DE3013553C2 - - Google Patents
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- C08G18/06—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
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Description
Es sind bereits Polyurethan-Elastomere mit ausgezeichneten
Eigenschaften, wie großer Festigkeit, Elastizität, Abriebbeständigkeit
und Ölbeständigkeit, bekannt. Derartige Polyurethan-
Elastomere sind wegen dieser Eigenschaften in großem
Maße auf verschiedenen Gebieten, wie beispielsweise für Autoteile,
Teile von industriellen Apparaten und Teile für Sportartikel,
verwendet worden.
Zur Herstellung der Polyurethan-Elastomere ist folgendes
Verfahren in großem Ausmaß angewendet
worden. Durch Umsetzung eines langkettigen Diols
mit einem Überschuß eines aromatischen Diisocyanats wird
ein Präpolymeres mit endständigen Isocyanatgruppen hergestellt.
Dieses wird durch Erhitzen auf etwa 100°C und
Evakuieren entlüftet und mit einem geschmolzenen Kettenverlängerungsmittel,
z. B. einem aromatischen Diamin
wie 4,4′-Methylen-bis-(2-chloranilin) mit einem Schmelzpunkt
von 95°C, das als MOCA bezeichnet wird,
welches auf 100 bis 110°C
erhitzt ist, vermischt, und die Mischung wird bei 100°C
vernetzt und ausgehärtet. Bei diesem Verfahren handelt es
sich um ein Heißschmelzformverfahren unter Verwendung
des Präpolymer-Verfahrens.
Die Anwendung des Präpolymer-Verfahrens bei dem Heißschmelzformverfahren
weist jedoch eine Vielzahl von im folgenden
beschriebenen Nachteilen auf, die vermieden werden sollten.
Erstens muß das feste Kettenverlängerungsmittel (z. B.
MOCA) durch Erhitzen geschmolzen und das Präpolymere
erhitzt werden, um zum einen eine Verfestigung des Kettenverlängerungsmittels
zu verhindern und zum anderen die
Entlüftung zu erleichtern. Dabei werden das aromatische
Diamin und das aromatische Diisocyanat in dem Präpolymeren
unvorteilhafterweise verdampft. Diese Verbindungen sind
für den Menschen toxisch. Das in Form eines feinen Staubes
oder als verdampftes Gas vorliegende aromatische Diamin
kann von Arbeitern eingeatmet werden. Es ist im gegenwärtigen
Stadium nicht erreicht worden, die Möglichkeit des Einatmens
vollständig zu verhindern.
Zweitens wird das aromatische Diamin verwendet, nachdem es
durch Erhitzen geschmolzen wurde. Dabei werden die physikalischen
Eigenschaften des resultierenden Polyurethan-
Elastomeren beeinträchtigt. Durch das Erhitzen tritt eine
bemerkenswerte Farbänderung auf, was für die Polyurethan-
Elastomer-Produkte zu einer Verringerung des Warenwertes führt.
Außerdem werden die endständigen Isocyanatgruppen durch
das Erhitzen des Präpolymeren aktiviert und reagieren mit
Urethangruppen des Präpolymeren. Dadurch wird die Allophanat-
Vernetzung bewirkt, was zu einer Erhöhung der Viskosität
und zur Beeinträchtigung der physikalischen Eigenschaften
des Polyurethan-Elastomeren führt.
Drittens ist es schwierig, aufgrund der eben erwähnten Zunahme
der Viskosität des Präpolymeren stabile Verfahrensbedingungen
aufrechtzuerhalten. Es ist daher äußerst
schwierig, eine Massenfertigung durch ein automatisches,
kontinuierliches Mischverfahren zu erreichen.
Viertens werden das Vermischen, die Kettenverlängerung und
das Vernetzen (Härten) bei hoher Temperatur durchgeführt.
Dabei wird eine große Wärmeenergiemenge verbraucht, wodurch
hohe Herstellungskosten verursacht werden. Alles das
sind Nachteile des herkömmlichen Verfahrens.
Es ist eine Vielzahl von Untersuchungen gemacht worden, um
diese Probleme zu verringern. Beispielsweise wurde ein
Polyamin in einem Lösungsmittel aus Polyäthylenglykoldibenzoat
oder Polypropylenglykol aufgelöst und mit einem
Präpolymeren mit endständigen Isocyanatgruppen vermischt,
um die Mischung bei einer Umgebungstemperatur auszuhärten.
Bei diesem Verfahren ist jedoch das Lösungsmittel, Polyäthylenglykoldibenzoat
oder Polypropylenglykol, nicht reaktiv
und verbleibt in dem resultierenden Polyurethan-
Elastomer als Weichmacher, wodurch die physikalischen Eigenschaften
des Urethan-Elastomeren ungünstigerweise verschlechtert
sind. Andererseits ist es bekannt, ein Polyurethan-
Elastomeres in einem einstufigen Verfahren
herzustellen. Dabei wird ein langkettiges Diol,
ein organisches Diisocyanat und ein spezifisches
tetrahalogeniertes aromatisches Diamin in einer Stufe umgesetzt
(JA-AS 45 316/1976). Bei diesem Verfahren wird das
aromatische Diamin in dem langkettigen Diol aufgelöst. Dadurch
treten keine Schwierigkeiten hinsichtlich des Einatmens
eines feinen Staubes oder Dampfes des aromatischen
Diamins auf. Außerdem kann vorteilhafterweise ein Polyurethan-
Elastomeres mit hervorragenden Härtern und ausgezeichneten
physikalischen Eigenschaften hergestellt
werden. Als Härter (Kettenverlängerungsmittel) müssen jedoch
spezifische halogenierte aromatische Diamine verwendet
werden. Das bedeutet ein schwerwiegendes Problem.
Die Erfinder haben Untersuchungen angestellt, um ein verbessertes
Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-
Elastomeren zu entwickeln und auf diese Weise die Nachteile
und Probleme zu überwinden, die bei den herkömmlichen Verfahren
auftreten.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Herstellung eines Polyurethan-Elastomeren mit
ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften zu schaffen,
bei dem kein feiner Staub oder Dampf eines toxischen aromatischen
Diamins auftritt. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung
eines Polyurethan-Elastomeren mit ausgezeichneten physikalischen
Eigenschaften, insbesondere großer Wärmebeständigkeit,
großer Härte und hoher Festigkeit, zu schaffen,
das bei einer tiefen Tempratur, wie z. B. Raumtemperatur,
durchgeführt wird, und zwar nach einem Verfahren,
bei dem die Bestandteile kalt vermischt werden und
die Masse in der Kälte schnell härtet.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch das im Patentanspruch
angegebene Verfahren gelöst.
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens wird neben den
Verbesserungen, die die erfindungsgemäße Aufgabe lösen,
die Möglichkeit geschaffen, das Verfahren durch kaltes
Vermischen und schnelles Aushärten in der Kälte durchzuführen.
Erfindungsgemäß wird ein Polyurethan-Elastomeres dadurch
hergestellt, daß man ein gegebenenfalls durch Halogenatome,
Alkyl-, Alkoxy-, Alkylthio-, Trifluormethyl- und Alkoxycarbonylgruppen
substituiertes aromatisches Diamin, ein langkettiges
Polyol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht
von 300 bis 4000 und einen Katalysator mit einem Präpolymeren
mit endständigen Isocyanatgruppen und einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 500 bis 5000, welches mit einem organischen
Diisocyanatmonomeren vermischt ist, bei einer Temperatur
von 10 bis 50°C vermischt, und wobei das Verhältnis der
Isocyanatgruppen des Präpolymeren zu den Aminogruppen des Diamins
in einem Bereich von 0,6 : 1 bis 1,5 : 1, das Verhältnis der
Isocyanatgruppen des Diisocyanatmonomeren zu den Hydroxylgruppen des langkettigen Polyols in einem Bereich von 1 : 1 bis
1,4 : 1 und das Verhältnis der Summe der Isocyanatgruppen des
Präpolymeren und des Diisocyanatmonomeren zu der Summe von
Aminogruppen des Diamins und Hydroxylgruppen des langkettigen
Polyols in einem Bereich von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1 liegt.
Geeignete aromatische Diamine umfassen Benzidine, wie
3,3′-Dichlorbenzidin, 3,3′-Dichlor-5,5′-dimethylbenzidin;
Diaminodiphenyläther, wie 4,4′-Diamino-3,3′-dichlordiphenyläther;
Diaminodiphenyldisulfide, wie 4,4′-Diamino-
3,3′-dichlordiphenylsulfid; 4,4′-Methylen-bis-(aniline), wie
4,4′-Methylen-bis-(anilin), 4,4′-Methylen-bis-(2-chloranilin)
(MOCA), 4,4′-Methylen-bis-(2-äthylanilin), 4,4′-
Methylen-bis-(2-methoxyanilin), 4,4′-Methylen-bis-(2-
trifluormethylanilin), 4,4′-Methylen-bis-(2-methoxycarbonylanilin),
4,4′-Methylen-bis-(2-äthoxycarbonylanilin),
4,4′-Methylen-bis-(2,3-dichloranilin), 4,4′-Methylen-bis-
(2,5-dichloranilin); 4,4′-Diaminodiphenylmethane, wie
4,4′-Diamino-3-chlor-3′-bromdiphenylmethan, 4,4′-Diamino-
3-chlordiphenylmethan, 4,4′-Diamino-2,2′,3-trichlordiphenylmethan;
Diaminobenzole, wie 2,6-Dichlor-1,4-diaminobenzol,
4-Äthoxy-3,5-diamino-α,α,α-trifluormethylbenzol,
4-Isobutoxy-3,5-diamino-α,α,α-trifluormethylbenzol,
4-Methylthio-3,5-diamino-α,α,α-trifluormethylbenzol, 4-n-
Butylthio-3,5-diamino-α,α,α-trifluormethylbenzol; Diaminobenzoate,
wie Methyl-4-chlor-3,5-diaminobenzoat, Isopropyl-
4-chlor-3,5-diaminobenzoat, Isobutyl-4-chlor-3,5-diaminobenzoat,
Isobutyl-4-äthylthio-3,5-diaminobenzoat; Diaminophenylacetate,
wie Methyl-4-chlor-3,5-diaminophenylacetat,
Äthyl-4-chlor-3,5-diaminophenylacetat, Isopropyl-4-chlor-
3,5-diaminophenylacetat, Butyl-4-chlor-3,5-diaminophenylacetat;
Bis-(aminobenzoate), wie Trimethylen-bis-(p-aminobenzoat),
Diäthylenglykol-bis-(p-aminobenzoat), Triäthylenglykol-
bis-(p-aminobenzoat), Tetraäthylenglykol-
bis-(p-aminobenzoat); und andere aromatische Diamine, wie
1,2-Bis-(o-aminophenylthio)-äthan, 1,2-Bis-(p-aminophenylthio)-
äthan, 3,3′-Diamino-4,4′-dichlordibenzyläther,
3′-Amino-4′-chlorbenzyl-4-aminobenzoat, 3-Amino-4-chlorbenzyl-
2′-aminophenylsulfid, Hydrochinon-bis-(o-aminophenylthioäthyl)-
äther und Bis-2-(o-aminophenylthio)-
äthylterephthalat.
Die Diamine können als Mischungen von 4,4′-Methylen-
bis-(2-chloranilin) und 4,4′-Methylen-bis-(2,3-dichloranilin)
mit gewünschten Mengenverhältnissen eingesetzt
werden. Es können auch Mischungen verwendet werden, die
bei der Herstellung des Diamins erhalten wurden, wie
z. B. eine Diaminmischung, die durch Umsetzung von Anilin
und o-Chloranilin mit Formaldehyd in Gegenwart einer
Säure erhalten wurde. Vorzugsweise wird ein einziges Diamin
eingesetzt, um ein Polyurethan-Elastomeres
mit hoher Festigkeit zu erhalten.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten langkettigen
Polyole mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht
von 300 bis 4000 weisen endständige Hydroxylgruppen
auf. Geeignete langkettige Polyole umfassen Polyesterglykole,
wie Polyäthylenadipat, Polybutylenadipat und Polypropylenadipat;
Polyalkylenätherglykole, wie Polypropylenätherglykol,
Tetramethylenätherglykol, Polyoxypropylentriol,
Polyoxypropylen-polyoxyäthylentriol, Polyoxypropylen-
polyoxyäthylen-polyoxypropylentriol; Polyesterpolyole;
Polybutadienpolyole und polymere Polyole. Die Polyole können
als Mischungen vorliegen. Die erfindungsgemäß verwendeten
langkettigen Polyole sind gewöhnlich hygroskopisch.
Die Wasserkomponente in dem Polyol reagiert mit dem Polyisocyanat
unter Bildung der entsprechenden Carbaminsäure. Die
Carbaminsäure zersetzt sich oberhalb 80°C und entwickelt
dabei Kohlendioxidgas. Der Wassergehalt in dem langkettigen
Polyol wird daher vorzugsweise auf weniger als
0,02 Gew.-% reduziert, falls das Härten in der Hitze erfolgt.
Beim Kalthärten bei einer Temperatur unterhalb
80°C kann der Wassergehalt jedoch etwa 0,04 Gew.-% betragen.
Der dem Härtungsmittel zugesetzte Katalysator ist vorzugsweise
in dem Polyol und dem Diamin löslich. Geeignete Katalysatoren
umfassen tertiäre Amine, wie Triäthylendiamin,
Triäthylamin, Hexamethylentetramin, N-Alkylmorpholin,
N-Pentamethyldiäthylentriamin, N-Hexamethylentriäthylentetramin,
N,N-Diäthylanilin, N,N-Dimethylbenzylamin, N,N-
Dimethyllaurylamin, N,N-Dimethylpiperidin, N,N,N′,N′-
Tetramethyläthylendiamin, N,N,N′,N′-Tetramethylpropylendiamin,
N,N,N′,N′-Tetramethyl-1,3-butandiamin, N,N,N′,N′-
Tetramethylhexamethylendiamin, N,N,N′,N′,N′-Pentamethyldiäthylentriamin,
1,8-Diaza-bicyclo[5.4.0]-undecen und
1,8-Diaza-bicyclo[5.4.0]-undecen-methylammonium-methosulfat.
Das tertiäre Amin kann zusammen mit anderen Katalysatoren
eingesetzt werden.
Geeignete zusätzliche Katalysatoren umfassen Lewis-Säure-
Katalysatoren, wie Organozinnverbindungen, z. B. Tetra-n-
butylzinn, Tri-n-butylzinnacetat, n-Butylzinntrichlorid,
Trimethyl-zinnhydroxid, Dimethyl-zinndichlorid, Dibutyl-
zinndilaurat, Dibutyl-zinn-di-2-äthylhexoat und Zinn(II)-
octoat; Metallsalze des Acetylacetons, z. B. Acetylacetonzinksalz,
Aluminiumsalz und Kobaltsalz; Metallnaphthenate,
z. B. Zinknaphthenat, Bleinaphthenat und Kobaltnaphthenat;
Organoquecksilberverbindungen, z. B. Phenyl-quecksilberacetat,
Phenyl-quecksilberoleat, Quecksilberoctoat und
Quecksilbernaphthenat; Organobleiverbindungen, z. B. Bleioctoat
und Bleinaphthanat; Alkalimetallsalze von organischen
Borsäureestern und Organoborverbindungen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es bevorzugt, die
Lewis-Säure mit dem tertiären Amin zu kombinieren. Falls
jedoch ein Diamin verwendet wird, das mit einem Polyisocyanat
mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit reagiert, wie
Diaminodiphenylmethan, ist es effektiv, nur die Lewis-Säure
als Katalysator einzusetzen. Falls das tertiäre Amin mit
einer Organozinnverbindung kombiniert wird, ist es notwendig,
bei der Verwendung Vorsicht walten zu lassen, da manchmal
eine das Produkt beeinträchtigende Beschleunigung der
Reaktion verursacht werden kann. Die opitmale Kombination
besteht in einer Kombination von tertiärem Amin mit dem
Metallsalz von Acetylaceton.
Die langkettigen Präpolymeren mit endständigen Isocyanatgruppen,
die erfindungsgemäß gemischt mit den organischen Diisocyanatmonomeren
als Polyisocyanat eingesetzt werden, können
Präpolymere sein, wie sie mittels der herkömmlichen Umsetzung
eines langkettigen Polyols mit einem organischen Polyisocyanat erhalten
werden. Das langkettige Präpolymere mit endständigen
reaktiven Isocyanatgruppen und einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 500 bis 5000 kann folgendermaßen
hergestellt werden. Ein langkettiges Polyol mit endständigen
Hydroxylgruppen und einem durchschnittlichen Molekulargewicht
von 300 bis 4000, wie Polyätherpolyol, Polyesterpolyol,
Polybutadienpolyol und polymeres Polyol, wird mit
einem Überschuß, bezogen auf das stöchiometrische Verhältnis
der Hydroxylgruppen, eines organischen Diisocyanatmonomeren,
wie eines aliphatischen Polyisocyanats, z. B. Tetramethylen-
1,4-diisocyanat und Hexamethylen-1,6-diisocyanat;
Cyclohexan-1,3- oder -1,4-diisocyanat; Cyclohexylmethan-
4,4′-diisocyanat; Toluylen-2,4- oder-2,6-diisocyanat und
Mischungen derselben, sowie aromatischen Diisocyanaten,
wie Diphenylmethan-4,4′-diisocyanat und flüssigem Diphenylmethandiisocyanat,
umgesetzt.
Die in dem Polyisocyanat verwendeten organischen Diisocyanatmonomeren
können die vorstehend bei der Herstellung der
Präpolymeren erwähnten organischen Polyisocyanate sein. Es
kommen auch flüssige Diphenylmethandiisocyanate in Frage,
die durch Modifizieren von Diphenylmethan-4,4′-diisocyanat
erhalten wurden; Dimer von 2,4-Toluylendiisocyanat, m-Phenylendiisocyanat,
3,3′-Ditoluylen-4,4′-diisocyanat (TODI),
4,4′-Biphenyldiisocyanat, Dianisidindiisocyanat (DADI)
und 1,5-Naphthalindiisocyanat (NDI). Es wird insbesondere
bevorzugt, Toluylendiisocyanat und Hexamethylendiisocyanat
zu verwenden, die bei Raumtemperatur flüssig
sind, sowie das flüssige Diphenylmethandiisocyanat. Durch
Verwendung dieser Verbindungen kann die Viskosität des
Präpolymeren verringert werden. Die organischen Diisocyanate
können als Mischung eingesetzt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das Härtungsmittel
dadurch hergestellt werden, daß man das gegebenenfalls substituierte
aromatische Diamin in dem langkettigen
Polyol auflöst und einen Katalysator oder mehrere
Katalysatoren addiert. Das aromatische Diamin wird vorzugsweise
mit einem Verhältnis von 5 bis 60 Gew.-%, bezogen auf
das langkettige Polyol, zugegeben.
Der Katalysator wird vorzugsweise mit einem Verhältnis von
0,05 bis 3 Gew.-Teilen, insbesondere von 0,05 bis 1 Gew.-Teil,
pro 100 Gew.-Teile der Mischung aus langkettigem Polyol
und Diamin addiert. Falls der Gehalt des Katalysators weniger
als 0,05 Gew.-Teile beträgt, ist die katalytische Wirkung
nicht befriedigend. Falls der Gehalt des Katalysators
mehr als 3 Gew.-Teile beträgt, nimmt die katalytische Wirkung
nicht mehr entsprechend der zugesetzten Menge des Katalysators
zu.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird beim Vermischen des
Polyisocyanats mit dem Härtungsmittel ein Verhältnis von Isocyanatgruppen
des langkettigen Präpolymeren in dem Polyisocyanat
zu den Aminogruppen des Diamins in dem Härtungsmittel
in einem Bereich von 0,6 : 1 bis 1,5 : 1, vorzugsweise von
0,9 : 1 bis 1,1 : 1, verwendet. Falls das Verhältnis geringer
als der minimale Bereich ist, wird die Mischung wolkig, und
es kann das angestrebte Polyurethan-Elastomere nicht erhalten
werden. Falls das Verhältnis größer als der Maximalbereich
ist, wird lediglich ein Polyurethan-Elastomeres mit unterlegenen
physikalischen Eigenschaften erhalten. Das Verhältnis
der Isocyanatgruppen des Diisocyanatmonomeren zu
den Hydroxylgruppen des langkettigen Polyols in dem Härtungsmittel
liegt in einem Bereich von 1 : 1 bis 1,4 : 1, vorzugsweise
von 1,05 : 1 bis 1,25 : 1. Falls das Verhältnis
der Isocyanatgruppen des Diisocyanatmonomeren zu den
Hydroxylgruppen niedriger ist als der genannte Beeich,
wird lediglich Polyurethan-Elastomeres mit unterlegenen
physikalischen Eigenschaften erhalten. Falls andererseits
das Verhältnis höher ist als der Bereich, kann das Polyurethan-
Elastomere Trübungen aufweisen und unterlegene
physikalische Eigenschaften haben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt das Verhältnis
der Summe der Isocyanatgruppen des Präpolymeren und des
organischen Diisocyanatmonomeren zu einer Summe der Aminogruppen
des Diamins und der Hydroxylgruppen des langkettigen
Polyols in einem Bereich von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1, vorzugsweise
von 1,05 : 1 bis 1,25 : 1. Falls das Verhältnis kleiner
als der minimale Bereich ist, wird nur ein weiches, plastisches
Harz erhalten, das keine Elastizität aufweist.
Falls das Verhältnis größer als der maximale Bereich ist,
verbleiben nichtumgesetzte Isocyanatgruppen, und das Härten
läuft nicht vollständig ab. Das angestrebte Polyurethan-
Elastomere kann in diesem Fall nicht erhalten werden.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Härtungsmittel
mit dem Polyisocyanat bei einer Temperatur
von 10 bis 50°C und vorzugsweise bei Raumtemperatur
vermischt. Die Mischung wird in eine Form gegossen
und bei Raumtemperatur bis 120°C mehrere Minuten
bis mehrere Stunden nach dem herkömmlichen Verfahren gehärtet
und anschließend vernetzt, um das Polyurethan-
Elastomere zu erhalten. Die Temperatur bei dem Härten kann
in Abhängigkeit von der Verwendung des Polyurethan-Elastomeren
sowie dem Ort seiner Anwendung entsprechend ausgewählt
werden. Falls ein schnelles Härten erforderlich ist,
wird das Härten bei einer höheren Temperatur durchgeführt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es notwendig, das
Härtungsmittel mit dem Polyisocyanat bei einer Temperatur
von 10 bis 50°C zu vermischen. Falls bei einer
Temperatur von 90 bis 100°C vermischt wird, ist die
Mischung wolkig.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, für
ein Polyurethan-Elastomer geeignete Additive zuzusetzen.
Als solche Additive kommen z. B. Antioxidantien, Ultraviolett-
Absorptionsmittel, Antifärbemittel, Antihydrolysemittel,
Fungizide, Flammschutzmittel, Farbstoffe und Füllstoffe
in Frage, und zwar je nach Verwendungszweck des
Polyurethan-Elastomeren.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, ein Polyurethan-
Elastomer durch Vermischen des Härtungsmittels mit dem Polyisocyanat
herzustellen und dadurch die folgenden
Eigenschaften und Vorzüge zu erzielen.
(1) Das Härtungsmittel und das Polyisocyanat sind
zwei flüssige Systeme und können bei Raumtemperatur
gemischt werden. Auf diese Weise kann ein konstantes
Herstellungsverfahren erwartet werden und mit Hilfe eines
automatischen, kontinuierlichen Mischverfahrens eine Massenproduktion
leicht durchgeführt werden.
(2) Das aromatische Diamin, das wie beispielsweise MOCA
toxisch und gesundheitsschädlich ist, wird als eine Lösung
bei Raumtemperatur gehandhabt. Dadurch ist eine befriedigend
hohe Sicherheit gewährleistet, und die Arbeitsplatzbedingungen
können verbessert werden.
(3) Die Komponenten für das Polyurethan-Elastomere
können bei Raumtemperatur vermischt werden, und
es kann eine befriedigende Reaktionsgeschwindigkeit erreicht
werden, um das Aushärten als Kalthärten bei 20 bis
60°C zu bewirken, ohne daß das Warmhärten bei über 100°C
angewendet wird. Auf diese Weise werden dadurch, daß eine
große Wärmeenergiemenge eingespart wird, die Betriebskosten
reduziert.
(4) Die Umsetzung des Polyisocyanats mit dem Polyol und dem
gegebenenfalls substituierten aromatischen Diamin verläuft in einem gut ausgewogenen
Gleichgewicht. Dadurch wird ein Polyurethan-Elastomer mit
ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften erhalten,
dessen Eigenschaften denen des Produktes, welches durch
das Heißschmelzverfahren unter Verwendung eines Präpolymeren
und MOCA als Härtungsmittel erhalten wird, überlegen oder
zumindest gleich sind, obwohl im letzten Fall ein Warmhärten
durchgeführt wird. Es kann ein Polyurethan-Elastomer
erhalten werden, das eine ausgezeichnete Zugfestigkeit
und Reißfestigkeit aufweist, was äußerst wichtige
Eigenschaften sind. Die gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhaltenen Polyurethan-Elastomere können zur Herstellung
von Fahrzeugteilen, Teilen von industriellen
Apparaturen und Sportartikelteilen verwendet werden sowie
als Harze zur Auskleidung von Stahlrohren eingesetzt werden.
(5) Falls bei dem herkömmlichen Verfahren ein Katalysator
zugesetzt wird, weist das Polyurethan-Elastomere
eine unterlegene Hitzestabilität und Beständigkeit auf.
Der Einsatz des Katalysators ist folglich limitiert. Demgegenüber
kann gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren der
Katalysator aus einer Vielzahl von Katalysatorarten ausgewählt
werden, und das Härtungsmittel kann ebenfalls je nach den
angestrebten Anwendungsbereichen aus verschiedenen Arten
der zur Verfügung stehenden Härtungsmittel ausgewählt werden.
(6) Die Mischung des Härtungsmittels und des Polyisocyanats
weist eine geeignete Topfzeit (Zeitraum
vom Vermischen bis zum Eintritt der Gelierung, die das
Gießen in eine Form unmöglich macht) und eine kurze Ausformzeit
auf (Zeitraum vom Gießen der Mischung bis zu einem
das Ausformen des Produktes ermöglichenden Aushärten).
Dadurch ist die Verarbeitbarkeit hervorragend.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von
Beispielen und Vergleichsversuchen näher erläutert. Die
physikalischen Eigenschaften des Polyurethan-Elastomeren
werden gemäß den Verfahren des japanischen Industrie-
Standards K-6301 bestimmt.
Zu 100 g Polytetramethylenätherglykol (OH-Zahl 131,5)
gibt man 39,1 g 2,4-Toluylendiisocyanat und setzt die Mischung
8 h bei 80°C um. Das resultierende Präpolymere
weist einen Gehalt an Isocyanatgruppen von 6,5 Gew.-% und
ein durchschnittliches Molekulargewicht von 1293 auf.
Zu 100 g Polytetramethylenätherglykol (OH-Zahl 103)
gibt man 27,0 g 2,4-Toluylendiisocyanat und setzt die Mischung
8 h bei 80°C um. Das resultierende Präpolymere weist
einen Gehalt an Isocyanatgruppen von 4,2 Gew.-% und ein
durchschnittliches Molekulargewicht von 2000 auf.
Zu 100 g Polypropylenätherglykol (OH-Zahl 100) gibt
man 29,7 g TDI-80 [2,4-Toluylendiisocyanat und 2,6-Toluylendiisocyanat
(80 : 20) ] und setzt die Mischung 8 h bei 80°C
um. Das resultierende Präpolymere weist einen Gehalt an
Isocyanatgruppen von 4,7 Gew.-% und ein durchschnittliches
Molekulargewicht von 1788 auf.
Zu 100 g Polypropylenätherglykol (OH-Zahl 136,6) gibt
man 41,1 g Toluylendiisocyanat (TDI-80) und setzt die Mischung
10 h bei 80°C um. Das resultierende Präpolymere
weist einen Gehalt an Isocyanatgruppen von 6,8 Gew.-% und
ein durchschnittliches Molekulargewicht von 1236 auf.
Zu 100 g Polyesterglykol (OH-Zahl 107), das durch eine
Ringöffnungspolymerisation von ε-Caprolacton erhalten
worden ist, gibt man 33,1 g 2,4-Toluylendiisocyanat und setzt
die Mischung 10 h bei 80°C um. Das resultierende Präpolymere
weist einen Gehalt an Isocyanatgruppen von 6 Gew.-%
und ein durchschnittliches Molekulargewicht von 1400 auf.
Zu 100 g Polytetramethylenätherglykol (OH-Zahl 131,5)
gibt man 56,1 g 4,4′-Diphenylmethandiisocyanat und setzt
die Mischung 4 h bei 60°C um. Das resultierende Präpolymere
weist einen Gehalt an Isocyanatgruppen von 5,77 Gew.-%
und ein durchschnittliches Molekulargwicht von 1456 auf.
Zu einer Lösung, enthaltend 275 g Triäthylenglykol und
300 g Toluol, gibt man 29 g Boroxid. Das bei der Umsetzung
entstehende Wasser wird entfernt, und dem Reaktionsprodukt
werden 11 g metallisches Natrium in Form von Körnern zugesetzt.
Die Mischung wird bis zur vollständigen Umsetzung
des Natriums erhitzt, und das Toluol wird unter vermindertem
Druck abdestilliert, um Natriumtetraalkoxyborat mit
einem Verhältnis von Na/B von 4 : 7 zu erhalten.
In einen Reaktor gibt man 100 g Polytetramethylenätherglykol
(OH-Zahl 103; durchschnittliches Molekulargewicht
von 1089) und erhitzt 2 h auf 100°C, um es bei einem
Druck von 2 bis 5 mm Hg zu entwässern. Anschließend
werden 41,6 g eines gemischten aromatischen Diamins, bestehend aus
4,4′-Methylen-bis-(2,3-dichloranilin) und MOCA in einem
Verhältnis von 2 : 8 (nach Gewicht), und 0,3 g Triäthylendiamin-
Katalysator dem entwässerten Produkt zugesetzt
und gemischt, bis sich alles vollständig aufgelöst hat.
Eine Mischung von 193 g des in Herstellungsbeispiel 1 hergestellten
Präpolymeren (I) und 19 g TDI-80 wird gründlich
vermischt und bei Umgebungstemperatur unter einem Druck
von 20 bis 30 mm Hg entgast.
In einen Reaktor gibt man 140,2 g des bei Verfahren (A) hergestellten
Härtungsmittels und 212 g des gemäß Verfahren
(B) hergestellten Polyisocyanats. Die Mischung wird bei
Raumtemperatur gründlich vermischt und in eine auf
60°C vorgeheizte Form gegossen, um die Mischung während
30 min zu härten. Das Produkt wird 15 h bei 60°C in einem
Ofen mit erzwungener Luftströmung vernetzt, um ein Polyurethan-
Elastomeres zu erhalten. Das Verhältnis von Isocyanatgruppen
des Präpolymeren in dem Polyisocyanat zu den
Aminogruppen des Diamins in dem Härtungsmittel (im folgenden
als R₁ NCO/NH₂ bezeichnet) beträgt 1 : 1. Das Verhältnis
der Isocyanatgruppen des organischen Diisocyanats (TDI-
80) in dem Polyisocyanat zu den Hydroxylgruppen des Polyols
in dem Härtungsmittel (im folgenden als R₂ NCO/OH bezeichnet)
beträgt 1,19 : 1. Das Verhältnis der Gesamtzahl von
Isocyanatgruppen in dem Polyisocyanat zu der Summe von
Aminogruppen des Diamins und der Hydroxylgruppen des
Polyols in dem Härtungsmittel (im folgenden als R₃ NCO/NH₂+OH
bezeichnet) beträgt 1,07 : 1.
Die physikalischen Eigenschaften des resultierenden Polyurethan-
Elastomeren sind in Tabelle 1 aufgeführt. Die Ergebnisse
zeigen die Tatsache, daß das Polyurethan-Elastomere,
das gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten
wird, ausgezeichnete physikalische Eigenschaften aufweist,
und zwar insbesondere ausgezeichnete Zugfestigkeit
und Weiterreißfestigkeit.
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wird wiederholt. Es werden
jedoch 334 g des Präpolymeren (I) anstelle von 212 g des
Polyisocyanats (R₂ NCO/NH₂+OH=1,07 : 1) eingesetzt. Auf diese
Weise wird ein Polyurethan-Elastomeres hergestellt. Die
physikalischen Eigenschaften des resultierenden Polyurethan-
Elastomeren sowie die Zusammensetzung sind in Tabelle
1 aufgeführt. Aus den Ergebnissen geht hervor, daß
das Polyurethan-Elastomere, bei dem nur das Präpolymere
eingesetzt wurde und das durch das Verfahren des Kaltvermischens-
Kalthärtens erhalten wurde, unterlegene Modulwerte
und unterlegene Zugfestigkeit aufweist.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt. Es werden jedoch
44,9 g TDI-80 anstelle von 212 g des Polyisocyanats
(R₃ NCO/NH₂+OH=1,07 : 1) eingesetzt und auf diese Weise ein
Polyurethan-Elastomeres hergestellt. Man erhält lediglich
eine weiße, tonähnliche Substanz und überhaupt kein Polyurethan-
Elastomeres. Die Ergebnisse sowie die Zusammensetzung
zeigt Tabelle 1.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt. Es werden jedoch
106,2 g des Präpolymeren (I) und 30,6 g TDI-80 anstelle
von 212 g des Polyisocyanats (R₁ NCO/NH₂=0,55 : 1;
R₃ NCO/NH₂+OH=1,07 : 1) eingesetzt. Die physikalischen Eigenschaften
des resultierenden Polyurethan-Elastomeren
sowie die Zusammensetzung sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Aus den Ergebnissen folgt, daß das Polyurethan-Elastomere
hinsichtlich Modulwerten, Zugfestigkeit und Reißfestigkeit
dem Polyurethan-Elastomeren von Beispiel 1 bei gleicher
Härte unterlegen ist.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt. Es wird jedoch
der Katalysator bei dem Härtungsmittel weggelassen. Die
physikalischen Eigenschaften des resultierenden Polyurethan-
Elastomeren sowie die Zusammensetzung sind in Tabelle
1 aufgeführt. Aus den Ergebnissen geht hervor, daß
das Polyurethan-Elastomere hinsichtlich Modulwerten,
Zugfestigkeit und Reißfestigkeit dem Polyurethan-Elastomeren
von Beispiel 1 bei gleicher Härte unterlegen ist.
In diesem Fall werden 100 g des im Herstellungsbeispiel 1 hergestellten
Präpolymeren (II) auf 100°C erhitzt und unter einem
Druck von 20 mm Hg entlüftet. 13,2 g des gemischten
Diamins, das bei der Herstellung des Härtungsmittels von
Beispiel 1 verwendet wurde, werden geschmolzen und zugesetzt.
Die Mischung wird gründlich vermischt und in eine
auf 100°C vorgeheizte Form gegossen, um sie 30 min zu härten.
Das Produkt wird 15 h bei 100°C in einem Ofen mit
erzwungener Luftströmung vernetzt und ausgehärtet. Die
physikalischen Eigenschaften des resultierenden Polyurethan-
Elastomeren sind in Tabelle 1 zusammen mit der
Zusammensetzung aufgeführt.
In diesem Fall war es nötig, das Präpolymere (II) anstelle
des Präpolymeren (I) einzusetzen, um eine Härte von etwa
90 zu erhalten. Trotz der Tatsache, daß die Härte etwa
gleich ist, ist das Polyurethan-Elastomere hinsichtlich
Zugfestigkeit, bleibender Dehnung und Reißfestigkeit dem
Polyurethan-Elastomeren von Beisspiel 1 unterlegen.
Das Verfahren des Beispiels 1 wird wiederholt. Es werden
jedoch 100 g Polypropylenglykol (OH-Zahl 110; durchschnittliches
Molekulargewicht von 1020) und die jeweiligen,
in Tabelle 2 angegebenen Mengen des Diamins sowie
0,12 g Dibutylzinnlaurat eingesetzt.
Das Verfahren des Beispiels 1 wird wiederholt. Es werden
jedoch 184,6 g Präpolymer (IV) und 20,3 g TDI-80 eingesetzt.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt. Es werden jeweils
die Gesamtmengen des beschriebenen Härtungsmittels (A)
mit der Gesamtmenge (204,9 g) des beschriebenen Polyisocyanats
(B) bei Raumtemperatur vermischt, um Polyurethan-
Elastomere herzustellen (R₁ NCO/NH₂=1 : 1; R₂ NCO/OH=
1,19 : 1 und R₃ NCO/NH₂+OH=1,07 : 1). Die physikalischen
Eigenschaften der resultierenden Polyurethan-Elastomere
sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Aus den Ergebnissen geht hervor, daß gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren Polyurethan-Elastomere mit gleichen
oder besseren physikalischen Eigenschaften als die des
in Vergleichsversuch 6 nach dem herkömmlichen Präpolymer-
Verfahren erhaltenen Produktes hergestellt werden können.
Gemäß den Ergebnissen der Beispiele 2 bis 7 können gewöhnliche
Diamine eingesetzt werden, ohne MOCA zu verwenden,
welches das spezielle Diamin zur Herstellung eines Polyurethan-
Elastomeren mit optimalen physikalischen Eigenschaften
darstellt.
Das Verfahren von Vergleichsversuch 5 wird wiederholt.
Dabei werden jedoch 100 g des im Herstellungsbeispiel 1 hergestellten
Präpolymeren (IV) und 14,2 g MOCA eingesetzt.
Die physikalischen Eigenschaften des resultierenden Polyurethan-
Elastomeren sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Das Produkt, das gemäß diesem Präpolymerverfahren erhalten
wird, ist ähnlich dem unter Verwendung des herkömmlichen
Präpolymeren vom Polypropylenglykol-Typ erhaltenen
Produkt, das eine Härte von 90 (Shore A) aufweist.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt. Dabei werden
jedoch 100 g des durch eine ringöffnende Polymerisation
von ε-Caprolacton erhaltenen Polyesterglykols (OH-Zahl
107; durchschnittliches Molekulargewicht 1049) und
47,2 g 4,4′-Methylen-bis-(2-methoxycarbonylanilin) sowie
jeweils die in Tabelle 3 angegebenen spezifischen Mengen
des jeweiligen Katalysators anstelle des Härtungsmittels von
Beispiel 1 eingesetzt. Andererseits werden 220,7 g eines Polyisocyanats
hergestellt, indem man 200,9 g des in Herstellungsbeispiel
1 hergestellten Präpolymeren (V) und 19,8 g
TDI-80 gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 vermischt.
Unter Verwendung von 220,7 g des Polyisocyanats und 147,2 g
des Härtungsmittels werden gemäß dem Verfahren von
Beispiel 1 jeweils Polyurethan-Elastomere hergestellt
(R₁ NCO/NH₂=1 : 1; R₂ NCO/OH=1,19 : 1; R₃ NCO/NH₂+OH=
1,07 : 1).
Die physikalischen Eigenschaften der resultierenden Polyurethan-
Elastomere sind in Tabelle 3 zusammengestellt. Die
Ergebnisse gemäß Tabelle 3 zeigen, daß zur Herstellung des
Polyurethan-Elastomeren gemäß der vorliegenden Erfindung
die herkömmlichen Katalysatoren eingesetzt werden können.
Die Ergebnisse der Beispiele 8, 13, 14 und 15 zeigen, daß
man unter Verwendung des tertiären Amins allein oder unter
Verwendung der Kombination von tertiärem Amin und der Organometallverbindung
Polyurethan-Elastomere mit überlegenen
physikalischen Eigenschaften erhalten kann.
Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 wird ein Härtungsmittel
hergestellt. Dabei werden jedoch 100 g Polytetramethylenglykol
(OH-Zahl 103,0; durchschnittliches Molekulargewicht
von 1089), 39,9 g MOCA, 0,35 g Triäthylendiamin
und 0,2 g Acetylaceton-zinksalz eingesetzt.
Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 wird ein Polyisocyanat
hergestellt. Dabei werden jedoch 193 g des in Herstellungsbeispiel
1 hergestellten Präpolymeren (I) und 19,0 g TDI-
80 eingesetzt.
Das Härtungsmittel und das Polyisocyanat werden bei
Raumtemperatur vermischt, und die Mischung wird, wie in
Tabelle 4 gezeigt, bei 25°, 63° oder 100°C gehärtet und
anschließend unter den in Tabelle 4 gezeigten speziellen
Bedingungen vernetzt, um Polyurethan-Elastomere zu erhalten
(R₁ NCO/NH₂=1 : 1; R₂ NCO/OH=1,19 : 1; R₃ NCO/NH₂+
OH=1,07 : 1).
Die physikalischen Eigenschaften der resultierenden Polyurethan-
Elastomere sind in Tabelle 4 zusammen mit den Ergebnissen
aufgeführt, die hinsichtlich der bei der Herstellung
beobachteten jeweiligen Bearbeitbarkeit erhalten
wurden.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt. Dabei werden
140,5 g des in den Beispielen 16 bis 18 verwendeten
Härtungsmittels mit 220,3 g eines Polyisocyanats vermischt, das
unter Verwendung von 193 g des in Herstellungsbeispiel 1 erhaltenen
Präpolymeren (I) und 27,3 g 4,4′-Diphenylmethandiisocyanat
(MDI) erhalten wurde. Die Mischung wird, wie
in Tabelle 4 gezeigt, bei 25°, 63° oder 100°C gehärtet und
anschließend unter den in Tabelle 4 aufgeführten speziellen
Bedingungen vernetzt, um Polyurethan-Elastomere zu
erhalten (R₁ NCO/NH₂; R₂ NCO/OH und R₃ NCO/NH₂+OH sind
jeweils die gleichen wie diejenigen der Beispiele 16 bis
18). Die physikalischen Eigenschaften der resultierenden
Polyurethan-Elastomere sowie die Ergebnisse der bei der
Herstellung beobachteten Bearbeitbarkeit sind in
Tabelle 4 zusammengestellt.
Das Verfahren von Vergleichsversuch 5 wird wiederholt. Es
werden jedoch 100 g des im Herstellungsbeispiel 1 hergestellten
Präpolymeren (II) und 12,6 g MOCA eingesetzt. Die physikalischen
Eigenschaften des mittels des Präpolymerverfahrens
erhaltenen Polyurethan-Elastomeren sind zusammen
mit den Ergebnissen der bei der Herstellung beobachteten
Bearbeitbarkeit in Tabelle 4 zusamengestellt.
Aus den Ergebnissen der Tabelle 4 geht hervor, daß das
Härtungsmittel und das Polyisocyanat bei Raumtemperatur
vermischt werden können und in eine Form gegossen werden
können. Das durch Vernetzen bei etwa 25°C (Beispiele 18
und 21) erhaltene Polyurethan-Elastomere weist im wesentlichen
die gleichen Eigenschaften auf wie das Produkt, das
bei etwa 100°C nach dem herkömmlichen Präpolymerverfahren
(Vergleichsversuch 7) vernetzt wurde. Durch Vernetzen bei
einer höheren Temperatur als 63°C (Beispiele 16, 17, 19
und 20) kann ein Polyurethan-Elastomeres erhalten werden,
das hinsichtlich Zugfestigkeit dem durch Vernetzen nach
dem herkömmlichen Präpolymerverfahren bei 100°C erhaltenen
Produkt überlegen ist und das hinsichtlich der Spannungsmodulen,
der bleibenden Dehnung und der Reißfestigkeit
dem genannten herkömmlichen Produkt gleich oder überlegen
ist.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ist eine geeignete
"Topfzeit" für das Formgießen des Polyurethan-
Elastomeren gewährleistet. Das Vernetzen (Aushärten) kann
in einem weiten Temperaturbereich von niedrigen Temperaturen
bis hohen Temperaturen ausgeführt werden, und die Entformungszeit
kann verkürzt werden, indem man das Aushärten
bei einer angestrebten erhöhten Temperatur vornimmt.
Es wird jeweils ein Härtungsmittel hergestellt, indem man
100 Gew.-Teile Polytetramethylenätherglykol (OH-Zahl
103; durchschnittliches Molekulargewicht von 1089),
47,0 Gew.-Teile 4,4′-Methylen-bis-(2-methoxycarbonylanilin)
und die in Tabelle 5 angegebenen spezifischen Mengen des
Katalysators vermischt. 2 kg des Härtungsmittels werden in einen
Harztank einer automatischen Formgußmaschine gegeben
(Junior Spenser, hergestellt von Nippon Chemix K.K.) und
bei Raumtemperatur umgewälzt.
Andererseits wird ein Polyisocyanat hergestellt, indem
man 217 Gew.-Teile des in Herstellungsbeispiel 1 hergestellten
Präpolymeren (VI) zu 27,3 Gew.-Teilen 4,4′-Diphenylmethandiisocyanat
zumischt. 3,3 kg des Polyisocyanats werden in
einen für ein Polyisocyanat vorgesehenen Tank gegeben
und bei Umgebungstemperatur umgewälzt (R₁ NCO/NH₂=1 : 1;
R₂ NCO/OH=1,19 : 1).
Das Härtungsmittel und das Polyisocyanat werden in einem
Gewichtsverhältnis von 0,6 : 1 bei Raumtemperatur vermischt,
und die Mischung wird zum Härten in eine auf 60°C
vorgeheizte Gießform gegossen. Das Produkt wird ausgeformt
und in einem Ofen mit erzwungener Luftströmung bei 60°C
2 h vernetzt (ausgehärtet), um ein Polyurethan-Elastomeres
zu erhalten. Das Polyurethan-Elastomere wird 3 Wochen auf
100°C erhitzt, und die physikalischen Eigenschaften des Produktes
werden jeweils im Abstand von einer Woche bestimmt,
um die Hitzebeständigkeit zu untersuchen. Die Ergebnisse
hinsichtlich Bearbeitbarkeit und Hitzebeständigkeit
des Polyurethan-Elastomeren sind in Tabelle 5 aufgeführt.
In den für das Polyurethan-Elastomere bei der in den Beispielen 22 bis 24
verwendeten automatischen Formgußmaschine vorgesehenen
Tank wird 1 kg MOCA gegeben, durch Erhitzen aufgeschmolzen
und bei 110°C umgewälzt. Andererseits werden in den
für das Polyisocyanat vorgesehenen Tank 2 kg des im Herstellungsbeispiel
1 hergestellten Präpolymeren (VI) gegeben und bei
Raumtemperatur umgewälzt. Das Härtungsmittel und das Präpolymere
(VI) werden in einem Gewichtsverhältnis
von 0,174 : 1 vermischt (R₁ NCO/NH₂=1,05 : 1).
Die Mischung wird in eine auf 100°C vorgeheizte Gießform
gegossen, um sie 20 min zu härten. Das Produkt wird entformt
und 10 h in einem Ofen mit erzwungener Luftströmung
bei 100°C vernetzt (ausgehärtet), um ein Polyurethan-
Elastomeres zu erhalten. Die Hitzebeständigkeit des Polyurethan-
Elastomeren wird, wie in den Beispielen 22 bis 24
beschrieben, untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5
zusammengestellt. Aus den in Tabelle 5 aufgeführten Ergebnissen
geht hervor, daß bei dem gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhaltenen Polyurethan-Elastomeren eine
höhere Zugfestigkeit erhalten bleibt als bei dem gemäß dem
herkömmlichen Präpolymerverfahren (Vergleichsversuch 8)
erhaltenen Produkt. Folglich weisen die erfindungsgemäßen
Polyurethan-Elastomere eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
auf.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung eines Polyurethan-Elastomeren durch Umsetzung von (a) einem Härtungsmittel, bestehend aus einem gegebenenfalls durch Halogenatome, Alkyl-, Alkoxy-, Alkylthio-, Trifluormethyl- und Alkoxycarbonylgruppen substituierten aromatischen Diamin, einem langkettigen Polyol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 300 bis 4000 und einem Katalysator, mit (b) einem Polyisocyanat, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyisocyanat ein Präpolymeres mit endständigen Isocyanatgruppen und einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 500 bis 5000, gemischt mit einem organischen Diisocyanatmonomeren, ist, wobei das Verhältnis von Isocyanatgruppen des Präpolymeren zu den Aminogruppen des Diamins in einem Bereich von 0,6 : 1 bis 1,5 : 1, das Verhältnis der Isocyanatgruppen des Diisocyanatmonomeren zu den Hydroxylgruppen des langkettigen Polyols in einem Bereich von 1 : 1 bis 1,4 : 1 und das Verhältnis der Gesamtzahl der Isocyanatgruppen des Polyisocyanats zu der Summe der Aminogruppen des Diamins und den Hydroxylgruppen des langkettigen Polyols in einem Bereich von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1 liegt und wobei man das Härtungsmittel (a) und das Polyisocyanat (b) bei einer Temperatur von 10 bis 50°C vermischt.
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