
Nuth am Rande der Basis h5 und hängt sich
durch theilweise Drehung des Globushalters über den Rand von \v". Die Hülse ka ist mit
ihrem oberen Rande an der Platte A2 befestigt und umschliefst das obere Ende der
Schiebehülse k7, die durch Flaritschen k8 deckeiförmig gestaltet ist und sich über die obere
Fläche des Glasglobus erstreckt. Dieser Deckel kann nach oben geschoben werden, damit man
zu den Elektroden und deren Haltern gelangen kann. Die Tragstangen Hi H7 gehen
durch Löcher in den Flantschen k% hindurch.
Die Vorrichtung, durch welche die Hausund Strafsenleiter getrennt und zusammen verbunden
werden, ist in Fig. 3 dargestellt.
68 ist ein kreisförmiger Umschalter, der mit der Hand gedreht werden kann und der mit
segmentförmigen Leitplatten 70, 71 versehen ist. Diese Platten verbinden in der in Fig. 3
dargestellten Stellung die Hauptleiter H12 in
der Strafse mit den Zweigleitungen Hu im Hause; wird nun der Umschalter um 900 gedreht,
so wird die ' Hausleitung ,unterbrochen und die Strafsenleitung zu einer continuirlichen
gemacht, indem die Enden der letzteren durch eine der Segmentplatten 70 unter einander
verbunden werden.
Da die Länge der Platten gröfser ist als die Entfernung der Conductoren von einander, so
wird an keiner Stelle der Umdrehung des Umschalters die Hauptleitung unterbrochen. Die
Feder mit der Rolle und die eingekerbte Achse markiren die Stellen, an welchen der Umschalter
bei der Drehung angehalten werden mufs. Die Enden der Conductoren i712 Hu
sind an die Metallklötze H15 H16 angeschlossen,
und stehen von letzteren die metallenen Federn ab, die sich an die Segmentplatten 70
und 71 anlegen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Stelle der durch das Haupt-Patent geschützten Anordnung der schwingenden Platte M nebst Feder M'2 neben den Magneten D zum Ausschalten bezw. Kurzschliefsen der Lampe bei dauernd zu grofser Entfernung der Kohlen von einander die Anwendung eines Stromumschalters, durch welchen ein Stromkreis mit geringem Widerstände hergestellt wird, wenn der Stromkreis durch die Elektroden · unterbrochen wird, bestehend aus dem Riegel 52, den Contactstücken 50 und 51, dem Elektromagneten 55 nebst Anker 57 und den Contactstücken 58 und 59, sowie die Anordnung eines Elektromagneten 60 und Hammers 66, um die leitende Verbindung zwischen den Contacten 58 und 59 zu unterbrechen und die Lampe in ihrer Normalverfassung wieder herzustellen, sobald die Elektroden zusammenkommen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29815T | 1883-06-10 | ||
| DE30259T | 1883-12-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30259C true DE30259C (de) | 1885-02-06 |
Family
ID=306393
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188330259D Expired DE30259C (de) | 1883-06-10 | 1883-12-07 | Neuerungen an elektrischen bogenlampen und deren stromkreisverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30259C (de) |
-
1883
- 1883-12-07 DE DE188330259D patent/DE30259C/de not_active Expired
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