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Kabelmantelschneider zum Längsschlitzen von Kunststoff-
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kabelmänteln Die Erfindung betrifft einen Kabelmantelschneider zum
Längsschlitzen von Kunststoffkabelmänteln, bestehend aus einem Messerträger für
ein von außen auf das Kabel aufsetzbares Messer und aus einem Handhebel mit einem
verzahnten Ende zum Fortbewegen des Messerträgers auf dem Kabelmantel.
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Ein derartiger Kabelmantelschneider wird in der Montage-Kurzvorschrift
der Firma Siemens (S 45 055 - M 115 -P 321, Ausgabe 1, März 1976) beschrieben. Dieser
Eabelmantelschneider wird zum Längsschlitzen von Kunststoffkabelmänteln verwendet
und besteht im wesentlichen aus einem Messerträger, in dem ein Messer fest eingesetzt
ist, mit dem der Kabelmantel der Länge nach eingeschlitzt werden kann. Zum Fortbewegen
des Messers auf dem Kabelmantel dient ein Handhebel, der im Messerträger um eine
Achse drehbar angeordnet ist und auf der dem Kabelmantel bzw. dem Messer zugekehrten
Seite eine scharfkantige, bogenförmige Verzahnung aufweist. Der Kabelmantelschneider
wird im Einsatzfall auf dem Kabelmantel aufgesetzt und durch Niederdrücken des Handhebels
rollt infolge der Hebelwirkung die bogenförmige Verzahnung auf dem Kabelmantel ab.
Hierdurch wird der Messerträger und damit auch das Messer entlang einer Mantellinie
des Kabelmantels entlanggezogen, wobei durch das Messer der Einschnitt im Kabelmantel
erfolgt.
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Bei diesem Kabelschneider ist jedoch das Messer fest und vorstehend
angeordnet und die Einschnittiefe wird durch entsprechende Einstellung eines Exzenters
an der Sef 1 Phl / 14.3.1980
Achse des Handhebels reguliert. Hierbei
läßt sich aber nicht vermeiden, daß das Messer immer frei liegt, so daß bei den
Montagearbeiten große Verletzungsgefahr für den Monteur besteht, besonders dann,
wenn das Gerät während des Arbeitsvorganges vom Kabelmantel abrutscht.
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Die Aufgabe der Erfindung lag nun darin, einen Kabelmantelschneider
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem das Messer im Ruhezustand des
Gerätes geschützt angeordnet ist und nur im eigentlichen Arbeitszustand, der erst
durch unmittelbare Bedienung des Gerätes gegeben ist, frei liegt. Die gestellte
Aufgabe wird nun gemäß der Erfindung bei einem Kabelmantelschneider dadurch gelöst,
daß das Messer an einem Schieber befestigt ist, daß der Schieber in einer Bohrung
des Messerträgers verschiebbar angeordnet ist und daß eine Rückholfeder zwischen
dem Messerträger und dem Schieber so angeordnet ist, daß das Messer im Ruhezustand
ion der-Bohrung für den-Schieber versenkbar ist.
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Ein großer Vorteil an der Erfindung ist darin zu sehen, daß im Ruhezustand
das Messer im Messerträger so weit zurückgezogen ist, daß eine Verletzungsgefahr
ausgeschlossen ist. Dabei ist wesentlich, daß dieser Ruhezustand, das heißt das
Zurückholen des Messers, sofort nach der Beendigung des Arbeitszustandes selbsttätig
eingenommen wird. Der Kabelmanteischneider ist nun so gestaltet, daß das Messer
in einem beweglichen Schieber befestigt ist, der in einer Bohrung auf- und abwärts
geführt werden kann. Hierdurch kann das Messer so weit zurückgezogen werden, daß
es über die Begrenzungen des Messerträgers nicht hinausragt. Mit Hilfe einer Rückholfeder,
die zwischen dem beweglichen Schieber und dem Messerträger angeordnet ist, wird
erreicht, daß der Schieber auf der messerlosen Seite so weit herausgedrückt wird,
daß das in ihm befestigte Messer auf der
anderen Seite gerade in
der Bohrung zurückgezogen ist.
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Durch diese Federkraft wird also gewährleistet, daß das Messer im
Ruhezustand in der Bohrung versenkt ist. Im Arbeitszustand wird nun entgegen der
Federkraft der Schieber in die Bohrung eingedrückt, wobei das Messer in die Arbeitssteliung
ausgefahren wird. Andererseits zieht sich beim Loslassen des Schiebers das Messer
infolge der Federkraft selbsttätig in die Bohrung zurück, so daß dann eine Verletzungsgefahr
durch das Messer nicht mehr gegeben ist. Der Schieber wird durch entsprechende Rastmittel
in seiner Hubbewegung begrenzt. Diese Begrenzung kann nun so ausgeführt sein, daß
damit die Schnittiefe des Messers bestimmt werden kann. Die Einstellung der Schnittiefe
ist von Bedeutung, da das Messer nur so weit abgesenkt werden darf, daß gerade die
Dicke des Kabelmantels erfaßt wird. Weiteres Absenken würde zu einer Verletzung
der Kabelseele führen.
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Das Messer weist weiterhin am unteren Ende einen nach beiden Seiten
abgewinkelten dünnen Ansatz auf, der beim Absenken des Messers tangential auf dem
abgesetzten Teil des Kabels aufliegt. Durch diese Verbreiterung am Ende des Messers
wird vermieden, daß die Kabel seele durch die Messerschneide beim Aufsetzen wie
auch beim folgenden Einschneiden verletzt wird; denn dieser Ansatz wird während
des Einschneidens unterhalb des Kabelmantels auf der Kabelseele gleitend geführt.
Dies hat auch zur Folge, daß das Messer während des Schneidevorganges selbst in
der Arbeitsstellung gehalten wird, so daß in dieser Arbeitsphase der Schieber nicht
mehr gedruckt werden muß. Die Schnittiefe des Messers kann jedoch auch durch Verschiebung
der Handhebelachse mit Hilfe eines Exzenters eingestellt werden. Im übrigen erfolgt
das Einziehen des Messers in den Kabelmantel entlang einer Mantellinie durch Niederdrücken
des Handhebels, wobei das in der Achse des Messerträgers gehaltene und kreisbogenförmig
ausgebildete Ende des
Handhebels auf dem Kabelmantel abrollt. Eine
entsprechende Verzahnung erhöht die Reibung und verhindert das Abrutschen.
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Die Erfindung wird nun anhand einer Figur, in der auch gleichzeitig
die Arbeitsweise dargestellt ist, naher erläutert.
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In der Figur wird der Einsatz des Kabelmantelschneiders an einem Kabel
14 gezeigt, dessen Kabelmantel von der Absatzstelle des Kabelmantels ausgehend entlang
einer Mantellinie eingeschnitten wird. Der Kabelmantelschneider besteht aus einem
Messerträger 1, in bzw. an dem sämtliche Bedienungselemente angeordnet sind. So
ist in einer hier nicht sichtbaren Bohrung der Schieber 7 auf-und abbewegbar. An
einem, dem Kabel 14 zugewandten Ende des Schiebers 7 ist ein Messer 4 mit einer
Fixierschraube 6 befestigt, wobei hierdurch möglich ist, daß dieses Messer 4 in
einfacher Weise ausgewechselt werden kann.
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Die Fixierschraube 6 ist seitlich in einer länglichen Aussparung 5
zugänglich. Bei der Bewegung des Schiebers 7 wird diese Fixierschraube 6 mitbewegt
und durch entsprechende Abstimmung auf die Aussparung 5 ist hierdurch gleichzeitig
eine Sicherung gegen Verdrehen des Schiebers 7 und damit des Messers 4 gegeben.
Weiterhin wird durch die Länge der Aussparung 5 die mögliche Hub-bzw. Senkhöhe des
Schiebers 7 innerhalb der Bohrung bestimmt. Diese Hub- und Senkbewegung wird in
der Figur durch den Doppelpfeil 10 angedeutet, wobei die gezeichnete Stellung den
Arbeitszustand wiedergibt, das heißt, das Messer 4 ist mit dem Schieber 7 so weit
abgesenkt, bis der abgewinkelte Ansatz 16 am unteren Ende des Messers 4 tangential
auf der abgesetzten Eabelseele aufliegt. Nun kann der Einschnitt im Kabelmantel
ausgeführt werden. Die erforderliche Fortbewegung des Messers 4 entlang einer Mantellinie
des Kabels 14 er-
folgt durch Niederdrücken des Handhebels 2 in
die dort gestrichelt gezeichnete Stellung. Dieser Handhebel 2 ist in einer verstellbaren
Achse am Messerträger 1 gelagert, so daß hierdurch das bogenförmige Ende 3 mit einer
Verzahnung auf dem Kabelmantel des Kabels 14 abrollen kann. Die Verstellung der
Achse erfolgt mit Hilfe eines drehbaren Exzenters 11.D urch Verdrehen des Exzenters
11 in verschiedene Markierstellungen 12 wird der Abstand zur Deckseite des Messerträgers
1 verändert und dies bewirkt verschiedene Einschnittiefen des Messers 4, da der
Abstand zwischen dem Messerträger 1 und dem Kabelmantel bei gleicher Messerstellung
maßgebend ist für die Einschnittiefe. Wie bereits erwohnt; darf das Messer 4 nur
so weit abgesenkt werden, daß der Kabelmantel in seiner ganzen Stärke gerade erfaßt
wird. Gemäß der Erfindung ist zwischen dem Schieber 7 und dem Messerträger 1 eine
Rückholfeder 8 in einer Bohrung 9 des Messerträgers 1 so angeordnet, daß sie in
unbelasteter Ruhestellung den Schieber 7 aus der Bohrung bis zum Anschlag nach oben
herauszieht. Dadurch rückt das Messer 4, das am Schieber 7 befestigt ist, in die
Bohrung ein und ist somit geschützt. Die Verletzungsgefahr durch das Messer 4 im
Ruhezustand ist damit nicht mehr gegeben. Das bedeutet jedoch, daß zu Beginn des
Arbeitszustandes der Schieber 7 gedrückt werden muß, um das Messer 4 in Funktionsstellung
zu bringen. Sobald also der Schieber 7 losgelassen wird, schnappt automatisch das
Messer 4 zurück, so daß auch zum Beispiel im Fall eines Abrutschens vom Kabelmantel
kaum mehr Verletzungsgefahr durch das Messer 4 besteht. Erst wenn der abgewinkelte
Ansatz 16 unter dem Kabelmantel eingeführt ist, erübrigt sich das Niederdrücken.
Der Schieber 7 weist in diesem Ausführungsbei spiel am oberen Ende einen oberstand
auf, an dem die Rückholfeder 8 einwirkt. Durch entsprechende Ausbildung eines Widerlagers
15 mit ver-
schiedenen Höhenabstufungen kann auch hier eine Schnitttiefeneinstellung
des Messers vorgenommen werden; denn verschieden weites Eindringen des Schiebers
7 in die Bohrung bedeutet, daß auf der anderen Seite das Messer 4 mehr oder weniger
weit ausgefahren wird. Damit wäre die Eindringtiefe zusätzlich verstellbar. Es könnte
jedoch auch zum Beispiel auf die Verstellung durch den Exzenter 11 verzichtet werden,
wodurch sich der Aufbau unter Umständen vereinfacht. Am Fuße des Messerträgers 1
ist schließlich noch in bekannter Weise eine Haltefeder 13 angeordnet, durch welche
die Einschnittlänge im Kabelmantel bestimmt werden kann. Durch die Länge dieser
Haltefeder 13 ist auch die Länge des Einschnittes vorgegeben, wenn zum Beispiel
festgelegt wird, daß der Schnitt dann die richtige Länge aufweist, wenn das Ende
der Haltefeder 13 gerade die Absetzkante des Kabelmantels erreicht hat. Eine weitere
Möglichkeit zur Regulierung der-Eindringtiefe des Messers 4 in den Kabelmantel kann
durch entsprechende Aufsatzstücke erreicht werden, die auf der Messerseite des Messerträgers
1 aufgesetzt werden. Dadurch steht das Messer 4 nicht mehr so weit vor und kann
deshalb nicht mehr so tief eindringen.
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1 Figur 6 Patentansprüche