DE3013911C2 - - Google Patents
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/04—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzschaltung für
Zinkoxid-Varistoren gemäß dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1.
Eine derartige Schutzschaltung ist aus der
US-PS 40 12 667 bekannt.
Schutzschaltungen können einen nicht linearen Zinkoxid-
Varistor verwenden, um die Höhe der Spannung über einer
zu schützenden Einrichtung, die häufig ein Reihenkonden
sator ist, zu begrenzen. Unter normalen Betriebsbedingungen
fließen Lastströme durch den Reihenkondensator, so daß
die Spannung über dem Kondensator das Produkt des Last
stromes und der kapazitiven Reaktanz ist. Die Spannung,
die der Kondensator aushalten kann, ist so gewählt, daß
die Kondensatorspannung, die durch den Laststromfluß hervor
gerufen ist, gut innerhalb der Spannungsfestigkeit des
Kondensators liegt. Die Varistorcharakteristik ist dabei
so gewählt, daß unter normalen Laststrombedingungen der
Varistorstrom auf einige wenige Milliampere begrenzt ist.
Wenn ein Fehlerzustand, beispielsweise ein Leiter-Erdfehler
auf der Übertragungsleitung, in die der Reihenkondensator
geschaltet ist, auftritt, steigt der Strom durch den Kon
densator an. Dieser Stromanstieg bewirkt, daß die Konden
satorspannung ansteigt und wenn die Kondensatorspannung
genügend hoch ist, wird die Spannungsfestigkeit des Kon
densators überschritten. Um das Auftreten einer zu hohen
Spannung über dem Kondensator zu verhindern, wirkt der
Zinkoxid-Varistor als alternativer Pfad für den
Fehlerstrom, der die überhöhte Kondensatorspannung hervor
ruft. Jedoch kann der Stromfluß durch den Zinkoxid-Varistor
während des Leiterfehlers den Varistor beschädigen, falls
der Fehlerstrom für längere Zeiträume fließen kann. Da
in den Varistoren viel Energie abgeführt werden muß, müssen
deshalb Mittel vorgesehen sein, um die gesamte Energieabfuhr
innerhalb des Varistors selbst zu begrenzen.
Ein üblicherweise verwendetes Mittel, um die Einrichtung
vor einer überhöhten Energieabfuhr zu schützen, ist die
Verwendung einer parallelen Funkenstrecke, um wenigstens
einen Teil der während des Fehlerzustandes entwickelten
Energie umzuleiten (s. H. Weitzel, "Thermische Belastung
von Ableitern", ETZ-A, Band 91 (1970), Heft 10, Seiten
554 bis 557). Eines der Probleme, die bei der Verwendung
von getriggerten Funkenstreckeneinrichtungen auftreten,
besteht darin zu bestimmen, wann die Geschwindigkeit,
mit der die Energie innerhalb der Einrichtung abgeführt
wird, zu groß wird. Wenn die Geschwindigkeit, mit der
die Energie in der Einrichtung abgeführt wird, zu hoch
ist, hat die Funkenstrecke nicht genügend Zeit, wirksam
zu werden, bevor die Einrichtung Schaden nimmt. Die
US-PS 41 74 529 beschreibt eine Schaltungsanordnung, bei
der sowohl die Größe der Energie, die innerhalb des ge
schützten Varistors abgeführt wird, als auch die Geschwin
digkeit ermittelt werden, mit der die Energie abgeführt
wird. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Energieabfuhr
geschwindigkeit selbst bestimmen kann, wann der Varistor
strom umgeleitet werden muß, um eine Beschädigung des
Varistors zu verhindern. Dies gilt insbesondere dann,
wenn der Fehler relativ nahe an den geschützten Varistoren
auftritt und eine relativ kleine Induktivität der Über
tragungsleitung vorhanden ist, um eine Strombegrenzungs
impedanz für den Fehlerstrom zu bilden. Die Energieanstiegs
geschwindigkeit ist eine direkte Funktion des Fehlerstroms,
so daß der Fehlerstrom dazu verwendet werden kann zu be
stimmen, wann die Energieabfuhrgeschwindigkeit des Varistors
zu hoch ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine einfache und schnell
und sicher ansprechende Schutzschaltung für Zinkoxid-Vari
storen zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen ins
besondere darin, daß eine Spannung an die Hochspannungs
einrichtung geliefert wird, wenn die über den linearen
Widerständen entwickelte Spannung eine vorbestimmte Ein
schaltungsspannung für den spannungsabhängigen Schalter
liefert.
Auf diese Weise wird eine empfindliche Schutzschaltung
erhalten, die einfach aufgebaut ist und trotzdem einen
Fehlerstrom sicher ableitet, bevor ein Varistor beschä
digt werden kann.
Die Erfindung wird nun anhand der Beschreibung
und Zeichnung eines Ausführungsbeispieles der Er
findung näher erläutert.
Die Figur ist ein schematisches Schaltbild von der verbes
serten Schutzschaltung
für Zinkoxid-Varistoren.
Gemäß der Figur ist ein
Metall
oxid-Varistor 10 einem Kondensator 11 parallel ge
schaltet, um den Kondensatorstrom umzuleiten, wenn die
Spannung über dem Kondensator 11 zu hoch wird. Überhöhte
Spannungen entwickeln sich beispielsweise, wenn auf einer
Übertragungsleitung ein Erdschluß auftritt. Eine trigger
bare Luftfunkenstrecke 12 ist sowohl dem Metalloxidvari
stor als auch dem Kondensator 11 parallel geschaltet, um
einen Nebenschluß sowohl für den Varistor als auch den
Kondensator zu bilden, wenn die Größe oder die Geschwindig
keit der Energieabfuhr innerhalb des Varistors zu hoch
wird. Ein induktives Element 13 ist mit der Luftfunken
strecke in Reihe geschaltet, um den Strom sowohl durch die
Luftfunkenstrecke als auch den Kondensator zu begrenzen,
wenn die Luftfunkenstrecke überschlägt. Ein Fühler 14
wird dazu verwendet, den Strom durch den Varistor zu
überwachen, um ein Eingangssignal an einen Impulstrans
formator T zu liefern, der seinerseits Hochspannungs
impulse an die triggerbare Luftfunkenstrecke 12 liefert.
Die Schutzschaltung ist mit der Übertra
gungsleitung an einem Anschluß L und auch an einem gemein
samen Anschluß G verbunden.
Der Fühler 14 enthält einen Stromtransformator,
der den Strom durch den Varistor 10 überwacht und nur
dann ein Eingangssignal an den Impulstransformator liefert,
wenn auf der Übertragungsleitung ein Fehlerzustand auf
tritt.
Der Stromtransformator des Fühlers 14 ist einem Lastwiderstand R 1 pa
rallel geschaltet und mit der einen Seite eines Wider
standes R 2 verbunden. Die andere Seite des Widerstandes
R 2 ist mit einem nicht-linearen widerstandsbehafteten Ele
ment Z und einer Seite der Niederspannungswicklung eines
Transformators T verbunden. Das andere Ende des nicht
linearen Widerstandes Z ist mit Erde verbunden. Der
nicht-lineare Widerstand Z umfaßt einen Zinkoxid-Varistor
mit einer vorbestimmten "Einschalt"-Spannung. Es können
auch andere spannungsabhängige Schaltelemente verwendet
werden, wie beispielsweise Zenerdioden.
Es wird im folgenden der Mechanismus beschrieben, durch
den die vorstehend angegebene Schaltungsanordnung die
hohen Energieanstiegsgeschwindigkeiten innerhalb des Va
ristors 10 abtastet und Niederspannungsimpulse erzeugt.
Da die Geschwindigkeit, mit der Energie durch den Varistor
10 absorbiert wird, dem Strom durch den Varistor propor
tional ist, kann die Geschwindigkeit, mit der Energie
innerhalb des Varistors absorbiert wird, aus dem Spitzen
wert des Varistorstromes ermittelt werden. Der Varistor
strom wird durch eine Spannung dargestellt, die über dem
Widerstand R 1 entwickelt wird. Deshalb ist die Geschwindig
keit, mit der Energie in dem Varistor abgeführt bzw. ver
braucht wird, durch die Spitzenspannung über dem Widerstand
R 1 dargestellt. Die Größe dieser Spannung wird durch die
Zusammenschaltung des Widerstandes R 2 und des nicht-line
aren Widerstandes Z abgetastet. Der nicht-lineare Wider
stand Z ist ein spannungsabhängiger Schalter, wie beispiels
weise ein Varistor oder eine Zenerdiode. Wenn die Spannung
über dem Widerstand R 1 kleiner als die Einschaltspannung
des nicht-linearen Widerstandes Z ist, fließt ein kleiner
Strom durch den Widerstand R 2 und den nicht-linearen Wi
derstand Z, so daß im wesentlichen die gesamte Spannung
über dem Widerstand R 1 über dem nicht-linearen Wider
stand Z auftritt. Wenn die Spannung über dem Widerstand R 1
größer als die Einschaltspannung des nicht-linearen
Widerstandes Z ist, fließt Strom durch den Widerstand R 2
und den nicht-linearen Widerstand Z. Die die Einschalt
spannung des nicht-linearen Widerstandes Z überschrei
tende Spannung tritt über dem Widerstand R 2 auf. Die Span
nung über dem Widerstand R 2 ist klein gemacht relativ zur
Gesamtspannung über dem Widerstand R 1, so daß kleine Span
nungswerte, die über die erforderliche Einschaltspannung
des nicht-linearen Widerstandes Z hinausgehen, ausreichen,
um die erforderlichen Spannungsimpulse für den Transfor
mator T zu erzeugen. Dies erhöht die Empfindlichkeit der
Schaltungsanordnung für kleine Fehlerstromanstiege über
einen vorbestimmten Wert. Die Spannung über dem Wider
stand R 2 wird durch den Transformator T auf einen genü
gend hohen Wert erhöht, um den Betrieb der triggerbaren
Luftfunkenstrecke 12 auszulösen. Da die Spannung über
dem Widerstand R 1 über einem weiten Bereich variiert,
kann ein paralleler nicht-linearer Widerstand über den
Widerstand R 2 geschaltet sein, um die maximale Spannung
zu begrenzen, die über dem Widerstand R 2 auftritt, und
um dadurch zu verhindern, daß überhöhte Spannungsimpulse
den Transformator T beschädigen.
Die Spannungsimpulse, die über der Niederspannungsseite
des Transformators T auftreten, sind nahezu genau in
Phase mit der über dem Varistor 10 entwickelten Spannung.
Dies bedeutet, daß die durch den Transformator T entwic
kelten Hochspannungsimpulse elektrisch gleichphasig sind
mit den Spannungsmaxima, die über der Auflösefunkenstrecke
12 auftreten. Diese elektrische Phasenbeziehung ist ein
wichtiges Merkmal der beschriebenen Schutzschaltung.
Der eine Leiter der Hochspannungswicklung des Trans
formators T ist mit dem gemeinsamen Anschluß G und mit
der einen Seite eines Widerstandes R 3 verbunden. Die
andere Seite des Widerstandes R 3 ist mit dem einen Lei
ter eines Kondensators C verbunden. Der andere Leiter
des Kondensators C ist mit dem anderen Anschluß der Hoch
spannungsseite des Transformators T verbunden. Der Konden
stor C und der Widerstand R 3 bilden ein Hochpaßfilter,
das die Spannungswelle formt, die über der Hochspannungs
wicklung des Transformators T auftritt. Die über dem
Widerstand R 3 auftretende Spannung ist das Signal, das
die Luftfunkenstrecke 12 in Betrieb setzt.
Die Schutzschaltung für Zinkoxid-Varistoren
wurde zwar zum Schutz von Varistoren in Verbindung
mit Reihenkondensatoren von Hochspannungs-Übertragungs
leitungen beschrieben. Dies ist jedoch nur als Beispiel
gedacht. Die Schutzschaltung gemäß der Erfindung kann
für alle Anwendungsfälle für Zinkoxid-Varistoren ver
wendet werden.
Claims (5)
1. Schutzschaltung für Zinkoxid-Varistoren mit einer
Auslöse-Funkenstrecke und einer Hochspannungseinrichtung,
um die Funkenstrecke beim Auftreten eines Stromstoßes
im Varistor zu triggern, und mit einer Stromabtastein
richtung zum Bestimmen des Auftretens des Stromstoßes,
dadurch gekennzeichnet, daß
zum Speisen der Hochspannungseinrichtung (T) durch die Strom
abtasteinrichtung (14) eine von dieser erzeugte Spannung
an der Reihenschaltung eines linearen Widerstands (R 2) und
eines spannungsabhängigen Schalters (Z) liegt und die Span
nung des linearen Widerstands an der einen Seite der Hoch
spannungseinrichtung (T) anliegt zum Anlegen einer Spannung
an die Hochspannungseinrichtung, wenn die von der Strom
abtastvorrichtung erzeugte Spannung eine vorbestimmte
Einschaltspannung für spannungsabhängigen Schalter (Z)
überschreitet.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stromabtasteinrichtung (14) einen Stromtransformator
umfaßt und ein weiterer linearer Widerstand (R 1) an den
Ausgang des Stromtransformators gelegt ist zur Erzeugung
der Spannung bei einem Stromfluß durch den/die zu
schützenden Varistor(en) (10).
3. Schutzschaltung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der andere Ausgang der Hochspannungseinrichtung mit einer
Trigger- oder Auslöseelektrode verbunden ist zur Lieferung
eines Hochspannungsimpulses an die Trigger- oder Auslöse
elektrode beim Auftreten eines Stromstoßes durch den zu
schützenden Varistor.
4. Schutzschaltung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hochspannungseinrichtung (T) einen Transformator umfaßt
und ein Kondensator (c) und ein Wellenformungswiderstand
(R 3) über die Ausgangsklemmen des Transformators geschaltet
sind zur Bildung eines Hochpaßfilters zwischen den Trans
formatorausgängen und der Trigger- oder Auslöseelektrode.
5. Schutzschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der spannungsabhängige Schalter (Z) ein Varistor oder
eine Zenerdiode ist.
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