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Gleitringdichtung.
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Die Erfindung betrifft eine doppelt wirkende Gleitringdichtung mit
einem an einer rotierenden Welle fest angeordneten und mit dieser umlaufenden Gegenring
und einem, die Welle mit Abstand umgebenden, in einem Gehäuse drehfest gelagerten,
in axialer Richtung beweglichen Gleitring, dessen Gleitfläche sowohl aufgrund der
Kraftw.irkung des durch das abzudichtende Medium verursachten Druckes als auch aufgrund
der Kraftwirkung des durch die Sperrflüssigkeit verursachten Druckes dichtend gegen
die Gleitfläche des Gegenringes
drückbar ist, wobei das Gehäuse
eine Anschlagfläche aufweist, gegen welche ein, den Spalt zwischen dem Gleitring
und dem Gehäuse in radialer Richtung abdichtendes, elastisches Dichtelement axial
drückbar ist und der Gleitring einen, der Anschlagfläche des Gehäuses gegenüber
liegenden Anschlag aufweist.
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Gleitringdichtungen mit Sperrflüssigkeitssystemen werden zur Abdichtung
von Gehäuse-Durchführungen von umlaufenden Wellen etc.
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bei Pumpen, Rührwerken, Turbinen, Defibratoren verschiedenster Bauarten
angewendet.
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Der Druck der Sperrflüssigkeit liegt in der Regel um ca. 1,5 bis 2
bar über dem Druck des abzudichtenden Mediums. Der Druck der Sperrflüssigkeit kann
jedoch aus verschiedenen Gründen sinken oder der Druck des abzudichtenden Mediums
kann höher als der Druck der Sperrflüssigkeit werden. Auch in solchen Fällen muß
ein Herausdrängen (Lecken) des Mediums verhindert werden und eine einwandfreie Funktion
der Dichtung gewährleistet sein.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine doppelt
wirkende Gleitringdichtung so auszubilden, daß sie einfach und preisgünstig herstellbar
ist und zufriedenstellend abdichtet, unabhängig davon, ob der Druck der Sperrflüssigkeit
höher oder niedriger als der Druck des abzudichtenden Mediums ist.
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Diese Aufgabe wird bei einer Gleitrinqdichtung der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß das elastische Dichtelement in axialer Richtung aufgrund
der Kraftwirkung aus der Druckdifferenz zwischen der Sperrflüssigkeit und dem abzudichtenden
Medium gegen den Anschlag des Gleitringes in Richtung des Gegenringes drückbar ist.
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Diese Anordnung des elastischen Dichtelements gewährleistet sowohl
gegenüber dem Gehäuse als auch gegenüber dem Gleitring stets eine ausreichende Dichtwirkung,
unabhängig ob das elastische Dichtelement von dem abzudichtenden Medium oder von
der Sperrflüssigkeit beaufschlagt wird.
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In erfindungsgemäßer Weiterbildung ist der am Gleitring befindliche
Anschlag an der äußeren Umfangsfläche des Gleitringes angeordnet und ist das den
Spalt zwischen dem Gleitring und dem Gehäuse in radialer Richtung abdichtende Dichtelement
an der äußeren Umfangsfläche des Gleitringes angeordnet, wobei das Dichtelement
aufgrund der Kraftwirkung des durch die SperrflUssigkeit oder ein entsprechendes
Medium verursachten Druckes gegen den Anschlag des Gleitringes in Richtung des Gegenringes
und aufgrund der Kraftwirkung des durch das abzudichtende Medium verursachten Druckes
gegen die Anschlagfläche des Gehäuses in entgegengesetzter Richtung von dem Gegenring
weg drückbar ist.
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Diese Ausbildung gewährleistet, daß das elastische Dichtelement durch
die aus den unterschiedlichen Drücken resultierende Kraftwirkung sich zwar innerhalb
des Dichtungsspaltes zwischen Gehäuse und Gleitring in axialer Richtung bewegen,
aber nicht wirkungslos werden kann. Durch Anlage an eine der beiden Anschlagflächen
wird noch eine zusätzliche axiale Dichtung neben der radialen Dichtwirkung erreicht.
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In vorteilhafter Weiterbildunq der Erfindung ist der am Gleitring
befindliche Anschlag an der inneren Umfangsfläche des Gleitringes angeordnet und
ist das den Spalt zwischen dem Gleitring und dem Gehäuse in radialer Richtung abdichtende
Dichtelement in den Gleitring hinein angepaßt und weist das Gehäuse eine die Welle
umgebende, in den Gleitring hineinragende Auskragung auf, auf welcher das Dichtelement
angeordnet ist und wobei das Dichtelement aufgrund der Kraftwirkung des durch die
Sperrflüssigkeit oder ein entsprechendes Medium verursachten Druckes gegen die Anschlagfläche
des Gehäuses weg von dem Gegenring und aufgrund der Kraftwirkung des durch das abzudichtende
Medium verursachten Druckes gegen den Anschlag des Gleitringes in Richtung des Gegenringes
drückbar ist, wobei die Anschlagfläche des Gehäuses ein Herausschieben des Dichtelements
aus dem Raum zwischen dem Gleitring und der Auskragung des Gehäuses verhindert.
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In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung weist das Gehäuse
einen mit einer Ablaufleitung der Sperrflüssigkeit in Verbindung stehenden achsparallelen
Kanal auf, welcher sich im oben gelegenen Teil der in einen zweiten Gleitring hineinragenden
Auskragung des Gehäuses zum Gegenring hin erstreckt und weist einen mit der Zulaufleitung
der Sperrflüssigkeit in Verbindung stehenden, ebenfalls achsparallelen Kanal auf,
welcher sich im unten gelegenen Teil einer weiteren, in den ersten Gleitring hineinragenden
Auskragung des Gehäuses zum Gegenring hin erstreckt.
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Vorteilhaft ist das elastische Dichtelement ein 0-Ring, ein Balg oder
ein X-Ring.
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Vorteilhaft ist bei einer mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen
ausgebildeten Gleitringdichtung, daß bei Anwendung nur eines elastischen Dichtungselementes,
z.B. eines 0-Ringes, zwischen dem abzudichtenden Medium und der Sperrflüssigkeit
die Funktion der Dichtung sichergestellt werden kann, unabhängig davon, welcher
der Drücke, also entweder der Druck des abzudichtenden Mediums oder der Druck der
Sperrflüssigkeit, höher ist.
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Eine Befestigung mittels eines 0-Ringes ermöglicht auch eine elastische
Lagerung des Gleitringes und zeigt gegenüber auftretenden Schwingungen ein sehr
gutes Verhalten.
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Durch die Anordnung des elastischen Dichtelementes innerhalb eines
relativ freien Raumes, kann die Montage bzw. der Einbau der Dichtung in einfacher
Weise erfolgen. Dabei können evtl. einzubauende Federn, welche unabhängig von den
anstehenden Drücken des abzudichtenden Mediums oder der Sperrflüssigkeit ein dichtendes
Aufeinanderliegen der Gegen- und Gleitringe gewährleisten, ohne weiteres innerhalb
der nicht rotierenden Bauteile angeordnet werden, so daß diese nicht den durch die
Rotation entstehenden Schwingungen ausgesetzt sind.
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Vorteilhaft ist zwischen der Anschlagfläche des Gleitringes und dem
Dichtelement ein Zusatzring angeordnet, welcher sich in axialer Richtung bewegen
kann. Weiterhin kann zwischen der Anschlagfläche des Gehäuses und dem Dichtelement
ein Zusatzring angeordnet sein, welcher sich ebenfalls in axialer Richtung bewegen
kann.
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Vorteilhaft weist das in die Gleitfläche des Gleitringes führende
Ende des in der Auskragung des Gehäuses befindlichen Kanals einen Einschnitt auf,
welcher den Umlauf der Sperrflüssigkeit in der Nähe der Gleitfläche ermöglicht.
Hierdurch wird insbesondere eine wirksame Kühlung der Gleitflächen sichergestellt.
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Bei der erfindungsgemäßen Gleitringdichtung kann der Belastungsfaktor
derselben dadurch leicht geändert werden, daß die Innen-
und Außendurchmesser
der Aussparung des Dichtungselementes geändert werden. In der Regel führt eine Verminderung
des Belastungsfaktors bei den bekannten Gleitringdichtungen zu höheren Kosten. Bei
der erfindungsgemäßen Lösung fällt jedoch eine solche Konstruktion billiger aus.
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Die Erfindung nicht beschränkende Ausführungsbeispiele sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben: Es zeigen Fig.
1 einen teilweisen Schnitt durch eine doppeltwirkende Gleitringdichtung gemäß einer
ersten und einer zweiten Ausführungsform, Fig. 2 einen teilweisen Schnitt durch
eine dritte Ausführungsform, Fig. 3 einen teilweisen Schnitt durch eine vierte Ausführungsform,
Fig. 4 einen teilweisen Schnitt durch eine fünfte Ausführungsform,
Fig.
5 einen teilweisen Schnitt durch eine sechste Ausführungsform, Fig. 6 einen teilweisen
Schnitt durch eine siebte Ausführungsform und Fig. 7 einen Schnitt gemäß Linie VII-VII
in Fig. 6.
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Auf einer rotierenden Welle 1 ist ein mit dieser umlaufender Gegenring
2 fest angeordnet. Ein die Welle 1 umgebender, in einem radialen Abstand von dieser
angeordneter und nicht mit umlaufender Gleitring 3 ist axial beweglich in einem
Gehäuse 4 befestigt. Der Gleitring 3 ist als die Welle 1 umgebende Hülse, welche
unmittelbar dichtend am Gegenring 2 anliegt oder mit einem an dieser Hülse befestigten
Ring 20 ausgebildet.
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Der Gleitring 3 ist mittels einer Zapfenbefestigung 5 gegen Rotieren
gesichert.
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Eine die Welle 1 umgebende, aber nicht mit dieser umlaufende Feder
6 drückt den Gleitring 3 in Richtung des Gegenringes 2 so, daß die Gleitflächen
7 dieser Ringe aneinander liegen. In dem die Gleitflächen 7 radial außen umgebenden
Raum 8 steht das abzudichtende Medium an.
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In dem von den Gleitflächen 7 nach außen abgeschlossenen, radial innen
liegenden Raum 9, welcher sich zwischen Welle und z.B. als
Hülse
ausgebildeten Gleitring 3 in axialer Ausdehnung in das Innere der Dichtungsvorrichtung
erstreckt, steht eine Sperrflüssigkeit an, welche durch eine Zulaufleitung A zu-
und durch eine Ablaufleitung B abgeführt werden kann.
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Zwischen dem Gleitring 3 und dem Gehäuse 4 ist ein elastisches Dichtelement
11, beispielsweise ein 0- oder X-Rinq angeordnet, welcher die Räume 8 und 9 dichtend
voneinander trennt. Der Gleitring 3 weist eine radiale Anschlagfläche 10 auf, gegen
welche sich das elastische Dichtelement 11 anlegen kann.
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Zwischen dieser Anschlagfläche 10 und dem elastischen Dichtelement
11 kann beispielsweise ein Stützring 17 aus Polytetrafluoräthylen angeordnet sein,
welcher jedoch nicht dichtend wirksam ist. Das elastische Dichtelement 11 dichtet
den Spalt zwischen dem Gleitring 3 und dem Gehäuse 4 in radialer Richtung ab und
kann sich in axialer Richtung relativ zum Gleitring 3 wie auch zum Gehäuse 4 bewegen.
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Das Gehäuse 4 weist ebenfalls eine, in einem Abstand zur Anschlagfläche
10 angeordnete und parallel zur Anschlagfläche 10 ausgebildete Anschlagfläche 13
auf.
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Ist bei den in den Fig.1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen der
Druck P2 der Sperrflüssigkeit größer als der Druck P1 des abzudichtenden Mediums,
wirt auf das elastische Dichtelement 11
als abdichtende Kraft zusätzlich
zu der Kraft der Feder 6 ein durch die Druckdifferenz zwischen dem abzudichtenden
Medium und der Sperrflüssigkeit entstandener hydraulischer Druck und das elastische
Dichtelement 11 wird gegen die Anschlagfläche 10 des Gleitringes 3 gedrückt.
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Die Größe dieser Kraft ist u.a. von der Größe der ringförmigen Fläche
abhängig, welche sich aus der Differenz zwischen dem Außendurchmesser a und dem
Innendurchmesser b der Aussparung zwischen Gehäuse 4 und Gleitring 3 ergibt. Anders
formuliert ist die Kraft, mit welcher die Gleitflächen 7 des Gleitringes 3 und des
Gegenringes 2 gegeneinander drücken, direkt proportional der Differenz aus den Druck-Kräften
der Sperrflüssigkeit einerseits und des abzudichtenden Mediums andererseits. Die
durch die Druckdifferenz verursachte hydraulische Belastung ist folglich F = k (P2
- P1), wobei k der Belastungsfaktor aus der hydraulisch belasteten Fläche, dividiert
durch die Gleitfläche ist.
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Ist dagegen bei den in den Fig.1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen
der Druck P2 der Sperrflüssigkeit kleiner als der Druck P1 des abzudichtenden Mediums,
drückt das abzudichtende Medium den
Gleitring 3 in Richtung des
Gegenringes 2 mit einer Kraft, deren Größe unter anderem von der ringförmigen Fläche
abhängig ist, welche durch die Differenz zwischen dem Außendurchmesser c der Gleitfläche
7 und dem Innendurchmesser b der Aussparung zwischen dem Gleitring 3 und dem Gehäuse
4 bestimmt ist, wobei der Außendurchmesser c der Gleitfläche 7 größer als der Innendurchmesser
b der Aussparung ist. Das elastische Dichtelement 11 wird dabei gleichzeitig durch
die Wirkung der Druckdifferenz zwischen den Flüssigkeiten gegen die Anschlagfläche
13 des Gehäuses 4 gedrückt.
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Wesentlich ist, daß die Kraft, welche die Gleitflächen 7 gegen einander
drückt, bei allen möglichen Druckverhältnissen stets größer ist als diejenige Kraft,
welche auf die Gleitflächen 7 öffnend wirkt.
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Damit die Luft, welche mit der Sperrflüssigkeit in die Nähe der Gleitflächen
gelangt sein kann, ohne weiteres durch die Ablaufleitung B entweichen kann, kann
im Gleitring 3 eine axiale Bohrung 18 vorgesehen sein.
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Im rechten Bildteil der Fig. 1 ist eine zweite Ausführungsform dargestellt,
bei welcher anstelle der Anschlagfläche 10 des mit Strömungskanälen (Bohrungen 18)
versehenen Gleitringes 3 ein auf einem Gleitring 3' angeordneter und getrennt beweglicher
Rinq 14' vorgesehen ist, welcher gegen eine Anschlagfläche 10' des Gleitringes 3'
gedrückt wird. Die Anschlagfläche 10' kann entweder ein auf dem
Außenumfang
des Gleitringes 3' gesondert ausgebildeter Anschlag sein oder kann auch als unmittelbar
hinter der Stirnfläche des Gleitringes 3 in Richtung zum Raum der Sperrflüssigkeit
angeordnete radiale Anschlagfläche 10 ausgebildet sein (vergl.Fig.3).
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Ist der Druck der Sperrflüssigkeit größer als der Druck des abzudichtenden
Mediums, wird das elastische Dichtelement 11 bzw.11' den Zusatzring 14 bzw. 14'
gegen den Anschlag 10 bzw. 10' drücken.
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In entsprechender Weise kann auch ein Zusatzring 21 zwischen dem elastischen
Dichtelement 11 und der Sperrflüssigkeit angeordnet werden (vergl.Fig. 4). Für den
Zusatzring 21 ist am Gehäuse 4 eine Anschlagfläche 13' vorgesehen.
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Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher die Anschlagfläche
10 auf der inneren Umfangsfläche des Gleitringes 3 ausgebildet ist und das elastische
Dichtelement 11 ebenfalls an der inneren Umfangsfläche des Gleitringes 3 zur Anlage
kommt. Das Gehäuse 4 weist hierbei eine die Welle 1 mit Abstand umgebende, in den
Gleitring 3 hineinstehende Auskragung 22 auf, auf welcher das elastische Dichtelement
11 angeordnet ist und welche eine der Anschlagfläche 10 des Gleitringes 3 gegenüberliegende,
ebenfalls radial ausgebildete Anschlagfläche 13 aufweist.
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Dabei kann die Anschlagfläche 13 des Gehäuses 4 auch an einer anderen
Stelle als in Fig. 5 dargestellt angeordnet sein, beispiels-
weise
kann sie in axialer Richtung auch außerhalb des Gleitringes 3 und in radialer Richtung
weiter nach außen angeordnet sein, wobei das elastische Dichtelement 11 mittels
eines zusätzlichen, gesondert ausgebildeten Zusatzringes gegen die Anschlagfläche
13 abgestützt wird.
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Ist der Druck P2 der Sperrflüssigkeit größer als der Druck P1 des
abzudichtenden Mediums, drückt die Sperrflüssigkeit den Gleitring 3 gegen den Gegenring
2 mit einer Kraft, deren Größe direkt proportional zu derjenigen Fläche ist, welche
durch die Differenz der Außendurchmesser a der inneren Umfangsfläche des Gleitringes
3, an welcher das elastische Dichtelement 11 anliegt und dem Innendurchmesser d
der Gleitfläche 7 bestimmt ist. Hierbei ist der Innendurchmesser d der Gleitfläche
7 kleiner als der Außendurchmesser a der inneren Umfangsfläche des Gleitringes 3.
Gleichzeitig wird das elastische Dichtelement 11 aufgrund der Wirkung der Druckdifferenz
zwischen der Sperrflüssigkeit und dem abzudichtenden Medium gegen die Anschlagfläche
13 des Gehäuses 4 gedrückt.
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Ist der Druck P2 der Sperrflüssigkeit kleiner als der Druck P1 des
abzudichtenden Mediums, wirkt als abdichtende Kraft ein durch die Druckdifferenz
zwischen den Flüssigkeiten verursachter Druck, welcher das elastische Dichtelement
11 gegen die Anschlagfläche 10 des Gleitringes 3 drückt. Diese Kraft ist direkt
proportional der ringförmigen Fläche, welche durch die Differenz zwischen dem Außen-
durchmesser
a der inneren Umfangsfläche des Gleitringes 3, gegen welche das elastische Dichtelement
11 anliegt und dem Innendl!rchmesser b der äußeren Umfangsfläche der Auskragung
22 bestimmt ist.
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Die durch die Druckdifferenz verursachte hydraulische Belastung folgt
hierbei der Formel F = k (P1 - P2).
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Auch bei dieser, anhand der Fig. 5 beschriebenen Ausführungsform ist
die, die Gleitflächen 7 aneinanderpressende Kraft bei allen Druckverhältnissen stets
größer als die, die Gleitflächen 7 öffnende Kraft.
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Außerdem wird bei dieser Ausführungsform der Umlauf der als Kühlflüssigkeit
wirkenden Sperrflüssiqkeit innerhalb der doppelt wirkenden Gleitringdichtung gefördert.
Die an den Gleitflächen 7 auftretende Reibung erwärmt die Sperrflüssigkeit, welche
sich infolge dieser Erwärmung ausdehnt. Dadurch, daß die unmittelbar an den Gleitflächen
anstehende Sperrflüssigkeit durch die Erwärmung gegenüber der nachfolgenden kühleren
Sperrflüssigkeit leichter ist, sammelt sich diese in dem oberen Teil des unmittelbar
unterhalb der Gleitflächen 7 befindlichen Raumes. Durch die Anordnung der Strömungskanäle
23, 23' bzw. 24 kann die erwärmte Sperrflüssigke.it ohne weiteres in die Ablaufleitung
B geleitet werden. Auf diese
Weise wird auch gleichzeitig Luft,
welche sich möglicherweise innerhalb der Sperrflüssigkeit in dem oberen Teil des
Ringraumes gesammelt hat, entfernt.
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Eine der Fig. 5 entsprechende Ausführungsform, bei welcher die Anschlagfläche
10 ebenfalls auf der inneren Umfangsfläche des Gleitringes 3 angeordnet ist und
bei welcher das Gehäuse 4 auch eine, um die Welle 1 in einem Abstand angeordnete
und in den Gleitring 3 hineinragende Auskragung 22 mit einer Anschlagfläche 13 aufweist,
ist in den Figuren 6 und 7 dargestellt.
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Einige Einzelheiten weichen jedoch von der in Fig. 5 dargestellten
Lösung ab. So ist auf der Welle 1 eine zusätzliche Hülse 25 angeordnet, welche mit
der Welle 1 umläuft und auf welcher die Gegenringe 2 und 2' befestigt sind. Da in
Fig. 6 nur die obere Hälfte der Gleitringdichtung abgebildet ist, ist die in der
Ausführungsform in Fig. 5 dargestellte Feder 6 nicht abgebildet, aber auch bei dieser
Ausführungsform in entsprechender Weise vorhanden.
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Ebenso ist von dem Kreislauf der Sperrflüssigkeit nur die obere Hälfte
dargestellt, es sind aber in der unteren Hälfte entsprechende Bohrungen angeordnet,
lediglich mit dem Unterschied, daß die Zulauföffnung A im linken Teil der Abbildung
der Fig. 6 am anderen Ende der Gleitringdichtung, gegenüber der Ablaufleitung B
angeordnet ist.
Der Ablaufkanal der Sperrflüssigkeit besteht aus
den Bohrungen 26, 27 und 28. Der waagerechte Kanal 26 erstreckt sich im oben gelegenen
Teil der in den Gleitring 3' hineinragenden Auskragung 22' des Gehäuses 4 und das
in die Gleitfläche des Gleitringes 3' führende Ende des in der Auskragung 22' des
Gehäuses 4 befindlichen Kanals 26 weist einen Einschnitt 29 (vgl.Fig. 7) auf.
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In entsprechender Weise weist der Gleitring 3 an seiner unteren Seite
ebenfalls einen ähnlichen Einschnitt 29 an dem Ende des Zuführungskanals für die
Sperrflüssigkeit auf. Auf diese Weise kann der Kreislauf der Sperrflüssigkeit möglichst
nahe an die Gleitflächen 7 geleitet werden und eine wirksame Abkühlung der Gleitflächen
ist sichergestellt.
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Die Erfindung wird nicht durch die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sie kann vielmehr im Rahmen der Patentansprüche bedeutend variieren.
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So kann anstelle einer Flüssigkeit auch ein Gas als abdichtendes Medium
eingesetzt werden. Weiter muß die Sperrflüssigkeit nicht zwangsweise umlaufen, es
kann vielmehr auch eine Konstruktion ohne Ablaufleitung B verwendet werden. Weiter
kann anstelle der Sperrflüssigkeit auch ein Fett eingesetzt werden, da ein Durchlecken
zur Seite des abzudichtenden Mediums hin bei dieser erfindungsgemäßen Konstruktion
stets verhindert wird. Schließlich kann auch anstelle der Sperrflüssigkeit auch
eine reine Spülflüssigkeit verwendet werden.
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Als elastisches Dichtelement 11 kann jedes beliebige andere elastische
Dichtelement wie z.B. ein O-Ring, ein X-Ring oder auch ein Balg verwendet werden.
Das elastische Dichtelement kann dabei aus Kunststoff, z.B. aus Polytetrafluoräthylen
hergestellt sein. Andererseits kann für das Dichtelement auch ein Metall verwendet
werden, wobei ein solches Dichtelement so geformt ist, daß es seine Form je nach
der Druckdifferenz federnd verändert und beispielsweise mit dichtenden Lippen versehen
ist.
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Auch ist es möglich, einen Graphit-Ring als Dichtelement zu verwenden.
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Der Stützring 17 kann lippenartig ausgebildet und so geformt sein,
daß er in Richtung des Raumes des abzudichtenden Mediums konkav ausgebildet ist.
Dabei kann der Stützring auch fest mit dem elastischen Dichtelement verbunden sein.
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Durch die lippenartige Ausbildung des Stützringes wird eine, die Anschlagflächen
sauber haltende, diese bestreichende Bewegung erreicht.
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Da der Raum, in welcher das elastische Dichtelement und die evtl.
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vorhandenen Zusatzringe zwischen dem Gleitring und dem Gehäuse nahezu
geschlossen ist, kann entweder der Spalt zwischen dem Stützring und dem elastischen
Dichtelement oder aber der gesamte
Raum zwischen Gleitring und
Gehäuse bzw. den Anschlagflächen, zwischen denen sich das elastische Dichtelement
bewegen kann, bei Bedarf z.B. mit Paraffin oder mit einer anderen geeigneten reinen
Flüssigkeit ausgefüllt sein, welche die mit dem elastischen Dichtelement in Verbindung
stehenden Flächen rein hält.
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Auch ist es möglich, diesen Raum der Dichtung und den Gleitring selbst
mit einer dünnen Polytetrafluoräthylen-Schicht mit einer Dicke von 0,02 bis 0,03
mm zu belegen, welche das Anhaften des abzudichtenden Mediums an diesen Flächen
verhindert.