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DE3013226C2 - - Google Patents

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Publication number
DE3013226C2
DE3013226C2 DE19803013226 DE3013226A DE3013226C2 DE 3013226 C2 DE3013226 C2 DE 3013226C2 DE 19803013226 DE19803013226 DE 19803013226 DE 3013226 A DE3013226 A DE 3013226A DE 3013226 C2 DE3013226 C2 DE 3013226C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cooling
tip
cavity
casting
piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE19803013226
Other languages
English (en)
Other versions
DE3013226A1 (de
Inventor
Isao Miki
Tsutomu Shimizu Shizuoka Jp Nagi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Light Metal Co Ltd
Original Assignee
Nippon Light Metal Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Light Metal Co Ltd filed Critical Nippon Light Metal Co Ltd
Priority to DE19803013226 priority Critical patent/DE3013226A1/de
Publication of DE3013226A1 publication Critical patent/DE3013226A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3013226C2 publication Critical patent/DE3013226C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/2015Means for forcing the molten metal into the die
    • B22D17/2038Heating, cooling or lubricating the injection unit

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen der Spitze eines Gießkolbens einer Kaltkammer- Druckgießmaschine während des Druckgießens, bei dem eine Kühlflüssigkeit durch einen Hohlraum in der Spitze des Gießkolbens fließt und die Kühlung für eine vorbestimmte Zeitdauer in zeitlicher Abhängigkeit von der Betätigung des Gießkolbens erfolgt.
Bei einer bekannten Druckgießmaschine dieser Art (US-PS 30 74 131) wird der Kopf des Preßstempels durch ein Kühlmittel gekühlt, das in zwei konzentrischen Leitungen fließt, die in der Kolbenstange angeordnet sind und die mit Zuleitungen in Verbindung stehen. Das Kühlwasser fließt hier während des gesamten Betriebes der Druckgießmaschine durch den Hohlraum in der Spitze. Wegen der während des Betriebs auftretenden thermischen Ausdehnung der Spitze des Gießkolbens, muß ein relativ großes Spiel zwischen der Oberfläche der Gießkammer der Druckgießmaschine und der Spitze des Gießkolbens vorgesehen werden. Dies ermöglicht die Bildung von Gußgraten durch geschmolzenes Material, das während des Spritzgußvorganges in den Zwischenraum zwischen der Gießkammer und der Spitze des Gießkolbens eintritt. Derartige Gußgrate können ein Fressen oder Blockieren dieser Teile bewirken.
Dies beschleunigt den Abrieb in der Gießkammer und an der Spitze, wodurch die Qualität der Druckgießprodukte infolge der falschen Funktion der Gießkolbenspitze durch den Abrieb und das Fressen in der Gießkammer verschlechtert wird.
Die vorbeschriebenen Schwierigkeiten werden noch ernster im Falle eines sauerstoff-substituierten Druckgießverfahrens, eines Vakuum-Druckgießverfahrens, eines Druckgießverfahrens mit laminarer Strömung oder dergleichen, bei denen die Menge des im Verfahren verwendeten Gleitmittels begrenzt ist.
Daher war eine schnelle Lösung der vorbeschriebenen Probleme dringend erforderlich.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bereits vorgeschlagen worden, die Spitze des Gießkolbens aus einem Material zu machen, das einen geringeren thermischen Expansionskoeffizienten aufweist und gleichzeitig das Spiel zwischen der Gießkammer und der Spitze des Gießkolbens so klein wie möglich zu machen und einen Hohlraum in ihm anzuordnen, durch den während des ganzen Betriebes Kühlwasser zirkuliert, so daß der auf die Spitze ausgeübte thermische Einfluß verringert wird.
Bei einem derartigen Verfahren fließt jedoch das Kühlwasser während des gesamten Betriebs der Druckgießmaschine durch den Hohlraum in der Spitze. Daher wird die allgemeine Temperatur der Spitze verringert, was es unmöglich macht, die thermische Ausdehnung der Spitze tatsächlich für die Reduktion des Spiels zwischen Zylinder und Spitze zu verwenden und die Bildung von Gußgraten zu vermeiden. Infolge der verstärkten Bildung von Gußgraten wird die Stabilität des Betriebs der Druckgießmaschine verschlechtert.
Um die vorbeschriebenen Schwierigkeiten zu vermeiden, ist bereits vorgeschlagen worden, im inneren Hohlraum in der Spitze des Gießkolbens das Kühlwasser nur während einer vorbestimmten Zeitspanne während jedes Betriebszyklus der Druckgießmaschine zirkulieren zu lassen. Auch bei dieser Maßnahme wurde jedoch der Mangel gefunden, daß ein örtlicher übermäßiger Abrieb nicht vermieden werden kann, als Folge der Differenz der thermischen Ausdehnung zwischen dem oberen und unteren Teil der Spitze im Falle einer waagrechten Kaltkammer- Druckgießmaschine, auch wenn die Zuführung von Kühlwasser in geeigneten Zeitabständen während eines Betriebszyklus der Druckgießmaschine gestoppt wurde, da der untere Teil der Spitze durch Kühlwasser, das im Hohlraum der Spitze nach der Unterbrechung des Zufuhrs des Kühlwassers verbleibt, diese kontinuierlich kühlt, woraus eine Temperaturdifferenz zwischen dem oberen und unteren Teil der Spitze entsteht und einen Lokalabrieb bewirkt.
Auch im Falle einer senkrechten Kaltkammer-Druckgießmaschine kommt ein übermäßiger Kühleffekt an der Spitze des Gießkolbens vor als Folge des im Hohlraum verbleibenden Kühlwassers nach Unterbrechung der Kühlwasserzufuhr, obwohl die Temperatur in der Spitze im wesentlichen gleichförmig gehalten wird in Vergleich zu einer waagrechten Kaltkammer- Druckgießmaschine. Daher können auch bei der senkrechten Druckgießmaschine keine befriedigenden Resultate erhalten werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbeschriebenen Nachteile bekannter Kaltkammer-Druckgießmaschinen zu vermeiden und ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, die Gußgrate zu verringern und einen wirksamen und befriedigenden Dauerbetrieb einer Kaltkammer-Druckgießmaschine zu erhalten.
Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch ein Verfahren gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. des Patentanspruchs 2, sowie durch eine Vorrichtung gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 6. Vorteilhafte Ausbildungen dieser Verfahren sind in den Patentansprüchen 3 bis 5 beschrieben.
Durch diese erfindungsgemäßen Verfahren wird eine geeignete gleichmäßige Kühlung der Spitze des Preßstempels sichergestellt, wohingegen eine unzulängliche lokalisierte oder übertriebene Kühlung der Spitze verhindert wird, so daß eine gleichförmige thermische Ausdehnung der Spitze erreicht wird, während der Zeit des Druckgießvorganges. Hierdurch wird ermöglicht, das Spiel zwischen der Gießkammer und der Spitze zu einem Minimum zu machen und die Bildung von Gußgraten, Festfressen der Spitze in der Gießkammer, Kratzen oder Hängenbleiben des Gießkolbens in der Gießkammer durch die Gußgrate während des Hubs der Spitze zu vermeiden und einen stabilen Druckgießvorgang zu erhalten.
Die Zeit der vorbeschriebenen forcierten Kühlung der Spitze durch das Medium der Kühlflüssigkeit und die Einstellung des Grades der Kühlung der Spitze hängen von den Bedingungen des verwendeten Gleitmittels und des Druckgießvorganges ab und sind stark veränderlich. Beispielsweise ist es vorzuziehen, die forcierte Kühlung während der Zeit vom Beginn des Druckgießvorganges bis zum Beginn des Rückhubs des Gießkolbens durchzuführen. Weiterhin wird bevorzugt, daß die Temperatur der Spitze beim Beginn des Druckgießvorganges nicht unter die Temperatur beim Rückhub des Gießkolbens absinkt.
Da weiterhin die Temperatur an der Spitze durch die natürliche Kühlung mittels Luft kontinuierlich abfällt, nachdem die Kühlflüssigkeit aus dem Inneren der Spitze ausgetrieben worden ist, ist es erforderlich, die Kühlbedingungen der Spitze zu bestimmen durch die Kühlflüssigkeit und den Zeitpunkt der Zuführung der Kühlflüssigkeit und deren Beendigung zu bestimmen, wobei die vorbeschriebene natürliche Kühlung der Spitze durch die Luft in Betracht gezogen werden muß.
Bei einem Aluminium-Druckgießvorgang wird beispielsweise bevorzugt, die Temperatur der Spitze um ungefähr 50 bis 300°C, vorzugsweise etwa 50 bis 200°C zu verringern. Wenn die Temperatur der Spitze um etwa 300°C oder mehr verringert wird durch forcierte Kühlung tritt eine übermäßige Kühlung der Spitze auf, nachdem die natürliche Kühlung mit Luft bewirkt wird, was unerwünscht ist. Wenn andererseits der Temperaturabfall in der Spitze geringer als etwa 50°C bei der forcierten Kühlung ist, tritt ein ungenügendes Schrumpfen der Spitze auf, wodurch Festfressen oder Hängenbleiben der Spitze in der Gießkammer auftritt, so daß eine übermäßige Menge an Gleitmittel zugeführt werden muß, als Folge der zu hohen Temperatur der Spitze, was nicht wünschenswert ist.
Da ferner die im einzelnen geltenden Kühlbedingungen für die Kühlung der Spitze in Abhängigkeit von der Temperatur der geschmolzenen Metalls, der Zykluszeit des Druckgießvorganges, des Materials, das die Spitze bildet und von der Form der Spitze selbst und dergleichen abhängen, müssen die Kühlzyklen unter Berücksichtigung der vorgenannten Parameter eingestellt werden.
Unabhängig von den vorbeschriebenen Fakten ist die Spitze des Gießkolbens verschiedenen komplizierten Beanspruchungen, beispielsweise Zugspannungen, Druckspannungen und Scherkräften ausgesetzt, die als komplizierte Kombinationen während des Gießvorganges auftreten. Infolgedessen unterscheidet sich die Größe der Zugspannung in den verschiedenen Teilen der Spitze in verschiedener Weise.
Anhand der in der Zeichnung im Querschnitt dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen waagrechte Kaltkammer-Druckgießmaschine werden weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung erläutert.
In der Figur weist die waagrechte Kalterkammer-Druckgießmaschine eine feststehende metallische Gußform 1 und eine bewegliche Gußform 2 auf, zwischen denen ein Formhohlraum 3 gebildet wird, wenn die beiden Gußformen 1 und 2 aneinander anliegen. An der feststehenden Gußform 1 ist eine Gießkammer 4 angeordnet, die nahe ihrem offenen Ende eine Füllöffnung 5 aufweist. Ein Gießkolben 6, an dessen vorderen Ende eine Spitze 7 angeordnet ist, ist verschiebbar in der Gießkammer 4 angeordnet. Es wird durch eine Kolbenstange 8 von einer (nicht dargestellten) Antriebsvorrichtung über eine Kupplung 9 angetrieben, die diese mit dem hinteren Ende des Gießkolbens 6 verbindet.
Das geschmolzene Metall wird durch die Füllöffnung 5 in die Gießkammer 4 eingeführt, wenn die Spitze 7 über die Füllöffnung 5 hinaus zurückgezogen worden ist und wird durch die Vorwärtsbewegung der Spitze 7, die von der Antriebsvorrichtung angetrieben wird, in den Hohlraum 3 eingespritzt. Hierdurch wird das Gußstück erzeugt.
Der Gießkolben 6 hat die Form eines Hohlzylinders in dem eine Röhre 10 angeordnet ist. Das hintere Ende der Röhre 10 ist so an der Kupplung 9 befestigt, daß ein ringförmiger Durchgang 11 zwischen der inneren Fläche des Gießkolbens 6 und der äußeren Fläche der Röhre 10 besteht. Das vordere offene Ende der Röhre 10 endet in einem Hohlraum 12, der in der Spitze 7 gebildet ist.
Der in der Röhre 10 vorhandene innere Durchgang 13 steht mit einer Einlaßröhre 14 in Verbindung, die nahe der Kupplung 9 mit der Röhre 10 verbunden ist, wobei die Einlaßröhre 14 dicht durch den Zylinder des Gießkolbens 6 geführt ist und sowohl mit einem Ventil 15 für die Zuführung eines Kühlmediums oder einer Kühlflüssigkeit, wie Wasser, aus einer (nicht dargestellten) Quelle verbunden ist, wenn es geöffnet ist und einem Ventil 16 für die Zufuhr von Druckgas, wie Druckluft aus einer (nicht dargestellten) Quelle, wenn es geöffnet wird, während das Ventil 15 geschlossen gehalten wird. Die Ventile 15 und 16 können in zeitlicher Abhängigkeit von der Betätigung des Gießkolbens 6 gesteuert werden.
Andererseits ist eine Auslaßröhre 17 nahe der Kupplung 9 am Gießkolben 6 angeordnet und steht in Verbindung mit dem ringförmigen Durchgang 11 zwischen dem Gießkolben 6 und der Röhre 10.
Daher wird das durch die Einlaßröhre 14 in den inneren Durchgang 13 eingeführte Kühlmedium oder Druckgas in den Hohlraum 12 geleitet und wird durch den ringförmigen Durchgang 11 und die Auslaßröhre 17 über die Abflußröhre 18 aus der Druckgießmaschine abgeführt und an einen geeigneten Ort geleitet, wie dies durch Pfeile dargestellt ist.
Beim Betrieb der Druckgießmaschine werden die Gußformen 1 und 2 dicht geschlossen und eine bestimmte Menge geschmolzenen Metalls wird durch die Füllöffnung 5 in die Gießkammer 4 eingespritzt, nach dem die Spitze 7 über die Füllöffnung 5 hinaus zurückgezogen worden ist. Dann wird die Spitze 7 durch eine bestimmte Kraft nach vorne bewegt, so daß das geschmolzene Material in den Hohlraum 3 eingespritzt wird und die Spitze 7 wird dann für eine bestimmte Zeit, beispielsweise etwa 5 Sekunden, nach dem Beginn der Einspitzung des geschmolzenen Metalls festgehalten, um kontinuierlich einen bestimmten Druck auszuüben. Nachdem das Gußstück und die Gußformen 1 und 2 auf eine geeignete Temperatur gekühlt worden sind (etwa 25 Sekunden nach dem Beginn der Einspritzung des geschmolzenen Metalls) wird die bewegliche Gußform 2 von der stationären Gußform 1 wegbewegt und im wesentlichen gleichzeitig wird die Spitze 7 weiter nach vorne bewegt an die Grenze ihres vorderen Hubs, um das verbleibende befestigte Metall, das sich nahe dem Eingangsteil des Hohlraums 3 gebildet hat, zu entfernen. Dann wird die Spitze rückgezogen bis an die Grenze ihres hinteren Hubs.
Dann wird ein Reinigungsvorgang der Gußformen 1 und 2 und der Spitze 7, wie auch die Zuführung eines Schmiermittels durchgeführt, für den nächsten Druckgießvorgang, durch den ein Verfahrenszyklus beendet ist. Die Periode eines Druckgießzyklus liegt bei etwa 20 bis 120 Sekunden und die mittlere Temperatur des Gießkolbens 6 liegt bei etwa 150 bis 200°C.
Gemäß dem charakteristischen Merkmal der Erfindung wird die Kühlung der Spitze 7 in synchronisierter Zeitbeziehung zu dem Druckgießvorgang bewirkt durch die Betätigung des Gießkolbens 6. In diesem Falle wird die Zuführung der Kühlflüssigkeit durch Betätigung des Ventils 15 so gesteuert, daß während das Ventil 16 geschlossen gehalten wird, das Ventil 15 offen gehalten wird für dieselbe Zeitspanne vom Beginn der Einspritzung des geschmolzenen Materials bis zum Beginn des Rückwärtshubs des Gießkolbens 6, vorzugsweise für die Zeitspanne von der Beendigung der Aufrechterhaltung des Gießkopfes am geschmolzenen Metall, d. h. der Aufrechterhaltung des Drucks des geschmolzenen Metalls im Hohlraum 3 durch die gegen das geschmolzene Metall gedrückte Spitze 7 bis zum Beginn der Öffnung der Gußformen 1 und 2, um die Kühlflüssigkeit durch die Leitung 14, den inneren Durchgang 13 in den Hohlraum 12 in der Spitze 7 zuzuführen und durch den ringförmigen Durchgang 11 und die Röhre 17 sowie durch die Abflußleitung 18 aufrechtzuerhalten und hierdurch den Gießkolben 6 und insbesondere die Spitze 7 zu kühlen. Gleichzeitig mit oder unmittelbar nach der Beendigung der Zufuhr der Kühlflüssigkeit durch Schließen des Ventils 15 wird das Ventil 16 geöffnet, um das Druckgas durch die vorher beschriebenen Durchgänge 14 und 13 in den Hohlraum 12 und in die Spitze 7 zu führen und durch die Durchgänge 11, 17 und 18 abzuführen, in der Zeit bis der Rückhub des Gießkolbens 6 beginnt, insbesondere zu der Zeit, bis die bewegliche Gußform 2 die Grenze ihres Öffnungshubs erreicht. Hierdurch wird ermöglicht, daß die in dem Hohlraum 12 der Spitze 7 zurück gebliebene Kühlflüssigkeit im wesentlichen vollständig entfernt wird. Wie vorstehend beschrieben, werden die Ventile 15 und 16 so in zeitlicher Abhängigkeit von der Betätigung des Gießkolbens 6 betätigt, daß verhindert wird, daß sie gleichzeitig geöffnet werden oder eines von ihnen wird daran gehindert, geöffnet zu werden während das andere offen gehalten ist. Die Zeitspanne, in der das Ventil 16 offen gehalten wird, wird so eingestellt, daß es möglich ist, die im Hohlraum 12 enthaltene Kühlflüssigkeit im wesentlichen vollständig aus diesem zu entfernen.
Wie im vorstehenden beschrieben, wird erfindungsgemäß die Spitze gleichmäßig gekühlt während der Zeit, während der das geschmolzene Metall im Hohlraum 3 sich verfestigt und es wird bei einer vorbestimmten Temperatur in thermisch ausgedehntem Zustand gehalten wie diese infolge der vorbeschriebenen Steuerung der Zuführung des Kühlmediums und des Druckgases eingestellt worden ist. Dies ermöglicht es, den Abstand zwischen der Gießkammer und der Spitze minimal zu halten. Dies macht es möglich, die Bildung von Gußgraten in der Öffnung durch geschmolzenes Material, das während des Hubs des Gießkolbens 6 in die Öffnung eindringt, zu vermeiden. Da die Spitze 7 genügend gleichmäßig gekühlt ist, wird die Bildung von lokalem Abrieb an der Spitze 7 und der Gießkammer 4 oder ein Fressen der Spitze 7 in der Gießkammer 4 während der Vorwärtsbewegung an die Grenze des Vorwärtshubs und das Rückwärtshubs verhindert. Da ferner die zwangsläufige Kühlung der Spitze 7 durch das Kühlmedium während des Rückhubs des Gießkolbens 6 gestoppt wird und die Spitze 7 der gleichmäßigen natürlichen Kühlung durch das Medium des Druckgases unterworfen wird, nachdem die Kühlflüssigkeit in dem Hohlraum 12 der Spitze 7 im wesentlichen durch das Druckgas entfernt worden ist, wird eine übermäßige Kühlung der Spitze 7 verhindert, während die Aufbringung eines Schmiermittels auf die Teile der Druckgießmaschine, die dies benötigen, optimal durchgeführt werden kann. Dies ermöglicht einen stabilen Betrieb der Druckgießmaschine zu sichern.
Das zu forcierten Kühlung der Spitze 7 verwendete Kühlmedium kann Kühlwasser von Raumtemperatur bis etwa 25°C oder Heißwasser mit einer Temperatur von etwa 30 bis 90°C sein, in Abhängigkeit von den Druckgießbedingungen, wie der Wärmemenge, die von dem geschmolzenen Material bei jedem Verfahrenszyklus abgegeben wird, der Temperatur, die im Zylinder 4 eingestellt wird für den optimalen Betrieb der Druckgießmaschine. Das heiße Wasser wird verwendet, wenn keine so starke Kühlwirkung benötigt wird und die Temperatur des heißen Wassers wird so gewählt, daß optimale Betriebsbedingungen herrschen.
Andererseits kann das Druckgas entweder aus Luft oder Stickstoff bestehen.
Ein Beispiel der Versuchsdaten nach der vorliegenden Erfindung wird im folgenden beschrieben:
Beispiel
Die verwendete waagrechte Kaltkammer-Druckgießmaschine für Aluminium war mit einer Spitze 7 versehen, die einen äußeren Durchmesser von 73 mm, eine Gesamtlänge von 70 mm, einen radialen Wanddurchmesser von 13 mm und einen Wanddurchmesser der Spitze von 12 mm aufwies und die aus Material SKD-61 bestand und wobei der Lufteinspritzzylinder einen inneren Durchmesser von 73,20 mm aufwies. Während der Dauer des Betriebs der Maschine wurde ein festes Schmiermittel verwendet. Der Druckgießvorgang wurde ausgeführt in einem sauerstoffsubstituierten Druckgießvorgang, bei dem geschmolzene Aluminiumlegierung ADC-12, die bei einer Temperatur von 650°C gehalten wurde, in die Gußformen bei einem Gießdruck von 500 kg/cm² eingespritzt wurde und bei dem der Druckgießzyklus für einen Vorgang bei 65 Sekunden lag, während die Formen 15 Sekunden nach dem Beginn der Injektion geöffnet wurden. Das Kühlwasser wurde in den Hohlraum in der Spitze während einer Zeitspanne von 5 bis 15 Sekunden nach dem Beginn der Einspritzung (oder der Beendigung der Anwendung des Gießkopfes auf das geschmolzene Metall) eingeführt. Sofort nach der Beendigung der Anwendung des Kühlwassers wurde 4 Sekunden lang Druckluft der Spitze zugeführt, um das verbleibende Kühlwasser zu entfernen und eine natürliche gleichmäßige Kühlung der Spitze zu bewirken.
Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle dargestellt.
Wie der Tabelle zu entnehmen ist, wurde durch das vorgenannte Beispiel bewiesen, daß die Zeitspanne für die forcierte Kühlung der Spitze durch Kühlwasser vorzugsweise bei etwa 5 Sekunden eingestellt werden muß, um optimale Ergebnisse zu erhalten und daß, wenn die Kühlzeit länger gemacht wird durch kontinuierliche Zuführung von Wasser während des Zyklus, wie dies bei bekannten Verfahren der Fall ist, die Entstehung von Gußgraten anwächst.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann ebenfalls beim Druckgießen von Zink, Magnesium und dergleichen verwendet werden, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Es ist klar, daß die Erfindung auf bestehende Kaltkammer-Druckgießmaschinen angewandet werden kann, indem lediglich eine Zuführung von Kühlflüssigkeit und Druckgas zusammen mit einem Steuersystem vorgesehen werden muß.

Claims (6)

1. Verfahren zum Kühlen der Spitze eines Gießkolbens einer Kaltkammer-Druckgießmaschine während des Druckgießens, bei dem eine Kühlflüssigkeit durch einen Hohlraum in der Spitze des Gießkolbens fließt und die Kühlung für eine vorbestimmte Zeitdauer in zeitlicher Abhängigkeit von der Betätigung des Gießkolbens erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung mit Hilfe der Kühlflüssigkeit mit dem Vorwärtshub des Gießkolbens beginnt, mit dem Entfernen des Druckgußprodukts aus der Gießform endet und sofort nach der Beendigung des Durchflusses der Kühlflüssigkeit Gas unter Druck in den Hohlraum solange eingeleitet wird, bis die Kühlflüssigkeit aus dem Hohlraum entfernt ist.
2. Verfahren zum Kühlen der Spitze eines Gießkolbens einer Kaltkammer-Druckgießmaschine während des Druckgießens, bei dem eine Kühlflüssigkeit durch einen Hohlraum in der Spitze des Gießkolbens fließt und die Kühlung für eine vorbestimmte Zeitdauer in zeitlicher Abhängigkeit von der Betätigung des Gießkolbens erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung mit Hilfe der Kühlflüssigkeit mit dem Ende des Vorwärtshubs des Gießkolbens beginnt, mit dem Beginn des Rückwärtshubs des Gießkolbens endet und sofort nach der Beendigung des Durchflusses der Kühlflüssigkeit Gas unter Druck in den Hohlraum solange eingeleitet wird, bis die Kühlflüssigkeit aus dem Hohlraum entfernt ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kühlflüssigkeit Wasser und als Gas entweder Luft oder Stickstoff verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Kühlwassers bis zu 25 Grad Celsius beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Kühlwassers zwischen 30 bis 90 Grad Celsius beträgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einem Hohlraum im Gießkolben und Leitungskanälen für die Zu- und Abfuhr der Kühlflüssigkeit zum bzw. vom Hohlraum, dadurch gekennzeichnet, daß Ventile (15, 16) für die alternative Zufuhr von Kühlflüssigkeit und Gas vorgesehen sind.
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