DE3012022A1 - Verbrennungs-kolbenkraftmaschine - Google Patents
Verbrennungs-kolbenkraftmaschineInfo
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Description
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Unsere Akten-Nr. :1716/13 Bad Gandersheim2 7. MRZ. 1980
Karl BURGSKÜLLER
Die Erfindung betrifft eine Verbrennungs-Kolbenkraftmaschine
mit wenigstens einem jeweils wenigstens einen Kolben aufnehmenden Zylinder, wobei jeder Kolben über
wenigstens eine Pleuelstange mit einer Kurbelwelle, gelenkig verbunden ist, und mit je Zylinder einem Verbrennungsraum,
der in einen ersten Verbrennungsraum von sich während des Betriebs der Maschine änderndem Volumen
und wenigstens einen innerhalb einer Außenkontur des zugehörigen Kolbens angeordneten zweiten Verbrennungsraum von
während des Betriebs der Maschine gleichbleibendem Volumen unterteilt ist, wobei der erste Verbrennungsraum mit dem
zweiten Verbrennungsraum über wenigstens eine durch den Kolben bestimmte Verbindungsöffnung in ständiger Verbindung
steht.
Bei bekannten Dieselmaschinen dieser Art("HÜTTE, des
Ingenieurs Taschenbuch", Band II A, 28. Auflage 1954, Verlag Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin, Seite 779 und 780, Bild
93 und 94), nämlich dem "Saurer-Verbrennungsraum" und dem MMAN-Kugelbrennraum", wird der Kraftstoff direkt in den
Zylinder eingespritzt. Der zweite Verbrennungsraum im Kolben hat entweder eine herzähnliche Querschnittsfläche
oder die Gestalt eines Kugelteils und dient jeweils der Unterstützung der Gemischbildung durch zusätzliche Luftbewegung
im Verbrennungsraum. Die Verbindungsöffnung zwischen dem ersten und dem zweiten Verbrennungsraum ist
jeweils verhältnismäßig groß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, gegenüber bekannten Maschinen bei gleichbleibender Leistung den
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ORlQlNAL INSPECTED ™-/HU
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. 01 Kraftstoffverbrauch zu senken.
Diese Aufgabe ist nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die wenigstens eine VerbindungsÖffnung zumindest teilweise
als DUsenöffnung ausgebildet ist. Während des Verdldnfcungstakts
strömt unter Druckerhöhung Luft oder Gemisch durch die wenigstens eine DUsenöffnung in den zweiten
Verbrennungsraum. Durch die wenigstens eine Düsenöffnung hindurch kann auch Kraftstoff oder Wasser direkt in
den zweiten Verbrennungsraum hinein eingespritzt werden.
In jsdem Fall wird das zündfähige Gemisch praktisch gleichzeitig
in dem ersten und dem zweiten Verbrennungsraum gezündet. Das Gemisch in dem zweiten Verbrennungsraum dehnt
sich unter Steigerung von Temperatur und Druck aus und tritt bei entsprechender Kolbengeschwindigkeit strahlartig
durch die wenigstens eine Düsenöffnung mit sehr grosser Geschwindigkeit in den ersten Verbrennungsraum aus.
Der Reaktionsimpuls übt einen erheblichen zusätzlichen Energieimpuls oder Schub auf den Kolben und damit auf das
Triebwerk aus und ergänzt die Antriebsenergie aufgrund der Verbrennung im ersten Verbrennungsraum. Dadurch reduziert
sich der spezifische Kraftstoffverbrauch gegenüber herkömmlichen Verbrennungs-Kolbenkraftmaschinen.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die
wenigstens eine Düsenöffnung durch einen in. den Kolben eingesetzten Düsenkörper gebildet. Der Düsenkörper kann
z. B. in eine Gewindebohrung des Kolbens eingeschraubt sein und zur Verschleißminderung aus hochtemperaturbeständigem
Werkstoff, z. B. aus Keramik, bestehen.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung fluchtet der Düsenkörper zumindest in der oberen Totpunktstellung
des Kolbens mit einer die Hindurchführung des
DUsenkörpers zu Montagezwecken gestattenden, von außen
zugänglichen Durchbrechung, z. B. Gewindebohrung, in einem Zylinderkopf. In die Gewindebohrung kann z. B.
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. 130041/01 ie
ORiGiNALlNSPECTED
eine Zündkerze oder Einspritzdüse eingeschraubt werden. So läßt sich der Düsenkörper mit nur geringem Montageaufwand
ohne große Zerlegung der Maschine entweder bei Verschleiß oder zu Einstellzwecken austauschen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
die Düsenöffnung in dem Kolben mit ihrer Längsachse in einer rechtwinklig zu einer Längsachse eines Kolbenbolzens
verlaufenden Ebene und gegenüber einer Längsachse des Kolbens in Richtung einer beim Arbeitshub des Kolbens vergleichsweise
stark belasteten seitlichen Schaftfläche des Kolbens versetzt angeordnet. Dies mindert die Belastung
der seitlichen Schaftfläche und damit einen sonst zu erwartenden höheren Verschleiß von Zylinder und Kolben, Das
gilt insbesondere für herkömmliche Maschinen, die nachträglich gemäß der Erfindung ausgerüstet wurden.
Besonders günstige Verhältnisse ergeben sich, wenn nach der Erfindung die Ebene durch die Längsachse des
Kolbens verläuft.
Kippmomente können vermieden werden, wenn nach der Erfindung die Längsachse der Düsenöffnung die Längsachse
des Kolbenbolzens schneidet.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die Düsenöffnung in dem Kolben koaxial mit einer Längsachse
des Kolbens angeordnet.
Nach einer anderen Auoführungsform der Erfindung ist
die Düsenöffnung in einem Kolbenboden vorgesehen, der haubenförmig
ausgebildet ist und an seinem Umfang mit dem Kolben über ein Gewinde gasdicht verbunden ist. So läßt
sich auf verhältnismäßig kostengünstige und einfach Weise der gewünschte Effekt erzielen.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung sind der erste und jeder zweite Verbrennungsraum durch wenigstens
einen Füllkanal miteinander verbindbar, wobei eine Einmündung jedes Füllkanals in den zweiten Verbrennungsraum
durch eine federnd an einer Innenwand des zweiten Verbrennungsraums anliegende Venti.lzunge verschließbar ist. -A-
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ORIGINAL INSPtCTBD
Auf diese Weise wird die Füllung des zweiten Verbrennungsraums mit Luft oder zündfähigem Gemisch erleichtert. Die
Ventilzungen öffnon beim Verdichtungshub des Kolbona und
sorgen für eine sichere Füllung des zweiten Verbrennungsraums bei geringerem Aufwand an Energie.
Fertigungstechnische Vorteile ergeben sich, wenn erfindungsgemäß
mehrere Ventilzungen Bestandteile einer an dem Kolben befestigten Ventilkappe sind.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind
der wenigstens eine zweite Verbrennungsraum als Umfangsnut in dem Kolben und die Düsenöffnung als Ringspalt zwischen
einem Kolbenboden und einer Innenfläche des Zylinders ausgebildet.
Die Ausbildungen gemäß den Ansprüchen 12 und 13 gestatten eine einfache Änderung der Größe der Düsenöffnung.
Dabei kann erfindungsgemäß ein Umfangsbereich des
Koibenbodens mit einer hochtemperaturbeständigen und verschleißfesten
Panzerung versehen sein. Dies schützt den Kolbenboden vor Beeinträchtigung durch das verbrennende
und mit hoher Geschwindigkeit durch die Düsenöffnung strömende Gemisch.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
in der Innenfläche des Zylinders oder des Zylinderkopfes eine den Ringspalt im Bereich der oberen Totpunktstellung
des Kolbens vergrößende ringförmige Ausnehmung vorgesehen. Die Ausnehmung erleichtert und verbessert die Füllung des
zweiten Verbrennungsraums mit Luft oder zündfähigem Genisch und ermöglicht praktisch gleichzeitiges Zünden in
beiden Verbrennungsräumen.
Günstigen Einfluß auf die Strömungsverhältnisse und damit den Wirkungsgrad der Maschine hat es, wenn erfindungsgemäß
ein Umfangsbereich des Kolbenbodens, ausgehend von einem nittleren Bereich, eine sich nach oben
und innen erstreckende erste Schrägfläche und eine sich
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ORiGiNAL INSPECTED
nach unten und innen erstreckende zweite Schrägfläche aufweist.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung 1st der
wenigstens eine zweite Verbrennungsraum als Umfangsnut in °5 dem Kolben ausgebildet, während die wenigstens eine Düsenöffnung
in einem mittleren Bereich eines Kolbenbodens verläuft.
Dabei kann erfindungsgemäß die DUsenöffnung zu dem
Kolben koaxial angeordnet und durch über den Umfang ver- ^O teilte Zweigkanäle mit der Umfangsnut verbunden sein. So
ist ein schneller und vollständiger Strömungsaustausch
zwischen dem ersten und dem zweiten Verbrennungsraum möglich.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist zwischen
dem ersten und dem zweiten Verbrennungsraum ein Kolbenboden mit einem mit einer Innenfläche des Zylinders zusammenwirkenden
Kolbenring angeordnet. Der Kolbenring kann zur Verbesserung seiner Funktion schräg geschlitzt
sein. Erfindungsgemäß kann der Kolbenring oben eine im Abstand von der Innenfläche des Zylinders befindliche
Fase aufweisen. Auf diese Weise kann zwar Luft oder zündfähiges Gemisch aus dem ersten Verbrennungsraum an dem
Kolbenring vorbei in den zweiten Verbrennungsraum strömen, jedoch nicht umgekehrt. Dies dient einer guten und im Wi rkunpsgrad
günstigen Füllung des zweiten Verbrennungsraums.
Zur Verringerung seiner Masse unter Beibehaltung hoher Festigkeit und guter Elastizität kann erfindungsgemäß
der Kolbenring hohl ausgebildet sein.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung
ist der Kolbenring von kreis- oder kreisringförmiger Querschnittsfläche, wobei der Kolbenring in eine nach
außen V-förmig erweiterte Umfangsnut des Kolbens hinein-
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ORIGINAL INSPECTED
ORIGINAL INSPECTED
rngt und eine untere schräge Begrenzungsfläehe der Umfangsnut
mit im Abstand voneinander über den Umfang verteilten, den Kolbenring stützenden Konsolen versehen iet.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist in der
Innenfläche des Zylinders im Bereich, der oberen Totpunktstellung des Kolbens wenigstens eine sich nur über einen
Teil des Zylinderumfangs erstreckende taschenförmige Ausnehmung
vorgesehen. Dies gestattet eine im Wirkungsgrad günstige Füllung des zweiten Verbrennungsräume unter Aufrechterhaltung
der Führung des Kolbenrings.
Fertigungstechnisch günstig ist es, wenn erfingunsgemäß
der Kolbenboden mittels eines mittigen Gewindefortsatzes in eine Gewindebohrung eines Kolbenzwischenbodens
eingeschraubt ist.
Günstige Strömungs- und Verb-rehnungsverhältnisse ergeben
sich, wenn erfindungsgemäß die den zweiten Verbrennungsraum bildende.Umgangsnut in dem Kolben sich von
■ außen nach innen zunächst erweitert und dann verengt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
ist gegenüber jeder Düsenöffnung ein Strahlenreflektor in einem Zylinderkopf angeordnet. Der Strahlenreflektor kann
aus hochtemperaturbeständigem und verschleißfestem Werkstoff, z.B. Keramik, bestehen und schützt den Zylinderkopf
vor nachteiligen Einwirkungen des aus der .Düsenöffnung austretenden heißen Hochgeschwindigkeitsgasstrahles.
Zur Anhebung der Masse des Strahles und damit dessen Reaktionsimpulses kann erfindungsgemäß in dem Zylinder
eine Wassereinspritzdüse wirksam werden. Die Wassereinspritzdüse kann erfindungsgemäß koaxial mit der Düsenöffnung
angeordnet sein, um auch, direkt in den zweiten Verbrennungsraum Wasser einspritzen zu können. Die Wassereinspritzdüse
kann aus diesem Grund erfindungsgemäß auch konzentrisch mit einem Strahlreflektor angeordnet sein.
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ORIGINAL INSPECTED
Eine besondere Ausführungform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Zweitaktmotor ein
erster Kolben in dem Zylinder geführt und mit zwei an diametral gegenüberliegenden Stellen eines ersten Kolbenschaftes
angeordneten ersten Kolbenbolzenzapfen jeweils an einer ersten Pleuelstange angelenkt ist, daß konzentrisch
in dem ersten Kolbenschaft ein zweiter Kolben geführt und mit einem zweiten Kolbenbolzen an einer zwischen
den beiden ersten Pleuelstangen angeordneten zweiten Pleuelstange angelenkt ist, wobei die Kurbelwelle miteinander
fluchtende erste Kurbelzapfen für die beiden ersten Pleuelstangen und einen gegenüber den ersten Kurbelzapfen 180
versetzten zweiten Kurbelzapfen für die zweite Pleuelstange aufweist, und daß der erste Verbrennungsraum zwischen
dem ersten und dem zweiten Kolben angeordnet ist und der erste und zweite Kolben jeweils einen zweiten Verbrennungsraum
aufweisen. Dadurch ergibt sich eine vergleichsweise kompakte Maschine mit nur geringem Hub jedes Kolbens und
einer außerordentlich hohen Frequenz der Arbeitchübe.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung weist wenigstens
einer der beiden ersten Kolbenbolzenzapfen eine einerseits
ständig mit einem Vorkompressionsraum des Zylinders verbundene und andererseits durch den zweiten Kolben
mit dem ersten Verbrennungsraum verbindbare Spülöffnung auf. So ist bei Einsparung weiterer die Wand des Zylinders
schwächender Ausnehmungen der Ladungswechsel gewährleistet.
Zur Vereinfachung des Spülens der Verbrennungsräume
mit Luft oder zündfähigem Gemisch kann erfindungsgemäß jeder Vorkompressionsraum ständig mit einem Hohlraum eines
Kurbelgehäuses verbunden sein.
Zur Unterstützung des Ladungswechsels ist nach einer Ausführungsform der Erfindung der Zylinder durch einen
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BAD ORIGINAL
Zylinderkopf geschlossen, wobei ein Pumpraum zwischen dem Zylinderkopf und dem ersten Kolben über wenigstens einen
Vor k ompre s s Ions
Pumpkanal ständig mit dem \raum verbunden ist. Dabei kann erfindungsgemäß der wenigstens eine Pumpkanal eine Nut in einer Innenwand des Zylinders aufweisen. Der wenigstens eine Pumpkanal kann aber auch erfindungsgemäß innerhalb einer Wand des Zylinders oder außerhalb des Zylinders verlegt sein.
Pumpkanal ständig mit dem \raum verbunden ist. Dabei kann erfindungsgemäß der wenigstens eine Pumpkanal eine Nut in einer Innenwand des Zylinders aufweisen. Der wenigstens eine Pumpkanal kann aber auch erfindungsgemäß innerhalb einer Wand des Zylinders oder außerhalb des Zylinders verlegt sein.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung fluchtet
■\ ο die wenigstens eine Spülöffnung im Bereich der oberen
Totpunktstellung des ersten Kolbens mit einer Längsachse
einer in einer Wand des Zylinders montierten Einspritzdüse. Es kann z.B. auf diese Weise eine Einspritzdüse
für Kraftstoff und/oder eine Einspritzdüse für Wasser vorgesehen sein.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
verläuft.die Verlängerung der Längsachse der wenigstens
einen Einspritzdüse im Abstand von einer Längsachse des ersten Kolbens. Dadurch lassen sich im ersten und mittelfrar
auch in den beiden zweiten Verbrennungsräumen günstige Strömungs- und Verbrennungsverhältnisse erzielen.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die
Längsachse der wenigstens einen Einspritzdüse bezüglich des Zylinders von außen und unten nach innen und oben
geneigt. Auch dadurch lassen sich günstige Strömungsund Verbrennungsverhältnisse erreichen.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung sind Je
wenigstens eine Auslaßöffnung in dem ersten Kolbenschaft und in einer Wand des Zylinders vorgesehen. Zweckmäßigerweise
sind erfindungsgemäß die Auslaßöffnungen in Umfangsrichtung
um 90° gegenüber den ersten Kolbenb'olzenzapf en versetzt.
Damit ist den verbrannten Gasen ein günstiger Abströmweg eröffnet und gleichzeitig gewährleistet, daß
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BAD ORIGINAL
frische Ladung möglichst nicht aus den Auslaßöffnungen austreten kann.
Nach einer Ausführungsforra der Erfindung sind in einem Kolbenzwischenboden des ersten Kolbens und/oder in
einem Kolbenboden des zweiten Kolbens jeweils wenigstens zwei Düsenöffnungen gleichmäßig in Umfangsrichtung verteilt
angeordnet. Dadurch sind Kippmomente aufgrund der Strahlimpulse an den Kolben vermieden.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind in dem Kolbenzwischenboden und/oder in dem Kolbenboden
im Wechsel mit den Düsenöffnungen Strahlenreflektoren derart angeordnet, daß mit jeder Düsenöffnung des Kolbenzwischenbodens
ein Strahlreflektor des Kolbenbodens fluchtet und umgekehrt. Diese Maßnahme dient der Betriebssicherheit
und der Erhöhung des Wirkungsgrades und der Lebensdauer der Maschine durch Vermeidung etwaiger Kavitation.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung verjüngt sich jeder erste Kolbenbolzenzapfen nach außen
gestuft kegelig, während jede erste Pleuelstange mit einer komplementär gestuft kegeligen Durchbrechung auf dem
zugehörigen ersten Kolbenbolzenzapfen mittels eines Sicherungsringes
gehalten ist« Diese Lagerung sorgt für eine definierte Betriebsstellung der beiden ersten Pleuelstangen
zueinander und bietet Vorteile in der Festigkeit der aus der Wand des ersten Kolbenschaftes herausgezogenen
Kolbenbolzenzapfen,
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung
mündet in den Zylinder ein Zuführstutzen für Spülluft oder ein Luft-Kraftstoff-Spülgemisch mit einer rechtwinklig zu
einer Längsachse der Kurbelwelle angeordneten Mündungsplanfläche, wobei an einer der ersten Pleuelstangen ein
mit der Mündungsplanfläche zusammenwirkender Steuerschieber befestigt ist. So läßt sich auf einfache Weise und
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definiert das Spülmedium — ihm einen größeren, optimalen
Einlaßzeitraum als etwa bei dem bekannten Dreikanalsystem und eine vollständigere Füllung ermöglichend - in das
Kurbelgehäuse einbringen.
Einlaßzeitraum als etwa bei dem bekannten Dreikanalsystem und eine vollständigere Füllung ermöglichend - in das
Kurbelgehäuse einbringen.
Eine sichere Betriebsweise läßt sich erreichen, wenn erfindungsgeniäß der Zuführstutzen in der Mündungsplanfläche
eine Labyrithdichtungsanordnung aufweist.
Vorteilhafte Betriebsverhältnisse ergeben sich, wenn nach einer Ausführungsform der Erfindung der Steuerschieber
im wesentlichen C-förmig ausgebildet ist und mit einer Ausnehmung eine Auslaßöffnung in der Mündungsplanfläche
des Zuführstutzens während des Verdichtungstaktes in
dem Bereich von kurz nach der oberen lot^unktstellung
bis kurz vor der unteren Totpunktstellung des ersten KoI-bens zunehmend bis zum vollen Querschnitt und dann wieder abnehmend öffnet.
dem Bereich von kurz nach der oberen lot^unktstellung
bis kurz vor der unteren Totpunktstellung des ersten KoI-bens zunehmend bis zum vollen Querschnitt und dann wieder abnehmend öffnet.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Ea zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform
der Verbrennungs-Kolbenkraftmaschine mit zentralem Düsenkörper,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform mit außermittigem Düsenkörper,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform mit haubenförmigem Kolbenboden,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform mit Füllkanälen und Ventilkappe,
und 5A jeweils/
Fig. 5 feinen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform mit als Ringspalt ausgebildeter Düsen-Öffnung,
Fig. 6 die Einzelheit VI in Fig. 5 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform mit einem Kolbenring im Kolbenboden,
Fig. 8 die Einzelheit VIII in Fig. 7 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 9 eine der Fig. 8 entsprechende Schnittansicht mit anders ausgebildetem Kolbenring,
Fig. 10 eine Seitenansicht der Stoßstelle des Kolbenringes gemäß Fig. 9,
Fig. 11 die Schnittansicht gemäß Linie XI-XI in Fig. 7, Jedoch ohne Kolben,
Fig. 12 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform mit Kolbenring und Wassereinspritzdüse,
Fig. 13 einen Längsschnitt durch eine besondere Ausführungsform der Verbrennungs- Kolbenkraftmaschine mit
zwei Kolben je Zylinder,
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Fig. 14 die Schnittansicht gemäß Linie XIV-XIV in
Fig. 13,
Fig. 15 die Schnittansicht gemäß Linie XV-XV in Fig. 13.
Fig. 1 zeigt eine Zweitakt-Verbrennungs-Kolbenkraftmaschine
1 mit einer in einem Kurbelgehäuse 2 in Richtung eines Pfeiles 3 umlaufenden Kurbelwelle 4, an der
eine mit einem Kolbenbolzen 5 verbundene Pleuelstange 6 angelenkt ist. Der Kolbenbolzen 5 ist Bestandteil eines
Kolbens 7, der innerhalb eines in das Kurbelgehäuse 2 eingesetzten Zylinders 8 verschiebbar und mit Kolbenringen
9 versehen ist. Der Zylinder 8 weist eine Einlaßöffnung 10 für zündfähiges Zweitaktgemisch, die sogenannte
frische Ladung, und eine Auslaßöffnung 11 für die verbrannten Gase auf, die beide durch den Kolben 7 gesteuert
werden. Der Zylinder 8 der luftgekühlten Maschine 1 ist mit Kühlrippen 12 und einem ebenfalls Kühlrippen
13 aufweisenden Zylinderkopf 14 versehen. In eine Gewindebohrung 15 des Zylinderkopfes 14 ist eine Zündkerze 16
eingeschraubt.
In einen Kolbenboden 17 des Kolbens 7 ist in eine mittige Gewindebohrung ein Düsenkörper 18 mit einer
Düsenöffnung 19 eingeschraubt. Die Düsenöffnung 19 bildet
eine ständige Verbindung zwischen einem ersten Verbrennungsraum 20 von sich während des Betriebs der Maschine
1 änderndem Volumen und einem innerhalb des Kolbens 7 ausgebildeten zweiten Verbrennungsraum 21 von
während des Betriebs der Maschine 1 gleichbleibendem Volumen. Der Düsenkörper 18 fluchtet mit der Gewinde-
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bohrung 15 kann durch diese Hindurch ausgebaut und eingesetzt werden. Der zweite Verbrennungsraum 21 ist größer
als der erste Verbrennungsraum 20 in der maximal verdichtenden obersten Totpunkt st ellung des Kolbens 7, die in Pig.
1 noch nicht ganz erreicht ist.
Während des Verdichtungshubs des Kolbens 7, der bei dem in Fig. 1 gezeichneten Zustand gerade stattfindet,wird
zündfähiges Zweitaktgemisch durch den sich nach oben bewegenden Kolben 7 zunehmend verdichtet und strömt von dem
immer kleiner werdenden ersten Verbrennungsraum 20 durch die Düsenöffnung 19 in den zweiten Verbrennungsraum 21.
Bei Zündung durch die Zündkerze 16 pflanzt sich die Flammenfront nicht nur in dem ersten Verbrennungsraum 20 sondern
durch die Düsenöffnung 19 hindurch auch praktisch verzögerungsfrei in dem zweiten Verbrennungsraum 21 fort.
Die Ladung in dem ersten Verbrennungsraum 20 dehnt sich unter Erwärmung aus und treibt den Kolben 7 nach unten.
Auch die Ladung in dem zweiten Verbrennungsraum 21 dehnt sich unter. Erwärmung aus. Die heißen Gase strömen mit hoher
Geschwindigkeit durch die Düsenöffnung 19 hindurch in den ersten Verbrennungsraum 20 und erteilen dabei dem Kolben 7
einen zusätzlichen erheblichen Impuls aufgrund des Massenausstoßes durch die Düsenöffnung 19 hindurch. Dieser Impuls,
der sich aufgrund des "gezügelten" Strahls erst mit
der Abwärtsbewegung des Kurbelzapfens aus der oberen Totpunktstellung
zu bilden beginnt und im Bereich der waagerechten Stellung des Kurbelzapfens seine größte Intensität
entwickelt, und die aus der Verbrennung in dem ersten Verbrennungsraum
20 gewonnene Kraftkomponente ergänzen sich bei höchstens gleichem Arbeitsdruck wie in herkömmlichen
Maschinen und gelangen über den Kolbenbolzen 5 und die
Pleuelstange 6 an die Kurbelwelle 4, Durch den vorerwähntai Impuls reduziert sich der spezifische Kraftstoffverbrauch
gegenüber herkömmlichen Maschinen, die nur über den ersten Verbrennungsraum 20 verfugen.
Der Düsenkörper 18 besteht zweckmäßigerweise aus hochtemperaturbeständigem Werkstoff, z.B. aus Keramik -14-
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BAD ORIGINAL
oder Email.
In den nachfolgenden FigUren sind gleiche Teile wie
j η Fig. 1 mit gleichen Bezugszahlen bekennzeichnet.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sind die Zündkerze 16 und der Düsenkörper 18 außermittig angeordnet.
Die Düsenöffnung 19 liegt mit ihrer Längsachse 22 in einer rechtwinklig zu einer Längsachse 23 des Kolbenbolzens 5
verlaufenden Ebene und gegenüber einer Längsachse 24 des Kolbens 7 in Richtung einer beim Arbeitshub des Kolbens
vergleichsweise stark belasteten seitlichen, in Fig. 2 linken Schaftfläche 25 des Kolbens 7 versetzt. Bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 verläuft diese Ebene durch
die Längsachse 24 des Kolbens 7. Ferner schneidet die
Längsachse 22 der Düsenöffnung 19 die Längsachse 23 des Kolbenbolzens,
Durch diese und ähnliche außermittige Anordnungen des Düsenkörpers 18 läßt sich die Richtung des nach der Zündung
aus der Düsenöffnung 19 in den ersten Verbrennungsraum 20 übertretenden Gasstrahls optimieren. Es läßt sich
dadurch erreichen, daß die Reaktionskraft des Gasstrahles den Kolben 7 in einem den Kolben 7 von der nun stärker beanspruchten
Schaftfläche 25 abhebenden Sinne beeinflußt. Dadurch wird die in Fig. 2 linke Hälfte des Zylinders 8
und die gegenüberliegende Schaftfläche 25 entlastet, der mechanische Wirkungsgrad der Maschine erhöht und der Verschleiß
gemindert.
Gemäß Fig. 3 ist der Düsenkörper 18 in einen haubenförmig
ausgebildeten Kolbenboden 17 eingeschraubt. Der Kolbenboden 17 ist seinerseits über ein Umfangsgewinde 26
mit dem Kolben 7 verschraubt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gem. Fig. 4 ist in eine Gewindebohrung des Zylinderkopfes 14 ein Strahlreflektor
koaxial mit dem Dünenkörper 18 eingeschraubt. Der Strahlreflektor 27 besteht vorzugsweise aus Keramik und hat die
Aufgabe, den durch die Düsenöffnung 19 in den ersten Ver~
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brennungsraum 20 übertretenden Gasstrahl mittels einer
Ringmulde 28 zu teilen und umzulenken. Dadurch wird die Beanspruchung des Zylinderkopfes 14 und die Gefahr seiner
Kavitation durch den Gasstrahl herabgesetzt und andererseits der Kolben, besonders auch zeitlich, zusätzlich beaufschlagt.
In Fig. 4 sind in einem oberen Bereich des Kolbens 7 über den Umfang verteilt FUllkanäle 29 vorgesehen, durch
die der erste Verbrennungsraum 20 mit dem zweiten Verbrennungsraum 21 verbindbar ist. Eine Einmündung Jedes Füllkanals
29 in den zweiten Verbrennungsraum 21 ist durch eine federnd an einer Innenwand 30 des zweiten Verbrennungsraums 21 anliegende Ventilzunge 31 verschließbar. Die Ventilzungen
31 sind Bestandteile einer durch Anker 32 an dem Kolben 7 befestigten Ventilkappe 33.
Die Ausbildung des Kolbens 7 gemäß Fig. 4 ist insbesondere für hochtourige Maschinen 1 geeignet und führt zu
einem energiesparenden Füllen des zweiten Verbrennungsraums 21. Während des Verdichtungshubs des Kolbens 7, der
in Fig. 4 fast beendet ist, strömt das zündfähige Gemisch aus dem ersten Verbrennungsraum 20 sowohl durch die Düsenöffnung
19 als auch durch einen erweiterten Ringspalt 34 zwischen dem Zylinder 8 und dem Kolbenboden 17 durch die
Füllkanäle 29. Solange der Gemischdruck in den Füllkanälen 29 größer als der Gemischdruck in dem zweiten Verbrennungsraum
21 ist, werden die Ventilzungen 31 durch den Gemischstrom von der Innenwand 30 abgehoben. Dadurch ist
eine besonders schnelle Füllung des zweiten Verbrennungsraums 21 mit zündfähigem Gemisch gewährleistet. Der durch
den Ringspalt 34 strömende, verhältnismäßig kühle Gemischanteil trägt im übrigen in wünschenswerter Weise zu einer
Kühlung des Zylinders 8 und des Kolbenbode.ns 17 bei.
Der Düsenkörper 18 kann gemäß Fig. 4 nach Ausschrauben des Strahlreflektors 27 durch dessen Gewindebohrung
hindurch ein- und ausgebaut werden.
Fig. 5A wird im Anschluß an Fig. 12 beschrieben.
130-041/011S
Fig. 5 zeigt eine Viertakt-Verbrennungs-Kolbenkraftmaschine
35 mit je Zylinder 8 einem Einlaßventil und einem Auslaßventil 37 die Ventile 36,37 werden jeweils
durch eine Ventilfeder 38 in Dichtberührung mit einem Ventilsitzring 39 des Zylinderkopfes 14 vorgespannt.
Die Einzelheiten der Ventilsteuerung sind an sich bekannt und hier fortgelassen. Der Zylinderkopf 14 ist
oben durch einen Zylinderkopfdeckel 40 verschlossen..
Der zweite Verbrennungsraum 21 ist gemäß Fig. 5 als Umfangsnut in dem Kolben 7 ausgebildet eine DUsenöffnung
41 besteht als Ringspalt zwischen dem Kolbenboden 17 und einer Innenfläche 42 des Zylinders 8. Ein Umfangsbereich
des Kolbenbodens 17 ist mit einer hochtemperaturbeständigen und verschlfDgjßfesten Panzerung 43 versehen. Der
Kolbenboden 17 ist mittels eines mittigen Gewindefortsatzes 44 in eine Gewindebohrung eines Kolbenzwischenbodens
45 eingeschraubt und durch einen in den Gewindefortsatz 44 eingeschraubten, spreizenden konischen Gewindestopfen
46 gesichert.
Gemäß Fig. 6 ist in der Innenfläche 42 des Zylinders 8 eine den Ringspalt 41 im BeieLoh der oberen Totpunktstellung
des Kolbens 7 vergrößernde ringförmige Ausnehmung 47 vorgesehen. Der Umfangsbereich des Kü-benbodens
17 weist, ausgehend von einem mittleren Bereich 48, eine sich nach oben und innen erstreckende erste
Schrägfläche 49 und eine sich nach unten und innen erstreckende zweite Schrägfläche 50 auf.
Gemäß Fig. 7 ist der Düsenkörper 18 und damit die Düsenöffnung 19 konzentrisch in dem Kolbenboden 17 angeordnet
und durch über den Umfang verteilte Zweigkanäle 51 mit dem als Umfangsnut in dem Kolben 7 ausgebildeten
zweiten Verbrennungsraum 21 verbunden. In eine Nut des Kolbenbodens 17 ist ein mit der Innenfläche 42 des Zylinders
8 zusammenwirkender Kolbenring 52 eingesetzt.
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Wie Fig. 8 zeigt, ist der Kolbenring 52 hohl ausgebildet und oben mit einer im Abstand von der Innenfläche
42 des Zylinders 8 befindlichen Fase 53 versehen.
Fig. 9 zeigt eine Abwandlung insofern, als der Kolbenring 52 von kreisringförmiger Querschnittsfläche
ist und in eine sich nach außen V-förmig erweiternde
Umfangsnut 54 des Kolbenbodens 17 hineinragt. Eine untere
schräge Begrenzungsfläche 55 der Umfangsnut 54 weist im Abstand voneinander über den Umfang verteilte, den
Kolbenring 52 stützende Konsolen 56 auf.
Fig. 10 zeigt schräge Stoßflächen 57 des Kolbenrings
52. Der Kolbenring 52 gemäß Fig. 8 ist mit ähnlichen schrägen Stoßflächen ausgerüstet.
Beim Verdichtungshub wird der Kolbenring 52 gemäß den Fig. 8 bis 10 durch das in den zweiten Verbrennungsraum
21 strömende Gemisch federnd radial nach innen verformt, wobei sich die Stoßflächen 57 aneinander anliegen.
Wenn die Füllung des zweiten Verbrennungsraums 21 beendet ist, und insbesondere während des Arbeitshubs,
Hegt der Kolbenring 52 gemäß Fig. 8 und 9 federnd an
der Innenfläche 42 des Zylinders 8 an.
In Fig. 11 ist zur Vereinfachung der Kolben fortgelassen worden. In der Innenfläche 42 des Zylinders b sind
im Bereich der oberen Totpunktstellung des Kolbens 7 sich
jeweils nur über einen Teil des Zylinderumfangs erstreckende, im Abstand voneinander befindliche taschenförmige
Ausnehmungen 58 vorgesehen.
Fig. 12 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der
Maschine 35 insofern, als koaxial mit dem Düsenkörper 18 in eine Gewindebohrung des Zylinderkopfes 14 ein Strahlreflektor
59 eingeschraubt ist. Im Zentrum des Strahlreflektors 59 erstreckt sich ein Düsenkanal 60, durch dan
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1300A1/01U
hindurch dem schon brennenden Gemisch ein nach der Temperatur
der Maschine 35 selbsttätig dosiertes geringes Quantum vorgewärmten Wassers zugesetzt werden kann. Dieses Wasserquantum
gelangt in den zweiten Verbrennungsraum 21 und erhöht die Masse und damit die Energie des Gasstrahles, der
aus dem zweiten Verbrennungsraum 21 durch die Düsenöffnung 19 hindurchströmt. Dadurch können die Wärmewirtschaftlichkeit
und der Wirkungsgrad der Maschine 35 erhöht werden.
In Fig. 5A stützt sich ein elastisch verformbarer,
haubenförmiger Kolbenboden 17 mit einem gewellten unteren Rand 120 in einer Ausnehmung 121 des Kolbens 7 ab. Der
Rand 120 bildet Durchlaßöffnungen 122, die in ständiger
Verbindung mit der als Ringspalt ausgebildeten Düsenöffnung 41 stehen. Die ringförmige Ausnehmung 47 ist in diesem
Fall gegenüber dem in der oberen Totpunktstellung befindlichen äußersten Rand im mittleren Bereich 48 des Kolbenbodens
17 in dem Zylinderkopf 14 vorgesehen.
Zur Anpassung der Breite der Düsenöffnung an die Betriebsverhältnisse
ist in eine Gewindebohrung 123 des KoI-bens 7 eine Einstellschraube124 mit an ihrem kegelstumpfförmigen
Kopf 125 ausgebildetem Kerbprofil 126 eingeschraubt. Das Kerbprofil 1?6 greift in ein komplementäres
Nutprofil 127 einer in dem Kolbenboden 17 vorgesehenen Aufnahmeöffnung
128 für die Einstellschraube 124 ein. Nach
Ausbau der Zündkerze 16 läßt sich die Einstellschraube 124 mit einem Schraubendreher in derjenigen Richtung gegen den
Widerstand der selbsthemmenden Kerbprofil 126 - Nutprofil 127 - Verbindung drehen, die unter elastischer Verformung
des Kolbenbodens 17 die gewünschte Vergrößerung oder Verkleinerung der Breite der Düsenöffnung 41 bringt.
Die Fig. 13 bis 15 zeigen eine Zweitakt-Verbrennungs-Kolbenkraftmaschine
61, bei der ein erster Kolben 62 in dem Zylinder 8 geführt und mit zwei an diametral gegenübei?-
liegenden Stellen eines ersten Kolbenschaftes 63 angeordneten ersten Kolbenbolzenzapfen 64 und 65 jeweils an einer
ersten Pleuelstange 66 und 67 angelenkt ist. Konzentrisch
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130041/011β
in dem ersten Kolbenschaft 63 ist ein zweiter Kolben 68 geführt und mit einem zweiten Kolbenbolzen 69 an einer
zwischen den beiden ersten Pleuelstangen 66,67 angeordneten zweiten Pleuelstange 70 angelenkt. Die Kurbelwelle 4
weist miteinander fluchtende erste Kurbelzapfen 71 und 72 für die beiden ersten Pleuelstangen 66,67 und einen gegenüber
den ersten Kurbelzapfen 71,72 um 180 versetzten zweiten Kurbelzapfen 73 für die zweite Pleuelstange 70 auf.
Ein erster Verbrennungsraum 74 ist zwischen einem Kolbenzwischenboden 75 des ersten Kolbens 62, dem ersten
Kolbenschaft 63 und einem Kolbenboden 76 des zweiten Kolbens 68 definiert. Der erste Kolben 62 ist mit einem zweiten
Verbrennungsraum 77 zwischen dem Kolbenzwischenboden 75, dem ersten Kolbenschaft 63 und einem Kolbenboden 78
des ersten Kolbens 62 ausgestattet. Auch der zweite Kolben 68 vurfügt über einen solchen zweiten Verbrennungsraum 79
zwischen dem Kolbenboden 76, einem zweiten Kolbenschaft und einem Kolbenzwischenboden 81,
In den Kolbenzwischenboden 75 und den Kolbenboden 76 sind jeweils in Umfangsrichtung um je 90° gegeneinander
versetzt zwei Düsenkörper 18 und zwei Strahlreflektoren 27 eingesetzt (vgl. auch Fig, 15). Die relative Anordnung ist
so getroffen, daß mit einer Düsenöffnung 19 des Kolbenzwischenbodens
75 stets ein Strahlreflektor 27 des Kolbenbodens 76 fluchtet und umgekehrt. Den Kolbenboden 78 und den
Kolbenzwischenboden 75 durchdringt konzentrisch die Zündkerze 16, deren eine Elektrode 82 axial bewegbar durch den
Zylinderkopf 14 hindurchgeführt ist. Die Elektrode 82 ist außerhalb des Zylinderkopfes 14 durch eine in eine Gewindebohrung
83 des Zylinderkopfes 14 eingeschraubte Abdeckkappe 84 umgeben.
Die beiden ersten Kolbenbolzenzapfen 64,65 sind jeweils
von einer Spülöffnung 85 und 86 durchdrungen. Jede Spülöffnung 85,86 ist einerseits ständig mit einem Vorkorapressionsraum
87 und 88 des Zylinders 8 verbunden und andererseits - durch den zweiten Kolben 68 steuerbar - mit
dem ersten Verbrennungsraum 74 verbindbar. Die Vor- -20-
130041/0116
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kompressionsraume 87f88 verlaufen mit ihrer Längsachse
parallel zu einer Längsachse 89 des ersten Kolbens 62 und sind ständig rait einem Hohlraum 90 des Kurbelgehäuses 2
verbunden.
Ein Pumpraum 91 zwischen dem Zylinderkopf 14, dem Zylinder
8 und dem Kolbenboden 78 steht über zu der Längsachse 89 parallele, diametral gegenüberliegende Pumpkanäle
92 und 93 in ständiger Verbindung mit den Vorkompressionsräumen 87,88. Dabei sind gemäß den Fig. 13 bis 15 die
hier
Pumpkanäle 92 und 93 jeweils als eine Nut in derAEaum belasteten
Innenfläche 42 des Zylinders 8 ausgebildet.
Die Spülöffnungen 85,86 fluchten jeweils im Bereich der in den Fig. 13 und 14 gezeigten oberen Totpunktstellung
des ersten Kolbens 62 mit einer Längsachse 94 und 95
einer in dem Zylinder 8 montierten Einspritzdüse 96 und Die Längsachsen 94,95 der Einspritzdüsen 96,97 sind jeweils
um einen Winkel 98 (Fig. 13) gegenüber der Waagerechten
und um einen Winkel 99 (Fig. 15) gegenüber einer senkrechten Ebene geneigt. Dadurch ergibt sich eine gute Vertei—
lung des einzupritzenden Mediums in dem ersten Verbrennungsraum 74. Durch die Einspritzdüse 96 kann z.B. Kraftstoff
und durch die Einspritzdüse 97 Wasser in den ersten Verbrennungsraum 74 eingespritzt werden.
Je eine Auslaßöffnung 100 und 101 (Fig. 14) ist in dem ersten Kolbenschaft 63 und in der Wand des Zylinders
8 vorgesehen. Gemäß Fig. 13 liegt eine oberste Begrenzung der Auslaßöffnung 100 um einen Betrag 102 oberhalb der
obersten Begrenzung der Spülöffnungen 85,86, um den Ladungswechsel
zu verbessern.
Der zweite Kolben 68 ist gegenüber dem ersten Kolbenschaft 63 lediglich durch eine Anzahl Labyrinthnuten 103
abgedichtet, da die Summe der Geschwindigkeiten des ersten und zweiten Kolbens die Wirsamkeit der Labyrinthdichtung
im Arbeitstakt begünstigt. Stattdessen können auch Kolbenringe vorgesehen sein. Günstig ist, daß von den beiden
Kolben 62,68 nur einer, nämlich der zweite Kolben 68, der-
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130041/0118
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artige Dichtelemente besitzen muß. Das verringert die Reibungsverluste
und den Verschleiß.
Jeder erste Kolbenbolzenzapfen 64,65 verjüngt sich nach außen gestuft kegelig. Jede erste Pleuelstange 66,67
ist mit einer komplementär gestuft kegeligen Durchbrechung auf dem zugehörigen ersten Kolbenbolzenzapfen 64,65 mittels
eines Sicherungsringes 104 und 105 gehalten.
In den Zylinder 8 ist ein Zuführstutzen 106 für Spülluft oder ein Luft-Kraftstoff-Spülgemisch mit einer rechtwinklig
zu einer Längsachse 107 der Kurbelwelle 4 angeordneten Mündungsplanfläche 108 eingeschraubt. Der Zuführstutzen
106 ist mit einer Auslaßöffnung 109 und einer Labyrinthdichtungsanordnung 110 in der Mündungsplanfläche
108 ausgestattet,
An der ersten Pleuelstange 67 ist außen ein an der Mündungsplanfläche anliegender Steuerschieber 111 befestigt
Der Steuerschieber 111 ist im wesentlichen C-förmig ausgebildet
und öffnet mit einer Ausnehmung 112 (Fig. 14) die
Auslaßöffnung 109 während des Verdichtungstaktes in dem Bereich von kurz nach der oberen Totpunktstellung bis kurz
vor der unteren Totpunktstellung des ersten Kolbens 62 zunehmend bis zum vollen Querschnitt und dann wieder abnehmend. Während des übrigen Weges des ersten Kolbens 62 ist
die Auslaßöffnung 109 durch den Steuerschieber 111 verschlossen.
In Fig. 13 sind die Düsenkörper 18 und die Strahlreflektoren 27 jeweils um 45° versetzt gezeichnet. Auf der
Kurbelwelle, ist ein Schwungrad 113 montiert,
Gemäß Fig, 14 ist die Elektrode 82 zwischen ihren freiliegenden Enden mit einer elektrischen Isolierung 114
ummantelt und mit der Isolierung 114 über einen Dichtungsring 115 der Abdeckkappe 84 abgedichtet. Im unteren Bereich
der Abdeckkappe 84 ist eine mit einem Zündkabel 116 verbundene Elektrode 117 hindurchgeführt, die mit dem oberen
freiliegenden Ende der Elektrode 82 eine Funkenstrecke
bildet und am unteren Ende der Zündkerze 16 Zündfunken veranlaßt, . . -22-
Die Wirkungsweise der Maschine 61 ist wie folgt:
In der in den Fig. 13 und 14 gezeigten relativen
Stellung haben die Kolben 62, 68 gerade ihren Arbeitshub beendet. Die verbrannten Gase sind weitestgehand durch die
Auslaßöffnungen 100, 101 ausgeströmt, und Frischluft ist durch die Spülöffnungen 85, 86 in den ersten Verbrennungsraum
74 und über die Düsenöffnungen 1$|;nur teils auch in
die zweiten Verbrennungsräume 77, 79 eingeströmt. Diese Strömungsvorgänge dauern an, bis der zweite Kolben 68 mittels.
seiner obersten Steuerfläche die Spülöffnungen 85, und die Auslaßöffnung 100 schließt. Zuvor wird durch die
Einspritzdüse 96 Kraftstoff durch die Spülöffnung 85 eingespritzt
und gegebenenfalls mittels der Einspritzdüse 97 vorgewärmtes Wasser durch die Spülöffnung 86 eingespritzt.
Es folgt der auch die zweiten Verbrennungsräume 77, 79 völlig auffüllende Verdichtungshub, während dem die Kolben 62,
68 in dem Hohlraum 90, den Spülräumen 87, 88, den Pumpkanälen
92, 93 und dem Pumpraum 9I Unterdruck erzeugen und - bei durch den Steuerschieber 111 geöffneter Mündungsfläche
108 des Zifiihrstutzens 106 - Frischluft in das Innere
der Maschine 61 einsaugen. Im Bereich der größten Verdichtung erfolgt die Zündung des zündfähigen Gemisches
durch die ZündKerze 16. Dabei wirkt der Verbrennungsdruck
in dem ersten Verbrennungsraum 74 auf beide Kolben 62, 68 und je Düsenöffnung 19 ein Reaktionsstrahlimpuls und an
den Strahlreflektoren 27 je ein weiterer, jedoch geringerer
Impuls zusätzlich auf den zugehörigen Kolben 62 oder 68 aufgrund der fortschreitenden Verbrennung in den
zweiten Verbrennungsräumen 77, 79. Sobald die Auslaßöffnung 100 durch den zweiten Kolben 68 freigelegt wird,
strömt verbranntes Gas ab. Kurz darauf werden auch die Spülöffnungen 85, 86 geöffnet, so daß die nach dem Schliessen
der Mündungsfläche 108 durch den Steuerschieber 111 komprimierte Frischluft in den ersten Verbrennungsraum 74
und von dort in die zweiten Verbrennungsräume 77» 79 ein-
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strömen kann.
Die Maschine 61 ist in mehrerer Hinsicht vorteilhaft, Das sich nachteilig auswirkende Kräfteparallelogramm aus
Pleuellänge und Kurbelradius ist bei gegenüber herkömmliehen
Maschinen gleichem Hubvolumen sehr viel günsbiger, so daß einem erhöhten Reibungsverlust und dem Entstehen
von Freßerscheinungen - bei den jetzt erheblich gewachsenen,
den Kolben beaufschlagenden Kräften - vorgebeugt worden ist. Ferner ist bei der gleichen bisher beherrschbaren
höchsten Kolbengeschwindigkeit die doppelte Drehzahl und damit die doppelte Anzahl an Arbeitstakten ,je
Zeiteinheit erzielbar, sowie ein erheblich günstigeres Leistungsgewicht der Maschine 61. Kippmomente sind durch
die verteilte Anordnung der DUsenkörper 18 in den Kolben 62, 68 nicht zu befürchten. Außerdem ist die Kinematik
des Kurbeltriebs gegenüber vergleichbaren Einkolbenmaschinen erheblich verbessert und der Ausgleich der Massenkräfte,
soweit möglich, vollendet.
Patentanwälte Dfpl.-Ing. Horst Rose
Dtpi.-I.sg. Peter Kose!
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Claims (1)
- DIPL-ING. HORST RUSE DJPL-ING. PETER KOSELPATENTANWÄLTE Ä Ä _. Ä Ä A _Unsere Akten-Nr.: 1716/13 Bad Gandersheim,27. MRZ. 1980Karl BURGSMÜLLERPATENTANSPRÜCHEVerbrennungs-Kolbenkraftmaschine mit wenigstens einem Jeweils wenigstens einen Kolben aufnehmenden Zylinder, wobei Jeder Kolben über wenigstens eine Pleuelstange mit einer Kurbelwelle gelenki.g verbunden ist, und mit Je Zylinder einem Verbrennungsraum, der in einen ersten Verbrennungsraum von sich während des Betriebs der Maschine änderndem Volumen und wenigstens einen innerhalb einer Außenkontur des zugehörigen Kolbens angeordneten zweiten Verbrennungsraum von während des Betriebs der Maschine gleichbleibendem Volumen unterteilt ist, wobei der erste Verbrennungsraum mit dem zweiten Verbrennungsraum über wenigstens eine durch den Kolben bestimmte Verbindungs-Öffnung in ständiger Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine VerbindungsÖffnung zumindest teilweise als Düsenöffnung (19;41) ausgebildet ist.2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Düsenöffnung (19) durch einen in den Kolben eingesetzten Düsenkörper (18) gebildet ist,3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper (18) zumindest in der oberen Totpunktstellung des Kolbens (7) mit einer die Hindurchführung des Düsenkörpers (18) zu Montagezwecken gestattenden, von außen zugänglichen Durchbrechung, z.B. Gewindebohrung (15;vgl. 27,59), in einem Zylinderkopf (14) fluchtet.4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die DüsenÖffnung (19) in dem Kolben (7) mit ihrer Längsachse (22) in einer recht-130041/011S ^—■ORIGINAL iN9PECTS3winklig zu einer Längsachse (23) eines Kolbenbolzens (5) verlaufenden Ebene und gegenüber einer Längsachse (24) des Kolbens (7) in Richtung einer beim Arbeitshub des Kolbens (7) vergleichsweise stark belasteten seitlichen Schaftfläche (25) des Kolbens (7) versetzt angeordnet ist.5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene durch die Längsachse (24) des Kolbens (7.) verläuft.6. Maschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse (22) der Düsenöffnung (19) die Längsachse (23) des Kolbenbolzens (5) schneidet.7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenöffnung (19) in dem Kolben (7) koaxial mit einer Längsachse (24) des Kolbens(7) angeordnet ist.8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenöffnung (19) in einem Kolbenboden (17) vorgesehen ist, der haubenförmig ausgebildet und an seinem Umfang mit dem Kolben (7) über ein2^ Gewinde (26) gasdicht verbunden ist.9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der erste (20) und jeder zweite (21) Verbrennungsraum durch wenigstens einen Füllkanal (29) miteinander verbindbar sind, und daß eine Einmündung jedes Füllkanals (29) in den zweiten Verbrennungsraum (21) durch eine federnd an einer Innenwand (30) des zweiten Verbrennungsraums (21) anliegende Ventilzunge (31) verschließbar ist.10. Maschine nach Anspruch 9f dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Ventilzungen (31) Bestandteile einer an dem Kolben (7) befestigten Ventilkappe (33) sind.-26-130041/011*Ol 11. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine zweite Verbrennungsraum (21) als Umfangsnut in dem Kolben (7) und die Düsenöffnung (41) als Ringspalt zwischen einem Kolbenboden (17) und einer Innenfläche (42) des Zylinders (8) ausgebildet sind.12. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine zweite Verbrennungsraum (21) zwischen dem Kolben (7) und einem elastisch verformbaren, haubenförmigen Kolbenboden (17) ausgebildet ist, daß ein Rand (120) des Kolbenbodens (17) mehrere Durchlaßöffnungen (122) aufweist und an dem Kolben (7) abgestützt ist, daß die Düsenöffnung (41) als Ringspalt zwischen dem Kolbenboden (17) und einer Innenfläche (42) des Zylinders (8) ausgebildet ist, und daß der Kolbenboden (17) durch wenigstens eine Einstellschraube (124) unter Änderung der Breite der Düsenöffnung (41) gegenüber dem Kolben (7) vorspannbar ist.13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein kegelstumpfförmiger Kopf (125) der Einstellschraube (124) mit einem Kerbprofil (126) in ein komplementäres Nutprofil (127) des Kolbenbodens (17) eingreift.14. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Umfangsbereich des Kolbenbodens (17) mit einer hochtemperaturbeständigen und verschleißfesten Panzerung (43) versehen ist.15. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenfläche (42) des Zylinders (8) oder des Zylinderkopfes (14) eine den Ringspalt im Bereich der oberen Totpunktstellung des Kolbens (7) vergrößernde ringförmige Ausnehmung (47) vorgesehen ist.16. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 15,- dadujch gekennzeichnet, daß ein Umfangsbereich des Kolbenbodens (17), ausgehend von einem mittleren Bereich (48), eine sich nach oben und innen erstreckende erste Schrägfläche (49) und eine sich nach unten und innen erstreckende zweite Schrägfläche (50) aufweist.-27-130041/0116Ol 17. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine zweite Verbrennungsraum (21) als Umfangsnut in dem Kolben (7) ausgebildet ist und die wenigstens eine Düsenöffnung (19) in einem mittleren Bereich eines Kolbenbodens (17) verläuft.•18. Maschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenöffnung (19) zu dem Kolben (7) koaxial angeordnet und durch über den Umfang verteilte Zweigkanäle .(51) mit der Umfangsnut verbunden ist.19. Maschine nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten (20) und dem zweiten (21.) Verbrennungsraum ein Kolbenboden (17) mit einem mit einer
Innenfläche (42) des Zylinders (8) zusammenwirkenden Kolbenring (52) angeordnet ist.20. Maschine nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenring (52) oben eine im Abstand von der Innenfläche (42) des Zylinders (8) befindliche Fase (53) aufweist.21. Maschine nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenring (52) hohl ausgebildet ist.22. Maschine nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenring (52) von kreis- oder kreisringförmiger Querschnittsfläche ist, daß der Kolbenring (52) in eine nach außen V-förmig erweiterte Umfangsnut (54) des Kolbens (7) hineinragt, und daß eine untere schräge Begren-zungsfläche (55) der Umfangsnut (54) mit im Abstand voneinander über den Umfang verteilten, den Kolbenring (52) stützenden Konsolen (56) versehen ist.23. Maschine nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenfläche (42) des Zy-linders (8) im Bereich der oberen Totpunktstellung des
Kolbens (7) wenigstens eine sich nur über einen Teil des
Zylinderumfangs erstreckende taschenförmige Ausnehmung (58) vorgesehen ist.24. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenboden (17) mittels _2g_130041/0118Ol eines mittigen Gewindefortsatzes (44) in eine Gewindebohrung eines Kolbenzwischenbodens (45) eingeschraubt ist.25. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die den zweiten Verbrennungsraum(21) bildende Umfangsnut in dem Kolben (7) sich von außen nach innen zunächst erweitert und dann verengt.26. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber jeder Düsenöffnung (19) ein Strahlreflektor (27;59) in einem Zylinderkopf (14) angeordnet ist.27. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zylinder (8) eine Wassereinspritzdüse (60) wirksam wird.28. Maschine nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Wassereinspritzdüse (60) koaxial mit der Düsenöffnung (19) angeordnet- ist.29. Maschine nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Wassereinspritzdüse (60) konzentrisch mit einem Strahlreflektor (59) angeordnet ist.30. Maschine nach einem der Ansprüche 1, 2 und 8 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Zweitaktmaschine (61) ein erster Kolben (62) in dem Zylinder (8) geführt und mit zwei an diametral gegenüberliegenden Stellen eines ersten Kolbenschaftes (63) angeordneten ersten Kolbenbolzenzapfen (64,65) jeweils an einer ersten Pleuelstange (66,67) angelenkt ist, daß konzentrisch in dem ersten Kolbenschaft (63) ein zweiter Kolben (68) geführt und mit einem zweiten Kolbenbolzen (69) an einer zwischen den beiden ersten Pleuelstangen (66,67) angeordneten zweiten Pleuelstange (70) angelenkt ist, wobei die Kurbelwelle (4) miteinander fluchtende erste Kurbelzapfen (71,72) für die beiden ersten Pleuelstangen (66,67) und einen gegenüber den ersten Kurbelzapfen (71,72) um 180° versetzten zweiten Kurbelzapfen (73) für die zweite Pleuelstange (70) aufweist, und daß der erste1300*1/0116Ol Verbrennungsraum (74) zwischen dem ersten (62) und dem -/.weiten (68) Kolben angeordnet ist und der erste (62) und zweite (68) Kolben jeweils einen zweiten Verbrennungsraum (77;79) aufweisen.. 05 31. Maschine nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der beiden ersten Kolbenbolzenzapfen (64,65) eine einerseits ständig mit einem Vorkompressionsraum (87,88) des Zylinders (8) verbundene und andererseits durch den zweiten Kolben (68) steuerbar mit dem ersten Verbrennungsraum (74) verbindbare Spülöffnung (8 5,86) aufweist.32. Maschine nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Vorkompressionsraum (87;88) ständig mit einem Hohlraum (90) eines Kurbelgehäuses (2) verbunden ist.33. Maschine nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (8) durch einen Zylinderkopf (14) geschlossen ist, und daß ein Pumpraum (91) zwischen dem Zylinderkopf (14), dem Zylinder (8) und dem ersten Kolben (62) über wenigstens einen Pumpkanal (92,93) ständig mit dem Vorkompressionsraum (87,88) verbunden ist.34. Maschine nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Pumpkanal (92,93) eine Nut in einer Innenfläche (42) des Zylinders (8) aufweist.35. Maschine nach einem der Ansprüche 31 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Spülöffnung (85,86) im.Bereich der oberen Totpunktstellung des ersten Kolbens. (62) mit einer Längsachse (94,95) einer in einer Wand (118) des Zylinders (8) montierten Einspritzdüse (96,97) fluchtet.36. Maschine nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung der Längsachse (94,95) der wenigstens einen Einspritzdüse (96,97) im Abstand von einer Längsachse (89) des ersten Kolbens (62) verläuft.37. Maschine nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse (94,95) der wenigstens130-041/0110C ..ORIGINAL INSPECTEDOl einen Einspritzdüse (96,97) bezüglich des Zylinders (8) von außen und unten nach innen und oben geneigt ist.38. Maschine nach einem der Ansprüche 30 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß je wenigstens eine Auslaßöffnung (100,101) in dem ersten Kolbenschaft (63) und in einer Wand (118) des Zylinders (8) vorgesehen sind.39. Maschine nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnungen (100,101) in Umfangsrichtung um gegenüber den ersten Kolbenbolzenzapfen (64,65) versetzt sind.40. Maschine nach einem der Ansprüche 30 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Kolbenzwischenboden (75) des ersten Kolbens (62) und/oder in einem Kolbenboden (76) des zweiten Kolbens (68) jeweils wenigstens zwei Düsenöffnungen (19) gleichmäßig in Umfangsrichtung verteilt angeordnet sind.41. Maschine nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kolbenzwischenboden (75) und/oder in dem Kolbenboden (76) im Wechsel mit den Düsenöffnungen (19) Strahlreflektoren (27) derart angeordnet sind, daß mit jeder Düsenöffnung (19) des Kolbenzwischenbodens (75) ein Strahlreflektor (27) des Kolbenbodens (76) fluchtet und umgekehrt.42. Maschine nach einem der Ansprüche 30 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß jeder erste Kolbenbolzenzapfen (64,65) sich nach außen gestuft kegelig verjüngt und jede erste Pleuelstange (66,67) mit einer komplementär gestuft kegeligen Durchbrechung auf dem zugehörigen ersten Kolbenbolzenzapfen (64,65) mittels eines Sicherungsringes (104, 105) gehalten ist.43. Maschine nach einem der Ansprüche 30 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zylinder (8) ein Zuführ-Gtutzen (106) für Spülluft oder ein Luft-Kraftstoff-Spülgemisch mit einer rechtwinklig zu einer Längsachse (107) der Kurbelwelle (4) angeordneten Mündungsplanfläche (108) mündet, und daß an einer (67) der ersten Pleuelstangen130041/011«ORIGINAL INoFbCTED2" -Ol (66,67) ein mit der Mündungsplanflache (108) zusammenwirkender Steuerschieber (111) befestigt ist.44. Maschine nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführstutzen (106) in der Mündungsplanfläche (108) eine Labyrinthdichtungsanordnung (110) aufweist.45. Maschine nach Anspruch 43 oder 44, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (111) im wesentlichen C-förmig -ausgebildet ist und mit einer Ausnehmung (112) eine Auslaßöffnung (109) in der Mündungsplanfläche (108) während des Verdichtungstaktes in dem Bereich von kurz nach der oberen Totpunktstellung bis kurz vor der unteren Totpunktstellung des.ersten Kolbens (62) zunehmend bis zum vollen Querschnitt und dann wieder abnehmend öffnet.Patentanwälte .-lng. Horst Rö~e DJj3l.-lng. Peter Kos'·!130041/O11SORIGINAL INSPECTED
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