DE3024489C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum portionsweisen
Abfüllen von flüssigem oder pastösem Füllgut in Behältnisse
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine bekannte Vorrichtung dieser Art (DE-OS 24 38 796) dient
zum Abfüllen flüssigen bzw. fließfähigen oder pastösen Füllgutes
vor allem der Lebensmittelindustrie sowie der chemischen und
pharmazeutischen Industrie und gewährleistet, daß der Dosier-
und Abfüllvorgang unter schonender Behandlung des Füllgutes
zur Vermeidung von Entmischungen durchführbar ist, dabei
zugleich ein hohes Maß an Dosiergenauigkeit erreicht wird und
Infektionen des Füllgutes weitgehend ausgeschlossen sind. Bei
der bekannten Vorrichtung sind zur Betätigung des von den beiden
Kolbenteilen gebildeten Ventils eine mit dem einen Kolbenteil
verbundene Kolbenstange und ein mit dem anderen Kolbenteil
verbundenes Steuerrohr in axialer Richtung relativ zueinander
bewegbar, indem beispielsweise das Steuerrohr zum Verschluß
und zur Freigabe der von Durchbrüchen im kolbenstangenseitigen
Kolbenteil gebildeten Übergangsöffnung für das Füllgut gegenüber
der Kolbenstange in axialer Richtung bewegt wird. Die jeweilige
gegenseitige Relativstellung von Kolbenstange und Steuerrohr
wird dabei durch eine geeignete Betätigungsvorrichtung herbeige
führt. Die mittels der Betätigungsvorrichtung herbeigeführten
relativen Verstellbewegungen von Kolbenstange und Steuerrohr
zum Öffnen und Schließen des Ventils wirken sich aufgrund der
solchen Betätigungs- und Bewegungsübertragungseinrichtungen
anhaftenden Eigenträgheit ungünstig auf die Geschwindigkeit
aus, mit der der Öffnungs- und Schließvorgang durchgeführt
werden kann, und können außerdem die Einhaltung hygienischer
Füllgutbedingungen aufgrund etwa vorhandener, nicht leicht
von Füllgutresten zu säubernder Nester erschweren.
Bei Dosiervorrichtungen sind zur Abgabe bestimmter Flüssig
keitsmengen Einwegventile in Verbindung mit Dosierkolben
grundsätzlich bekannt (GB-PS 13 07 110). Ferner sind federbe
lastete Rückschlagventile in Verbindung mit kolbengesteuerten
Dosiervorrichtungen bekannt (US-PS 36 93 640), wobei jedoch
in diesem bekannten Fall die Rückschlagventile als gesonderte
Einheiten in ihren eigenen Rohrkörpern außerhalb der Dosier
kammer, in der der Kolben arbeitet, ausgebildet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs angegebenen Art in der Weise zu verbessern, daß
unter Erhalt hygienischer Füllgutbedingungen mit einfachen
Mitteln die Arbeitsgeschwindigkeit des Dosier- und Abfüllvor
gangs erhöht werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Dadurch, daß das vom Kolben
gebildete Ventil als lediglich in Abhängigkeit von der
Kolbenbewegung selbsttätig öffnendes und schließendes,
federbelastete Rückschlagventil ausgebildet ist, ist
mit einfachen Mitteln die Möglichkeit einer Erhöhung der
Arbeitsgeschwindigkeit beim Dosier- und Abfüllvorgang
gegeben, da mit ihrer Eigenträgheit behaftete Betätigungs-
und Bewegungsübertragungseinrichtungen für die Öffnungs-
und Schließbewegung des vom Kolben gebildeten Ventils
entfallen und der Fortfall solcher Betätigungs- und Über
tragungsmechanismen zugleich der Einhaltung eines Höchst
maßes an Hygiene förderlich ist, da mit ihnen anderen
falls vorhandene, nur schwer von Füllgutresten zu säubernde
Nester entfallen, die für Infektionen des Füllgutes ur
sächlich sein können.
Durch eine Ausgestaltung des Absperrventils des Ausflusses
entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 6 kann die Arbeits
geschwindigkeit unter Erhalt einer hygienischen Behandlung
des Füllgutes auf einfache Weise weiter verbessert werden,
indem im Ausflußbereich mechanisch betätigte Absperr
ventile wie Dreh- und Flachschieber vermieden sind. Auch
in diesem Bereich entfallen damit von Füllgutresten nur
schwer zu säubernde Nester bei einer denkbar einfachen
Ausgestaltung.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den weiteren Ansprüchen und der nachstehenden Be
schreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der ein
Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung veran
schaulicht ist. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 und 2 je einen Vertikalschnitt durch eine
Abfüllvorrichtung nach der Erfindung
in unterschiedlichen Betriebsstel
lungen.
In dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spiel ist der untere Endbereich eines trogförmigen Vor
ratsbehälters 1 für flüssiges oder pastöses Füllgut er
sichtlich, der auf einer Tragplatte 2 abgestützt, z. B.
mit dieser verschweißt ist. Die Tragplatte 2 bildet zu
gleich den Behälterboden, der mit einer Austrittsöffnung
3 für das Füllgut versehen ist. In die Austrittsöffnung
3 greift ein Rohrkörper 4 ein, der mit einem, bei dem
dargestellten Beispiel angeschweißten, Ringflansch 5 ver
sehen ist, mit dem er bei 6 mit der Tragplatte 2 des Vor
ratsbehälters 1 verschraubt ist. Der Rohrkörper 4 um
grenzt eine Dosierkammer 7 für das Füllgut, die über die
Austrittsöffnung 3 in offener Verbindung mit dem Vor
ratsbehälter 1 steht.
An seinem unteren Ende ist der Rohrkörper 4 ebenfalls mit
einem, bei dem dargestellten Beispiel angeschweißten, Ring
flansch 8 versehen, der mittels bei 9 angedeuteter Ver
schraubungen den Rohrkörper 4 über eine zwischengelegte
Ringdichtung 10 mit einem Gehäuse 11 eines als Ganzes mit
12 bezeichneten Ausflusses mit einem Absperrventil 13 und
einem an das Gehäuse bei 14 angeschlossenen Ausflußmund
stück 15 verbindet.
In der Dosierkammer 7 ist ein Kolben 16 axial auf- und ab
bewegbar geführt, der an seinem Umfang mit einer Ring
dichtung 17 versehen ist, die mit der Dosierkammerwand
bzw. der Innenwand des Rohrkörpers 4 als Gleitdichtung
zusammenwirkt. Der Kolben 16 ist von zwei Teilen 18 und
19 gebildet, von denen der Kolbenteil 18 dem Vorrats
behälter 1 und der Kolbenteil 19 dem Ausfluß 12 zuge
wandt ist. Der die Ringdichtung 17 tragende Kolbenteil 18
entspricht in seinen Querschnittsabmessungen dem Quer
schnitt der Dosierkammer 7 und besitzt innerhalb seines
Umfangs einen axialen Durchlaß 20 als Übergangsöffnung
zwischen zwei Räumen 21 und 22, in die der Kolben 16 die
Dosierkammer 7 unterteilt. Der Durchlaß 20 ist mittels
des zweiten Kolbenteils 19 versperr- oder freigebbar,
indem dieser in einer über schmale Stege od. dgl. Ver
bindungsglieder 23 mit dem umfangsseitigen Bereich des
Kolbenteils 18 verbundenen mittleren Führungshülse 24 zur
Ausübung einer axialen Relativbewegung gegenüber dem
Kolbenteil 18 axial auf- und abverschiebbar geführt ist.
Dabei ist zwischen der Führungshülse 24 und einem bei dem
dargstellten Beispiel von einer Schraube gebildeten
Führungsglied 25 des Kolbenteils 19 eine Rückholfeder 26
gespannt. Neben seinem stiftförmigen Führungsglied 25 mit
endseitiger Abstützschulter für die Rückholfeder 26 um
faßt der Kolbenteil 19 eine mit dem Führungsglied 25
fest verbundene Ventilplatte 27, während der Kolben
teil 18 bei 28 einen Ventilsitz für die Ventilplatte 27
bildet.
Für seine axiale Auf- und Abwärtsbewegung in der Dosier
kammer 7 ist der Kolben 16 mit einer stangenförmigen
Betätigungsvorrichtung 29 versehen, die an ihrem kolben
seitigen Ende mittels einer stabförmige Stützglieder 30
umfassenden Stützvorrichtung 31 am Kolbenteil 18 be
festigt ist. Ferner ist die Betätigungsstange 29 durch
die Austrittsöffnung 3 des Vorratsbehälters 1 zentrisch
hindurchgeführt und in nicht näher dargestellter Weise
mit einer geeigneten mechanischen, pneumatischen oder
hydraulischen Betätigungs- bzw. Hub- und Senkvor
richtung für den Kolben 16 verbunden.
Das Absperrventil 13 des Ausflusses 12 umfaßt eine
Ventilplatte 32 und einen in einem Eingangskanal 33 des
Ausflusses 12 axial auf- und abwärtsbeweglich ge
führten stegförmigen Führungsteil 34, der bei dem darge
stellten Beispiel vier rechtwinklig zueinander angeordnete
Einzelstege 35 umfaßt. Der Eingangskanal 33 des Ausflußge
häuses 11 mündet in einen Durchflußkanal 36 erweiterten
Durchmesser aus, wobei der Übergangsbereich zwischen
Eingangs- und Durchflußkanal von einer waagerechten Ring
schulter 37 des Ausflußgehäuses 11 gebildet ist, die
einen Ventilsitz für die Ventilplatte 32 des Absperr
ventils 13 bildet.
Die Ventilplatte 32 ist an ihrem dem Ausflußmundstück 15
zugewandten Ende mit einem Ende einer Rückholfeder 38 ver
bunden, deren anderes Ende an einem gehäuseseitigen
Federstützring 39 befestigt ist, der mit einer Bajonett
schlitzanordnung für eine bei 40 angedeutete lösbare Ver
riegelung mit dem Ausflußgehäuse 11 im Durchflußkanal 36
versehen ist. Der Federstützring 39 ist von zwei kon
zentrischen Ringwänden 41 und 42 gebildet, die unter
seitig durch eine aus dünnen Querstäbchen od. dgl. Ver
bindungsgliedern bestehende Bodenwand 43 miteinander
verbunden sind, an der die Rückholfeder 38 befestigt
ist.
Die lösbaren Verbindungen erleichtern eine Reinigung und
ein Auswechseln der Teile. So kann z. B. bei einem Lösen
der Verschraubungen 9 und einer Abnahme des Ausflußge
häuses 11 vom Rohrkörper 4 der Kolben 16 insgesamt nach
unten aus der Dosierkammer 7 herausbewegbar sein, wie es
z. B. für eine Erneuerung der Ringdichtung 17 erforderlich
sein kann.
Der Kolben 16, der die Dosierkammer 7 in die beiden
Räume 21 und 22 unterteilt, deren Volumen sich bei der
Kolbenbewegung entsprechend ändert, bildet zugleich ein
lediglich in Abhängigkeit von seiner Aufwärts- und Ab
wärtsbewegung selbsttätig öffnendes und schließendes,
federbelastetes Rückschlagventil, dessen axiale Über
gangsöffnung 20 zwischen den beiden Dosierkammerräumen
21 und 22 normalerweise verschlossen ist, jedoch bei
seiner Aufwärtsbewegung, die unter Hindurchbewegung durch
das durch die Öffnung 3 nachgeströmte Füllgut in der
Dosierkammer 7 erfolgt, freigegeben wird.
In Fig. 1 ist der Kolben 16 in einem Zustand dargestellt,
in dem die Übergangsöffnung 20 zwischen den beiden Dosier
kammerräumen 21 und 22 durch Anlage der Ventilplatte 27
des Kolbenteils 19 an dem Ventilsitz 28 des Kolbenteils
18 abdichtend verschlossen ist. Entsprechend dem Pfeil 44
wird hierbei über die stangenförmige Betätigungsvor
richtung 29 ein nach unten gerichteter Ausschubdruck auf
den Kolben 16 ausgeübt, bei dem die Kolbenteile 18 und
19 in der in Fig. 1 gezeigten festen gegenseitigen Zu
ordnung gehalten sind. Bei der resultierenden Abwärts
bewegung des Kolbens drückt das in dem Dosierkammerraum
22 enthaltene Füllgut die Ventilplatte 32 des Absperr
ventils 13 des Ausflusses 12 von ihrem Ventilsitz 37
unter Komprimierung der Rückholfeder 38 ab, wobei die
Ventilplatte 32 von ihrem Sitz 37 soweit nach unten be
wegt wird, daß einerseits Füllgut aus dem Eingangs
kanal 33 zwischen den Führungsstegen 35 in den Durch
flußkanal 36 gelangen kann, andererseits aber die oberen
Endbereiche der Führungsstege 35 noch innerhalb des Ein
gangskanals 33 zur Aufrechterhaltung ihrer Führungseigen
schaften gehalten sind. Das Füllgut gelangt damit in das
Ausflußmundstück 15 und wird sodann an einen oben offenen
Behälter 45 abgegeben. Das Mundstück 15 befindet sich
hierbei ortsfest in kurzem Abstand oberhalb des oberen
Behältnisrandes 46. Bei 47 ist der Füllstand angedeutet,
bis zu dem das Behältnis 45 normalerweise mit dem Füll
gut gefüllt wird.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausschubzustand des
Kolbens 16 und während dessen Ausschubbewegung in
Richtung auf den Boden des Dosierkammerraums 22 kann
gleichzeitig durch die Austrittsöffnung 3 des Vorrats
behälters 1 Füllgut zwanglos aus diesem in den Dosier
kammerraum 21 bis zum Kolben 16 strömen. Die Aus
schubbewegung des Kolbens 16 ist beendet, wenn dieser
mit seinem unteren Kolbenteil 19 den unteren Endbe
reich der Dosierkammer 7 erreicht. Daraufhin wird die
Druckbelastung auf den Kolben 16 entsprechend dem
Pfeil 44 bzw. der Überdruck im Dosierkammerraum 22
aufgehoben und dem Kolben 16 über die Betätigungsvor
richtung 29 eine Zugkraft bzw. Aufwärtsbewegung ent
sprechend dem Pfeil 48 (Fig. 2) vermittelt, womit gleich
zeitig an den Dosierkammerraum 22 ein Unterdruck gelegt
wird. Hierauf entspannt sich die Rückholfeder 38 und be
wegt die Ventilplatte 32 des Absperrventils 13 in ab
dichtende Anlage auf ihren gehäuseseitigen Ventilsitz 37,
womit der Eingangskanal 33 des Ausflusses 12 versperrt
ist. Das Absperrventil 13 bildet demnach eine bei einer
Abwärtsbewegung des Kolbens 16 unter dem Druck des Füll
gutes selbsttätig öffnendes und bei einer Aufwärtsbe
wegung des Kolbens 16 selbsttätig schließendes, feder
belastetes Rückschlagventil.
Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens 16 durch das nachge
strömte Füllgut tritt ferner eine axiale Relativbewegung
des Kolbenteils 19 gegenüber dem Kolbenteil 18 in der
Weise ein, daß die Ventilplatte 27 unter Komprimierung
der Rückholfeder 26 von ihrem Ventilsitz 28 nach unten
bewegt wird, wodurch der axiale Durchlaß 20 freigegeben
wird, durch den das in den Dosierkammerraum 21 bereits
eingeströmte Füllgut nun in den Raum 22 bis zum Dosier
kammerboden bzw. zu der in Schließstellung befindlichen
Ventilplatte 32 des Absperrventils 13 gelangen kann. In
diesem, in Fig. 2 veranschaulichten Betriebszustand wird
der Kolben 16 mittels der Betätigungsvorrichtung 29 nach
oben durch das Füllgut bewegt, wobei die Kolbenteile 18
und 19 die in Fig. 2 gezeigte gegenseitige Zuordnung ein
halten.
Bei Erreichen einer oberen Endstellung in der Dosier
kammer 7, die entsprechend der zu dosierenden Füllgut
mengen voreingestellt und in nicht näher dargestellter
Weise zum Dosieren verschiedener Füllgutmengen veränder
bar ist, wird die Aufwärtsbewegung des Kolbens 16 ent
sprechend dem Pfeil 48 beendet und diesem statt dessen
die Druckbelastung und Abwärtsbewegung entsprechend dem
Pfeil 44 (Fig. 1) vermittelt.
Bei Aufhebung des Zuges entsprechend dem Pfeil 48 ent
spannt sich die Rückholfeder 26 und führt die Ventil
platte 27 des Kolbenteils 19 auf den Ventilsitz 28 des
Kolbenteils 18 zum Versperren des axialen Kolbendurch
lasses 20 zurück. Der Kolben 16 befindet sich sodann in
einer Stellung und in einem Zustand entsprechend der
Darstellung in Fig. 1, in dem er für einen neuen Aus
schubhub bereit ist, um in der beschriebenen Weise das
im Dosierkammerraum 22 bemessene Füllgut unter Druck durch
das sich dabei selbsttätig öffnende Absperrventil 13 des
Ausflusses 12 in ein Behältnis 45 unter gleichzeitigem
Nachströmen von Füllgut in den Raum 21 auszuschieben.
Es versteht sich, daß entsprechend den Abmessungen des
Vorratsbehälters 1 auch mehrere, je eine Dosierkammer um
grenzende Rohrkörper 4 mit Kolben 16 und Ausfluß 12
an den Vorratsbehälter 1 angeschlossen sein können.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum portionsweisen Abfüllen von flüssigem oder
pastösem Füllgut in Behältnisse, mit einem Vorratsbehälter
für Füllgut, einer einen Kolben und eine Dosierkammer auf
weisenden Dosiereinrichtung und mit einem ein Absperrventil
umfassenden Ausfluß für die Abgabe abgemessener Füllgutmengen
an ein Behältnis, wobei der Kolben die Dosierkammer in zwei
Räume mit bei seiner Relativbewegung sich änderndem Volumen
teilt, von denen der eine Raum mit dem Vorratsbehälter für
Füllgut und der andere mit dem Ausfluß in Verbindung steht,
wobei die Dosierkammer von einem aus dem unteren Bereich des
Vorratsbehälters ausmündenden, mit diesem in offener Verbindung
stehenden Rohrkörper gebildet ist, und wobei der Kolben
zweiteilig ausgebildet sowie in der Dosierkammer axial auf
und ab verschiebbar geführt ist und mittels seiner beiden,
in axialer Richtung relativ zueinander bewegbaren Kolbenteile
ein durch das Füllgut in der Dosierkammer hindurchbewegliches
Ventil bildet, das im Zusammenspiel mit der Aufwärts- und Ab
wärtsbewegung des Kolbens eine zwischen den beiden Räumen der
Dosierkammer belassene Übergangsöffnung für das Füllgut
normalerweise verschließt, jedoch bei seiner Aufwärtsbewegung
freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Kolben (16) ge
bildete Ventil als ein lediglich in Abhängigkeit von der Auf
wärts- und Abwärtsbewegung des Kolbens selbsttätig öffnendes
und schließendes, federbelastetes Rückschlagventil ausgebildet
ist, bei dem der zweite Kolbenteil (19) für seine axiale
Relativbewegung gegenüber dem ersten Kolbenteil (18) in diesem
axial auf- und abverschiebbar geführt und zwischen den ersten
und den zweiten Kolbenteil eine Rückholfeder (26) gespannt
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Kolbenteil (18) innerhalb seines Umfangs einen mittels
des zweiten Kolbenteils (19) versperr- oder freigebbaren axialen
Durchlaß (20) als Übergangsöffnung zwischen den beiden Räumen
(21, 22) der Dosierkammer (7) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Kolbenteil (18) mit einer stangen
förmigen Betätigungsvorrichtung (29) für die axiale Auf
wärts- und Abwärtsbewegung des Kolbens (16) versehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Kolbenteil (18)
eine ein axiales Führungsglied (25) des zweiten Kolben
teils (19) aufnehmende zentrale Führungshülse (24) um
faßt, die über schmale Stege od. dgl. den axialen Durch
laß (20) mit gegenseitigem Winkelabstand durchsetzende
Verbindungsglieder (23) mit dem äußeren Umfangsrandbe
reich des ersten Kolbenteils (18) verbunden ist, der
einen Ventilsitz (28) für eine Ventilplatte (27) des
zweiten Kolbenteils (19) bildet.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausfluß (12) mit seinem
Absperrventil (13) ein Gehäuse (11) umfaßt, das lösbar
am unteren Ende der den Kolben (16) enthaltenden Dosier
kammer (7) befestigt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (13) des
Ausflusses (12) seinerseits als bei einer Abwärtsbewegung
des Kolbens (16) unter dem Druck des Füllgutes selbst
tätig öffnendes und bei einer Aufwärtsbewegung des Kolbens
(16) selbsttätig schließendes, federbelastetes Rück
schlagventil ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Absperrventil (13) eine Ventilplatte (32)
und einen in einem Eingangskanal (33) des Ausflusses (12)
axial auf- und abwärts beweglich geführten, stegförmigen
Führungsteil (34) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Eingangskanal (33) in einen Durchfluß
kanal (36) erweiterten Durchmessers ausmündet und der
Übergangsbereich zwischen Eingangs- und Durchflußkanal
von einer waagerechten Ringschulter (37) des Ausfluß
gehäuses (11) gebildet ist, die einen Ventilsitz für die
Ventilplatte (32) des Absperrventils (13) bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventilplatte (32) mit einem Ende
einer Rückholfeder (38) verbunden ist, deren anderes
Ende an einem gehäuseseitigen Federstützring (39) be
festigt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Federstützring (39) mit einer Bajonett
schlitzanordnung für eine lösbare Verriegelung (40) mit
dem Ausflußgehäuse (11) im Durchflußkanal (36) versehen
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Federstützring (39) von zwei kon
zentrischen Ringwänden (41, 42) gebildet ist, die unter
seitig durch eine aus dünnen Querstäbchen od. dgl. Ver
bindungsgliedern bestehende Bodenwand (43) miteinander
verbunden sind, an der die Rückholfeder (38) befestigt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803024489 DE3024489A1 (de) | 1980-06-28 | 1980-06-28 | Vorrichtung zum portionsweisen abfuellen von fluessigen oder pastoesem fuellgut in behaeltnisse |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803024489 DE3024489A1 (de) | 1980-06-28 | 1980-06-28 | Vorrichtung zum portionsweisen abfuellen von fluessigen oder pastoesem fuellgut in behaeltnisse |
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| DE3024489A1 DE3024489A1 (de) | 1982-01-21 |
| DE3024489C2 true DE3024489C2 (de) | 1989-06-29 |
Family
ID=6105848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803024489 Granted DE3024489A1 (de) | 1980-06-28 | 1980-06-28 | Vorrichtung zum portionsweisen abfuellen von fluessigen oder pastoesem fuellgut in behaeltnisse |
Country Status (1)
| Country | Link |
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1980
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