DE3016248A1 - Hinterachse fuer fahrzeuge, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Hinterachse fuer fahrzeuge, insbesondere fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hinterachse für Fahrzeuge,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, deren Räder an starren, durch
eine biegesteife Querstrebe miteinander verbundenen Längslenkern gelagert sind, wobei die Längslenker in mit gummielastischeη
Körpern ausgestatteten Lagern am Fahrzeugaufbau angelenkt sind und die biegesteife Querstrebe zwischen den Lagerstellen der
Längslenker und den Radachsen angeordnet und mit den Längslenkern winkelfest verbunden ist.
Eine derartige Hinterachse ist durch die deutsche Offenlegungsschrift
21 03 399 bereits bekannt. Durch die biegesteife Ausbildung der Querstrebe und ihren winkelfesten Anschluß an die
Längslenker wird die bei einer Radführung ausschließlich durch Längslenker im Falle der Rollneigung auftretende Radsturzänderung
verringert.
Falls die Querstrebe mit den Längslenkern starr verbunden ist, muß sie eine ausreichende Drehelastizität besitzen, damit eine
gegenseitige Verschränkung der Längslenker, wie sie bei wechselseitigem,
einseitigem oder ungleichmäßigem Ein- und Ausfedern der Räder auftritt, überhaupt möglich ist. Je nachdem wie stark
das Drehmoment ist, das die Querstrebe einer Verdrehung entgegensetzt,
wird ihre Stabilisatorwirkung sein.
Durch die deutsche Offenlegungsschrift 23 61 009 ist es bekannt, unter völligem Verzicht auf die oben erwähnte Stabilisatorwirkung,
die Querstrebe in einem der beiden Längslenker oder
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sogar in beiden Längslenkern drehbar zu lagern. Der mit der
biegesteifen Ausbildung der Querstrebe und ihren winkelfesten
Anschluß in den Längslenkern bei Rollneigung des Fahrzeuges angestrebte Äufrichteffekt für die Räder bleibt dabei in vollem
Umfange erhalten·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannt vorteilhaften
Eigenschaften der eingangs beschriebenen Hinterachse in dem Sinne zu verbessern, daß bei ungleichmäßigem Ein - und Ausfedern
der Räder, wie z.B. bei Rollneigung des Wagenaufbaues,
nicht srar der Äufrichteffekt der Querstrebe verstärkt und
damit die Radsturzwerte günstig beeinflußt werden, sondern auch die Yorspmrwerte der Räder in vorteilhafter Weise verändert
werden.
Diese Wirkung ist mit den bekannten Hinterachsen mit an Längslerakern
geführten Rädern und sich in Querrichtung geradlinig den Längslenkern erstreckenden Querstreben nicht zu
Erfindangsgemäß wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß
die Querstrebe aus der durch die Lage der Anschlußstellen der
Querstrebe an den Längslenkern bestimmten Querebene einseitig abgekröpft ist, wobei die Endabschnitte der Querstrebe geradlinig
verlaufen und unter einem von 90° abweichenden Winkel
mit den Längslenkern verbunden sind.
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Unter Beibehaltung des oben erwähnten Aufrichteffektes der biegesteifen Querstrebe auf die Räder, werden durch die erfindungsgemäße
Ausbildung der Querstrebe die Räder so geführt, daß sie bei ungleichmäßigem Ein- und Aasfedern vorwiegend um die
Längsachsen der geradlinig ausgebildeten und schräg zur Querrichtung angeordneten Endabschnitte der Querstrebe geschwenkt
werden. Je nach Lage der Endabschnitte der Querstrebe kann zusätzlich zu dem erwähnten Aufrichteffekt eine Vorspuränderung
nach der einen oder anderen Richtung erzielt werden.
Weitere Merkmale der erfindungsgemäß ausgebildeten Querstrebe
beziehen sich auf die Ausbildung des die schräg an die Längslenker
angeschlossenen geradlinigen Endabschnitte verbindenden
Mittelstückes, das entweder als gerades Teil oder bogenförmig
mit bestimmten Krümmungshalbmessern ausgebildet sein kann.
Nach einem weiteren wichtigen Merkmal der Erfindung ist die Querstrebe in Richtung auf die Verbindungslinie der Radachszapfen
abgekröpft, so daß die geradlinig ausgeführten Endabschnitte der Querstrebe von den Längslenkern ausgehend schräg
nach hinten gerichtet sind. Diese Anordnung der Endabschnitte bewirkt, daß die Räder in ähnlicher Weise wie bei einer Schräglenkerachse
geführt werden, so daß die vorteilhaften Eigenschaften dieser Achse beim einseitigen Einfedern, wie verstärkte
Radsturzveränderung in Richtung auf negativen Sturz und Verringerung
der Vorspur nutzbar gemacht werden können.
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Nach eimern weiteren wichtigen Merkmal der Erfindung ist die
Querstrebe als verdrehsteifes Rohr ausgebildet, das im Hinblick
auf die unabdingbare Yerdrehbarkeit d@r Querstrebe zu den Längslenkern mit seinen geradlinig ausgebildeten Endabsehnitten
in den Längslenkern drehbar gelagert ist. Durch diese Konstrektia:
geht zwar die Wirkung der Querstrebe als Stabilisator weitgehend verloren, es ergibt sich aber die Möglichkeit, die Querstrebe
bei geringem Materialeimsatz auf optimale Biegesteifigkeit
auszulegen ohne zugleich durch die Forderung nach ausreichender Drehelastizität in der Gestaltungsmöglichkeit begrenzt zu
Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Querstrebe ergibt sich gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, daß
ihre Endabschnitte in mit den Längslenkern verbundenen Lager= hülsen unter Einfügung von eingepreßten Gummibüchsen drehbar
gelagert sind«. Mit dieser Anordnung kann der Querstrebe unab=·
hängig von dem Grad der Biegesteifigkeit jede beliebige Dreh= elastizität und damit Stabilisatorwirkung gegeben v/erden«,
So ergeben bei sonst gleichen Bedingungen z.B. dickwandig® Gummi büchsen in den Lagerstellen eine geringere Stabilisator·=
wirkiang der Querstrebe als solche geringerer Wandstärke?
während mit zunehmender Härte der Gummibüchsen die Stabilisator-*
wirkung erhöht wird»
Ein Ausführungsheispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische schematische Darstellung einer Hinterachse und des Fahrzeugaufbaus in
Normallage (ausgezogene Linien) und in nach links geneigter Lage (strichpunktiert),
Fig. 2 eine Draufsicht auf die linke Hälfte der Hinterachse nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die linke Hälfte einer
Hinterachse mit einer anderen Form der Querstrebe und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Lagerstelle der Querstrebe im Längsträger entsprechend der
Linie IV - IV in Fig. 2.
Die Hinterachse 11 besteht aus zwei Längslenkern 12 und 13 und einer biegesteifen Querstrebe 14, durch die die Längslenker
in einem mittleren Bereich winkelfest am Anschluß an der
Querstrebe miteinander verbunden sind. An den hinteren Enden der Längslenker 12 und 13 sind die Räder 15 und 16 auf Radzapfen
17 und 18 gelagert und an ihren vorderen Enden sind die Längslenker in Gummi-Lagern 19 und 20 am Fahrzeugaufbau
schwenkbar gelagert. Als Radfedern sind zweckmäßigerweise Schraubenfedern verwendet, die im Bereich der Räder 15 und
zwischen den Längslenkern 12 und 13 und dem Wagenaufbau 21
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angeordnet sind (nicht dargestellt). Durch die Verwendung einer
biegesteifen Querstrebe 14 zwischen den Längslenkern 12 und darf jedoch auf keinen Fall dem einzelnen Rad die Möglichkeit
des unabhängigen Ein- und Ausfederns genommen werden. Um dies zu gewährleisten, muß die biegesteife Querstrebe 14 entweder
selbst eine ausreichende Drehelastizität besitzen oder, falls sie nicht nur biegesteif sondern auch verdrehsteif ausgebildet
ist, muß die notwendige Verdrehbarkeit zwischen der Querstrebe 14 und den Längslenkern 12 und 13 in den Verbindungsstellen
22 und 23 dieser Teile vorgesehen werden. Die winkelfeste Verbindung zwischen der Querstrebe 14 und den Längslenkern 12
und 13 ist jedoch erhalten geblieben.
Durch die biegesteife Ausbildung der Querstrebe 14 und ihren
winkelfesten Anschluß an den Längslenkern 12 und 13 wird nicht
nur erreicht, daß die Längslenker 12 und 13 am seitlichen Kippen gehindert sind sondern auch, daß insbesondere bei
Kurvenfahrt und dabei auftretender Rollneigung die Änderung des Radsturzwinkels geringer ist als der Überneigungswinkel des
Aufbaues, was zu einer Verbesserung der Seitenführung des Fahrzeuges führt.
Ist bei der gegenseitigen Verdrehung zwischen der Querstrebe
und den Längslenkern 12 und 13, wie sie beim ungleichmäßigem Ein- und Ausfedern der Räder 15 und 16 auftritt, ein elastischer
Widerstand zu überwinden, wird auf die Räder eine stabilisierende
Wirkung ausgeübt.
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Vie in Fig. 1 veranschaulicht, ist die Querstrebe 14 in Richtung
auf die Radachsen abgekröpft, wobei sie mit geradlinig verlaufenden
Endabschnitten 24 und 25 schräg an die Längslenker 12 und 13 angeschlossen ist. Die beiden Endabschnitte 24 und
sind durch einen sich in Querrichtung erstreckenden geraden Mittelteil 26 verbunden. Die Verbindung der Querstrebe 14 mit
den Längslenkern 12 und 13 kann starr ausgebildet sein, was eine elastische Verdrehbarkeit der Querstrebe 14 aus den oben
geschilderten Gründen veraussetzt oder aber die Verbindung zwischen Querstrebe 14 und den Längslenkern 12 und 13 ist
- wie dargestellt - als Drehgelenk ausgeführt, wobei in diesem Fall die Querstrebe auch drehsteif ausgebildet sein kann.
Die Hinterachse 11 ist bei gleichmäßiger Einfederung der Räder 15 und 16 in ausgezogenen Linien dargestellt. Die Lage
des Fahrzeugaufbaues 21 entspricht der Lage der iVerbindungslinie A der beiden Lager 19 und 20 der Längslenker 12 und 13.
In strichpunktiertem Linienzug ist der Fahrzeugaufbau bei Überneigung nach links,wie sie z.B. beim Durchfahren einer
Rechtskurve auftritt, dargestellt. Entsprechend der Überneigung ist die Verbindungslinie Δ in die neue Verbindungslinie A1
übergegangen.
Durch den schrägen Anschluß der geraden Endabschnitte 24 und an die Längslenker 12 und 13 wird bei einseitigem Einfedern
eines Rades das jeweils an einem Längslenker angelenkte Rad so
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geführt, als beweg© es sich mit dem augehörigen Längslenkerabschnitt
um die Längsachse des angrenzenden Endabschnittes 24 bzw« 25 der Querstrebe 14» Die sich damit ergebende Scteeak·=
bewegung des Rades um die Längsachse des angrenzenden' geradem Endabschaittes 24 bzw» 25 der Querstrebe 14 setzt jedoch "voraus,
daß eine entsprechende Elastizität der Querstrebe 14 oder aber, falls die Querstrebe 14 verdrehsteif ausgeführt, die notwendige
Verdrehmöglichkeit in den Verbindungsstellen 22 und 23 zwischen Querstrebe 14 und Längslenkern 12 und 13 vorgesehen ist» Bei
einer gegen die Radachsen 17 und 18 gerichteten Äbkröpfung der
Querstrebe 14 und damit unter einem spitzen Winkel gegen die
Längslenker 12 und 13 gerichteten Endabschnittea 24 und 25 wird
nicht nur die ©b@n erwähnte Aufriehtwirkung auf die Räder 15
umd 16 verstärkt, sonders auch die Vorspur in vorteilhaftes3
Weise ähnlich wi© bei der Schräglenkerachse beeinflußt, wodurch
die Seitanführung bei Kurvenfahrt wesentlich verbessert wirdL
Abw®ich©ad zu der Ausführung der Querstrebe 14 in Figo 2
zeigt di© Ausführung der Querstrebe 14° nach Figo 3 ein b©gemförmiges
Mittelteil 26", bei dem di© geradea S&dafosehmitte 24°
2S° langer ausgeführt sind als bei der Ausführung nach
Wie Figo 4 zeigt, ist die erforderliche Verdrehbarkeit zwischen
der Querstrebe 14 bs^e 14' und den Längslenkern 12 und 13
dadurch bewirkt, daß die als Rohr ausgebildete Querstrebe 14 jei-ieils in an die Längslenker 12 und 13 angeschweißten Hülsen
27 und 28 gelagert ist« Zwischen den Enden 24 und 25 der
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- 12 -
Querstrebe 14 und den Lagerhülsen 27 und 28 ist jeweils eine
Gummibuchse 29 eingepreßt, die so zu bemessen ist, daß der
maximale Verdrehwinkel zwischen den beiden Bauteilen allein durch molekulare Verschiebung im Gummi aufgenommen wird. Der
von den Gummibüchsen 29 einer Verdrehung entgegengesetzte Widerstand ist ein Maß für die mit der Querstrebe 14 erzielte
stabilisierende Wirkung. Die gummielastische Lagerung gestattet
es dem Konstrukteur durch entsprechende Gestaltung, der Querstrebe 14 die erforderliche Biegesteifigkeit zu verleihen
ohne gleichzeitig durch die Forderung nach ausreichender Drehelastizität in der Gestaltungsmöglichkeit eingeschränkt
zu sein.
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Leerseite
Claims (6)
1. ) Hinterachse für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
deren Räder an starren, durch eine biegesteife Querstrebe miteinander verbundenen Längslenkern gelagert sind, deren
mit gummielastischen Körpern ausgestattete Lagerstellen
sich an ihren radachefernen Enden befinden, wobei die
biegesteife Querstrebe zwischen den Lagerstellen der Längslenker und den Radachsen angeordnet und mit den Längslenkern
winkelfest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstrebe (14) aus der
durch die Lage der Anschlußstellen (22 und 23) der Querstrebe (14) an den Längslenkern (12 und 13) bestimmten
Querebene einseitig abgekröpft ist, wobei die Endabschnitte (24 und 25 bzw. 24' und 25') der Querstrebe (14)
geradlinig verlaufen und unter einem von 90° abweichenden Winkel mit den Längslenkern (12 und 13) verbunden sind.
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2. Hinterachse für Fahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die geradlinig verlaufenden Endabschnitte (24 und 25) der Querstrebe (14) durch
einen sich in Querrichtung erstreckenden geraden Mittelteil (26) verbunden sind (Fig. 1 und 2).
3. Hinterachse für Fahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die geradlinig verlaufenden Endabschnitte (24' und 251) der Querstrebe (141) durch
ein bogenförmiges Mittelteil (26') verbunden sind (Fig. 3)
4. Hinterachse für Fahrzeuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil (26') mit
einem zur Fahrzeugmitte zunehmenden Krümmungshalbmesser ausgeführt ist.
5. Hinterachse für Fahrzeuge nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstrebe (14 und 14')
in Richtung auf die Verbindungslinie der Achszapfen (17 und 18) abgekröpft ist.
6. Hinterachse nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querstrebe (14 und 14')
als verdrehsteifes Rohr ausgebildet ist und mit ihren geradlinig verlaufenden Endabschnitten (24 und 25, 24* und
25') in den Längslenkern (12 und 13) drehbar gelagert
ist.
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Hinterachse nach Anspruch 6„
dadurch gekennzeichnet, daß die Emdabschnitte (24 und 25s
24' und 25°) der Querstrebe (14 und 14') in mit den
Längslenker (12 und 13) verbundenen Lagerhülsen (27, 28)
uater Einfügung von eingepreßten Gummibüchsen (29)
dr.ehbar gelagert sind (Fig. 4).
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