DE3009098A1 - Verfahren zur fuehrung des stromes zwischen elektrolyseoefen - Google Patents
Verfahren zur fuehrung des stromes zwischen elektrolyseoefenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Führung des Stromes
von der Kathode eines gegebenenfalls gekapselten und insbesondere quergestellten Elektrolyseofens zur Anode eines benachbarten
Elektrolyseofens über in einer Elektrolysewanne befindliche, kathodisch geschaltete Kohleblöcke, Kathodenbarren
und Stromschienen (Einzelleiter) sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bekannte Stromschienenführungen zwischen zwei quergestellten Elektrolyseöfen leiten den Ofenstrom von den Kathodenbarren
mittels Samme1schienen zu den Kathodenbarren parallelen Seiten
des Ofens und von dort über Verbindungsschienen zum benachbarten Elektrolyseofen. In der Regel sind die Verbindungsschienen mit feststehenden oder vertikal beweglichen Steigleitungen
an dem benachbarten Ofen verbunden, über welche der Ofenstrom der beweglich oder feststehend ausgebildeten
Traverse zugeführt wird. Von der Traverse fliesst der Ofenstrom über Anodenstangen zu den einzelnen Anoden.
Dabei sehen bekannte Verfahren unterschiedlichste Möglichkeiten der Stromführung vor. So wird z.B. der Strom sämtlicher
Kathodenbarren in einer Verbindungsschiene zusammengefasst der Steigleitung am nächsten Ofen zugeleitet.
Bekannt ist auch, dass der Strom über ein oder zwei Kathodenbarren unter dem diese Kathodenbarren beinhaltenden Ofen hindurchgeführt
und direkt der Traverse des benachbarten Ofens eingegeben wird.
Die Steigleitungen sind je nach Stromführung an den Ofenlängsoder OfenquerSeiten angeordnet.
Die so angelegten Stromschienenführungen weisen erhebliche Nachteile auf. Die um die Elektrolysewanne herumgeführten
Stromschienen und die Steigleitungen ergeben einen grossen Spannungsabfall, insbesondere bei breiten Ofenkonstruktionen.
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Durch die an den Ofenlängs- oder Querseiten platzierten Steigleitungen
wird das Arbeiten am Ofen, insbesondere das Auswechseln der Anoden mit den Anodenstangen, beträchtlich behindert.
Zudem tritt beim Wechsel der Anoden ein Stromverlust ein, da der Stromfluss nicht ausgeglichen wird. Beim
Kurzschliessen ergeben sich ebenfalls immer wieder Schwierigkeiten.
Weiterhin haben die kathodischen Sammelschienen den Nachteil,
dass sie aus rein praktischen Gründen nicht entsprechend der elektrotheoretisch erforderlichen Form gebaut werden. Dies
führt zu Ausgleichströmen in den Sammelschienen und auch in der Kathode bzw. im flüssigen Bad. Diese Ausgleichströme
sind unerwünscht und beeinflussen den Ofengang negativ.
Die gleichen Ueberlegungen bezüglich der Störungen gelten
auch für die Traverse, welche als stromverteilendes Element wirkt.
Auch die weitere Stromführung von der Traverse zur Anode beinhaltet
erhebliche Nachteile. Der Aufwand zum Verbinden von Anodenstange und Anode in der Anodenanschlagerei, wie das
Stangenrichten, -reinigen -schweissen sowie für den Transport, ist sehr hoch, und das Hantieren sehr unfallträchtig. Ausserdem
kann das Auswechseln der Anode nur zusammen mit der Anodenstange erfolgen, was wiederum eine dichte Kapselung des
Ofen erschwert. Nicht zu übersehen ist auch der Stromverlust in der Anodenstange selbst.
Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Stromführung zwischen zwei Elektrolyseöfen
zu entwickeln, welche diese Nachteile nicht aufweisen und vor allem wirtschaftliche Vorteile erbringen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Strom jedes vom benachbarten
Ofen fernen Kathodenbarrens des Elektrolyseofens mittels Einzelleiter unter dem Elektrolyseofen hindurch und
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der Strom jedes dem benachbarten Ofen nahen Kathodenbarrens des Elektrolyseofens über Einzelleiter unter dem benachbarten
Ofen hindurch zu einem Ausgleichsleiter geführt wird, welcher mit den Anoden des benachbarten Ofens in Verbindung steht.
Dabei ist auch vorgesehen, dass jeweils zwei Kathodenbarren an einem Einzelleiter angeschlossen und so mit dem Ausgleichleiter
verbunden sind.
Dieses Verfahren hat insbesondere folgende Vorteile: Der Ofenstrom wird auf dem kürzesten, praktisch realisierbaren
Weg von einem Ofen zum benachbarten Ofen geleitet.
Die Querschnitts- und längengleichen Einzelleiter ergeben eine spannungsabfallgleiche Stromschienenführung zwischen beiden
Oefen unabhängig, ob jeder Barrenanschluss mit einem Einzelleiter
oder ob jeweils zwei auf einer Ofenlängsseite zusammengefasste Barrenanschlüsse mit einem Einzelleiter verbunden
sind.
Der Strom fliesst, mit Ausnahme während der Zeit eines Kurzschlusses
an einem Ofen, im ganzen Stromschienensystem in Hallenlängsrichtung. In der Praxis hat sich dabei gezeigt,
dass bei einem Ofen der mit ca. 160 kA Stromstärke gefahren
wird und der eine Stromschienendichte von j=0,3A/mm aufweist,
eine Energieeinsparung von ca. 0,7 kWh/kg Al gegenüber den bekannten Stromschienenführungen erreicht wird.
Dies ist wohl einer der wichtigsten Vorteile der vorliegenden Erfindung.
Bei gleicher Ofenbreite, aber unterschiedlicher Ofenlänge (verschiedene Ofengrössen bzw. Ofenstromstärken) bleibt der
Spannungsabfall immer gleich gross.
Die Nachteile der.Ausgleichströme und ihre Nebenwirkungen
auf den Ofengang treten bei der neuen Stromschienenführung nicht mehr auf. 130027/079B
Vorteile in bezug auf die magnetische Badbeeinflussung ergeben
sich insbesondere aus dem Wegfall der kathodischen Sammelschienen auf der Ofenlängsseite, der Verbindungsschienen an den Ofenquerseiten, der Steigleitungen, insbesondere
bei der Konzentration von kathodischen Stromschienen in den Ofenecken und der badüberspannenden Traverse. Im Gegenteil
wird das Metallbad einer gleichmässigen Beeinflussung ausgesetzt, was zu einer Minimierung der Metallaufwölbung führt.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sieht vor, dass unter dem Elektrolyseofen und dem benachbarten Ofen
Einzelleiter angeordnet sind, wobei die Einzelleiter unter dem Elektrolyseofen vom benachbarten Ofen fernen Kathodenbarren
mit einem dem benachbarten Ofen zugeordneten Ausgleichsleiter und die Einzelleiter unter dem benachbarten
Ofen jedes diesem Ofen nahen Kathodenbarrens mit dem Ausgleichsleiter verbinden.
Diese Vorrichtung hat folgende konstruktive Vorteile:
Die Einzelleiter weisen gleiche Länge und gleiche Querschnitte auf, was zu konstruktiven und produktionsmässigen
Vereinfachungen führt.
Das Führen des Ofenstromes mit Einzelleitern unter den Oefen hindurch ergibt kleine Schienenquerschnitte. Die erfindungsgemässe
Stromschienenführung hat keinen Einfluss auf die Einbaumöglichkeiten für Mittel-, Quer- oder Point-Feederbedienung.
Beim Anodenwechsel treten keine Behinderungen durch feststehende auf den Ofenlängsseiten oder in den Ofenecken platzierten
Steigleitungen auf.
Ein bei einem Barrenfenster auslaufender Ofen verursacht im Maximum den Ausfall von zwei Einzelleitern.
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Eine Behinderung des Schöpfvorganges durch ofenstirnseitige Steigleitungen entfällt.
Für das Auswechseln einer Kathode ist nur noch das Trennen der Kathodenbarrenanschlüsse notwendig, da durch das Entfernen
der Anoden vor dem Abheben des anodischen Teiles die Stromzuführung zum anodischen Teil gleichzeitig unterbrochen
wird.
Bei einer Stromstärke von ca. 160 kA und einer Stromdichte
2
von j=0,3 A/mm in den Stromschienen sind für die erfindungsgemässe Stromschienenführung nur noch zur Herstellung ca. 24 Tonnen Aluminium nötig. Dies bedeutet gegenüber der herkömmlichen Vorrichtung eine Einsparung von bis zu 35 %, da die kathodischen Sammelschienen auf der Ofenlängsseite, die kathodischen Verbindungsschienen auf der Ofenquerseite, die Steigleitungen auf den Ofenlängs- und/oder den Ofenquerseiten und/oder den Ofenecken entfallen.
von j=0,3 A/mm in den Stromschienen sind für die erfindungsgemässe Stromschienenführung nur noch zur Herstellung ca. 24 Tonnen Aluminium nötig. Dies bedeutet gegenüber der herkömmlichen Vorrichtung eine Einsparung von bis zu 35 %, da die kathodischen Sammelschienen auf der Ofenlängsseite, die kathodischen Verbindungsschienen auf der Ofenquerseite, die Steigleitungen auf den Ofenlängs- und/oder den Ofenquerseiten und/oder den Ofenecken entfallen.
Der oben angesprochene Ofenausgleichsleiter ist vorzugsweise ringförmig in Wannenhöhe um den Elektrolyseofen angeordnet"..
Grundsätzlich bewirkt der Ausgleichsleiter, wie der Name besagt, einen Ausgleich von Stromflussunregelmässxgkeiten.
Unter anderem übt er eine direkte Wirkung auf den Stromausgleich beim Anodenwechsel beim benachbarten Ofen aus und
dient gleichzeitig als Ausgleichsleiter für die Kathode des Elektrolyseofens. Deshalb ensteht kein Stromverlust beim
Anodenwechsel.
Weiterhin dient er als Stromführungsschiene während des Kurzschliessens
des benachbarten Ofens. Zudem kann er zum Auflegen der Arbeitsebene um den Ofen benützt werden.
Als einer der wesentlichsten Vorteile ermöglicht der Ausgleichsleiter
die Verbindung mit der Anode über ein flexibles Stromband, wobei dieses vorzugsweise so nahe wie möglich an
der Anode befestigt wird. Zu diesem Zweck ist die Anode erfindungsgemäss
vorteilhafterweise mit einem stromleitenden
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Joch versehen, das leicht lösbar mit der Anodenhalterung und dem Stromband verbunden wird.
Beim Anodenwechsel wird nur noch das Reststück der abgebrannten Anode mit dem Joch von der Anodenhaltevorrichtung getrennt.
Diese Anodenausbildung erleichtert den Transport der Anode von und zur Anodenanschlägerei erheblich. Die bisher
häufige Unfallursache durch umfallende Anodenstangen fällt weg. Insgesamt wird die Handhabung der Anode erheblich erleichtert.
Die Anodenbreite selbst wird vorzugsweise so gewählt, dass sie jeweils der doppelten Breite eines Kohleblockelementes
entspricht. Damit fliesst der Ofenstrom von zwei Einzelleitern zu einer Anode.
Diese Anodenausbildung ermöglicht es, dass die Anodenhaltevorrichtung
am Ofen verbleibt und beispielsweise an der Traverse festgelegt werden kann. So ergibt sich die Möglichkeit einer
kontinuierlichen vertikalen Auf- und Abbewegung der Anodenhalterung mittels eines Motors, eines hydraulischen, eines
pneumatischen oder dgl. Antriebes, Die vertikale Bewegung folgt gleichmässig dem Abbrand an der Anode, sodass zwischen
Anode und Kathode immer die günstigste Interpolardistanz eingehalten wird. Damit entfällt das unsichere Anodeneinmessen.
Als Steuereinheit dieser Vertikalbewegung ist erfindungsgemäss
an einen Rechner gedacht, welcher die Stromdaten von Anode und Kathode erhält und diese mit Sollwerten vergleicht.
Steigt die Spannung über einen bestimmten Grenzwert, so wird automatisch durch Absenken der Anode die Interpolardistanz
verringert.
Ist die Anode gänzlich bzw. bis auf ein Reststück abgebrannt, wird die Anodenhalterung motorisch vertikal nach
oben in Bewegung gesetzt, wobei dieser Vorgang vorzugsweise nach dem Herausziehen des Anodenreststückes aus der Kruste
unterbrochen wird. Bei gekapselten Oefen erhält so die Kruste Zeit sich zu schliessen, ohne dass Emissionen in die
Halle austreten. Erst wenn sich die Kruste gänzlich geschlos-
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sen hat, wird das Anodenreststiick weiter angehoben. Da die Kapselung bei Oefen mit dieser Stromführung und dieser
Ausbildung der Anodenhaltevorrichtung günstigerweise sehr dicht sein kann, wird die Umweltbelastung durch die Abluft
auf ein Minimum reduziert. Die Kapselung besteht dabei vorzugsweise aus mittels Schmieren an der Traverse oder dgl.
angelenkten Platten, wobei jeder Anode eine eigene Deckplatte zugeordnet ist. Durch das Anheben des Anodenreststückes wird
diese Platte geöffnet, während der übrige Ofen weiterhin abgedeckt bleibt.
Zum Anodenwechsel wird nun zuerst das Stromband entfernt und dann das Joch aus seiner Verankerung mit der Anodenhaltevorrichtung
gehoben.
Für die Verbindung zwischen Anodenhaltevorrichtung und Joch bzw. Stromband gibt es vielfältige Möglichkeiten. So kann
z.B. die Anodenhaltevorrichtung aus zwei axial zueinander bzw. ineinander bewegbaren Elementen bestehen, wobei eines der
Elemente eine Einkerbung aufweist, in oder über welche das andere Element bewegt wird, womit eine klemmende Wirkung
zu erzielen ist.
Weist z.B. eine Haltestange eine Einkerbung auf, in welche das Joch der Anode und das Stromband eingeführt wird, so hat
es sich als günstig erwiesen, um die Haltestange eine Klemmhülse mit Innengewinde zu legen. Nach dem Einlegen des Jochs
und des Strombandes wird diese Klemmhülse durch Drehbewegung über die Einkerbung bewegt und verklemmt so Joch und Stromband.
Eine andere Haltemöglichkeit ist gegeben, wenn an der Traverse eine Hülse befestigt wird, welche in ihrem der Traverse
fernen Endbereich eine Einkerbung aufweist, in welche Joch und Stromband gelegt werden. Durch das Einführen eines Pressbolzens
in die Hülse werden Joch und Stromband fixiert.
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Klemmhülse bzw. Pressbolzen können vorzugsweise mittels einer pneumatischen, hydraulischen oder motorischen Vorrichtung
bewegt werden.
Diese aufgezeigten Möglichkeiten der Verbindung zwischen Anodenhalterung und Anode sind aber lediglich als Beispiele
zu werten.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele,
sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Reihe von quergestellten
Elektrolyseöfen;
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Stromführung zwischen Elektrolyseöfen
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Stromführung zwischen Elektrolyseöfen
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform nach Fig. 2;
Fig. 4 ein Detail aus Figur 1;
Fig. 5 einen Querschnitt nach Linie V - V in Fig. 4 Fig. 6 eine weitere Ausführungsform nach Figur 5.
Eine Wanne 11 eines Elektrolyseofens 10, ist bodenwärtig mit Isoliermaterial 12 und randseitig mit Kohlerandblöcken 13
ausgekleidet. Auf dem Isoliermaterial 12 lagern kathodisch geschaltete Kohleblöcke 30, von denen der Strom über Kathodenbarren
31, 32 in Richtung χ abgeleitet wird.
Auf den Kohleblöcken 30 sammelt sich aus einem Elektrolyt 14 abgeschiedenes Aluminium 15 an.
In den Elektrolyt 14 tauchen Anoden 16 ein, welche über Anodenhaltevorrichtungen
17 an einer Traverse 18 befestigt sind.
Zwischen benachbarten Anoden 16 befindet sich eine Einschlagvorrichtung
19 zum Einschlagen von auf dem Elektrolyt gebildeter Kruste 20.
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Die Wanne 11 ist mit an der Traverse 18 mittel einem lavierbandartigen
Scharnier 21 angelenkten Abdeckplatte 22 gekapselt.
An die Kathodenbarren 31, 32 schliessen Einzelleiter (Stromschienen)
33, 34 an, wobei der Einzelleiter 33 den Strom des von einem Elektrolyseofen 10a fernen Kathodenbarrens 31
unter dem Elektrolyseofen 10 hindurch, der Einzelleiter 34 den Strom von dem Elektrolyseofen 10a nahen Kathodenbarren
32 unter dem Elektrolyseofen 10a hindurch führt. Durch jeden Einzelleiter 33, 34 fHessen somit 50 % des Stromes eines
kathodisch geschalteten Kohleblocks 30.
Die Einzelleiter 33, 34 sind beim Elektrolyseofen 10a mit einem diesen umschliessenden Ausgleichsleiter 35 verbunden.
Die Stromschienenführung von der Kathode des Elektrolyseofens 10 bis zum Ausgleichsleiter 35 des Ofens 10a wird für jeden
Kohleblock 30 bzw. für jeden Kathodenbarren 31, 32 des Ofens 10 vorgenommen. Wird der Ofen 10a kurzgeschlossen, dient der
Ausgleichsleiter 35 als Stromführungsschiene an den Verbundstellen 40. Weitere Kurζschlusspunkte sind mit 42, 43 bezeichnet.
Dabei wird eine erste Abstufung der elektrischen Ofenkalzination dadurch erreicht, dass die Einzelleiter 33, 34 an den
Stellen 42, 43 kurzgeschlossen werden.
Eine zweite elektrische Abstufung für die Ofenkalzination wird durch das Kurzschliessen des Ofens an den Verbundstellen
40 erzielt.
Vom Ausgleichsleiter 35 des Ofens 10a erfolgt die Stromzuführung zu den Anoden 16 über vorzugsweise flexibel ausgebildete
Strombänder 36 und von den Anoden 16 des Ofens 10a über dessen Kathode zu einem nächsten Ofen IQb in beschriebener Weise.
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Die Anoden 16 sind mittels eines Joches 38 an der Anodenhaltevorrichtung
17 festgelegt.
Dabei besteht die Anodenhaltevorrichtung 17 gemäss Fig. 4, aus einer Haltestange 23, um welche eine Klemmhülse 24 mit
Innengewinde bewegbar angeordnet ist. Das der Anode 16 zugekehrte Ende der Haltestange 23 weist eine Einkerbung 25
auf, in welche das Joch 38 eingehängt und das Stromband 36 eingelegt wird. Zum Festklemmen von Joch 38 und Band 36 wird
die Klemmhülse 24 nach unten gedreht.
Eine weitere Möglichkeit der Festlegung von Joch 38 und Stromband 36 an der Anodenhaltevorrichtung 17 sieht gemäss Fig.
eine Hülse 26 mit Innengewinde vor, in der ein vorzugsweise über einen Motor oder dgl. 27 und ein Zahnradgetriebe 28
bewegbarer Pressbolzen 2 9 mit Aussengewinde geführt wird. Die Hülse 26 weist eine Einkerbung 25a auf, in welche das
Joch 38 und das Stromband 36 eingelegt wird. Durch Drehen des Pressbolzens 29 werden beide festgeklemmt.
Die Anodenbreite wird vorzugsweise so gewählt, dass sie jeweils der doppelten Breite eines Kohleblockes 30 entspricht.
Damit fliesst der Ofenstrom von 2 Einzelleitern 33 bzw. 34 zu einer Anode 16.
Allerdings können auch zwei Kathodenbarren 31 bzw. 32 auf einer Ofenlängsseite des Ofens 10 wie in Figur 3 gezeigt zusammengeschlossen
und zum Ausgleichsleiter des Ofens 10a geführt werden.
Demnach bilden jeweils zwei Kohleblöcke 30 mit je zwei Einzelleitern
33 bzw. 34 und zwei Anoden 16 eine Einheit, welche beliebig aneinander gereiht unterschiedliche Ofengrössen
ergeben können.
Zwischen zwei Elektrolyseöfen 10 befindet sich die Arbeitsebene 41.
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Claims (20)
1. Verfahren zur Führung des Stromes von der Kathode eines gegebenenfalls gekapselten und insbesondere quergestellten
Elektrolyseofens zur Anode eines benachbarten Elektrolyseofens über in einer Elektrolysewanne befindliche
kathodisch geschaltete Kohleblöcke, Kathodenbarren und Stromschienen (Einzelleiter),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Strom jedes vom benachbarten Ofen (10a) fernen Kathodenbarren (31) des Elektrolyseofens mittels Einzelleiter
(33) unter dem Elektrolyseofen (10) hindurch und der Strom jedes dem benachbarten Ofen (10a) nahen Kathodenbarren
(32) des Elektrolyseofens über Einzelleiter (34) unter dem benachbarten Ofen (10a) hindurch zu einem
Ausgleichsleiter (35) geführt wird, welcher mit den Anoden (16) des benachbarten Ofens (10a) in Verbindung
steht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Kathoden (31 bzw. 32) zusammengefasst und
über Einzelleiter (33 bzw. 34) zum Ausleichsleiter (35) geführt werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem
Elektrolyseofen (10) und dem benachbarten Ofen (10a) Einzelleiter (33,34) angeordnet sind, wobei die Einzelleiter
(33) unter dem Elektrolyseofen (10) jeden vom benachbarten Ofen (10a) fernen Kathodenbarren (31) mit
einem dem benachbarten Ofen (10a) zugeordneten Ausgleichsleiter (35) und der Einzelleiter (34) unter dem
benachbarten Ofen (10a) jeden diesem Ofen (10a) nahen Kathodenbarren (32) des Elektrolyseofens (10) mit dem
Ausgleichsleiter (35) verbinden.
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4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgleichsleiter ringförmig
in Wannenhöhe um den Elektrolyseofen angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vom Ausgleichsleiter (35)
zu den Anoden (16) bzw. Anodenhaltevorrichtungen (17) flexible Strombänder (36) führen.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Anode (16) und Anodenhaltevorrichtung
(17) über ein Joch (38) oder dgl. miteinander verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anodenhaltervorrichtung (17) an einer Traverse (18) festgelegt ist und beim Anodenwechsel am Ofen
verbleibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenhaltevorrichtung (17) eine Anordnung
(25) zur Aufnahme des Jochs (38) und des Strombandes (36) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeanordnung (25) aus einer Einkerbung
besteht, welche ein Verklemmen von Joch (38) und Stromband (36) zulässt.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenhaltevorrichtung
(17) zwei axial zueinander bzw. ineinander bewegbare Elemente (23, 24 bzw. 26, 29) aufweist.
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11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die bewegbaren Elemente eine Haltestange (23) und
eine diese umgebende Klemmhülse (24) mit Innengewinde sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegbaren Elemente eine Hülse (26) mit Innengewinde
und ein in dieser geführter Pressbolzen (29) sind.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Haltestange (23) bzw.
Hülse (26) die Anordnung (25) zur Aufnahme des Jochs (38) und des Strombandes (36) aufweisen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse (24) bzw. der Pressbolzen (29) zum
Klemmen zumindest teilweise in die Anordnung (25) eingreifen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur axialen Bewegung der Elemente (23, 24 bzw. 26,
29) zueinander bzw. ineinander eine pneumatische, hydraulische oder motorische Vorrichtung (27) angeordnet
ist.
16. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenhaltevorrichtung
(17) jeder einzelnen Anode (16) vertikal bewegbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Vertikalbewegung jeder einzelnen
Anode (16) eine motorische Einheit und eine diese motorische Einheit entsprechend dem Abbrand der Anode (16)
beeinflussende Steuereinheit zugeordnet ist.
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18. Vorrichtung nach. Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit einen elektronischen Rechner aufweist, der auf den Stromfluss zwischen Anode (16) und
Kathode anspricht.
19. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen (10) gekapselt ist,
wobei die Kapselung (22) aus einzelnen vorzugsweise an der Traverse angelenkten Platten besteht und jeder Anode
(16) eine Platte zugeordnet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Platte durch Anheben der ihr zugeordneten
Anode (16) aufklappbar ist.
130027/079S
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ID=4372939
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