DE3012344C2 - - Google Patents
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G23/00—Auxiliary devices for weighing apparatus
- G01G23/01—Testing or calibrating of weighing apparatus
- G01G23/012—Testing or calibrating of weighing apparatus with load cells comprising in-build calibration weights
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- Measurement Of Force In General (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische
Waage mit einer Lastschale, mit mindestens einem
zweiarmigen Kraftübersetzungshebel, der an seinem
kürzeren Hebelarm die von der Lastschale übertragene
Kraft und an seinem längeren Hebelarm die Kompensa
tionskraft aufnimmt, und mit einer eingebauten Kali
briervorrichtung.
Um bei elektronischen Waagen eine regemäßige Über
prüfung der Empfindlichkeit vornehmen zu können, was
z. B. bei hochauflösenden Waagen und bei eichfähigen
Waagen geraten erscheint, ist der Einbau einer Kali
briervorrichtung zweckmäßig. Dadurch wird die Kali
brierung vereinfacht und Fehler durch die eventuelle
unsachgemäße Aufbewahrung eines externen Kalibrier
gewichtsstückes vermieden.
Dazu ist bereits bei einer elektronischen Waage der eingangs genannten Art vorgeschlagen worden (DE-GM 76 07 012),
den kürzeren Hebelarm des zweiarmigen Kraftüberset
zungshebels zu verlängern und dort ein Auflager für
ein absenkbares Kalibriergewichtsstück vorzusehen.
Dieser Vorschag hat jedoch den Nachteil, daß der
kürzere Hebelarm des zweiarmigen Kraftübersetzungs
hebels etwa auf die Länge des längeren Hebelarms die
ses Hebels verlängert werden muß, um für das Kali
briergewichtsstück denselben Kraftübersetzungsfaktor
wie für das System zur Erzeugung der Kompensations
kraft zu erreichen. Dies bedingt einen größeren Platz
bedarf und vergrößert das Trägheitsmoment des zweiar
migen Kraftübersetzungshebels stark, wodurch die Ein
schwingdauer der Waage größer wird. Denkbar wäre es
auch, diesen Vorschlag so abzuwandeln, daß das Kali
briergewichtsstück auf dem längeren Hebelarm des zwei
armigen Kraftübersetzungshebels angeordnet wird. Dies
hat jedoch wegen der Kraftrichtungsumkehr des zweiar
migen Hebels zur Folge, daß das Kalibriergewichts
stück im Normalbetrieb aufliegen muß und nur zur Kali
brierung angehoben werden muß. Dadurch ist wieder das
Trägheitsmoment des zweiarmigen Kraftübersetzungshe
bels während des normalen Wägebetriebes vergrößert,
so daß sich auch in diesem Fall eine längere Einschwing
dauer ergibt. Daneben führt die vergrößerte Hebelmasse
auch zu größeren Problemen bei der Transportsicherung
der Waage.
Daneben ist es bekannt (DE-OS 26 01 165), bei einer elek
tronischen Waage mit Parallelführung ein Kalibrierge
wichtsstück unterhalb der Waagschale anzuordnen und
zum Kalibrieren auf ein Gehäuse abzusenken. Diese An
ordnung ist zwar für kleine Höchstlasten sehr gut ge
eignet, für Wägebereiche ab einigen Kilogramm Höchst
last aufwärts, wie sie für Waagen mit Kraftübersetzungs
hebel üblich sind, führt diese Anordnung aber zu sehr
schweren Kalibriergewichtsstücken, was die Waage ent
sprechend schwer, unhandlich und teuer macht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine
Kalibriervorrichtung für elek
tronische Waagen zu schaffen, die bei geringem
Platzbedarf nur ein leichtes Kalibriergewichtsstück benötigt und die
das Trägheitsmoment nur unwesentlich erhöht.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die
Kalibriervorrichtung aus einem zweiarmigen Kalibrier
hebel besteht, dessen Schwerpunkt auf der einen He
belseite liegt, und auf dessen anderer Hebelseite
über ein Koppelglied eine kraftübertragende Verbin
dung zum längeren Hebelarm des Kraftübersetzungshe
bels wahlweise hergestellt oder gelöst werden kann.
Durch die Kraftübertragung auf den längeren Hebelarm
des Kraftübersetzungshebels braucht der kurze Hebel
arm dieses Hebels für die Kalibriervorrichtung nicht
verändert zu werden. Ebenso kann der volle Überset
zungsfaktor des Kraftübersetzungshebels ausgenutzt
werden, so daß die Masse des Kalibrierhebels klein
bleibt. Werden die beiden Hebelarme des Kalibrier
hebels verschieden lang gemacht, kann bei Bedarf die
Masse des Kalibrierhebels noch weiter herabgesetzt
werden. Durch die Ausbildung als zweiarmiger Kali
brierhebel ergibt sich eine Kraftrichtungsumkehr, so
daß trotz der Ankopplung an den längeren Hebelarm
des Kraftübersetzungshebels der Kalibrierhebel während
des normalen Wägebetriebes nicht in kraftübertragen
der Verbindung zum Wägesystem steht, so daß dessen Ein
schwingverhalten nicht verschlechtert wird.
In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung ist das
Koppelglied als Spannband ausgeführt. Dieses Spann
band stellt im straffen Zustand eine kraftübertragen
de Verbindung zwischen dem Kalibrierhebel und dem
Kraftübersetzungshebel dar, während durch eine leichte
Drehung des Kalibrierhebels des Spannband schlaff wird
und praktisch keinerlei Kräfte mehr zwischen Kalibrier
hebel und Kraftübersetzungshebel überträgt. Aber auch
eine geringe verbleibende Kraftwirkung des schlaffen
Spannbandes stört nicht, solange sie konstant ist, da
sie bei der elektronischen Nullung der Waage berück
sichtigt wird.
In einer zweiten vorteilhaften Ausgestaltung ist das
Koppelglied auf beiden Seiten kugelförmig ausgebildet
und greift in entsprechend ausgebildete Kalotten am
Kraftübersetzungshebel und am Kalibrierhebel ein. In
dieser Ausgestaltung wird die Kraft bei der Kalibrier
rung als Druckkraft übertragen, während bei der Normal
wägung durch leichtes Drehen des Kalibrierhebels die
eine Kugel von der entsprechenden Kalotte abhebt und der
Kraftfluß unterbrochen ist.
In einer dritten vorteihaften Ausgestaltung trägt das
Koppelglied auf beiden Seiten Spitzen, die in Hütchen
am Kraftübersetzungshebel und am Kalibrierhebel eingrei
fen. Auch hier wird die Kraft bei der Kalibrierung als
Druckkraft übertragen, während bei der normalen Wägung
durch leichtes Drehen des Kalibrierhebels die eine Spit
ze von dem entsprechenden Hütchen abhebt und der Kraft
fluß unterbrochen ist.
Weitere Ausgestaltungen ergeben sich, indem jeweils Ku
gel und Kalotte bzw. Spitzen und Hütchen gegeneinander
ausgetauscht werden, ohne daß die Funktionsweise sich
ändert.
Die leichte Drehung des Kalibrierhebels zum Lösen der
kraftübertragenden Verbindung zwischen Kalibrierhebel
und Kraftübersetzungshebel kann durch eine beliebige
Hubvorrichtung erfolgen, die an der Gegengewichts
seite des Kalibrierhebels angreift. Vorteilhafter
weise wird hierzu jedoch eine Schaltnocke eingesetzt.
Besitzt die elektronische Waage eine Temperatur-Kom
pensationsschaltung, so ist es zweckmäßig, daß an
der Schaltnocke ein Schaltelement vorgesehen ist,
das zusammen mit dem Herstellen oder Lösen der kraft
übertragenden Verbindung zwischen dem Kalibrierhebel
und dem Kraftübersetzungshebel die Temperatur-Kom
pensationsschaltung zwischen zwei Zusätzen umschal
tet, um ein Temperaturverhalten des Kalibrierhebels
auszugleichen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schema
tischer Figuren beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 eine elektronische Waage mit
Kalibrierhebel und Spannbandankopplung in
Kalibrierstellung,
Fig. 2 den Kalibrierhebel und das Spannband aus Fig. 1
in Wägestellung,
Fig. 3 die Ankopplung des Kalibrierhebels über Ku
geln und Kalotten und
Fig. 4 die Ankopplung des Kalibrierhebels über Spit
zen und Hütchen.
Die elektronische Waage in Fig. 1 besteht aus einem
gehäusefesten Stützteil 1, an dem über zwei Lenker 4
und 5 mit den Gelenkstellen 6 ein Verbindungsteil 2
beweglich festgelegt ist. Das Verbindungsteil 2 trägt
an seinem oberen Teil die Lastschale 3 und leitet die
von der Lastschale übertragene Kraft über ein Koppel
band 9 zum kürzeren Hebelarm eines Kraftübertragungs
hebels 7 weiter. Der Kraftübertragungshebel 7 ist über
ein Kreuzfedergelenk 8 am Stützteil 1 gelagert. An sei
nem längeren Hebelarm greift die Kompensationskraft an,
die hier in Form einer Spule 11 und eines Permanentma
gnetsystems 10 zur Erzeugung einer elektromagnetischen
Kompensationskraft dargestellt ist. Die zugehörige Elek
tronik ist nicht dargestellt, da sie bekannt und für
die Erfindung nicht wesentlich ist. Am längeren Hebel
arm des Kraftübersetzungshebels ist nun über ein Spann
band 15 als Koppelglied ein Kalibrierhebel 12 ange
lenkt. Dieser Kalibrierhebel ist über ein Federgelenk 13
an einem Teil des gehäusefesten Stützteils 1 gelagert.
Der Schwerpunkt des Kalibrierhebels 12 befindet sich
auf der Seite eines Gegengewichtes 14 und sorgt dafür,
daß in der gezeichneten Kalibrierstellung über das Spann
band 16 eine definierte, durch die Masse und Geometrie
des Kalibrierhebels festgelegte, nach oben gerichtete
Kraft auf den längeren Hebelarm des Kraftübertragungs
hebels übertragen wird. Dadurch wirkt der Kalibrierhe
bel wie eie auf die Lastschale 3 aufgelegte Last. In
der normalen Wägestellung wird durch Drehung der Schalt
nocke 15 um ihre Drehachse 25 das Gegengewicht 14 ange
hoben und der Kalibrierhebel dadurch etwas gedreht, so
daß das Spannband 16 entlastet wird und ausknickt, wie
es in Fig. 2 gezeigt ist. In diesem ausgeknickten Zu
stand stellt das Spannband 16 keine kraftübertragende
Verbindung mehr dar, so daß trotz festgelegtem Kali
brierhebel 12 sich der Kraftübertragungshebel 7 - inner
halb des durch die Kraftkompensationsvorrichtung ge
gebenen geringen Bereiches - frei bewegen kann. Weiter
ist an der Schaltnocke 15 ein Schaltelement 24 vorge
sehen, das bei Drehung der Schaltnocke 15 ebenfalls
betätigt wird und in der Elektronik eine Temperatur-
Kompensationsschaltung umschaltet oder im Mikropro
zessor ein anderes Temperatur-Kompensationsprogramm
aufruft. Hierdurch kann in bekannter Weise ein Tempe
raturverhalten des Kalibrierhebels ausgeglichen wer
den.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausgestaltung des Koppel
gliedes. Hier trägt sowohl der Kalibrierhebel 12 als
auch der Kraftübertragungshebel 7 je eine Kalotte 17.
Zwischen ihnen ist in der gezeichneten Kalibrierstel
lung das Koppelglied 19 mit seinen kugelförmigen End
stücken 18 fixiert und übeträgt die Kraft vom Kali
brierhebel 12 auf den Kraftübertragungshebel 7. In
der normalen Wägestellung wird wieder über die Schalt
nocke 15 das Gegengewicht 14 angehoben, so daß das
Koppelglied 19 mit seinem oberen Ende die am Kraft
übertragungshebel 7 angebrachte Kalotte nicht mehr be
rührt und nur durch eine Halteklammer 20 vor dem Um
fallen geschützt ist. Beim Übergang in die Kalibrier
stellung fixiert sich das Koppelglied 19 wieder re
produzierbar in der tiefsten Stelle der Kalotte 17.
Ebenso kann natürlich das Koppelglied 19 an seinen
Enden kalottenförmig ausgebildet sein und sich zwi
schen kugelförmigen Erhebungen am Kraftübertragungs
hebel 7 und dem Kalibrierhebel 12 fixieren.
Fig. 4 zeigt eine dritte Ausgestaltung, die der in
Fig. 3 gezeigten zweiten Ausgestaltung ähnelt. Das
Koppelglied 19′ hat an seinen beiden Enden kegelför
mige Vertiefungen, sog. Hütchen, die sich in Kalibrier
stellung zwischen Spitzen 21 am Kalibrierhebel 12 und
am Kraftübertragungshebel 7 fixieren. In Wägestellung
berührt das obere Hütchen nicht mehr die Spitze am
Kraftübertragungshebel 7 und das Koppelglied 19′ wird
durch Halteklammern 20 vor dem Umfallen geschützt.
Auch hier ist es wieder möglich, Hütchen und Spitze
gegeneinander zu vertauschen, ohne die Funktion zu ver
ändern.
Der Kalibrierhebel 12 zusammen mit seiner Kraftüber
tragung über das Spannband 16 bzw. das Koppelglied 19
bzw. 19′ ist in den Figuren der übersichtlicheren Dar
stellung wegen immer außerhalb des restlichen Wägesy
systems gezeichnet. Selbstverständlich kann der Kali
brierhebel auch um 180° gedreht sein, so daß sich das
Gegengewicht 14 zwischen den Lenkern 4 und 5 befindet.
Ebenso kann der Angriffspunkt für das Spannband 16
bzw. das Koppelglied 19 bzw. 19′ am Kraftübertragungs
hebel 7 auch nahe am Kraftangriffspunkt der Kraftkom
pensationsvorrichtung 10 und 11 gewählt werden, so daß
der Kraftübertragungshebel 7 nicht - wie gezeichnet -
verlängert werden muß. Der sich aus den Figuren für den
Kalibrierhebel ergebende zusätzliche Platzbedarf läßt
sich also durch entsprechende konstruktive Ausgestal
tung weitgehend vermeiden.
Claims (8)
1. Elektronische Waage mit einer Lastschale, mit min
destens einem zweiarmigen Kraftübersetzungshebel,
der an seinem kürzeren Hebelarm die von der Last
schale übertragene Kraft und an seinem längeren
Hebelarm die Kompensationskraft aufnimmt, und mit
einer eingebauten Kalibriervorrichtung aus ei
nem zweiarmigen Kalibrierhebel (12) besteht, dessen
Schwerpunkt auf der einen Hebelseite liegt, und auf
dessen anderer Hebelseite über ein Koppelglied (16,
19, 19′) eine kraftübertragende Verbindung zum län
geren Hebelarm des Kraftübersetzungshebels (7)
wahlweise hergestellt oder gelöst werden kann.
2. Elektronische Waage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Koppelglied ein Spannband (16)
eingesetzt ist.
3. Elektronische Waage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Koppelglied (19) auf beiden
Seiten kugelförmig ausgebildet ist und in entspre
chend ausgebildete Kalotten (17) am Kraftüberset
zungshebel (7) und am Kalibrierhebel (12) ein
greift.
4. Elektronische Waage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Koppelglied auf beiden Sei
ten Kalotten trägt, die sich auf kugelförmigen
Erhöhungen am Kalibrierhebel (12) und am Kraft
übersetzungshebel (7) abstützen.
5. Elektronische Waage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Koppelglied auf beiden Sei
ten Spitzen trägt, die in Hütchen am Kraftüber
setzungshebel (7) und am Kalibrierhebel (12) ein
greifen.
6. Elektronische Waage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Koppelglied (19′) auf bei
den Seiten Hütchen (22) trägt, die sich auf Spit
zen (21) am Kalibrierhebel (12) und am Kraft
übersetzungshebel (7) abstützen.
7. Elektronische Waage nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftübertragen
de Verbindung zwischen Kalibrierhebel (12) und
Kraftübersetzungshebel (7) mittels einer Schalt
nocke (15) hergestellt oder gelöst werden kann.
8. Elektronische Waage nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß an der Schaltnocke (15) ein
Schaltelement (24) vorgesehen ist, das zusammen
mit dem Herstellen oder Lösen der kraftübertragen
den Verbindung zwischen dem Kalibrierhebel (12)
und dem Kraftübersetzungshebel (7) eine Tempera
tur-Kompensationsschaltung zwischen zwei Zustän
den umschaltet.
Priority Applications (2)
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| DE19803012344 DE3012344A1 (de) | 1980-03-29 | 1980-03-29 | Elektronische waage mit kalibriervorrichtung |
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