DE3019592C2 - Vorrichtung zum Bearbeiten von Stahlrohren - Google Patents
Vorrichtung zum Bearbeiten von StahlrohrenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten von noch nicht verschweißten, O-förmigen. dickwandigen
Stahlrohren, mit einem inneren Zylinder, der mittels eines Reduzierantriebes innerhalb eines äußeren
Zylinders axial versehieblieh ist und eine Mehrzahl von
nach innen vorspringenden Keilsegmenten trägt, die über einen Schwalbenschwanz und eine schwalbenfchwanzförmige
Nut je mit einem Reduzier-Schrumpfwerkzeug verschieblich verbunden sind, welches an
einem Anschlag anliegt. Unter dem Begriff »dickwandig« sollen hier Stahlrohre verstanden sein, bei denen
das Verhältnis von Wandstärke zu Außendurchmesser mehr als 2% beträgt.
Die Stahlrohrfertigung nach dem UOE-Verfahren (z.B. DE-OS 27 39 962) stellt bekanntlich eine der
Möglichkeiten zum Produzieren dickwandiger geschweißter Stahlrohre dar. Dieses Verfahren umfaßt im
wesentlichen folgende Schritte, nämlich
1. Kantenbearbeitung der Stahlplatte,
2. Umbiegen der Kanten der Stahlplatte mittels einer Bördelpresse,
3. U-förmige Ausbildung der Stahlplatte durch eine U-Formgebung,
4. Durchführung einer fortschreitenden O-Formgebung an dem U-förmigen Rohr-Rohteil,
5. Anbringung einer Heftschweißung an den Stoßkanten
des O-förmigen Rohrteils,
6. Anbringung einer inneren und einer äußeren Oberflächenschweißung,
7. und Expandierung des Rohres, beispielsweise mittels einer mechanischen Spreizvorrichtung.
Aufgrund seiner Eigenschaften wurde das UOE-Verfahren
zum Herstellen von Stahlrohren mit großem Durchmesser angewendet Tiefsee-Rohrleitungen und
Stahlrohre für Bauzwecke erfordern allerdings eine große Wandstärke und eine hohe Festigkeit und es
ergeben sich schwerwiegende Probleme, wenn nach dem UOE-Verfahren dickwandige Stahlrohre mit
großem Durchmesser hergestellt werden sollen, deren Verhältnis von Wandstärke zu Außendurchmesser mehr
als 2% beträgt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß zwangsläufig eine Spitzenbildung hervorgerufen wird.
Unter Spitzenbildung versteht man eine Abweichung der Stoßkanten gegenüber dem Außendurchmesser,
nämlich einen Abstand <5 nach F i g. 1 (als Vorsprung gegenüber dem regelmäßigen Kreis Q). Die Spitzenbildung
bringt Nachteile mit sich, wie etwa Stabilitätsschwankungen beim Schweißen nach der O-Formgebung,
woraus Fehlstellen in der Schweißnaht resultieren. Außerdem führt die Spitzenbildimg, wenn sie nach dem
Schweißen noch vorhanden ist zu großen Winkelverformungen des Nahtbereiches während der Expansionsbehandiung,
was Dehnrisse mit sich bringen kann. Hinzu kommt, daß selbst im Fertigprodukt die Spannungen auf
den Bereich der Schweißung zentralisiert werden, und zwar durch die Wirkung der inneren Last während der
Verwendung.
Daher sollte bei der Rohrherstellung nach dem UOE-Verfahren diese Spitzenbildung vor dem Schweißen
so weit wie möglich vermindert werden. Zur Beseitigung der Spitzenbildung wird ein Verfahren in
Betracht gezogen, bei dem ein Umbiegen der Kanten mittels einer Bördelpresse erfolgt. Dieses Verfahren ist
jedoch abhängig von dem Biegemoment Mo = F ■ L
zwischen den beiden Punkten Fund Fin F i g. 2. Um eine Biegung in der Nachbarschaft der Kanten (L -» 0)
herbeizuführen, wird die Last F zum Bewirken des konstanten Moments Mo theoretisch unendlich groß.
Daher verbleibt ein Bereich von 1.01 bis 1,5 t (t gleich
Wandstärke) an der Kante der Platte im wesentlichen imbehandelt, nämlich geradlinig.
F i g. 3 stellt die Spitzenbildung nach der O-Formgebung
dar, und zwar unter Umbiegen der Kanten mittels einer Bördelpresse von 1500 Tonnen. Es sei darauf
hingewiesen, daß die Spitzenbildung um so höher wird, je mehr die Wandstärke und die Festigkeit ansteigen
(»X65« und »X42« geben die Güte bzw. den Festigkeitswert des Rohres an). Lediglich eine Bördelpresse
reicht also nicht aus, um die Spitzenbildung zu
vermindern.
Als Verfahren zum Reduzieren der Spitzenbildung wird das Kantenbiegeverfahren aufgegriffen. Bei
diesem Verfahren wird, da die Stahlplatte Druckbeanspruchungen in Umfangsrichtung durch Verpressen
mitteis eines oberen Werkzeugs A und eines unteren Werkzeugs B unterliegt, die Spitzenbildung während
der Druckstufe mehr oder weniger vermindert. Allerdings handelt es sich bei dem Kantenbiegen durch
O-Formgebung um eine Art Beul- oder Knickphänomen gemäß F i g. 4, wobei der Abstand L, der das Moment
zwischen den Angriffspunkten ergibt, klein ist; die Wirksamkeit ist gering. Man benötigt also eine große
Drucklast, um die Spitzenbiidung bei der O-Formgebung
zu vermindern. Um demnach die Spitzenbildung is eines Stahlrohrs mit einej· API-Güte X65, einem
Verhältnis der Wandstärke zum Außendurchmesser von mehr als 5% und mit 12 Meter Rohrlänge zu reduzieren,
ist eine Druckkraft von mehr als 60 000 oder 70 000 Tonnen erforderlich. Eine Vorrichtung zur Erzeugung
einer solchen Druckkraft ist jedoch groß in den Abmaßen und schwierig in der Konstruktion sowie ganz
abgesehen davon äußerst teuer.
Unter dem Gesichtspunkt dieser Schwierigkeiten ermöglicht die eingangs genannte, bekannte Vorrichtung
(DE-OS 26 50 691) ein Verfahren, bei dem das O-förmige Rohr-Rohteil nach der O-Formgebung,
jedoch vor dem Schweißen, über seinem gesamten Umfang durch Stauch-Schrumpfen im Durchmesser
reduziert wird. Dieses Verfahren vermindert den Durchmesser des O-Rohr-Rohteils innerhalb möglicher
Grenzen von der Außenfläche her unter Einsatz der Reduzier-Schrumpfwerkzeuge, und zwar in umgekehrtem
Sinne, betrachtet man die Expansion nach dem Schweißvorgang. Auf diese Weise wird die Nachbarschaft
der Stoßkanten einer Kantenbiegung durch Druckeinwirkung in Umfangsrichtung unterworfen,
wodurch sich die Spitzenbildung vermindert Bei einem solchen Verfahren beträgt die auf einmal reduzierte
Rohrlänge im allgemeinen etwa einen Meter. Im Vergleich zu einem Vorgehen, bei dem auf einmal die
Gesamtlänge reduziert wird, genügt eine geringe Verformungslast.
Da jedoch bei diesem Verfahren das Rohteil lediglich über dem gesamten Umfang durch die das Rohr -»5
umgebenden Reduzier Schrumpfwerkzeuge reduziert wird, unterscheidet sich der Mechanismus zum Vermindern
der Spitzenbildung seinem Wesen nach nicht von den Beul- oder Knickphänomenen bei der O-Formgebung.
Aus diesem Grunde ist das Verfahren nicht ausreichend wirksam im Zusammenhang mit der
Verminderung der Spitzenbildung. Auch muß, wenn es überhaupt zu einer Reduzierung der Spitzenbildung
kommen soll, eine extreme plastische Druckverformung auf das gesamte Rohr ausgeübt werden. Die Folge ist,
daß sich die Festigkeit durch den Bauschinger-Effekt vermindert und daß durch die plastische Deformation
die Zähigkeit abfällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend diskutierte Vorrichtung derart weiterzuentwickeln,
daß die Sporenbildung auf ein Minimum reduziert und sogar wirksam vermieden werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der innere
Zylinder eine axiale Führungsnut zur Aufnahme eines Gleitblocks aufweist der von einem Kantenbearbeitungsantrieb
verschiebl'ch ist und ein nach innen vorspringendes Keilseginent trägt, das über einen
Schwalbenschwanz und eine schwalbenschwanzförmige Nut mit einem an dem Anschlag anliegenden Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
verschieblich verbunden ist; und daß das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
auf seiner dem geschrumpften Rohr angepaßten Kaliberfläche einen nach innen vorspringenden Bereich
trägt, der sich über die gesamte axiale Werkzeuglänge erstreckt
Das Kantenbearbeitung-Schrumpfwerkzeug mit seinem nach innen vorspringenden Bereich ist in der Lage,
die beiden aneinanderstoßenden Kanten des Rohres unter vergleichsweise geringer Krafteinwirkung so weit
nach innen zu drücken, daß sie anschließend in die Idealform zurückfedern. Sodann ist ein problemloses
Verschweißen und Dehnen des Rohres möglich, ohne daß sich im Nahtbereich Schwachstellen bilden.
Die erfindungsgemäße Ausrichtung der Rohrkanten setzt keine starke Verformung der übrigen Rohrbereiche
durch die Reduzier-Schrumpfwerkzeuge voraus. Die Festigkeitseigenschaften des Materials werden also
nicht beeinträchtigt.
Auch läßt sich der Betrieb der erfindungsgemäöen
Vorrichtung ohne weiteres an unterschiedliche Materialien und Wandstärken anpassen.
Schließlich sei hervorgehoben, daß sich die erfindungsg«imäße
Vorrichtung durch eine einfache Konstruktion und eine problemlose Herstellung auszeichnet.
Der von der Kaliberfläche des Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeuges
nach innen vorspringende Bereich kann unterschiedlich gestaltet se:n. Die Patentansprüche
2 bis 4 kennzeichnen besonders vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeiten.
Zur Verbesserung der Anpaßbarkeit der Vorrichtung an unterschiedliche Betriebsbedingungen schlägt der
Patentanspruch 5 vor. die Schrumpfwerkzeuge austauschbar zu machen.
In der folgenden Beschreibung werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung im Zusammenhang
mit Figuren erläutert Es zeigt
F i g. 1 die Spitzenbildung am Stoß des Stahlrohres,
F i g. 2 das Prinzip des Kantenbiegeverfahrens bei der He>
stellung dickwandiger Stahlrohre,
F i g. 3 eine grafische Darstellung für das Verhältnis zwischen der Wandstärke der Platte und dem Betrag
der Spitzenbildung, wenn die O-Formgebung nach dem Kantenbiegeverfahren durchgeführt wiru,
F i g. 4 das Prinzip des Kantenbiegens durch O-Formgebung,
F i g. 5 eine Stauch-Schrumpfvorrichtung nach der
Erfindung,
Fig.6 einen vertikalen Schnitt zur Darstellung des
Reduzier-Schrumpfwerkzeugs der Stauch-Schrumpfvorrichtuug,
und zwar in der Arbeitsstellung.
F i f. 7 einen anderen vertikalen Schnitt, und zwar
durch das Schrumpfwerkzeug 6',
Fig.8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIlI in
Fig. 7,
Fig.9A und 9B Schnitte durch das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
nach der Erfindung,
Fig. 10 in grafis.her Darstellung einen Vergleich der
Reduzierwirkung durch das erfindungsgemäße Stauch-Schrumpfwerkzeug mit dem durch eine bekannte
Stauch-Schrumpfvorrichtung,
Fig. 11 in grafischer Darstellung die Änderungen im
Betrag der Spitzenbildung bei einer Änderung der Verschiebung die uuf die Stoßkanten durch das
Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug der erfindungsgemäßen Stauch-Schrumpfvorrichtung ausgeübt
Die Erfindung soll nun im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Die F i g. 5 bis 8
zeigen eine erfindungsgemäße Stauch-Schrumpfvorrichtung
2 sowie deren Arbeitsbedingungen. Es handelt sich um ein einer O-Formgebung zu unterwerfendes
Rohteil !,dessen Kanten U aneinander zu fügen sind.
Die Stauch-Schrumpfvorrichtung 2 umfaßt einen äußeren Zylinder 3, der an einer nicht gezeigten Basis
befestigt ist, einen innerhalb des äußeren Zylinders angeordneten inneren Zylinder 4 und Schrumpfwerkzeuge
6, 6', die an einer Mehrzahl von Stellen (beispielsweise an zehn bis zwölf Stellen), in Umfangsrichtung
verteilt, von der Innenfläche des Zylinders 4 vorspringen. Geeignete Befestigungsmittel am äußeren
Zylinder 3 od. dgl. sichern eine Mehrzahl von Reduzierzylindern 5, deren Betätigungsstangen an vielen Stellen
auf dem Umfang des rückwärtigen Endes des inneren Zylinders 4 befestigt sind. Letzterer läßt sich in
Axialrichtung innerhalb des äußeren Zylinders 3 durch die Betätigung der Reduzierzylinder 5 verschieben.
Die Schrumpfwerkzeuge 6, 6' sind, wie in F i g. 5 dargestellt, aufeinanderfolgend in bestimmten Abständen
rund um das O-förmige Rohr-Rohteil 1 angeordnet. Von ihnen führt das Schrumpfwerkzeug 6', das auf die
Stoßkanten 11 trifft, das Biegen dieses Abschnittes durch, während die vielen Schrumpfwerkzeuge 6, die
nicht auf die Stoßkanten 11 treffen, der Rohreduzierung
dienen. Eine Kaliberfläche oder Bohrung 65 der Schrumpfwerkzeuge 6 bestimmt eine Krümmung, die an
die Außenkrümmung des O-förmigen Rohr-Rohteils 1
angepaßt ist. Ihre Außenfläche (nämlich die Befestigungsseite bezüglich eines Keilsegments 7) ist in
Längsrichtung abgeschrägt und trägt auf dieser Abschrägung einen Schwalbenschwanz 61. Durch die
Abschrägung verjüngt sich das Schrumpfwerkzeug 6 in rückwärtiger Richtung. Andererseits trägt der innere
Zylinder 4 auf seiner Innenfläche insgesamt oder als einstückige Vorsprünge eine Mehrzahl der Keiisegmente
7. Diese sind auf ihrer Innenfläche (nämlich der Befestigungsseite bezüglich der Schrumpfwerkzeuge 6)
in Längsrichtung abgeschrägt und auf der Schrägfläche
mit einer schwalbenschwanzförmigen Nut 71 versehen. Durch die Abschrägung verdicken sich die Keilsegmente
7 in rückwärtiger Richtung. Jedes Schrumpfwerkzeug 6 wird dadurch im inneren Zylinder 4 gehalten, daß sein
Schwalbenschwanz 61 in eine der schwalbenschwanzförmigen Nuten 71 eingreift. Die Schrumpfwerkzeuge 6
sind auf den vorderen und rückwärtigen Seiten mit Haltern 15 und ;6 versehen, die das O-förmige so
Rohr-Rohteil 1 umgeben. Der frontseitige Halter 16 der Schrumpfwerkzeuge 6 ist auf seiner einen Seite in
Umfangsrichtung mit einem Anschlag 161 versehen, der an den Enden der Schrumpfwerkzeuge 6, 6' angreift.
Wenn also der innere Zylinder mit den Keilsegmenten 7 durch die Wirkung der Reduzierzyiinder 5 bewegt wird,
verschieben sich die am Anschlag 161 anliegenden Schrumpfwerkzeuge 6 bezüglich des inneren Zylinders
4 radial nach innen, und zwar unter der Wirkung der Abschrägung der schwalbenschwanzförmigen Nut 71
und des Schwalbenschwanzes 61.
Andererseits unterscheidet sich das Schrumpfwerkzeug 6', das zum Verbiegen der Stoßkanten 11 des
O-förmigen Rohr-Rohteils an diesen Stoßkanten angreift, hinsichtlich der Form seiner Kaliberfläche oder
Bohrung von den Reduzier-Schrumpfwerkzeugen 6. Auch arbeitet es unabhängig von letzteren. Genauer
gesagt ist das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug 6'. wie in Fig. 9A und 9B gezeigt, mit
<·π;ι-ρ Fremdelement 63 bzw. 631 versehen, welches eine
entgegengerichtete Krümmung (umgrkiwter R) oder
eine geradlinige Fläche aufweist und aus einer regelmäßig gekrümmten Kaliberfläche oder Bohrung 62
vorspringt. Die Anordnung zur Betätigung des Schrumpfwerkzeugs 6' unabhängig von der Betätigung
der anderen Si:hrumpfwerkzeuge 6 ergibt sich aus den
F i g. 7 und 8.
Der innere Zylinder 4 ist zum Teil mit einer in seiner Axialrichtung verlaufenden Führungsnut 41 versehen, in
die ein Gleitblock 9 eingeschoben ist. Letzterer steh" an seiner rückwärtigen Seite mit einer Betätigungsstange
101 eines Kantenbearbeitungs-Zylinders 10 in Verbindung, der über geeignete Befestigungsmittel an den
äußeren Zylinder 3 angeschlossen ist. Auf seiner Innenseite trägt der Gleitblock 9 ein Keilsegment T. Die
Anordnung zur Halterung des Schrumpfwerkzeuges 6' am Keilsegment T ist die gleiche wie im Falle der
Keilsegmente 7 und der Schriimpfuerkzeuge 6.
Demnach ist das Keilsegment T auf seiner Innenfläche in Längsrichtung abgeschrägt sowie in dieser Schrägfläche
mit einer schwalbenschwanzförmigen Nut 7Γ versehen. Das Kantenbearbeitung?-Sdirumpfwerkzeug
6' ist auf seiner Außenfläche in Längsrichtung abgeschrägt und trägt auf dieser Schrägflache ebenfalls
einen Schwalbenschwanz 6Γ. Das Schrunipfwerkzeug
6' wird in einer Stellung gehalten, in dor es in den inneren Zylinder 4 vorspringt, während es mit seinem
Schwalbenschwanz 6Γ in die schwalbenschwanzförmige Nut 7Γ eingreift. Wenn also der Gleitblock 9 und das
Keilsegmen! T durch die Betätigung des Kantenbearbeitungs-Zylinders 10 gegen den Halter 16 bewegt
werden, verspannt sich das Schrumpfwerkzeug 6', das am Anschlag 161 anliegt, in Radialrichtung nach innen
bezüglich des inneren Zylinders 4, und zwar aufgrund der Abschrägung der schwalbenschwanzförmigen Nut
71' und des Schwalbenschwanzes 61'.
Um die Radialstellung des Schrumpfwerkzeuges 6' relativ zum inneren Zylinder 4 in sanfter Art ändern zu
können, schließt sich eine Führungsplatte 12 in Längsrichtung an den Gleitblock 9 an, wobei an
letzterem in Längsrichtung eine weitere Führungsplatte 13 befestigt ist. und zwar mittels eines Bolzens 14. Die
Führungsplatten 12 und 13 gleiten also auf den Flächen der Halter 15 und 16, welche das O-förmige Rohteil 1
umgeben.
Bei der Konstruktion des Fremdelements 63 auf dem Schrumpfwerkzeug 6' sollten folgende Punkte beachtet
werden. Die Höhe t von der Fläche der Bohrunv, 62 aus
und die Breite b des Fremdelementes sollen unter Berücksichtigung der Dicke und der Festigkeit der
Stahlplatte vorzugsweise so bestimmt werden, daß die Stoßkanten 11 die vorbestimmte Krümmung besitzen,
nachdem das Rohr-Rohteil im Anschluß an den Bearbeitungsvorgang zurückgefedert ist. In jedem Falle
setzen sich die Spitze und die beiden Seiten des Fremdeiementes durch sanft gekrümmte Linien fort
Die Schnimpfwerkzeuge 6 und 6' sind an ihren unteren
Enden 64 mit mäßigen Radien R versehen, um Übergänge zwischen den bearbeiteten und den nicht
bearbeiteten Teilen des O-förmigen Rohteils zu vermeiden.
Es soll nun die Arbeitsweise der oben beschriebenen Stauch-Schrumpfvorrichtung 2 im einzelnen erläutert
werden.
Diese erfindungsgemäße Vorrichtung kann zwei Arbeitsvorgänge durchführen, nämlich zum einen die
Durchmesserverminderung des O-förmigen Rohteils durch die Vielzahl der Schrumpfwerkzeuge 6 und zum
anderen die unter Krafteinwirkung erfolgende Umbiegung der StoOkanten durch die Schrumpfwerkzeuge 6'.
Anfänglich soll lediglich auf die Durchmesserverminde- ϊ rung mittels der Schrumpfwerkzeuge 6 Bezug genommen
werden. Das O-förmige Rohr-Rohteil 1, das so weit wie möglich durch eine O-Formgebung gerundet ist,
>vird uurch nicht dargestellte Fördermittel in den
inneren Zylinder 4 eingebracht, woraufhin man die Reduzierzylinder 5 betätigt. Dadurch gleitet der innere
Zylinder 4 innerhalb des äußeren Zylinders J gegen den Halter 16, wobei sich die Vielzahl der Keilsegmente 7,
die in Umfangsrichtung innerhalb des inneren Zylinders 4 vorgesehen sind, ebenfalls bewegt. Die Bewegung der
Keilsegmente 7 führt dazu, daß die innerhalb dieser Segmente angeordneten und mit ihren Enden am
Anschlag 161 anliegenden Schrumpfwerkzeuge 6 sich radial nach innen in bezug auf den inneren Zylinder 4
verspannen, und zwar durch die Abschrägung der /u
Keilsegmente 7 und durch die Anlage an dem Anschlag 161. Dadurch vermindert sich der Umfang, der als
gestrichelte Linie auf der Kaliberfläche des Schrumpfwerkzeugs 6 dargestellt ist. Das O-förmige Rohr-Rohteil
1 wird also im Durchmesser reduziert durch die in Umfangsrichtung einwirkende Druckkraft, hervorgerufen
durch den Außendruck der Schrumpfwerkzeuge 6. Wenn die Reduzierzylinder 5 nach dem Reduziervorgang
betätigt werden, um den inneren Zylinder 4 in entgegengesetzter Richtung zu verschieben, wird das
O-förmige Rohteil um einen bestimmten Längenabschniti
vorgerückt, so daß ein nachfolgender, noch nicht reduzierter Bereich des Rohres in den Eingriff mit den
Schrumpfwerkzeugen 6 gelangen kann. Letztere werden nach dem Vorschub des O-förmigen Rohr-Rohlings
durch die Reduzierzylinder 5 auf dem inneren Zylinder 4 radial nach innen bewegt. Nachfolgend kann man durch
Wiederholung dieser Vorgänge die Durchrnesserverminderung
über die gesamte Länge des Rohteils 1 erstrecken.
Als nächstes wird auf den Verfahrensschritt des Biegens der Stoßkanten durch das Schrumpfwerkzeug
6' Bezug genommen. Der Kantenbearbeitungs-Zylinder 10 wird unabhängig von den Reduzierzylindern 5
betätigt, wenn das O-förmige Rohr-Rohteil 1 in den inneren Zylinder 4 eingeführt ist. Dabei bewegt sich der
Gleitblock 9 gegen den Halter 16 (von rechts nach links in Fig.6), und zwar unabhängig von einer Bewegung
des inneren Zylinders 4, wobei sich als Folge das Keilsegment T ebenfalls um den gleichen Betrag in der
gleichen Richtung verschiebt. Durch diese Bewegung des Keilsegments T wandert das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
6', das verschieblich in der schwalbenschwanzförmigen Nut 71' des Keilsegments T sitzt,
bezüglich des inneren Zylinders 4 radial nach innen, und zwar ähnlich wie die Reduzier-Schrumpfwerkzeuge,
nämlich durch die Abschrägung und die Wirkung des Anschlags 161. Wie erwähnt trägt die Bohrung 62 des
Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeuges 6' als Vorsprung das Fremdelement 63 mit gegenüber der
Bohrung umgekehrter Krümmung. Als Ergebnis der Verschiebung des Schrumpfwerkzeugs 6' werden die
Stoßkanten 11,11 des O-förmigen Rohr-Rohteils 1, wie
in Fig.8 dargestellt, dem Biegemoment unterworfen,
hervorgerufen durch die in Wandstärkenrichtung gemessene Höhe h des Fremdelements. Die Stoßkanten
11, 11 werden durch dieses Biegemoment so verformt, als würden sie nach innen umgebördelt, und sie
erreichen anschließend die vorbestimmte Krümmung, nämlich durch das Zurückfedern beim Aufheben des
Drucks. Dieses Vorgehen ist äußerst wirksam, da seine Durchführung unabhängig ist sowohl von der O-Formgebung
als auch von den Beul- oder Knickphänomenen, hervorgerufen durch die in Umfangsrichtung des
Rohres übertragene Kraft, siehe das einfache Reduzierverfahren.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung führt den auf das O-förmige Rohteil einwirkenden Reduziervorgang
durch die Schrumpfwerkzeuge 6 und den auf die Stoßkanten 11 einwirkenden Biegevorgang durch die
Schrumpfwerkzeuge 6' durch. Für den Ablauf dieser beiden Verfahren bieten sich zwei Möglichkeiten an.
Eine dieser Möglichkeiten besteht darin, daß der gesamte Umfang des O-förmigen Rohr-Rohteils 1
einschließlich der Stoßkanten 11 auf einmal durch die
Reduzierzylinder 5, den Kantenbearbeitungs-Zylinder 10 und die Schrumpfwerkzeuge 6, 6' reduziert wird,
wobei gleichzeitig ua& Biegen der Stoßkanic erfolgt. Bei
der anderen Möglichkeit wird nach dem Reduzieren durch die Reduzierzylinder 5 und die Schrumpfwerkzeuge
6 allein der Kantenbearbeitungs-Zylinder 10 betätigt, um lediglich mittels des Schrumpfwerkzeuges 6' das
unter Krafteinwirkung erfolgende Biegen der Stoßkanten H, 11'durchzuführen.
Die erstgenannte Möglichkeit besteht also darin, daß
der Kantenbearbeitungs-Zylinder 10 gleichzeitig mit den Reduzierzylindern 5 betätigt wird, um auf diese
Weise die Keilsegmente 7, T zu bewegen und damit die Stauch-Schrumpfwerkzeuge 6, 6' gleichzeitig und um
den gleichen Betrag bezüglich des inneren Zylinders 4 radial nach innen zu verschieben.
Bei diesem Verfahren kann es jedoch vorkommen, daß die Stoßkanten 11, 11' vorspringen, und zwar in
Abhängigkeit von der Festigkeit und Wandstärke des O-förmigen Rohteils. In diesem Falle wird der Hub des
Kantenbearbeitungs-Zyünders 10. unter der Voraussetzung seiner gleichzeitigen Betätigung mit den Reduzierzylindern
5, zusätzlich vergrößert, um den Verspannungsweg des Schrumpfwerkzeuges 6' in Radialrichtung
bezüglich des inneren Zylinders 4 anwachsen zu lassen. Dadurch wird die Krafteinwirkung des Fremdelements
63 auf die Stoßkanten 11, 11 verstärkt, so daß diese exakt verformt werden. Folglich vermindert sich
der Betrag der Spitzenbildung auf ein Minimum.
Andererseits kann in Abhängigkeit von der Festigkeit und der Wandstärke des Materials eine nachteilige
Spitzenbildung durch den gleichzeitigen Ablauf der beiden Verfahrensschritte hervorgerufen werden. Für
diesen Fall findet die an zweiter Stelle genannte Möglichkeit Anwendung. Dabei wird, wenn es zu einer
nachteiligen Spitzenbildung kommt, der Kantenbearbeitungs-Zylinder
10 nicht gleichzeitig, sondern im Anschluß an die Reduzierzylinder 5 betätigt Dabei
bewegt sich der Gleitblock 9 innerhalb des inneren Zylinders, während letzterer stationär gehalten wird, so
daß sich das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug 6' radial nach innen gegenüber dem inneren Zylinder 4
verspannt, und zwar über das Keilsegment 7', wobei die
Stoßkanten 11 durch das Fremdelement 63 unter Druck gesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt kommt es nicht zu
einer Reduzierung durch die Reduzier-Schrumpfwerkzeuge 6, d.h., es tritt keine Druck-Beulwirkung auf.
sondern lediglich die Druck-Verformungskraft wird auf die Stoßkanten 11 wirksam. Steuert man hierbei den
Hub des Kantenbearbeitungs-Zylinders 10, so ändert sich der Verspannungsweg des Schrumpfwerkzeugs 6'
radial nach innen bezüglich des inneren Zylinders 4. Mit dieser Änderung geht eine Änderung der auf die
Stoßkanten einwirkenden Kraft einher. Dies bietet die Möglichkeit, die Kraftgröße durch Steuerung des Hubes
des Zylinders 10 derart zu steuern, daß keine Spitzenbildung in nachteiligem Umfang auftritt.
Das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug 6 ist unabhängig \ on den anderen Schrumpfwerkzeugen, und
es läßt sich lösbar am Keilsegment T befestigen. Daher besteht zusätzlich zur Wahl dsr Zeitsteuerung und des
Hubweges der Zylinder 5 und 10 die Möglichkeit, Schrumpfwerkzeuge 6' mit unterschiedlich hohen
Fremdelementen in geeigneter Weise auszuwählen und dadurch ebenfalls die Krafteinwirkung und die Spitzenbildung
der Größe nach zu steuern.
Wenn beim vorliegenden Ausführungsbeispiel das O-förmige Rohteil 1 über seiner Länge bearbeitet wird,
schiebt man es schrittweise vor. Umgekehrt besteht die Möglichkeit, die Stauch-Schrumpfvorrichtung 2 selbst
zusammen mit ihrer Basis entlang dem festgelegten Rohteil 1 wandern zu lassen.
Das in der oben beschriebenen Weise bearbeitete Rohr-Rohteil wird an den Stoßkanten 11, 11 mit einer
Heftschweißung versehen, und es erfolgt dann das Anbringen einer Schweißnaht auf der Innen- und
Außenfläche, woraufhin das Rohr zur Erzielung des Endproduktes mittels einer Spreizvorrichtung gedehnt
wird.
Die Rohrherstellungsanlage, auf die die Erfindung Anwendung findet, beschränkt sich nicht auf das
UOE-Verfahren. Dies bedeutet, daß die Erfindung anwendbar ist auf sämtliche Rohrherstellungsanlagen,
in denen O-förmige Rohteile hergestellt werden.
Unter dem O-förmigen Rohteil, das der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zugeführt wird, ist ein Rohteil zu verstehen, das durch eine O-Formgebung hindurchgegangen
ist, wobei das Material, so weit wie möglich, durch die O-Formgebungspresse gerundet ist. Dies
bedeutet nicht, daß nur vollkommen O-förmiges Material Verwendung finden kann. Dies ergibt sich aus
der obigen Beschreibung der Schwierigkeiten bei der Durchführung der O-Verformung dicker Stahlplatten
unter Anwendung der O-Formgebung.
Es wurden, ausgehend von Stahlplatten, dickwandige Stahlrohre mit einem Durchmesser von 24" (610
Millimeter) hergestellt, und zwar mit vier Wandstärken, nämlich mit 12 Millimeter (0,5"), 25 Millimeter (1"),
38 Millimeter (1,5") und 50 Millimeter (2"). Verwendet wurden Stähle der Güte X42 und X65. Die dicken
Platten wurden der U-Formgebung und, soweit wie möglich, der O-Formgebung unterworfen. Sodann
wurden die O-förmigen Rohr-Rohlinge, wie in F i g. 5 bis
Fig.9A gezeigt, mittels der erfindungsgemäßen
Stauch-Schrumpfvorrichtung bearbeitet, wobei letzterer Reduzier-Schrumpfwerkzeuge aufwies und mit
Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeugen versehen war, welche auf ihrer Bohrungsfläche das Fremdelement
mit entgegengerichteter Krümmung (umgekehrter R) trugen. Als Vergleich zu dem erfindungsgemäßen
Verfahren wurHe der Reduziervorgang außerdem nut
einer Stauch-Schrumpfvorrichtung durchgeführt, die lediglich Reduzier-Schrumpfwerkzeuge aufwies.
Fig. 10 zeigt die Verminderung der Spitzenbildung durch das erfindungsgemäße Vorgehen. Es ergibt sich,
daß der Betrag der Spitzenbildung durch die erfindungsgemäße Vorrichtung mit Schrumpfwerkzeugen, welche
auf ihrer Bohrungsfläche entgegengesetzt gekrümmte Fremdelemente tragen, beträchtlich vermindert werden
kann.
Beispiel Il
Es wurden, ausgehend von einer Stahlplatte mit 38 Millimeter (1,5") Dicke und der Güte X65, Stahlrohre
mit einem Durchmesser von 24" (610 Millimeter) hergestellt. Die Platte wurde der Behandlung unterworfen,
wobei man den Kraftweg (I) derjenigen Schrumpfwerkzeuge variierte, die auf ihrer Bohrungsfläche das
Fremdelement für die Stobkanten aufwiesen.
Fig. 11 zeigt das Verhältnis zwischen dem Verschiebungsweg
und dem Betrag der Spitzenbildung. Wie es sich ergibt, vermindert sich der Betrag der Spitzenbildung
durch Erhöhung des Kraftweges (I) des Schrumpfwerkzeuges. Wird jedoch der Kraftweg zu groß, so
ergibt sich selbst nach dem Zurückfedern eine negative Spitzenbildung. Da aber erfindungsgemäß die Kantenbearbeitungs-Zylinder
unabhängig von den Reduzierzylindern sind, lassen sich dickwandige Stahlrohre in
exzellenter Formgebung produzieren, indem lediglich der Kraftweg des Schrumpfwerkzeuges durch den
Kantenbearbeitungs-Zylinder in geeigneter Weise gesteuert wird.
Bei der Durchführung der obigen Versuche wurde die Breite des Fremdelementes zwischen 80 Millimeter und
200 Millimeter variiert, jedoch war der dadurch erzielte Einfluß auf die Spitzenbildung nur gering.
Die obige Beschreibung betrifft ein Ausführungsbeispiel für entgegengesetzt gekrümmte (umgekehrter R)
Fremdelemente gemäß Fig.9A als Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug.
Ein Schrumpfwerkzeug jedoch mit bezüglich zur Kaliberflächj geradlinig
verlaufendem Fremdelement, wie es in Fig. 9B dargestellt ist, besitzt grundsätzlich die gleiche Arbeitsweise
und Auswirkung.
Zusammenfassend schafft die Erfindung eine Möglichkeit zur Herstellung von Stahlrohren aus einer
dickwandigen Stahlplatte unter Verwendung einer Stauch-Schrumpfvorrichtung zum Reduzieren und Bearbeiten
eines O-förmigen Rohr-Rohteils im Rahmen einer Anlage zur Erzeugung dickwandiger Stahlrohre.
Die Stauch-Schrumpfvorrichtung ist mit einer Mehrzahl von Reduzier-Schrumpfwerkzeugen entsprechend den
nicht zu den vorbereiteten Stoßkanten des O-förmigen Rohr-Rohteils gehörenden Bereichen und mit Bearbeitungs-Schrumpfwerkzeugen
entsprechend den vorbereiteten Stoßkanten versehen, wobei das Bearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
auf seiner Kaliberfläche ein vorspringendes Fremdelement über der Werkzeuglänge aufweist Das Bearbeitungs-Schrumpfwerkzeug arbeitet
unabhängig von den Reduzier-Schrumpfwerkzeugen.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Bearbeiten von noch nicht verschweißten, O-förmigen, dickwandigen Stahlrohren,
mit einem inneren Zylinder, der mittels eines Reduzierantriebes innerhalb eines äußeren Zylinders
axial versehieblieh ist und eine Mehrzahl von nach innen vorspringenden Keilsegmenten trägt, die
über einen Schwalbenschwanz und eine schwalbenschwanzförmige Nut je mit einem Reduzier- ι ο
Schrumpfwerkzeug versehieblieh verbunden sind, welches an einem Anschlag anliegt, dadurch
gekennzeichnet, daß der innere Zylinder (4)
eine axiale Führungsnut (41) zur Aufnahme eines Gleitblocks (9) aufweist, der von einem Kantenbearbeitungsantrieb
(10) verschieblich ist und ein nach innen vorspringendes Keilsegment (7') trägt, das
über einen Schwalbenschwanz (61') und eine schwalbenschwanzförmige Nut (71') mit einem an
dem Assshlag (161) anliegenden Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
(6') verschieblich verbunden ist; und daß das Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeug
(6') auf seiner dem geschrumpften Rohr angepaßten Kaliberfläche (62) einen nach innen
vorspringenden Bereich (63; 631) trägt, der sich über die gesamte axiale Werkzeu^länge erstreckt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der nach innen vorspringende Bereich
(63) auf der Kaliberfläche (62) des Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeugs (6') im Querschnitt entgegengeseizt
zur Krümmung der Kaliberfläche gekrümmt ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach innen orspringende Bereich
(631) auf der Kaliberfläche (62) des Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeugs
(6') im Querschnitt geradlinig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der nach innen vorspringende Bereich auf der Kaliberfläche (62) des Kantenbearbeitungs-Schrumpfwerkzeuges
(6') als abgeschwächte Krümmung zwischen seiner Spitze und seinen beiden Seiten verläuft
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrumpfwerkzeu- «
ge (6,6') über die Schwalbenschwänze (61, 61') und die schwalbenschwanzförmigen Nuten (71, 71')
lösbar mit den Keilsegmenten (7, T) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (161) an so
einem Haltet' (16) befestigt ist. der an der Vorderseite der Schrumpfwerkzeuge (6, 6') das
O-förmige Stahlrohr (1) umgibt.
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