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Titel: Diebstahlsicherung für Fahrzeuge Zusatz zu Patent . r . ...
o (Pat.-Anm. P 29 42 252.4) Die Erfindung betrifft eine Diebstahlsicherung £ur Fahrzeuge,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer elektrisch betriebenen Alarmanlage, die
von einer mit dem Fahrzeug fest verbundenen Schaltvorrichtung ausgelöst wird, welche
bei der Erfindung nach dem Hauptpatent aus einem mit einer elektrisch leitenden
Flüssigkeit teilweise gefüllten Behälter besteht, in dem verteilt mehrere, an eine
elektronische Auswertungsvorrichtung angeschlossene Tauchsensoren in verschiedenen
zu prüfenden Höhen angeordnet sind.
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Bei einer Ausfürrungsform nach dem Hauptpatent sind jeweils drei oder
vier Tauchsensoren gleicher Länge über den Behälter verteilt angeordnet, die eine
Schaltebene in der jeweils zu prüfenden Höhe definieren.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die Diebstahlsicherung nach dem Hauptpatent
zu verbessern und derart weiter auszugestalten, daß einerseits die Ansprechempfindlichkeit
erhöht und andererseits die Gefahr eines Fehlalarmes vermindert wird, wenn das abgestellte
Fahrzeug bei scharfgeschalteter Sicherung durch normale Umwelteinflüsse, wie Windstöße
od.dgl., erschüttert oder in Schaukelbewegungen versetzt wird und dann wieder in
seine Ausgangslage zurückkehrt.
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Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die in zwei
zueinander etwa senkrechten Richtungen auf einander gegenüberliegenden Seiten angeordneten
Tauchsensoren zu Je einer Gruppe zusammengefaßt sind und daß die Sensoren der einen
Gruppe unabhängig von den Sensoren der anderen Gruppe an die Auswertungsvorrichtung
angeschlossen sind. Hierdurch ist es möglich, Schrägstellungen des Fahrzeuges nach
Richtungen getrennt zu erfassen, da eine Neigung des Fahrzeuges in der einen Richtung
die Sensoren der anderen Richtung nicht beeinflußt. Hierbei reicht es aus, wenn
jeweils zwei einander gegenüberliegende Sensoren mit ihren unteren Enden eine "Schaltlinie"
in der jeweils zu prüfenden Höhe bilden, Zweckmäßig sind die Sensoren der einen
Gruppe der Fahrt-oder Längsrichtung und die Sensoren der anderen Gruppe der Querrichtung
des Fahrzeuges zugeordnet.
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Um eine möglichst gleichmEßige Ansprechempfindlichkeit der Diebstahlsicherung
in jeder möglichen Kipprichtung des Fahrzeuges zu erreichen, sind die Längenunterschiede
bei den der Querrichtung zugeordneten Sensoren zweckmäßig größer als die Längenunterschiede
bei den der Längsrichtung des Fahrzeuges zugeordneten Sensoren0 Weitere Merkmale
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den
Zeichnungen von besonders zweckmäßigen Ausführungsformen der Erfindung, die
durch
Beispiele und Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt: Fig0 1 eine Schaltvorrichtung
für eine Diebstahlsicherung nach der Erfindung in einem senkrechten Querschnitt,
Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Horizontalschnitt nach Linie II-II der
Fig. 1, Fig. 3 ein anderes Ausfüurungsbeispiel der Erfindung in einer der Fig. 2
entsprechenden Darstellung, Fig. 4 den Gegenstand der Fig. 3 in einem Längsschnitt
nach Linie IV-IV, Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 3 in einem Querschnitt nach Linie
V-V und Fig. 6 ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer der Fig. 2
entsprechenden Darstellung.
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In den Zeichnungen ist mit 10 eine Schaltvorrichtung bezeichnet, die
an den Stromkreis einer elektrischen Alarmanlage angeschlossen ist und diese einschaltet,
wenn das Fahrzeug gegenüber seiner ursprünglichen Lage gekippt oder schräggestellt
wird.
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Die Schaltvorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem Behälter
14 in Form eines Ringzylinders, dessen äußere Umfangswand mit 15 und dessen innere
Umfangswand mit 50 bezeichnet ist. An seiner unteren Stirnseite 51 ist der rizylindrische
Behälter 14 durch einen Boden 16 verschlossen, der auch das Innere 52 des von der
inneren Umfangswand 50 umschlossenen Raumes abdeckt, so daß eine Dose 53 gebildet
wird, die von dem ringförmigen Behälter 14 umschlossen wird.
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An seiner Oberseite 54 wird der ringzylindrische Behälter 14 von einem
Deckel 19 verschlossen, der in die äußere Umfangswand 15 und in die innere Umfangswand
50 dicht schließend eingreift und zweckmäßig mit diesen Windungen verklebt oder
verschweißt ist, so daß sich ein flüssigkeitsdichter Abschluß ergibt. Die Umfangswände
15 und 50, der Boden 16 und der Deckel 19 des Behälters 14 bestehen aus einem nicht
benetzbaren Kunststoff, beispielsweise aus Lupolen oder einem anderen Polyäthylen.
In unteren Teil des Ringraumes 56 ist eine elektrisch leitende Kontaktflüssigkeit
23, z.B. ein Gemisch aus Glyzerin und Kupfersulfat, angeordnet.
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Der Behälter 14 ist im Inneren des hier nicht näher dargestellten
Fahrzeuges an einer Wand od. dgl. derart befestigt, daß er bei horizontAles Fahrzeug
annähernd senkrecht steht und die in den Zeichnungen durch den Pfeil F angedeutete
Fahrtrichtung mit einer durch den Pttelpunkt des Behälters 14 gehenden horizontalen
Achse 82 zusammenfällt, die im folgenden auch Längsachse" oder Läng5rjohtung# genannt
wird.
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Eine hierzu senkrechte, durch den Mittelpunkt M des Behälters 14 gehende
horizontale Achse 83 wird als NQuerachseN oder "Querrichtung" bezeichnet.
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In dem ringförmigen, zylindrischen Behälter 14 sind im Kreis über
den Ringraum 56 verteilt Tauchsensoren 55, 57, 58, 59, 60 und 61 angeordnet, die
durch den Deckel 19 des Behälters gepreßt und in diesem mit einer Dichtung 21 abgedichtet
sind. Von jedem der Tauchsensoren 55, 58, 59, 60 und 61 sind vier Sttlck vorhanden,
von denen je e zwei der Tauchsensoren 55, 58, 59, 60 und 61 einander diametral gegenüberliegen
und durch Je eine gemeinsame Leitung 85, 86, 87, 88 und 89 bzw.
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90, 91, 92, 93 und 94 an die Vorrichtung zur digitalen Auswertung
des Lagezustandes des Behälters angeschlossen sind, die als 1Auswertungsvorriohtung"
49 bezeichnet ist und sich im Inneren 52 der Dose 53 befindet. Ferner sind die über
den
Ringraum 56 verteilt angeordneten Sensoren 57, die bis fast
auf den Boden 16 des Behälters 14 reichen und in die Kontaktflüssigkeit 23 stets
eintauchen, alle durch eine hier nicht näher dargestellte Leitung miteinander verbunden
und an den negativen Pol 13 des Steuerkreises angeschlossen.
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Nach der Erfindung sind die Tauchsensoren 55, 58, 59, 60 und 61 in
zwei Gruppen L und Q unterteilt, von denen die Gruppe L der Längsachse 82 und die
Gruppe Q der Querachse 83 zugeordnet ist0 Hierbei befinden sich die Sensoren 55tat
58Qa 59Qa' 60Qa und 61Qa auf der in Fahrtrichtung F rechten Seite der Längsachse
82 in dem Ringbogen 56a des Ringraumes 56, der von Radialstrahlen 95 und 96 begrenzt
wird, welche unter 450 bzw. 1350 zur Längsachse 82 verlaufen. Die zu der gleichen
Gruppe Q gehörenden Sensoren 55abt 58Qb 59Qb 60Qb und 61Qb sind auf der gßgenUberliegenden,
in Fahrtrichtung F linken Seite der Längsachse 82 in einem Ringbogen 56b angeordnet,
der von den über den Mittelpunkt M hinaus verlängerten Radialstrahlen 95 und 96
begrenzt wird.
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Analog sind die Sensoren 55pa' 5La' 59laut 60La und La in dem in Fahrtrichtung
F vorderen Bodenstück 56c und die Sensoren 55Lb' 58Lb 59Lb' 60Lb und 61Lb in dem
in Fahrtrichtung F hinteren Bogenstück 56d des Ringraumes 56 angeordnet und der
Längsachse zugeordnet.
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Wie bereits oben erwähnt, sind die Sensoren der Gruppe L und die Sensoren
der Gruppe Q unabhängig voneinander an die Auswertungsvorrichtung 49 angeschlossen,
wobei jeweils nur diejenige Gruppe mit der Auswertungsvorrichtung zusammenarbeitet,
von der ein Sensor durch eine Kipp- oder Schaukelbewegung zuerst von der elektrisch
leitenden Flüssigkeit berührt wird0 Wird das Fahrzeug beispielsweise auf der linken
Seite angehoben und der Behälter 14 hierbei um seine "Längsachse 82 gekippt, so
mag die Kontaktflüssigkeit einen
der Sensoren Qa, beispielsweise
den Sensor 58Qa' erreichen. Die Sensoren der Gruppe Q wirken dann mit Schaltimpulsen
auf die hier nicht näher dargestellte Auswertungsvorrictung 49 ein, während die
Sensoren der Gruppe L auch dann keine Schaltimpulse geben, wenn sie von der Kontaktflüssigkeit
berührt werden.
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Umgekehrt beteiligen sich nur die Sensoren der Gruppe L am Schaltvorgang,-
wenn ein Sensor dieser Gruppe. zuerst von der Kontaktflüssigkeit berEhrt.wird, -etwa
weil das Fahrzeug an seinem vorderen oder hinteren Ende angehoben und die Schaltvorrichtung
10 hierbei um ihre Querachse 83 gekippt wurde.
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Bei dem in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel hat
der Behälter 14 der Schaltvorrichtung 10. eine rechteckige Form. Die Tauchsensoren
55Qa, 58Qa 59Qa> 60Qa und 61Qa sind in Fahrtrichtung F rechts neben der einen
Längswand und die Tauchsensoren 55Qb' 58QbS 59Qb' 60Qb und 61Qb neben der rechten
Längswand 99 angeordnet, während sich die Sensoren 55La' 58La, 59La, 60La und 61La
an der vorderen Querwand und die Tauchaensoren 55Lbs 58Lb, 59Lbw 60Lb und 61Lb neben
der hinteren Querwand 101 befinden. Der an den negativen Pol angeschlossene Tauchsensor
57 ist in der Mittedes Behälters 14 angeordnet.
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Die Einrichtung funktioniert ebenso wie die zuvor beschriebene Schaltvorrichtung
nach den Fig0 1 und 2, es besteht nur die Besonderheit, daß die Längenunterschiede
# L bei den der Querrichtung R zugeordneten Sensoren SQa und SQb größer sind als
die Längenunterschiede #Q bei den der Längsrichtung F des Fahrzeuges zugeordneten
Sensoren S>a und SLbO Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausfübrungsbeispiel ist
der Behälter 14 mit der Kontaktflüssigkeit 23 zylindrisch und hat zweckmäßig einen
gekümpelten Boden 160 Der an den negativen P@1 angeschlossene Tauchsensor 57 befindet
sich in der
Mitte des Behälters 14, während die in verschiedenen
Höhen endenden anderen Sensoren in zwei einander rechtwinklig kreuzenden Reihen
angeordnet sind. Hierbei befindet sich die eine Reihe, welche die erste Gruppe L
von Sensoren bildet, in der in Fahrtrichtung F verlaufenden Längsachse 82 des Behälters
14, während die andere Gruppe Q der Tauchsensoren in der Querachse 83 des Behälters
14 angeordnet ist.
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Die Sensoren SL der Gruppe L sprechen an, wenn das Fahrzeug und mit
ihm der Behälter 14 um die Querachse 83 gekippt wird, während die Sensoren Sq der
Gruppe Q dann wirksam werden, wenn das Fahrzeug auf einer Seite angehoben und um
seine Längsachse 82 gekippt wird. Die Sensoren einer Jeden Gruppe haben verschiedene
Längen und sind wie bei den anderen Ausführungsbeispielen auf einander gegenüberliegenden
Seiten der zu ihnen senkrechten Richtung paarweise zusammengefaßt und an die Auswertungsvo.rrichtung
49.angeschlossen. Ebenso wie bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen wirkt
auch hier entweder die eine Gruppe L oder die andere Gruppe Q der Sensoren auf die
Auswertungsvorrichtung 49 ein, wenn die Schaltvorrichtung mit dem Fahrzeug gekippt
wird und die Kontaktflüssigkeit einen Sensor der einen. oder anderen Gruppe berührt0
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