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Anordnung zum Umleiten eines Anrufs
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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Umleiten eines Anrufs, der
an einer Teilnehmerstelle B ankommt, zu einer teilnehmerstelle C mit Mitteln gemäß
dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
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Bei einer solchen Anordnung kommt es darauf an, daß wahlweise normaler
Verkehr über den Fernsp-rechapparat und über den Anrufumleiter möglich ist. Der
Anrufumleiter darf nicht fälschlich ansprechen, spricht er aber an, muß er Signale
liefern, die im Amt von der normalen Teilnehmermeldung unterschieden werden können.
Die Anordnung muß die Weiterwahl zum Teilnehmer C bewerkstelligen, aber erst, wenn
sichergestellt ist, daß die Mittel zum Verbindungsaufbau im Amt angeschlossen worden
sind, was ein Teilnehmer akustisch quittiert bekommt.
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Zur Erfüllung dieser Forderungen ist bereits eine Anordnung bekannt,
die eine Rufempfangseinrichtung und eine Wählschaltung enthält. Sobald der Ruf erkannt
ist, schaltet sie eine netzbetriebene Speiseschaltung ein, die Relais für die Kommunikation
mit den Amtseinrichtungen betätigt und Signale in Form bestimmter Spannungspotentiale
zum Amt sendet.
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Im übrigen enthält sie Einstellschalter für die Vorwahl der für die
Weiterwahl maßgeblichen Rufnummern und Zähl-und Steuerschaltungen für die Bildung
der Wählimpulse (Technische Mitteilungen PTT 10/1970). Nachteilig an dieser Anordnung
ist ihre Netzabhängigkeit, die ihre Betriebssicherheit beträchtlich herabsetzt,
ferner das Gerät unhandlich macht und außerdem nicht systemgerecht ist, da ein Fernsprechanschluß
normalerweise nicht an das Vorhandensein eines 220-V-Stromnetzes gebunden ist.
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Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu überein den und die
Anordnung gleichzeitig kleiner und.preisgünstiger zu gestalten.
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Dieses Ziel wird mit den im Kennzeichen des Hauptanspruchs angegebenen
Merkmalen erreicht.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den den Unteransprüchen
hervor.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß die Anordnung leitungsgespeist wie ein Fernsprechapparat arbeitet. Es sind keine
zusätzlichen Zuleitungen, sei es vom Stromnetz oder vom Amt, erforderlich. Dadurch
ist die Anordnung systemgerecht und flexibel im Einsatz. Ihre Betriebssicherheit
ist genauso groß wie die eines Fernsprechanschlusses.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand eine Ausführungsbeispiels,
das in der Zeichnung dargestellt ist, näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 ein Prinzipschaltbild
für die Anrufumleitung mittels der im Amt vorgesehenen Einrichtungen und des beim
Teilnehmer anschließbaren Anrufumleiters gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Einzeldarstellung
der üblichen Teilnehmerschaltung im Amt, Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel für die
Rufempfangseinrichtung im Anrufumleiter der Erfindung, Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel
für die Wählschaltung im Anrufumleiter der Erfindung.
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Fig. 5 eine andere Ausgestaltung der Rufempfangseinrichtung im Anrufumleiter,
Fig. 6 ein entsprechend der anderen Ausgestaltung der Rufempfangseinrichtung modifiziertes
Prinzipschaltbild der im Amt vorgesehenen Einrichtungen.
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In Fig. 1 ist rechts ein Teilnehmer Tln -B dargestellt, dessen Sprechadern
a,b über Tasten Ta wahlweise mit dessen Fernsprechapparat F oder Anrufumleiter AU
verbindbar sind. Der Anrufumleiter enthält als wesentliche Elemente eine Rufempfangseinrichtung
RE und eine Wählschaltung WS, die beide leitungsgespeist, also ohne zusätzliche
Stromversorgung arbeiten.
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Die Rufempfangseinrichtung RE ist zu diesem Zweck als elektronische
Schaltung aufgebaut, die zur Unterscheidung der Rufsignale von Störsignalen eine
Ansprechschwelle aufweist und bei Signalen, die diese Schwelle überschreiten, über
einen elektronischen Schalter ein quittungssi gnal an eine oder beide Sprechadern
anlegt. Ein Ausführungsbeispiel für die Rufempfangseinrichtung RE ist in Fig. 3
zu sehen. Die Schaltung ist eingangsseitig wechselstrommäßig an die a-Ader angekoppelt,
enthält eine Z-Diode Z3 von z.B. 5 V zur Spannungsbegrenzung und ein Integrierglied
R3, C3, dem ein Transistor T3 mit einer Ansprechschwelle von etwa 0,7V nachgeschaltet
ist. Kurzzeitige Störimpulse werden vom Integrierglied unterdrückt, während länger
anstehende Störspannungen mit Sicherheit unter der Ansprechgrenze von 0,7V liegen.
Dagegen hat die 25-Hz-Rufwechselspannung eine Amplitude von annähernd 4 V und liefert
nach der Integration einen Gleichspannungswert von etwa 1,5 V, der den Transistor
T3 sicher durchschaltet. Mit Durchschalten des Transistors T3 gelangt über die Diode
D3, die den Transistor vor Spannungen falscher Polarität schützt, als Quittungseignal
Erdpotential an die b-Ader.
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Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist als Quittungssignal Erdpotential
vorgesehen, da es vielfach an der Fernsprechanschlußdose zur Verfügung steht und
im Amtszusatz AZ leicht identifiziert werden kann, wie später noch erläutert wird.
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Der Anrufumleiter der Erfindung ist aber nicht an das Vorhandensein
von Erdpotential gebunden. Eine Schaltung, die ohne Erdpotential auskommt, wird
weiter unten anhand von Fig. 5 beschrieben.
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Die in Fig. 1 skizzierte Wählschaltung WS besteht ebenfalls aus einer
rein elektronischen Schaltung. Sie ist über Dioden an die Sprechadern a,b angeschlossen
und enthält im wesentlichen eine Auswerteschaltung für Analog-und Digitalsignale
ADA, die einen elektronischen Schalter T und einen den nsi-Kontakt im Fernsprechapparat
nachbildenden elektronischen Schalter NSI steuert, sowie einen elektronischen Zahlengeber
ZG, der Wählimpulse entsprechend der ihm von einem einstellbaren Rufnummern-Speicher
Sp gelieferten Informationen erzeugt und über die Auswerteschaltung ADA und den
elektronischen Schalter NSI auf die Sprechadern gibt. Der Zahlengeber ZG erhält
seine Betriebsspannung über den elektronischen Schalter NSI, dem zu diesem Zweck
eine Z-Diode Z2 in Reihe geschaltet ist. Ein Kondensator C parallel zur Z-Diode
Z2 hält die Stromversorgung für den Zahlengeber ZG während der Sendezeiten von Wählimpulsen,
in denen der Schalter NSI stromundurchlässig ist, aufrecht.
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Die Auswerteschaltung ADA wertet mehrere Kriterien aus.
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Zunächst stellt sie fest, ob an den Sprechadern eine Spannung richtiger
Polarität, und zwar a negativ gegenüber b, ansteht, und bewirkt daraufhin das Durchschalten
des elektronischen Schalters T zur Bildung von Schleifenschluß und zum Empfang des
amtsseitig gesendeten Wählzeichens (Wahlbereitschaftszeichen).
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Dann wertet sie das Wählzeichen aus, stellt jetzt über den elektronischen
Schalter NSI Schleifenschluß her und speichert die Wählzeichen-Information für die
Dauer der Wahl. Während der Wahl wertet die Auswerteschaltung ADA die vom Zahlengeber
ZG erzeugten Wählimpulse in der Weise aus, daß sie den elektronischen Schalter NSI
für die Dauer jedes Wählimpulses sperrt und somit Schleifenunterbrechung bewirkt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Wählschaltung WS ist in Fig. 4 dargestellt.
Diese Schaltung erhält ihre Stromversorgung allein über die Sprechadern a,b und
ist sonst vollkommen passiv. Um sie wirksam zu schalten, muß an der a-Ader eine
Spannung negativer Polarität gegenüber dem Potential an der b-Ader anliegen, was
durch die Dioden Dl, D2 sichergestellt wird. Diese Polaritätsauswertung ist für
die Anrufumleitung wichtig, wie später noch beschrieben wird. Sind diese Spannungsverhältnisse
gegeben, so kommt über die Z-Diode Z40 und den Widerstand R45 der Transistor T44
in den leitenden Zustand.
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Er sperrt über die Diode D41 den Transistor T45, wodurch der elektronische
Schalter NSI, hier ebenfalls ein Transistor, gesperrt gehalten wird, und macht über
den Widerstand R41 den elektronischen Schalter T, hier auch ein Transistor, leitend.
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Dieser stellt über den übertrager ü und die Z-Diode Z1 (ca. 5V) Schleifenschluß
her. Der Basisstrom für den Transistor T44 wird über den Widerstand R44 aufrechterhalten,
während die Z-Diode Z40 (ca. 40V) inzwischen sperrt. Jetzt kann das im Amt erzeugte
Wählzeichen, das die Wahlbereitschaft signalisiert, empfangen werden.
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Trifft es ein, so wird es über den Übertrager ü einem Verstärker V
zugeleitet, dessen Betriebsspannung durch die Z-Diode Zl gebildet wird. Dem Verstärker
V ist eine auf die Frequenz und Dauer des Wählzeichens zugeschnittene analoge Auswerteschaltung
AA nachgeschaltet, die z.B.
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ein Zeitglied und einen Bandpaß enthält. Auf diese Weise kann das
Wählzeichen von anderen Signalen, wie Störsignalen und ggf. Besetztzeichen, unterschieden
werden. Hat die analoge Auswerteschaltung AA das Wählzeichen identifiziert, schaltet
ihr Ausgangssignal den Transistor T42 in den leitenden Zustand. Dieser liefert über
den Widerstand R42 Basisstrom für den Transistor NSI, dessen Kollektorstrom den
Kondensator C auflädt. Mit steigender Spannung am Kondensator C (ca. 1,5V) wird
zunächst der Selbsthaltekreis für den Transistor NSI über Widerstand R46, Transistor
T45 und Diode D44 vorbereitet, wobei Transistor T45 zunächst noch durch Transistor
T44 gesperrt bleibt.
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Bei einer Spannung von ca. 2,5V am Kondensator C wird der Transistor
T43 über Widerstand R43 und die Dioden D42, D43 leitend, wodurch Transistor T44
gesperrt wird und infolgedessen der elektronische Schalter T und der Transistor
T42 stromlos werden. Der Transisitor T45 liefert nun den Basisstrom für den Schalter
NSI, so daß der Kondensator C bis zu einer Spannung von
ca. 5V
(Z-Diode Z2) aufgeladen wird. Der Schleifenschluß an den Sprechadern wird durch
den Schalter NSI aufrechterhalten, während der Schalter T jetzt stromlos ist.
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Durch dieses abwechselnde Durchschalten der elektronischen Schalter
T und NSI wird ein äußerst geringer Stromverbrauch erreicht, der eine wesentliche
Voraussetzung für die Leitungsspeisung darstellt.
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Mit dem Schleifenschluß über den elektronischen Schalter NSI erhält
der Zahlengeber ZG Betriebsspannung und läuft an.
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Dieser Zahlengeber kann wie üblich aus einem Taktgenerator und nachgeschalteten
Verknüpfungsgliedern bestehen, die die Taktimpulse mit den im Rufnummern-Speicher
gespeicherten Informationen verknüpfen und daraus Wählimpulse geeigneter Impuls-
und Pausendauer formen. Eine gängige Ablaufsteuerung sorgt für die richtige Aufeinanderfolge
der seriell auszusendenden Impulse. Der Rufnummern-Speicher ist l6stellig ausgelegt,
um die Maximalzahl von Vorwahl- und Teilnehmerziffern speichern zu können. Jeder
Wählimpuls erscheint ausgangsseitig in Form elektronischer Kontaktgabe über einen
Transistor T41, und zwar schaltet dieser das Potential an seinem Emitter auf den
Kollektor-Ausgang. Von dort gelangt es an die Basis des Transistors T45 und sperrt
diesen, wodurch auch der Transistor NSI gesperrt und die Schleife unterbrochen wird.
Die Betriebsspannung für den Zahlengeber hält der Kondensator C aufrecht, bis in
der-Wahlpause erneut Schleifenschluß erfolgt usw. Falls die Wählschaltung auch eine
Wahlendeinformation zu bilden hat (sie kann alternativ auch im Amtzusatz AZ gebildet
werden), sind für dessen Einspeisung in die Sprechadern die Transistoren
T46
und T47 vorgesehen. Der Transistor T46 öffnet für die Dauer der Wahlendeinformation
und versorgt den Transistor T47 mit Basisstrom. Transistor T47 schaltet daraufhin
Erdpotential über die Diode D45 zur b-Ader durch.
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Durch diese getrennte Bildung des Erdimpulses ist die Wählschaltung
im übrigen von der absoluten Höhe der über die Sprechadern zugeführten Spannungen
unabhängig, was insofern von Vorteil ist, als diese Spannungen in Abhängigkeit von
Art und Länge der Teilnehmerleitung schwanken können. Steht an der Anschlußdose
des Fernsprechapparats kein Erdpotential zur Verfügung, wird die Wahlendeinformation
anders gebildet, wie später anhand von Fig. 6 beschrieben wird. In der Wählschaltung
von Fig. 4 entfällt dann lediglich der die Transistoren T46 und T47 enthaltenVe
Zweig.
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Die Dioden Dl und D2 werden je nach Höhe der Rufspannung evtl. bereits
während der Rufphase leitend. Dabei muß verhindert werden, daß die Wählschaltung
anspricht.
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Entsprechende Maßnahmen sind durch die Z-Diode Z40 (ca.
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40 V) und das Integrierglied RC getroffen. Sie verhindern, daß der
Schalter T bereits während der Rufphase leitend wird.
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Zur Anrufumleitung ist neben dem beim Teilnehmer Tln B aufgestellten
Anrufumleiter AU ein Zusatz im Amt erforderlich, der in Fig. 1 schematisch dargestellt
ist. Der Amtszusatz AZ ist hinter der üblichen Teilnehmerschaltung TS angeordnet
und umfaßt mehrere Relais zur Umschaltung der Signal- und Sprechwege, eine mit den
üblichen Übertragern, Verstärkern und Siebgliedern ausgerüstete Sprechwegschaltung
S, eine Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' und ggf. eine Tonbandansageschaltung TB. Die
Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' führt zu einem Anrufsucher AS, der wie die nachfolgenden
Gruppenwähler
GW zur üblichen Amtseinrichtung gehört, in Fig. 1 mit AE gekennzeichnet.
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Die übliche Teilnehmerschaltung TS ist in Fig. 2 dargestellt. Die
Sprechadern a,b sowie die als Signalader dienende c-Ader sind in kommender Richtung
an den Leitungswähler LW angeschlossen, in gehender Richtung führen sie zum Anrufsucher
AS, wobei als vierte Ader die z-Ader zum Gebührenzähler Z mitgeführt wird. Von dieser
Teilnehmerschaltung TS unterscheidet sich die im Amtszusatz AZ von Fig. 1 vorgesehene
Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' lediglich dadurch, daß sie keinen Anschluß zu einem
Leitungswähler aufweist, sondern nur Ausgänge in gehender Richtung zum Anrufsucher
hat.
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Die Anordnung von Fig. 1 arbeitet unter diesen Voraussetzungen wie
folgt.
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1. Normaler Verkehr zwischen Tln A und Tln B, kommend in B Die Tasten
Ta sind in Ruhestellung, und der Fernsprechapparat F des Teilnehmers Tln B ist mit
den Sprechadern verbunden. Kommt in der Amtseinrichtung AE ein Ruf für Tln B an,
so wird die zugehörige c-Ader an Erde gelegt, woraufhin das im Amtszusatz vorgesehene
CR-Relais erregt wird, ebenso kommt in der Teilnehmerschaltung TS von Fig. 2 das
T-Relais und trennt die für gehenden Betrieb maßgeblichen Baugruppen von den Sprechadern
ab. An die a-Ader wird über eine Wicklung des A-Relais die Ruf- und Signalmaschine
gegen -60 V angeschlossen, an die b-Ader über eine zweite Wicklung des A-Relais
Erde angelegt. Der Ruf gelangt über die Trennkondensatoren TCa und TCb zum Teilnehmer
Tln B. Hebt er ab, 80 wird in seinem Fernsprechapparat F Schleifenschluß erzeugt.
Nach Teilnehmermeldung sprechen
im Amtszusatz AZ die Relais AR
und BR an, von denen das erste an der a-Ader über einen d-Kontakt an Erde angeschlossen
ist, während das zweite an der b-Ader über einen Kontakt nach -60 V geführt ist.
Je ein Kontakt ar und br des AR- und BR-Relais erregen nun in der unten gezeichneten
Relaisschaltung das Durchschalterelais D (cr ist je bereits geschlossen), das sich
über einen eigenen Kontakt selbst hält, zum anderen über je einen Kontakt die Trennkondensatoren
TCa und TCb überbrückt und die Stromkreise für AR- und BR-Relais wieder auftrennt.
In diesem Zustand sind die Sprechadern a,b zum Fernsprechapparat des Teilnehmers
Tln B durchgeschaltet und bleiben es, bis die Verbindung ausgelöst wird, wodurch
der cr-Kontakt öffnet.
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2. Normaler Verkehr zwischen Tln A und Tln B, gehend in B Die Tasten
Ta sind wie vordem in gezeichneter Stellung.
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Hebt der Teilnehmer Tln B den Handapparat ab, wird im Fernsprechapparat
F Schleifenschluß zwischen a- und b-Ader erzeugt. Über Erde, d-Ruhekontakt, AR-Relais,
a-Ader, b-Ader, BR-Relais, d-Ruhekontakt, -60 V werden jetzt AR- und BR-Relais zum
Anzug gebracht. Ein ar-Kontakt zwischen a- und b-Ader stellt Schleifenschluß in
gehender Richtung her. In der Teilnehmerschaltung TS zieht aufgrund des Schleifenschlusses
das R-Relais an.
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Der Anrufsucher prüft auf und bringt, sofern an der c-Ader keine Erde
zum Zeichen eines Belegtzustands anliegt, das CR-Relais. Daraufhin spricht im Amtszusatz
AZ das D-Relais an und hält sich wieder selbst, wobei seine Kontakte die Sprechadern
durchschalten und die Relais AR und BR abwerfen.
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3. Verkehr zwischen Tln A und Tln C über den Anrufumlei ter von Tln
B Teilnehmer Tln B wünscht Umleitung seiner Anrufe auf Teilnehmer Tln C, dessen
Rufnummer er im Speicher Sp gespeichert hat. Die Tasten Ta sind in Arbeitsstellung
und verbinden die Sprechadern mit dem Anrufumleiter AU.
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Die Anfangsbedingungen sind wie bei normalem Verkehr, kommend. Der
Ruf gelangt aber jetzt über die Tasten Ta zur Rufempfangseinrichtung RE, die daraufhin
als Quittungssignal Erde an die b-Ader anlegt. Jetzt spricht das BR-Relais allein
an und erregt über seinen Kontakt das W-Relais, -das sich über einen u- und al-Ruhekontakt
selbst hält. Zwei w-Kontakte schalten die Sprechadern des Teilnehmers Tln B von
der Teilnehmerschaltung TS auf die Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' um. Hier ist in
den Weg der b-Ader ein Relais WH eingeschleift. Dieses spricht sofort nach dem Umlegen
der w-Kõntakte an, da in der Hilfs-Teilnehmersehaltung die a-Ader über das R-Relais
an -60 V, die b-Ader an Erde geführt ist (vgl.
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Fig. 2, ohne LW-Ausgang). Bei dieser Polarität der Spannung an den
Sprechadern macht die Wählschaltung, wie schon beschrieben wurde, über den elektronischen
Schalter T Schleifenschluß, wodurch das WH-Relais erregt wird. Damit innerhalb der
kurzen Zeitspanne von einigen Millisekunden zwischen Umlegen der w-Kontakte und
Erregung des WH-Relais in der unten gezeichneten Relaisschaltung nicht das U-Relais
anspricht, ist dieses mit einer Anzugsverzögerung versehen.
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w- und WH-Relais bleiben bis zum Wahlende angezogen.
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Falls dem rufenden Teilnehmer Tln A mitgeteilt werden soll, daß sein
Ruf umgeleitet wird, kann jetzt mittels eines von Kontakten.des W- und WH-Relais
gesteuerten TR-Relais ein Tonband TB im Amtszusatz eingeschaltet und an die Sprechadern
angeschaltet werden. Der Ruf wird in diesem Fall mittels weiterer tr-Kontakte, die
hier nicht gezeichnet sind, abgeschaltet. Andernfalls bleibt er bis nach Wahlende
am Amtszusatz.
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Der Schleifenschluß, der nach Umsteuern der w-Kontakte erzeugt wurde,
schaltet über die Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' einen Anrufsucher in gehender Richtung
an die Sprechadern a,b an. Sobald er in Stellung ist, sendet er das Wählzeichen,
das in der Wählachaltung über den elektronischen Schalter T empfangen und wie beschrieben
ausgewertet wird. Der Schleifenschluß wird jetzt vom elektronischen Schalter NSI
übernommen und der Zahlengeber zur Wählimpulsgabe eingeschaltet.
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Die Wählimpulse gelangen wie beschrieben in Form von Schleifenunterbrechungen
zur Hifs-TeilnehmerschaItung TS' und bewirken in üblicher Weise den Verbindungsaufbau
über Gruppenwähler GW usw zum Teilnehmer Tln C, dessen Rufnummer in der Wählschaltungt
des Anrufumschalters gespeichert war.
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Zum Schluß wird hier in der Wählschaltung WS die Wahlendeinformation
erzeugt, und zwar in Form von Erdpotential an der b-Ader
Daraufhin
fällt das WH-Relais ab, und nach Ablauf seiner Anzugsverzögerung spricht das U-Relais
an, das sich über einen eigenen Kontakt in Serie zu einem al-Kontakt selbst hält.
Das U-Relais bewirkt über vier Kontakte die Umschaltung der von der Teilnehmerschaltung
TS kommenden und der zur Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' führenden Sprechadern vom
Anrufumleiter AU weg zu einer direkten Verbindung über die Sprechwegschaltung S.
Ferner wirft das Relais U das Wahlrelais W ab.
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Hebt der Teilnehmer Tln C ab, kann er normal mit dem Teilnehmer Tln
A im Gegensprechverkehr reden. Ist der Teilnehmer Tln C dagegen besetzt, bringt
der Besetzt-Ton über eine in der Sprechwegschaltung vorgesehene Auslöselogik ein
Relais AL, das die Verbindung auslöst und das U-Relais abwirft.
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Das nämliche geschieht, wenn sich der Teilnehmer Tln C längere Zeit
nicht meldet, wofür die Auslöselogik eine Zeitüberwachungsschaltung üblicher Bauart
enthält. Diese Auslöselogik wird nur wirksam, wenn das Wählrelais W oder das Umschalterelais
U zum Zeichen dafür, daß ein Verbindungsaufbau stattgefund-en hat oder zumindest
versucht wurde, angezogen ist. Andernfalls ist keine Auslösung vonnöten. Zur Auslösung
nach Gesprächsende (Tln C legt auf) werden die Signale an der z-Ader herangezogen.
über diese Ader laufen während des Gesprächs die Gebührenimpulse. Zur Auslösung
genügt das Kriterium des Weg falls von vorher vorhandenen Signalen auf der z-Ader.
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Wenn das Relais AL anzieht, wird der Stromkreis für das CR-Relais
aufgetrennt. Damit geht der Leitungswähler LW
in die Ruhelage und
trennt die Erde von der c-Ader ab.
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Sämtliche Relais im Amtszusatz AZ und sämtliche Wähler und Relais
der Amtseinrichtung AE sind damit in die Ausgangsposition geschaltet.
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Im bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde davon ausgegangen,
daß Erdpotential an der Anschlußdose des Teilnehmers vorhanden ist. Entsprechend
wurde als Quittungssignal der Rufempfangseinrichtung RE von Fig. 3 Erdpotential
an die b-Ader durchgeschaltet, das im Amtszusatz AZ allein das BR-Relais erregte
und somit eine eindeutige Unterscheidung von der Teilnehmermeldung (AR- und BR-Relais
erregt) bewerkstelligte. Ebenso wurde die Wahlendeinformation in der Wählschaltung
WS in Form eines Erdimpulses auf der b-Ader gebildet.
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Eine modifizierte Schaltung des Anrufumleiters, die nicht auf das
Vorhandensein von Erdpotential beim Teilnehmer angewiesen ist, zeigt Fig. 5 in Verbindung
mit Fig. 6, und zwar ist in Fig. 5 die abgeänderte Rufempfangseinrichtung RE dargestellt,
während Fig. 6 den entsprechend ausgestalteten Amtszusatz AZ zeigt.
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Die Rufempfangseinrichtung von Fig. 5 ist wieder wechselstrommäßig
an die a-Ader angekoppelt und enthält eine Z-Diode Z5 zur Spannungsbegrenzung sowie
ein Integrierglied R5, C5 zur Störungsunterdrückung. Als Ansprechschwelle ist die
Basis-Emitter-Spannung eines Transistors T5 von ca. 0,7 V maßgeblich. Eine Diode
D5 im Kollektorkreis dieses Transistors schützt ihn vor Spannungen falscher
Polarität.
In Serie zu dieser Diode ist hier ein Widerstand RS von z.B. 10 k0hm vorgesehen.
Trifft die Rufspannung an den Sprechadern ein und übersteigt die Zeit-und Amplitudenachwellen
von RC-Glied und Transistor T5, so wird dieser leitend geschaltet und verbindet
die Sprechadern über den Widerstand RS, der einen definierten Schleifenwiderstand
bildet. Da die Schaltung nicht an Erdpotential an-geschlossen ist, sondern die Potentiale
auf den Sprechadern (Erde an a, -60 V an b) berücksichtigen muß, sind hier gegenüber
der Schaltung von Fig. 2 sämtliche stromrichtungsabhängigen Bauteile (Z5, D5) in
anderer Richtung eingesetzt, und anstelle eines pnp-Transistors T2 ist ein npn-Transistor
T5 vorgesehen.
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(Die Schaltung von Fig. 2 drückt der b-Ader Erdpotential auf, und
aufgrund dieser Spannungsumkehr wird das Quittungssignal im Amtszusatz als vom Anrufumleiter
kommend identifiziert; die Schaltung von Fig. 5 bewirkt dagegen nur Schleifenschluß
über einen definierten Widerstand RS.) Im Amtszusatz AZ, der in Fig. 6 dargestellt
ist, ergeben sich gegenüber der Anordnung von Fig. 1 folgende Änderungen.
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Anstelle der Relais AR und BR sind Widerstände RA und RB von z.B.
je 5 k0hm über je einen d-Ruhekontakt zwischen a-Ader und Erde sowie zwischen b-Ader
und -60 V angeschlossen. Ein Differenzverstärker DV ermittelt die jeweilige Spannungsdifferenz
zwischen a- und b-Ader und führt sie zwei Komparatoren Kl und K2 mit unterschiedlichen
Vergleichsspannungen Ul von z.B. 20 V und U2 von z.B. 40 V zu. Am Ausgang des Komparators
K1 ist das AR-Relais,am
Ausgang des Komparators K2 das BR-Relais
gegen negative Spannung, z.B. -60 V, zugeführt.
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Beide Relais können nur ansprechen, wenn die Ausgangsspannung des
zugehörigen Komparators Null oder positiv ist. Das ist für den Komparator K1 der
Fall, wenn und solange die vom Differenzverstärker DV gelieferte Spannung kleiner
als die Vergleichsspannung Ul von 20 V ist, während der Komparator K2 nur Null oder
positive Ausgangsspannung liefert, wenn und solange die vom Differenzverstärker
DV zugeführte Spannung kleiner als die Vergleichsspannung von 40 V ist.
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Unter diesen Bedingungen ergeben sich folgende unterscheidbare Betriebsfälle:
1. Weder Schleifenschluß durch den Fernsprechapparat noch durch die Rufempfangseinrichtung.
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Die vom Differenzverstärker gemessene Spannung zwischen a- und b-Ader
beträgt ca. 60 V. Die Komparatoren K1 und K2 liefern beide Minusspannung. Die Relais
AR und BR sind abgefallen.
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2. Schleifenschluß durch den Fernsprechapparat Der Widerstand zwischen
a- und b-Ader beträgt je nach Länge der Teilnehmeranschlußleitung 0 ... 3 k0hm,
der Widerstand im Fernsprechapparat ist bei Schleifenschluß vernachlässigbar klein.
Die Spannung zwischen a- und b-Ader liegt, wenn die Widerstände RA und RB je 5 k0hm
groß sind, zwischen 0 und max. 15 V.
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Folglich werden über die Komparatoren Kl und K2 beide Relais, AR
und BR, erregt.
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3. Schleifenverbindung durch die Rufempfangseinrichtung RE im Anrufumleiter
Der Widerstand zwischen a- und b-Ader setzt sich aus dem Leitungswiderstand von
0 ... 3 k0hm und dem Widerstand RS von etwa 10 k0hm zusammen. Daraus ergibt sich
eine Spannung zwischen a- und b-Ader von 30 bis 34 V. Jetzt gibt nur der Komparator
K2 Plusspannung ab, und somit wird allein das BR-Relais erregt.
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AR- und BR-Relais bringen mit je einem ar- und br-Kontakt in der unten
gezeichneten Relaisschaltung wie bei der Anordnung von Fig. 1 das 0-Relais, das
sich selbst hält und die Durchschaltung zum Teilnehmer bewirkt. Durch t)ffnen der
d-Ruhekontakte in Serie zu den Widerständen RA und RB werden die Relais AR und BR
wieder abgeworfen.
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Dies und alles weitere geschieht wie bei Fig. 1 beschrieben.
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Schließt allein der br-Kontakt, zum Zeichen, daß der Ruf vom Anrufumleiter
empfangen wurde, wird in der Relaisschaltung von Fig. 6 entsprechend der von Fig.
1 das W-Relais gebracht und hält sich über einen eigenen Kontakt in Serie zu einem
u- und al-Ruhekontakt selbst. (Ein weiterer Kontakt könnte ein Relais zum Einschalten
der Tonbandansage unter Strom setzen, doch wurde dies in Fig. 6 fortgelassen.) Wie
bei der Anordnung von Fig. 1 schalten zwei w-Kontakte die zum Anrufumleiter führenden
Sprechadern auf die Hilfs-Teilnehmerscheltung TS' durch, wodurch
dort
die Mittel für den Verbindungsaufbau angeschlossen werden. Das weitere-Senden des
Wählzeichens von TS' zur Wählschaltung im Anrufumleiter, Aussenden der Wählimpulse
durch die Wählschaltung - geschieht wie bei der Anordnung von Fig. 1. Eine zwischen
a- und b-Ader angeschlossene Auswerteschaltung AWE wertet jedoch in der Anordnung
von Fig. 6 die Zwischenwahlzeiten (Pausen zwischen Wählimpulsserien) aus und erregt
bei definiertem Überschreiten dieser festgelegten Zeit das Wahlende-Relais WE. Ein
we-Kontakt bringt verzögert das Umschaltrelais U, und dieses hält sich einerseits
bis zum Auslösen selbst, andererseits wirft ein u-Kontakt das Wahlrelais W ab.
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Zwei u-Kontakte schalten wie bei der Anordnung von Fig. 1 die Sprechadern
a,b über die Sprechwegschaltung S auf die Hilfs-Teilnehmerschaltung TS' um. Damit
ist wie in Fig. 1 der Teilnehmer Tln A mit dem Teilnehmer Tln C verbunden.
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Alle folgenden Vorgänge entsprechen den Erläuterungen zu Fig. 1.
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Als Unterscheidungskriterium, ob die Rufempfangsquittung vom Fernsprechapparat
oder vom Anrufumleiter gegeben wurde, dient in den Anordnungen von Fig. 5 und Fig.
6 die aufgrund unterschiedlichen Schleifenwiderstands verschieden hohe Spannung
zwischen a- und b-Ader. Natürlich läßt sich auch ein anderes Kriterium dafür erzeugen
und auswerten, z.B. eine durch einen von der Rufempfangseinrichtung zwischen die
Sprechadern eingeschleiften Tonfrequenzgenerator erzeugte Tonfrequenz bestimmter
Frequenzlage, Dauer oder modulation, auf die eine entsprechende Auswerteeinrichtung
im Amtszusatz anspricht.
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Für die Auslegung des Rufnummern-Speichers Sp in der Wählschaltung
WS gibt es nach dem Stand der Technik verschiedene Möglichkeiten. Neben einer Vielzahl
von passiven Lösungen, bei denen die jeweils gewünschte Rufnummer mechanisch, z.B.
über Vorgabeschalter eingestellt wird, ist es möglich, einen Halbleiterspeicher
mit wahlfreiem Zugriff (RAM) einzusetzen, der seine Informationen über eine Eingabetastatur
(Zehnertastatur zuzüglich Steuertasten) erhält.
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Nur im letzteren Fall bedarf der Speicher einer Stromversorgung, für
die aber eine kleine Batterie hoher Lebensdauer ausreicht, da dafür äußerst geringe
Stromstärken in der Größenordnung von Mikroampere benötigt werden. Von diesem besonderen
Fall abgesehen, arbeitet die Anordnung prinzipiell ohne Netz- oder Batteriespeisung.
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