DE3018494A1 - Verfahren zur herstellung eines wickelkondensators - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines wickelkondensatorsInfo
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Description
American Radionic Co. Inc./ Danbury, Connecticut, USA
Verfahren zur Herstellung eines Wickelkondensators
Die Erfindung betriff ein Verfahren zur Herstellung eines
Wickelkondensators·
In der US-PS 3 921 041 ist ein Wickelkondensator/ insbesondere ein Doppelkondensator, d.h. ein doppelter, metallisierter
Kondensator, und ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Kondensators, beschrieben. Hierbei werden
erste und zweite dielektrische "Filmstreifen", die auf einer Seite metallisiert sind, im wesentlichen in zylindrischer
Form gewickelt, wobei die nichtmetallis.ierten Seiten jedes Streifens in Berührung mit der metallisierten
Seite des anderen Streifens stehen. Nach dem Wickeln einer vorbestimmten Zahl von Wicklungen abhängig von der gewünschten
Kapazität wird der Wickelvorgang unterbrochen und eine Elektrode wird gegen eine der Metallschichten des Filmes
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(dünne Schicht) vorgeschoben; dann wird eine Spannung angelegt
und der Wicklungsprozeß weiter ausgeführt, welcher die metallische Schicht beseitigt, so daß ein nichtmetallisierter,
zwischenliegender Bereich oder Spalt in einer der metallisierten Schichten übrigbleibt, dessen Länge ausreichend
ist, um den Kondensatorabschnitt wenigstens einmal zu umgeben. Nach Bildung dieses Spaltes oder Bereiches
wird die Elektrode entfernt und eine Schicht aus Isoliermaterial, beispielsweise Kunststoff, darin eingesetzt und
mit der Schicht gewickelt, die vom einen Ende derselben absteht, um eine kreisförmige Barriere zu bilden, die sich vom
Ende des auf diese Weise gebildeten Kondensators nach außen erstreckt.. Der Zweck der Isolationsbarriere besteht darin,
die beiden Platten auf jeder Seite des Spaltes zu trennen und elektrische Verbindungen darin ohne Kurzschließen des
Spaltes zu gestatten. Die beiden Platten des Kondensators, mit welchen elektrische Verbindungen hergestellt werden,
werden zuerst an den Enden des auf diese Weise gebildeten Kondensators mit einer metallisierten Schicht beschichtet,
mit welcher elektrische Verbindungen sowohl innerhalb als
auch außerhalb der Barriere hergestellt werden. Da die Länge des Spaltes den Kondensatorabschnitt wenigstens einmal umgibt,
muß die Isolierschicht den Spalt umgeben und erfordert mehr als zwei Wicklungen, um dies sicherzustellen. Obgleich
die Kondensatoren, die mit dieser Technik hergestellt werden,
sehr zufriedenstellend sind, tendiert die Länge des .
notwendigen Spaltes zusammen mit der Menge an Isoliermaterial·, die erforderlich ist, um in den Spalt eingesetzt
zu werden, dazu, den Wieklungsprozeß zu verlangsamen, al·s
auch die Verwendung von separatem Material· zu erfordern, und zwar sowohl· im Hinbiick auf den metaiMsierten dielektrischen
Film als auch hinsichtlich der Menge der Isolierschicht, die notwendig ist, um den Spalt zu umgeben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung eines neuen und verbesserten Doppelwickel·-
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kondensators zu schaffen, wobei weniger Material verwendet
wird und der Kondensator in einer kürzeren Zeit effektiver gewickelt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Bei einem Verfahren zur -Herstellung eines Doppelkondensators
mit einem metallisierten Film bzw. einer .metallisierten dünnen Schicht wird die Wicklung von zwei separaten Kondensatoren oder das Wickeln von zwei Kondensatoren mit einer
gemeinsamen Platte in einem einzigen Wicklungsvorgang ermöglicht -
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden erste und zweite dielektrische Filmstreifen, die auf einer Seite metallisiert sind, in
im wesentlichen zylindrischer Form gewickelt, wobei die nichtmetallisierten Seiten jedes Streifens in Kontakt mit
der metallisierten Seite des anderen Streifens stehen. Die metallisierte Kante des ersten Streifens liegt am. einen Ende
der zylindrischen Form frei und die metallisierte Kante des zweiten Streifens liegt an dem gegenüberliegenden Ende der
zylindrischen Form frei, die ein Mittel zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes mit den Platten des auf diese
Weise gebildeten Kondensators liefert. Nach einer vorbestimmten Zahl von Wicklungen abhängig von der gewünschten Kapazität
wird ein Spalt wenigstens auf einer der metallisierten Seiten eines der dielektrischen Streifen vorgesehen. Der Spalt kann
auf einem vorbestimmten mittleren Abschnitt eines der- Streifen vorgesehen sein, bevor der Wicklungsvorgang ausgeführt
wird, oder die metallisierte Schicht kann entfernt werden,
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nachdem eine vorbestimmte Wicklungszahl gewickelt wurde.
Eine Schicht oder dünne Lage aus Isoliermaterial wird zwisehen
den ersten und zweiten Streifen eingesetzt, wobei die Isolierschicht den Spalt überdeckt und umgibt und vom einen
Ende sich nach außen erstreckt, um eine überlappende bzw. überdeckende, kreisförmige Barriere zu ergeben, welche die
metallisierten Abschnitte jeder Seite des Spaltes trennt. Der auf diese Weise gebildete Spalt (Lücke) ist im wesentlichen
kleiner als eine Wicklung des Kondensators und kann so schmal sein wie eil Achtel Inch (0,3 cm) und zwar abhängig
von;dem Spannungsverhäitnis bzw. der Spannungsauslegung des auf diese Weise gebildeten Kondensators und der Sauberkeit
der Metallisierung. Nach Einsetzen der Isolierschicht wird die. Wicklung (Wicklungsvorgang) beendet und die extrem sich
nach außen erstreckenden, darüberliegenden Karten der kreiförmigen
Barriere, die durch die Isolierschicht gebildet werden," werden geschmolzen. Metallbeschichtungen werden
auf jedes Endes des auf diese Weise gebildeten Kondensators
aufgebracht und es werden zu beiden Seiten der Barriere elektrische Verbindungen hergestellt sowie zum anderen Ende
des Kondensators, wodurch zwei Kondensatoren mit einer gemeinsamen Elektrode geschaffen werden.
Durch die Schaffung der Spalten in den beiden metallisierten
Streifen, die jeweils von einer Isolierschicht umgeben sind, welche sich entlang der beiden Enden des Kondensators nach
außen erstrecken, durch das Schmelzen der beiden Barrieren und durch Metallbeschichten jedes Endes sowie durch die
Herstellung elektrischer Verbindungen zu den beiden Seiten der Barriere, die an jedem Ende gebildet sind, werden somit
zwei getrennte Kondensatoren in einem einzigen Wicklungsvorgang hergestellt.
Anstelle des"Schmelzens der beiden Enden der Barriere kann
eine breitere Isolierschicht verwendet werden, um die Barriere
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zu ergeben, wobei die Metallbeschichtung durch Besprühen
der Enden des Kondensators unter einem Winkel aufgebracht wird. Dies verhindert auch ein überbrücken bzw. Kurzschließen
des Spaltes.
Der kürzere Spalt, der in den Vorratsstreifen vorgeformt
sein kann, oder während des Wicklungsprozesses gebildet wird,
braucht weniger Material und trägt zu einer Beschleunigung des Wicklungsprozesses bei. Bei einem vorgeformten Spalt
in der Vorratsrolle kann die Qualität des Spaltes ebenso wie seine Größe genauer reguliert werden.
Die Erfindung schafft einen doppelten Wickelkondensator, insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen
Kondensators, so daß zwei Kondensatoren mit einer gemeinsame! Elektrode geschaffen werden oder zwei Kondensatoren durch
einen einzigen Wicklungsprozeß hergestellt werden. Erste und zweite metallisierte dielektrische Filme werden über eine
vorbestimmte Zahl von Wicklungen gewickelt und zwar bis zu einer Position, die vor einem Spalt in wengistens einer der
metallisierten Seiten des Filmes liegt. Der Spalt bzw. die Lücke wird dadurch hergestellt, daß Metall von einem zwischen liegenden
Abschnitt auf dem dielektrischen Film entfernt oder weggelassen wird, entweder bevor der Kondensator gewickelt
wird oder während des Wicklungsprozesses. Der auf diese Weise gebildete Spalt kann schmal sein, beispielsweise
0,3 cm betragen, und ist in jedem Fall wesentlich, kleiner als die Länge einer Wicklung des Kondensators. Eine
Isolierschicht mit einer Länge, die ausreicht, um den Spalt zu umgeben (d.h. um den Spalt herumgewickelt zu werden) wird
eingesetzt und zwischen den ersten und zweiten metallisierten dielektrischen Film gewickelt und erstreckt sich von
einer Seite des Kondensators" nach außen, um eine überlappende
bzw. überlagernde kreisförmige Barriere zu bilden, welche die metallisierten Abschnitte auf jeder Seite des Spaltes
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trennt. Das Wickeln wird dann beendet und die weit nach
außen sich erstreckenden, überlagernden Kanten der Barriere werden geschmolzen, um den Spalt zu schließen. Die Enden des
Kondensators werden dann mit Metall beschichtet und es werden elektrische Verbindungen zu beiden Seiten der Barriere
und zum anderen Ende des Kondensators hergestellt. Die Barriere verhindert das Überbrücken des Spaltes, wenn der
Kondensator beschichtet ist. Andererseits kann eine breitere Barriere verwendet werden und es kann ein Aufsprühen unter
einem Winkel erfolgen, um ein Kurzschließen des Spaltes zu verhindern.
Um zwei getrennte Kondensatoren in einem einzigen Wicklungsvorgang herzustellen, werden Spalte in den beiden metalTisierten
Filmen vorgesehen und die isolierende Schicht umgibt beide Spalte und erstreckt sich an beiden Enden des
Kondensators nach außen; dann werden sie beschichtet und es werden elektrische Verbindungen zu beiden Seiten der
Barriere an jedem Ende des Kondensators hergestellt.
Die Erfindung schafft somit ein Verfahren zur Herstellung
von Wickelkondensatoren mit metallisiertem Film sowie einen durch dieses Verfahren hergestellten Kondensator, wobei
derartige Kondensatoren durch zwei separate Kondensatoren gebildet werden oder zwei Kondensatoren mit einer gemeinsamen
Platte gebildet werden, die"neinem einzigen Wicklungsprozeß
hergestellt werden.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sowie durch das Verfahren hergestellte Kondensatoren anhand der Zeichnung zur Erläuterung
weiterer Merkmale beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht des Wickelvorganges eines ■ , Kondensators gemäß der Erfindung,
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Fig. 2 eine vergrößerte QuerschnittsSeitenansicht eines
Teils des Kondensators, der entsprechend Fig. 1 gewickelt wird, wobei die Trennung der Platten des
Kondensators und die Bildung einer Barriere darum dargestellt werden,
Fig. 3 eine' teilweise im Schnitt gehaltene Teilseitenansicht eines Kondensators gemäß der Erfindung zur Veranschaulichung
des Schmelzens der Enden der Barriere durch Eintauchen der Barriere in ein Lösungsmittel,
Fig. 4 eine Teilseitenansicht ähnlich Fig. 3 zur Veranschaulichung
des .Schmelzens der Enden der Barriere durch Verwendung einer Heizplatte,
Fig. 5 eine Perspektivansicht eines fertiggestellten Kondensators gemäß der Erfindung,
Fig. 6 eine schematische, elektrische Darstellung des Kondensators
nach Fig. 5,
Fig. 7 eine vergrößerte Teilschnittseitenansicht zur Veranschaulichung
der Erfindung bei der Herstellung zwei getrennter Kondensatoren in einem einzigen Wicklungsvorgang, und
Fig. 8 eine schematische elektrische Darstellung eines Kondensators, der nach Fig. 7 hergestellt wird.
Im folgenden· wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Ein Kondensator
40 wird gemäß Fig. 1 durch Aufwickeln auf eine sich drehende Spindel 10 einer üblichen Wickelmaschine hergestellt. Ein
metallisierter dielektrischer Film 12 mit einer metallisierten Oberfläche oder einer dünnen metallischen Schicht 14 auf
einer seiner Seiten, die sich zur rechten Kante des Filmes erstreckt, jedoch kurz vor der rechten Kante endet, läßt
einen nichtmetallisierten Streifen 16 darauf übrig; dieser
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Film 12 wird von■/.einer ersten Vorratsrolle 18 zur Spindel
geführt. :
Ein zweiter metallisierter dielektrischer Film 20 trägt eine
dünne Metallschicht 22, die sich von der linken Kante des
Filmes weg erstreckt und kurz vor der rechten Kante endet, um entlang dieser Kante einen nichtmetallisierten Streifen
24 zu. bilden. Der metallisierte dielektrische Film 20 wird von einer zweiten, nicht dargestellten Vorratsrolle über eine
zylindrische Kupferelektrode 26 geführt. Eine zweite Elektrode
28 ist auf einem beweglichen Arm 30 befestigt, um selektiv gegen die metallisierte Schicht 22 auf dem Film 20 vorgestellt
oder gegenüber dieser Schicht 22 zurückgezogen zu werden. Eine elektrische Speisequelle 32 ist mit Elektroden
26 und 28 verbunden, wie Fig. 1 zeigt. Die Elektroden haben die;Funktion, eine Spannung zur Metallschicht 22 zur Entfernung
des Metalls von dem Film 20 zuzuführen, um eine Trennung
oder einen Spalt in der dünnen metallischen Schicht 22 hervorzurufen,
die letztlich getrennte Elektroden für den herzustellenden Kondensator 40 ergibt, wenn die Elektroden durch
Bewegung der beweglichen Elektroden 28 in Kontakt mit der metallisierten Schicht 22 verbracht werden. Die Spannung ist
nicht kritisch, muß jedoch ausreichend groß sein, wenn sie
angelegt wird, um die metallisierte Schicht 22 zu entfernen; diese Spannung beträgt z.B. 40 Volt (Gleichspannung).
Um den Doppelkondensator 40 entsprechend der schematischen
Darstellung 40 in Fig. 6 zu wickeln, der ein Paar von Kondensatoren aufweist, die eine gemeinsame Platte haben, werden
die Filme 12 Und 20 gleichzeitig auf die Spindel 10 in üblicher Weise über eine vorbestimmte Zahl von Wicklungen gewickelt.
Die Zahl der: Wicklungen hängt von der gewünschten Kapazität ab. Wenn die Kapazität der Doppelkondensatoren gleich sein
soll, wird beispielsweise eine Hälfte der gesamten Länge Filmes eingangs aufgewickelt.
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Nach diesem ersten Wicklungsvorgang wird ein Spalt 34 in
der dünnen Metallschicht 22 des Filmes 20 erreicht. Der Spalt 34 trennt wirksam die dünne metallisierte.Schicht 22,
wodurch zwei Elektroden gebildet werden, wie dies schematisch in Fig. 6 gezeigt ist. Der Spalt 34 kann in der dünnen Metallschicht
22 dadurch hervorgerufen werden, daß die Elektrode gegen die Metallschicht 22 vorgestellt wird und die Spannung
zwischen den Elektroden 26 und 28 angelegt wird. Wenn der Spalt 34 in der metallsierten Schicht 22 hergestellt ist,
wird die Elektrode 28 vom Film- 20 zurückgezogen. Der Spalt kann auch durch jede andere Metallentfernungsmethode gebildet
werden, beispielsweise durch Abbrennen mittels Laser oder
durch chemisches Ätzen.
Andererseits kann der Spalt 34 auch in dem Film 20 vorgeformt
werden, wobei der Film 20 direkt von einer Vorratsrolle zugeführt wird. Dies hat den Vorteil einer exakten Bildung und
Kontrolle des Spaltes, wenn der Film 20 hergestellt wird. Auf diese Weise ist es ferner.nicht notwendig, den Wicklungsprozeß
zu unterbrechen, um den Spalt 34 unter Verwendung der Elektroden 28 und 26 herzustellen.
Entsprechend einem wesentlichen Teil der Erfindung r unabhängig von der Art und Weise, wie der Spalt gebildet wird,
ist der Spalt sehr eng und hat eine Breite von bis zu 0,3 cm (1/8 Inch). Die Größe des Spaltes hängt von dem Spannungsverhältnis
bzw. der Spannungsauslegung des Kondensators und der Sauberkeit der Entfernung der Metallisierung ab.
Der vorgeformte Spalt wird im Hinblick auf letztere Überlegungen
bevorzugt. ·
Vor dem Auftreten des Spalts 34 in dem Film 22 wird eine
Schicht aus Isoliermaterial 36 T beispielsweise ein Kunststoff ilm, Glimmery texturiertes Kraftpapier, usw. eingesetzt
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und um die Filme 12 und 20 gewickelt. Die Isoliermatieralschicht
36 wird so gewickelt, daß sie über dem Spalt 34 liegt und den Spalt 34 umgibt und sich von wenigstens einem
Ende des Kondensators nach außen erstreckt, so daß eine
überdeckende bzw. überlappende kreisförmige Barriere 38 .
gebildet wird, welche die metallisierten Abschnitte 22 auf jeder Seite des Spaltes 34 trennt. Der Wicklungsvorgang
wird dann weiter ausgeführt und in üblicher Weise beendet, wobei die Filme 12 und 20 abgeschnitten sind und der fertiggestellte
Kondensator 40 mit einem geeigneten Band (Streifen) eingewickelt wird.
Nach dem Wicklungsvorgang wird als nächster Schritt das Schmelzen der weit nach außen sich erstreckenden, überladenden
Kanten der kreisförmigen Barriere 38 aasgeführt, welche den Spalt 34 umgibt. Der Zweck des Schmelzens des
Spaltes besteht darin, ein Kurzschließen oder Überbrücken des Spaltes zu verhindern, wenn die Enden des Kondensators
metallisiert werden, um elektrische Anschlüsse daran anzubringen. Wenn die Isolierschicht 36, welche die Barriere
bildet, aus einem Material besteht, das durch Eintauchen der Barriere in ein Weichmachungsmittel weichgemacht ist, dann
kann die Barriere 38 dadurch abgeschmolzen werden, daß die Barriere in einen Weichmacher eingetaucht wird, in welchem
benachbarte Abschnitte der Barriere 38 aneinander anhaften (ankleben). Wie in Fig. 3 dargestellt ist, kann die Barriere,
wenn sie aus einem Material wie beispielsweise Polykarbonat besteht, durch Eintauchen der eingesetzten Barriere 36 in
einen Weichmacher 42, beispielsweise Methylchlorid, geschmolzen werden, welcher die äußeren Enden der Barriere schmelzen
läßt. Andererseits kann entsprechend Fig. 4 die Barriere wenn die eingesetzte Barriere 38 aus Polyester oder einem
anderen ähnlichen Material besteht - dadurch geschmolzen werden, daß die Barriere 38 in Kontakt mit einer Heizfläche
oder Heizplatte 44 gebracht wird oder darauf gerieben wird.
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Die Enden der Barriere 38 werden gerade ausreichend aufgeheizt, damit die Enden der Barriere 38 weich werden, so daß
sie zusammenkleben bzw. haften oder schmelzen.
Nach dem Schmelzen werden die Enden des Kondensators 40
durch Aufsprühen in üblicher Weise metallisiert. Die geschmolzenen
Enden hindern das aufgesprühte Metall daran, in den Spalt 1 zu treten und den Spalt kurzzuschließen
oder zu überbrücken, welcher auf diese Weise hergestellt
wurde. Andererseits kann eine breitere Einsatzbarriere 36 und das Aufsprühen oder Metallisieren der Enden des Kondensators
unter einem Winkel das Kurzschließen oder überbrücken des Spaltes 34 verhindern►
Die Enden der Barriere 38 werden dann zurechtgemacht bzw. fertiggestellt und Leitungen 46 und 48 werden an die Innenseite
und Außenseite der Barriere 38 angebracht; eine Leitung 50 wird an das andere Ende des Kondensators angebracht, wodurch der in Fig. 5 gezeigte Kondensator 40 hergestellt wird,
der schematisch in Fig. 6 wiedergegeben ist.
Dadurch, daß ein zweiter Spalt 54 in der metallisierten
Oberfläche 14 des Filmes 12 vorgesehen wird, können zwei
getrennte Kondensatoren durch Verwendung der gleichen Technik hergestellt werden; diese Kondensatoren sind
schematisch in Fig. 8 angedeutet. Bei dem Aufbau, wie er in Fig. 7 dargestellt ist, wird eine Kunststoffschicht 36
eingesetzt und gewickelt, um beide Spalte 34 und 35 vollständig zu umgeben und um sich auf jeder Seite des Kondensators
40 nach außen zu erstrecken, damit die Barrieren gebildet werden, die sich von jeder Seite des Kondensators
weg erstrecken. Die beiden verlängerten bzw. nach außen sich erstreckenden Barrieren werden geschmolzen, die Enden des Kondensators
mit Metall beschichtet und es werden die elektrischen Verbindungen 46 und 48, wie vorstehend beschrieben her-
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gestellt und zwar zu der einen Seite und die elektrischen
Verbindungen 56 und 58 zur anderen Seite, wobei: diese Verbindungen
bzw. Anschlüsse auf beiden Seiten der Barrieren an beiden Seiten des Kondensators 40 gebildet sind.
Wie bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform können
die Spalte vorgeformt sein und durch'den Wicklungsprozeß
direkt von der Vorratsrolle zugeführt werden oder sie können
in: der metallisierten Schicht während der Ausführung des Wicklungsprozesses hergestellt werden. Zur Erzeugung
der Spalte während der Wicklung mit der Vorrichtung nach
Fig. 1 würden zusätzliche Elektroden für den metallisierten Film 12 erforderlich, um Abschnitte der dünnen Metallschicht
darauf zu entfernen.
Gemäß vorliegender Erfindung wird die Fähigkeit, Doppelkopdensatoren
entweder mit einer gemeinsamen'Platte oder mit getrennten Platten zu wickeln, wesentlich dadurch verbessert,
daß ein enger Spalt zwischen Abschnitten geschaffen
wird, was eine einfache, aber wirkungsvolle Methode zur
Herstellung von Doppelkondensatoren in einem kleinen Raum schafft, während Material und Zeit im Wicklungsprozeß gespart
wird. Das Schmelzen der Enden der Barriere, die innerhalb des Kondensators gebildet ist, oder das Aufsprühen
unter einem Winkel gegenüber dem Kondensator sowie das Herstellen
elektrischer Anschlüsse am Kondensator verringert die Möglichkeiten eines Kurzschlusses der separat gebildeten
Platten (Elektroden) des Kondensators.
Die Erfindung schafft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung
eines zylindrischen, metallisierten Doppelkondensators
aus ersten und zweiten dielektrischen Filmstreifen,
die auf einer Seite metallisiert sind, wobei der Kondensator eine metallisierte freiliegende Kante auf dem
ersten Streifen und eine metallisierte freiliegende Kante
auf dem zweiten Streifen, der metallisierten Kante auf dem ersten Streifen gegenüberliegend, aufweist.
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Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung eines Wickelkondensators, insbesondere
eines Doppelwickelkondensators,aus einem ersten und zweiten dielektrischen Filmstreifen, die auf einer
Seite metallisiert sind, wobei auf dem ersten und zweiten Filmstreifen jeweils eine metallisierte Kante freiliegend
vorgesehen sind und die metallisierte Kante auf dem zweiten Streifen der metallisierten Kante auf dem ersten Streifen
gegenüberliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß a) der erste und zweite Streifen im wesentlichen in
zylindrischer Form gewickelt werden, wobei die nichtmetallisierten
Seiten jedes Streifens in Kontakt mit der metallisierten Seite des anderen Streifens stehen, daß der
Wicklungsvorgang bis zu einer Position vor einem Spalt in wenigstens einer der metallisierten Seiten ausgeführt
wird, wobei der Spalt durch Entfernung von Metall aus einer mittleren bzw. zwischenliegenden Position des Streifens
gebildet wird und der Spalt im wesentlichen kleiner als die Länge einer Wicklung des Kondensators ist.
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ORIGINAL INSPECTED
b) eine Schicht aus Isoliermaterial zwischen dem ersten
und zweiten Streifen eingesetzt und gewickelt wird, wobei die Isolierschicht den Spalt überdeckt und ihn umgibt und
sich von einer Seite des Kondensators nach außen erstreckt, wodurch eine überlappende, kreisförmige Barriere geschaffen
wird, welche die metallisierten Abschnitte auf jeder Seite des Spaltes trennt,
c) der Wicklungsvorgang für eine vorbestimmte Länge des
ersten und zweiten Streifens ausgeführt wird,
d) die äußersten, nach außen reichenden, überlappenden
Kanten der kreisförmigen Barriere geschmolzen werden, wodurch sie den Spalt umschließen,
e) jedes Endes des auf diese Weise gebildeten Kondensators mit Metall beschichtet wird, und
f) elektrische Anschlüsse zu beiden Seiten der Barriere
und zu dem anderen Ende des Kondensators hergestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spalt in beiden metallisierten Seiten hergestellt wird, daß
die Isolierschicht gewickelt wird, um den Spalt zu umgeben und von beiden Enden des Kondensators nach außen zu verlaufen,
wodurch überlappende kreisförmige Barrieren gebildet werden, welche den metallisierten Abschnitt auf jeder Seite
jedes Spaltes trennen, welcher sich von den gegenüberliegenden Enden des Spaltes wegsrstreckt, daß die äußerste, sich
nach außen erstreckende, überlappende Kante der kreisförmigen Barrieren geschmolzen wird und daß elektrische Verbindungen
auf beiden Seiten der Barrieren auf jeder Seite des Kondensators hergestellt werden, wodurch zwei getrennte
Kondensatoren geschaffen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt gebildet wird, bevor die Filmstreifen auf
den Kondensator gewickelt werden.
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4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spalt während des Wicklungsvorganges gebildet wird, indem die metallsierte Schicht mit einer unter Spannung
stehenden Elektrode kontaktiert wird und daß der Streifen, in welchem der Spalt gebildet wird, relativ zur Elektrode
bewegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2., dadurch gekennzeichnet,
daß die kreisförmige Barriere dadurch geschmolzen wird,
daß die Barriere in Berührung mit einer Heizfläche ge- * bracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die kreisförmige Barriere dadurch geschmolzen wird,
daß sie in einen Weichmacher eingetaucht wird.
7. Verfahren nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
.dadurch gekennzeichnet, daß die geschmolzenen Enden der
Barriere abgeschnitten werden, bevor die elektrischen Anschlüsse hergestellt werden.
8. Verfahren zur Herstellung eines Wickelkondensators, insbesondere
eines Doppelwickelkondensators aus ersten und zweiten dielektrischen Filmstreifen, die auf einer Seite
metallsiert sind, wobei eine metallsierte Kante jeweils des
• ersten und des zweiten Filmstreifens freiliegen, von welchen
die metallisierte freiliegende Kante des zweiten Filmstreifens
der des ersten Filmstreifens gegenüberliegt, dadurch gekennzeichnet, daß
a) zuerst die beiden Filmstreifen in im wesentlichen zylindrischer
Form gewickelt werden, wobei die nichtmetallisierten Seiten jedes Streifens in Berührung mit der metallisierten
Seite des anderen Streifens stehen, der Wicklungsvorgang bis zu einer Position vor einem Spalt in
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wenigstens einer der metallisierten Seiten ausgeführt wird,
wobei der Spalt durch Entfernung von Metall von einem zwischenliegenden Abschnitt des Streifens gebildet wird und
der Spalt im wesentlichen kleiner als die Länge einer Wicklung des Kondensators ist,
b) eine Schicht aus Isoliermaterial zwischen dem ersten und zweiten Streifen eingesetzt und gewickelt wird, die
Isolierschicht den Spalt überdeckt und umgibt und sich von einem Ende des Kondensators nach außen erstreckt, wodurch
eine verlängerte, überlagernde, kreisförmige Barriere gebildet wird, welche die metallsierten Abschnitte auf jeder
Seite des Spaltes trennt,
c) die Wicklung über eine vorbestimmte Länge des ersten
und zweiten Streifens ausgeführt wird,
d) das Ende der Barriere des Kondensators dadurch mit Metall beschichtet wird, daß Metall unter einem Winkel
gegenüber der Barriere aufgesprüht wird, um ein Kurzschließen des Spaltes zu verhindern,
e) das andere Endes des Kondensators mit Metall beschichtet wird, und
f) elektrische Anschlüsse zu beiden Seiten der Barriere
und zur anderen Seite des Kondensators hergestellt werden.
9. Zylindrisch gewickelter Doppelkondensator mit vorbestimmten
Kondensatorabschnitten, die· aus ersten und zweiten Längenabschnitten metallsierter dielektrischer Filme gebildet
werden, um erste und zweite Metallschichten zu ergeben, die- durch eine dielektrische Schicht getrennt
sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) wenigstens eine der Metallschichten einen Spalt auf
einem vorbestimmten zwischenliegenden Abschnitt aufweist," der Spalt eine Länge hat, die im wesentlichen kleiner als
die Länge einer vollständigen Wicklung des Kondensators ist,
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b) eine dielektrische Schicht den Spalt vollständig umgibt und auf jeder Seite des Spaltes überlagert,
c) die dielektrische Schicht die erste und zweite Metallschicht
auf gegenüberliegenden Seiten des Spaltes trennt und sich vom Kondensator an wenigstens einem Ende desselben
nach außen erstreckt, um eine kreisförmige Barriere zu schaffen,welche die Metallschicht auf jeder Seite des Spaltes
trennt,
d) eine Einrichtung zur separaten Herstellung eines elektrischen Kontaktes mit den metallischen Schichten innerhalb
und außerhalb der Barriere vorgesehen ist, und
e) eine Einrichtung zur Bildung eines elektrischen Kontaktes mit der anderen Metallschicht am anderen Ende des Kondensators
vorgesehen ist.
10. Doppelkondensator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß auf einem vorbestimmten zwischenliegenden bzw. mittleren Abschnitt jeweils der ersten und zweiten Metallschicht ein
Spalt vorgesehen ist, daß die dielektrische Schicht vollständig die Spalte umgibt und sich von den gegenüberliegenden
Enden des Kondensators nach außen erstreckt, um eine kreisförmige Barriere an jeder Seite jedes Spaltes zu bilden, und
daß eine Einrichtung zur getrennten Herstellung eines elektrischen
Kontaktes mit den metallischen Schichten innerhalb und außerhalb der Barriere auf beiden Enden des Kondensators
vorgesehen ist.
030064/0597
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/051,822 US4263638A (en) | 1979-06-25 | 1979-06-25 | Dial wound capacitor and method of making same |
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|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE19803018494 Ceased DE3018494A1 (de) | 1979-06-25 | 1980-05-14 | Verfahren zur herstellung eines wickelkondensators |
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