DE3010539A1 - Verfahren zum einfaerben von rostfreiem stahl - Google Patents
Verfahren zum einfaerben von rostfreiem stahlInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einfärben von rostfreiem Stahl, wobei die Einfärbung auf einen gewünschten
Farbton auch dann, wenn das Stahlteil eine verhältnismäßig unebene Oberfläche hat, mit zufriedenstellender Reproduzierbarkeit
ausgeführt werden kann.
In jüngerer Zeit hat die Technik des Einfärbens rostfreier Stahlteile starken Fortschritt genommen und wird wegen der
steigenden Produktion eingefärbten rostfreien Stahls nun auf zahlreichen Gebieten angewendet. Unter den herkömmlich
angewandten Verfahren ist dasjenige, bei welchem durch Steuerung der Potentialdifferenz zwischen einer Bezugselektrode
und der Oberfläche des einzufärbenden rostfreien Stahlteils die Einfärbung durchgeführt wird, wegen der ReproduzxsrjjarKeit
ucs Farbtons ünu der ExgenscuSj-ten >_i.er
Fertigerzeugnisse besonders gut. Dieses Verfahren ist beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung Nr. 52-25817
beschrieben. Bei diesem Verfahren wird die Potentialdifferenz
zwischen der Oberfläche des einzufärbenden rostfreien Stahlteils und einer Bezugselektrode (die beispielsweise
eine Platinelektrode oder dergleichen sein kann) in einer
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wässrigen Lösung von Chromsäure und Schwefelsäure überwacht-
Es wird dabei das Umkehrpotential am Umkehrpunkt A bestimmt/ bei welchem die Färbung der Metalloberfläche einsetzt,
und ferner das Endpotential B, bei dem die Bildung der gewünschten Farbe beendet ist, was auf der Basis der
Potential-Zeit-Kurve geschieht, die die Veränderung des Potentials des rostfreien Stahls über der Zeit, gemessen
gegen die Bezugselektrode, zeigt, wie dies in der Fig. 1 der Zeichnung dargestellt ist. Es wird dann das eingefärbte
rostfreie Stahlteil aus der Einfärbelösung herausgenommen, wenn das Potential sich vom Umkehrpunkt A bis auf das Potential
B um den vorbestimmten Betrag verändert hat. Mit Hilfe dieses Verfahrens kann der gewünschte Farbton erhalten
werden, wenn das Potential sich vom Umkehrpunkt A auf das Potential B verändert hat, und diese Veränderung der
Potentialdifferenz erscheint konstant zwischen dem Umkehrpunkt A und dem Potential B, so daß auf diese Weise ein
immer gleicher Farbton durch Steuern der Potentialdifferenz B-A vom Umkehrpunkt A aus erzielt wird.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß das Auftreten des Umkehrpunktes A auf der Potential-Zeit-Kurve der Fig. 1 vom Zustand
des Oberflächen-Finish des rostfreien Stahlteils, das eingefärbt werden soll, abhängt. Manchmal ist das Auftreten
sehr unbestimmt, und in einem Extremfall erscheint überhaupt kein Umkehrpunkt A. Wenn der einzufärbende rostfreie
Stahlteil ein sehr gutes Härtungs-Finish, eine Spiegelglanzpolitur oder ein 2B-Finish durch Walzen mit Hochglanz nach
dem Kaltwalzen hat, dann ist die Oberfläche relativ glatt, so daß ein ausgeprägter Umkehrpunkt A auf der Potential-Zeit-Kurve
der Fig. 1 auftritt. Ist die zu färbende Oberfläche des rostfreien Stahlteils jedoch etwas uneben, z. B.
durch grobes Schleifen oder HL-Finish mit Hilfe eines groben Schleifmaterials, so daß Schleifspuren auf der Oberfläche
zurückbleiben, dann tritt in der Potential-Zeit-Kurve der
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Fig. 1 kein Umkehrpunkt A auf, sondern die Kurve hat ein Aussehen, wie es in der Fig. 2 dargestellt ist. Diese Kurve
der Fig. 2 gibt die Potential-Zeit-Kurve wieder, die zwischen der Oberfläche eines rostfreien Stahlteils SUS 30 4
mit HL-Finish und einer Bezugselektrode gemessen werden kann; ein Umkehrpunkt A wie in Fig. 1 tritt nicht auf.
Wenn also, wie oben gesagt, der Oberflächenzustand des rostfreien
Stahlteils für das herkömmliche Verfahren unannehmbar schlecht ist, ist es nicht möglich, den Umkehrpunkt A in
der Potential-Zeit-Kurve zu bestimmen, so daß es deshalb sehr schwierig ist, den Farbton aufgrund des Umkehrpunktes
A in der Potential-Zeit-Kurve, die die Veränderung der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des einzufärbenden
rostfreien Stahlteils und einer Bezugselektrode darstellt, zu steuern. Es wird deshalb mit der bekannten Methode
unmöglich, mit zufriedenstellender Reproduzierbarkeit einen gewünschten Farbton herzustellen, wenn der Oberflächenzustand
des rostfreien Stahlteils nicht gut genug ist. Folglich wird es dann nötig, das Teil einer elektrolytischen
Behandlung zu unterwerfen, indem man es beispielsweise in eine wässrige Lösung von Phosphorsäure taucht, bevor es eingefärbt
wird, damit die Oberfläche im wesentlichen eben gemacht wird, was dadurch geschieht, daß auf der Oberfläche
ein passiver Film gebildet wird. Dadurch tritt dann in der Potential-Zeit-Kurve der Fig. 1 der Umkehrpunkt A auf, der
als Bestimmungswert für die Farbtonsteuerung dient, wenn anschließend das vorbehandelte rostfreie Stahlteil in die
aus einer wässrigen Lösung von Chromsäure und Schwefelsäure bestehende Färbeflüssigkeit eingetaucht wird. Wahlweise
kann das Einfärben durch einfaches Überwachen der Eintauchzeit in die Färbeflüssigkeit auf Kosten der Reproduzierbarkeit
des gewünschten Farbtons durchgeführt werden.
Nach genauem Studium der Potential-Zeit-Kurve, die die zeitliche
Veränderung der Potentialdifferenz zwischen der Ober-
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fläche eines rostfreien Stahlteils und einer Bezugselektrode in der Einfärbeflüssigkeit wiedergibt, konnte festgestellt
werden, daß der fragliche Umkehrpunkt genau auch aus einer Potential-Zeit-Kurve lokalisiert werden kann, die
keinen deutlich ausgeprägten Umkehrpunkt hat, wie es die Kurve in der Fig. 2 zeigt, indem nämlich die Stärke der
Veränderung des Potentials je Zeiteinheit gemessen wird, was durch Differenzieren der zeitlichen Veränderung des
Potentials nach der Zeit und Bildung einer Differentiationskurve daraus geschieht. Es konnte auf diese Weise herausgefunden
werden, daß ein gewünschter Farbton mit zufriedenstellender Reproduzierbarkeit auch dann bei rostfreien
Stahlteilen erzielt werden kann, wenn diese eine relativ unebene und ungleichförmige Oberfläche haben, indem nämlich
die Einfärbung mit Hilfe der Differentiationskurve gesteuert wird.
Es liegt somit der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Einfärben von rostfreien Stahlteilen auch mit unebener Oberfläche
mit reproduzierbarer Farbtönung zu vollbringen, was dadurch geschieht, daß die Potentialdifferenz zwischen der
Oberfläche des einzufärbenden rostfreien Stahlteils und einer Bezugselektrode in einer Färbeflüssigkeit gesteuert
wird, und zwar derart, daß die die Veränderung der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des Stahlteils und der
Bezugselektrode zeigende Potential-Zeit-Kurve zur Bildung einer Kurve der ersten Ableitung nach der Zeit differenziert
wird und daß das rostfreie Stahlteil aus der Färbeflüssigkeit herausgenommen wird, wenn sich die Potentialdifferenz vom
Anfangspunkt des Verfärbungsprozesses, welcher in der Kurve der ersten Ableitung als Umkehrpunkt auftritt und bei dem
die Veränderung der Potentialdifferenz pro Zeiteinheit von fallender in steigende Tendenz übergeht, von der gewünschten
Farbe abhängig, um einen bestimmten Betrag geändert hat.
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Nachfolgend jtfird die Erfindung anhand einiger Figuren der
Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Potential-Zeit-Kurve, die die Änderung
der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche eines rostfreien Stahlteils mit relativ
glatter Oberfläche und einer Bezugselektrode über der Zeit zeigt;
Fig. 2 eine vergleichbare Kurve für ein rostfreies Stahlteil mit verhältnismäßig rauher Oberfläche;
Fig. 3 das Schemabild einer Einrichtung zum Messen der Potential-Zeit-Kurve und einer Differentiationskurve
dieser Potential-Zeit-Kurve bei Differentiation nach der Zeit; und
Fig. 4 eine Potential-Zeit-Kurve, die die Veränderung
der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche eines rostfreien Stahlteils SUS 304
mit HL-Finish und einer Platin-Bezugselektrode wiedergibt sowie deren Differentiationskurve
bei Differentiation nach der Zeit.
Das erfindungsgemäße Einfärbeverfahren rostfreier Stahlteile
besteht darin, daß die Stahlteile in eine Färbeflüssigkeit
eingetaucht werden, die aus einer Mischung wässriger Lösungen von Chromsäure und Schwefelsäure besteht, wodurch
auf der Oberfläche ein Oxidfilm gebildet wird. Das Einfärben auf einen gewünschten Farbton geschieht durch Steuern
auf der Basis der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des rostfreien Stahlteils und einer Bezugselektrode,
etwa einer Platinelektrode, die ebenfalls in die Färbeflüssigkeit eingetaucht ist, wodurch die Färbung mit hinreichen-
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der Reproduzierbarkeit genau gesteuert werden kann# indem
eine aus der Potential-Zeit-Kurve/ die die Veränderung der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des rostfreien
Stahlteils und der Bezugselektrode zeigt, durch Differenzieren nach der Zeit gewonnene Differentiationskurve überwacht
wird. Man gewinnt mit der Differentiation gewissermaßen das Maß an Veränderung der Potentialdifferenz innerhalb
der Zeit.
Wenn7 wie oben erwähnt/ das Stahlteil/ das eingefärbt werden
soll, eine relativ rauhe Oberfläche hat, tritt in der Potential-Zeit-Kurve kein Umkehrpunkt auf, doch kann der Anfangspunkt
des Einfärbevorgangs, der dem Umkehrpunkt entspricht,
aus einer Differentiationskurve entnommen werden, die dadurch erhalten wird, daß die Veränderung der Potentialdifferenz
über der Zeit nach der Zeit differenziert wird. So wurde beispielsweise bei einem rostfreien Stahlteil SUS
304 mit HL-Finish die Potentialdifferenz zwischen seiner
Oberfläche und einer Platin-Bezugselektrode gemessen, und die Potential-Zeit-Kurve und deren Differentiationskurve
nach der Zeit wurden mit Hilfe einer Einrichtung, die in der Fig. 3 dargestellt ist, gewonnen. Fig. 4 zeigt die auf diese
Weise gewonnene Potential-Zeit-Kurve und die Differentiationskurve. In der Fig. 3 sind in einer Einfärbeflüssigkeit
eine Platin-Bezugselektrode 2 und ein rostfreies Stahlteil 3 eingetaucht. Ein Digitalmillivoltmeter 4, ein Mikrocomputer 5,
ein Digital/Analog-Wandler 6 und ein Analog-Aufzeichner 7
bilden die übrigen Teile der Einrichtungsanordnung. Die Potential-Zeit-Kurve ist in der Fig. 4 mit a, ihre Differentiationskurve
nach der Zeit mit b bezeichnet. Die Potentialdifferenz der Potential-Zeit-Kurve a steigt mit zunehmender
Zeit stetig an, hat also keinen Umkehrpunkt, der den Anfangszeitpunkt C für den Einfärbungsprozeß angeben könnte.
Es ist deshalb nicht möglich, aufgrund der Potential-Zeit-Kurve a den Farbton des rostfreien Stahlteils zu kontrollieren.
Der Einfärbe-Anfangspunkt C tritt jedoch als Umkehr-
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punkt an der Übergangsstelle von fallender zu steigender Tendenz bei der Veränderung der Potentialdifferenz auf der
Differentiationskurve b deutlich hervor, die durch Differenzieren
der Potential-Zeit-Kurve a nach der Zeit gewonnen wurde. Selbst wenn also aufgrund einer rauhen Oberfläche des
einzufärbenden rostfreien Stahlteils auf der Potential-Zeit-Kurve
a kein Umkehrpunkt·auftreten kann, läßt sich der gewünschte
Farbton mit ausreichender Reproduzierbarkeit steuern, indem der Einsetzpunkt C1 für den Einfärbevorgang auf
der Differentiationskurve ermittelt wird, die durch Differenzieren der zeitlichen Potentialdifferenzänderung gewonnen
wird.
Die Erfindung gründet sich also auf die Peststellung, daß das
Einfärben eines rostfreien Stahlteils mit einer relativ rauhen Oberfläche ebenfalls genau und mit zufriedenstellender
Reproduzierbarkeit gesteuert werden kann, indem eine Differentiationskurve überwacht wird, die durch Differenzieren
der Potentialdifferenzveränderung über der Zeit nach der Zeit
gewonnen wird, und folglich ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die die Veränderung der Potentialdifferenz
zwischen der Oberfläche des Stahlteils und der Bezugselektrode zeigende Potential-Zeit-Kurve zur Bildung
einer Kurve der ersten Ableitung nach der Zeit differenziert wird, und daß das rostfreie Stahlteil aus der Färbeflüssigkeit
herausgenommen wird, wenn sich die Potentialdifferenz vom Anfangspunkt des Verfärbungsprozesses (welcher
in der Kurve der ersten Ableitung als Umkehrpunkt auftritt und bei dem die Veränderung der Potentialdifferenz pro Zeiteinheit
von fallender in steigende Tendenz übergeht), von der gewünschten Farbe abhängig, um einen bestimmten Betrag
geändert hat. Die Potential-Zeit-Kurve und deren Differentiationskurve
werden unter Verwendung einer Meßeinrichtung gemäß Fig. 3 gewonnen. So kann die Differentiationskurve beispielsweise
durch Berechnen des Veränderungsbetrages je Zeit-
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einheit der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des
rostfreien Stahlteils und der Bezugselektrode mit Hilfe eines Mikrocomputers und Aufzeichnen dieser Werte mit
einer Aufzeichnungsvorrichtung gewonnen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand nachfolgender
Beispiele noch weiter verdeutlicht.
Ein rostfreies Stahlteil SUS 304 mit HL-Finish, dessen Oberfläche wegen Verwendung eines Schleifmaterials mit entsprechender
Artikelgröße dauerhafte Schleifspuren trug, wurde als Probenkörper eingesetzt. Der Probenkörper wurde in eine
Einfärbeflüssigkeit eingetaucht, die aus einer Mischung
einer wässrigen Lösung von 250 g/Liter Chromsäure und 500 g/Liter Schwefelsäure bestand, und die Potentialdifferenz
zwischen der .Oberfläche des Probenkörpers und einer
Platin-Bezugselektrode in der Einfärbeflüssigkeit wurde mit
Hilfe einer Meßeinrichtung gemessen, wie sie in der Fig. 3 dargestellt ist, womit eine Potential-Zeit-Kurve, die die
Veränderung der Potentialdifferenz während der Zeitdauer zeigt, und deren Differentiationskurve erhalten wurde,,
welche durch Differenzieren dieser Veränderung der Potentialdifferenz
während der Zeit nach der Zeit entstand. Daraus ergaben sich die Potential-Zeit-Kurve a und deren Differentiationskurve
b gemäß Fig. 4. Die Potentialdifferenz stieg, wie es die Potential-Zeit-Kurve a erkennen läßt, mit der
Zeit allmählich an, hatte also keinen Umkehrpunkt, wie er . in der Fig. 1 dargestellt ist. Man konnte daraus deshalb
die Einfärbung nicht zuverlässig steuern. Die aus der Differenzierung der Potential-Zeit-Kurve a nach der Zeit gewonnene
Differentiationskurve b zeigte jedoch den Einfärbeanfangspunkt C deutlich durch den Umkehrpunkt an, bei welchem
das Maß der Veränderung der Potentialdifferenz pro Zeit-
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einheit von fallender Tendenz in steigende Tendenz übergeht. Auf diese Weise ließ sich der Anfangspunkt dos Einfärbevorgangs
genau bestimmen.
Als Probenkörper wurde rostfreier Stahl SUS 304 verwendet,
dessen Oberfläche mit einem Schleifmaterial der Körnung 150 beschliffen wurde. Als Einfärbeflüssigkeit, in die der Probenkörper
eingetaucht wurde, diente dieselbe wie in Beisp.l-Die
Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des Probenkörpers und einer Platin-Bezugselektrode wurde gemessen,
und man erhielt eine Potential-Zeit-Kurve, die die Veränderung der Potentialdifferenz über der Zeit zeigt, und
deren Differentiationskurve nach der Zeit in derselben Weise wie beim Beispiel 1. Potential-Zeit-Kurve und Differentiationskurve
zeigten im wesentlichen denselben Verlauf, wie in Fig. 4 gezeigt, so daß der Einsatzpunkt der Einfärbung
aus der Differentiationskurve klar bestimmt werden konnte. Es wurde dann die Änderung des Potentials, ausgehend
vom Einfärbeanfangspunkt, bis zum Endpotential bestimmt, bei welchem die gewünschte Farbe erreicht war, d. h.
also, die geeignete Potentialspanne, die die gewünschte Färbung ergibt. Wenn das Endpotential erreicht ist, wird
das rostfreie Stahlteil aus der Einfärbeflüssigkeit herausgenommen. Die Reproduzierbarkeit des aufgrund der Differentiationskurve
gesteuerten Farbtons wurde nach dem Meßverfahren für Farben von Materialien aufgrund der"CIE 1931
Standard Colorimetric System" überprüft.
In derselben Weise wie oben wurde die Reproduzierbarkeit des Farbtons der unter Steuerung nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren eingefärbten rostfreien Stahlteile geprüft. Die
Ergebnisse sind in der anschließenden Tabelle wiedergegeben. Die Farbangabe erfolgte nach "The color difference indication
method", wie in JIS Z8730 definiert.
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| Zu erzielende Farbe |
Farbanzeige nach | a | JIS Z8730 | Farbabwei chung ΔΕ |
Farbeurteilung nach Augenschein |
| Grün | L | -2,64 | b | Grün | |
| Il | 31 ,92 | -2,60 | -1,31 | 0,13 | M |
| Il | 31 ,80 | -2,58 | -1 ,33 | 0,07 | Il |
| Il | 31 ,90 | -2,57 | -1 ,27 | 0,33 | Il |
| Gold | 31 ,60 | 0,94 | -1 ,29 | — | Gold |
| Il | 38,57 | 0,90 | . 8,58 | 0,09 | |
| Il | 38,60 | 0,93 . | 8,50 | 0,19 | Il — |
| Il | 38,71 | 0,88 | 8,71 | 0,18 | " I |
| 38,40 | 8,62 |
Methode gemäß
der Erfindung
der Erfindung
O O CO (O
Konventionelle Methode
Grün
Gold
M Il Il
| 31,92 | -2,64 | 1,31 | — | Grün | CO O |
| 31,73 | -2,01 | -0,01 | 1 ,47 | Blau | —k O |
| 31 ,60 | -2,23 | -1,51 | 2,87 | Blau-grün | cn |
| 31 ,85 | -3,05 | -2,40 | 3,73 | Gelb-grün | CO |
| 38,57 | 0,94 | 8,58 | _ | Gold | |
| 38,01 | 1,20 | 9,03 | 0,76 | ti | |
| 37,98 | 0,21 | 7,34 | 1,56 | Gelb-grün | |
| 38,98 | -0,35 | 7,25 | 1 ,89 | Il | |
Anmerkung: Farbmessung mit Farbanalysator Type 307 des Herstellers Hitachi Seisaku-sho K.K.
Es wurden jeweils vier Proben auf die gewünschten Farben "grün" und "gold" eingefärbt. Die Tabelle zeigt, daß bei
Steuerung der Einfärbung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
die Farbabweichungen /\ E sehr klein sind und auch bei Beurteilung durch Augenschein sehr gute Übereinstimmung
festgestellt werden konnte, so daß die Reproduzierbarkeit des Farbtons sehr zufriedenstellend war. Andererseits ergeben
sich beim Einfärbeverfahren mit Steuerung nach herkömmlicher Methode starke Farbabweichungen &.E, und bei der
Farbbeurteilung nach Augenschein ergaben sich für die gewünschte Farbe "grün" Farbtöne von blau, blau-grün oder
gelb-grün, während bei der gewünschten Farbe "gold" auch der Farbton gelb-grün auftrat. Man kann somit nur von
einer sehr schlechten Reproduzierbarkeit des Farbtones sprechen.
Das erfindungsgemäße Einfärbeverfahren für rostfreien Stahl mit zufriedenstellender Reproduzierbarkeit des Farbtones
wird demnach so durchgeführt, daß die rostfreien Stahlteile in eine Einfärbeflüssigkeit eingetaucht werden, die
aus einer Mischung wässriger Lösungen von Chromsäure und Schwefelsäure besteht, wodurch auf der Oberfläche des Stahlteils
ein Oxidfilm gebildet wird. Der eigentliche Einfärbevorgang erfolgt dann dadurch, daß zunächst der Einfärbe-Anfangspunkt
bestimmt wird, was mit Hilfe einer Differentiationskurve geschieht, die durch Differentiation nach der
Zeit aus einer Potential-Zeit-Kurve gewonnen wird, die die zeitliche Veränderung der Potentialdifferenz zwischen der
Oberfläche des einzufärbenden rostfreien Stahlteils und einer Bezugselektrode wiedergibt, woraufhin dann, ausgehend
vom Einfärbe-Anfangspunkt die Potentialveränderung überwacht wird/ bis ein Wert erreicht ist, der der gewünschten
Farbe zugeordnet ist. Auch wenn in der Potential-Zeit-Kurve kein Umkehrpunkt auftritt, wie dies der Fall ist, wenn die
rostfreien Stahlteile eine verhältnismäßig rauhe Oberfläche
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haben, beispielsweise mit einem HL-Finish/ läßt sich die
gewünschte Farbe erzielen und mit zufriedenstellender Reproduzierbarkeit
steuern. Hierauf gründet sich der große Vorteil und der erhebliche wirtschaftliche Nutzen der Erfindung.
030039/0853
Claims (2)
1. Verfahren zum Einfärben von rostfreiem Stahl durch
Steuerung der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des einzufärbenden rostfreien Stahlteiis und einer Bezugselektrode
in einer Färbeflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Veränderung der Potentialdifferenz zwischen der Oberfläche des Stahlteils und der Bezugselektrode zeigende
Potential-Zeit-Kurve zur Bildung einer Kurve der ersten Ableitung nach der Zeit differenziert wird, und daß
das rostfreie Stahlteil aus der Färbeflüssigkeit herausgenommen wird, wenn sich die Potentialdifferenz vom Anfangspunkt
des Verfärbungsprozesses, welcher in der Kurve der ersten Ableitung als Umkehrpunkt auftritt und bei dem die
Veränderung der Potentialdifferenz pro Zeiteinheit von fallender in steigende Tendenz übergeht, von der gewünschten
Farbe abhängig, um einen bestimmten Betrag geändert hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Färbeflüssigkeit eine Mischung der wässrigen Lösungen von Chromsäure und Schwefelsäure enthält.
3- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bezugselektrode aus Platin besteht.
030039/0853
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP3178679A JPS55125278A (en) | 1979-03-20 | 1979-03-20 | Coloring method for stainless steel |
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| DE3010539C2 DE3010539C2 (de) | 1982-04-01 |
Family
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Family Applications (1)
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