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Bürstenherstellungsmaschine und Verfahren zum Herstellen von Bürsten
Die Erfindung betrifft eine Bürstenherstellungsmaschine mit wenigstens einem Stopfwerkzeug
und einem damit zusammenarbeitenden Büschelabteiler, wobei für eine Stößerzunge
u.einenSchieber des Stopfwerkzeuges sowie für den Abteiler aufeinander abgestimmt
arbeitende Antriebsorgane vorgesehen sind u.dasAntriebsorgan für die Stößerzunge
vorzugsweise von einem Pleuelantrieb gebildet ist, und wobei ferner der Schieber
sowie der Abteiler je eine Aufnahmestelle od. dgl. Aussparung für die Borstenbüschel
besitzen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Bürsten.
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Man kennt bereits Bürstenherstellungsmaschinen der eingangs erwähnten
Art (vgl. z.B. DE-OS 26 54 365). Im Stopfwerkzeug solcher Bürstenherstellungsmaschinen
werden in vorteilhafter Weise verschiedene Arbeitsgänge zusammengefaßt.
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Jedoch besitzen derartige Bürstenherstellungsmaschinen auch noch Nachteile,
die besonders bei höheren Drehzahlen auftreten. Beispielsweise bringt ein Büschelabteiler
ein Borstenbüschel von einem Magazin in den Schieber des Stopfwerkzeuges, wo es
mit Hilfe einer Stößerzunge von einem Befestigungsmittel abgenommen und in den Vorderteil
des
Schiebers bewegt und dabei gefaltet wird. Danach bewegt sich der Schieher zum Bürstenkörper
hin und bleibt dort kurz vor dem Bürstenloch stehen, während die Stößerzunge weiterläuft
und das Borstenbüschel in das Bürstenkörperloch eindrückt und dort mittels des erwähnten
Befestigungsmittels (Anker oder Schlinge) festlegt. Danach bewegt sich der Schieber
wieder in seine Ausgangslage zurück, wobei er das im Bürstenkörper hefestigte Borstenbüschel
freigibt. Während des zweiten Teiles eines solchen Arbeitstaktes wird die sich im
Schieber führende Stößerzunge relativ zu diesem zurückbewegt. Sie stellt dann ein
neues Befestigungsmittei bereit. Bei derartigen B0rstenherstellungsmaschinen ist
bereits bekannt, die Stößerzunge oder den Büschelabteiler mittels eines Pleuelantriebes
zu hewegen.
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Nachteilig ist dabei jedoch, daß insbesondere der Antrieb des vergleichsweise
schweren Schiebers über Kurvenscheiben erfolgt, z.B. mittels Hebel, die über Federn
und Kurvenrollen an diese Kurvenscheiben angedrückt werden. Auch müssen mit steigenden
Drehzahlen die Federn stärker ausgelegt werden; dann steigt der Druck zwischen Kurvenrolle
und Kurvenscheibe, wodurch die Abnützung und das Geräusch größer werden. Außerdem
nimmt bei den bisher bekannten Bürstenherstellungsmaschinen die Stößerzunge das
Büschel i.d.R.
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bei stillstehendem Schieber vom Büschelabteiler, während sich die
z.B. etwa sinusförmig von einem Kreisexzenter oder Pleuel angetriehene Stößerzunge
bereits in diesem Zeitpunkt verhältnismäßig schnell bewegt. Damit das Büschel nicht
zu früh aus dem Schieber herausgestoßen wird, muß dieser sehr schnell z.B. über
eine Kurvenscheibe unmittelbar nach der Büschelübernahme beschleunigt werden. Demzufolge
besitzen vorbekannte Exzentersteuerungen dieser Art entsprechend steile Profilierungen
an ihren Kurvenscheiben. Die Ekzentersteuerungen sind entsprechend abnutzungsempfindlich,
ger'luscherzeugend
und benötigen eine hohe Federbelastung, was
-eine zusätzliche Dauerbeanspruchung des gesamten Steuermechanismus' bedeutet. Dies
führt häufig zu einer Begrenzung der Arbeitsgeschwindigkeit der gesamten Bürstenherstellungsmaschine.
Auch ist die Herstellung derartiger Kurvenscheiben wegen der erforderlichen Ruhepunkte
sowie großen Beschleunigungen und Verzögerungen beim Schieber kompliziert.
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Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Bürstenherstellungsmaschine
zu schaffen, bei welcher die vorerwähnten Nachteile erheblich vermindert werden;
insbesondere soll die Notwendigkeit einer großen Beschleunigung des Stopfwerkzeug-Schiebers
weitgehend vermieden werden. Dabei sollen jedoch kinematisch einfache Antriebsteile
wie z.B.
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Pleuelantriebe für die Stößerzunge bzw. den Büschelabteiler erhalten
bleiben. Außerdem will die Erfindung ein entsprechendes Arbeitsverfahren zur Herstellung
von Bürsten schaffen.
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Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht insbesondere darin,
daß bei einer Bürstenherstellungsmaschine der eingangs erwShntenwArt im Obergabebereich
zwischen Büschelabteiler und Stopfwerkzeug-Schieber eine Büschelabnahmeeinrich{ng
vorgesehen ist, welche das Borstenbüschel vom Abteiler in die Aufnahmestelle -des
Schiebers überführt.
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Dadurch schafft man einen größeren Zeitraum für den Ablauf der Schieber-
bzw. Abteiler- bzw. Zungenbewegung bei der Büschelübergabe; zumindestkann die Beschleunigung
des Schiebers vermin-dert werden.
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Nach einer bespnders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist der Schieber mittels eines Pleuelantriebes od. dgl. durchlaufendem sinusartigem
Antrieb und vorzugsweise
der Büschelabteiler mittels eines Pleuelantriebes
od. dgl. angetrieben. Dadurch vermindert man nicht nur die Massenkräfte, sondern
vermeidet auch Kurvenscheiben und Kurvenrollen. Mittels der bereits erwähnten Büschelahnahmeeinrichtung
kann bei gleichzeitigem Antrieb von Stößerzunge sowie Schieber jeweils mittels Pleuel
od. dgl.
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Antriebe die Büschelübergahe zeitgerecht, schnell und ohne besonderen,
angetriebenen Steuermechanismus erfolgen.
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Nach einer Weiterbildung der Erfindung erhält man eine sichere Halterung
der Borstenbüschel dadurch, daß am Büschelabtei 1er zwischen seinem Aufnahmebereich
und dem Schieber ein Abdeckelement od. dgl Büschelhalteorgan für die Offnung der
Aufnahmekerbe des Abteilers vorgesehen ist, wobei das Abdeckelement vorzugsweise
ortsfest zum Maschinengestell gehalten ist und schieberseitig bei der Schieher-Aufnahmestelle
endet.
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Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung
von Bürsten, bei denen Borsten in Büschel antransportiert und zum Stopfen übergeben
werden. Erfindungsgemäß erfolgt die Obergabe der Borstenbüschel im Zuge von praktisch
stillstandsfreien, etwa sinusförmigen Antransport- und Stopfbewegungen, wobei die
Obergabe der Borstenbüschel von der Antransport- zur Stopfbewegung vorzugsweise
mittels Federkräfte stattfindet. Auf diese Weise wird die Obergabe zeitlich unabhängig
von der Vorschubbewegung des Borstenbüscheis innerhalb des Schiebers mittels der
Stößerzunge.
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Gegebenenfalls kann die obergabe der Borstenbüschel von der Antransport-
zur Stopfbewegung unter Verformung der sich zunächst etwa linienförmig erstreckenden
Borstenbüschel sowie unter Inanspruchnahme der dabei in den Borstenbüscheln entstehenden
Federkräfte erfolgen. Dementsprechend erzeugt man gezielt eine Biegespannung innerhalb
des Borstenbüscheis
während seiner Antransportbewegung; diese Biegespannung
nutzt man dann zur Obergabe von der Antransportbewegung zur Stopfbewegung aus.
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Zusätzliche Weiterbildungen der Erfindung sind in weiteren Unteransprüchen
aufgeführt. Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen mit
den erfindungswesentlichen Einzelheiten in der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen,
stärker schematisiert und in unterschiedlichen Maßstäben: Fig. 1 Die Seitenansicht
einer Bürstenherstellungsmaschine, Fig. 2 eine teilweise im Schnitt gehaltene Aufsicht
auf das Stopf-werkzeug mit Antriebsorganen usw., Fig. 3 eine Teil-Ansicht des Stopfwerkzeuges
ähnlich Fig. 2 mit einer Büschelabnahmeeinrichtung, Fig. 4 eine Teil-Ansicht des
Stopfwerkzeuges ähnlich Fig. 3 in etwas abgewandelter Ausführungsform, Fig. 5 einen
schematischen Querschnitt durch den Büschelabteiler entsprechend der Schnittlinie
V-V in Fig. 3 bei einem gabelartig ausgebildeten Abdeckelement, Fig. 6 einen Schnitt
durch den Bündelabteiler entsprechend der Schnittlinie VI-VI in Fig. 3 bei der Ausführung
gem. Fig. 5 sowie Fig. 7 einen Querschnitt durch den Bündelabteiler ähnlich Fig.
5 u. 6 entsprechend der Schnittlinie VII-VII, Fig. 8 eine gegenüber der Ausführung
nach Fig. 5 bis 7 etwas abgewandelte Ausführungsform, bei der dem Bündelabteiler
ein leistenartiges Abdeckelement zugeordnet ist gemäß der Schnittlinie V-V in Fig.
3 Fig. 9 einenQuerschnitt durch den Bündelabteiler und dessen Abdeckelement entsprechend
Fig. 8, jedoch än der Schnittstelle VI-VI von Fig. 3 sowie
Fig.
10 einen Querschnitt durch den Bündelabteiler entsprechend der Ausführung nach Fig.
8 u. 9 an der Schnittlinie VII-VII von Fig. 3, Fig. 11 eine teilweise im Schnitt
gehaltene Stirnansicht auf das Stopfwerkzeug, den Büschel-Abteiler, dessen Abdeckelement
bzw. der Büschelabnahmeeinrichtung ähnlich dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sowie
5 bis 7, Fig. 12 u.
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Fig. 13 Teilansichten von vorbekannten Stopfwerkzeugen und Fig. 14
eine Teil-Ansicht des erfindungsgemäßen Stopfwerkzeuges ähnlich Fig. 3 u. 4 bei
weggelassener Büschelabnahmeeinrichtung.
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Eine in Fig. 1 gezeigte, im ganzen mit 1 bezeichnete Bürstenherstellungsmaschine
weist einen Ständer 2 auf. Dieser trägt mittels einer Halterung 3 den zu bearbeitenden
Bürstenkörper 4. Diesem gegenüber befindet sich ein im ganzen mit 5 bezeichnetes
Stopfwerkzeug, das einen Schieber 6 und eine Führung 7 dafür besitzt. Zur Ausführung
eines Stopfvorganges ist der Schieber gemäß dem Doppelpfeil Pf 1 hin-und herbewegbar.
Fig. 2 zeigt stärker schematisiert eine Aufsicht auf das teilweise im Schnitt dargestellte
Stopfwerkzeug 5.Dabei sind dessen nachstehend näher beschriebene Antriebsorgane,
die in der Praxis am oder im Ständer 2 untergebracht sind, der besseren Obersicht
wegen in der Zeichnungsebene von Fig. 2 neben dem Stopfwerkzeug 5 dargestellt.
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Man erkennt dort auch ein Magazin 9, in dem sich die zu verarbeitenden
Borsten 10 befinden, ferner einen im ganzen mit 11 bezeichneten Büschel-Abteiler
11, zu nachstehend auch kurz "Abteiler 11" genannt. Dieser besitzt in bekannter
Weise eine als Aufnahmestelle für ein Borstenbüschel dienende Abteilerkerbe 12 (vgl.
auch Fig. 3 u. 4). Der Abteiler 11 führt Schwenkbewegungen gemäß dem Doppelpfeil
Pf 2 aus. Dabei befördert er in seiner Abteilerkerbe 12 Borstenbüschel 13
vom
Magazin 9 zum Stopfwerkzeug 5. Fig. 2 zeigt noch den Bürstenkörper 4, wobei dort
dessen Halterung 3 weggelassen ist. Im Ausführungsbeispiel ist die Bürstenherstellungsmaschine
1 als "Horizontalmaschine" mit waagrecht angeordneten Stopfwerkzeugen 5 dargestellt;
dieses kann jedoch in beliebiger Lage angeordnet sein, insbesondere kann man die
Maschine 1 auch als "Vertikalmaschine" ausbilden.
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In einem (nicht näher dargestellten) Kanal des Schiebers 6 führt sich
eine Stößerzunge 14, nachstehend auch kurz "Zunge 14" genannt. Diese ist, wie an
sich bekannt, über einen Pleuelantrieb P 1 entsprechend der Bewegungsrichtung des
Doppelpfeiles Pf 3 angetriehen. Dazu sind ein Pleuelarm 15 sowie Ohertragungshebel
16 u. 17 vorgesehen.
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F.rfindungsgemäß ist im Obergabebereich zwischen dem Abteiler 11 und
dem Schieber 6 eine im ganzen mit 18 bezeichnete Büschelabnahme-Einrichtung (kurz:
Abnahmeeinrichtung 18) vorgesehen (vgl. Fig. 3 u. 4). Diese entfernt die Borstenbüschel
13 aus der Abteilerkerbe 12 und überführt sie in eine Aufnahmestelle des Schiebers
6, z.B. in die Schieberkerbe 19. Eine Mithilfe der Zunge 14 zur Obergabe des Borstenb-üschels
13 (kurz: Büschel 13) ist nicht erforderlich; deshalb brauchen auch die Zungen-
und die Schieber-Bewegung zum Obergabezeitpunkt des Büschels 13 nicht aufeinander
abgestimmt zu werden. Dadurch kann man hohe Beschleunigungen, insbesondere bei der
Schieberbewegung vermeiden.
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Außerdem wird durch diese Abnahmeeinrichtung 18 die Möglichkeit für
eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung geschaffen. Danach ist nämlich der
Schieber 6 mittels eines Pleuelantriebes P 2 (kurz: Schieber-Pleuelantrieb P 2)
oder dgl. sinusartig durchlaufenden Antrieb angetrieben. Daraus ergibt sich folgende
erfindungsgemäße Arbeitsweise: Wenn die Zunge 14 das Büschel 13 in den Bürstenkörper
4 eindrückt, muß auch der Schieber 6 des Stopfwerkzeuges 5 in
der
dem Bürstenkörper 4 benachbarten Totpunktstellung sein. Diese dem Bürstenkörper
4 zugewandten Totpunktstellungen sind nachstehend mit "Unterer Totpunkt" benannt
und beim Schieber mit "UT," sowie bei der Zunge mit "UT " bezeichnet. Diese beiden
Totpunkte UT5 und UTz liegen also zusammen. Dementsprechend ist der obere Totpunkt
des Schiebers mit''OTs'' bezeichnet; er befindet sich in der Stellung, in welcher
dem Schieber 6 das Büschel 13 zugeführt wird. In Fig. 2 ist die obere Totpunktstellung
erreicht bzw. ein wenig überschritten (vgl. Position des Pleuelantriebes P 2 mit
dem dortigen Pleuelarm 20 und den zugehörigen Obertragungshebel 21 bis 23).Dagegen
liegt der obere Totpunkt OTZ ein Stück weiter vom Bürstenkörper 4 entfernt. Das
Büschel 13 muß nämlich, bevor es von der Zunge 14 erfaßt wird, in den Schieber 6
eingeführt werden können. Wenn man sowohl den Schieber 6 als auch die Zunge 14 gleichzeitig
mittels eines Pleuelantriebs od. dgl.
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sinusähnlichen,ununterbrochen ablaufenden Bewegung antreibt, steht
die Zunge wegen der vorerwähnten kinematischen Gegebenheiten nicht für die berführung
des Büschels 13 vom Abteiler 11 in den Schieber 6 zur Verfügung. Dies wird von der
Abnahmeeinrichtung 18 passend zum Bewegungsablauf von Schieber 6 und Abteiler 11
durchgeführt. Während der Schieber im Bereich seines oberen Totpunktes OTS z.B.
sich noch ein wenig vom Bürstenkörper 4 wegbewegt, läuft in eine Büschelzuführöffnung
24 (Fig. 14) der Abteiler 11 mit seiner Abteilerkerbe 12 bis etwa zur Längsmittelebene
(L) des Schiebers (Fig. 3). Die Zuführöffnung 24 ist in noch näher erläuterter Weise
auf diesen Obergabevorgang abgestimmt. In Fig. 2 ist noch gut erkennbar, daß auch
der Ahteiler 11 über einen Pleuelantrieb P 3 mittels des Pleuelarmes 25 und der
Obertragungshebel 26 und 27 seine Verschwenkbewegung erhält. Somit sind alle für
den Betrieb des Stopfwerkzeuges 5 hier beschriebenen Bewegungen mittels
Pleuelantriebe
P 1, P 2 u. P 3 zu erreichen. Wenn der Abteiler 11 den (nicht näher bezeichneten),
dem Schieber 6 zugewandten Totpunkt seiner Bewegung erreicht, muß zur gleichen Zeit
auch der Schieber 6 seinen oberen Totpunkt OTS durchlaufen. In dem kurzen Zeitbereich,
wo sowohl die Schieber als auch die Abteiler-Bewegung ganz langsam verlaufen und
jeweils ihre Richtung umkehren, wird das Büschel 13 vom Abteiler 11 in den Schieber
6 ohne Mitwirken der Zunge 14 überführt. Wenn danach der Schieber 6 auf den Bürstenkörper
4 zuläuft, nimmt er das Büschel 13 mit. Dieses wird während dieser-Hubbewegung des
Schiebers 6 von der Zunge 14 eingeholt und erst von dort an nimmt ein bekanntes,
nicht dargestelltes Büschelbündel-Befestigungsmittel (Anker bei kleinen, Schlingen
bei größeren Befestigungslöchern) das Büschel 13 mit. Die Zunge 14 drückt das Büschel
13 sowie das Befestigungsmittel in den Kopf 29 des Schiebers 6 und setzt im weiteren
Ablauf dieses Arbeitstaktes das Büschel 13 nebst Befestigungsmittel in den Bürstenkörper
4 ein. Dabei haben, wie bereits erwähnt, die Zunge 14 und der Schieber 6 ihre jeweils
unteren Totpunkte UTZ u. UTS erreicht. Danach bewegen sich diese Teile 6 und 14
wieder in Richtung ihrer oberen Totpunkte OTS und OTZ und ein neues Arbeitsspiel
läuft im vorbeschriebenen Sinne ab.
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Um zu verhindern, daß Teile des Büschels 13 aus der Abteilerkerbe
15 herausfallen, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung am Abteiler 11 ein Abdeckelement
O od. dgl. Büschelhalteorgan vorgesehen, welches die Öffnung der Abteilerkerbe 12
verschließt, und zwar im Gebiet zwischen dem Aufnahmebereich der Abteilerkerbe,
nämlich dem Magazin 9 einerseits und dem Bereich des Schiebers 6.
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Vorzugsweise ist dabei das Abdeckelement 30 od. dgl.
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ortsfest zum Maschinengestell 2 gehalten. Zweckmäßigerweise
endet
das Abdeckelement 30 od. dgl. schieberseitig an der z.B. einer Schieberkerbe 19
entsprechenden Schieher-Aufnahmestelle 31 für das Büschel 13. Wie besonders gut
aus Fig. 3 und 4 zu ersehen, reicht das Abdeckelement 30 od. dgl. mit seinem schieberseitigen
Ende 32 bis in die Nähe der Schieber-Aufnahmestelle 31. Dieses Ende 32 begrenzt
dabei zumindest abschnitt- und zeitweise die Schieber-Aufnahmestelle 31 gegenüber
der Büschelzuführöffnung 24 (vgl. Fig. 3, 4 u. 14). Dies begünstigt insbesondere
dann eine sichere Oberführung des Büschels 13 in den Schieber 6, wenn die Büschelzuführöffnung
24 weiter geöffnet ausgebildet ist (Fig. 14).
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Im Ausführungsbeispiel ist die Büschel-Abnahmeeinrichtung 18 gabelartig
ausgebildet. Der Abteiler 11 besitzt eine Abteilerleiste 34, welche die Büschel
13 etwa in ihrem mittleren Bereich mit der Abteilerkerbe 12 erfaßt (vgl.
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Fig. 5 bis 7). Die Gabelteile 33 a und 33 b der Abnahmeeinrichtung
18 sind dabei in der Gegend des Schiebers 6 sowie beidseits der Abteilleiste 34
angeordnet. Dabei können die den Büschel 13 zugewandten Abnahmeseiten 35 in Bewegungsrichtung
des Büschels 13 kufenartig gebogen ausgebildet sein (Fig. 3 u. 4). Dabei befindet
sich jede Abnahmeseite35 der Abnahmeeinrichtung 18 bei ihrem Zuführende 36 etwa
im Bereich des Kerbgrundes 37 der Abteilerkerbe 12. Dagegen befindet sicb diese
Abnahmeseite 35 in e rei cJ; der Schieber-tufnahmestelle 31 näher dem Werkzeugko)f~2')
etwa irl der Gegend der Öffnung der Schieber-nilinahmestellc. dabei gehen diese
Ahnahmeseiten 35 kontinuierlich von der einen in die andere Lage über. Sie verhiegen
dabei die Borstenbüschel 13, wie es insbesondere gut aus Fig. 6 u. 9 erkennbar ist.
Am Ende der Büschel-Zuüihrbewegung, wenn das Abdeckelement 30 od. dgl. das Büschel
13 freigibt, drückt die Ahnehmereinrichtung 18 das Büschel 13 unter Ausnutzung der
den Borsten innewohnenden Elastizität und Federkraft in die
Schieberkerbe
19. So erreicht man mit verhältnismäßig einfachen Mitteln, die keinen gesteuerten
Antrieb benötigen, zum gewünschten Zeitpunkt den Obergang des Büschels 13 von der
Abteilerkerbe 12 in die Schieberkerbe 19 (Fig. 3 bis 10). In Fig. 4 sind zwei etwas
abgewandelte Ausführungsbeispiele der Abnahmeeinrichtung 18 dargestellt. Diese ist
dort in einer Führung 38 verschiebbar in Richtung der MittellSngsachseL des Schiebers
6 angeordnet und mit einer Feder 39 belastet. Nach einer dazu noch etwas abgewandelten
Ausführungsform ist die Abnahmeeinrichtung um einen Drehpunkt 40 verschwenkbar gelagert
und ebenfalls mit einer entsprechend angeordneten Feder 41 belastet. Bei dieser
Ausführungsform ist man von der Biegsamkeit u./od. Eigenelastizität der Büschel
13 unabhängig. Auch diese Abnahmeeinrichtung ist einfach im Aufbau und bedarf keiner
besonderen Steuerung durch Antriebselemente. Im Bedarfsfalle können unterschiedliche
Bewegungen wie Verschiebbarkeit und Verschwenkbarkeit der Abnahmeeinrichtung 18
und ggf.
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die Biegeelastizität der Büschel 13 miteinander zusammenwirken.
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In den Fig. 8 bis 10 ist eine etwas abgewandelte Ausführungsform des
Abdeckelementes 30 dargestellt, das dort in Form einer Gegenleiste 30 c zur Abteil
leiste 34 ausgebildet ist. In Fig. 3 ist dabei noch eine besondere Ausführung der
Gegenleiste 30 d strichpunktiert angedeutet: Die Gegenleiste 30 d hat dort einen
geringfügigen Abstand a gegenüber der Abteilleiste 34. Dadurch kann man verhindern,
daß bei großer Hubgeschwindigkeit des Abteilers 11 eine unerwünschte Erwärmung wegen
der Reibung zwischen der Abteilleiste 34 und der Gegenleiste 30 d entsteht.
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Eine weitere etwas abgewandelte Ausführungsform besteht darin, daß
auch das Abdeckelement 30 gabelartig mit zwei Gabelteilen
30 a,und
30 b ausgebildet ist, wie es aus Fig. 5 und 6 hervorgeht. Dabei befinden sich diese
Gabelteile 30 a, 30 b beidseits der Abteilerleiste 34 und die Gabelteile 33 a und
33 b der Abnahmeeinrichtung 18 befinden sich außenseits der Gabelteile 30 a und
30 b (vgl. Fig. 6).
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Durch diese Maßnahmen kann die Reibung zwischen der Abteilleiste 34
bzw. dem zugehörigen Borstenbüschel 13 einerseits und den gabelförmigen Teilen 30
a bzw. 30 b des Abdeckelementes 30 gemäß der Ausführung Fig. 5 bis 7 erheblich gegenüber
der Ausführung gemäß Fig. 8 bis 10 vermindert werden. Dabei kann man bei der Ausführung
nach Fig. 5 bis 7 auch die Notwendigkeit einer sehr präzisen Herstellung von dem
Abdeckelement 30 in Bezug auf die Abteilleiste 34 vermeiden.
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Bei beiden Ausführungen gemäß Fig. 5 und 7 oder Fig. 8 bis 10 entspricht
die Ausbildung in der Seitenansicht derjenigen von Fig. 3. Kurz vor der Längsmittelebene
L des Stopfwerkzeuges 5 endet das Abdeckelement. Die bereits erläuterte Abnahmeeinrichtung
18 drückt dann das Büschel 13 in die Schieberkerbe 19.
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Im Schieber 6 ist eine Büschelzuführöffnung 24 vorgesehen, die besonders
gut in Fig. 14 erkennbar ist, weil dort der besseren Übersicht wegen die Abnahmeeinrichtung
18 nicht gezeichnet ist. In Fig. 12 und 13 sind dabei Abschnitte aus vorbekannten
Schiebern dargestellt, die ebenfalls bereits dort mit U bezeichnete Büschelzuführ6ffnungen
aufweisen.
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Diese erstrecken sich auch dort von der Büschel-Aufnahmestelle des
Schiebers bis zu einer Schieberseite. Die bekannte Zuführöffnung ö gemäß Fig. 12
ist dabei von einem randoffenen Schlitz mit parallelen Seiten begrenzt. Die ebenfalls
bereits bekannte Zuführöffnung Ö gemäß Fig. 13 ist von einem randoffenen Schlitz
gebildet, der sich etwas zum offenen Rand erweitert. Dabei ist die Kontur der ZufUhr-
Öffnung
gemäß Fig. 13 etwa in gleichen Abständen in Bezug auf die gestrichelt gezeichnete
Bahn B des tuzuführenden Büschels ausgebildet. Diese Bahn B entspricht der Unterseite
des dort gestrichelt eingezeichneten Büschelabteilers A.
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Abweichend von dieser Ausführung ist bei der erf-indungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschine
1 -der Umriß der Büschelzuführöffnung 24 auf die beiderseitigen Bewegungen'des Schiebers
6 sowie der Abteilerkerbe 12 abgestimmt. Dabei ist die Schieber-Aufnahmestelle 31
für das Büschel 13 gegenüber der Bewegungsbahn 42 der oeffnung der Abteilerkerbe
12.etwas in Richtung des Schieber-Einsteckendes 43 versetzt. Die dem Schieber-Einsteckende
43 abgewandte Wand 44 der oeffnung 24 ist am Offnungsrand in einem Abs-tand b von
der Bewegungsbahn 42 angeordnet, der wesentlich größer ist als der Abstand c zwischen
dieser Bewegungsbahn 42 und der "unteren", dem Schiebereinsteckende 43 benachbarten
Wand 45. Mit anderen Worten: In Bezug auf die Bewegungsbahn 42 der Abteilerkerbe
12 sind die Wände 44 und 45 der Zuführöffnung 24 unsymmetrisch ausgepildet im Sinne
einer möglichst störungsfreien, betriebssicheren Einführbarkeit des Borstenbüschels
13 vom Abteiler 11 in die Schieber-Aufnahmestelle 31. In Fig. 14 erkennt man auch
gut,-wie das Abdeckelement 30 mit seinem schiebernahen Ende 32 bis kurz tor die
Längsmittelebene L des Stopfwerkzeuges 5 bzw. des Schiebers 6 reicht. Dabei deckt
das Abdeckelement 30 einen Teil der Zuführöffnung 24 ab, so daß es sich insbesondere
in der in Fig. 14 gezeigten Position und Ausführungsform eine im wesentlichen geschlossene
Schieber-Aufnahmestelle 31 ergibt, obgleich die Zuführöffnung24 des Schiebers 6
einen offenen Rand besitzt. In Fig. 3 ist die Schieber-Aufnahmestel-le 31 abweichend
von Fig. 14 als eine etwa U-förmig profilierte Schieberkerbe 19 ausgebildet.
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Fig. 11 zeigt noch stärker schematisiert eine Stirnansicht auf das
Einsteckende 43 des Schiebers 6 nebst dessen Führung-7.
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Man erkennt dort gut, daß die Gabelteile 33 a und 33 b der Abnahmeeinrichtung
18 an der Führung 7 des Stopfwerkzeuges 5
angebracht sind. Ferner
erkennt man, daß sich beidseits der Abteilleiste. 34 des Abteilers 11 je ein gabelartiges
Teil 30 a und 30 b des gabelartig ausgebildeten Abdeckelementes 30 befindet. Dessen
Teile 30 a und 30 b ragen bis in den Bereich des Schiebers 6 hinein, wie es z.B.
auch gut aus Fig.14 hervorgeht. Das Stopfwerkzeug 5 im ganzen und insbesondere auch
sein Schieber 6 sind dementsprechend profiliert, insbesondere kann der Schieber
6 mit entsprechenden Seitennuten 46 versehen sein, welche die entsprechenden Bereiche
der Teile 30 a und 30 b aufnehmen.
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Im Ausführungsbeispiel sind die Abteiler ii und dementsprechend die
zugehörigen Abdeckelemente 30 bogenförmig ausgebildet. Die Erfindung kann auch mit
geradlinig ausgebildeten, eine Linearbewegung ausführenden Abteilern durchgeführt
werden.
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Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Bürstenherstellungsmaschine 1 erfolgt
die Obergabe eines Borstenbüschel von einem Abteiler 11 zu einem Schieber 6 des
Stopfwerkzeuges 5 im Zuge von praktisch stillstands freien, etwa sinusförmigen Antransport-
und Stopfbewegungen. Vorzugsweise werden bei der Obergabe des Borstenbüschels 13
Federkräfte herangezogen, die entweder von den Borstenhüscheln selbst stammen oder
an der Maschine1 vorgesehen sind.
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Alle vorbeschriebenen sowie in den Ansprüchen aufgeführten Merkmale
können einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
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L e e r s e i t e