DE3014219C2 - Blutdruckmeßeinrichtung mit einem Mikrofon - Google Patents
Blutdruckmeßeinrichtung mit einem MikrofonInfo
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Description
20
Die Erfindung betrifft eine Blutdruckmeßeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine aus der US-Patentschrift 28 27 040 bekannte Blutdruckmeßeinrichtung weist ein Mikrofon zum
Erfassen der vom Blut beim Durchströmen einer Arterie 2s
erzeugten Korotkoff-Töne auf. Das Mikrofon ist über einen Verstärker, ein Bandpaß-Filter und einen
Impulsformer mit einer Koinzidenz-Schaltung verbunden. Eine an einem Arm der zu untersuchenden Person
befestigbare, aufblasbare Manschette ist mit einem Μ
Luftreservoir verbunden, das eine Auslaßdüse aufweist, die beim Messen einen an einem Thermistor vorbeiströmenden
Luftstrahl erzeugt. Der zum Erfassen von Druckimpulsen dienende Thermistor ist über einen
Verstärker und einen Impulsformer ebenfalls mit der Koinzidenzschaltung verbunden. Ferner ist ein Manometer
zum Erfassen des systolischen und ein Manometer zum Erfassen des diastolischen Druckes vorhanden.
Die beiden Manometer sind je über ein Ventil mit dem Luftreservoir verbunden. Das Luftreservoir ist ferner
noch über ein Ventil mit einem Kompressor und zudem über ein Entlüftungsventil mit der Unrgebungsatmosphäre
verbunden. Des weiteren ist noch eine Steuereinrichtung zum Betätigen der verschiedenen
Ventile vorhanden.
Beim Durchführen einer Blutdruckmessung wird der Druck im Luftreservoir sukzessive erhöht. Dabei
werden in gewissen Druckbereichen sowohl durch die Korotkoff-Töne als auch durch die Druckschwankungen
Impulse erzeugt und der Koinzidenz-Schaltung zugeführt. Bei der zuerst, d. h. beim niedrigsten Druck
entstehenden Impuls-Koinzidenz wird das Manometer zur Messung des diastolischen Druckes vorübergehend
mit dem Luftreservoir verbunden, so daß es den diastolischen Druck mißt und anzeigt. Danach wird der
Druck weiter erhöht. Bei der beim höchsten Druck auftretenden Impuls-Koinzidenz wird das zur Messung
des systolischen Druckes dienende Manometer vorübergehend mit dem Luftreservoir verbunden und
dadurch der systolische Druck gemessen.
Eine andere, aus der US-Patentschrift 34 50 131
bekannte Blutdruckmeßeinrichtung weist ein Mikrofon auf, das über einen geregelten Verstärker mit den
Eingängen von drei verschiedenen Bandpaß-Filtern verbunden ist. Diese haben Durchlaßfrequenzen von 40,
100 und 1000 Hz. Die Ausgänge der drei Bandpaß-Filter sind mit einer Logik-Schaltung verbunden. Ferner sind
eine aufblasbare Manschette und ein Drucksensor vorhanden, der über einen ein- und ausschaltbaren
Analog/Digital-Wandler und eine Tor-Schaltung mit einem Druckregistriergerät verbunden ist
Beim Durchführen einer Blutdruckmessung wird die Manschette auf einen über dem systolischen Druck
liegenden Druck aufgeblasen und dann langsam entlüftet Dabei werden in einem gewissen Druckbereich
Korotkoff-Töne erzeugt und durch das Mikrofon in elektrische Signale umgewandelt Die an die
Ausgänge der Filter angeschlossene Logik-Schaltung ist nun derart ausgebildet, daß sie Signale, die eine
1000 Hz-Komponente aufweisen, als Störgeräusche identifiziert, während sie Signale, die eine 40 und eine
100 Hz-Komponente aber keine 1000 Hz-Komponente aufweisen, als Korotkoff-Töne identifiziert Bei jedem
als Korotkoff-Ton identifizierten Signal werden der Analog/Digital-Wandler und die Tor-Schaltung durch
die Logik-Schaltung derart gesteuert daß der momentane, vom Drucksensor gemessene Druck im Druckregistriergerät
registriert wird. Der erste registririerte Druckwert entspricht dann dem systolischen und der
letzte registrierte Druckwert dem diastolischen Druck. Dabei ist im übrigen die Möglichkeit erwähnt, noch eine
zusätzliche Schaltung vorzusehen, die so beschaffen ist, daß nur gerade der systolische und der diastolische
Druck registriert werden.
Aus der nicht vorveröffentlichten, aber auf eine vor dem Prioritätsdatum eingereichte Anmeldung zurückgehenden
Deutschen Auslegeschrift 29 45 126 sind Blutdruckmeßeinrichtungen bekannt, die eine aufblasbare
Manschette und ein Mikrofon aufweisen, das über einen Mikrofonverstärker mit einem Bandpaß-Filter
verbunden ist. Das Bandpaß-Filter ist mit Schaltmitteln versehen, mit denen die Mittenfrequenz stetig oder
stufenweise veränderbar ist. Ferner ist eine Steuereinheit vorhanden, der beim Betrieb einerseits die
ungefilterten Ausgangssignale des Mikrofonverstärkers und andererseits die Ausgangssignale des Filters
zugeführt werden. Die Steuereinheit ermittelt beim Betrieb aufgrund von Geräuschen die Pulsfrequenz und
verändert in Abhängigkeit von dieser selbsttätig, d. h. ohne manuelle Operationen, die Mittenfrequenz des
Bandpaß-Filters. Durch diese Steuerung des Bandpaß-Filters soll erreicht werden, daß sich die Frequenzbereiche
des Diastole-Ton-Signals und der Pulsgeräusche auch bei maximaler Herzfrequenz nicht überlappen.
Bei den aus den beiden US-Patentschriften 28 27 040 und 34 50131 sowie der DE-AS 29 45 126 bekannten
Blutdruckmeßeinrichtungen wird also der kleinste Druck, bei dem noch ein Korotkoff-Ton auftritt als
diastolischer Druck gemessen. Dabei wird das Vorhandensein eines Korotkoff-Tones dadurch festgestellt, daß
die entsprechenden elektrischen, die in den Geräten vorhandenen Bandpaß-Filter passierenden Signale
einen gewissen Schwellwert überschreiten.
Es wurden nun Vergleichsmessungen durchgeführt, bei denen die diastolischen Blutdruckwerte einerseits
indirekt, d. h. mit der Verwendung einer aufblasbaren Manschette und andererseits direkt oder »blutig«, d. h.
durch unmittelbares Verbinden der Arterien mit einem Druckmeßgerät, gemessen wurden. Aus diesen Vergleichsmessungen
geht hervor, daß die indirekte und die ,blutige« Meßmethode bei verschiedenen Patienten
unterschiedlich gut übereinstimmen, wobei zum Teil beträchtliche Abweichungen auftreten könen. Wenn
man den »blutig« gemessenen Blutdruck als wahren Blutdruck betrachtet, so ergeben also die indirekten
Meßmethoden Meßfehler, deren Größe von individuel-
len Eigenschaften der untersuchten Patienten abhängig
ist.
Es ist an sich seit langem bekannt, daß die Korotkoff-Töne beim Absenken des Manschetten-Druckes
bis in den Bereich des diastolischen Druckes nicht nur leiser werden, sondern auch ihre Frequenz
ändern. Es sei hierzu beispielsweise auf das 1960 im Springer-Verlag von G. von Bergmann. W. Frey und
H. Schwiegk herausgegebene »Handbuch der inneren Medizin«, Band 9, fünfter Teil »Herz und Krais'auf« J0
verwiesen.
In der Fachsprache wird durch die Ärzte insbesondere
zwischen einem sogenannten vierten und fünften Korotkoff-Ton unterschieden. Der fünfte Ton ist dabei
leiser und tiefer als· der vierte Ton. Durch ärztliche Gremien wird derzeit empfohlen, den diastolischen
Blutdruck beim vierten Korotkoff-Ton zu messen.
Untersuchungen haben nun gezeigt daß der beim vierten Korotkoff-Ton gemessene diastolische Blutdruck
bei etwa 80 bis 90% der untersuchten Personen etwa 7 bis 15% größer ist als der oeim fünften
Korotkoff-Ton gemessene Blutdruck. Ein solcher Unterschied ist in Anbetracht der ohnehin kurzzeitig
auftretenden Blutdruckänderungen im allgemeinen nicht von Bedeutung. Bei etwa 10 bis 20% der
untersuchten Personen ist der beim vierten Korotkoff-Ton gemessene, diastolische Blutdruck jedoch bis
zu 70% größer als der beim fünften Korotkoff-Ton gemessene Druck.
Bei den vorgängig diskutierten, vorbekannten Blutdruckmeßgeräten wird nun der diastolische Blutdruck
immer beim gleichen Korotkoff-Ton gemessen, wobei es sich vermutlich um den vierten Korotkoff-Ton
handelt. Dadurch können bei einem Teil der untersuchten Personen beträchtliche Meßfehler entstehen. Die
Deutsche Offenlegungsschrift 20 41 916 offenbart eine Blutdruckmeßvorrichtung mit einer Manschette, die mit
einer Pumpen-Steuereinheit aufblasbar ist, mit einem Entlüftungsventil entlüftet werden kann und mit einer
zwei Manometer aufweisenden Anzeigevorrichtung verbunden ist. Die Manschette ist mit einem Ultraschallmeßwandler
zur Erfassung von Wandbewegungen einer Arterie versehen. Der Wandler weist zwei piezoelektrische
Kristalle auf, von denen der eine zum Abstrahlen eines von einem Oszillator erzeugten 2 MHz-Signales
und der andere zum Empfang des von der Arterienwand reflektierten Signales dient. Der Empfängerkristall ist
mit einem Diskriminator verbunden, der zur Erfassung der Signale dient, die wegen des infolge der Wandbewegung
auftretenden Dopplereffektes frequenz- und phasenmoduliert sind. An den Diskriminator sind zwei
aktive oder passive Bandpaßfilter angeschlossen. Das Durchlaßfenster des einen Filters umfaßt den Bereich
von 45 bis 310 Hz und soll durch Armbewegungen und aus andern Gründen erzeugte, niederfrequente Störsignale
unterdrücken. Das andere Filter läßt Signale im Bereich von 100 bis 500 Hz durch und ist unter anderem
mit einem Detektor verbunden, der beim Betrieb ein Umschaltrelais derart steuert, daß im Bereich des
systolischen Druckes das Filter mit dem bei tiefen Frequenzen liegenden Durchlaßfenster und bei kleineren
Drücken das andere Filter wirksam ist.
Bei der Benutzung der aus der DE-OS 20 41 916 bekannten Vorrichtung werden in der Entlüftungsphase
durch das Ein- und Aussetzen der Arterienwandbewegungen die Zeitpunkte zum Erfassen des systolischen
bzw. diastolischen Druckes festgelegt. Dabei werden die von den Arterienwandbewegungen verursachten und
durch den Ultraschallmeßwandler und den Diskriminator gebildeten Niederfrequenz-Signale über eines der
beiden Filter und weitere elektronische Bauteile einer logischen Schaltung zugeführt, die die Druckerfassung
steuert, so daß die beiden Manometer den systolischen bzw. diastolischen Druck anzeigen.
Der systolische und diastolische Druck werden also bei dieser vorbekannten Einrichtung nicht aufgrund von
Korotkoff-Ton-Signalen, sondern aufgrund von Arterienwandbewegungen
erfaßt. Dementsprechend dienen die Filter auch nicht zum Herausfiltern gewisser
Frequenzbereiche von Korotkoff-Ton-Signalen. Abgesehen von diesen Unterschieden werden die Filter im
Verlauf der Messungen automatisch umgeschaltet. Es besteht also keine Möglichkeit daß eine Bedienungsperson
bewußt eine bestimmte Filterkennlinie festlegt
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Blutdruckmeßeinrichtung gemäß der
DE-AS 29 45 126 derart weiter zu bilden, daß auch bei Personen, bei denen der beim sogenannten vierten
Korotkoff-Ton gemessene diastolische Blutdruck extrem stark von dem beim sogenannten fünften
Korotkoff-Ton gemessenen diastolischen Blutdruck abweicht, eine gute Meßgenauigkeit erzielt werden
kann.
Die Erfindung beruht nun auf der Nutzbarmachung der Erkenntnis, daß man bei der indirekten Blutdruckmessung
auftretende Meßfehler verkleinern kann, indem man nicht nur die Änderung der Lautstärke,
sondern auch das individuell unterschiedlich ändernde Frequenzspektrum der Korotkoff-Töne berücksichtigt.
Die gestellte Aufgabe wird daher durch eine Blutdruckmeßeinrichtung gelöst, die nach der Erfindung
gemäß dem Anspruch 1 ausgebildet ist.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus dem Anspruch 2.
Zur Klarstellung sei noch bemerkt, daß in den Ansprüchen und der übrigen Beschreibung unter dem
Blutdruck und dem Druck in der Luft-Kammer stets der bezüglich dem Umgebungs- Luftdruck gemessene Überdruck
zu verstehen ist.
Die Erfindung und weitere aus dieser hervorgehende Vorteile sollen nun anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werden. In der Zeichnung zeigt die
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Blutdruckmeßeinrichtung,
die
F i g. 2 ein Blockschaltbild der Blutdruckmeßeinrichtung, die
Fig. 3 ein Schaltbild der Filtermittel zur wahlweisen
Erfassung verschiedener Korotkoff-Töne, die
Fig.4 ein Diagramm zur Veranschaulichung des Frequenzganges der Übertragungsfunktion der Filtermittel
und die
F i g. 5 ein Diagramm zur Veranschaulichung des zeitlichen Ablaufs einer Blutdruckmessung.
Die in der F i g. 1 dargestellte Blutdruckmeßeinrichtung weist eine am Arm einer zu untersuchenden Person
befestigbare Manschette 1 und ein als Ganzes mit 3 bezeichnetes Gerät auf. Die Manschette enthält eine
durch einen Gummibeutel gebildete, deformierbare, aufblasbare Luft-Kammer sowie ein Mikrofon und ist
durch eine Leitung 5, die einen mit der Luft-Kammer verbundenen Schlauch sowie ein mit dem Mikrofon
verbundenes Kabel und am gerätseitigen Ende eine Steck-Kupplung 7 aufweist, lösbar mit dem Gerät 3
verbunden. Das Gerät 3 weist ein Gehäuse 9 mit einem Gewindestutzen 9a auf, an dem mit einer Überwurfmut-
• ter 11 eine Pumpe 13 mit einem im wesentlichen zylindrischen Pump-Balg aus Gummi lösbar befestigt ist.
Am Gehäuse 9 sind ein nippelartiger Luft-Anschluß 15 und ein durch einen Chassis-Stecker gebildeter,
elektrischer Anschluß 17 befestigt, auf die die Steck-Kupplung 7 aufsteckbar ist. Ferner ist ein durch
einen Chassis-Stecker gebildeter Anschluß 19 zum Anschließen eines Kopfhörers vorhanden. Das Gerät
weist ferner drei Drucktastenschalter 21, 23, 25, eine digitale Anzeige-Einheit 27 und verschieden im Innern |0
des Gehäuses 9 untergebrachte, pneumatische und elektrische Bauelemente auf.
In der F i g. 2 sind die aufblasbare Luft-Kammer 31 und das Mikrofon 33, die zur Manschette 1 gehören,
sowie ein Teil der im Gerät 3 untergebrachten, pneumatischen und elektrischen Bauteile schematisch
dargestellt. Die Luft-Kammer 31 ist durch den in der Leitung 5 vorhandenen Schlauch und durch im Gerät 3
vorhandene Luft-Leitungen über ein Rückschlagventil 35 mit der Pumpe 13 sowie ferner mit einem elektrisch
steuerbaren Abström-Ventil 37 und einem Drucksensor 39 verbunden. Die Pumpe 13 ist noch mit einem ein
Rückschlagventil 41 aufweisenden Lufteinlaß versehen. Die beiden Rückschlagventile 35 und 41 sind derart
geschaltet, daß man durch abwechselndes, manuelles Zusammendrücken und Freigeben des Pump-Balges
Luft aus der Umgebung ansaugen und in die Luft-Kammer 31 pumpen kann.
Das Mikrofon 33 ist durch elektrische Leiter mit dem Eingang von Filtermitteln 51 verbunden, deren Ausgang
sowohl mit dem Kopfhörer-Anschluß 19 als auch mit einem Diskriminator 53 verbunden ist, der ein
Trimmpotentiometer 54 zum Einstellen eines unteren Schwellwertes und einen Impulsformer aufweist. Dessen
Ausgang ist mit einem Steuer-Teil 55 verbunden. Der Drucksensor 39 enthält eine Meßwandler-Brückenschaltung,
die aus piezoresistiven Elementen gebildet und mit dem Eingang eines Verstärkers 57 verbunden
ist. Dessen Ausgang ist sowohl über einen Differentiator 59 als über eine diesen überbrückende Parallel-Verbindung
mit dem Steuer-Teil 55 verbunden. Der Drucksensor 39 und der Verstärker 57 sind noch mit einer
Vorrichtung 75 für den automatischen Null-Abgleich verbunden, die auch noch durch eine Leitung mit einem
Ausgang des Steuer-Teils 55 verbunden ist. Der Ausgang des Differentiators 59 ist ebenfalls mit dem
Steuer-Teil 55 und ferner mit einem Eingang eines Reglers 61 verbunden. Der Steuer-Teil 55 ist ebenfalls
mit einem Eingang des Reglers 61 verbunden, dessen Ausgang mit dem elektromagnetischen Betätigungsorgan
des Abström-Ventils 37 verbunden ist. Der Steuer-Teil 55 weist ferner zwei Anschlüsse auf, die je
mit einem einen Analog-Speicher 63 bzw. 65 bildenden Kondensator verbunden sind. Der Steuer-Teil ist ferner
mit einem unter anderem einen Analog/Digital-Wandler
enthaltenden Anzeigesteuer-Teil 67 verbunden, der seinerseits mit der Anzeige-Einheit 27 verbunden ist. Ein
Diskriminator 69 weist einen auch noch mit dem Ausgang des Differentiators 59 verbundenen Eingang
und einen Ausgang auf, der mit einem Eingang eines Herzfrequenzmessers 71 sowie mit dem Steuer-Teil 55
verbunden ist. Der Herzfrequenzmesser 71 weist noch einen mit dem Steuer-Teil 55 verbundenen Steuer-Eingang
und einen ebenfalls mit dem Steuer-Teil 55 verbundenen Analog-Speicher auf. Der Drucktastenschalter
21 ist mit dem Steuer-Teil 55 und der Drucktastenschalter 23 mit dem Anzeigesteuer-Teil 67
verbunden. Ferner ist eine eine Batterie enthaltende Speisespannungsquelle 73 vorhanden, die mit den
Speisespannungsanschlüssen der verschiedenen aktiven Elemente und dem Massenanschluß verbunden ist. Der
Drucktastenschalter 25 und auch der Steuer-Teil 55 sind mit der Speisespannungsquelle 73 verbunden, die
abgesehen von der Batterie noch gewisse Logik-Elemente und einen Regler zur Stabilisierung der
Speise-Spannung aufweist. Die Batterie ist in einem durch einen Deckel abschließbaren Batteriefach untergebracht.
Das Mikrofon 33 ist mit dem Eingangs-Anschluß 81 und dem Massen-Anschluß 83 der separat in der Fi g. 3
dargestellten Filtermittel 51 verbunden. Der Anschluß 81 ist über einen Kondensator 84 mit dem nicht-invertierenden
Eingang 85a und über einen Widerstand 87 mit dem invertierenden Eingang 85i>
eines Verstärkers 85 verbunden. Der nicht-invertierende Eingang 85a ist mit zwei parallel geschalteten Widerständen 89,91 verbunden,
von denen der Widerstand 89 direkt und der Widerstand 91 über einen Schalter 93 mit dem
Massen-Anschluß verbunden ist. Der Verstärker-Ausgang 85c ist über einen Widerstand 95 und einen diesem
parallel geschalteten Kondensator 97 mit dem invertierenden Eingang 856 verbunden, der auch noch über
einen Widerstand 99 mit einem in Serie geschalteten Kondensator 101 mit dem Massen-Anschluß 83
verbunden ist. Der Verstärker-Ausgang 85c ist mit dem Ausgangs-Anschluß 103 der Filter-Mittel verbunden. Im
übrigen ist der Verstärker 85 noch durch nicht dargestellte Leitungen mit der Speisespannungsquelle
73 verbunden.
Das Trimmpotentiometer 54 und der Schalter 93 sind im Innern des Gehäuses 9 untergebracht, so daß sie nur
nach dem öffnen des Deckels, der auch das Batteriefach abschließt, verstellt bzw. betätigt werden können.
Das Verhältnis zwischen der bezüglich Masse gemessenen Spannung am Ausgangs-Anschluß 103 und
der bezüglich Masse gemessenen Spannung am Eingangs-Anschluß 81 sei als Transmissionfaktor T
bezeichnet. Die Abhängigkeit des Transmissionsfaktors von der Frequenz f ist für die beiden Stellungen des
Schalters 93 in der F i g. 4 dargestellt. Wenn der Schalter 93, wie in der F i g. 3 gezeichnet, offen ist, wird die
Übertragungsfunktion der Filtermittel durch den Transmissionsfaktor gemäß der Kurve 111 wiedergegeben.
Wenn der Schalter 93 dagegen geschlossen ist, verläuft der Transmissionsfaktor gemäß der Kurve 113.
Der durch die Kurve 111 wiedergegebene Transmissionsfaktor
hat bei der Frequenz h ein ziemlich scharfes Maximum, wobei der Maximalwert mit Tz bezeichnet ist
und beispielsweise etwa 100 beträgt. Die untere Grenzfrequenz, bei der der Transmissionsfaktor gemäß
der Kurve 111 gleich T2l]j2 beträgt, ist mit f\ bezeichnet.
Die Kurve 113 steigt langsam an, erreicht ein plateauförmiges Maximum und fällt dann wieder ab,
wobei der maximale Transmissionsfaktor für die Kurve 113 den Wert Ti hat. Die untere Grenzfrequenz der
durch die Kurve 113 dargestellten Übertragungsfunktion ist mit /3— bezeichnet. Der plateauförmige und
abfallende Teil der Kurve 113 fällt mindestens annähernd mit Teilen der Kurve 111 zusammen. Wie aus
der F i g. 3 ersehen werden kann, ergibt sich also bei dem durch die Kurve 113 wiedergegebenen Frequenzgang
eine untere Grenzfrequenz /3, die größer ist als die
Grenzfrequenz f\ und die Frequenz h. Die untere Grenzfrequenz ΐ\ des Frequenzganges gemäß der
Kurve 111 beträgt mindestens 10 Hz. Ferner beträgt sie
höchstens 30, und vorzugsweise höchstens 25, beispiels-
weise etwa 20 Hz. Dagegen betrügt die Grenzfrequenz fs mindestens 35 sowie vorzugsweise mindestens 40 und
höchstens etwa 60 Hz, nämlich beispielsweise etwa 50 Hz. Die Frequenz />. bei der die Kurve IH ihr
Maximum erreicht, beträgt etwa 25 bis 35 und beispielsweise 30 Hz. Das plateauförmigc Maximum der
Kurve 113 befindet sich oberhalb /j und erstreckt sich
von etwa 80 bis 120 Hz. Die obere Grenzfrequenz liegt
für beide Kurven bei etwa 130 bis 200 Hz. Der maximale
Transmissionsfaktor Tj der Kurve 111 ist mindestens ,0
30%) und beispielsweise etwa 50% größer als der maximale Transmissionsfaktor 7Ί der Kurve 113.
l:s sei noch vermerkt, daß die in den Fig.2 und 3
dargestellten, elektronischen Bauteile und Blöcke auch zu integrierten Schaltkreisen zusammengefaßt werden !5
können.
Im folgenden soll nun anhand des Diagramms in der Fig. 5 die Arbeitsweise der Blutdruckmeßeinrichtung
erläutert werden. Für eine Messung wird die Manschette 1 durch die Leitung 5 mit dem Gerät 3 verbunden und
am Arm der zu untersuchenden Person befestigt.
Das Gerät 3 ist derart bemessen, daß es bequem mit
einer Hand gehalten werden kann, wobei die Pumpe 13 gleichzeitig als Handgriff dient. Wenn nötig können
auch alle drei Drucktaslenschalter 21, 23 und 25 mit der 2s
das Gerät haltenden Hand betätigt werden.
Nun soll zuerst die Änderung des Druckes ρ in der Luft-Kammer31 im Verlauf der Zeit t diskutiert werden.
Der zeitliche Verlauf des Druckes ρ ist durch die Kurve 121 des in der Fig.5 dargestellten Diagramms
wiedergegeben. Wenn die Manschette befestigt ist, wird das Gerät im Zeitpunkt /0 durch ein kurzes Drücken des
EIN/AUS-Druck'asienschalters 25 betriebsbereit gemacht.
In dem sich vom Zeitpunkt /0 bis zum Zeitpunkt t\
erstreckenden Zeitintervall wird dann der Drucksensor 39 durch die Null-Abgleich-Vorrichtung 75 automatisch
auf Null abgeglichen. Das Ende dieses Abgleiches wird dadurch signalisiert, daß die Anzeige-Einheit 27 die
Zahl 0 anzeigt. Zwischen den Zeitpunkten f| und /j wird
mit der Pumpe 13 stoßweise Luft in die Luft-Kammer 31 gepumpt, so daß in dieser ein Luftdruck entsteht, der
größer als der systolische Druck ist. Kurz nach der Beendigung des Aufpumpvorganges beginnt im Zeitpunkt
fj Luft aus der Luft-Kammer 31 durch das Ventil 37 in die Umgebung abzuströmen, so daß der Druck in
der Luft-Kammer 31 absinkt. Dabei wird mit dem Drucksensor 39 eine zum Druck ρ proportionale
Spannung erzeugt und mit dem Differentiator 59 der Differentialquotient dp/dt bestimmt. Der Regler 61
regelt das Abström-Ventil 37 derart, daß der Differentialquotient
dp/di bis auf die noch näher erläuterten, durch die Herztätigkeit bewirkten Druckschwankungen
während der eigentlichen Meßnhase konstant bleibt.
Wenn nun der Druck ρ beginnend von einem oberhalb des systolischen Druckes ps liegenden Maximaldruck
abnimmt, treten vom Zeitpunkt U an durch die Herzschläge verursachte Druckschwankungen auf.
Diese Druckschwankungen v/erden mit dem Differentiator 59 erfaßt. Der Diskriminator 69 erzeugt dann bei
jeder durch einen Herzschlag bewirkten Druckschwankung, bei der der Differentialquotient dp/di einen
vorgegebenen Schwellwert von mindestens 100 Pa/s und beispielsweise 400 Pa/s überschreitet, einen Impuls.
Diese Impulsfolge ist in der F i g. 5 mit 123 bezeichnet
Wenn sich der Druck in der Luft-Kammer 31 bei seiner Abnahme innerhalb eines gewissen Bereiches
befindet, erzeugt das Blut beim Durchströmen der^von
der Manschette umschlossenen Arterie bei jedem durch einen Herzschlag erzeugten Blulstoß Geräusche, die
sogenannten Korotkoff-Töne. Diese Korotkoff-Töne werden durch das Mikrofon 33 in elektrische Tonfrequenz-Signale
umgewandelt und über die Filtermittel 51, die vorzugsweise auch eine Verstärkung ergeben, auf
den Diskriminator 53 übertragen. Wenn die Spannungen der Korotkoff-Ton-Signale den durch den Diskriminator
53 festgelegten, unteren Schwellwert übersteigen, führt der zum Diskriminator gehörende Impulsformer
dem Steuer-Teil 55 jeweils einen Impuls zu. Diese Impulsfolge ist in der Fig.5 mit 125 bezeichnet und
erstreckt sich vom Zeitpunkt h bis zum Zeitpunkt /h.
Im Steuer-Teil werden die durch die Druckschwankungen
erzeugten Impulse und die durch die Korotkoff-Töne erzeugten Impulse einem UND-Tor zugeführt.
Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, sind die durch die Druckschwankungen erzeugten Impulse breiter als die
durch die Korotkoff-Töne erzeugten Impulse. Das UND-Tor bildet also eine Koinzidenzschaltung und
öffnet während jedes Impulses der Impulsfolge 123 ein Fenster für die Impulse der Impulsfolge 125. Vom
Mikrofon herkommende Signale werden also nur weiterverarbeitet, wenn sie in ein durch eine Druckschwankung
geöffnetes Fenster fallen, d. h. wenn zwischen den Ton-Signalen und den Druckschwankungen
eine Koinzidenz besteht. Dadurch können die Korotkoff-Töne von Störgeräuschen unterschieden und
die letzteren unterdrückt werden.
Der Steuer-Teil 55 enthält ein elektronisches Schaltorgan, das den Ausgang des Verstärkers 57 vom
Einschalten des Gerätes an mit dem Speicher 63 verbindet.
Der Steuer-Teil 55 enthält ferner Mittel, um das Erscheinen des ersten, das vorgenannte UND-Tor
passierenden Korotkoff-Signals festzustellen. Wenn das erste Korotkoff-Signal eintrifft, wird die vom Verstärker
57 des Druckmeßkanals kommende Leitung vom Speicher 63 abgetrennt. In diesem wird daher die Größe
des beim Eintreffen des ersten Korotkoff-Ton-Signals vorhandenen Druckes, d. h. der systolische Druck,
gespeichert.
Wenn nu.i der Druck in der Luft-Kammer 31 absinkt, folgen dem ersten Korotkoff-Ton weitere Korotkoff-Töne.
Der Steuer-Teil 55 enthält nun Mittel, die den Ausgang des Verstärkers 57 bei jedem Korotkoff-Ton,
d. h. bei jedem Impuls der Impulsfolge 125. kurzzeitig mit dem Speicher 65 verbinden. In diesem wird also bei
jedem Korotkoff-Ton ein neuer Druckwert gespeichert, wobei die Größe dieser Druckwerte sukzessive
abnimmt. Wie bereits erwähnt, erstreckt sich die impulsfolge 125 bis zum Zeitpunkt fc- Da nach dem
Zeitpunkt k keine weiteren Impulse mehr folgen, bleibt
der im Zeitpunkt fc gemessene Wert des Druckes ρ bis zum Abschalten des Gerätes im Speicher 65 gespeichert.
Dieser Speicher-Wert stellt dann den diastolischen Druck dar.
Der Steuer-Teil 55 weist nun auch noch Schaltungs-Mittel auf, durch die festgestellt wird, wann während
eines vorgegebenen Zeitintervalls von 2 bis 10 und beispielsweise 5 Sekunden kein Korotkoff-Ton mehr
auftritt. Am Ende dieses Zeitintervalls, nämlich im Zeitpunkt h, führt der Steuer-Teil 55 dem Regler 61 ein
Signal zu, das bewirkt, daß das Ventil 37 ganz geöffnet wird. Der Druck ρ sinkt dann sehr schnell ab und
erreicht im Zeitpunkt f8 wieder den Wert Null, d. h. den
Umgebungs-Luftdruck.
Der Steuer-Teil 55 ist im übrigen derart beschaffen, daß er den Ausgang des Verstärkers 57 bis zum
Zeitpunkt f? in regelmäßigen Zeitabständen von beispielsweise 0,3 s mit dem Anzeigesteuer-Teil 67
verbindet. Der Anzeige-Teil 27 zeigt dann jeweils den momentanen Druck an. Der Steuer-Teil könnte aber
auch derart ausgebildet sein, daß der Druck, in dem zwischen den Zeitpunkten u und r? liegenden Zeitintervall
jeweils bei jedem Impuls der Impulsfolge 123 angezeigt würde.
Der Steuer-Teil schaltet ferner vorübergehend den Herzfrequenzmesser 71 ein, so daß dieser während des
Auftretens der Impulsfolge 123 die Herzfrequenz mißt und deren Mittelwert bestimmt. Dieser wird im
Speicher des Herzfrequenzmessers 71 gespeichert.
Der Steuer-Teil 55 ist nun derart beschaffen, daß der Speicher 63 oder der Speicher 65 oder den die
Herzfrequenz speichernden Speicher durch kurzes Drücken des Drucktastenschalters 21 zyklisch abgefragt
werden können. Der betreffende, in analoger Form gespeicherte Speicher-Wert wird dann dem Anzeige-
10
Der diastolische Druck wird dann beim fünften Korotkoff-Ton gemessen.
Wenn der Schalter 93 dagegen geschlossen und die Übertragungsfunktion der Filtermittel 51 durch die
Kurve 113 dargestellt ist, hat der Transmissionsfaktor T in der Umgebung der Frequenz h nur einen relativ
kleinen Wert. Das vom erwähnten, fünften Korotkoff-Ton erzeugte, dem Diskriminator 53 zugeführte
elektrische Signal reicht dann nicht mehr aus, um den Schwellwert des Diskriminators zu überschreiten. In
diesem Fall wird also der letzte Impuls der Impulsfolge 125 durch den vierten Korotkoff-Ton erzeugt, so daß
der diastolische Druck also beim vierten Korotkoff-Ton gemessen wird.
Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß der vierte und fünfte Korotkoff-Ton von den Ärzten aufgrund
ihrer relativen Lautstärke und ihres Klanges identifiziert werden. Der vierte und fünfte Korotkoff-Ton ist
daher nicht notwendigerweise identisch mit dem vierten
10
steuer-Teil 67 zugeführt und von diesem in ein 20 bzw. fünften Impuls der Impulsfolge 125.
Digital-Signal umgewandelt. Dieses wird der Anzeige- Die vorstehend beschriebene Blutdruckmeßeinnch-
Einheit 27 zugeführt, so daß diese also wahlweise den tung ist unter anderem für Patienten vorgesehen, die
systolischen oder den diastolischen Druck oder die ihren Blutdruck selbst messen und ihre Meßresultate
Herzfrequenz anzeigt. Der Anzeigesteuer-Teil 67 dann von Zeit zu Zeit dem sie behandelnden Arzt
enthält ein zwischen die Zuleitungen von den Speichern 25 vorlegen. Wie nun bereits in der Einleitung erwähnt
63, 65 und den Analog/Digital-Wandlern eingeschalte- wurde, können individuelle Eigenschaften der Patienten,
insbesondere unterschiedliche Ausbildungen der Arterien, die Lautstärken und Frequenzspektren der
_ ___ _ __c _.._r Korotkoff-Töne beeinflussen. Der Arzt kann nun aber
wählen, wobei die Umschaltung durch kurzes Drücken 30 bei einer Untersuchung des Patienten ebenfalls eine
des Drucktastenschalters 23 bewirkt wird. Blutdruckmessung mit der Einrichtung durchführen.
Wenn alle drei Speicher-Werte abgelesen wurden, Der Arzt hat dabei die Möglichkeit, die Korotkoff-Töne
mit einem Stethoskop oder mit einem an den Anschluß 19 angeschlossenen Kopfhörer abzuhören und dabei
fortlaufend den momentanen Druck abzulesen. Der Arzt kann dann aufgrund seiner akustischen Beurteilung
der Korotkoff-Töne und seiner übrigen Kenntnisse über den Patienten entscheiden, ob es in einem gegebenen
Fall sinnvoll ist, den Blutdruck beim vierten oder beim
Wie aus den vorangehenden Darlegungen hervor- 40 fünften Korotkoff-Ton zu messen. Falls die Lautstärke
geht, wird der beim letzten Impuls der Impulsfolge 125 der Korotkoff-Töne stark vom übl.chen Wert abweicht,
kann der Arzt mit dem Trimmpotentiometer 54 auch noch den Schwellwert des Diskriminators 53 an die
tes, mit dem Drucktastenschalter 23 umschaltbares Netzwerk. Dieses ermöglicht, bei der Druckanzeige
zwischen der Anzeige in Kilopascal oder Torr zu
kann das Gerät durch kurzes Drücken des EIN/AUS-Drucktastenschalters
25 ausgeschaltet werden, womit die Messung abgeschlossen ist.
Nachdem nun die allgemeine Arbeitsweise der Einrichtung dargelegt wurde, soll nun noch der Zweck
der Umschaltbarkeit der Übertragungsfunktion der Filtermittel 51 näher erläutert werden.
individuellen Eigenschaften des Patienten anpassen.
in der Luft-Kammer 31 vorhandene, momentane Druck als diastolischer Druck po identifiziert und gemessen.
Wenn sich der Druck, von größeren Werten her _ ,
abnehmend dem diastolischen Druck annähert, werden 45 Durch die Auswahl des vierten oder fünften Korotkoff-
die Korotkoff-Töne leiser. Zudem verschiebt sich ihr Tones als Kriterium für die Messung des diastolischen
Druckes und nötigenfalls durch Verändern des Disknminator-Schwellwertes
kann die Übereinstimmung der Meßwerte des diastolischen Druckes mit dem tatsäch-
Frequenzspektrum gegen tiefere Frequenzen hin.
Eine solche Verschiebung zu tiefen Frequenzen hin
erfolgt vor allem zwischen den in der Fachsprache als .
vierter und fünfter Korotkoff-Ton bezeichneten Tönen. 50 lieh vorhandenen, »blutig« gemessenen diastolischen
Diese beiden Töne werden von den Ärzten aufgrund Blutdruck verbessert werden. Ferner wird dadurch auch
die Aussagekraft der Messungen verbessert und leichter mit den Meßwerten anderer Patienten vergleichbar.
Di«» Einrichtune kann in verschiedener Hinsicht
des Frequenzspektrums beim vierten Korotkoff-Ton 55 modifiziert werden. Beispielsweise könnte man die
noch weitgehend oberhalb 50 bis 80 Hz. Dagegen hat zwischen das Mikrofon und den Diskriminator eingeder
fünfte Korotkoff-Ton ein Lautstärkenmaximum in schalteten Filtermittel derart ausbilden, daß man nicht
der Umgebung von 30 Hz nur ?wei; sondern wahlweise drei oder mehr verschiede-Wenn
der Schalter 93 offen und die Übertragungs- ne Übertragungsfunktionen einschalten kann. Dadurch
funktion der Filtermittel 51 durch die Kurve 111 der 60 könnte die Übertragungsfunktion noch besser an die
Fig.4 wiedergegeben wird, werden die Frequenzen im individuellen Eigenschaften eines Patienten angepaßt
Bereich der Frequenz h, die wie erwähnt beispielsweise werden. Ferner könnte man die Auswahl der Ubertraetwa
30Hz beträgt, angehoben. In diesem Fall wird gungsfunktion statt durch einen Schalter auch durch ein
auch noch das durch den fünften Korotkoff-Ton anderes manuell einstellbares Einstellorgan, beispielserzeugte,
dem Diskriminator 53 zugeführte elektrische 65 weise durch ein Potentiometer bewirken, wobei dann
Tonfrequenz-Signal so stark angehoben, daß es den eine kontinuierliche Beeinflussung des Frequenzganges
Schwellwert des Diskriminators überschreitet und die der Übertragungsfunktion möglich wäre.
Erzeugung eines Impulses der Impulsfolge 125 bewirkt. Ferner sei noch darauf hingewiesen, daß statt eines
ihrer relativen Lautstärke und ihres unterschiedlichen Klanges identifiziert Wie Analysen der Frequenzspekiren
gezeige haben, liegen di
ieparaten Mikrofons und eines separaten Drucksensors luch ein Ton-Druck-Abnehmer vorgesehen werden
cönnte, der sowohl zur Erfassung der vom Blut erzeugten Töne als auch zur Erfassung des quasistatiichen
Blutdruckes und der durch die Herzschläge :rzeugten Druckmodulation dient. Dieser kombinierte
12
Ton-Druck-Auf nehmer könnte entweder in der aufblasbaren
Manschette oder im Gerät mit den Elektronik-Bauteilen enthalten seiii. Die vom Ton-Druck-Aufnehmer
gelieferten elektrischen Signale können dann durch eine Frequenzweiche aufgezweigt und dem Ton- bzw.
Druck-Kanal der Elektronik zugeführt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Blutdruckmeßeinrichtung mit einem Mikrofon zum Erfassen der vom Blut in einer Arterie
erzeugten Töne, mit dem Mikrofon verbundenen Filtermitteln und einem Einstellorgan, mit dem
wahlweise eine von mindestens zwei verschiedenen Übertragungsfunktionen der Filtermittel einstellbar
ist, wobei der Transmissionsfaktor der Filtermittel bei den beiden Übertragungsfunktionen in verschiedener
Weise von der Frequenz abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellorgan
(93) ein für die Auswahl einer Übertragungsfunktion manuell betätigbares Element aufweist
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- |5
zeichnet, daß das Einstellorgan ein Schalter (93) ist
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