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Quaderförmiger Behälter für Magnetbandkassetten
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Die Erfindung betrifft einen quaderförmigen Behälter für Magnetbandkassetten,
bestehend aus einem Deckel, insbesondere mit einem daran C-förmig anschließenden
Teil aus der Rückwand und einem Bodenteil und aus einem mit dem Deckel über Gelenke
verbundenen übrigen Bodenteil mit daran anschließenden übrigen Wänden, wobei insbesondere
auf der Innenseite des übrigen Bodenteils vorstehende Zapfen derart angeordnet sind,
daß sie bei eingelegter Kassette in die Spulenkerne eingreifen.
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Ein derartiger Behälter ist bekannt (DE-PS 1 300 864).
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Ist ein solcher Behälter mit einer bespielten Magnetbandkassette gefüllt,
dann befindet sich in der Innenseite des Deckels ein Einlegeblatt, das Informationen
über den Inhalt der bespielten Kassette enthält. Der Umfang der Information ist
aus Platzgründen beschränkt.
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Bei Schallplatten ist es üblich, bei gewünschter, umfangreicherer
Information neben einer Tasche für die Platte eine zweite Tasche in der Plattenhülle
vorzusehen, in die ein Heft mit der gewünschten umfangreichen Information über den
Platteninhalt gesteckt werden kann.
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Um das Bedürfnis nach umfassenderer Information bei bespielten Magnetbandkassetten
zu befriedigen, ist es bekannt, die Kassette und ein Begleitheft nach Art eines
Buches zwischen den beiden Buchdeckeln anzuordnen (DE-GM 7 245 400; DE-GM 7 327
660).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter für Magnetbandkassetten
zu schaffen, dem umfangreiche Information in Form eines Begleitheftes unverlierbar
beigegeben werden kann.
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Diese Aufgabe wird bei einem quaderförmigen Behälter für Magnetbandkassetten
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß auf der Außenseite des Bodens oder
des Deckels ein zweiter, quaderförmiger Behälter gleicher Länge und Breite zur Aufnahme
eines Buches, Heftes od. dgl. fluchtend mit dem ersten Behälter befestigt ist.
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Die Erfindung hat den Vorteil, daß ohne großen zusätzlichen Aufwand
ein Begleitheft mit umfangreicher Information beigegeben werden kann, ohne daß i
die Form des für die Magnetbandkassetten bewährten Behälters geändert werden muß.
Der dafür erforderliche Aufwand ist denkbar gering. Da die Abmessungen des zweiten
Behälter denen des ersten Behälters entsprechen, läßt sich der ~Doppelbehälter"
wie der Behälter für Magnetbandkassetten magazinieren.
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Besonders gering ist der erforderliche zusätzliche Aufwand, wenn der
Boden des zweiten Behälters vom Deckel oder dem Boden des ersten Behälters gebildet
wird. Die offene Vorderseite des zweiten Behälters läßt sich auf einfache Weise
verschließen, wenn die Vorderwand des
ersten Behälters derart über
dem Deckel des ersten Behälters übersteht, daß der überstehende Bereich die Vorderwand
für den vorne offenen zweiten Behälter bildet.
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Obgleich es möglich ist, die Dicke des zweiten Behälters der Dicke
des einzubringenden Informationsheftes anzupassen hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
wenn der zweite Behälter die gleiche Dicke wie der erste Behälter hat. Wenn in diesem
Fall dann noch für die Befestigung zweiten Behälters an dem ersten Behälter Befestigungselemente
vorgesehen sind, die den zweiten Behälter auf eine dem Rastermaß eines Kassettenmagazins
entsprechenden Abstand von dem ersten Behälter halten, kann der "Doppelbehälter"
wie zwei Einzelbehälter in das Magazin eingeschoben werden, ohne daß die Trennwände
des Magazins stören.
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Zur Verbindung der beiden Behälter gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Nach einer ersten Ausführung bilden die Befestigungselemente eine schwalbenschwanzförmige
Feder-Nutschiebeverbindung. Nach einer zweiten Ausführung bestehen die Befestigungselemente
aus auf der Außenseite des Bodens des einen Behälters angeordnete vorstehende Zapfen,
die an der Außenseite des Bodens des anderen Behälters angeschweißt oder angeklebt
sind oder in entsprechende Ausnehmungen im Boden des anderen Behälters druckknopf
artig eingreifen oder durchgreifen und innenseitig verriegelt sind. Im letzteren
Fall können die durchgreifenden Zapfen die Befestigungszapfen für die Kassetten
bilden. Die Verriegelung der durchgreifenden Zapfen erfolgt vorzugsweise auf der
Innenseite des Behälters durch einen Querriegel. Dem Querriegel kann dann die Aufgabe
zukommen, die einzelnen Spulen verdrehungssicher zu halten.
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Sofern durchgreifende Zapfen vorgesehen sind, ist es zweckmäßig, zwischen
den beiden Behältern ein oder zwei Distanzelemente, die insbesondere auf den Zapfen
sitzen, anzuordnen.
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Von Vorteil ist es, wenn der zweite Behälter bis auf die innenseitigen
Zapfen denselben Aufbau wie der erste Behälter hat.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer verschiedene Ausführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen Fig.1und 2 einen Doppelbehälter
für eine Magnetbandkassette und ein Begleitheft in Parallelperspektive in geöffnetem
und geschlossenem Zustand, Fig.3 und 4 einen Doppelbehälter mit annähernd gleichartigen
Behältern für eine Magnetbandkassette und ein Begleitheft in Parallelperspektive
in geöffnetem und geschlossenem Zustand, Fig. 5 den Doppelbehälter gemäß Fig. 4
in Stirnansicht in geschlossenem Zustand, Fig. 6 die beiden Behälter gemäß Fig.
3-6 vor dem Zusammenbau zu den Doppelbehältern, Fig. 7 und 8 einen zu Fig. 3-6 anderen
Doppelbehälter mit annähernd gleichartigen Behältern für eine Magnetbandkassette
und ein Begleitheft in Parallelperspektive in geöffnetem und geschlossenen Zustand,
Fig.
9 den Doppelbehälter gemäß Fig. 7 in Stirnansicht, Fig. 10 die beiden Behälter gemäß
Fig. 7 und 8 vor dem Zusammenbau zu dem Doppelbehälter, Fig. 11 und 12 einen zu
Fig. 3-8 anderen Doppelbehälter mit annähernd gleichartigen Behältern für eine Magnetbandkassette
in geöffnetem und geschlossenen Zustand, Fig. 13 den Doppelbehälter gemäß Fig. 10
in Stirnansicht.
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Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Doppelbehälter besteht aus einem
ersten Behälter 1 und einem zweiten, gelenkig mit dem ersten Behälter 1 verbundenen
Behälter 2.
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Der erste Behälter 1 besteht aus einem Bodenteil 3, an den Querrändern
anschließenden Querwänden 5, 6 und einer an einem Längsrand anschließenden Vorderwand
7, die in der Höhe die Querwände 5, 6 überragt. Das Bodenteil 3 trägt innenseitig
zwei Zapfen 4, die bei geschlossenem Behälter in die Spulenkerne der Kassette eingreifen
und diese verdrehungssicher halten.
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Der Deckel 8 des Behälters 1 weist an seinen Querrändern im hinteren
Bereich seitliche Lappen 9, 10 auf, über die der Deckel 8 in Gelenken 11 an den
freien Enden der Querwände 5, 6 verschwenkbar gelagert ist. An den hinteren 4 Längsrand
des Deckels 8 schließt sich die rückwärtige Wand 12 des Behälters 1 und ein zweiter
Teil 13 des Bodens des Behälters 1 an, der in eine entsprechende Ausnehmung des
ersten Bodenteils 3 paßt und mit diesem gemeinsam den Behälterboden bilden.
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Der Deckel 8 des Behälters 1 bildet gleichzeitig den Boden des Behälters
2. Zu diesem Zweck weist er an seinen beiden Querrändern Querwände 14, 15 und an
seinem rUckseitigen Längsrand eine Rückwand 16 sowie einen Deckel 17 auf. Der vorderseitig
offene Behälter 2 wird durch den verlängerten Bereich der Vorderwand 7 des Behälters
1 verschlossen, so daß durch Öffnen des Behälters 1 sowohl die Kassette als auch
das im Behälter 2 befindliche Begleitheft entnommen werden kann.
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Die Ausführungsbeispiele der übrigen Figuren unterscheiden sich voneinander
im wesentlichen nur durch die die beiden Behälter miteinander verbindenden Befestigungselemente,
so daß die Beschreibung bis auf diese Unterschiede auf das Ausführungsbeispiel der
Fig. 3 bis 6 beschränkt werden kann. Bei dem Doppelbehälter der Ausführungsbeispiele
der Fig. 5 bis 11 haben die beiden Behälter 21, 22 im wesentlichen den gleichen
Aufbau mit dem einen Unterschied, daß der Behälter 21, der zur Aufnahme einer Magnetbandkassette
bestimmt ist, innenseitig Zapfen 24 zur Fixierung der Spulen der Magnetbandkassette
trägt, während der zur Aufnahme eines Begleitheftes dienende Behälter 22 einen freien
Boden hat. Im übrigen entspricht der Aufbau der beiden Behälter 21, 22 dem Aufbau
des Behälters 1 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1, 2 mit dem weiteren Unterschied,
daß die Vorderwände 27, 28 nicht über die Querwände 25,26,28 hinaus verlängert sind.
In allen Ausfth-18,19 rungsbeispielen liegen die Böden/der beiden Behälter 21, 22
benachbart und auf geringem Abstand voneinander, so daß Trennwände eines Magazins
zwischen die beiden Behälter 21, 22 geschoben werden können.
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Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 bis 6 sind die beiden Behälter
21, 22 über Befestigungselemente miteinander verbunden, die im mittleren Bereich
der beiden Böden außenseitig angeordnet sind und eine schwalbenschwanzförmige Feder-Nutschiebeverbindung
30, 31 bilden.
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Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 7 bis 10 trägt der Behälter für
das Begleitheft im mittleren Bereich des Bodens außenseitig eine Distanzplatte 32
mit zwei vorstehenden 33 Zapfen; denen im Boden des Behälters für die Kassetten
und in den die Spulen haltenden Zapfen 34 miteinander fluchtende Aufnahmen 35, 36
zugeordnet sind, in denen die vorstehenden Zapfen 33druckknopfartig befestigbar
sind.
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Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 11 bis 13 trägt der Boden des Behälters
für das Begleitheft im mittleren Bereich außenseitig eine Distanzplatte 37 mit vorstehenden
längsgeschlitzten Zapfen 38, denen im Boden des Behälters für die Kassette Bohrungen
zugeordnet sind, so daß die Zapfen 38 durch die Bohrungen steckbar sind und innenseitig
durch einen im Schlitz befestigbaren Querriegel 39 verriegelbar sind. Die Zapfen
38 und die Querriegel 39 bilden in diesem Fall die Zapfen zum Halten der Spule.
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Ein Behälter 2, 22 kann auch mit mehr als einem Kassettenbehälter
1 kombiniert werden. In diesem Fall werden die übereinander angeordneten Kassettenbehälter
entweder über eine zwischen Deckel des ersten und Boden des zweiten Kassettenbehälters
angeordnete Kupplung, z.B. eine Feder-Nutschiebekupplung 30, 31 wie in Fig. 3, 5,
6, oder einen gemeinsamen Rücken mit nebeneinanderliegender Feder-Nutschiebekupplung
für die schmalen Rückwände verbunden.