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DE3014873A1 - Verfahren und vorrichtung zur rueckfuehrung eines stellgliedes, insbesondere fuer heizungsanlagen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur rueckfuehrung eines stellgliedes, insbesondere fuer heizungsanlagen

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DE3014873A1
DE3014873A1 DE19803014873 DE3014873A DE3014873A1 DE 3014873 A1 DE3014873 A1 DE 3014873A1 DE 19803014873 DE19803014873 DE 19803014873 DE 3014873 A DE3014873 A DE 3014873A DE 3014873 A1 DE3014873 A1 DE 3014873A1
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DE
Germany
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heat engine
pressure
expansion
electrical
feedback
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DE19803014873
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English (en)
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DE3014873C2 (de
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Norbert Dipl.-Ing. Dr. 6057 Dietzenbach Jeschke
Gerhard 6000 Frankfurt Klee
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Samson AG
Original Assignee
Samson AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/19Control of temperature characterised by the use of electric means
    • G05D23/1919Control of temperature characterised by the use of electric means characterised by the type of controller
    • G05D23/1921Control of temperature characterised by the use of electric means characterised by the type of controller using a thermal motor

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Temperature-Responsive Valves (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stellungs-
  • rückführung eines von einem Wärmemotor gesteuerten Stellgliedes, insbesondere eines Ventils für Heizungsanlagen od.dgl., mittels eines vom Ausdehnungsstoff des Wärmemotors beeinfluBten Meßsignals zur Bildung der Rückführgröße. Ferner betrifft die Erfindung Vorrichtungen zur vorteilhaften Durchführung dieses Verfahrens.
  • Bei einem Wärmemotor dieser Art befindet sich im Innenraum eines durch eine nachgiebige Wandung abgeschlossenen Behälters, beispielsweise eines Zylinders mit verschiebbarem Kolben, Balg oder Membran, ein bei Erwärmung oder Abkühlung sein Volumen ändernder Ausdehnungsstoff, dessen Volumenänderung in eine mechanische Energie zur Betätigung des Stellgliedes umgewandelt wird.
  • Aus der DE-AS 19 35 187 ist eine Regelvorrichtung für Heizungsanlagen mit einem thermohydraulischen Ventil bekannt, bei der das zur Bildung der RückführgröBe dienende Meßsignal von einem elektrischen, mit dem Ausdehnungsfluidum des Wärmemotors in wärmeleitender Verbindung stehenden TemperaturmeBglied erzeugt wird. Dabei ist die von dem Temperaturmeßglied gefühlte Temperatur des Ausdehnungsfluidums ein Maß für die jeweilige Ventilstellung, und die Ausgangsgröße dieses Temperaturmeßgliedes wird dem Meßzweig einer elektrischen Brücke der Regelvorrichtung als Rückführgröße aufgeschaltet. Dieser elektrischen Brücke kann auch ein als Raumtemperaturfühler dienender temperaturabhängiger Widerstand und ein Sollwerteinsteller zugeordnet sein.
  • Diese bekannte Regelvorrichtung hat den Nachteil, daß als Ausdehnungsstoff nur ein Fluidum verwendet werden kann, bei dem eine eindeutige Zuordnung zwischen der Temperatur des Ausdehnungsfluidums und der Ventilstellung vorliegt. Nachteilig ist bei dieser Regelvorrichtung ferner, daß das Widerstandsignal des Temperaturmeßgliedes der wirklichen Umgebungstemperatur des Ausdehnungsfluidums mehr oder weniger stark verzögert folgt. Diese bei jeder Temperaturmessung festzustellende Verzögerung kann die Regelgüte eines Regelkreises mit einem solchen Stellglied verschlechtern. Die bei Wärmemotoren als Ausdehnungsstoff wegen ihrer vorteilhaften Eigenschaften gern verwendeten Wachsarten sind daher für die bekannte Regelvorrichtung nicht brauchbar. Bei Wärmemotoren mit Wachsfüllung dient nämlich die dem Ausdehnungsstoff zugeführte Heiz- oder Kiitilenergie nicht dazu, die Temperatur zu verändern, sondern den Aggregatzustand des Ausdehnungsstoffes. Mit der Zustandsänderung ist eine große nutzbare Volumenänderung verbunden, ohne daß sich die Temperatur wesentlich ändert.
  • Auch Ausdehnungsstoffe mit Anomalien in der Ausdehnung, wie zOB natürliches Wasser, sind bei der bekannten Regelvorrichtung nicht anwendbar, denn auch hier wäre die Temperatur des Ausdehnungsstoffes der Stellung des Stellgliedes nicht eindeutig zugeordnet. Als Stand der Technik sind zwar auch elektrische Stellungsrückführungen bekannt, die mit Potentiometern oder Differentialtransformatoren arbeiten, aber diese Vorrichtungen sind sehr aufwendig und entsprechend teuer.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde/ mit verhältnismäßig geringem technischem Aufwand ein Verfahren und Vorrichtungen zur Durchführung desselben anzugeben, welche die vorstehend genannten Nachteile der bekannten Regelvorrichtung vermeiden und darüber hinaus durch ihre Arbeitsweise wesentliche Vorteile für die Praxis bieten.
  • Diese Aufgabe wird durch das Verfahren zur Stellungsrückführung gemäß der Erfindung in der Weise gelöst, daß das die Rückführgröße bestimmende Meßsignal in Abhängigkeit von dem im Wärme motor auftretenden Druck des Ausdehnungsstoffes gebildet wird.
  • Es wird also im Gegensatz zu dem Verfahren, nach dem die aus der DE-AS 19 35 187 bekannte Regelvorrichtung arbeitet, erfindungsgemäß als Rückführgrbße der Druck des im Wärmemotor enthaltenen Ausdehnungsstoffes verwendet, welcher vorzugsweise mit elektrischen Mitteln direkt oder indirekt gemessen werden kann.
  • Im ersteren Fall kann das Meßsignal unmittelbar aus dem Druck des Ausdehnungsstoffes gewonnen werden.
  • Zu diesem Zweck kann der Druck des Ausdehnungsstorres gemäß einer einfachen Ausführungsart der Erfindung auf solche Medien oder Substanzen zur Einwirkung gebracht werden, deren elektrische Widerstandswerte sich mit dem Druck ändern. Hierfür kommt beispielsweise ein Meßorgan mit einem Silikonelastomer in Betracht, dessen Durchgangswiderstand von dem auf dasselbe wirkenden Druck abhängt.
  • Im zweiten Fall kann das Meßsignal mittelbar aus einer durch den Druck des Ausdehnungsstoffes bewirkten mechanischen Spannung oder Veränderung von elastisch verformbaren, im Bereich des Wärmemotors liegenden festen Teilen gewonnen werden. Zu diesem Zweck kann gemäß einer einfachen Ausführungsform der Erfindung die mechanische Spannung oder Veränderung der unter dem Druck des Ausdehnungsstoffes elastisch verformbaren Teile des Wärmemotors oder dessen Halterung od.dgl. mittels auf diesen Teilen angeordneten Dehnungsmeßstreifen in elektrische, dem Druck des Ausdehnungsstoffes entsprechende Meßsignale umgewandelt werden, die über elektrische Leitungen als Rückführgröße in eine elektrische Schaltung des Regelkreises eingeführt sind, welche die Beheizung bzw. Kühlung des Wärmemotors steuert. Solche Dehnungsmeßstreifen können in bekannter Weise auf metallischer oder Halbleiterbasis ausgeführt sein. Beispielsweise kann ein Dehnungsmeßstreifen auf der äußeren Oberfläche eines dünnwandigen Bodens des den Ausdehnungsstoff enthaltenden, z.B. zylindrischen Behälters des Wärmemotors befestigt sein. Gemäß einer anderen Möglichkeit kann ein Paar von Dehnungsmeßstreifen auf einander gegenüberliegenden Oberflächen eines elastisch biegsamen Teiles einer mit dem Warmelnotor verbundenen Halterung od dgl. befestigt sein.
  • Die durch die Erfindung erzielten Vorteile bestehen u.a. darin, daß das Verfahren bei jeder Art von Wärmemotor anwendbar ist, gleichgültig ob die Ausdehnungsstoffe des Wärmemotors bei Erhitzung ihren Aggregatzustand vollståndig oder teilweise ändern, daß ferner die zeitliche Verschleppung des Rückrührsignals gegenüber der Stellungsänderung des Stellmotors bzw. Stellgliedes äußerst gering ist, und daß eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung weniger aufwendig und billiger ist als Stellungsrückführungen mit Potentiometern oder Differentialtransformatoren.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
  • Fig. 1 zeigt schematisch in einem vertikalen Längsschnitt ein Ventil mit einem Wärmembtor und mittelbaren Druckmessung durch Dehnungsmeßstreifen in zwei Varianten, Fig. 2 zeigt in abgebrochenem Längsschnitt den oberen Teil eines Wärmemotors entsprechend Fig. 1, aber mit unmittelbarer Druckmessung durch ein druckempfindliches Organ, und Fig. 3 zeigt ein Schaltbild mit elektrischer Widerstandsbrücke.
  • Das Stellglied der Regelvorrichtung besteht gemäß Fig. 1 beispielsweise aus einem Durchgangsventil 1, dessen Gehäuse 2 einen Eintrittsstutzen 3, einen Austrittsstutzen 4 und eine innere Trennwand 5 aufweist. In der Trennwand 5 befindet sich eine Durchtrittsöffnung 6> die von einem Ventilteller 7 mehr oder weniger abgeschlossen bzw. rreigegeben werden kann. Der Ventilteller 7 sitzt am freien Ende einer Ventilstange 8, welche verschiebbar, aber dicht durch den Gehäusehals 9 des Ventilgehäuses 2 nach außen geführt und durch ein Kupplungsglied 10 lösbar mit einer Betätigungsstange 11 verbunden ist.
  • Das Ventilgehäuse 2 ist durch Stehbolzen 12 mit einem Träger 13 verbunden, welcher die Verbindung zwischen dem Ventil 1 und einem Wärmemotor 14 herstellt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel besteht der Wärmemotor 14 aus einem dünnwandigen, rohrförmigen oder zylindrischen Behälter mit einer Rohrwandung 15, einem oberen, ebenfalls dünnen Behälterboden 16 und einem Behälterfuß 17. Durch eine leckrrei abgedichtete Bohrung 18 des mit dem Träger 13 verbundenen Behälterfußes 17 ist das obere, als Kolben 19 ausgebildete Ende der Betätigungsstange 11 in den Innenraum 20 des Behälters 15, 16, 17 geführt. Dieser Innenraum 20 ist mit einem Dehnstoff 21 wie vorzugsweise Wachs gefüllt, welcher bei Erwärmung aus einem festen Zustand in eine flüssige Zustandsphase übergeht, sich dabei ausdehnt und sein Volumen entsprechend ändert.
  • Die Behälterwandung 15 ist mit einer elektrischen Heizwicklung 22 versehen, die an Stromzuleitungen 23, 24 angeschlossen ist. Auf dem Behälterboden 16 ist gemäß einer Ausführungsform des Wärmemotors gemäß der Erfindung ein Dehnungsmeßstreifen R1 befestigt, z.B. aufgeklebt.
  • An oder in dem Träger 13 ist eine Rückstellfeder 25 angeordnet, die über einen Bund 26 der Betätigungsstange 11 auf letztere wirkt und den Kolben 19 in den Behält er innenraum 20 drückt. Dadurch wird der Dehnstoff 21 stets ausreichend komprimiert und z.B. verhindert, daß er schädliche Gasblasen enthält.
  • Wenn der Dehnstoff 21 unter der Heizwirkung der Heizwicklung 22 aus der resten in die flüssige Zustandsphase übergeht und sich entsprechend ausdehnt, so bildet sich unter dem Einfluß der Rückstellfeder 25 und etwaiger Gegenkräfte des Stellgliedes 1 im Behälterinnenraum 20 ein Druck aus, durch den die dünnwandigen Teile des Behälters gedehnt werden. Dabei wölbt sich der dünnwandige Boden 16 des Behälters so stark nach außen auf, daß der Dehnungsmeßstreifen R1 entsprechend deformiert wird und seinen elektrischen Widerstand ändert.
  • Die unter dem Druck d es Dehnstoff es 21 auftretende mechanische Dehnung oder Spannung kann nicht nur im direkten Bereich des Wärmemotors 14, sondern auch an einem anderen, von diesem Druck beeinflußbaren Ort der Vorrichtung gemessen werden. Eine solche, anstelle des Dehnungsmeßstreifens R1 anwendbare Variante der Erfindung ist der Einfachheit halber ebenfalls in Fig. 1 gezeigt. Zu diesem Zweck kann der Träger 13 des Wärmemotors 14 teilweise biegefähig ausgebildet sein. Er besteht z.B. aus einem U-förmigen Korper mit einem oberen Schenkel 27, an dem der Behälterfuß 17 des Warmemotors 14 angebracht ist, mit einem unteren Schenkel 28, an dem die Stehbolzen 12 des Ventilgehäuses 2 befestigt sind, und mit einer elastisch biegsamen Basis 29, die mit den Schenkeln 27, 28 einteilig ausgebildet oder auch aus einem besonderen, geeigneten Material hergestellt sein kann. Auf der biegungsfähigen Basis 29 des Trägers 13 ist ein Paar von einander gegenüberliegenden Dehnungsmeßstreifen R1 und R2 1 2 befestigt, z.B. aufgeklebt, derart, daß sich dieselben einerseits auf der gedehnten und andererseits ur der gestauchten Oberfläche der Basis 29 befinden. Ausführungen der vorstehend beschriebenen Art sind im übrigen gut für die Zwecke der Erfindung brauchbar, weil der Druck im Inneren des Wärmemotorbehälters und die Spannung an der Oberfläche des Behälters oder der Halterung usw. sehr gut durch die Geometrie des Behälters bzw. der sonstigen Teile und dessen bzw. deren Elastizitätsmodul verknüpft sind.
  • Eine elektrische Schaltung, mit deren Hilfe die elektrischen Meßsignale den Dehnungsmeßstreifen als Rückführgröße einsetzbar sind, ist beispielsweise in Figo 3 der Zeichnung veranschaulicht. Die Schaltung bedient sich einer bei E gespeisten elektrischen Widerstandsbrücke.
  • In dem linken unteren Brückenzweig stellen R1 bzw. R2 die an Hand der Fig. 1 beschriebenen Dehnungsmeßstreifen dar. Im rechten unteren Brückenzweig ist ein Festwiderstand R2 angeordnet, welcher den gleichen Temperaturkoeffizienten des Widerstandes wie R1 besitzt und auch den gleichen Temperatur ausgesetzt ist. Bei der Ausführungsform mit dem Meßstreifenpaar R1 und R2 befindet sich der Dehnungsmeßstreifen R21 im rechten unteren BrUckenzweig.
  • Auch dieser besitzt den gleichen Temperaturkoeffizienten des Widerstandes wie R;, so daß sich eventuelle Temperatureinflüsse auf die Dehnungsmeßstreifen innerhalb der elektrischen Widerstandsbrücke aufheben.
  • Anstelle der mittelbaren Messung der mechanischen Spannung in der Vorrichtung durch Dehnungsmeßstrelfen kann erfindungsgemäß auch eine Messung dieser Spannung bzw. des dieselbe verursachenden Druckes des Ausdehnungsstoffes durch eine unmittelbare elektrische Messung dieses Druckes vorgenommen werden. Ein Beispiel hierfür veranschaulicht Fig. 2 der Zeichnung, welche nur den oberen Teil eines Wärmemotors 14r zeigt. Entsprechend der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die dünne Rohrwandung des Behälters, dessen Innenraum 20 den Dehnstoff 21 enthält, mit der elektrischen Heizwicklung 22 versehen. In dem Dehnstoff befindet sich eine mit R1 bezeichnete druckempfindliche Platte (oder ein entsprechendes druckempfindliches Element), welche über flächenförmige Spannungszuleitungen mit Anschlußleitungen 30, 31 verbunden ist. Diese sind mittels druckdichter, elektrisch isolierender Durchführungen 32 bzw. 33 durch den BehElterboden 16t in den BehElterinnenraum 20 eingeführt. Die druckempfindliche Platte besteht beispielsweise aus einem Silikonelastomer, dessen elektrischer Durchgangswiderstand sich beim Zusammendrücken der Platte ändert. In der Brückenschaltung gemäß Fig. 3 ist der Widerstand R" dieser druckempfindlichen Platte im linken unteren Brückenzweig angeordnet.
  • Im linken oberen Brückenzweig der Widerstandsbrücke gemäß Fig. 3 liegen die Widerstände R3 und R5, von denen R3 ein temperaturempfindlicher Widerstand ist, mit welchem beispielsweise die zu regelnde Temperatur eines Raumes gemessen wird. Im rechten oberen Brückenzweig der Fig. 3 liegen die Widerstände R4 und R6, von denen R4 als veränderlicher Widerstand, z.B. in Form eines Potentiometers, ausgebildet ist, mit dem der Sollwert der zu regelnden Raumtemperatur vorgegeben werden kann0 Die bei einem Ungleichgewichtszustand der Widerstandsbrücke aurtretende Diagonalspannung wird einem Verstärker V zugeleitet, welcher mittels eines Schaltgliedes, z.B. in Form eines Relais oder eines Leistungshalbleiters, dafür sorgt, daß die Heizung des Wärmemotors ein- bzw. ausgeschaltet wird. Der Gleichgewichtszustand der Widerstandsbrücke läßt sich nach den bekannten Formeln der Ei3äktrotechnik berechnen. Von den vielen möglichen Gleichgewichtszuständen sei beispielsweise derjenige genannt, bei dem R5 + = R4 + R6 und R1 bzw. R1t bzw. R1?t = R2 bzw. Rt ist.
  • 2 Wenn beispielsweise der Gleichgewichtszustand der Widerstandsbrücke dadurch gestört wird, daß sich die zu regelnde Raumtemperatur ändert, so ändert sich auch der Wert des von dieser Temperatur beeinflußten Widerstandes R3. Die dadurch verursachte Diagonaispannung der Widerstandsbrücke wirkt über den Verstärker V und die angeschlossenen Schaltmittel auf den Wärmemotor 14 ein, z.B. so, daß derselbe durch die Heizwicklung 22 aufgeheizt wird. Durch die Volumenänderung des Dehnstoffes 21 wird der Kolben 19 aus dem Innenraum 20 des Wärmemotors 14 nach außen, gemäß Fig. 1 nach unten verdrängt und schließt das Durchgangsventil 1, welches z.B. die Wärmezufuhr zu einem in dem zu regelnden Raum befindlichen Warmwasserheizkörper steuert. Nun könnte allerdings die Beheizung des Wärmemotors 14 durch die Heizwicklung 22 an sich bewirken, daß der Kolben 19 seinen maximalen Hubweg durchlaufen würde. Dadurch würde aber das Durchgangsventil 1 zu lange in eine Stellung gebracht werden, die für die Erwärmung des Raumes nicht richtig wäre. Der Temperaturfühler R3 würde nämlich nach einer gewissen Zeit anzeigen, daß der Raum zu kalt geworden ist, und es würde der umgekehrte Stellvorgang stattfinden. Die Beheizung des Dehnstoffes 21 würde zu lange abgeschaltet sein, und es käme zu den jedem Fachmann bekannten Regelungsschwingungen.
  • Um einen solchen instabilen Regelkreis zu dämpfen oder zu stabilisieren, wird erfindungsgemäß eine Rückführung folgender Art vorgesehen: Die zur Stabilisierung des Regelvorganges erf orderliche Rücktührgröße wird aus den elektrischen Meßsignalen des Dehnungsmeßstreifens R1 (Variante I der Fig. 1) oder des Dehnungsmeßstreifenpaares R1 und R2 (Variante II der Fig. 1) oder des Widerstandes der druckempfindlichen Platte R1 (Fig. 2) gewonnen. Wenn nämlich wegen des Druckanstieges im Innenraum 20 des Wärmemotors 14 bzw.
  • 14' diese Meßelemente aktiviert werden, dann kommt die Widerstandsbrücke bereits ins Gleichgewicht, wenn der Kolben 19 nur zu einem kleinen Teil aus dem Innenraum 20 des Wärmemotors ausgetreten ist. Wie groß der Weg des Kolbens 19 bis zur Erreichung des Brückengleichgewichtes ist, hängt von der Dimensionierung der Widerstände R1, R2 usw. bis R6 ab.
  • Durch die Verwendung von solchen Meßelementen wie Dehnungsmeßstreifenß Druckmeßkörpern od.dgl.
  • läßt sich somit erfindungsgemäß bei Wärmemotoren aller Art auf sehr einfache Weise die gewünschte Rückführung erzielen. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die vorstehend beschriebenen und gezeigten Ausfünrungsformen, sondern sie umfaßt alle Varianten im Rahmen der wesentlichen Erfindungsmerkmale. Auch kann die Vorrichtung beliebig ausgestaltet werden.
  • Beispielsweise kann die Zuordnung der Stellungsänderung zu der Regelabwelchung auf an sich bekannte Weise veränderbar gemacht werden0 Es kann auch aus der vorstehend beschriebenen Proportionalrückführung durch Einführung von Zeitgliedern eine proportionalintegrale Rückführung gemacht werden.

Claims (1)

  1. Verrahren und Vorrichtung u u r R ü c k f ü h r u n g e i n e 5 Stellgliedes, insbesondere für H e i z u n g s a n l a g e n Patentansprüche: 1. Verfahren zur StellungsrückfUhrung eines von einem Wärmemotor gesteuerten Stellgliedes, insbesondere eines Ventils für Heizungsanlagen od.dgl., mittels eines vom Ausdehnungsstoff des W§rmemotors beeinflußten Meßsignals zur Bildung der Rückführgröße, dadurch gekennzeichnet, daß das die Rückführgröße bestimmende Meßsignal in AbhEng5-gkeit von dem im Wårmemotor auftretenden Druck des Ausdehnungsstorfes gebildet wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsignal unmittelbar aus dem Druck des Ausdehnungsstoffes im Wärmemotor gewonnen wird.
    ). Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsignal mittelbar aus einer durch den Druck des Ausdehnungsstoff es bewirkten mechanischen Spannung oder Veränderung von elastisch verformbaren, im Bereich des Wärmemotors liegenden festen Teilen gewonnen wird.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem mit Ausdehnungsstoff (21) gefüllten Innenraum (20) des WErmemotors (14 bzw.
    14t) ein druckempfindliches Meßorgan angeordnet ist, dessen Drucksignale als Rückrührgröße in einen Regelkreis eingeführt werden.
    ). Vorrichtung nach Anspruch 4, idurch gekennzeichnet, daß das druckempfindliche Meßorgan aus einem elektrischen Widerstand (R1) besteht, dessen Widerstandsmaterial bei Druckeinwirkung seinen Durchgangswiderstand ändert, und der über elektrische Leitungen (30, 31) als Rückführgröße in eine elektrische Schaltung des Regelkreises eingeführt ist, welche die Beheizung bzw.
    Kühlung des Wärmemotors (14t) steuert.
    o. Vorrichtung zur Ausführung des Verrahrens nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Spannung oder Veränderung der unter dem Druck des Ausdehnungsstorres elastisch verformbaren Teile des Wärmemotors oder dessen Halterung od,dgl. mittels auf diesen Teilen angeordneten Dehnungsmeßstreifen (R1 oder Rf, R2) in elektrische, dem Druck des Ausdehnungsstoffes entsprechende Meßsignale umgewandelt werden, die über elektrische Leitungen als RückftiArgröße in eine elektrische Schaltung des Regelkreises eingerührt sind, welche die Beheizung bzw Kühlung des Warmemotors (14) steuert.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dehnungsmeßstreifen (R1) auf der äußeren Oberrläche eines dünnwandigen Bodens (16) des den Ausdehnungsstoff (21) enthaltenden, z.B. zylindrischen Behälters (15, 16, 17) des Wärmemotors (14) befestigt ist.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar von Dehnungsmeßstreifen (R1 und Rt) auf einander 1 2 gegenüberliegenden Oberflächen eines elastisch biegsamen Teiles (29) einer mit dem Wärmemotor (14) verbundenen Halterung (27, 28, 29) od.dgl. befestigt isto 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der den Ausdehnungsstoff (21) enthaltende Behälter (15, 16, 17) des Wärmemotors (14, 14t) durch eine die dünne Behälterwand (15) umgebende elektrische Heizwicklung (22) beheizt wird.
    10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Schaltung des Regelkreises bzw. der Rückführung als Widerstandsbrücke an sich bekannter Art ausgebildet ist.
DE3014873A 1980-04-17 1980-04-17 Verfahren und Vorrichtung zur Stellungsrückführung eines mittels eines Wärmemotors gesteuerten Stellgliedes, insbesondere eines Ventils für Heizungsanlagen Expired DE3014873C2 (de)

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