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Verfahren und Gerät zum Reinigen von
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Gegenständen und Räumen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Reinigen von Gegenständen und Räumen durch Absaugen mittels eines Luft stromes,
aus dem daraufhin mitgeführte Verunreinigungen wie Staub herausgefiltert werden.
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Bei bekannten Verfahren dieser Art wird die gefilterte "Reinluft"
:.n den umgebenden Raum als "Abluft" urückgeführt. Diese Abluft kann jedoch nur
so rein sein, wie die zur Trennung der Verunreinigungen von der Förderluft eingesetzten
Filtermittel Filtergewebe,-papiere oder -filze in Form von Filterbeutel, Filtersack,
Zusatzfilter, Nachfilter oder Kombinationen dieser Filter dies ermöglichen.
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Die Effizienz der Reinigung ist bei Filtergeweben von der Maschenweite,
bei Filterpapieren von der Porengröße und bei Filterfilzen von der Luftdurchlässigkeit
und ferner vom jeweiligen Sättigungsgrad solcher Filterelemente abhängig. Feine
Staubelemente, d.h. solche Verunreinigungspartikel, die kleinere Abmessungen haben
alsierchlässe, Maschenweiten oder dgl. der vorgesehenen Filter werden also ungehindert
mit der als gereinigt angesehenen Abluft in den Umgebungsraum zurückgeführt.
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Hinzu kommt, daß die Abluft nicht in geregelter bzw.
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laminarer Strömung, sondern in Turbulenz aus dem Filtergehäuse austritt.
Die bereits genannten Feinststaube bestehen zum überwiegenden Teil aus Abrieb von
Düsen,
Teppichen, Möbeln, Polstern, Gardinen etc. und/oder deren
Pflegemitteln, die zu einem erheblichen Teil aus gesundheitsschädlichen Stoffen
bestehen. Diese werden ebenso wie die übrigen Krankheitserreger zunächst aufgewirbelt,
damit aktiviert und dann in den Raum zurückgeführt.
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Neben den allgemeinen Haushaltsstäuben fielen bisher in zunehmendem
Maße umweltbedingte, zumeist giftige Siederschläge an, wie sie in allen Haushalten
vorkommen. Diese Niederschläge sind mit dem bloßen Auge nicht feststellbar und werden
auch von den bekannten Filterstoffen nicht oder nur unzureichend zurückgehalten.
Sie werden vielmehr durch den Aufwirbelvorgang be im Staubsaugen herkömlicher Art
in besonders e>;tremer Weise der Atemluft zugeführt. Wenn man einmal von cçem
Anteil absieht, der kurz ver Erreichen der Sättigungsgi'enze eines Filters noch
zurückgehalten wird, werden alle diese Feinstpartikel in die Raumluft zurückgeführt
und schlagen sich dort immer mehr anhäufend erneut nieder.
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Die so zurückgeführten Feinststäube und dgl. halten sich sehr lange
im Schwebezustand und bleiben damit Bestandteil der Atemluft. Die bisherige Art
des Entstaubens ist daher insbesondere aus medizinischer Sicht allgemein als ökologisch
äußerst bedenklich anzusehen.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs
genannten Gattung so u gestalten, daß einerseits ein größerer Ausscheidungsgrad
auch feinster Verunreinigungen erzielt und zum anderen diese Ver#inreinigungen nicht
unnötig aktiviert und der Atemluft zugeführt werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird die gefilterte Luft erfindungsgemäß
als Reinluft nur dicht an der Reinigungsstelle wieder ausgelassen und dadurch ein
annähernd geschlossener Strömungskreis gebildet.
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Auf diese Weise wird zunächst verhindert, daß sehr feinkörnige Verunreinigungen
wieder direkt in die Raumluft eingeleitet werden. Da der Strömungskreis, um überhaupt
eine Aufnahme von Staub und dgl. zu ermöglichen, nicht voll geschlossen sein kann,
läßt sich zwar die Rückführung nicht ganz ausschließen, aber sie erstreckt sich
nur auf einen sehr geringen Anteil der zunächst aufgenommenen Partikel. Die restlichen
Teilchen werden dagegen fortlaufend in dem geschlossenen St römungskre j 5 geführt
und damit der Filterwirkung immer wieder ausgesetzt. Nun gibt es keinen Filter von
absolut gleichmäßiger Maschenweite. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, daß selbst
bei unveränderter Filterbeschaffenheit auch sehr feine Partikel noch aufgefangen
werden, wenn sie nur entsprechend oft durch das Filter h indurchgcfiili wterden.
Ilinzu kommt, daß sich der Zusetzungsgrad des Filters steigert und damit auch kleinere
Teilchen, die sonst nicht festzuhalten sind, gefangen werden können, wenig sie nur
hinreichend oft den Strömungskreis durchlaufen. Da im übrigen die Oeffnung des Strömungskreises
sehr begrenzt ist, läßt sich zwar dort mit der Umluft sehr intensiv absaugen und
Staub mitnehmen, aber Verunreinigungen werden nicht unnötig aufgewirbelt und der
Raumluft zugemengt.
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Besonders gründlich und exakt ist die Begrenzung der Absaug Çläche,
wenn Saugluft und Reinluft wenigstens an der Reinigungsstelle auf einander umgebenden
Bahnen geführt sind, wobei zweckmäßigerweise die Reinluft einen Hüllschirm für die
Saugluft bildet.
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Die Erfindung betrifft ferner ein Gerät zum Reinigen von Gegenständen
und Räumen, mit einer Saugdüse, von welcher die abgesaugte Rohluft mittels einer
Saugleitung einer Filtereinrichtung zugeführt wird, aus der die Reinluft mittels
eines Gebläses herausgefördert wird.
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Derartige Geräte sind allgemein als Staubsauger, Saugbürster, Saugbohner,
Saugbesen, lopfsauger und dgl. be-
kannt und werden hauptsächlich
in vier Gruppen eingeteilt: Handgeräte, Bodengeräte, Kesselgeräte und Autostaubsauger.
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Alle diese Geräte sind mit den verschiedensten, der Aufnahme von Staub
oder anderen Verunreinigungen dienenden Zubehörteile wie Düsen, Pinsel, Würsten
etc. durch einfaches Auswechseln umrüstbar. Außerdem können zwischen die Geräte
und das geschilderte Zubehör je nach Verwendungszweck Bedienungsrohre und/oder flexible
Schläuche durch einfaches oder allgemein bekanntes Umstecken angebracht werden.
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In der Regel ist dabei einem auswechselbaren Filterbeutel ein Sauggebläse
nachgeschaltet, es kann aber auch ein Sauggebläse zwischen einer Saugdüse und einem
solchen Filterelement eingeschaltet sein. Ferner lassen sich Zusatzfilter, Nachfilter
und dgl. zur erbesserung des Reinigungsgrades dem Filterbeutel nachschalten. Stets
wird aber die "gereinigte" Luft als Abluft aus dem Gerät~gehäuse wieder in den umgebenden
Raum eingeleitet, wobei auch ein Bedienungsstil als Abluftrohr dienen kann.
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Zur Ausübung des erfindungsgemäßen Reinigungsverfahrens wird das vorgeschilderte
Gerät vor allem dadurch elngrichtet, daß eine Reinluftleitung als Teil einer Umluftbahn
von der Filtereinheit bzw. dem Gebläseauslaß bis dicht zur Saugdüse geführt und
dort mit einem Auslaß versehen wird. Weitere fakultativ einzusetzende Merkmale der
Erfindung sind in den Ansprüchen 4 folgende aufgeführt.
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Die Zeichnung gibt die Erfindung beispielsweise wieder. Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Gehäuseteil eines erfindungsgemäßen Reinigungsgerätes,
Fig. 2 einen entsprechenden Längsschnitt durch einen zugehörigen Düsenteil, Fig.
3 einen Querschnitt durch die verbindende Doppelrohrleitung und
Fig.
4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform
der Erfindung.
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In der Zeichnung ist mit 1 eine bekannte Staubsauger- Sangdüse bezeichnet,
die lösbar mit einem Saugrohr 2 verbunden ist, das eine Saugleitung 3 bildet und
in der Filterkammer 21 eines Gerätegehäuses 16 lösbar mit einem Filterbeutel 4 verbunden
ist. Die Filterkammer 21 hat eine in der Zeichnung nicht erkenntlichc luftdicht
abschließbare Seitenöffnung1 durch welche hindurch sich der Filterbeutel 4 auswechseln
läßt.
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In einer anschließenden Gebläsekammer 17 ist ein Sauggebläse 6 angebracht,
das durch einen Nachfilter 5 hindurch Luft aus der Filterkammer ansaugt und durch
Öffnungen 18 aus der Gebläsekammer hinausfördert.
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15 ist ein Elandgriff, der die Fiihrung des Gerätes insbesondere in
Verbindung mit einem weiteren nicht gesondert dargestellten Handgriff ermöglicht.
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Bis hierher stimmt das Gerät mit einem herkömmlichen Staubsauger überein.
Abweichend ist nun, daß die Schlitze 18 i@ einen Reinluftkanal 7 münden, der zu
einer Ringkammer 20 führt, die das Saugrohr 2 umgibt und einen Anschluß für ein
das Saugrohr zentrisch umgebendes Reinluftrohr 8 bildet. Zwischen beiden Rohren
2 und 8 wird somit eine im Querschnitt ringförmige Reinluftleitung 9 gebildet. Beide
Rohre sind, wie aus Fig. 3 zu ersehen, durch kurze Distanzstege 12 aneinander abgestützt.
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Am unteren Ende des Reinluftrohres S ist eine Reinlufthaube 10 angebracht,welche
die Saugrohrdüse 1 mit gleichmäßigem Abstand überdeckt und dadurch einen großflüchigen
Auslaßkanal 11 bildet, aus dessen ringsumschließendem Ringspalt 111 die gereinigte
] uçt unter einem Winkel zur Düsenebene austritt. Dann wird sie entsprechend
den eingezeichneten
Strömungspfeilen zur Saugdüse umgelenkt, wirbelt
dabei die in diesem Bereich angetroffenen Staubteilchen oder andere Verunreinigungspartikel
in dem scharf begrenzten und umschlossenen Raum innerhalb der Reinlufthaube 10 auf
und führt sie mit dem Saugluftstrom ab.
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Die Strömungspfeile lassen erkennen, daß kaum ein Luftaustausch mit
der umgebenden Luft erfolgt, wenn die Saugdüse dicht auf der zu reinigenden Fläche
geführt wird. Diese Verhältnisse können noch dadurch verbessert werden, daß auch
die Reinlufthaube 10 dichter an der Endi~l.iche 22 der Saugdüse 1 bzw. unmittelbar
in dieser Flache endet. Im Idealfall läßt sich dann erreichen, daß der Anteil der
mit der Umgebung ausgetauschten Luft unbedeutend gegenüber der im übrigen im geschlossenen
Kreislauf umgewälzten Luft wird. Schon dadurch wird die Wahrscheinlichtkeit, daß
diese Teilchen vom Filterbeutel 4 oder dem Nachfilter 5 aufgefangen werden, erheblich
gesteigert. Sie ist dann bereits unverhältnismäßig größer als bei einmaligem Durchsatz.
Entsprechend vergrößert wird der Wirkungsgrad bzw.
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Reinigungseffekt.
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Von besonderer Bedeutung ist aber, daß die kleinen Teilchen beim Aufeinandertreffen
Haftkräfte entwickeln und sich vornehmlich an größere Teilchen anlagern. Die Art
dieser Haftkräfte konnte noch nicht vollständig geklärt werden, sie kann überwiegend
elektrostatischer Natur oder auch anderer Art sein. Jedenfalls bilden sich beim
nusan entreffen der Teilchen Agglomerate, die rekriv fest zusammenhalten und sich
aufgrund ihrer größeren Querabmessungen leichter auffangen lassen. Dadurch wird
die starre Bindung an die Maschenweite oder Durchlaßweite eines Filters aufgehoben,
da in einer Zusammenballung einzelner Teilchen grundsätzlich Partikel wesentlich
kleinerer Abmessungen aufgefangen werden können.
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Die Reinlufthaube 10 kann selbst aus elastisch verformbarem Werkstoff
bestehen oder mit einem gesonderten Schutz-
rand 101 aus stoßunempfindlichem
Werkstoff versehen sein.
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Sie kann zudem ebenso wie die Saugdüse 1 und damit der Austrittskanal
11 bis zur Senkrechten gegenüber der Endfläche 22 abgebogen sein, um die Luftführung
am Ringspalt 111, der einzigen Offnung des Umwälzkreises, eindeutiger zu gestalten
und damit diesen Kreis schärfer gegenüber der Umgebungsluft abzugenzen.
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Bei der Ausführung Fig. 4 ist die im übrigen unveränderte Saugdüse
1 durch ein Drehgelenk 14 schräg einstellbar am Saugrohr 2 befestigt. Die Haube
10 ist dort durch schon erwähnte Distanzstege 12 an der Saugdüse abgestützt und
durch einen zwischengeschobenen Balg 13 allseitig frei einstellbar an das Reinluftrohr
8 angeschlossen, so daß sie den Bewegungen der Düse 1 vollständig folgen kann.
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Auf diese Weise wird auch der Staub z.B. in Teppichen, Teppichböden
und dgl. intensiv gelockert und dadurch in den Kreislauf der umgewälzten Luft eingebracht.
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Die Rohre 2 und 8 können einzeln oder als konzentrische Doppelrohreinheit
ausgewechselt oder mit Verlängerungen versehen werden und lassen sich nach Bedarf
ganz oder teilweise durch Schläuche ersetzen.
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