DE3017684A1 - Epoxysuccinylaminosaeurederivate und arzneimittel, welche diese enthalten - Google Patents
Epoxysuccinylaminosaeurederivate und arzneimittel, welche diese enthaltenInfo
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Description
HOFFMANN · EITLE & PARTNER
PAT E N TAN WALT E
DIPL.-ING. K.FDCHSLE · DR. RER. NAT. B. HANSEN
ARABELLASTRASSE 4 (STERNHAUS) . D-8000 MD N CH E N Sl · TELEFO N (089) 911087 · TELEX 05-29619 (PATH E)
33 435 o/fi
TAISHO PHARMACEUTICAL Co.,Ltd. Tokyo / Japan
Epoxysuccinylaminosäurederivate und Arzneimittel, welche diese enthalten
Die Erfindung betrifft neue Epoxysuccinylaminosäurederivate der allgemeinen Formel
H C0NHCHC0NH(CHo) NHR3 ,t.
ν / 2 η (I)
worin R Wasserstoff, ein Alkalimetall, Benzyl oder Cyclo-
2 alkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen, R mit 3 bis 4
Kohlenstoffatomen, R Wasserstoff, Benzyloxycarbonyl,
Acetyl oder Benzoyl und η eine ganzen Zahl von 2 bis 7 bedeuten.
Aus US-PS 3 911 111 ist E-64, nämlich N-/N-(L-3-transcarboxyoxiran-2-carbonyl)-L-leucyjyagmatin
bekannt. Dessen Zwischenprodukte werden in Chemical Abstracts,87,
030047/0821
2O21O8y (1977), 87, 58238c (1977), 87, 202125b (1977)
und 87, 68128z (T977) beschrieben und Epoxysuccinsäurederivate
werden auch in der DE-OS 28 09 036 und in Chemical Abstract, 87, 681239a (1877) beschrieben.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen unterscheiden sich
von den bekannten Verbindungen durch die Inhibierungsaktivität gegenüber Thiolprotease, insbesondere Kalzium-aktivierter
neutraler Thiolprotease (nachfolgend CANP) genannt, die im Überschuß im Muskelgewebe von von Muskeldystrophie
befallenen Säugetieren vorkommt und durch gute Absorption und Verteilung im Gewebe, nachdem man sie solchen Säugern
(einschließlich Menschen) verabreicht hat, ohne daß die vaskulare Permeabilität beschleunigt wird.
Wenn nicht anders angegeben, bedeutet nachfolgend der Ausdruck "Alkyl" sowohl geradkettige als verzweigtkettige
Alkylgruppen und die Epoxybernsteinsäurederivate sind Transisomere, d.h. daß zwei Carbonylgruppen an dem Oxiran-
ring in Transkonfiguration vorliegen.
Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind
Verbindungen der Formel (I), in denen R Wasserstoff,
2
R ein Alkyl mit 4. Kohlenstoffatomen und η eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist.
R ein Alkyl mit 4. Kohlenstoffatomen und η eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist.
Eine Verbindung der Formel (I) kann man hergesteilen,
indem man beispielsweise folgendes Verfahren anwendet:
Ein Epoxybernsteinsäuremonoester der allgemeinen Formel
'COOR4
(ID
030047/0821
4 5
worin R Wasserstoff oder ein Alkalimetall und R R ausgenommen Wasserstoff oder ein Alkalimetall, bedeutet,
mit einem Chlorierungsmittel, wie Oxalylchlorid, Thionylchlorid und dergleichen behandelt
unter Ausbildung des entsprechenden Säurechlorids. Zu dem Säurechlorid gibt man dann eine Aminosäureverbindung
der allgemeinen Formel
H0NCHCONH(CH0) NHR3 (III)
R2
2 3
worin R , R und η die vorher angegebene Bedeutung haben, tropfenweise unter Eiskühlung unter Bildung der
Formel (I), in welcher R gleich R ist.
Bei dieser Amidierung kann man zu der Verbindung der
Formel (III) eine Base, wie Triäthylamin, Pyridin, Methylmorpholin
und dergleichen zugeben. Wird die Verbindung der Formel (III) direkt in Form ihres Säureadditionssalzes
verwendet, so erhält man sie für die Umsetzung nach der Entfernung der Säure mit einer Base, wie einem Alkali hydroxid,
Triäthylamin, Pyridin oder Methylmorpholin; alternativ kann man sie auch in Gegenwart einer der vorerwähnten
Basen umsetzen.
4 Die Verbindung der Formel (II), in welcher R Wasserstoff
bedeutet, kann man auch direkt in eine Verbindung der Formel (I), in welcher R gleich R ist, ohne Chlorierung
überführen. In diesem Fall wird die Verbindung der
030047/0821
Formel (Ix), in welcher R Wasserstoff bedeutet, mit
einer Verbindung der Formel (III) in Gegenwart eines Kondensationsmittels, wie N/N'-Dicyclohexylcarbodiimid,
1-Äthyl-3(3-dimethylaminopropy1)-carbodiimid und
dergleichen umgesetzt. Vorzugsweise gibt man bei dieser Umsetzung eine N-Hydroxyverbindung, wie N-Hydroxysuccinimid,
1-Hydroxy-benzotriazol und dergleichen hinzu.
Alternativ kann man die Verbindung der Formel (I)/ in
welcher R . gleich R ist,
der Verbindung der Formel
der Verbindung der Formel
welcher R . gleich R ist, herstellen durch Amidierung
CONHCHCOOH
R2
2 5
in welcher R und R die vorher angegebene Bedeutung haben, mit einem Amin der Formel
in welcher R und η die vorher angegebene Bedeutungen
haben. Diese Amidierung kann in gleicher Weise wie bei
der Umsetzung der Verbindung (II), in welcher R Wasserstoff bedeutet, mit der Verbindung der Formel (III)
durchgeführt werden.
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Gemäß einer weiteren Alternative kann man die Verbindung der Formel (I), in welcher R gleich R ist, herstellen
durch eine Esteraustauschreaktion der Verbindung der Formel (I), worin R eine andere Gruppe innerhalb des Umfangs von
R ist, mit einem Alkohol, welcher die gewünschte Gruppe R bilden kann, wie Benzylalkohol, Cyclopentanol oder
Cyclohexanol, wobei die Umsetzung in Gegenwart eines Katalysators, wie Schwefelsäure, einem Alkalialkoholat oder
einem Alkalihydroxid, wie Natriumhydroxid, Kaiiumhydroxid
und dergleichen erfolgt.
Die Verbindungen der Formel (I), in denen R ein Alkalimetall bedeutet, kann man erhalten, indem man eine Verbindung
ι ς der Formel (I), in welcher R gleich R ist, mit einem
Alkalihydroxid, wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und dergleichen umsetzt, worauf man dann erforderlichenfalls
ein organisches Lösungsmittel, wie Äthanol, Azeton, Äthyläther oder Petroläther zugibt.
Die Verbindung der Formel (I), in welcher R Wasserstoff
bedeutet, kann man herstellen, indem man eine Verbindung der Formel (I), in welcher R ein Alkalimetall bedeutet,
mit einer anorganischen Säure, wie Chlorwasserstoffsäure
oder Schwefelsäure oder einer organischen Säure, wie Ameisensäure oder Essigsäure ansäuert und dann mit einem geeigneten
organischen Lösungsmittel extrahiert, wie Äthylacetat, Äthyläther, Benzol oder Chloroform.
Falls die Verbindung der Formel (I) eine mit Benzyloxicarbonyl geschützte Aminogruppe hat, kann man eine solche
Schutzgruppe durch katalytische Reduktion unter Verwendung von Palladium-auf-Kohle oder Palladium-Schwarz entfernen.
030047/0821
Die Verbindungen der Formel (II) und (IV) erhält man
gemäß dem in der DE-OS 28 09 036 beschriebenen Verfahren oder in ähnlicher Weise.
Die Verbindung der Formel (III) erhält man wie folgt: Die Verbindung der Formel
R6NHCHCOOH
2 (VI)
2
in welcher R die oben angegebene Bedeutung hat und R eine Schutzgruppe ist, wird mit einer Verbindung der
Formel (V) umgesetzt, worauf man nach Entfernung der Schutzgruppe die gewünschte Verbindung erhält. Beispiele
für die Schutzgruppe sind übliche auf dem Gebiet der Peptidsynthese verwendete Gruppen, wie tert.-Butoxycarbonyl,
Carbobenzoxy oder Methylbenzyloxycarbonyl.
Die Amidierung der Verbindung der Formel (VI) mit der Verbindung der Formel (V) kann in gleicher Weise ausgeführt
werden wie die Umsetzung der Verbindung der Formel (II), worin R Wasserstoff bedeutet, mit der Verbindung
der Formel (III). Die Entfernung der Schutzgruppe wird in der auf dem Gebiet der Peptidchemie üblichen Weise
vorgenommen. Die folgenden Beispiele zeigen die erfindungsgemäßen Verbindungen und deren Herstellung.
•In 80 ml Tetrahydrofuran werden 1,00 g DL-trans-Benzylhydrogenepoxysuccinat,
1,70 g N-L-Leucyl-N'-benzyloxycarbonyl-1,7-diaminoheptan,
0,73 g 1-Hydroxybenzotriazol und 0,55 g N-Methylmorpholin gelöst. Zu der Lösung gibt
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301768A
man langsam 0,95 g i-Äthyl-3-(3-dimethylaminopropyl)-carbodiimid-hydrochlorid
unter Eiskühlung und Rühren. Die Mischung wird zwei Stunden unter Eiskühlung und dann
zwei Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die Lösung wird unter vermindertem Druck konzentriert und dazu werden
100 ml Äthylacetat und 100 ml Wasser gegeben und die Mischung wird kräftig geschüttelt. Die Äthylacetatschicht
wird abgetrennt und nacheinander mit einer 10 %-igen wäßrigen Salzsäurelösung, einer gesättigten
wäßrigen Bicarbonatlösung und einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und dann zur Trockne konzentriert.
Der Rückstand wird durch Säulenchromatographie über Kieselgel (Chloroform:Azeton = 10 : 1) gereinigt und
aus Äthylazetat/n-Hexan umkristallisiert, wobei man 1,50 g
N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-Ieucy_l7-N
' -benzyloxycarbonyl-1 ,7-diaminoheptan, F. 134 C
in einer Ausbeute von 67 % erhält.
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von 1,30 g DL-trans-Benzylhydrogenepoxysuccinat und 1,75 g
N-L-Leucyl-N'-benzyloxycarbonyl-1,5-diaminopentan,
wobei man 1,80 g NyN(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)
-L-leucy_l7-N' -benzyloxycarbonyl-1 ,5-diaminopentan,
F. 145 bis 146 C in einer Ausbeute von 66 % erhält.
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von 1,33 g DL-trans-Benzylhydrogenepoxysuccinat und 1,84 g N-L-Leucyl-N
' -benzyloxycarbonyl-1 ,2-diaminoäthan, wobei man 1,87 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)
L-leucyl-N'-benzyloxycarbonyl-1,2-diaminoäthan, F. 148 bis
149°C in einer Ausbeute von 61 % erhält.
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BEISPIEL 4
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von 1,83 g DL-trans-Renzylhydrogenepoxysuccinat und 1,38 g
N-L-Valyl-N'-benzyloxycarbonyl-i,4-diaminobutan, wobei
man 1,73 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-valyl7-N'-benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutanj
F. 179 bis 1800C in einer Ausbeute von 58 % erhält.
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von 1,00 g
DL-trans-Benzylhydrogenepoxysuccinat und 1,54 g N-L-Xsoleucyl-N'-benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutan,
wobei man 1,65 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxirah-2-carbonyl)
-L-isoleucyl_/-N' -benzyloxycarbonyl-1 ,4-diaminobutan,
F. 167 bis 168°C in einer Ausbeute von 69 % erhält.
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von 1,15 g DL-trans-Cyclohexylhydrogenepoxysuccinat und
1,68 g N-L-Leucyl-N'-benzyloxycarbony1-1,4-diaminobutan,
wobei man 1,71 g N-/N-(DL-3-trans-Cyclohexyloxycarbonyloxiran-1-carbonyl)-L-leucyl7-N'-benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutan,
F. 139 bis 141°C in einer Ausbeute von
63 % erhält.
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von 1,07 g DL-trans-Cyclopentylhydrogenepoxysuccinat und
1,68 g N-L-Leucyl-N1-benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutan,
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wobei man 1,56 g N-/N-(DL-3-trans-Cyclopentyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-leucyl/-N'-benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutan,
F. 137 bis 139°C, in einer Ausbeute von 58,8 % erhält .
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von DL-trans-benzylhydrogenepoxysuccinat
und 0,21 g N-L-Leucyl-N'-acetyl-1,4-diamonobutan,
und behandelt das Produkt säulenchromatografisch über Kieselgel (ChloroformrMethanol=
50:1) und kristallisiert dann aus Chloroform /η-Hexan um,
wobei man 0,26 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-leucyjL/-N'-acetyl-1
,4-diaminobutan, F. bis 183°C, in einer Ausbeute von 59 % erhält.
Man arbeitet wie im Beispiel 8 unter Verwendung von 2,22 g DL-trans-Benzylhydrogenepoxysuccinat und 2,20 g N-L-Leucyl-N"-benzoyl-1,4-diaminobutan,
wobei man 2,60 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)
-L-IeUCyI1/-N ' benzoyl-1,4-diaminobutan,
F. 146 bis 148°C in einer Ausbeute von 64,7 % erhält.
BEISPIEL 10
In 100 ml Tetrahydrofuran werden 2,90 g N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-leucin,
2,46 g N-Benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutancarbonat, 1,92 g
N-Methylmorpholin und 1,30 g 1-Hydroxybenzotriazol gelöst.
Zu der Lösung gibt man langsam unter Eiskühlung
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und Rühren 1,8 g T-Äthyl-3-(3-dimethylaminopropyl)-carbodiimidhydrochlorid.
Die Mischung wird zwei Stunden unter Eiskühlung und dann zwei Stunden bei Raumtemperatur
gerührt. Die Lösung wird unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wird in einem Gemisch aus 150 ml
Äthylacetat und 150 ml Wasser gelöst. Die Lösung wird
kräftig geschüttelt und die Äthylacetatschicht abgetrennt. Die Äthylacetatschicht wird dann nacheinander mit einer
10 %-igen wäßrigen Salzsäurelösung, einer gesättigten
wäßrigen Bicarbonatlösung und einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen und dann zur Trockne konzentriert.
Der Rückstand wird aus Äthylacetat/n-Hexan umkristallisiert, wobei man 3,00 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)
-L-leucyV-N' -benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutan,
F. 169 bis 1700C, in einer Ausbeute von 65 % erhält.
BEISPIEL 11
In 20 ml Äthanol werden 2,1 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-leucyl/-N'-benzyloxycarbonyl-1,4-diaminobutan
gelöst. Zu der Lösung gibt man unter Rühren tropfenweise 10 ml einer äthanolischen Lösung
von 0,24 g Kaliumhydroxid. Nach zweistündigem Rühren bei Raumtemperatur gibt man zu der Lösung Petroläther und das
ausgefallene Produkt aus N-/N-(DL-3-trans-Carboxyiran-2-carbonyl)-L-leucyiy-N'-benzyloxycarbonyl-i,4-diaminobutan-Kaliumsalz
wird auf einem Filter gesammelt. Der Niederschlag wird in 50 ml Wasser gelöst, mit Salzsäure angesäuert und mit Äthylacetat (3 χ 50 ml) extrahiert. Die
Äthylacetatextrakte werden vereint, mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und zur Trockne konzentriert. Das er-
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haltene Pulver wird aus Chloroform/Petroläther umkristallisiert, wobei man 1,30 g N-/N-(DL-3-trans-Carboxyoxiran-2-carbonyl)
-L-leucy]^7~N ' -benzyloxycarbonyl-1 ,4-diaminobutan,
F. 56°C,,in einer Ausbeute von 72 % erhält.
BEISPIEL 12
In 120 ml Methanol wurden 2,00 g N-/N-(DL-3-trans-Benzyloxycarbonyloxiran-2-carbonyl)-L-leucyl7-N'-benzyloxycarbonyl-1
,4-diaminobutan suspendiert und dazu wurden 0,20 g Palladium-Schwarz gegeben. Die Mischung wurde kräftig gerührt
und es wurde ein schwacher Wasserstoffstrom bei Raumtemperatur 4 Stunden eingeleitet. Der Katalysator
wurde abfiltriert und das Filtrat wurde auf etwa 20 ml konzentriert. Der Rückstand wurde durch Zugabe von Petroläther
kristallisiert, wobei man 1,10 g N-/N-(DL-3-trans-Carboxyoxiran-2-carbonyl)-L-leucyiy-1,4-diaminobutan,
F. 178 bis 181 C (Zersetzung), in einer Ausbeute von 95 % erhielt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben eine überlegende
Inhibierungsaktivität gegenüber CANP, das im Überschuß in den Muskeln von Säugern, die unter Muskeldistrophie
leiden, vorkommt und weisen eine verbesserte Absorption und Verteilung in dem Gewebe nach der Verabreichung an
Säugern auf, verglichen mit den Epoxybernsteinsäurederivaten gemäß der DE-OS 2 809 03 6 und Chemical Abstracts, 87,
68129a (1977). Die Muskeldistrophie-inhibierende Aktivität wurde nach der Methode von Ishiura und Mitarbeitern
(J. of Biochem. 84, 225 (1978) ) unter Verwendung von CANP, das aus den Muskeln von an erblicher Muskeldistrophie leidenden
Küken gewonnen worden war, erprobt, und die gemessenen Werte für eine 50 %-ige Inhibierung in Mol-Verhältnissen
für das Enzym, ausgedrückt als IDj. (Mol/Mol) werden
in Tabelle 1 gezeigt.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden von Säugern,
wie Ratten oder Kaninchen besser bei subkutaner Verabreichung absorbiert als die Epoxybernsteinsäurederivate
gemäß der DE-OS 2 809 036 und Chemical Abstracts, 87, 68129a (1977). Zur Messung der Absorption wurden diese
Verbindungen subkutan Ratten in einer Dosis von 50 mg/kg
verabreicht, und die Konzentration der Versuchsverbindung im Rattenplasma nach einer Stunde nach der Verabreichung
wird in Tabelle 1 gezeigt.
| Verbindung | CANP-Inhibierungsakti- vitat ID50(Mol/Mol) |
Konzentration im Rattenplasma (ug/ml) |
| 2 4 5 6 8 9 10 11 12 |
121 113 92 75 100 89 78 19 55 |
1,5 1,2 1,4 " 1,5 1,8 1,3 1,6 13 25 |
| A B C D E |
5,400 410 580 574 4,600 |
unter 1,0 11 1,0 1,0 " 1,0 1,0 |
030047/082
Anmerkung:
Die Ziffer in der linken Spalte in der' Tabelle 1 bezieht sich auf die Numerierung der entsprechenden Beispiele.
Die Symbole A bis E bezeichnen folgende bekannte Verbindungen:
A: Äthylhydrogenepoxysuccinat B: Benzylhydrogenepoxysuccinat
C: N- (3-A'thoxycarbonyloxiran-2-carbonyl) -L-leucin-benzylester
D: N-(3-Carboxyoxiran-2-carbonyl)-L-phenylalanin-benzylester
E: N-(3-Carboxyoxiran-2-carbonyl)-L-leucin
Die erfindungsgemäßen Verbindungen inhibieren wirksam
und spezifisch Thiolproteasen, wie Papain, Bromelain und einige Arten Kathepsin, bei denen einige Sulfhydrylgruppen
für deren Aktivität wesentlich sind. Andererseits zeigen sie keine Inhibierungsaktivität gegenüber
Proteolyse von Kasein durch Trypsin, Chymotrypsin, Pepsin, einer Säureprotease von Paecilomyces varioti
oder Nagase (Handelsprodukt der Nagase Industry) gegen Esterolyse von Benzoylargininäthylester durch Kallikrein
noch gegen Fibrinolyse durch Humanplasrnin.
Die Papain-inhibierende Aktivität der erfindungsgemäßen
Verbindungen wurden nach dem Verfahren von K. Hanada und Mitarbeitern (Argic. Biol. Chem., 42, (3) 523 (1978) )
unter Verwendung von Papain (80 ug/ral, Sigma Chem. Co.,
2 χ kristallisiert) untersucht. Die für eine 50 %-ige Inhibierung benötigte Inhibitormenge wird als ID5 ausgedrückt,
in der Tabelle 2 gezeigt.
- 16 -
030047/0821
| Verbindung | ID5o (/»*> | Verbindung | ID5o ψ^ |
| 1 | 0,303 | 7 | 0,164 |
| 2 | 0,481 | 8 | 0,123 |
| 3 | 0,203 | . 9 | 0,181 |
| 4 | 0,436 | 10 | 0,260 |
| 5 | 0,323 | 11 | 0,118 |
| 6 | 0,142 | 12 | 0,106 |
Anmerkung;
Die Bezifferung in Tabelle 2 entspricht der von Tabelle 1.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen keine Nebenwirkungen,
wie eine Beschleunigung der vaskulären Permeabilität, und sind gegenüber E-64 und dessen Zwischenprodukten
in dieser Hinsicht überlegen.
Geeignete pharmakologische Zusammensetzungen der erfindungsgemäßen
pharmakologischen Verbindungen für orale, parenterale oder rektale Anwendungen, sind z.B. Tabletten,
Pulver, Pillen, Dragees, Kapseln, Lösungen, Suspensionen, sterile injizierbare Formen, Suppositorien, Zäpfchen und
dergleichen. Der Träger kann z.B. ein Feststoff oder eine Flüssigkeit sein. Beispiele für geeignete Träger
sind z.B. Laktose, Terra-Alba, Saccharose, Talkum, Gelatine,
Agär, Pektin, Akaziengummi, Magnesiumstearat, Stearinsäure und dergleichen. Beispiele für flüssige Träger sind
030047/0821
Sirup, Erdnußöl, Olivenöl, Wasser und dergleichen. Ausserdem können die Träger oder Verdünnungsmittel auch
retardierende Stoffe enthalten, wie sie bekannt sind, z.B. Glyzerylmonostearat oder Glyzeryldistearat allein
oder zusammen mit einem Wachs.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können zum Inhibieren
von CANP, da im Überschuß der Muskel von unter Muskeldystrophie leidenden Säugern vorkommt, angewendet werden,
indem man etwa 5 bis 400 mg/kg/Tag in Einzeldosen oder in zwei bis vier, unterteilten Dosen oral oder in Form
von injizierbaren Zubereitungen verabreicht.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben eine außerordentlich
niedrige Toxizität. Sie zeigen praktisch keine orale akute Toxizität bei Mäusen in Dosierungen unterhalb
2 g/kg Körpergewicht. Nach oraler Verabreichung von 1 g/kg/Tag an Versuchstiere während 30 Tagen wurden
keine Nebenwirkungen festgestellt.
030047/08^1
Claims (4)
- HOFFMANN · EITLE & PARTNERPAT E N TAN WALTEDR. ING. E. HOFFMANN (1930-1976) . D I PL-I N G. W. E ITLE · D R. RE R. N AT. Κ» H O FFMAN N · D I PL. -I N G. W. LEH NDIPL.-ING. K. FOCHSLE · DR. RER. NAT. B. HANSEN ARABELLASTRASSE 4 (STERNHAUS) · D-8000 MO N C H E N 81 · TELEFON (089) 911087 . TE LEX 05-29619 (PATH E)33 435 o/fiTAISHO PHARMACEUTICAL Co.,Ltd. Tokyo ./ JapanEpoxysuccinylaminosäurederivate und Arzneimittel, welche diese enthalten·Patentansprüche :1J Epoxysuccinylaminosäurederivate der allgemeinenCONHCHCONH(Ch9) NHR3(D 2worin R Wasserstoff, ein Alkalimetall, Benzyl oder2 Cycloalkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen, R Alkyl mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen, R Wasserstoff, Benzyloxycarbonyl, Acetyl oder Beizoyl und η eine ganze Zahl von 2 bis 7 bedeuten.030047/0821·— 2 —
- 2. Verbindung gemäß Anspruch 1, dadurch g e r1 2kennzeichnet , daß R Wasserstoff, R Alkyl mit 4 Kohlenstoffatomen und η eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist.
- 3. Verbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalimetall K oder Na ist.
- 4. Arzneimittel mit Thiolprotease-inhibierender Wirkung, g e k e η η ζ e Ϊ" c h η e t durch eine wirksame Menge an einer Verbindung gemäß Anspruch 1 neben einem inerten Träger.03 0CK 7 /082 1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6085879A JPS55153778A (en) | 1979-05-17 | 1979-05-17 | Epoxysuccinylamino acid derivative |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3017684A1 true DE3017684A1 (de) | 1980-11-20 |
| DE3017684C2 DE3017684C2 (de) | 1988-08-25 |
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ID=13154490
Family Applications (1)
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| DE19803017684 Granted DE3017684A1 (de) | 1979-05-17 | 1980-05-08 | Epoxysuccinylaminosaeurederivate und arzneimittel, welche diese enthalten |
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| US (1) | US4418075A (de) |
| JP (1) | JPS55153778A (de) |
| DE (1) | DE3017684A1 (de) |
| FR (1) | FR2456739A1 (de) |
| GB (1) | GB2052484B (de) |
| IT (1) | IT1143918B (de) |
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