DE300900C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J17/00—Gas-filled discharge tubes with solid cathode
- H01J17/02—Details
- H01J17/14—Magnetic means for controlling the discharge
Landscapes
- Discharge Heating (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 300900 KLASSE 21g. GRUPPE
SIEMENS-SCHUCKERTWERKE G. m. b. H.
in SIEMENSSTADT β. BERLIN.
Anordnung zum Steuern von elektrischen Strömungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Oktober 1913 ab.
Es ist bekannt, die unipolare dynamische Wirkung von Magnetfeldern auf Lichtbögen,
zum Steuern elektrischer Strömungen nutzbar zu machen. Bei diesen Anordnungen wird der'
Lichtbogen, der sich zwischen einer ringförmigen Metallelektrode und zwei ihr gegenüberstehenden
mit Zähnen ineinandergreifenden Kohleelektroden befindet, durch die unipolare
dynamische Wirkung eines Magnetfeldes angetrieben. Die Anordnung befindet sich in einem
gasdicht verschlossenen Gefäß, ■ das mit Luft oder einem sonstigen Gase angefüllt ist oder
das evakuiert ist. Dieser Raum kann auch, und das ist zum Antrieb des Lichtbogens am
zweckmäßigsten, mit einem Metalldampf, vorzugsweise Quecksilber angefüllt werden.
Fig. ι zeigt schematisch die Gesamtanordnung, und zwar ist im besonderen ein Quecksilberdampfapparat
dargestellt, dessen Kathode k aus flüssigem Quecksilber besteht, das sich am Boden des Gefäßes g sammelt.
Drei Anoden au a2, az sind symmetrisch im
oberen Ringraume des Gefäßes angeordnet und führen über Widerstände w zu einem Sternpunkte
s, der von einer Stromquelle, z. B. einer Batterie b, mit Strom gespeist werden
kann. Aus der Kathode k fließt der Strom in die Batterie zurück. Erzeugt man durch
irgendeine der bekannten Zündungsmethoden hohe Temperatur und damit genügend Elektronen
an der Kathodenoberfläche, so bildet sich ein elektrischer Strömungsbogen im verdünnten Gasraum zwischen einer der Anoden,
z. B. av und der Kathode L Führt man nun
in die obere Höhlung des Gefäßes einen einfachen Stabmagneten ein, dessen Magnetfeld
das Lichtbogengefäß durchströmt, so wird der Lichtbogen veranlaßt, alle drei Anoden zeitlich aufeinanderfolgend zyklisch zu bestreichen.
Jeder der Widerstände w wird alsdann nur während eines Drittels der Umlaufszeit des
Lichtbogens vom Strome durchflossen, so daß aus dem ursprünglichen Gleichstrom Drehstrom
entstanden ist, der allerdings noch eine übergelagerte Gleichstromkomponente besitzt.
Anstatt der Widerstände w kann man einen gewöhnlichen Drehstromtransformator benutzen,
der die ihm zugeführte Dreiphasenenergie nicht selbst verbraucht, sondern der sie, wie in
Fig. 2, durch drei angeschlossene Leitungen an beliebige Stromkreise in reiner Drehstromform weitergibt, während der restierende Gleichstrom
nur im Transformator selbst und von dort zur Stromquelle zurückfließt.
In Fig. 2 ist gleichzeitig statt der Quecksilberkathode,
die vor Inbetriebnahme des Apparates besonders gezündet werden muß, eine
Glühkathode gezeichnet, die bei Überschreitung einer gewissen Temperatur ohne weiteres
als Eintrittsstelle für eine elektrische Gas-Strömung dienen kann.
Anstatt des Stahlmagneten der Fig. 1 wird
man in der .Regel Elektromagnete verwenden, da man deren Feldstärke auf viel höhere Werte
treiben kann und durch Verändern des Erregerstromes auf bequemste Weise regulieren
und auf negative Werte bringen kann. Es ist dadurch möglich, den Lichtbogen im Va-
kuumgefäß auf beliebige Geschwindigkeit nach jeder Drehrichtung zu bringen und durch Verändern
des Magnetfeldes zu regulieren. Man kann sie auf außerordentlich hohe Werte steigern
und dadurch Gleichstrom in Wechselstrom von ganz beliebig regulierbarer oder auch sehr
hoher Frequenz verwandeln.
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art hat man nun in das Gefäß eine Spule zur
ίο Erzeugung des Magnetfeldes eingebracht. Das
Gefäß selbst bestand dabei aus einem beliebigen Metall. In der Nähe des Magnetfeldes
wurde Eisen vermieden. Hierdurch erhält man nun eine Kraftlinienverteilung, die für den
Antrieb des Lichtbogens oder des unipolaren Stromleiters ungünstig wirkt, weil es infolge
der starken Streuung des Magnetfeldes nicht ohne weiteres möglich ist, das Magnetfeld dorthin
zu konzentrieren, wo es auf den Leiter wirken soll. Dies wird nun der Erfindung gemäß
dadurch erreicht, daß bei der Anordnung zum Steuern von elektrischen Strömungen, die
mehrphasigen Elektronen zyklisch zufließen sollen, und zwar mit Hilfe eines unipolor auf
die Bewegung des die Strömung führenden Leiters wirkenden Magnetfeldes, als Gefäß nicht
Glas oder unmagnetisches Material, sondern Eisen oder Stahl verwendet wird. Die Magnetwirkung
läßt sich dann besonders hoch steigern, weil man das Gefäß dem günstigen Kraftlinienverlauf
anpassen kann und gewissermaßen das Gestell als Pol für die magnetischen Kraftlinien
verwenden kann.
Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 veranschaulicht. Hierbei ist die Erregerspule für
das unipolare Magnetfeld im Gefäße selbst angebracht. Um hohe Feldstärke zu erzielen,
ist es zweckmäßig, den Lichtbogen zwischen einander möglichst nahen Eisenoberflächen
rotieren zu lassen, die selbstverständlich zur Vermeidung von Überschlägen mit Oberflächenisolation
versehen sein können. Auch hier ist es zweckmäßig, die von Gleichrichtern her bekannten Hilfsmittel zur Vermeidung von
Rückzündungen und Überschlägen zwischen den verschiedenphasigen Anoden zu verwenden.
Insbesondere ist es zweckmäßig, so wie es z. B. Fig. 3 zeigt, die Anoden mit langen
Schutzrohren zu umgeben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Anordnung zum Steuern von elektrischen Strömungen, die mehrphasigen Elektroden zyklisch zufließen sollen, mit Hilfe eines unipolar auf die Bewegung des die Strömung führenden Leiters wirkenden Magnetfeldes, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromleiter sich in einem Eisengefäß bewegt, das als · Pol für die magnetischen Kraftlinien ausgebildet ist,Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300900C true DE300900C (de) |
Family
ID=554841
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT300900D Active DE300900C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300900C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760091C (de) * | 1940-05-17 | 1954-03-29 | Siemens Schuckertwerke A G | Erregereinrichtung fuer Metalldampfentladungsgefaesse |
| DE954983C (de) * | 1953-10-27 | 1956-12-27 | Licentia Gmbh | Anordnung zur Beeinflussung eines Lichtbogens bei Quecksilberdampf- Entladungsgefaessen |
-
0
- DE DENDAT300900D patent/DE300900C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760091C (de) * | 1940-05-17 | 1954-03-29 | Siemens Schuckertwerke A G | Erregereinrichtung fuer Metalldampfentladungsgefaesse |
| DE954983C (de) * | 1953-10-27 | 1956-12-27 | Licentia Gmbh | Anordnung zur Beeinflussung eines Lichtbogens bei Quecksilberdampf- Entladungsgefaessen |
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