DE3010038A1 - Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von textilen u.ae. warenbahnen mit schaum - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von textilen u.ae. warenbahnen mit schaumInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrundeliegenden
Art.
Ein Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln einer Warenbahn aus Textil oder Papier durch Aufbringung von
Schaum ist aus der DE-OS 27 22 082 bekannt. Der Schaum wird hierbei mittels einer Düse unmittelbar auf das
Substrat aufgebracht. Auf diese Weise mögen sich zwar größere Flüssigkeitsmengen in Schaumform zufriedenstellend
auf eine Warenbahn aufbringen lassen, doch ist sie für besonders niedrige Plüssigkeitsmengen nicht geeignet,
weil die unvermeidlichen Schwankungen in der durch die Düse auf eine bestimmte Stelle der Warenbahn
aufgebrachten Plüssigkeitsmengen und auch die lokalen Schwankungen der Aufnahmefähigkeit der Warenbahn für di
Flüssigkeit zu erheblichen relativen Unterschieden in der Belegung der Warenbahn führen, die sich beim Part
schon in deutlich sichtbaren Parbtontiefen - Unterschie bemerkbar macht. Auch ein nachträgliches Abrakeln oder
Abquetschen, wie es für die Herstellung von Beschichtur
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in der US-PS 2 719 806 angegeben ist, vermag erfahrungsgemäß
bei Färbungen keine ausreichende Gleichmäßigkeit des Auftrags zu erbringen.
Aus der US-PS 2 795 207 ist eine Beschichtungsanordnung bekannt, bei der sich zwei Trommeln mit einstellbarem
Abstand parallel zueinander in gleicher Höhe gegenüberstehen und die Warenbahn über die eine Trommel
durch den Spalt zwischen den TrommeIn hindurch und um den
unteren Teil der zweiten Trommel herumläuft. In dem oberei Zwickel zwischen den beiden Trommel« ist eine Schaumzuführanordnung
vorgesehen, die den Schaum in den Spalt zwischen den beiden Trommel» hinein abgibt, so daß er
einerseits gegen die Oberfläche der zweiten Trommel, andererseits gegen die dieser zugewandte Seite der Warenbahn
anliegt. Die Zugabe des Schaums geschieht etwa in Höhe der Stelle, an der die Warenbahn von der ersten auf
die zweite Trommel übergeht. Die Schaumschicht verbleibt zwischen der Warenbahn und der zweiten Trommel und löst
sich nach .Zurücklegung eines Umschlingungswinkels von
etwa l8o° mit der Warenbahn von der zweiten Trommel wieder ab.
Diese Ausführungsform ist für die Herstellung von
Benchichtungen einer Warenbahn mit Schaumgummi gedacht, wobei die Beschichtung als eine eigene Dicke aufweisende
Schicht erhalten bleiben soll·. Geringe Schwankungen in der Schaumzuführung spielen hierbei keine Rolle,-weil sie
durch den anschließenden Umlauf um die zweite Trommel · mechanisch ausgeglichen werden. Bei dem Versuch, mit der
bekannten Ausfuhrungsform zu färben, würden sich jedoch
die unvermeidlichen lokalen Unterschiede der Schaumzuführung in unterschiedlicher Belegung der Warenbahnfläche
mit Färbeflüssigkeit bemerkbar machen, was zu
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ungleichmäßiger Farbtontiefe führt. Dies gilt besonders
deshalb, weil der Schaum unmittelbar auf die Warenbahn aufgetragen und von dieser sofort angenommen wird.
Eine von der Warenbahn durch Kapillarität zwischen den Pasern oder auch schon durch teilweises Aufziehen auf
die Pasern einmal, angenommene ungleichmäßige Färbeflüssigkeit
smenge läßt sich anschließend nicht mehr egalisieren, anders als dies bei der Beschichtung der Fall ist
die mechanisch noch vergleichmäßigt werden kann und als Schicht stehen bleiben, nicht aber in die Warenbahn eindringen
soll.
Ein besonderes Problem bei der Behandlung von Viarenbahnen der in Rede stehenden Art ist stets das gleichmäßige
Auftragen von geringen Mengen eines Behandlungsmittel, das heißt ein Auftrag der gerade benötigten Menge
des Behandlungsmittels, ohne dasselbe in einer großen Wassermenge aufzulösen und die VJarenbahn damit zu tränken
und ohne mit großen Überschüssen des Behandlungsmittels arbeiten zu müssen.
Der Erfindung liegt, von diesem Problem ausgehend, die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 zugrundeliegenden Art so auszugestalten, daß ein möglichst gleichmäßiger Auftrag einer
pro Flächeneinheit geringen Menge eines in Schaumform vorliegenden Behandlungsmediums erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegebene Merkmale gelöst.
Die Viarenbahn läuft hierbei auf der Trommel durch die Schaumkammer und bildet deren eine Begrenzung, so
daß der in der Schaumkammer befindliche Schaum während
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des Durchlaufs einer bestimmten Stelle der Warenbahn durch die Schaumkammer mit der Viarenbahn in Berührung
steht. Der Schaum hat also eine gewisse Zeit, um sich schon oberflächlich mit der Warenbahn zu verbinden.
Am unteren Ausgang der Schaumkammer wird der Schaum von der Warenbahn mitgenommen und von der Streichrakel
auf eine gewünschte Schichthöhe abgestrichen, die dann auf der Warenbahn verbleibt. Diese Schichthöhe kann je
nach der gewünschten Auftragsmenge eingestellt werden. Es ist auch möglich, so zu fahren, daß die Streichrakel
unmittelbar auf der Warenbahn aufsitzt, so daß auf der Warenbahn nach dem Tassieren der Streichrakel keine merkliche
Schichthöhe des Schaums mehr feststellbar ist und der Schaum von der Streichrakel ein wenig in die Warenbahn
eingedrückt wird.
Es hat sich gezeigt, daß die Gleichmäßigkeit des Auftrags bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch bei
sehr geringen Auftragsmengen überraschend ist. Es ist mit der Erfindung zum Beispiel möglich, ein dünnes Baumwollgewebe
auf einer Seite gleichmäßig anzufärben ohne daß die Färbung auf die andere Seite durchschlägt.
Bei sehr kleinen Auftragsmengen sind die Verhältnisse an der Streichrakel besonders kritisch, weil schon
absolut gesehen geringe Unterschiede des Auftrags pro Flächeneinheit erhebliche relative Unterschiede bedeuten.
Der Abstand der Streichrakel vom Trommelumfang beziehungsweise der darauf anliegenden Warenbahn liegt etwa in der
Größenordnung von einem Millimeter oder darunter. Der Schaum wird von der Bahn aus der Schaumkammer mitgenommen
und unter der Streichrakel hindurchgezogen, um hinter der Streichrakel wieder auf eine etwas größere Schichtdicke
aufzuspringen. Schon Abstandsunterschiede von wenigen
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zehntel Millimetern bedeuten erheblir'.e relative
Unterschiede der in einem Breitenbere:ch der Bahn aufgetragenen spezifischen Mengen des Behandlungsmittels.
Um aber einen geringen Abstand der Größenordnung von einem Millimeter mit einer Präzision von
einem zehntel Millimeter oder darunter über Warenbahnbreiten von mehreren Metern aufrecht erhalten zu können,
bedarf es besonderer Vorkehrungen.
Neben einer Einstellvorrichtung für den radialen Abstand der Streichrakel von dem Trommelumfang (Anspruch
2) sollte gemäß einer wichtigen Ausgestaltung der Erfindung eine Einrichtung zur über die Länge der
Streichrakel unterschiedlichen Einstellung des radialen Abstands der Streichrakel von dem Trommelumfang vorgesehen
sein (Anspruch 3)> um eventuelle Ungenauigkeiten ausgleichen und insbesondere bewußt unterschiedliche
Auftragsmengen aufbringen zu können, und insbesondere die Streichrakel durchbiegungssteuerbar sein (Anspruch l
um diese unterschiedliche Einstellung zu bewerkstelliger und gegebenenfalls den bei einem so langen und schlanker
Bauteil wie der Streichrakel nicht zu vermeidenden Durcr hang ausgleichen zu können.
Eine Ausführungsform der Streichrakel zur Steuerung
deren Durchbiegung ist Gegenstand der Ansprüche 5 bis 7-
Die konvexe Oberfläche der Streichrakel nach Anspruch 8 führt dazu, daß der Schaum beim Tassieren der
Streichrakel gewissermaßen in einen keilförmigen Spalt hineingetrieben und zusammengedrückt wird. Eine derart
ausgebildete Streichrakel bewirkt nicht nur eine Einebnung der Schaumoberfläche sondern durch den ausgeübter
Druck auch eine Homogenisierung des Schaums.
Wenn die konvexe Oberfläche auch in den in Umlaufrichtung
der Trommel hinter der engsten Stelle gelegener Bereich stetig vorgewölbt ist, kann der Schaum an der
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von der Bahnoberfläche zurückweichenden Oberfläche
der Streichrakel hängen bleiben beziehungsweise mitgenommen werden, wodurch sich der Schaum an unterschiedlichen
Stellen von der Streichrakel löst. Dies kann wiederum zu einer merklichen VerungIeichmäßigung
des Auftrags Anlaß sein.
Um auch diesen Effekt noch zu unterdrücken, empfiehlt es sich, gemäß Anspruch 9 und 10 eine Abreißkant
vorzusehen, die eine in ihrer Lage genau definierte Abreißstelle ergibt.
Die auf der Trommel von' oben in die Schaumkammer einlaufende Viarenbahn hat die Tendenz, durch den Mitnahmeeffekt
in dem in der Schaumkammer befindlichen Schaum auf der der Trommel benachbarten Seite eine
Vertiefung zu erzeugen und gegebenenfalls sogar in den Schaum Luft mitzuschleppen oder hineinzureißen, die zu
einer stellenweisen Verungleichmäßigung des Schaums führen kann.
Zur Unterdrückung dieser Erscheinung hat es sich be währt, gemäß Anspruch 11 auf dem Schaum eine Abdeckung ve
zusehen, die den Schaum nach oben abdeckt und das Hinein reißen von Luft beim Umlauf der Trommel mit der Warenbahn
verhindert und die gemäß den Ansprüchen 12 und 1} weiter
ausgebildet sein kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch das Prinzip der Erfindung als Vertikalschnitt durch eine Auftragsanordnung;
Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Vorrichtung zum beidseitigen Färben durch Schaumauftrag;
Fig. Z> zeigt einen Querschnitt durch eine Streichrakel
in vergrößertem Maßstab;
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine abgewandelte
Ausführungsform der Streichrakel mit Abreißkant
Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. i| aus dem Be^gIj ,dgr^ Abreißkante;
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Fig. 6 zeigt einen Auss hnitt der Streichrakel, gesehen senkrecht zu der durch Streichrakel und Trommelachse
gegebenen Ebene. ■
Die in Fig. 1 als Ganzes mit Io bezeichnete Vorrichtung
umfaßt eine sich über die Breite der VJarenbahnl erstreckende Trommel 2 mit glatter, geschlossener
Oberfläche, die im Sinne des Pfeiles 3 umläuft. Die Warenbahn 1 läuft an einer Auflaufstelle 6 auf die
Trommel 2 auf, die auf der beim Umlauf fallenden Seite der Trommel 2 in deren oberen Quadranten gelegen ist,
umschlingt die Trommel 2 über einen Umschlingungswinkel
7, der in dem Ausführungsbeispiel etwas 120 bis 150° beträgt und wird dann von der Trommel 2 über eine Führungs
rolle 8 weggeleitet.
Auf der beim Umlauf der Trommel 2 fallenden Seite, das heißt auf der gemäß Fig. 1 linken Seite, ist durch
eine schräg gegen die Trommel 2 gerichtete, sich im unteren Bereich der Trommel 2 annähernde Platte 9 eme
sich über die Länge der Trommel 2 erstreckende Schaumkammer 11 gebildet, in die durch ein Schaumzuführrohr
12 Schaum 13 eingegeben wird. Das Ganze bildet die Schaumzuführanordnung 14. Am unteren Rand der Platte 9
ist eine Lippe 15 angeordnet, die auf der Oberseite einer Streichrakel 16 anliegt, die als sich parallel
zur Achse der Trommel 2 mit geringem Abstand von deren Umfang beziehungsweise der Warenbahn 1 sich erstreckendes
Rohr ausgebildet ist, dessen Konstruktion im einzelnen anhand der Figuren 3 und 4 beschrieben wird.
Der in die Schaumkammer 11 eingebrachte Schaum 13 wird in dem Übertragungsbereich 40 durch den Umlauf der
Trommel 2 im Sinne des Pfeiles 3 beziehungsweise die auf der Trommel 2 befindliche VJarenbahn 1 entsprechend
dem Pfeil 17 mitgenommen und nach Passieren der unteren
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öffnung l8 der Schaumkammer 11 zwischen der Warenbahn
I und der Streichrakel l6 hindurchgeführt, um anschließend
auf der Warenbahn 1 eine eingeebnete und homogenisierte Schaumschicht 5 geringer Dicke zu bilden oder
bei entsprechender Einstellung der Streichrakel l6 auch überhaupt keine merkliche Schichtdicke mehr aufzuweisen,
sondern von der Streichrakel l6 in die Warenbahn 1 eingearbeitet worden zu sein.
Die im Querschnitt trichterförmige Schaumkammer ist nach unten offen und weist keinerlei Hinterschneidungen
auf, so daß keine toten Winkel vorhanden sind, in denen Schaum über eine längere Zeit verharren und möglicherweise
zusammenprallen kann. Die gesamte Schaummenge wird im Zuge ihrer Zuführung gleich weitergefördert
und aus der unteren öffnung l8 der Schaumkammer
II beziehungsweise unter der Streichrakel l6 hindurch
abgezogen.
Auf dem Schaum 15 in der Schaumkammer 11 ist
eine Abdeckung 29 angeordnet, die durch ein über die Breite der Bahn reichendes in der aus Fig. 1 ersichtlichen
Weise gebogenes Blech .gebildet ist. Die Abdeckung 29 wird durch geeignete nicht dargestellte Führungen,
beispielsweise Lenker in ihrer Lage gehalten wird und auf einem Kreisbogen 44 um die Achse der Trommel 2
herumbewegbar ist, so daß der Abstand des inneren Randes der Abdeckung 29 vom Umfang der Trommel 3 bzw.
der Warenbahn 1 konstant bleibt. Dieser Abstand ist gering, doch stets so, daß die Warenbahn 1 beim Umlauf
um die Trommel 2 die Abdeckung 29 nicht berührt.
Die Abdeckung 29 deckt den Schaum in dem der Trommel 2 benachbarten Bereich nach oben ab, so daß
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die Warenbahn 1 beim Umlauf um die Trommel 2 und beim Durchlauf durch die Schaumkammer 11 keine Vertiefung
in dem Schaum 13 durch Mitreißen desselben im Sinne des Pfeiles 17 erzeugen und insbesondere
keine Luft in den Schaum 13 hineinreißen kann. Um
diese Wirkung möglichst stark auszuprägen besitzt die Abdeckung 29 auf der der Trommel 2 zugewandten
Seite eine Abwinklung 30, die in Bewegungsrichtung der Warenbahn 1, d.h. im Sinne des Pfeiles 17 gerichtet
ist. Hierdurch wird die sich sonst im Schaum bildende Vertiefung gewissermaßen vorweggenommen, bzw.
daran gehindert, die Ursache für Lufteinschlüsse zu werden.
Die Abdeckung 29 kann zur Regulierung der Füllstandshöhe
in der Schaumkammer 11 herangezogen werden. Dies geschieht, indem die Abdeckung 29 auf dem Kreisbogen
44 verstellt wird. Über die Füllstandshöhe wird der Übertragungsbereich 43 bestimmt, in welchem die
Viarenbahn 1 mit dem Schaum 13 in der Schaumkammer 11 in Berührung ist. Die Ausdehnung des Übertragungsbereichs
43 bestimmt die Zeit, während deren die Warenbahn 1 sich oberflächlich mit dem Schaum in der Schaumkammer
11 verbinden kann. Auch wird in einer gewissen Weise der Druck, den der Schaum auf die Viarenbahn ausübt
und der sein Eindringen in dieselbe mitbestimmt, durch die Änderung der Füllstandshöhe mitverändert.
Die Ausdehnung des Übertragungsbereichs 43 und damit der Kontaktzeit müssen im allgemeinen mit der
Laufgeschwindigkeit der Viarenbahn 1 verstellt werden: Je höher diese Laufgeschwindigkeit ist, desto ausgedehnter
muß der Übertragungsbereich 43 sein, damit sich eine ausreichende Kontaktzeit ergibt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 hat die Abdecku:
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29 durch die Abwinklung 30 und die Hochwölbung am gegenüberliegenden
Rand einen im wesentlichen S-förmigen Querschnitt. Es versteht sich jedoch, daß statt eines
solchen Blechgebildes auch eine wannenartige Abdeckung oder ein Abdeckkörper entsprechender Außengestalt eingesetzt
werden können.
In Fig. 2 ist eine als Ganzes mit 100 bezeichnete Ausführungsform schematisch wiedergegeben, bei
der zwei der in Fig. 1 dargestellten Anordnungen 10 so vorgesehen sind, daß sie nacheinander beide Seiten
der Warenbahn 1 mit einem Schaumauftrag versehen.
Die beiden Trommeln 2 der Vorrichtungen 10 liegen parallel zueinander etwa auf gleicher Höhe und belassen
einen Zwischenraum. Die Warenbahn 1 läuft oben in das Gehäuse 28 der Vorrichtung 100 ein und wird dann nach
unten über die gemäß Fig.. 2 über der rechten Trommel 2 sich befindende Führungsrolle 4 geleitet, umschlingt
die rechte Trommel 2 und die darunter befindliche Führuni rolle 8, wonach die Warenbahn 1 zwischen den Trommeln
hindurch berührungsfrei über eine über der linken Trommel
befindliche Führungsrolle Jl, die linke Trommel 2 und
die darunter befindliche Führungsrolle 8 geleitet und unter der linken Trommel 2 abgezogen wird. Die Schaumzuführanordnungen
14 sind jeweils an den Außenseiten des Gehäuses 28 angeordnet, um leicht zugänglich zu sein
Die Streichrakel 16 besteht gemäß Fig. J5 aus einem äußeren undrehbaren Rohr 20, welches sich längs der
Trommel 2 erstreckt und durch welches im Innern ein feststehender Kern 21 hindurchgeführt ist, auf welchem
das Rohr 20 an den Enden gelagert ist, der aber im übrigen ringsum Abstand vom Innenumfang des Rohres 20
beläßt, aus Stabmaterial besteht und an den aus dem Rohr 20 hervortretenden Enden feststehend, jedoch bezüglich
der Trommel 2 in radialer Richtung entsprechend dem Pfeil 19 (Fig. l) verstellbar gelagert ist, um die
Streichrakel 16 gegen den Umfang der Trommel 2 anstellen zu können.
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In der durch die Linie 22 wiedergegebenen Anstellebene sind sowohl auf der Seite des Spaltes
22 zwischen der Trommel 2 und der Streichrakel 16 als auch auf der gegenüberliegenden Seite flach gedruckte
Schläuche 24, 25 angeordnet, die sich im wesentlichen über die Länge des Rohres 20 erstrecken
und an den Enden geschlossen sowie mit einem fluiden Druckmittel, z. B. Luft, gesteuert füllbar sind. Die
Schläuche 24, 25 werden durch Leisten 26 in ihrer Lage
gehalten, die von Zapfen 27 im Kern 21 abgestützt sind.
Durch den im Spalt 23 auftretenden Druck wird auf
das Rohr 20 ein Biegemoment ausgeübt, welches zur Folge hat, daß sich das Rohr 20 in der Mitte etwas von der
Oberfläche der Trommel 2 entfernt, wodurch der Spalt 2^ und die auf die Trommel 2 übertragene Schaummenge
ungleichmäßig werden. Um diese Durchbiegung entgegenzuwirken, wird in dem Schlauch 24 ein Druck erzeugt, de:
von innen der Biegung des Rohres 20 entgegenwirkt, wobei sich der Schlauch 24 auf den Kern 21 abstützt, der
sich seinerseits unter der Wirkung des Drucks gemäß Fig. 3 nach links unten durchbiegen kann, ohne daß
diese Durchbiegung auf das Rohr 20 übertragen wird.
Der Druck in dem Schlauch 25 wird natürlich entsprechend gering eingestellt oder überhaupt zu null gemacht.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die umgekehrte Absicht zu verfolgen und den Spalt 23 bewußt ungleichmäßig
zu machen, indem durch besonders hohen Druc in dem Schlauch 24 das Rohr 20 gegen die Trommel 2 vorge
wölbt wird oder bei einem überwiegenden Druck in dem Schlauch 25 besonders stark in der Mitte von der Trommel
2 weggezogen wird.
Der Schaum Ij5 wird aus der unteren öffnung l8 der
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Schaumkammer 11 in den Spalt 23 übertragen, der geometrisch
genau definierbar ist. Die Trommel 2 und damit auch die um sie geschlungene Warenbahn 1 stellen eine
präzise Unterlage für den Schaum IJ dar, der die genau
bestimmte engste Stelle des Spaltes 23 durchlaufen muß
und dabei auf eine gewünschte gleichmäßige Dicke abgestrichen und gleichzeitig durch die Zusammendrückung
beim Einlaufen in- den trichterförmigen Spalt 23 noch
homogenisiert wird. Die vergleichmäßigte Schicht 5 des Schaums bzw. des Behandlungsmittels wird von der Warenbahn
1 fortgetragen.
Es ist mit einer derartigen Vorrichtung gelungen, eine weiße Baumwollware einseitig völlig gleichmäßig
mit einem rosa Farbton zu färben, ohne daß auf der Rückseite der Ware ein Durchschlagen festzustellen war. Dabei
wurde ein Schaum hoher Schaumzahl, d.h. eines hohen Volumenverhältnisses zwischen Schaum und ihn ergebender
Flüssigkeit verwendet, beispielsweise im Bereich 15 bis 20. .
Die Streichrakel 16' der Fig. 2I und 5 entspricht im
wesentlichen derjenigen der Fig. 3* besitzt jedoch in
dem Rohr 20 eine sich parallel zur Rohrachse erstreckende Einfräsung 37, die eine in Umlaufrichtung 3 der Trommel
2 gesehen hinter der engsten Stelle zwischen dem Umfang der Trommel 2 und dem Umfang des Rohres 20 gelegene
Abreißkante 35 ergibt. Die Abreißkante wird durch den Umfang des Rohres 20 und die benachbarte, die Begrenzung
der Einfräsung 37 bildende einspringende Fläche 32 gebildet
und an der Stelle der Abreißkante 35 befindet sich also im Außenumfang eine nach innen einspringende
Stufe.
Diese Stufe ist hinterschnitten, wie besonders aus Fig. 5 hervorgeht. Der Winkel 34 zwischen der
Tangentialebene 33 an dem Außenumfang der Streichrakel
l6f und der einspringenden Fläche 32 beträgt weniger als
90°, so daß es sich um eine "scharfe" Kante handelt. In dem Ausführungsbeispiel liegt der V/inkel Jh bei etwa 60°.
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Durch diese Ausbildung der Abreißkante wird erreicht,
'daß die Schaumschicht 5 hinter der Abreißkante 35 gemäß dem Verlauf 36 sauber auf eine etwas größere Dicke
aufspringt, ohne daß durch an der Fläche 32 hängenbleibenden
Schaum Ungleichmäßigkeiten der Schichtdicke auftreten. Die andere Begrenzungsfläche 38 der Ausnehmung 37
verläuft mit Abstand von der Schaumschich.t 5» so daß diese nach dem Verlassen der Abreißkante 35 nicht mehr berührt
wird.
In Pig. 6 ist ein Ausschnitt eines Schnittes paralie
zur Anstellebene an der engsten Stelle zvjischen der Trommel 2 und der·Streichrakel 16 dargestellt.
Es sind zwei Ausführungsformen der Streichrakel 16 angedeutet. Bei der ersten Ausführungsform steht der
gerade Mantellinie 40 der Trommel 2 bzw. der entsprechend geraden Oberfläche der Warenbahn 1 an der engsten Stelle
des Spaltes 23 -eine gerade Mantellinie 41 der Rakel l6 gegenüber. In diesem Fall ergibt sich eine über die Länge
des Spaltes 23 gleichbleibende Dicke der Schaumschicht 5, die eine gleichmäßige Färbung ermöglicht. Es kann aber
auch die "Mantellinie" 41 eine Profilierung in Gestalt von Ausnehmungen oder Ausschnitten 4? aufweisen, wodurch
die Schaumschicht 5 nicht mehr eben v.'ird, sondern eine
komplementäre Profilierung erhält, die zu einem entsprechenden Streifenmuster auf die Warenbahn 1 führt.
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Claims (1)
- Patentansprüche,1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von textlien und ähnlichen Warenbahnen mit einem auf die Warenbahn in Schaumform aufzubringenden Behandlungsmittel,mit einer umlaufenden, in ihrer Länge mindestens der Breite der Warenbahn entsprechenden Trommel, auf deren Umfang die Warenbahn an einer Stelle aufläuft und die von der VJarenbahn in einem Umschlingungsbereich umschlungen ist, und mit einer den Schaum in einem Übertragungsbereich am Trommelumfang übertragenden Schaumzuführanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumzuführanordnung (14) eine im Umschlingungsbereich auf der beim Umlauf fallenden Seite der Trommel (2) an die dort auf der Trommel (2) befindliche Viarenbahn (1) of fei angrenzende Schaumkammer (11) umfaßt und am unteren Ende (18) der Schaumkammer (11) eine sich parallel zur Trommelachse erstreckende Streichrakel (l6,l6') vorgesehen ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einstellvorrichtung für den radialen Abstand der Streichrakel (l6,l6') vom Trommelumfang vorgesehen ist.J). Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur über die Länge der130039/0467OOPY
ORIGINAL INSPECTEDStreichrakel (16,16') unterschiedlichen Einstellung des radialen Äbstands der Streichrakel (16,16') vom Trommelumfang vorgesehen ist.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Streichrakel (l6,l6!) durchbiegungssteuerbar ist.5· Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Streichrakel (l6,l6') ein äußeres Rohr (20) umfaßt, durch welches ein Abstand zum Innenumfang des Rohrs (20) belassender Kern (21) der Länge nach hindurchgreift und daß in der Anstellebene (22) auf der Spaltseite zwischen Kern (21) und Innenumfang des Rohrs (20) eine sich im wesentlichen über die Länge des Rohrs (20) erstreckende Kammer mit in Anstellrichtuni nachgiebigen Wänden vorgesehen ist, welche mit einem fluiden Druckmittel füllbar ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch auf der in der Anstellebene der Spalt seite gegenüberliegenden Seite zwischen Kern (21) und Innenumfang des Rohrs (20) eine sich im wesentlichen übe: die Länge des Rohrs (20) erstreckende Kammer mit" in Anstellrichtung nachgiebigen Wänden vorgesehen ist, welche separat mit einem fluiden Druckmittel füllbar ist.7- Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Kammern durch eine] bis auf eine Zuleitung für das Druckmittel geschlossenen Schlauch (24,25) gebildet ist.8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Streichrakel (l6) als zumindest teilzylindrischen Körper mit im Querschnitt mindestens auf der Seite des Schaums konvexer Oberfläche ausgebildet ist.0,0.3 9/09. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Streichrakel (16') der Länge nach auf der dem Spalt zugewandten Seite eine in Bewegungsrichtung des Schaums gesehen vom Spalt hinweg einspringende Ausnehmung (37) mit einer Abreißkante (35) aufweist.10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tangentialebene (33) an der Außenumfangsflache der Streichrakel (16') an der Abreißkante (35) und die die Abreißkante (35) ergebende einspringende Fläche (32) einen Winkel (32O von weniger als 90° einschließen.11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schaumkammer (11) eine über die Breite der Viarenbahn (1) reichende und den Schaum (13) zumindest auf der der Trommel (2) benachbarten Seite überdeckende Abdeckung (29) vorgesehen ist.12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (29) auf einem Kreisbogen (44) um die Achse der Trommel (2) herum bewegbar ist.13· Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (29) an dem der Tromme: (2) benachbarten Rand eine in Umlaufrichtung (3) des Trommelumfangs gerichtete Abwinklung (30) aufweist.14. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (37) eine solche Tiefe und Ausbildung aufweist, daß die an der Abreißkante (35) gebildete Schaumschicht (5) die Streichrakel (161) bei der Weiterbewegung hinter der Abreißkante (35) nicht mehr berührt.130039/0487OCPY
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