DE3009851A1 - Anlage mit einem reaktorbehaelter, insbesondere zur vergasung fossiler brennstoffe - Google Patents
Anlage mit einem reaktorbehaelter, insbesondere zur vergasung fossiler brennstoffeInfo
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Description
-γ-
Anlage mit einem Reaktorbehälterf inabesondere zur
Vergasung fossiler Brennstoffe.
Die Erfindung betrifft eine Anlage mit einem Reaktorbehälter, insbesondere zur Vergasung .fossiler Brennstoffe,
mit einer feuerfesten Auskleidung, deren Innenseite den Behälterinnenraum begrenzt, und mit
einem zur Verbindung mit einem weiteren Anlagenteil dienenden Anschlußteil des Reaktorbehälters,
dessen Querschnitt im Anschlußbereich kleiner ist als der Behälterquerschnitt.
Beim Vergasen fossiler Brennstoffe, zum Beispiel beim Vergasen von Kohle, treten vielfach sehr hohe
Temperaturen auf. Die Auskleidung eines Reaktorbehälters muß deshalb oft Temperaturen standhalten,
die 1500 Grad C oder mehr betragen. Auch die den Reaktorbehälter verlassenden Reaktionskoraponenten
haben vielfach noch Temperaturen, die nur wenig niedriger liegen.
Deshalb muß auch
ein zur Verbindung mit einem weiteren Anlagenteil dienender Anschlußstutzen mit einer feuerfesten
Auskleidung versehen sein. Letzteres gilt entsprechend für die jeweils angeschlossenen Leitungsoder Anlagenteile,
Diese sollten zweckmäßig immer so ausgebildet sein, daß zumindest der direkte Durchtritt der Wärmestrahlung
nach außen hin verhindert wird. Zusätzlich kann es aber auch erforderlich werden, ganz
allgemein den Durchtritt von Strömungen durch die Auskleidung nach außen zu verhindern. Aus diesen
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Gründen wurde die Auskleidung auch im Anschluß- und Verbindungsbereich so ausgebildet, daß sie
in diesem Bereich einen soweit wie möglich durchgehenden Verlauf hat. Dies bedeutete in der Praxis,
daß die feuerfeste Auskleidung im Anschluß- und Verbindungsbereich erst nach dem Verbinden des
Behältermantels mit dem Mantel einer anschließenden Leitung oder eines nahgeschalteten Anlagenteils
in ihrem Verlauf fertiggestellt werden konnte. Da dies von innen her geschehen mußte, waren die hier-)
zu erforderlichen Arbeiten sehr schwierig und um
ständlich.
Andererseits besteht zu gegebener Zeit die Notwendigkeit, den Reaktorbehälter von einem nachgeschalteten
Anlagenteil trennen zu können, zum Beispiel zum Zweck einer Reparatur oder eines Auswechselns.
Das Lösen und Herstellen der jeweiligen Verbindungen erfordert viel Zeit und einen erheblichen technischen
Aufwand.
Es kommt aber auch hinzu, daß es für die Steuerung bestimmter Verfahrensabläufe innerhalb des Iteaktor-
·-* behälters zweckmäßig sein kann, seinen Querschnitt
im Ausgangsbereich zu verändern. Eine Verkleinerung des Ausgangsquerschnitts führt zu einer höheren
Verweilzeit der Reaktionskomponenten im Reaktorbehälter. Umgekehrtes gilt für eine Vergrößerung
des Ausgangsquerschnittes.
Auch zu diesem Zweck kann es also erforderlich werden, Arbeiten an der feuerfesten Auskleidung im
Anschluß- und Verbindungsbereich durchzuführen.
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INSPECT^0
Auch für diesen Fall gilt aber der oben genannte Nachteil, der in einem sehr großen technischen
Aufwand und insbesondere auch in einem beachtlichen Zeitbedarf besteht. Ein großer Teil der
notwendigen Zeit wird bereits dafür benötigt, den Reaktorbehälter so weit abkühlen zu lassen,
daß das Arbeiten an der Auskleidung möglich ist.
Hiervon ausgehend lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Reaktorbehälter der eingangs
genannten Art im Bereich seines Anschlußstutzens so auszubilden, daß zum Anschließen oder Abtrennen
von Leitungs- oder Anlagenteilen oder auch zum Verändern des Ausgangsquerschnitts des Reaktorbehälters
nur ein geringer technischerAufwand sowie insbesondere auch eine kurze Montagezeit
erforderlich sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß zwischen dem Anschlußteil des Reaktorbehälters und dem weiteren Leitungs- oder Anlagenteil
ein Zwischenring eingesetzt ist, daß der Zwischenring ebenfalls eine·feuerfeste Auskleidung enthält und daß
der lichte Innenquerschnitt dieser Ringauskleidung den kleinsten Durchtrittsquerschnitt des Arischlußbereiches
bestimmt.
Durch diese Ausbildung werden mehrere Vorteile erreicht,
von denen einer darin besteht, daß zur Anpassung an den Anschlußbereich eines anderenAnlagen-
oder Leitungsteils oder auch zur Veränderung des Austrittsquerschnittes
des Reaktorbehälters eine Montage an der feuerfesten Auskleidung desselben überhaupt
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nicht erforderlich ist. Der Zwischenring ist ein • gegenüber dem Reaktorbehälter selbst nur verhältnismäßig
kleines Bauteil. Dieses kann in mehreren Stücken und vor allem auch mit unterschiedlich
großen Innenquerschnitten zur Verfügung gehalten werden. Wenn das Anschließen eines nachgeschalteten
Anlagenteils oder aber eine Veränderung des lichten Innenquerschnitts im Austrittsbereich
des Reaktorbehälters erforderlich ist, genügt
\ ein Auswechseln des Zwischenringes. Es brauchen
j nur die Verbindungen zwischen dem äußeren Mantel
des Anschlüßstutzens und demjenigen des Zwischen-
* . ringes gelöst zu werden, wobei der ,Reaktorbehäl-
\ ter gegebenenfalls etwas angehoben werden muß.
Diese Arbeiten können nach einer wesentlich ge- >
ringeren Abkühlungszeit erfolgen, denn an der
j ■ Auskleidung selbst als dem heißesten Bereich jj . braucht nicht unmittelbar gearbeitet zu werden.
, ■» Besonders vorteilhaft ist es, daß alle Arbeiten
* von außen her vorgenommen werden können. Di'e Auskleidung
des Zwischenringes kann in einfacher Wei-■ se jeweils eine solche Form erhalten, daß ein mehr
oder weniger durchgehender Verlauf der Auskleidung Jm an den Übergangsstellen zum Anschlußstutzen und
auch zu dem nachgeschalteten Leitungs- oder Anlagenteil hin gewährleistet ist.
Hierzu ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn sich
der Querschnitt der Ringauskleidung von dem kleinsten Querschnittsbereich aus in Richtung auf den Anschlußteil
trichterförmig erweitert. Hierbei kann die Auskleidung des Anschlußteils so ausgebildet sein, daß
sie ein Stück aus dem äußeren Mantel desselben herausragt. Damit ist ein überdecken der Auskleidung des
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ORIGINAL IMSPECTED
— ο _
Anschlußstutzens mit der Ringauskleidung in radialer Richtung gewährleistet, so daß kein unmittelbarer
Durchtritt von Wärmestrahlung nach außen hin möglich ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird weiterhin vorgeschlagen, daß die Auskleidung
des Anschlußteils mittels einer am Reaktorbehälter befestigten Tragkonstruktion freitragend
gehalten ist und daß zwischen der Auskleidung und dem äußeren Mantel des Anschlußstutzens ein Ring- '-raum
gebildet ist. Wenn die. Auskleidung des Anschlußstutzens in den Zwischenring hineinragt, so
wird durch diesen in radialer Richtung gebildeten Freiraum Platz für eine Befestigung der Ringauskleidung
geschaffen.
Vielfach kann es erforderlich sein, die feuerfeste Auskleidung zu kühlen. In diesem Fall kann eine
vorteilhafte Ausbildung der Erfindung darin'bestehen, daß die Tragkonstruktion durch zur Achse
des Anschiußteils zumindest angenähert parallel verlaufende Kühlrohre gebildet ist. Diese können
um' den Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sein, so daß sie einen konstruktiv stabilen Käfig
bilden, der die Auskleidung oder zumindest eine innerste Schicht derselben umgibt.
Hierbei können die Kühlrohre erfindungsgemäß zumindest an ihren dem Reaktorbehälter zugewandten
Enden in einen Ringsammler münden, wobei der Ringsammler in radialer Richtung geringfügig beweglich
gelagert sein kann. Letzteres dient dem Zweck, einen Ausgleich unterschiedlich großer Wärmedehnungen
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zwischen der aus den Kühlrohren und dem Ringsammler bestehenden Tragkonstruktion einerseits und der
Auskleidung andererseits zu ermöglichen.
Für die Ausbildung des Zwischenringes kann es erfindungsgemäß
vorteilhaft sein, wenn die Ringauskleidung mittels einer Tragkonstruktion an dem
äußeren Mantel des Zwischenringes gehalten und im übrigen ebenfalls freitragend ausgebildet ist.
\ Die freitragende Aufhängung sowohl bei der Aus
kleidung des Anschlußstutzens als auch bei der
Ringauskleidung ermöglicht nämlich einen möglichst kleinen Verbindungsbereich zwischen Auskleidung
und äußerem Mantel, so daß Maßnahmen zum Ausgleich unterschiedlich großer Wärmedehnungen nur in diesem
Bereich getroffen zu werden brauchen.
Zur Ausbildung des Zwischenringes wird erfindungsgemäß weiterhin vorgeschlagen, daß die Tragkonstruktion
für die Ringauskleidung ebenfalls durch Kühlrohre gebildet ist, daß an dem dem Reaktorbehälter
zugewandten Ende des Zwischenringes ein Ringsammler angeordnet ist, in den die diesem zugewandten Enden
_. f/ der Kühlrohre münden, und daß dieser Ringsammler-
bei montiertem Zwischenring die aus dem Anschlußteil herausragende Auskleidung umgibt. Die Auskleidung
des Anschlußstutzens kann somit bis in den gekühlten Bereich des Zwischenringes und seiner
Auskleidung hineingeführt werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ringauskleidung im Bereich ihres kleinsten Querschnittes
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ORIGINAL INSPECTSO
von einem Ringsammler umgeben, in den die anderen
Enden der Kühlrohre münden. Somit trägt der Ringsammler im engsten Querschnitt der Ringauskleidung
selbst zur unmittelbaren Kühlung bei, wobei er gleichzeitig dem mittleren Bereich des Zwischenringes
einen guten konstruktiven Halt gibt. Auch lassen sich die Kühlrohre in sehr günstiger Weise
führen, nämlich derart, daß sich die Ringauskleidung vom engsten Querschnitt aus in Richtung auf
das dem Reaktorbehälter abgewandte Ende des Zwischenringes ebenfalls trichterförmig erweitert,
daß die Kühlrohre außerhalb des in Höhe des engsten Auskleidungsquerschnitts angeordneten Ringsammlers
bis etwa zum unteren Ende der trichterförmigen Erweiterung verlaufen und daß die Kühlrohre von dort
aus nach innen umbiegend in Richtung aufden Ringsammler zurückgeführt sind. Hierdurch erhält der
durch die Kühlrohre gebildete Käfig bis zu dem dem Reaktorbehälter abgewandten Ende des Zwischenringes
hin eine verhältnismäßig geschlossene Zylinderform. Diese ermöglicht das Einschieben
der Ringauskleidung in einen nachgeschalteten Leitungs- oder Anlagenteil mit verhältnismäßig
geringem Spiel, so daß auch die Ringauskleidung mit der Auskleidung des nachgeschalteten Leitungsoder Anlagenteils einen guten übergang bilden kann.
Hierbei ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn das dem Reaktorbehälter abgewandte Ende der Ringauskleidung
aus dem äußeren Mantel des Zwischenringes dn Stück herausragt.
Die feuerfeste Auskleidung des Anschlußstutzens und des Zwischenringes können je nach Bedarf ganz oder
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teilweise aus feuerfesten Bausteinen oder auch aus feuerfester Baumasse hergestellt sein. Insbesondere
für den Zwischenring kann die Verwendung von Baumasse Vorteile ergeben. Wenn die Auskleidung
aus feuerfester Baumasse besteht, können zweckmäßig die Kühlrohre und/oder zwischen diesen
angeordnete Bleche und/oder die Ringsammler , . mit Ankern versehen sein, die in die Baumassenschicht
hineinragen. Die Anker können an diesen Teilen durch einfache Schweißung befestigt
werden.
Ferner können zwischen der Auskleidung oder ihrer .» Tragkonstruktion und dem äußeren Mantel jeweils
j zumindest teilweise aus flexiblem Material bestehende
Gassperren angeordnet sein, um den Eintritt von Gasströmen in den jeweils zwischen der Auskleidung und
dem äußeren Mantel befindlichen Raum zu verhindern.
Ί ' ■
. Nachfolgend wird eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand einer Zeichnung
■ näher beschrieben. Im einzelnen zeigen:-.
' -"■' Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch
den Anschluß- und Verbindungsbereich
* eines Reaktorbehälters mit nachgeschal-
S tetem Anlagenteil;
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II
f in Figur 1 mit zwei in unterschiedlichen
Ebenen liegenden Teilschnitten;
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ORIGINAL INSPECTED
Figur 3 eine Ansicht des durch die Kühlrohre im Zwischenring gebildeten Käfigs.
In Figur 1 ist nur der untere Teil eines in vertikaler Lage angeordneten Reaktorbehälters dargestellt,
der einen äußeren druckfesten Mantel 10 und eine innere Auskleidung 11 aus feuerfestem
Material hat. Der Querschnitt des Behälterinnenraums 12 verjüngt sich kegelstumpfförmig nach
unten hin zu einer Auslaßöffnung 13, die dem lichten Innenquersehnitt eines Ausgangsstutzens
entspricht. Letzterer hat eine innere Auskleidung 14 aus feuerfester Baumasse sowie einen äußeren
druckfesten Mantel 15, der am unteren Ende.des Reaktorb.ehälters mit dem Mantel 10 desselben verbunden
ist.
Die Auskleidung 14 aus Baumasse wird von einem aus Kühlrohren 16 gebildeten Käfig getragen. Die
oberen Enden der Kühlrohre 16 münden in einen
Ringsammler 17, der auf Konsolen 18 gelagert ist.
Die unteren Enden der Kühlrohre 16 sind mit einem weiteren Ringsammler 19 verbunden. Der obere Ringsammler
17 ist in seinem Verlauf über den Umfang
in mindestens zwei Abschnitte unterteilt. Der in
Figur T linke Abschnitt ist mit einer Zuleitung verbunden, während der in Figur 1 rechte Abschnitt
mit einer Ableitung 21 in Verbindung steht. Die Zuleitung 20 und die Ableitung 21 führen zu einer
hier nicht dargestellten zentralen Kühlmittelversorgung. Zum Ausgleich von Wärmedehnungen sind
in die Zuleitung 20 und die Ableitung 21 jeweils Kondensatoren 22 eingeschaltet. iv
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>&:■:·'
Wie Figur 2 erkennen läßt, sind die Kühlrohre durch Bleche 23 in ümfangsrichtung miteinander
verbunden. An den Kühlrohren 16 und auch an den Ringsammlern 17 und 19 sind Masseanker 24 angeschweißt,
die sich mit ihren auseinandergespreizten Enden in die Auskleidung 14 hineinerstrecken und
diese mit dem aus den Kühlrohren 16 und den Ringsammlern
17 und 19 gebildeten Käfig fest verbinden.
Durch die Lagerung des oberen Ringsammlers 17 auf den Konsolen 18 wird eine Beweglichkeit
— Ii des Ringsammlers 17 in radialer Richtung ermög
licht, so daß Raum zur Aufnahme von Wärmedehnungen • · zur Verfügung steht. Die Auskleidung 14 ist also
freitragend über den Ringsammler 17 im Anschlußstutzen aufgehängt, wobei sie das untere Ende des
Mantels 15 ein Stück überragt.
Unter Verwendung von Dichtungsringen 25 ist an den Mantel 15 des Anschlußstutzens der äußere
Mantel 26 eines Zwischenringes 27 angeflanscht. Der Zwischenring 27 hat im einzelnen folgenden
Aufbau:
In Höhe des oberen Endes des Mantels 26 sind an der Innenseite desselben Konsolen 28 vorgesehen,
auf denen ein Ringsammler 29 aufliegt. Auch dieser ist über den Umfang hin in Abschnitte unterteilt,
die sich jeweils über einen Bogenwinkel von 90 Grad erstrecken. Vom Ringsammler 29 gehen
Kühlrohre 30 aus, die zunächst ein Stück senkrecht nach unten, dann nach unten und nach innen und
anschließend wieder nach unten verlaufen, bis sie schließlich mit ihren Enden nach innen und oben
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umbiegen und in einen weiteren Ringsammler 31 münden. Letzterer ist über den Umfang in zwei
Abschnitte unterteilt, die jeweils einen Bogenwinkel von 18G Grad einnehmen. Der Aufbau des
aus den Kühlrohren 30 und den Ringsammlern 29 und 31 bestehenden Käfigs ergibt sich insbesondere
auch aus Figur 3, die diesen Käfig für einen ümfangsbereich von 180 Grad zeigt. In den in Figur
3 linken Abschnitt des oberen Ringsammlers 29 mündet eine Zuleitung 32. Das Kühlmedium fließt
durch die von diesem Abschnitt ausgehenden Kühlrohre 30 in den unteren Ringsammler 31 und von
diesem in den in Figur 3 rechten Abschnitt des oberen Ringsammlers 29 zurück. Von dort aus wird
das Kühlmedium über eine Ableitung 33 entweder zu einer zentralen Kühlmittelversorgung zurückgeführt
oder aber der anderen Hälfte des im Zwir schenring 27 ausgebildeten Kühlsystems zugeleitet.
Die Ringsammler 29 und 31 sowie die Kühlrohre 30 sind ebenfalls mit Masseankern 24 versehen, die
eine aus feuerfester Baumasse bestehende Auskleidung 34 halten. Während der obere Ringsammler
29 in Höhe eines zwischen der Auskleidung 11 des Anschlußstutzens und dem Mantel 10 desselben bzw.
dem Mantel 26 des Zwischenringes gebildeten Ringraumes angeordnet ist, beginnt die Auskleidung
34 etwas tiefer mit einer trichterförmigen Erweiterung, die sich nach unten hin zu einem Bereich
35 des engsten Querschnittes verjüngt. In Höhe dieses Bereiches 35 befindet sich auch der untere
Ringsammler 31. Der Bereich 35 stellt den kleinsten
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t tv.
Querschnitt an der Ausgangsseite des Reaktorbehälters
dar und erweitert sich nach unten hin ebenfalls trichterförmig .
Es ist also auch die Auskleidung 34 des Zwischenringes
27 an dem oberen Ringsammler 29 freitragend aufgehängt, wobei der Ringsammler 29 auf den Konsolen
in radialer Richtung geringfügig verschiebbar gelagert ist, so daß die von Wärmedehnungen" ausgehenden
Beanspruchungen nicht nach außen hin übertragen werden.
Die Auskleidung 34 steht ein Stück über das untere Ende des Mantels 26 des Zwischenringes 27 hervor
und ragt mit ihrem unteren Ende in eine feuerfeste. Auskleidung 36 hinein, die bereits zu einem nachgeschalteten
Anlagenteil gehört. Letzterer hat ebenfalls die Form eines Behälters mit einem .
' äußeren Mantel 37, der an seinem oberen Ende in
den Mantel 38 eines Anschlußstutzens übergeht. Letzterer ist in seinem Durchmesser auf den Mantel
26 des Zwischenringes 27 abgestimmt, so daß auch hier unter Verwendung von Dichtungsringen 25
der Mantel 38 des Anschlußstutzens mit dem Mantel 26 des Zwischenringes 27 verschraubt werden kann.
Die Auskleidung 36 ist im übrigen ebenfalls an einem aus Kühlrohren 39 gebildeten Käfig gehalten und freitragend
aufgehängt.. .
Wie Figur 1 erkennen läßt, haben die Auskleidungen 11,34 und 36 eine solche Form und Anordnung, daß
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ORIGINAL fNSPEGTED
+,-■■
- 17 -
die aus dem Reaktorbehälter austretenden Reaktionskomponenten in den nachgeschalteten Behälter gelangen
können, ohne daß in radialer Richtung unmittelbare Wärmestrahlung nach außen durchdringen kann.
Es sind zusätzlich noch Gassperren 40 vorgesehen, die zumindest teilweise aus elastischem Material
bestehen und über den Umfang hin eine Abdichtung jeweils zwischen der inneren Auskleidung 11,34
und 36 einerseits und den zugehörigen äußeren Mantel 10,26 und 37 andererseits bilden.
Zum Lösen und Trennen der Verbindung braucht man nur den oberen Reaktorbehälter nach dem Lösen
der Flanschverbindungen ein Stück anzuheben, so daß der Zwischenring 27 herausgenommen, eingesetzt
oder gegen einen anderen Zwischenring ausgetauscht werden kann. Irgendwelche Arbeiten an den Auskleidungen
11, 34 und 36 selbst sind hierbei nicht erforderlich.
Die Masseanker 24 bestehen bei dieser Ausführungsform
aus Stahl und sind durch Schweißung befestigt. Es ist aber auch denkbar, Anker ähnlicher Form oder Ankersteine
zu verwenden, die aus keramischem Material bestehen und z.B. mit geeigneten Stahlklammern am
Mantel befestigt sind.
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| 10 | Mantel | 33 | Ableitung |
| 11 | Auskleidung | 34 | Auskleidung |
| 12 | Behälterinnenraum | 35 | Bereich |
| 13 | Auslaßöffnung | 36 | Auskleidung |
| 14 | Auskleidung | 37 | Mantel |
| 15 | Mantel | 38 | Mantel |
| 16 | Kühlrohr | 39 | Kühlrohr |
| 17 | Ringsainmler | 40 | Gassperre |
| 18 | Konsole | ||
| 19 | Ringsammler | ||
| 20 | Zuleitung | ||
| 21 | Ableitung | ||
| 22 | Kompensator | ||
| 23 | Blech | ||
| 24 | Masseanker | ||
| 25 | Dichtungsring | ||
| 26 | Mantel | ||
| 27 | Zwischenring | ||
| 28 | Konsole | ||
| 29 | Ringsammler | ||
| 30 | Kühlrohr | ||
| 31 | Ringsammler | ||
| 32 | Zuleitung |
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ORIGINAL INSPiCTtS
Claims (13)
- Dipl.-lng. Dr. jur. Alfred W.:Jvteyer».*\-- d 4ü«o"Düsseidorf ι 12 3 1980 Patentanwaltzugelassener Vertreter beim Europäischen Patentamt TelegrammeTelex: 858 2282 mypa dMein Zeichen 6048 A 228Aktenzeichen:Anmelder; Firma Karrena GmbHRüdigerstraße 20, 4000 Düsseldorf 30Firma Ruhrchemie Aktiengesellschaft 42oo Oberhausen 13(Holten)Firma Ruhrkohle Aktiengesellschaft 43oo EssenAnsprüche ;Anlage mit einem Reaktorbehälter, insbesondere zur Vergasung fossiler Brennstoffe, mit einer feuerfesten Auskleidung, deren Innenseite den Behälterinnenraum begrenzt, und mit einem zur Verbindung mit einem weiteren Anlagenteil dienenden Anschlußteil des Reaktorbehälters, dessen Querschnitt im Anschlußbereich kleiner ist als der Behälterquerschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Anschlußteil (14,15) und dem weiteren Leitungs·=- oder Anlagenteil (36,37) ein Zwischenring (27) eingesetzt ist, daß der Zwischenring (27) ebenfalls eine feuerfeste Auskleidung (34) enthält und daß der lichte Innenquerschnitt dieser Ringauskleidung (34) den kleinsten Durchtrittsquerschnitt des Anschlußbereiches (35) bestimmt.130039/0422
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt der Ringauskleidung (34) von dem kleinsten Quersahnittsbereich (35) aus in Richtung auf den Anschlußteil (14,15) trichterförmig erweitert.
- ■Z. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung (14) des Anschlußteils ein Stück über den äußeren Mantel (15) desselben herausragt.
- 4. Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung (14) des Anschlußteils mittels einer am Reaktorbehälter (10) befestigten Tragkonstruktion (16-19) freitragend gehalten ist und daß zwischen der Auskleidung (14) und dem äußeren Mantel (15) ein Ringraum gebildet ist.
- 5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion durch zur Achse des Anschlußteils (14,15) zumindest angenähert parallel verlaufende Kühlrohre (16) gebildet ist.
- 6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlrohre (16) zumindest an ihren dem Reaktorbehälter (10) zugewandten Ende in einen Ringsammler (17) münden und daß der Ringsammler (17) in radialer Richtung geringfügig beweglich gelagert ist.130039/0422
- 7. Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringauskleidung (34) mittels einer Tragkonstruktion (28-31) an dem äußeren Mantel (26) des Zwischenringes (27) gehalten und im übrigen ebenfalls freitragend ausgebildet ist.
- 8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion für die Ringauskleidung (34) ebenfalls durch Kühlrohre (30) gebildet ist, daß an dem dem Reaktorbehäiter (10) zugewandten Ende des Zwischenringes (27) ein Ringsammler(29) angeordnet ist, in den die diesem zugewandten Enden der Kühlrohre (30) münden,und daß dieser Ringsammler (29) bei montiertem Zwischenring (27) die aus dem Anschlußteil (15) hervorstehende Auskleidung (14) umgibt.
- 9. Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringauskleidung (34) im Bereich ihres KLeinsten Querschnitts (35) von einem Ringsammler (31) umgeben ist, in den die anderen Enden der Kühlrohre (30) münden.
- 10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Ringauskleidung (34) vom engsten Querschnitt (35) aus in Richtung auf das dem Reaktorbehälter (10) abgewandte Ende des Zwischen" ringes (27) ebenfalls trichterförmig erweitert, daß die Kühlrohre (30) außerhalb des in Höhe des engsten Auskleidungsquerschnittes (35) angeordneten Ringsammlers (31) bis etwa zum unteren Ende der trichterförmigen Erweiterung verlaufen1*0039/0422und daß die Kühlrohre (30) von dort aus nach innen umbiegend in Richtung auf den Ringsammler (31) zurückgeführt sind.
- 11. Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dä·^ durch gekennzeichnet, daß das dem Reaktorbehälter (1o) abgewandte Ende der Ringauskleidung (34) aus dem äußeren Mantel (26) des Zwischenringes (27) ein Stück herausragt.
- 12. Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung (14) 34,36) aus feuerfester Baumasse besteht und daß die Kühlrohre (16,3o,39) und/oder zwischen diesen angeordnete Bleche (23) und/oder die Ringsammler (17,19,29,31) mit Ankern (24) versehen sind, die in die Baumassenschicht hineinragen .
- 13. Anlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Auskleidung oder ihrer Tragkonstruktion (16,17,3o,39) und dem äußeren Mantel (15,26,38) jeweils zumindest teilweise■·* aus flexiblem Material bestehende, um den Umfang verlaufende Gassperren (4o) angeordnet sind.130039/0422ORIGINAl INSPECTED
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