DE3013226C2 - - Google Patents
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- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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- B22D17/2015—Means for forcing the molten metal into the die
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Kühlen der Spitze eines Gießkolbens einer Kaltkammer-
Druckgießmaschine während des Druckgießens, bei dem eine
Kühlflüssigkeit durch einen Hohlraum in der Spitze des
Gießkolbens fließt und die Kühlung für eine vorbestimmte
Zeitdauer in zeitlicher Abhängigkeit von der Betätigung des
Gießkolbens erfolgt.
Bei einer bekannten Druckgießmaschine dieser Art
(US-PS 30 74 131) wird der Kopf des Preßstempels durch ein
Kühlmittel gekühlt, das in zwei konzentrischen Leitungen
fließt, die in der Kolbenstange angeordnet sind und die mit
Zuleitungen in Verbindung stehen. Das Kühlwasser fließt hier
während des gesamten Betriebes der Druckgießmaschine durch
den Hohlraum in der Spitze. Wegen der während des Betriebs
auftretenden thermischen Ausdehnung der Spitze des Gießkolbens,
muß ein relativ großes Spiel zwischen der Oberfläche
der Gießkammer der Druckgießmaschine und der Spitze
des Gießkolbens vorgesehen werden. Dies ermöglicht die Bildung
von Gußgraten durch geschmolzenes Material, das während
des Spritzgußvorganges in den Zwischenraum zwischen der
Gießkammer und der Spitze des Gießkolbens eintritt. Derartige
Gußgrate können ein Fressen oder Blockieren dieser
Teile bewirken.
Dies beschleunigt den Abrieb in der Gießkammer und
an der Spitze, wodurch die Qualität der Druckgießprodukte
infolge der falschen Funktion der Gießkolbenspitze durch
den Abrieb und das Fressen in der Gießkammer verschlechtert
wird.
Die vorbeschriebenen Schwierigkeiten werden noch ernster im
Falle eines sauerstoff-substituierten Druckgießverfahrens,
eines Vakuum-Druckgießverfahrens, eines Druckgießverfahrens
mit laminarer Strömung oder dergleichen, bei denen die
Menge des im Verfahren verwendeten Gleitmittels begrenzt ist.
Daher war eine schnelle Lösung der vorbeschriebenen Probleme
dringend erforderlich.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bereits vorgeschlagen worden,
die Spitze des Gießkolbens aus einem Material zu machen,
das einen geringeren thermischen Expansionskoeffizienten
aufweist und gleichzeitig das Spiel zwischen der Gießkammer
und der Spitze des Gießkolbens so klein wie möglich
zu machen und einen Hohlraum in ihm anzuordnen, durch
den während des ganzen Betriebes Kühlwasser zirkuliert, so daß
der auf die Spitze ausgeübte thermische Einfluß verringert
wird.
Bei einem derartigen Verfahren fließt jedoch das Kühlwasser
während des gesamten Betriebs der Druckgießmaschine durch
den Hohlraum in der Spitze. Daher wird die allgemeine
Temperatur der Spitze verringert, was es unmöglich macht,
die thermische Ausdehnung der Spitze tatsächlich für die
Reduktion des Spiels zwischen Zylinder und Spitze zu verwenden
und die Bildung von Gußgraten zu vermeiden. Infolge
der verstärkten Bildung von Gußgraten wird die Stabilität
des Betriebs der Druckgießmaschine verschlechtert.
Um die vorbeschriebenen Schwierigkeiten zu vermeiden, ist
bereits vorgeschlagen worden, im inneren Hohlraum in der
Spitze des Gießkolbens das Kühlwasser nur während einer
vorbestimmten Zeitspanne während jedes Betriebszyklus der
Druckgießmaschine zirkulieren zu lassen. Auch bei dieser
Maßnahme wurde jedoch der Mangel gefunden, daß ein örtlicher
übermäßiger Abrieb nicht vermieden werden kann, als Folge
der Differenz der thermischen Ausdehnung zwischen dem oberen
und unteren Teil der Spitze im Falle einer waagrechten Kaltkammer-
Druckgießmaschine, auch wenn die Zuführung
von Kühlwasser in geeigneten Zeitabständen während eines
Betriebszyklus der Druckgießmaschine gestoppt wurde, da der
untere Teil der Spitze durch Kühlwasser, das im Hohlraum
der Spitze nach der Unterbrechung des Zufuhrs des Kühlwassers
verbleibt, diese kontinuierlich kühlt, woraus eine Temperaturdifferenz
zwischen dem oberen und unteren Teil der Spitze
entsteht und einen Lokalabrieb bewirkt.
Auch im Falle einer senkrechten Kaltkammer-Druckgießmaschine
kommt ein übermäßiger Kühleffekt an der Spitze
des Gießkolbens vor als Folge des im Hohlraum verbleibenden
Kühlwassers nach Unterbrechung der Kühlwasserzufuhr, obwohl
die Temperatur in der Spitze im wesentlichen gleichförmig
gehalten wird in Vergleich zu einer waagrechten Kaltkammer-
Druckgießmaschine. Daher können auch bei der
senkrechten Druckgießmaschine keine befriedigenden Resultate
erhalten werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbeschriebenen
Nachteile bekannter Kaltkammer-Druckgießmaschinen
zu vermeiden und ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
die es ermöglicht, die Gußgrate zu verringern und einen
wirksamen und befriedigenden Dauerbetrieb einer
Kaltkammer-Druckgießmaschine zu erhalten.
Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch ein Verfahren
gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw.
des Patentanspruchs 2, sowie durch eine Vorrichtung gemäß den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 6. Vorteilhafte Ausbildungen dieser Verfahren
sind in den Patentansprüchen 3 bis 5 beschrieben.
Durch diese erfindungsgemäßen Verfahren
wird eine geeignete gleichmäßige Kühlung der Spitze des Preßstempels
sichergestellt, wohingegen eine unzulängliche lokalisierte
oder übertriebene Kühlung der Spitze verhindert wird,
so daß eine gleichförmige thermische Ausdehnung der Spitze
erreicht wird, während der Zeit des Druckgießvorganges. Hierdurch
wird ermöglicht, das Spiel zwischen der Gießkammer und
der Spitze zu einem Minimum zu machen und die Bildung von Gußgraten,
Festfressen der Spitze in der Gießkammer,
Kratzen oder Hängenbleiben des Gießkolbens in der Gießkammer durch
die Gußgrate während des Hubs der Spitze zu vermeiden und
einen stabilen Druckgießvorgang zu erhalten.
Die Zeit der vorbeschriebenen forcierten Kühlung der Spitze
durch das Medium der Kühlflüssigkeit und die Einstellung des
Grades der Kühlung der Spitze hängen von den Bedingungen des
verwendeten Gleitmittels und des Druckgießvorganges ab und
sind stark veränderlich. Beispielsweise ist es vorzuziehen,
die forcierte Kühlung während der Zeit vom Beginn des Druckgießvorganges
bis zum Beginn des Rückhubs des Gießkolbens
durchzuführen. Weiterhin wird bevorzugt, daß die Temperatur
der Spitze beim Beginn des Druckgießvorganges nicht unter
die Temperatur beim Rückhub des Gießkolbens absinkt.
Da weiterhin die Temperatur an der Spitze durch die natürliche
Kühlung mittels Luft kontinuierlich abfällt, nachdem
die Kühlflüssigkeit aus dem Inneren der Spitze ausgetrieben
worden ist, ist es erforderlich, die Kühlbedingungen der
Spitze zu bestimmen durch die Kühlflüssigkeit und den Zeitpunkt
der Zuführung der Kühlflüssigkeit und deren Beendigung zu bestimmen,
wobei die vorbeschriebene natürliche Kühlung der
Spitze durch die Luft in Betracht gezogen werden muß.
Bei einem Aluminium-Druckgießvorgang wird beispielsweise bevorzugt,
die Temperatur der Spitze um ungefähr 50 bis 300°C, vorzugsweise
etwa 50 bis 200°C zu verringern. Wenn die Temperatur
der Spitze um etwa 300°C oder mehr verringert wird durch
forcierte Kühlung tritt eine übermäßige Kühlung der Spitze auf,
nachdem die natürliche Kühlung mit Luft bewirkt wird, was
unerwünscht ist. Wenn andererseits der Temperaturabfall in der
Spitze geringer als etwa 50°C bei der forcierten Kühlung ist,
tritt ein ungenügendes Schrumpfen der Spitze auf, wodurch
Festfressen oder Hängenbleiben der Spitze in der Gießkammer auftritt,
so daß eine übermäßige Menge an Gleitmittel zugeführt werden
muß, als Folge der zu hohen Temperatur der Spitze, was nicht
wünschenswert ist.
Da ferner die im einzelnen geltenden Kühlbedingungen für die
Kühlung der Spitze in Abhängigkeit von der Temperatur der
geschmolzenen Metalls, der Zykluszeit des Druckgießvorganges,
des Materials, das die Spitze bildet und von der Form der
Spitze selbst und dergleichen abhängen, müssen die Kühlzyklen
unter Berücksichtigung der vorgenannten Parameter eingestellt
werden.
Unabhängig von den vorbeschriebenen Fakten ist die Spitze des
Gießkolbens verschiedenen komplizierten Beanspruchungen,
beispielsweise Zugspannungen, Druckspannungen und Scherkräften
ausgesetzt, die als komplizierte Kombinationen während des
Gießvorganges auftreten. Infolgedessen unterscheidet sich die
Größe der Zugspannung in den verschiedenen Teilen der Spitze
in verschiedener Weise.
Anhand der in der Zeichnung im Querschnitt dargestellten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen waagrechte Kaltkammer-Druckgießmaschine
werden weitere Einzelheiten
und Vorteile der Erfindung erläutert.
In der Figur weist die waagrechte Kalterkammer-Druckgießmaschine
eine feststehende metallische Gußform 1 und
eine bewegliche Gußform 2 auf, zwischen denen ein Formhohlraum
3 gebildet wird, wenn die beiden Gußformen 1 und
2 aneinander anliegen. An der feststehenden Gußform 1 ist
eine Gießkammer 4 angeordnet, die nahe ihrem offenen
Ende eine Füllöffnung 5 aufweist. Ein Gießkolben 6, an
dessen vorderen Ende eine Spitze 7 angeordnet ist, ist verschiebbar
in der Gießkammer 4 angeordnet. Es wird durch
eine Kolbenstange 8 von einer (nicht dargestellten) Antriebsvorrichtung
über eine Kupplung 9 angetrieben, die
diese mit dem hinteren Ende des Gießkolbens 6 verbindet.
Das geschmolzene Metall wird durch die Füllöffnung 5 in
die Gießkammer 4 eingeführt, wenn die Spitze 7 über die
Füllöffnung 5 hinaus zurückgezogen worden ist und wird durch
die Vorwärtsbewegung der Spitze 7, die von der Antriebsvorrichtung
angetrieben wird, in den Hohlraum 3 eingespritzt.
Hierdurch wird das Gußstück erzeugt.
Der Gießkolben 6 hat die Form eines Hohlzylinders in dem eine
Röhre 10 angeordnet ist. Das hintere Ende der Röhre 10 ist so
an der Kupplung 9 befestigt, daß ein ringförmiger Durchgang 11
zwischen der inneren Fläche des Gießkolbens 6 und der äußeren
Fläche der Röhre 10 besteht. Das vordere offene Ende der Röhre 10
endet in einem Hohlraum 12, der in der Spitze 7 gebildet ist.
Der in der Röhre 10 vorhandene innere Durchgang 13 steht mit
einer Einlaßröhre 14 in Verbindung, die nahe der Kupplung 9 mit
der Röhre 10 verbunden ist, wobei die Einlaßröhre 14 dicht durch
den Zylinder des Gießkolbens 6 geführt ist und sowohl mit einem Ventil 15 für
die Zuführung eines Kühlmediums oder einer Kühlflüssigkeit, wie
Wasser, aus einer (nicht dargestellten) Quelle verbunden ist,
wenn es geöffnet ist und einem Ventil 16 für die Zufuhr von
Druckgas, wie Druckluft aus einer (nicht dargestellten) Quelle,
wenn es geöffnet wird, während das Ventil 15 geschlossen gehalten
wird. Die Ventile 15 und 16 können in zeitlicher Abhängigkeit
von der Betätigung des Gießkolbens 6 gesteuert werden.
Andererseits ist eine Auslaßröhre 17 nahe der Kupplung 9 am
Gießkolben 6 angeordnet und steht in Verbindung mit dem ringförmigen
Durchgang 11 zwischen dem Gießkolben 6 und der Röhre 10.
Daher wird das durch die Einlaßröhre 14 in den inneren Durchgang
13 eingeführte Kühlmedium oder Druckgas in den Hohlraum 12
geleitet und wird durch den ringförmigen Durchgang 11 und die
Auslaßröhre 17 über die Abflußröhre 18 aus der Druckgießmaschine
abgeführt und an einen geeigneten Ort geleitet, wie
dies durch Pfeile dargestellt ist.
Beim Betrieb der Druckgießmaschine werden die Gußformen 1 und
2 dicht geschlossen und eine bestimmte Menge geschmolzenen
Metalls wird durch die Füllöffnung 5 in die Gießkammer 4
eingespritzt, nach dem die Spitze 7 über die Füllöffnung
5 hinaus zurückgezogen worden ist. Dann wird die Spitze 7
durch eine bestimmte Kraft nach vorne bewegt, so daß das geschmolzene
Material in den Hohlraum 3 eingespritzt wird und
die Spitze 7 wird dann für eine bestimmte Zeit, beispielsweise
etwa 5 Sekunden, nach dem Beginn der Einspitzung des geschmolzenen
Metalls festgehalten, um kontinuierlich einen
bestimmten Druck auszuüben. Nachdem das Gußstück und
die Gußformen 1 und 2 auf eine geeignete Temperatur gekühlt
worden sind (etwa 25 Sekunden nach dem Beginn der Einspritzung
des geschmolzenen Metalls) wird die bewegliche Gußform 2 von
der stationären Gußform 1 wegbewegt und im wesentlichen gleichzeitig
wird die Spitze 7 weiter nach vorne bewegt an die
Grenze ihres vorderen Hubs, um das verbleibende befestigte
Metall, das sich nahe dem Eingangsteil des Hohlraums 3 gebildet
hat, zu entfernen. Dann wird die Spitze rückgezogen bis an die
Grenze ihres hinteren Hubs.
Dann wird ein Reinigungsvorgang der Gußformen 1 und 2 und
der Spitze 7, wie auch die Zuführung eines Schmiermittels
durchgeführt, für den nächsten Druckgießvorgang, durch den
ein Verfahrenszyklus beendet ist. Die Periode eines Druckgießzyklus
liegt bei etwa 20 bis 120 Sekunden und die mittlere
Temperatur des Gießkolbens 6 liegt bei etwa 150
bis 200°C.
Gemäß dem charakteristischen Merkmal der Erfindung wird die
Kühlung der Spitze 7 in synchronisierter Zeitbeziehung zu
dem Druckgießvorgang bewirkt durch die Betätigung des Gießkolbens
6. In diesem Falle wird die Zuführung der Kühlflüssigkeit
durch Betätigung des Ventils 15 so gesteuert, daß
während das Ventil 16 geschlossen gehalten wird, das Ventil
15 offen gehalten wird für dieselbe Zeitspanne vom Beginn
der Einspritzung des geschmolzenen Materials bis zum Beginn
des Rückwärtshubs des Gießkolbens 6, vorzugsweise für die
Zeitspanne von der Beendigung der Aufrechterhaltung des
Gießkopfes am geschmolzenen Metall, d. h. der Aufrechterhaltung
des Drucks des geschmolzenen Metalls im Hohlraum 3
durch die gegen das geschmolzene Metall gedrückte Spitze 7
bis zum Beginn der Öffnung der Gußformen 1 und 2, um die Kühlflüssigkeit
durch die Leitung 14, den inneren Durchgang 13
in den Hohlraum 12 in der Spitze 7 zuzuführen und durch den
ringförmigen Durchgang 11 und die Röhre 17 sowie durch die
Abflußleitung 18 aufrechtzuerhalten und hierdurch den Gießkolben
6 und insbesondere die Spitze 7 zu kühlen. Gleichzeitig
mit oder unmittelbar nach der Beendigung der Zufuhr der
Kühlflüssigkeit durch Schließen des Ventils 15 wird das
Ventil 16 geöffnet, um das Druckgas durch die vorher beschriebenen
Durchgänge 14 und 13 in den Hohlraum 12 und in
die Spitze 7 zu führen und durch die Durchgänge 11, 17
und 18 abzuführen, in der Zeit bis der Rückhub des Gießkolbens
6 beginnt, insbesondere zu der Zeit, bis die bewegliche
Gußform 2 die Grenze ihres Öffnungshubs erreicht.
Hierdurch wird ermöglicht, daß die in dem Hohlraum 12 der
Spitze 7 zurück gebliebene Kühlflüssigkeit im wesentlichen vollständig
entfernt wird. Wie vorstehend beschrieben, werden
die Ventile 15 und 16 so in zeitlicher Abhängigkeit von der
Betätigung des Gießkolbens 6 betätigt, daß verhindert wird,
daß sie gleichzeitig geöffnet werden oder eines von ihnen
wird daran gehindert, geöffnet zu werden während das andere
offen gehalten ist. Die Zeitspanne, in der das Ventil 16
offen gehalten wird, wird so eingestellt, daß es möglich ist,
die im Hohlraum 12 enthaltene Kühlflüssigkeit im wesentlichen
vollständig aus diesem zu entfernen.
Wie im vorstehenden beschrieben, wird erfindungsgemäß die
Spitze gleichmäßig gekühlt während der Zeit, während der das
geschmolzene Metall im Hohlraum 3 sich verfestigt und es
wird bei einer vorbestimmten Temperatur in thermisch ausgedehntem
Zustand gehalten wie diese infolge der vorbeschriebenen
Steuerung der Zuführung des Kühlmediums und des Druckgases
eingestellt worden ist. Dies ermöglicht es, den Abstand
zwischen der Gießkammer und der Spitze minimal
zu halten. Dies macht es möglich, die Bildung von Gußgraten
in der Öffnung durch geschmolzenes Material, das während
des Hubs des Gießkolbens 6 in die Öffnung eindringt, zu
vermeiden. Da die Spitze 7 genügend gleichmäßig gekühlt ist,
wird die Bildung von lokalem Abrieb an der Spitze 7 und
der Gießkammer 4 oder ein Fressen der Spitze 7 in der Gießkammer 4
während der Vorwärtsbewegung an die Grenze des Vorwärtshubs
und das Rückwärtshubs verhindert. Da ferner die zwangsläufige
Kühlung der Spitze 7 durch das Kühlmedium während
des Rückhubs des Gießkolbens 6 gestoppt wird und die
Spitze 7 der gleichmäßigen natürlichen Kühlung durch das
Medium des Druckgases unterworfen wird, nachdem die Kühlflüssigkeit
in dem Hohlraum 12 der Spitze 7 im wesentlichen durch
das Druckgas entfernt worden ist, wird eine übermäßige Kühlung
der Spitze 7 verhindert, während die Aufbringung eines
Schmiermittels auf die Teile der Druckgießmaschine, die
dies benötigen, optimal durchgeführt werden kann. Dies ermöglicht
einen stabilen Betrieb der Druckgießmaschine zu
sichern.
Das zu forcierten Kühlung der Spitze 7 verwendete Kühlmedium
kann Kühlwasser von Raumtemperatur bis etwa 25°C
oder Heißwasser mit einer Temperatur von etwa 30 bis 90°C
sein, in Abhängigkeit von den Druckgießbedingungen, wie
der Wärmemenge, die von dem geschmolzenen Material bei jedem
Verfahrenszyklus abgegeben wird, der Temperatur, die im
Zylinder 4 eingestellt wird für den optimalen Betrieb der
Druckgießmaschine. Das heiße Wasser wird verwendet, wenn
keine so starke Kühlwirkung benötigt wird und die Temperatur
des heißen Wassers wird so gewählt, daß optimale Betriebsbedingungen
herrschen.
Andererseits kann das Druckgas entweder aus Luft oder Stickstoff
bestehen.
Ein Beispiel der Versuchsdaten nach der vorliegenden Erfindung
wird im folgenden beschrieben:
Die verwendete waagrechte Kaltkammer-Druckgießmaschine für Aluminium
war mit einer Spitze 7 versehen, die einen
äußeren Durchmesser von 73 mm, eine Gesamtlänge von 70 mm,
einen radialen Wanddurchmesser von 13 mm und einen Wanddurchmesser
der Spitze von 12 mm aufwies und die aus Material
SKD-61 bestand und wobei der Lufteinspritzzylinder einen
inneren Durchmesser von 73,20 mm aufwies. Während der Dauer
des Betriebs der Maschine wurde ein festes Schmiermittel
verwendet. Der Druckgießvorgang wurde ausgeführt in einem
sauerstoffsubstituierten Druckgießvorgang, bei dem geschmolzene
Aluminiumlegierung ADC-12, die bei einer Temperatur
von 650°C gehalten wurde, in die Gußformen bei einem Gießdruck
von 500 kg/cm² eingespritzt wurde und bei dem der
Druckgießzyklus für einen Vorgang bei 65 Sekunden lag,
während die Formen 15 Sekunden nach dem Beginn der Injektion
geöffnet wurden. Das Kühlwasser wurde in den Hohlraum
in der Spitze während einer Zeitspanne von 5 bis 15 Sekunden
nach dem Beginn der Einspritzung (oder der Beendigung der
Anwendung des Gießkopfes auf das geschmolzene Metall) eingeführt.
Sofort nach der Beendigung der Anwendung des Kühlwassers
wurde 4 Sekunden lang Druckluft der Spitze zugeführt, um
das verbleibende Kühlwasser zu entfernen und eine natürliche
gleichmäßige Kühlung der Spitze zu bewirken.
Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle dargestellt.
Wie der Tabelle zu entnehmen ist, wurde durch das vorgenannte Beispiel
bewiesen, daß die Zeitspanne für die forcierte Kühlung der
Spitze durch Kühlwasser vorzugsweise bei etwa 5 Sekunden eingestellt
werden muß, um optimale Ergebnisse zu erhalten und daß, wenn die
Kühlzeit länger gemacht wird durch kontinuierliche Zuführung von
Wasser während des Zyklus, wie dies bei bekannten Verfahren der
Fall ist, die Entstehung von Gußgraten anwächst.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann ebenfalls beim Druckgießen
von Zink, Magnesium und dergleichen verwendet werden, um gute Ergebnisse
zu erzielen.
Es ist klar, daß die Erfindung auf bestehende Kaltkammer-Druckgießmaschinen
angewandet werden kann, indem lediglich eine Zuführung
von Kühlflüssigkeit und Druckgas zusammen mit einem Steuersystem
vorgesehen werden muß.
Claims (6)
1. Verfahren zum Kühlen der Spitze eines Gießkolbens einer
Kaltkammer-Druckgießmaschine während des Druckgießens,
bei dem eine Kühlflüssigkeit durch einen Hohlraum in der
Spitze des Gießkolbens fließt und die Kühlung für eine
vorbestimmte Zeitdauer in zeitlicher Abhängigkeit von
der Betätigung des Gießkolbens erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlung mit Hilfe der
Kühlflüssigkeit mit dem Vorwärtshub des Gießkolbens
beginnt, mit dem Entfernen des Druckgußprodukts aus der
Gießform endet und sofort nach der Beendigung des
Durchflusses der Kühlflüssigkeit Gas unter Druck in den
Hohlraum solange eingeleitet wird, bis die
Kühlflüssigkeit aus dem Hohlraum entfernt ist.
2. Verfahren zum Kühlen der Spitze eines Gießkolbens einer
Kaltkammer-Druckgießmaschine während des Druckgießens,
bei dem eine Kühlflüssigkeit durch einen Hohlraum in der
Spitze des Gießkolbens fließt und die Kühlung für eine
vorbestimmte Zeitdauer in zeitlicher Abhängigkeit von
der Betätigung des Gießkolbens erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlung mit Hilfe der
Kühlflüssigkeit mit dem Ende des Vorwärtshubs des
Gießkolbens beginnt, mit dem Beginn des Rückwärtshubs
des Gießkolbens endet und sofort nach der Beendigung des
Durchflusses der Kühlflüssigkeit Gas unter Druck in den
Hohlraum solange eingeleitet wird, bis die
Kühlflüssigkeit aus dem Hohlraum entfernt ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als Kühlflüssigkeit Wasser und als
Gas entweder Luft oder Stickstoff verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Temperatur des Kühlwassers bis zu 25 Grad Celsius
beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Temperatur des Kühlwassers zwischen 30 bis 90 Grad
Celsius beträgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 5 mit einem Hohlraum im Gießkolben
und Leitungskanälen für die Zu- und Abfuhr der
Kühlflüssigkeit zum bzw. vom Hohlraum, dadurch
gekennzeichnet, daß Ventile (15, 16) für die alternative
Zufuhr von Kühlflüssigkeit und Gas vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803013226 DE3013226A1 (de) | 1980-04-03 | 1980-04-03 | Verfahren und vorrichtung fuer die kuehlung der spitze eines pressstempels in einer spritzgussmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803013226 DE3013226A1 (de) | 1980-04-03 | 1980-04-03 | Verfahren und vorrichtung fuer die kuehlung der spitze eines pressstempels in einer spritzgussmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3013226A1 DE3013226A1 (de) | 1981-10-15 |
| DE3013226C2 true DE3013226C2 (de) | 1990-09-13 |
Family
ID=6099334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803013226 Granted DE3013226A1 (de) | 1980-04-03 | 1980-04-03 | Verfahren und vorrichtung fuer die kuehlung der spitze eines pressstempels in einer spritzgussmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3013226A1 (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2631862B1 (fr) * | 1988-05-26 | 1990-08-10 | Snpe Ingenierie | Dispositif de transfert a piston refroidi, d'une composition metallique en fusion sur une presse verticale de moulage a forte pression |
| AT396884B (de) * | 1991-06-18 | 1993-12-27 | Vaillant Gmbh | Schusskolben |
| IT1270059B (it) | 1994-07-04 | 1997-04-28 | T C S Molding Systems S P A | Procedimento e apparecchiatura per lo stampaggio di pezzi in lega metallica |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1980
- 1980-04-03 DE DE19803013226 patent/DE3013226A1/de active Granted
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| Publication number | Publication date |
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| DE3013226A1 (de) | 1981-10-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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