DE302061C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01M1/00—Testing static or dynamic balance of machines or structures
- G01M1/02—Details of balancing machines or devices
- G01M1/04—Adaptation of bearing support assemblies for receiving the body to be tested
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Testing Of Balance (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisherigen dynamischen Auswuchtmaschinen, die nach Art eines physikalischen
Pendels so konstruiert sind, daß die Prüfkörperachse pendelnd aufgehängt ist, wodurch
das eine Lager sich um eine senkrecht zur Schwingungsebene stehende Achse drehen kann,
während das andere Lager frei schwingen kann, wird zur Vermeidung von Reibungswiderständen
das sogenannte »Schwinglager« an eine
ίο Blattfeder gehängt. Durch diese Art der Aufhängung
befindet sich der Prüfkörper im stabilen Gleichgewicht, denn sein Schwerpunkt liegt unterhalb des Aufhängepunktes. So
empfindlich diese Konstruktion auch sein mag, die eben geschilderte Art der stabilen Aufhängung
vermag nicht ganz geringe Wuchtmassen — Unbalancen — aufzudecken. Betrachtet
man die Vorrichtung als ein physikalisches Pendel und stellt sich vor, daß die Masse desselben um den Winkel φ aus der
Null-Lage ausgelenkt ist, so läßt sich, wie die Theorie des stabil aufgehängten Pendels lehrt,
die Erdkraft in zwei Komponenten zerlegen, von denen die eine in die Ebene der Tangente
des Fadens, hier der gebogenen Feder, fällt, während die andere normal hierzu in die
Richtung der Tangente an die Bahnlinie zu liegen kommt. Die erste Komponente hat
keinen Einfluß auf den Auswuchtprözeß, dagegen beeinflußt die zweite Komponente den
Empfindlichkeitsgrad der Vorrichtung. Für jede Lage der schwingenden Masse des Pendels
wird diese zweite Komponente nach dem Nullpunkt der Bahnlinie hin gerichtet sein, sie
wird also immer den Ausschlag zu verkleinern suchen.
Ferner hat Theorie und Praxis gezeigt (vgl. Hey mann: »Schwingungsvorgänge beim Auswuchten
raschumlaufender Massen nach dem System Lawaczeck«), daß der Schwingungsprozeß des Prüfkörpers zwecks Auswuchtens
während des Auslaufs vorgenommen werden muß, weil man einmal die immer auftretenden
Störungen des Antriebes ausschalten muß und weil andererseits eine vorhandene Unbalanc
eine Einstellung der Vorrichtung auf konstante Drehzahlen nicht zuläßt. Aus dieser Erkenntnis
ergab sich die praktische Forderung, den Prüfkörper über die Resonanz-Drehzahl der Vorrichtung
zu treiben, ehe man ihn vom Antrieb abschaltet. Diese Maßnahme zeitigt bei allen
vorhandenen Auswuchtmaschinen den Nachteil, daß die Antriebsmaschine die Schwingungsarbeit, welche namentlich im Resonanzgebiet
sehr groß werden kann, mit aufbringen muß. Bei Körpern mit an und für sich großem
Dämpfungswiderstand und außerdem mit großen Unbalancen kann diese zusätzlich aufzubringende
Schwingungsarbeit ein Vielfaches der sogenannten Leerlaufsarbeit sein, welche der
ortsfest eingebaute Prüfkörper benötigt. Schließlich haben die seitherigen Vorrichtungen mit
pendelnder Aufhängung der Schwingungsachse den Nachteil, daß einmal den elastischen Deformationen
und zum andern den durch die Konstruktion bedingten Klemmungen infolge einer nur angenäherten Geradführung des Prüfkörpers
keine Rechnung getragen ist. Unter
diesem Übelstand hat namentlich das »Schwinglager« zu leiden, weil auf der einen Seite der
Prüfkörperzapfen versucht, dasselbe auf einem Kreise um die Achse des Drehlagers zu führen,
während andererseits die Federung eine zweite Bahnlinie einzuschlagen bemüht ist. Die entstandenen
Klemmungen werden dann weiterhin erhöht, weil außerdem die Prüfkörperwelle
bemüht ist, sich in die elastische Linie einzustellen.
Diese Ubelstände werden durch die Auswuchtvorrichtung
gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß man statt der stabilen die
labile Aufhängung wählt, derart, daß die Einspannstelle der Blattfeder unterhalb des Schwerpunktes
liegt. Wird jetzt das Pendel infolge vorhandener Unbalanc aus seiner Ruhelage ausgelenkt, so sucht diejenige Erdkraft-Komponente,
welche in die Tangente an die Bahnlinie fällt, den Ausschlag nicht mehr zu verkleinern,
sondern zu vergrößern. Für. jede Lage der schwingenden Masse zeigt diese Kraft immer von der Null-Lage ab. Eine bestimmte
Wuchtmasse wird also bei dieser Aufhängung einen größeren Ausschlag hervorrufen als bei
der früheren, infolgedessen wird man feinere Unbalanc-Abstufungen erkennen können. Allgemein
gesprochen wird das Auswuchtverfahren deutlicher, der Genauigkeitsgrad somit größer.
Die weiteren, eingangs erwähnten Nachteile der ■ Arbeitsvergeudung und der Lagerklemmungen
lassen sich mittels einer besonderen Lagerkonstruktion vermeiden. Beide Lager bestehen
aus einem eigentlichen Innenlager, welches zur Lagerung des Prüfkörperzapfens dient, und aus
einem Außenlager, welches fest auf die vertikal gestellte Feder aufmontiert ist. Durch Festbremsen
des Außenlagers ist es somit einmal leicht möglich, ein Drehlager herzustellen, andererseits
kann man durch Festbremsen beider Lager das Eigenschwingungsvermögen der Vorrichtung
ausschalten, wodurch die Antriebsmaschine nur diejenige Arbeit aufzubringen
hat, welche als sogenannte-Leerlaufsarbeit bei ortsfest eingebautem Prüfkörper und bei gleir
chen Drehzahlen aufgebracht werden muß. Diese Zweiteilung der Lager ermöglicht ferner,
daß das Innenlager zwangläufig mit dem Prüfkörper, das Außenlager zwangläufig mit der
Federung schwingt, wobei sich außerdem die Prüfkörperwelle ohne weiteres in die elastische
Linie einstellen kann. Diese Unterteilung der Austauschlager kann man dadurch erreichen,
daß man entweder die vollkommene kardanisehe Aufhängung mittels dreier Ringe wählt,
oder daß man zwei von' diesen Ringen durch einen Kugelkörper ersetzt.
Eine der möglichen Ausführungsformen obiger Erfindung soll an Hand der Zeichnung
erläutert werden, auf der Fig. 1. einen Längsschnitt
durch die Maschine, Fig. 2 einen Querschnitt durch eins der Lager darstellen soll.
In der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2, in
der beispielsweise der auszuwuchtende Körper wagerecht angeordnet sein möge, ruht der
Prüfkörper α mit seinen beiden Lagern b und O1, die mit je zwei Kugelflächen d und ^1
bzw. d2 und d3 versehen sind, in zwei ringförmigen
Gehäusen f und fu die auf einer
Blattfeder g und gj aufmontiert sind. Die Blattfedern g und ^1 sind am unteren Ende
in starke Spannfutter h und Ji1 eingespannt.
Die Gehäuse f und ft sind mit zwei Sitzflächen
i und I1 bzw. i3- und it versehen, auf
die sich zwei Preßbacken A und A1 bzw. A2
und A3 aufsetzen. Die Zeit, die zum Lösen der Preßbacken nötig ist, muß kleiner sein
als die Zeit einer vollen Schwingung des Prüfkörpers; zur Rückführung der die Preßbacken
tragenden Spindeln I und I1 bzw. I2 und Z3
verwendet man deshalb zweckmäßig Spiralfedern m und W1 bzw. W2 und m3.
Claims (9)
1. Auswuchtvorrichtung zum Auswuchten von umlaufenden Körpern beliebiger
Gestalt, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweilige Prüfkörper im labilen Gleichgewicht
aufgehängt ist, so daß er um eine feste Achse schwingen kann.
2. Auswuchtvorrichtung zum Auswuchten von umlaufenden Körpern beliebiger
Gestalt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß · zwei Blattfedern (g, gx) verwendet
werden, von denen jede durch Bremsvorrichtung (A, A1 bzw. A2, A3) ausgeschaltet
werden kann.
3. Auswuchtvorrichtung zum Auswuchten von umlaufenden Körpern beliebiger
Gestalt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit Rücksicht auf
elastische Durchbiegungen und durch die Konstruktion bedingte Klemmungen die Lager des Apparates aus zwei oder mehreren
Teilen (b, d, f) bestehen, so daß eine Relativbewegung des inneren, eigentlichen
Lagers gegenüber dem äußeren Gehäuse ermöglicht wird.
4. Auswuchtvorrichtung zum Auswuchten von umlaufenden Körpern beliebiger "»
Gestalt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch ■ gekennzeichnet, daß die Lagergehäuse durch
Einschaltung einer Bremsvorrichtung (A, A1 ,
bzw.
A2, A3) beim Anlaufen des Prüfkörpers
festgehalten werden, so daß das Eigen-Schwingungsvermögen der Maschine während
des Anlaufes des Prüfkörpers ausgeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 302061 KLASSE 42 c GRUPPE 42
Das Patent 302061 ist durch rechtskräftige Entscheidung des Reichspatentamts vom
9. März 1923 dadurch teilweise für nichtig erklärt, daß in dem Patentanspruch ι vor
»aufgehängt« eingeschaltet wird: »mittels Blattfeder«.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE302061C true DE302061C (de) |
Family
ID=555888
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT302061D Active DE302061C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE302061C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3132519A (en) * | 1959-04-10 | 1964-05-12 | Schenck Gmbh Carl | Rotor journalling device |
| FR2619214A1 (fr) * | 1987-08-05 | 1989-02-10 | Muller & Cie Ets M | Appareil pour la detection du balourd d'une roue d'automobile en vue de l'equilibrage de celle-ci. |
| WO2006120249A1 (de) * | 2005-05-13 | 2006-11-16 | Schenck Rotec Gmbh | Rotorlagerung für eine auswuchtmaschine |
-
0
- DE DENDAT302061D patent/DE302061C/de active Active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3132519A (en) * | 1959-04-10 | 1964-05-12 | Schenck Gmbh Carl | Rotor journalling device |
| FR2619214A1 (fr) * | 1987-08-05 | 1989-02-10 | Muller & Cie Ets M | Appareil pour la detection du balourd d'une roue d'automobile en vue de l'equilibrage de celle-ci. |
| WO2006120249A1 (de) * | 2005-05-13 | 2006-11-16 | Schenck Rotec Gmbh | Rotorlagerung für eine auswuchtmaschine |
| US7682085B2 (en) | 2005-05-13 | 2010-03-23 | Schenck Rotec Gmbh | Rotor bearing arrangement for a balancing machine |
| RU2411475C2 (ru) * | 2005-05-13 | 2011-02-10 | Шенк Ротец Гмбх | Опора для ротора для балансировочной машины |
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